Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

03.12.2025
Personelle Veränderung und die Zukunft der Landberatung Verden

Ein Interview mit den neuen Beraterinnen Hertha Stegmann und Laura Hüneke

Die Landberatung Verden steht vor einer weitreichenden personellen Veränderung. Ende Oktober wurden auf der Mitgliederversammlung drei neue Beraterinnen vorgestellt: Hertha Stegmann, Laura Hüneke und Hanna Schierloh verstärken künftig das Team der traditionsreichen Beratungseinrichtung. Diese Veränderung ist nicht nur von Bedeutung für das Team selbst, sondern auch für die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region, denen die Landberatung weiterhin als wichtige Anlaufstelle dienen soll.

Hintergrund und Motivation: Warum die Landberatung Verden?

Hertha Stegmann, die ab 2026 die Nachfolge von Andre Buske antreten wird, hat einen abwechslungsreichen beruflichen Werdegang hinter sich. Nach dem Abitur und einer ersten Ausbildung zur Industriekauffrau, stellte sie schnell fest, dass sie sich in diesem Beruf nicht langfristig sehen konnte. Ihr Interesse an der Landwirtschaft war schon immer stark, und so entschloss sie sich, in der Region eine landwirtschaftliche Ausbildung zu beginnen. Später folgte der Bachelorabschluss in Landwirtschaft in Osnabrück und eine Anstellung im Futtermittelhandel. Doch ihre wahre Berufung fand sie in der landwirtschaftlichen Beratung, wo sie mehrere Jahre bei der Landberatung Grafschaft Hoya e.V. tätig war, bevor es sie zurück in ihre Heimat zur Landberatung Verden zog. „Da ich selbst aus Eissel komme bin ich in der Region stark verwurzelt, und es war immer mein Wunsch, mit den Landwirten vor Ort gemeinsam ihre Betriebe weiterzuentwickeln“, erklärt sie ihre Entscheidung.

Laura Hüneke, ebenfalls neu im Team, hat einen etwas anderen Werdegang. Im Anschluss an ihr Abitur entschied sie sich für eine Ausbildung bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte eG. Ihre Leidenschaft für Landwirtschaft wurde dabei weiter geprägt und für Betriebswirtschaft neu entdeckt. Auch während ihres Bachelorstudiums im Bereich Landwirtschaft legte sie einen deutlichen Schwerpunkt auf betriebswirtschaftliche Inhalte. Nach der Tätigkeit bei der Landberatung Grafschaft Hoya e.V., zog es sie ebenfalls zurück in ihre Heimat Donnerstedt, wo sie seit letztem Jahr gemeinsam mit ihrem Vater einen Ackerbaubetrieb mit dem Schwerpunkt Spargelanbau und Direktvermarktung führt.

Die Aufgaben und Herausforderungen in der Beratung

In ihrer neuen Rolle bei der Landberatung Verden werden Stegmann und Hüneke die landwirtschaftlichen Betriebe in verschiedenen Bereichen unterstützen. Stegmann wird sich dabei auf die Produktionstechnik im Bereich Rind sowie die Betriebswirtschaft konzentrieren. Ab 2026 wird sie dann die Geschäftsführung übernehmen und somit eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung der Landberatung spielen. „Das Besondere bei der Landberatung ist die enge Verknüpfung zwischen praktischer Landwirtschaft und betriebswirtschaftlicher Beratung“, erklärt Stegmann. „Wir haben dadurch einen ganz speziellen Einblick in die Betriebe und können so maßgeschneiderte Lösungen anbieten.“

Hüneke wiederum wird sich verstärkt mit den Themen Betriebswirtschaft, Nährstoffdokumentation und Antragswesen beschäftigen. „Ich schätze den betriebswirtschaftlichen Aspekt sehr und freue mich, diese Expertise in die Arbeit bei der Landberatung Verden einzubringen“, so Hüneke. Zudem wird das Team ab Januar durch Hanna Schierloh verstärkt, die nach Abschluss ihres Masters in die Landberatung Verden eintreten und von Andre Buske im Bereich Ackerbau eingearbeitet wird.

