Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

03.03.2026
Echt grün, echt engagiert - Werde jetzt Bienenfreundlicher Landwirt

Aus Überzeugung bienenfreundlich

Der Bienenfreundliche Landwirt (BFL) ist eine Aktion von Eure Landwirte – Echt grün e.V., die zeigt, wie landwirtschaftliche Praxis und aktiver Insektenschutz zusammengehen. Seit 2019 machen jedes Jahr mehr Betriebe mit und setzen konkrete Maßnahmen für Wildbienen, Insekten und andere wichtige Bestäuber um – auf der Hofstelle, auf Acker- und Grünlandflächen oder in Zusammenarbeit mit Imkern und Naturschutzorganisationen. Die Maßnahmen basieren auf einem klar definierten Kriterienkatalog, der 2018 gemeinsam mit dem LAVES Institut für Bienenkunde in Celle entwickelt und fachlich begleitet wurde. Die Maßnahmen werden seitdem eigenständig im Rahmen der Kampagne erfolgreich umgesetzt. Um teilzunehmen, wählen Landwirte aus verschiedenen Kategorien Maßnahmen aus und erreichen eine festgelegte Mindestpunktzahl. So bleibt der Einsatz nachvollziehbar, praxisnah und überprüfbar. Der Bienenfreundliche Landwirt steht für freiwilliges Engagement, Verantwortung und sichtbare Biodiversität – direkt dort, wo Landwirtschaft stattfindet.

Du bist noch kein Bienenfreundlicher Landwirt? Dann melde dich jetzt ganz unkompliziert HIER an.

Als Bienenfreundlicher Landwirt erhältst du von uns ein hochwertiges Blechschild im DIN-A4-Format, das perfekt an jedes Hoftor oder in deinen Hofladen passt. Es zeigt Besuchern auf einen Blick, dass hier ein Betrieb arbeitet, der Insekten- und Artenschutz bewusst und verantwortungsvoll in seine tägliche Arbeit integriert.

03.03.2026
Rote Gebiete: Juristischer Aktionismus einer Splittergruppe

Landvolk kritisiert Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe als aus der Zeit gefallen

Das Landvolk Niedersachsen zeigt sich irritiert über die Mitteilung, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) per gerichtlicher Eilentscheidung versucht, das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium zu zwingen, Bußgeldbescheide an Landwirtinnen und Landwirte aufgrund der Landesdüngeverordnung durchzusetzen. Für Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies ist die Vorgehensweise der Umweltorganisation weder nachvollziehbar noch sachgerecht. „Die Deutsche Umwelthilfe beschäftigt das Verwaltungsgericht in Oldenburg völlig sinnlos mit einer Klage, die bereits vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg und dem Bundesverwaltungsgericht abschließend behandelt wurde“, kritisiert Hennies.

Ziel der DUH sei offenbar, besonders die Tierhalter in der Region Weser-Ems unter Druck zu setzen – und das trotz der klaren Entscheidungen der Gerichte über die Unrechtmäßigkeit der sogenannten „roten“ Gebiete. Hennies betont: „Auch in diesen Regionen gilt bundesweit das normale Düngerecht, das Teil der guten fachlichen Praxis für die Pflanzenerzeugung und den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist.“

Aus Sicht des Landvolks wird in Niedersachsen bereits ein vorbildliches Dünge- und Pflanzenbaumanagement umgesetzt. Der jährliche Nährstoffbericht der Düngebehörde zeigt einen stetigen Rückgang der Nährstoffüberschüsse auf den Betrieben. Das belege die Wirksamkeit des integrierten Systems aus Meldepflichten, risikoorientierten Kontrollen, gezielter Düngeberatung und der Umsetzung standortangepasster Düngestrategien. Die Betriebe verfolgen damit konsequent das Verursacherprinzip und schützen das Grundwasser effektiv. Die Belastung wird kontinuierlich durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) überwacht. Der Antritt und die Argumentation der Deutschen Umwelthilfe ist deshalb völlig aus der Zeit gefallen. „Damit untergräbt sie selbst die Legitimität (Reputation) solcher überregionalen Verbandsklagen“, so Hennies.

Hennies fordert das Bundeslandwirtschaftsministerium auf, die formalen Rechtsfehler der roten Gebiete als Chance zu nutzen, um praktikable Erleichterungen für engagierte Betriebe zu schaffen. „Wir haben Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Staudte und Bundeslandwirtschaftsminister Rainer bereits Vorschläge übermittelt und erwarten zeitnah weiterführende Gespräche“, erklärt Hennies.

Das Landvolk unterstreicht damit sein Ziel, konstruktive Lösungen zu entwickeln, statt die Gerichte unnötig zu beschäftigen. „Pauschale Klagen bringen den Gewässerschutz nicht voran. Wir setzen auf praxisgerechte und individuelle Regelungen, die Effizienz, Ressourcenschutz und Bodenfruchtbarkeit verbinden“, sagt Hennies abschließend.

