Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

06.02.2026
Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten?

Hybrid-Seminar

Vom 23. bis 24. Februar 2026 findet ein Hybrid-Seminar im Tagungshaus Freudenburg (Bassum) zu dem folgenden Thema statt: Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten? Katastrophen- und Zivilschutz im ländlichen Raum

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie HIER.

03.02.2026
Zukunftstag 2026

Höfe öffnen - Zukunft sichern

Der Zukunftstag 2026 findet am 23. April statt. Auch in diesem Jahr möchten wir als Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. Schülerinnen und Schülern aus unserer Region die Möglichkeit geben, die Landwirtschaft hautnah zu erleben. Dafür sind wir auf die Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen.

Junge Menschen für die Landwirtschaft begeistern

Ein Zukunftstag auf dem eigenen Betrieb ist eine hervorragende Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen den landwirtschaftlichen Alltag realistisch und praxisnah zu zeigen. „Mitmachen und Miterleben“ stehen dabei im Mittelpunkt: Tiere versorgen, bei Hofarbeiten helfen, Einblicke in Technik und Maschinen bekommen oder bei einer Traktorfahrt dabei sein – all das hinterlässt bleibende Eindrücke und weckt Interesse an unseren Berufen.

Nachwuchs gewinnen und Einblicke ermöglichen

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, frühzeitig Interesse für die grünen Berufe zu wecken. Der Zukunftstag bietet die Chance, jungen Menschen zu zeigen, wie vielfältig, modern und verantwortungsvoll die Arbeit in der Landwirtschaft heute ist. Oft sind es genau diese ersten praktischen Erfahrungen, die spätere Ausbildungsentscheidungen beeinflussen.

Machen Sie mit!

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Betriebe aus der Region Rotenburg-Verden bereit sind, am Zukunftstag Schülerinnen und Schüler auf ihren Höfen aufzunehmen. Der Landvolk-Kreisverband übernimmt gerne die Koordination und vermittelt interessierte Familien und Kinder an die teilnehmenden Betriebe.

Rückmeldung und Kontakt: aswald@landvolk-row-ver.de

03.02.2026
Landvolk verlangt Düngerechtsänderungen

Landwirte fordern stärkere Verursachergerechtigkeit

Für die niedersächsischen Landwirte ist die Zeit zur Frühjahrsdüngung ihrer Felder und Wiesen noch nicht gekommen. Die Böden sind nahezu landesweit auch in den nächsten Tagen noch mit Schnee bedeckt und zudem gefroren. Die Pflanzen auf den Äckern und das Grünland verharren in einer Vegetationsruhe. „Unseren Landwirten ist die bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr zu ihren Kulturen wichtig, unabhängig davon, ob es über organischen oder mineralischen Dünger geschieht“, sagt Landvolkpräsident Holger Hennies. Nur durch gezielte und zeitgerechte Verwendung von organischen Düngern wie Gülle und Gärresten aus der Tierhaltung und Biogasanlagen gäbe es eine Kreislaufwirtschaft und mineralischer Dünger könne eingespart werden. Sobald der Boden wieder aufnahmefähig ist, werden die Güllefässer auf den Feldern zu sehen sein und kurzzeitig „Landluft“ verbreiten.

„Die Vorschriften des sehr detaillierten Düngerechts sind unser Rahmen, den wir dabei beachten“, verbürgt sich Hennies für seine Berufskollegen. Dazu zählten verschiedenen, kultur- und standortabhängigen Ausbringungsobergrenzen, eine betriebsbezogene Obergrenze für organische Düngemittel wie Gülle, Mist und Gärreste, sowie die der behördlichen Kontrolle dienenden Aufzeichnungs- und Meldepflichten an die Landesdüngebehörde.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, aber auch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatten aktuell geurteilt, dass bestimmte Sonderregelungen, die in behördlich ausgewiesenen Gebieten unter anderem eine noch weitergehende Reduzierung der Stickstoffdüngung unter den Bedarf der Pflanzen verlangen, wegen formaler und handwerklicher Rechtsmängel bei der Grenzziehung und Festsetzung dieser Gebiete unwirksam sind „Aus unserer Sicht sind diese „roten Gebiete“ völlig überdimensioniert und geben die heutigen Nährstoffverluste, die zu Gewässerbelastungen führen können, nicht wieder“, bezieht sich Hennies auf eine jüngere Untersuchung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Er stellt daher die Sonderregelungen und Gebietsabgrenzungen, die auch deutlich über EU-Standards hinausgehen, infrage und fordert auch mit Blick auf den notwendigen Humuserhalt und die Proteinversorgung bei der Ernährungssicherung mehr Flexibilität. „Wir verfügen über ausreichende Methoden und setzen diese auch ein, damit möglichst wenig Nährstoffverluste entstehen und die Gewässerqualität gefährden“, gibt Hennies Einblicke in die gute fachliche Praxis. Die erzielten Ergebnisse ließen sich über die alljährlichen Meldungen der Landwirte an die Düngebehörde sehr gut belegen. Das zeige auch der jährliche Nährstoffbericht des Landes. „Wir haben das größte Interesse an guter Wasserqualität für unsere Pflanzen, Tiere und uns selbst, unser Düngerecht braucht hier mehr Verursachergerechtigkeit“, betont der Landwirt.