Die Zukunft der Landberatung Verden: Herausforderungen und Perspektiven

Ein zentrales Thema für Stegmann und Hüneke ist die Sicherstellung der Stabilität und Weiterentwicklung der Landberatung. „In den letzten Jahren gab es einige personelle Wechsel, und die Landberatung stand aufgrund der schwierigen personellen Situation kurz vor einer unsicheren Zukunft“, berichtet Stegmann. „Mir ist es ein persönliches Anliegen, die Landberatung als wichtige Institution in der Region zu erhalten und mit dem neu zusammengestellten Team aus bekannten und neuen Gesichtern weiter auszubauen.“

Besonders die Digitalisierung und neue betriebswirtschaftliche Schwerpunkte werden künftig eine größere Rolle spielen. „Wir haben in einer Umfrage während der Mitgliederversammlung gesehen, dass diese Themen für die Landwirte von großer Bedeutung sind“, erklärt Hüneke. Die beiden neuen Beraterinnen sind sich einig, dass die Landberatung Verden auch künftig eine Anlaufstelle für die Landwirte bleiben muss, um sie durch die komplexen Herausforderungen der Landwirtschaft zu begleiten.

„Die Bürokratie nimmt zu, und es wird immer schwieriger, den Überblick zu behalten“, sagt Stegmann. “Wir möchten den Landwirten Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie sich selbst Lösungen erarbeiten können.” erklärt Hüneke. “Ohne dass die Beratung dabei zur Verwaltungsorganisation verkommt.” ergänzt Stegmann. Die Kernaufgabe der Landberatung soll weiterhin in der praxisorientierten und individuellen Beratung liegen, wobei man den Kontakt zu den Betrieben auf der menschlichen Ebene pflegen muss, wie auch Stegmann betont: „Beratung funktioniert nur, wenn es auch auf der persönlichen Ebene stimmt.“

Die Weiterführung von Andre Buskes Vermächtnis

Der langjährige Geschäftsführer Andre Buske hat die Landberatung Verden in den vergangenen zwei Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Besonders seine positive Einstellung und seine Mischung aus fachlichem Know-How und der menschlichen Komponente haben das Bild der Landberatung in der Region nachhaltig beeinflusst. „Andre kommt immer mit einem Lächeln ins Büro“, weiß Hüneke zu schätzen, und auch Stegmann betont: „Das Vertrauen, das er sich über Jahre bei den Landwirten erarbeitet hat, möchten wir unbedingt bewahren.“

HIER den gesamten Artikel kostenlos weiterlesen.

26.11.2025
Erinnerung

Jetzt Anträge auf Steuerentlastung stellen!

Wir möchten unsere Mitglieder daran erinnern, dass die Frist für die Antragstellung auf Agrardieselentlastung und Stromsteuerentlastung für das Kalenderjahr 2024 am 31. Dezember 2025 endet.

Für eine fristgemäße Bearbeitung der Anträge durch das Landvolk bitten wir, die entsprechenden Belege bis spätestens 15. Dezember 2025 bei den nachfolgenden Ansprechpartnern einzureichen:

Finnja Müller-Stöver: 04231-9263-345 // mueller-stoever@landvolk-row-ver.de
Thomas Exner: 04261-6303-101 // exner@landvolk-row-ver.de
Maren Lüning: 04231-9263-311 // luening@landvolk-row-ver.de

Nutzt diese Frist, um Eure Ansprüche geltend zu machen und von den entsprechenden Steuervergünstigungen zu profitieren.

Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

18.11.2025
AgrarImpulse: Ein Tag voller Praxiswissen – speziell für unsere Landwirte

JETZT ANMELDEN!

Das Niedersächsische Landvolk, Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., lädt am 28. Januar 2026 zum neuen Info- und Workshop-Tag „AgrarImpulse. Wissen wächst weiter“ in den Niedersachsenhof in Verden ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Landwirtinnen und Landwirte, die sich kompakt, verständlich und praxisnah über aktuelle Themen informieren möchten.

Statt langer Winterversammlungen gibt es diesmal einen kurzen, dichten und nützlichen Veranstaltungstag: Was hat das Landvolk im vergangenen Jahr konkret erreicht? Wo gibt es neue Möglichkeiten, Förderungen besser zu nutzen? Wie sichern Betriebe ihre Abläufe, wenn plötzlich jemand ausfällt? Und wie können Social-Media-Kanäle heute dabei helfen, Hof, Direktvermarktung oder Dienstleistungen sichtbarer zu machen?