02.03.2026
Digitale Infoveranstaltung zur GAP 2026

Wichtige Neuerungen und Hinweise zum Antragsjahr 2026

Wir laden unsere Mitglieder herzlich zu einer digitalen Informationsveranstaltung zur GAP 2026 ein. Eike Christian Grupe vom Landvolk Niedersachsen informiert über die aktuellen Änderungen, wichtige Hinweise für das Antragsjahr 2026 sowie den Umgang mit FANi.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 16.03.2026, um 19:30 Uhr online über Microsoft Teams statt.

Bitte melden Sie sich bis zum 16.03.2026 um 12:00 Uhr per E-Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de an. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung.

19.02.2026
Hofnachfolger schlagen Alarm

Berufliche Zukunft ist Thema beim Junglandwirtetag am 27. Februar in Bad Bevensen

„Wenn sich die politischen Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe nicht grundlegend verbessern, steht die Hofnachfolge in vielen Regionen vor dem Aus“, darauf macht Max Klockemann, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen, aufmerksam. Blieben verlässliche Perspektiven aus, werde es bald keine Hofnachfolger mehr geben. Seit Jahren weist der Berufsnachwuchs auf diese Problematik hin. „Inzwischen ist die Übernahme vieler Betriebe ungewiss“, betont der Ackerbauer aus dem Weserbergland. Vor diesem Hintergrund ruft er junge Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Niedersachsen dazu auf, am 27. Februar am Junglandwirtetag in Bad Bevensen teilzunehmen. Dort wollen die Junglandwirte ihren Anliegen und Forderungen öffentlich Gehör verschaffen.

Die Junglandwirte Niedersachsen haben gemeinsam mit dem Arbeitskreis junger Landwirte Uelzen ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Zu den Vortragenden zählt Stefanie Sabet aus Berlin, die neue Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes. Sie wird darlegen, wie sich der Verband auf Bundesebene für künftige Hofnachfolger einsetzt und welche Maßnahmen die Europäische Union ab 2028 im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für junge Landwirtinnen und Landwirte plant. Zudem möchten die Junglandwirte von ihr erfahren, welche Handlungsmöglichkeiten sie selbst haben, um ihre berufliche Zukunft aktiv mitzugestalten.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Rede des Europaabgeordneten David McAllister aus Bad Bederkesa. Der ehemalige Ministerpräsident Niedersachsens wird die Auswirkungen der aktuellen globalen sicherheitspolitischen Entwicklungen auf Deutschland und Europa beleuchten. Dabei geht es auch um die Frage, welchen Beitrag junge Menschen zum Schutz der Demokratie leisten können – ein Anliegen, das den Junglandwirten mit Blick auf den Erhalt eines selbstbestimmten Lebens in Freiheit besonders wichtig ist.

Mit einem praxisnahen Thema ergänzt Professor Dr. Heiko Tapken von der Hochschule Osnabrück das Programm. In seinem Vortrag zu Künstlicher Intelligenz und Robotik in der Landtechnik wird er aufzeigen, welche Entwicklungen bereits Realität und welche Fiktion sind. Der Junglandwirtetag beginnt um 9.30 Uhr und endet gegen 13.30 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss, der im Eintritt von 10 Euro inbegriffen ist. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen sind HIER abrufbar.

16.02.2026
Inklusion, die anpackt

BBS Rotenburg startet wieder ReZA-Seminar

Auf dem Hof von Christoph Schröder in Rotenburg herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Zwischen Stall und Maschinenhalle wird geprüft, erklärt, beobachtet. Doch es ist keine echte Abschlussprüfung, sondern eine realitätsnahe Simulation. 22 Teilnehmende des neuen ReZA-Seminars der BBS Rotenburg proben hier den Ernstfall. Mit dabei: zehn angehende Werkerinnen und Werker der Landwirtschaft. Was auf den ersten Blick wie eine Übung wirkt, ist in Wahrheit ein starkes Signal für gelebte Inklusion.

Denn in diesem Jahr bietet die BBS Rotenburg erstmals seit 2013 wieder das Seminar zum Erwerb der Rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikation (ReZA) an. 15 der Teilnehmenden stammen aus der Zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft, weitere Interessierte nehmen extern teil. Das Ziel: Ausbilderinnen und Ausbilder fit machen für die Ausbildung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf.

Fachkräfte gewinnen – Potenziale erkennen

„Wir suchen in der Branche händeringend zuverlässige Arbeitskräfte“, betont Anke Husmann-Klaffke, Lehrerin im Agrarbereich an der BBS Rotenburg und Organisatorin des Seminars. „Die Gewinnung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf bietet dabei großes Potenzial.“

Tatsächlich eröffnet die Ausbildung zur Werkerin oder zum Werker in der Landwirtschaft vielen jungen Menschen mit Förderbedarf eine echte berufliche Perspektive. Ein Großteil der Ausbildung kann über die Agentur für Arbeit gefördert werden, vorausgesetzt, der individuelle Förderbedarf wird im Vorfeld festgestellt und genehmigt.