03.02.2026
Begegnung mit Europa im Kulturgut Ehmken Hoff Dörverden

Eine Veranstaltung vom Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland

Der Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland lädt hiermit herzlich ein, zu einem Europa-Abend in der Gemeinde Dörverden am Mittwoch, den 25. Februar 2026 ab 19:00 Uhr in Kochs Hof auf dem Kulturgut Ehmken Hoff (In der Worth 11-15, 27313 Dörverden).

Die Begegnung mit Europa in unserem Alltag und der gemeinsame Austausch darüber, ist ein Schwerpunkt der Aktivitäten unseres Kreisverbandes Verden. Unter diesem Leitgedanken steht auch das folgende Programm unseres Europa-Abend in Dörverden:

Programm:

• Begrüßung und Grußwort des Bürgermeisters der Gemeinde Dörverden Alexander von Seggern
• Bildung und Ausbildung in Europa – meine Erfahrungen in Salamanca und Brüssel Rechtsanwalt und Notar Dr. Falk-Rembert von Eickstedt, Barme
• Erfolgreich in Europa und der Welt – Unternehmensgruppe Heckmann, Hülsen Geschäftsführer Henning Heckmann
• Schüleraustausch mit Spanien im europäischen Programm Erasmus+ Elena Pardo und Schülerinnen und Schüler der Aller-Weser-Oberschule Dörverden

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei Fingerfood und Getränken. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung per Mail an Info@eu-kv-verden.de gebeten.

02.02.2026
WEBINAR "Batteriespeicher - was muss ich wissen?"

Digitale Infoveranstaltung

Batteriespeicher sind in aller Munde: Als interessante Einkommensalternative in der Landwirtschaft und insbesondere als wichtiger Baustein für Stromnetz und Strommarkt. Bei der Investition in die neue Technologie möchten wir Sie unterstützen!

Die Veranstaltung vom Landvolk Niedersachsen, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Landvolk Diensten findet am 12.03.2026 von 10 bis 11 Uhr online über Teams statt.

Themen:
• Netzanschluss
• Versicherung
• Wirtschaftlichkeit
• Baugenehmigung
• Haftung
• Einspeise-, Pacht- und Mietverträge

Sie möchten selber investieren oder beratend zur Seite stehen? Dann können Sie sich HIER kostenlos bis zum 10.03.2026 anmelden.

29.01.2026
Landvolk diskutiert bei Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen

Podiumsdiskussion zum Agrarstrukturgesetz

Am Freitag, 6. Februar, findet in Kirchtimke eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Agrarstrukturgesetz statt. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Rotenburg lädt ab 18.30 Uhr in Willenbrocks Gasthaus, Hauptstraße 16, ein. Der Eintritt ist frei.

Für das Landvolk Rotenburg-Verden nimmt der Vorsitzende Christian Intemann an der Diskussion teil. Er bringt die Sicht der landwirtschaftlichen Praxis in die Debatte ein und vertritt die Interessen der Betriebe vor Ort. Mit ihm auf dem Podium diskutieren Pascal Leddin, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Niedersächsischen Landtag, sowie Elisabeth Böse von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

Das Landvolk freut sich über eine rege Teilnahme vieler Berufskolleginnen und -kollegen, um der Landwirtschaft eine hörbare Stimme zu geben.

08.01.2026
Einladung zur digitalen Fachveranstaltung auf Bezirksebene

Jetzt anmelden!

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Bayerischen Landesdüngeverordnung wirft viele Fragen auf – auch für die landwirtschaftliche Praxis in Niedersachsen. Welche Auswirkungen hat die Entscheidung? Welche Rechtslage gilt für die Düngung ab 2026? Und wie geht es weiter?