Am Nachmittag stehen vier Workshops zur Wahl, die direkt an den betrieblichen Alltag anknüpfen:

  1. „Was tun, wenn der Betriebsleiter plötzlich ausfällt?“ – mit Praxiserfahrungen und rechtlichen Hinweisen

  2. „Das 1x1 der Förderanträge“ – verständlich erklärt, damit nichts liegen bleibt

  3. „Social Media für den eigenen Betrieb“ – einfache Strategien, die sofort umsetzbar sind

  4. „Wassermanagement in Zeiten knapper Ressourcen“ – Potenziale erkennen und Kosten im Blick behalten

Zwischen den Programmpunkten bleibt Zeit für Austausch, Rückfragen und Gespräche unter Kollegen – etwas, das viele landwirtschaftliche Familienbetriebe besonders schätzen. Natürlich ist auch für gutes Essen und eine angenehme Atmosphäre gesorgt.

Programm

• 10:00 Uhr – Ankunft & Begrüßung

• 10:30 Uhr – Infomodul: „Was hat das Landvolk in diesem Jahr für Euch getan?“

• 12:30 Uhr – Mittagspause

• 13:00 Uhr – Workshop-Phase (vier Module zur Auswahl)

• 14:00 Uhr – Gemeinsamer Abschluss

Anmeldung bis 15. Dezember 2025 per E-Mail an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de). Bitte das gewünschte Workshop-Thema gleich mit angeben.

Mit „AgrarImpulse“ schafft der Landvolk-Kreisverband ein Format, das Landwirten gezielt Wissen an die Hand gibt, das im Betriebsalltag wirklich weiterhilft. Wer seinen Betrieb gut für die kommenden Jahre aufstellen möchte, sollte diesen Termin nicht verpassen.

18.11.2025
Jahreshauptversammlung in Bothel

Landwirtschaftlicher Verein an der Wiedau bietet spannende Einblicke

Mitte November fand im Meyer’s Gasthof in Bothel die Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins an der Wiedau statt. Die Veranstaltung zog erneut zahlreiche Mitglieder an, die sich über die vergangenen Aktivitäten des Vereins informierten und spannenden Vorträgen lauschten. Der Vorsitzende des Vereins, Mark Münkel, eröffnete die Versammlung mit einer herzlichen Begrüßung und leitete damit in einen ereignisreichen Abend über.

Aktivitäten des Vereins und Kassenbericht

Geschäftsführerin Malin Lünsmann nahm im Anschluss den Kassenbericht vor. Sie gab einen umfassenden Rückblick auf die Höhepunkte des Vereinsjahres. Besonders hervorgehoben wurde die gut besuchte Feldrundfahrt sowie die drei Ausfahrten des Vereins, die ein fester Bestandteil des Vereinsprogramms sind. Darüber hinaus wurden auch die Kinderferienprogramme in Bothel und Hemslingen erneut als voller Erfolg positiv erwähnt.

Wahlen und Ehrungen

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung waren die Wahlen. Malin Lünsmann, die Geschäftsführerin des Vereins, stellte sich der Wiederwahl und wurde einstimmig für eine weitere Amtszeit gewählt. Nach zwei Jahren als Kassenführer gab Carsten Lütjens sein Amt ab. Zu seinem Nachfolger wurde Maximilian Indorf gewählt.

Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Beatriz Krug und Ines Köstler. Beatriz Krug wurde für den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zur Landwirtin geehrt, während Ines Köstler für das Bestehen der einjährigen Fachschule im Bereich Landwirtschaft ausgezeichnet wurde. Diese Ehrungen spiegeln die hohe Bedeutung der Ausbildung im landwirtschaftlichen Sektor und die Unterstützung des Vereins für die berufliche Weiterentwicklung seiner Mitglieder wider.

Vorträge und Einblicke in die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft

Jörn Ehlers, der Vorsitzende des Landvolkkreisverbandes Rotenburg-Verden, beleuchtete in seinem Vortrag die aktuellen Themen, die die Landwirtschaft sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene bewegen. Er begann seine Ausführungen mit einem Lob für den Landwirtschaftlichen Verein an der Wiedau, dessen Struktur und hohe Beteiligung an der Jahreshauptversammlung er sehr schätzte.

„Im Landkreis Rotenburg haben wir eine doppelt so hohe Wertschöpfung in der Landwirtschaft wie durchschnittlich im Rest Niedersachsens“, betonte Ehlers und unterstrich damit die zentrale Rolle der Landwirtschaft in der Region. Dabei spiele auch die Tierhaltung eine entscheidende Rolle: „Jeder zweite Euro wird in der Tierhaltung verdient“, erklärte der Landvolkvizepräsident und machte deutlich, dass das Landvolk sich für ein klares Bekenntnis zur Tierhaltung stark mache. Ein Thema, das Ehlers dabei besonders beschäftigte, war die Beendigung des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung (BUT). Die Entscheidung künftige Förderungen auf Länderebene durchführen zu wollen, stieß bei ihm auf scharfe Kritik. „Das führt zu einem Flickenteppich, bei dem sich regionale Unterschiede noch stärker manifestieren“, warnte Ehlers und äußerte Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Umsetzung. Auf der anderen Seite gab es auch positive Entwicklungen zu vermelden, etwa die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, alle Landesdüngeverordnungen für unwirksam zu erklären. „Die Roten Gebiete müssen nun komplett überarbeitet werden, auch aus Niedersachsen haben wir Klagen eingereicht“, erläuterte Ehlers.