„Wir bilden für den ersten Arbeitsmarkt aus“, so Husmann-Klaffke. „Und aus Erfahrung kann ich sagen: Die Werkerinnen und Werker mit Förderbedarf, die ich in meinen Klassen hatte, stehen heute erfolgreich und ohne staatliche Subventionen im Berufsleben. Das ist ein großer Erfolg für jeden Einzelnen und für unsere Gesellschaft.“

Mehr als nur Fachwissen

Damit Ausbildung in diesem sensiblen Bereich gelingt, braucht es mehr als landwirtschaftliche Kompetenz. Genau hier setzt die ReZA-Qualifizierung an. In 80 Unterrichtsstunden, verteilt auf 10 Seminartage, erwerben die Teilnehmenden pädagogische, psychologische und rechtliche Grundlagen für die inklusive Ausbildung.

Auf dem Lehrplan stehen unter anderem:
• didaktische Konzepte für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
• medizinische und diagnostische Grundlagen
• rechtliche Rahmenbedingungen wie BBiG und SGB
• Kenntnisse über das System der beruflichen Rehabilitation
• Methoden zur individuellen Förderung

Besonders wertvoll: die Praxisnähe. Die Prüfungssimulation auf dem Hof ist nur ein Beispiel. Durch solche realitätsnahen Übungen lernen die angehenden Ausbilderinnen und Ausbilder, wie sie Prüfungen strukturieren, individuell begleiten und fair gestalten können. Gleichzeitig profitieren die teilnehmenden Auszubildenden: Sie erleben eine Prüfungssituation unter geschützten Bedingungen, eine klassische Win-Win-Situation. Auch für Tjorben Münkel, Auszubildender als Werker in der Landwirtschaft, war der Tag ein wichtiger Schritt: „Es war sehr hilfreich, die Prüfungssituation heute schon einmal zu üben. Jetzt kann ich viel besser einschätzen, wie die Prüfung ablaufen wird und woran ich noch arbeiten kann.“

Inklusion als Selbstverständlichkeit

„Inklusion muss heute gesamtgesellschaftlich mitgedacht werden“, sagt Husmann-Klaffke. „In der Landwirtschaft wurde sie jedoch schon immer ganz selbstverständlich gelebt.“ Menschen mit Förderbedarf seien seit jeher Teil vieler Höfe, als geschätzte Mitarbeitende mit praktischen Fähigkeiten und hoher Einsatzbereitschaft.

Gleichzeitig verschweigt sie nicht die Herausforderungen: Förderbedarfe seien so vielfältig wie die Menschen selbst, von Lernbehinderungen bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten. „Der Ausbilder muss bereit sein, individuell einzugehen. Das kann Geduld fordern und anspruchsvoll sein, für den Ausbilder wie auch für die Familie. Dafür ist nicht jeder geschaffen.“ Genau deshalb sei eine fundierte Qualifizierung so wichtig.

Positive Überraschungen und neue Perspektiven

Wie lebendig und praxisnah das Seminar ist, bestätigt auch Ole Wentzien, Fachschüler an der BBS Rotenburg. „Es ist eine wirklich tolle Möglichkeit, die ReZA-Qualifizierung kostenlos über die BBS absolvieren zu können“, sagt er.

Seine anfänglichen Erwartungen wurden deutlich übertroffen: „Ehrlich gesagt habe ich mir das Seminar eher trocken vorgestellt, aber ich wurde positiv überrascht, wie aktiv und lebendig viele Inhalte gestaltet sind.“ Besonders spannend fand er die pädagogischen Aspekte sowie die Referenten, etwa von der Agentur für Arbeit, die neue Perspektiven einbrachten. Selbst moderne Technik kam zum Einsatz: Die SVLFG beeindruckte mit einer VR-Brille.

Für Wentzien ist das Seminar mehr als nur eine Zusatzqualifikation: „Eine super Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln. Im Laufe der zweijährigen Fachschule machen wir auch den Ausbilderschein. Das hier war ein motivierender erster Berührungspunkt, der mir gezeigt hat, wie viel Spaß es machen kann, junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf zu begleiten.“

Ein Angebot mit Zukunft

Der Bedarf ist groß: Die BBS Rotenburg führt bereits eine eigene Berufsschulklasse für Werkerinnen und Werker in der Landwirtschaft. Gleichzeitig übersteigt die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen zunehmend die Zahl der qualifizierten Ausbilderinnen und Ausbilder.

Deshalb bietet die Schule das ReZA-Seminar für Fachschülerinnen und Fachschüler kostenlos an und öffnet es darüber hinaus auch für Externe zu einem moderaten Preis. Die Entscheidung ist klar: „Ja, das Seminar soll nun regelmäßig stattfinden, immer parallel zur zweijährigen Fachschulausbildung“, kündigt Husmann-Klaffke an.

Was auf dem Hof in Rotenburg geprobt wird, ist also weit mehr als eine Prüfungssimulation. Es ist ein Modell für eine Landwirtschaft, die Verantwortung übernimmt, Potenziale erkennt und Menschen eine echte Chance gibt. Eine Landwirtschaft, die zeigt: Inklusion ist keine Zusatzaufgabe, sondern eine Stärke.

06.02.2026
Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten?