Diese und weitere Fragen beantwortet Hartmut Schlepps, Experte für Umweltrecht und -politik beim Landesbauernverband Niedersachsen, in einem digitalen Fachvortrag auf Bezirksebene.

WANN: Dienstag, 27. Januar 2026

UHRZEIT: 19.30 Uhr

WO: Online über Microsoft Teams Landwirte aus dem Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden sind herzlich eingeladen, an dieser Informationsveranstaltung teilzunehmen.

Anmeldung unbedingt erforderlich Bitte melden Sie sich bis Dienstag, 27. Januar 2026, 12.00 Uhr per E-Mail an: mail@landvolk-brvzev.de

Nach der Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zur Veranstaltung.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die aktuelle Rechtslage zu informieren – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

22.12.2025
Anmeldezeitraum verlängert bis zum 15.1.2026

AgrarImpulse. Wissen wächst weiter

Das Niedersächsische Landvolk, Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., lädt am 28. Januar 2026 zum neuen Info- und Workshop-Tag „AgrarImpulse. Wissen wächst weiter“ in den Niedersachsenhof in Verden ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Landwirtinnen und Landwirte, die sich kompakt, verständlich und praxisnah über aktuelle Themen informieren möchten.

Statt langer Winterversammlungen gibt es diesmal einen kurzen, dichten und nützlichen Veranstaltungstag: Was hat das Landvolk im vergangenen Jahr konkret erreicht? Wo gibt es neue Möglichkeiten, Förderungen besser zu nutzen? Wie sichern Betriebe ihre Abläufe, wenn plötzlich jemand ausfällt? Und wie können Social-Media-Kanäle heute dabei helfen, Hof, Direktvermarktung oder Dienstleistungen sichtbarer zu machen?

Am Nachmittag stehen vier Workshops zur Wahl, die direkt an den betrieblichen Alltag anknüpfen:

  1. „Was tun, wenn der Betriebsleiter plötzlich ausfällt?“ – mit Praxiserfahrungen und rechtlichen Hinweisen

  2. „Das 1x1 der Förderanträge“ – verständlich erklärt, damit nichts liegen bleibt

  3. „Social Media für den eigenen Betrieb“ – einfache Strategien, die sofort umsetzbar sind

  4. „Wassermanagement in Zeiten knapper Ressourcen“ – Potenziale erkennen und Kosten im Blick behalten

Zwischen den Programmpunkten bleibt Zeit für Austausch, Rückfragen und Gespräche unter Kollegen – etwas, das viele landwirtschaftliche Familienbetriebe besonders schätzen. Natürlich ist auch für gutes Essen und eine angenehme Atmosphäre gesorgt.

Programm

• 10:00 Uhr – Ankunft & Begrüßung

• 10:30 Uhr – Infomodul: „Was hat das Landvolk in diesem Jahr für Euch getan?“

• 12:30 Uhr – Mittagspause

• 13:00 Uhr – Workshop-Phase (vier Module zur Auswahl)

• 14:00 Uhr – Gemeinsamer Abschluss

Anmeldung bis 15. Januar 2026 per E-Mail an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de). Bitte das gewünschte Workshop-Thema gleich mit angeben.

Mit „AgrarImpulse“ schafft der Landvolk-Kreisverband ein Format, das Landwirten gezielt Wissen an die Hand gibt, das im Betriebsalltag wirklich weiterhilft. Wer seinen Betrieb gut für die kommenden Jahre aufstellen möchte, sollte diesen Termin nicht verpassen.

19.12.2025
Angepasste Öffnungszeiten zwischen den Feiertagen

Wir haben vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar geschlossen

Liebe Mitglieder,

unsere Geschäftsstellen in Rotenburg und Verden sind in der Zeit vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar auf Grund der Feiertage geschlossen. Ab dem 5. Januar stehen wir Euch wieder wie gewohnt zur Verfügung und freuen uns darauf, Eure Anliegen zu bearbeiten.

17.12.2025
Schluss mit der Verzögerung von echtem Wolfsmanagement!

Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement fordert Beschlüsse vor Weidesaison 2026

Das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement (AAW), ein Zusammenschluss von 27 Verbänden, fordert die sofortige Einführung eines echten Wolfsmanagements in Niedersachsen und drängt damit auf eine schnelle Anpassung des Bundes- und Landesrechts an die geänderte europäische Rechtslage. Mit der seit 2025 geltenden Änderung der FFH-Richtlinie – der Wolf wurde von Anhang IV in Anhang V herabgestuft – und der offiziellen Meldung eines günstigen Erhaltungszustands der Wolfspopulation nach Brüssel sieht das Bündnis die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um in Niedersachsen ein umfassendes, wirksames Wolfsmanagement einzuführen.