Hybrid-Seminar

Vom 23. bis 24. Februar 2026 findet ein Hybrid-Seminar im Tagungshaus Freudenburg (Bassum) zu dem folgenden Thema statt: Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten? Katastrophen- und Zivilschutz im ländlichen Raum

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie HIER.

03.02.2026
Zukunftstag 2026

Höfe öffnen - Zukunft sichern

Der Zukunftstag 2026 findet am 23. April statt. Auch in diesem Jahr möchten wir als Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. Schülerinnen und Schülern aus unserer Region die Möglichkeit geben, die Landwirtschaft hautnah zu erleben. Dafür sind wir auf die Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen.

Junge Menschen für die Landwirtschaft begeistern

Ein Zukunftstag auf dem eigenen Betrieb ist eine hervorragende Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen den landwirtschaftlichen Alltag realistisch und praxisnah zu zeigen. „Mitmachen und Miterleben“ stehen dabei im Mittelpunkt: Tiere versorgen, bei Hofarbeiten helfen, Einblicke in Technik und Maschinen bekommen oder bei einer Traktorfahrt dabei sein – all das hinterlässt bleibende Eindrücke und weckt Interesse an unseren Berufen.

Nachwuchs gewinnen und Einblicke ermöglichen

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, frühzeitig Interesse für die grünen Berufe zu wecken. Der Zukunftstag bietet die Chance, jungen Menschen zu zeigen, wie vielfältig, modern und verantwortungsvoll die Arbeit in der Landwirtschaft heute ist. Oft sind es genau diese ersten praktischen Erfahrungen, die spätere Ausbildungsentscheidungen beeinflussen.

Machen Sie mit!

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Betriebe aus der Region Rotenburg-Verden bereit sind, am Zukunftstag Schülerinnen und Schüler auf ihren Höfen aufzunehmen. Der Landvolk-Kreisverband übernimmt gerne die Koordination und vermittelt interessierte Familien und Kinder an die teilnehmenden Betriebe.

Rückmeldung und Kontakt: aswald@landvolk-row-ver.de

03.02.2026
Landvolk verlangt Düngerechtsänderungen

Landwirte fordern stärkere Verursachergerechtigkeit

Für die niedersächsischen Landwirte ist die Zeit zur Frühjahrsdüngung ihrer Felder und Wiesen noch nicht gekommen. Die Böden sind nahezu landesweit auch in den nächsten Tagen noch mit Schnee bedeckt und zudem gefroren. Die Pflanzen auf den Äckern und das Grünland verharren in einer Vegetationsruhe. „Unseren Landwirten ist die bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr zu ihren Kulturen wichtig, unabhängig davon, ob es über organischen oder mineralischen Dünger geschieht“, sagt Landvolkpräsident Holger Hennies. Nur durch gezielte und zeitgerechte Verwendung von organischen Düngern wie Gülle und Gärresten aus der Tierhaltung und Biogasanlagen gäbe es eine Kreislaufwirtschaft und mineralischer Dünger könne eingespart werden. Sobald der Boden wieder aufnahmefähig ist, werden die Güllefässer auf den Feldern zu sehen sein und kurzzeitig „Landluft“ verbreiten.

„Die Vorschriften des sehr detaillierten Düngerechts sind unser Rahmen, den wir dabei beachten“, verbürgt sich Hennies für seine Berufskollegen. Dazu zählten verschiedenen, kultur- und standortabhängigen Ausbringungsobergrenzen, eine betriebsbezogene Obergrenze für organische Düngemittel wie Gülle, Mist und Gärreste, sowie die der behördlichen Kontrolle dienenden Aufzeichnungs- und Meldepflichten an die Landesdüngebehörde.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, aber auch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatten aktuell geurteilt, dass bestimmte Sonderregelungen, die in behördlich ausgewiesenen Gebieten unter anderem eine noch weitergehende Reduzierung der Stickstoffdüngung unter den Bedarf der Pflanzen verlangen, wegen formaler und handwerklicher Rechtsmängel bei der Grenzziehung und Festsetzung dieser Gebiete unwirksam sind „Aus unserer Sicht sind diese „roten Gebiete“ völlig überdimensioniert und geben die heutigen Nährstoffverluste, die zu Gewässerbelastungen führen können, nicht wieder“, bezieht sich Hennies auf eine jüngere Untersuchung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Er stellt daher die Sonderregelungen und Gebietsabgrenzungen, die auch deutlich über EU-Standards hinausgehen, infrage und fordert auch mit Blick auf den notwendigen Humuserhalt und die Proteinversorgung bei der Ernährungssicherung mehr Flexibilität. „Wir verfügen über ausreichende Methoden und setzen diese auch ein, damit möglichst wenig Nährstoffverluste entstehen und die Gewässerqualität gefährden“, gibt Hennies Einblicke in die gute fachliche Praxis. Die erzielten Ergebnisse ließen sich über die alljährlichen Meldungen der Landwirte an die Düngebehörde sehr gut belegen. Das zeige auch der jährliche Nährstoffbericht des Landes. „Wir haben das größte Interesse an guter Wasserqualität für unsere Pflanzen, Tiere und uns selbst, unser Düngerecht braucht hier mehr Verursachergerechtigkeit“, betont der Landwirt.