„Der Wolf muss jetzt schnell und vollständig dem Bundesjagdrecht unterstellt und aus dem Bundesnaturschutzgesetz gestrichen werden“, betont Jörn Ehlers, Sprecher des AAW und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen. Er weist außerdem auf die Dringlichkeit hin, dass alle neuen Regelungen spätestens zur Weidesaison 2026 anwendbar sein müssen.

Aus Sicht der beteiligten Verbände ist klar: Eine weitere ungehinderte Ausbreitung der Wölfe in vom Menschen dicht besiedelte, durch die landwirtschaftliche Nutzung entwickelte Kulturlandschaft, sei weder notwendig für die Erhaltung einer europäischen Wolfspopulation noch vereinbar mit Weidetierhaltung, Landschaftspflege und öffentlicher Sicherheit. Im gemeinsamen Positionspapier fordert das AAW: Besonders Regionen, in denen Zäunungen nicht möglich sind – darunter zum Beispiel Deichstandorte oder die Lüneburger Heide – müssen konsequent als dauerhafte Wolfshabitate ausgeschlossen werden.

Zum geforderten aktiven Wolfsmanagement zählt nach Ansicht des Bündnisses ein unbürokratischer Abschuss von Problemwölfen und Problemrudeln. Gina Strampe, Landesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung Niedersachsen, ergänzt: „Es braucht ein Bestandsmanagement, um kurzfristig den Zuwachs zu begrenzen und das Ziel eines Akzeptanzbestandes zu erreichen.“ Hierfür müsse die Bejagung von Jungwölfen ermöglicht werden, um einen weiteren Populationsanstieg zu verhindern. Grundlage soll eine jährliche Populationsmodellierung sein, mit der die zulässige Entnahmequote auf Basis aktueller Daten festgelegt wird.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Entlastung der Tierhalter. Schäden durch Wolfsübergriffe sollen künftig vollständig ersetzt werden – inklusive Folgekosten wie durch spätere stressbedingte Aborte entgangene Einnahmen oder Schäden durch panikbedingt ausbrechende Tiere. Ein Rechtsanspruch ohne finanzielle Deckelung sei notwendig, ebenso sollen die Anforderungen an wolfsabweisende Zäune zukünftig nicht mehr weiter gesteigert werden. Auch beim Herdenschutz sieht das Bündnis dringenden Reformbedarf: Förderprogramme müssen praxisnäher gestaltet und entbürokratisiert werden.

Das Fazit des Bündnisses ist eindeutig: „Ohne ein sofortiges, rechtssicheres und wirksames Wolfsmanagement geraten Weidetierhaltung und Kulturlandschaften in Niedersachsen weiter unter Druck“, sagt Ehlers.

Die Gemeinsame Position des Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement kann HIER aufgerufen werden.

Aktuelles aus dem Landesverband

13.03.2026
Eierverbrauch in 2025
Geflügel

(Destatis/BZL) Der Eierverbrauch in Deutschland ist 2025 weiter gestiegen. Nach vorläufigen Daten des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) lag im vergangenen Jahr der Pro‑Kopf‑Verbrauch bei 252 Eiern und damit leicht über dem Vorjahreswert (248). Seit 2022 steigt der Verbrauch kontinuierlich. Insgesamt wurden 2025 rund 21 Mrd. Eier verbraucht, einschließlich der in verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzten. Gründe für den immer weiter steigenden Konsum sind unter anderem der vergleichsweise günstige Preis für hochwertiges Eiweiß sowie veränderte Ernährungsgewohnheiten mit geringerem Fleischverzehr.

Auch die Legeleistung stieg weiter an: Im Durchschnitt legte eine Henne 299 Eier und damit vier Eier mehr als noch 2024. Die Produktion erreichte knapp 15,3 Mrd. Konsumeier, der Selbstversorgungsgrad sank dennoch leicht auf rund 72 %. Die Einfuhren von Schaleneiern gingen um 1,3 % zurück, während die von Eiprodukten um 6 % zunahmen. 69 % der Schaleneier kam weiterhin aus den Niederlanden, gefolgt von Polen und Belgien. Gleichzeitig verzeichnete Deutschland rückläufige Exporte sowohl bei Schaleneiern (-12 %) als auch bei Eiprodukten (-4 %).