03.02.2026
Begegnung mit Europa im Kulturgut Ehmken Hoff Dörverden

Eine Veranstaltung vom Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland

Der Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland lädt hiermit herzlich ein, zu einem Europa-Abend in der Gemeinde Dörverden am Mittwoch, den 25. Februar 2026 ab 19:00 Uhr in Kochs Hof auf dem Kulturgut Ehmken Hoff (In der Worth 11-15, 27313 Dörverden).

Die Begegnung mit Europa in unserem Alltag und der gemeinsame Austausch darüber, ist ein Schwerpunkt der Aktivitäten unseres Kreisverbandes Verden. Unter diesem Leitgedanken steht auch das folgende Programm unseres Europa-Abend in Dörverden:

Programm:

• Begrüßung und Grußwort des Bürgermeisters der Gemeinde Dörverden Alexander von Seggern
• Bildung und Ausbildung in Europa – meine Erfahrungen in Salamanca und Brüssel Rechtsanwalt und Notar Dr. Falk-Rembert von Eickstedt, Barme
• Erfolgreich in Europa und der Welt – Unternehmensgruppe Heckmann, Hülsen Geschäftsführer Henning Heckmann
• Schüleraustausch mit Spanien im europäischen Programm Erasmus+ Elena Pardo und Schülerinnen und Schüler der Aller-Weser-Oberschule Dörverden

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei Fingerfood und Getränken. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung per Mail an Info@eu-kv-verden.de gebeten.

02.02.2026
WEBINAR "Batteriespeicher - was muss ich wissen?"

Digitale Infoveranstaltung

Batteriespeicher sind in aller Munde: Als interessante Einkommensalternative in der Landwirtschaft und insbesondere als wichtiger Baustein für Stromnetz und Strommarkt. Bei der Investition in die neue Technologie möchten wir Sie unterstützen!

Die Veranstaltung vom Landvolk Niedersachsen, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Landvolk Diensten findet am 12.03.2026 von 10 bis 11 Uhr online über Teams statt.

Themen:
• Netzanschluss
• Versicherung
• Wirtschaftlichkeit
• Baugenehmigung
• Haftung
• Einspeise-, Pacht- und Mietverträge

Sie möchten selber investieren oder beratend zur Seite stehen? Dann können Sie sich HIER kostenlos bis zum 10.03.2026 anmelden.

Aktuelles aus dem Landesverband

10.04.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In KW 13 war der übliche saisonale Anstieg der Milchanlieferung in Deutschland unterbrochen. Das Milchaufkommen der Molkereien ging ggü. der Vorwoche um 0,3 % zurück, wodurch der Zuwachs zur Vorjahreslinie auf 6,2 % schrumpfte. Nachfrage nach abgepackter Butter war vor Ostern stark, Impulse werden durch die Spargelsaison erwartet. Am Blockbuttermarkt herrscht Ruhe, Nachfrage gering. Blockbutterpreise sind gesunken: Kempten 4,20 – 4,45 €/kg), während Sahne wieder teurer wird. Schnittkäsenachfrage war vor Ostern hoch und Bestände knapp. Jetzt läuft der Markt ruhige, während aus Südeuropa mehr Bedarf kommt. Logistik bleibt wegen des Iran-Konflikts unsicher. Die Erlöse bleiben stabil auf höherem Niveau.

MMP-Markt ruhig; wenig neue Abschlüsse und viele Kontrakte sind bereits gedeckt. Preise haben nach dem starken Anstieg im März wieder etwas nachgegeben, sowohl für Lebensmittel- als auch für Futtermittelware. VMP-Markt ruhig; Nachfrage ist schwach, kaum neue Abschlüsse. Preisbewegungen kaum erkennbar. MP-Markt bleibt fest: Lebensmittelware teurer, Futtermittelware schwächer.

10.04.2026
Globale Weizenbilanz: Produktion rauf, Verbrauch runter
Pflanzen

(AMI) – Trotz deutlich gekürzter Verbrauchsschätzung erwartet das USDA für 2025/26 nochmals höhere globale Weizenendbestände. Vor allem größere Ernten in Russland und der EU sorgen für eine weiterhin komfortable Versorgungslage.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine April-Schätzung zur globalen Weizenbilanz 2025/26 erneut angepasst. Während die weltweite Weizenerzeugung nach oben revidiert wurde, fiel die Korrektur beim Verbrauch deutlich nach unten aus. Dennoch dürften die Endbestände weiter steigen. Insgesamt bleibt die globale Weizenversorgung damit mehr als komfortabel.

Die globale Weizenerzeugung 2025/26 veranschlagt das USDA aktuell auf 844,15 Mio. t. Gegenüber der Vormonatsprognose entspricht dies einer Anhebung um über 2,03 Mio. t. Maßgeblich hierfür sind höhere Ernteschätzungen für Russland und die EU. Demnach soll die EU in der laufenden Saison rund 145,11 Mio. t Weizen geerntet haben, was einer Aufwärtskorrektur von 1,11 Mio. t entspricht. Für Russland wird die Weizenernte nun auf 90,30 (+0,80) Mio. t geschätzt. Bei anderen wichtigen Erzeugerländern wie China, Indien, den USA oder Kanada hält das USDA an den März-Schätzungen fest.