11.03.2026
ITW: Anmeldephase für Programme 3 und 4 gestartet
Schwein

Im Rahmen der Grünen Woche hat die Initiative Tierwohl (ITW) verkündet, künftig auch Programme in den höheren Haltungsformstufen anbieten zu wollen. Seit dem 2. März können sich Schweinemäster für die Programme „Initiative Tierwohl Frischluftstall“ in Haltungsformstufe 3 und „Initiative Tierwohl Auslauf“ in Haltungsformstufe 4 anmelden. Erste Audits sind voraussichtlich ab April möglich. Bereits teilnehmende Betriebe können in die neuen Programme wechseln. Alle Dokumente finden Sie hier:

https://www.initiative-tierwohl.de/tierhalter/downloads/

11.03.2026
Kostenfreies Online-Seminar zur Initiative Tierwohl
Schwein

Die Initiative Tierwohl erweitert 2026 ihr Programmangebot um Frischluftstall und Auslauf (Haltungsform 3 und 4). Zur Einführung in die neuen Programme und deren Anforderungen bietet die QS-Akademie hierzu ein kostenfreies Online-Seminar am 28. April, 14 – 15:30 Uhr an. Die Veranstaltung richtet sich an Schweinemäster, Bündler, Berater und Tierärzte und vermittelt die wichtigsten Hintergründe, Anforderungen sowie Hinweise zu Anmeldung und Auditierung. Weitere Informationen sowie wie Buchung hier: https://q-s.de/news-pool-de/kostenfreies-seminar-schwein-initiative-tierwohl.html

11.03.2026
Gesetzentwurf zur Schlachthof-Videoüberwachung
Geflügel, Milch und Rind, Schwein

Am 6. März 2026 informierte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat die Verbände über den Entwurf zum fünften Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes. Wesentliche Neuerung ist die verpflichtende Einführung einer Videoüberwachung in größeren Schlachtbetrieben, um die Einhaltung tierschutzrechtlicher Vorgaben, insbesondere in den besonders sensiblen Prozessabschnitten der Betäubung und Tötung, umfassender überwachen und dokumentieren zu können. Für bestehende Schlachteinrichtungen ist eine Übergangsfrist von einem Jahr vorgesehen. Darüber hinaus enthält der Entwurf umfangreiche redaktionelle Anpassungen und aktualisierte Verweise auf EU-Rechtsakte. Der DBV wird sich nun mit den Landesbauernverbänden den Entwurf ansehen und eine Stellungnahme erarbeiten.

11.03.2026
DBV fordert Reform des Verbandsklagerechts
Schwein

Anlässlich der ersten Lesung zur Reform des Verbandsklagerechts im Deutschen Bundestag fordert DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet die Bundesregierung auf, das Verbandsklagerecht sowohl im nationalen und europäischen Recht als auch im Rahmen der Vertragsweiterentwicklung der Aarhus- Konvention auf den Prüfstand zu stellen und dem Prinzip „Blockade durch Klage“ endlich ein Ende zu setzen. „Die Betriebe brauchen Rechts- und Planungssicherheit statt Blockade“. Das aktuelle Verbandsklagerecht führe zu erheblichen Verzögerungen bei betrieblichen Entwicklungen. „Es verhindert Planungssicherheit, etwa bei Stallbauten. Für viele Familienbetriebe bedeutet das: Investitionen werden blockiert, Existenzen gefährdet. Daher müssen die Ausschlussregelungen nachgeschärft werden. Die Betriebe brauchen Rechtssicherheit statt potenzieller Klageverfahren. Notwendige Investitionen in der Landwirtschaft dürfen nicht durch überzogene Klagerechte ausgebremst werden“, so Sabet.

11.03.2026
Kanada und USA heben Importbeschränkungen auf
Milch und Rind, Schwein

Kanada und die USA haben die nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg im Januar 2025 verhängten Einfuhrbeschränkungen für Tiere und tierische Erzeugnisse aus Deutschland wieder aufgehoben. Damit können unter anderem frisches Fleisch, Fleischerzeugnisse, verarbeitete Lebensmittel sowie Milchprodukte ab sofort wieder exportiert werden. Das BMLEH hatte zuvor entsprechende Verhandlungen mit beiden Staaten geführt. Die Weltorganisation für Tiergesundheit erkannte Deutschland bereits im April 2025 wieder den Status „MKS‑frei ohne Impfung“ zu. Mehrere Staaten hatten daraufhin ihre Importbeschränkungen bereits aufgehoben.