Deutlich nach unten angepasst wurde hingegen die Prognose für den globalen Weizenverbrauch 2025/26. Dieser wurde um 4,80 auf 815,86 Mio. t gekürzt. Trotz der Revision würde der Verbrauch damit weiterhin ein Allzeithoch erreichen und um mehr als 15 Mio. t über dem Vorjahresniveau liegen.

10.04.2026
Weizenkurse in Paris geben nach
Pflanzen

(AMI) Die vereinbarte Waffenruhe im Nahen Osten drückt die Weizennotierungen. Sinkende Kurse verbessern zwar die EU-Exportchancen, das globale Angebot bleibt jedoch reichlich.

An der Pariser Terminbörse bewegten sich die Weizennotierungen in der feiertagsbedingt verkürzten Berichtswoche abwärts. Der Fronttermin Mai 2026 schloss am 09.04.2026 bei 195,50 EUR/t und lag damit um 7 EUR/t unter dem Vorwochenniveau. Gleichzeitig fiel die Notierung damit erstmals seit vier Wochen wieder unter die Marke von 200 EUR/t. Der September-Kontrakt verzeichnete das gleiche Wochenminus schloss zuletzt bei 204,75 EUR/t.

Belastet wurden die Weizennotierungen zuletzt vor allem durch die vereinbarte Waffenruhe im Nahen Osten. Mit der Kriegsunterbrechung steigen die Erwartungen auf eine geringere Störung der Energieversorgung und sinkende Düngemittelpreise. Zudem ist die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freigegeben, erste Öltanker passierten die Meerenge bereits seit Beginn der Waffenruhe.

Gleichwohl bleibt die Marktstimmung von Unsicherheit geprägt, da sich die geopolitische Lage im Nahen Osten jederzeit wieder zuspitzen kann. Die Waffenruhe im Iran nährte zudem Hoffnungen auf eine Belebung der internationalen Getreidenachfrage. Viele Abnehmer hatten ihre Käufe aufgrund der seit Kriegsbeginn stark gestiegenen Preise zuletzt zurückgestellt.

Die rückläufigen Weizennotierungen kommen unterdessen den EU-Exportaussichten zugute. Mit niedrigeren Preisen verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Herkunftsländern, insbesondere gegenüber Anbietern aus der Schwarzmeerregion. Das globale Angebot bleibt jedoch weiterhin reichlich, zumal die Ernte 2026 zunehmend in den Fokus rückt. Russland, weltweit führender Weizenexporteur, verfügt angesichts der zuletzt verhaltenen Nachfrage noch über umfangreiche Lagerbestände. Zudem dürfte das Land nach Angaben von Argus im laufenden Jahr rund 88,7 Mio. t Weizen produzieren, nachdem zuvor von einer Erntemenge von 86,5 Mio. t ausgegangen worden war.

Unterdessen exportierte die Europäische Union im laufenden Wirtschaftsjahr bis zum 05.04.2026 insgesamt rund 18,00 Mio. t Weichweizen und damit mehr als im Vorjahreszeitraum (16,79 Mio. t). Wichtigstes Abnehmerland bleibt Marokko, gefolgt von Ägypten und Saudi-Arabien.

10.04.2026
Brotgetreidepreise geben nach – auch ex Ernte
Pflanzen

(AMI) Sinkende Erzeugerpreise, bedarfsorientierte Nachfrage und Unsicherheiten auf globaler Ebene bestimmen aktuell das Marktgeschehen. Impulse bleiben rar, die Entwicklung hängt zunehmend von Börsen und Geopolitik ab.

Der deutsche Markt für Brotgetreide präsentiert sich weiterhin ruhig und von Zurückhaltung geprägt. Die zuletzt schwächeren Weizennotierungen an der Pariser Börse wirken zwar belastend, konnten bislang jedoch nur begrenzt auf die Kassapreise am heimischen Markt durchschlagen. In mehreren Regionen behaupten sich die Weizenpreise noch auf Vorwochenniveau. Dies gilt insbesondere dort, wo Unsicherheiten hinsichtlich der Proteingehalte infolge eingeschränkter Stickstoffdüngung bestehen.

Im Bundesmittel verfehlen die Brotgetreidepreise auf Erzeugerstufe allerdings allesamt das Vorwochenniveau. Das größte Wochenminus verzeichnet Eliteweizen mit 2,67 auf 181,20 (175-190) EUR/t, Qualitätsweizen vergünstigt sich hingegen um 1,83 auf 174,77 (170-185) EUR/t frei Erfasserlager. Brotweizen liegt mit 171,21 (164-179) EUR/t im Mittel rund 1,02 EUR/t unter Vorwoche und Brotroggen büßt 0,96 auf 148,77 (138-158) EUR/t an Wert ein. In der Vorwoche waren in Niedersachsen ab Hof für A-Weizen noch 179 (175-185) EUR/t möglich.

Ex Ernte geht es ebenfalls abwärts. So werden für Qualitätsweizen der kommenden Ernte mit 187,76 EUR/t im Durchschnitt rund 3,05 EUR/t weniger verlangt. Für Eliteweizen werden mit 199,08 EUR/t hingegen gut 2 EUR/t weniger aufgerufen. Brotweizen verfehlt mit 179,16 EUR/t das Vorwochenniveau um knapp 1,40 EUR/t und Brotroggen der neuen Ernte verzeichnet ein Wochenminus von 1,45 auf 154,76 EUR/t.

Die Nachfrage nach Brotgetreide bleibt insgesamt verhalten. Mühlenbetriebe sind überwiegend gut versorgt und decken sich aktuell nur bedarfsorientiert ein. Nennenswerte Impulse aus dem Exportgeschäft bleiben aus, auch wenn einzelne Weizenverladungen über die norddeutschen Häfen gemeldet werden. Auf Erzeugerseite stehen weiterhin umfangreiche alterntige Bestände zur Verfügung. Die Verkaufsbereitschaft ist grundsätzlich vorhanden, Abschlüsse erfolgen jedoch meist nur bei kurzfristigen Preisspitzen. Die ausgeprägte Volatilität an den Terminmärkten aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten sorgt für zusätzliche Verunsicherung, sodass ein Teil der Mengen voraussichtlich in die neue Saison übergehen dürfte.

Auf den Feldern präsentieren sich die Bestände bundesweit überwiegend in gutem Zustand. Die jüngsten Niederschläge haben die Wasserversorgung gesichert, während die weiterhin kühlen, insbesondere nächtlichen Temperaturen, das Wachstum noch bremsen. Kurzfristig ergeben sich daraus keine Ertragsrisiken, wenngleich mit Blick auf mögliche wärmere Bedingungen eine gewisse Unsicherheit bestehen bleibt.

Insgesamt bleibt der Markt für Brotgetreide kurzfristig impulsarm. Die weitere Preisentwicklung dürfte maßgeblich von der internationalen Börsentendenz, der geopolitischen Lage sowie von neuen Ertrags- und Qualitätsabschätzungen zur kommenden Ernte bestimmt werden.

10.04.2026
Unsicheres Umfeld bremst den Handel mit Raps
Pflanzen

(AMI) Die anhaltende Unsicherheit rund um den Nahen Osten sowie steigende Frachtkosten sorgen für Zurückhaltung am Rapsmarkt und begrenzen die Handelsaktivität. Dabei konnten sich die Erzeugerpreise entgegen den rückläufigen Vorgaben des Terminmarktes zuletzt befestigen.

Die Rapskurse an der Pariser Börse bleiben auch weiterhin volatil, konnten das Vorwochenniveau insgesamt jedoch nicht halten. So schloss der Fronttermin am 09.04.2026 bei 497 EUR/t und verzeichnet damit auf Wochensicht ein Minus von rund 8,75 EUR/t. Auch Partien der Ernte 2026 tendieren schwächer. Der August 26-Kontrakt schloss mit 491,50 EUR/t rund 8 EUR/t niedriger. Dabei bleiben auch weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten im Fokus. Die Unsicherheit rund um die Straße am Hormus bleibt bestehen. Vor diesem Hintergrund bleibt es am Rapsmarkt weiterhin ruhig. Neben der verkürzten Feiertagswoche begrenzen dabei auch die steigenden Frachtkosten den Handel. Das Minus an der Pariser Börse schlägt sich dabei auch auf Großhandelsebene nieder. So sind franko Hamburg mit 512 EUR/t zur Lieferung ab Mai rund 7 EUR/t weniger möglich. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich ebenfalls um 7 auf 504 EUR/t vergünstigen. Für Vorkontrakte der Ernte 2026 werden bis zu 515 EUR/t in Aussicht gestellt. Auf Erzeugerebene geht es entgegen den schwächeren Vorgaben der Pariser Börse dagegen aufwärts. Im Bundesdurchschnitt sind für Partien der Ernte 2025 zuletzt 480,70 EUR/t möglich und damit 1,30 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 455-500 EUR/t. Auch Vorkontrakte der Ernte 2026 können sich frei Erfasserlager behaupten und werden mit 469,10 (435-500) EUR/t rund 1,50 EUR/t teurer angeboten.

Dabei bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger angesichts der volatilen Notierungen an der Pariser Börse weiterhin gering. Zusätzlich erschweren die gestiegenen Fracht- und Düngerkosten eine wirtschaftlich tragfähige Kalkulation.

10.04.2026
Planmäßige Frühkartoffelgeschäfte
Pflanzen

(AMI) Der deutsche LEH stellte wie üblich seine Sortimente um. Die Preise für importierte Frühkartoffeln verändern sich kaum, auch wenn Kosten gestiegen sind. Logistische Herausforderungen werden gemeistert. Es herrscht eine verhaltene Zuversicht unter den Anbietern.

Die frühen Anbieter von Speisefrühkartoffeln am deutschen Markt sind mit dem Saisonbeginn weitgehend zufrieden. Auch wenn die Absatzmengen mit Spargelkartoffeln nie sonderlich groß sind, durch den frühen Saisoneinstieg ist ein erstes Angebot gut geräumt. Die Woche nach Ostern ist wohl etwas ruhiger, in der zweiten Aprilhälfte nimmt der Absatz dann aber wieder an Fahrt auf. Es ist absehbar, dass dann erste Ketten anfangen, zumindest regional die Premiumsortimente in den drei Kochtypten auf importierte Frühkartoffeln umzustellen. Ab dieser Woche ist neben Ägypten auch Israel in einem Discounter mit Spargelkartoffeln präsent und die Anbieter erwarten kommende Woche den Einstieg ins Vollsortiment.

An den Preisen hat sich seit Beginn der Vermarktung kaum etwas geändert. So gibt es Frühkartoffeln aus Ägypten für rund 70,00 EUR/dt franko Packbetrieb und für Lieferungen aus Israel etwa 5,00 EUR/dt mehr. Es herrscht eine gewisse Spannung, weil der hiesige Einkauf die Frühkartoffelpreise mit den billigen Lagerkartoffeln vergleicht, die Importeure aber die schon niedrigeren Preise als im Vorjahr mit höheren Kosten belastet sehen.

Für den weiteren Verlauf sind Frühkartoffelanbieter zuversichtlich. Die Geschäfte mit dem LEH laufen absehbar planmäßig an. Die Lage in Spanien könnte etwas zusätzliche Luft verschaffen und die Ernte in Deutschland wird wohl nicht wieder so massiv auf einmal in der dritten Junidekade am Markt sein, wie 2025

09.04.2026
Landvolk-Rindfleischausschuss
Milch und Rind

Am Donnerstag, den 09.04.26 tagte der Ausschuss für Rindfleischerzeugung des Landvolk Niedersachsen in Hannover. Unter Leitung des Vorsitzenden Felix Müller verschafften sich die Ausschussmitglieder einen Überblick über die aktuelle Marktlage, das Tierseuchengeschehen und EU-Themen. Gemeinsam mit einem Gastreferenten von Synetics wurde zum Thema Beef on Dairy-Kreuzungen diskutiert. Dabei standen der Erfahrungsaustausch und die Fragestellung, wie der Spagat zwischen den Anforderungen von Milchviehhaltern und Bullenmästern gemeistert werden kann, im Fokus. Eine Gastreferentin von vit erläuterte die Möglichkeiten und Grenzen der elektronischen Tierkennzeichnung und des digitalen Rinderpasses. Des Weiteren debattierten die Ausschussmitglieder über eine mögliche staatliche Tierhaltungskennzeichnung für Rindfleisch analog zur Kennzeichnung von Schweinefleisch. Hier war das Votum der Mitglieder eindeutig: ein staatliches Tierhaltungskennzeichnungsgesetz für Rindfleisch wird vom Ausschuss abgelehnt; der Fokus soll auf der Gestaltung der privatwirtschaftlichen Haltungsformkennzeichnung gelegt werden.

09.04.2026
Ausschreibung Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2027: Jetzt bewerben!
Öko-Landbau

(DBV) Seit dem 01. April können sich Bio-Betriebe wieder für den jährlichen Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau bewerben. Gesucht werden zukunftsweisende, innovative Betriebs­konzepte, die sich in der Praxis bewährt haben. Die Konzepte können den gesamten Betrieb umfassen oder besondere Lösungen für Teil­bereiche beinhalten – etwa in der Tierhaltung, im Natur- und Ressourcenschutz oder im Energiemanagement.
Eine unabhängige Jury wählt die drei Sieger-Betriebe aus, die jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro erhalten. Zusätzlich gibt es für jeden ausgezeichneten Betrieb einen pro­fessionellen Imagefilm für die eigene Öffentlichkeitsarbeit.
Einsendeschluss ist der 30. Juni 2026.

Weitere Infos und Anmeldung unter: https://www.oekolandbau.de/aktuelles/bundeswettbewerb-oekologischer-landbau/

09.04.2026
Kommission stellt KI-Instrument („TraceMap“) zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug und Risiken in der Lebensmittelkette vor
Öko-Landbau

(DBV) Die Europäische Kommission hat eine neue Plattform für künstliche Intelligenz (KI), „TraceMap“, vor-gestellt, um die Aufdeckung von Lebensmittelbetrug, konta­minierten Lebensmitteln und lebensmittelbedingten Krank­heitsausbrüchen in der gesamten EU zu beschleunigen. Mithilfe der KI wird „TraceMap“…
…die gesamte Agrar- und Lebensmittel-Lieferkette überwachen, sobald ein Risiko festgestellt wurde, was einen schnelleren Rückruf unsicherer oder betrügerischer Produkte ermöglicht.
…durch vereinfachten Zugang zu kritischen Daten und ihre Analyse Risikobewertungen für die Lebensmittelsicherheit verbessern.
…Verbindungen zwischen Wirtschaftsakteuren und Lieferungen schnell erkennen