Weitere Themen, die Ehlers ansprach, waren das Agrarstrukturgesetz, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sowie die Auswirkungen von Geflügelgrippe und Wolf auf die Landwirtschaft.

Neuer Input und Ausblick: Inken Rörup von der Landwirtschaftskammer

Im Anschluss an Ehlers’ Vortrag stellte Inken Rörup, die neue Außenstellenbeauftragte der Landwirtschaftskammer Verden, die wichtigsten Neuerungen in der Außenstelle Verden vor. Sie berichtete über personelle Veränderungen und stellte die neuen Berater der Außenstelle vor. Zudem gab sie einen Überblick über wichtige Termine und erläuterte die Anpassungen beim Kammerbeitrag.

Ein zentrales Thema ihres Vortrags war die neue GAP-Regelung. Auch wenn noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden, zeichnete Rörup ein klares Bild: „Es wird definitiv weniger Geld für die Landwirte geben“, so ihre Prognose. Dabei plädierte sie für eine schrittweise Anpassung der Agrarpolitik und betonte, dass die Kammer sich eine „Evolution statt Revolution“ wünsche. Für die Zukunft riet Rörup den Landwirtinnen und Landwirten, ihre Betriebe so aufzustellen, dass sie langfristig auch ohne Fördermittel bestehen könnten.

11.11.2025
Landwirtschaft und Europa

Jan-Christoph Oetjen beim landwirtschaftlichen Verein Sottrum/Rotenburg

Rund 40 Mitglieder nahmen an der diesjährigen Jahreshauptversammlung vom landwirtschaftlichen verein Sottrum/Rotenburg im Gasthaus Röhrs in Sottrum teil. Nach den einleitenden Worten des 2. Vorsitzenden Christian Lohmann, der das Motto „Jeder steht für sich, aber alle stehen füreinander ein“ hervorhob, wurde betont, wie wichtig es sei, Freunde und Unterstützer in der Politik – insbesondere auf europäischer Ebene – zu gewinnen. Passend dazu war Jan-Christoph Oetjen (Mitglied im Europäischen Parlament, FDP) als Gastredner eingeladen.

Einblicke aus Brüssel: Europapolitik und Landwirtschaft

Der Europaabgeordnete Jan-Christoph Oetjen (FDP) berichtete aus seiner Arbeit im Europäischen Parlament. Von den 96 deutschen Abgeordneten sind lediglich vier Mitglieder des Agrarausschusses – Oetjen ist der einzige mit landwirtschaftlichem Hintergrund. Er betonte, wie wichtig es sei, fachliche Expertise nach Brüssel zu bringen und dass sich Landwirtinnen und Landwirte stärker politisch engagieren sollten. Er erläuterte außerdem die Abläufe der europäischen Gesetzgebung zwischen Parlament, Rat und Kommission. Viele Regelungen würden aus kleineren landwirtschaftlichen Strukturen anderer EU-Länder abgeleitet und seien daher nicht immer auf die deutsche Landwirtschaft übertragbar. Zum Thema Mercosur erklärte Oetjen, dass nur etwa zwei Prozent des in der EU konsumierten Rindfleischs aus Südamerika stammen. Vorrangiges Ziel der aktuellen Handelspolitik sei es, stabile und sichere Lieferketten – insbesondere für Saaten – zu gewährleisten.

Abschließend forderte der Abgeordnete Wettbewerbsgleichheit innerhalb Europas: Kein EU-Land könne es sich leisten, nationale Alleingänge zu unternehmen. Während Länder wie Frankreich und Polen ihre Landwirtschaft massiv fördern, dürfe Deutschland den Anschluss nicht verlieren.

Fazit

Die Jahreshauptversammlung zeigte deutlich, wie eng Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft miteinander verflochten sind. Neben aktuellen Herausforderungen stand vor allem der Appell im Mittelpunkt, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und aktiv an Lösungen mitzuwirken – regional wie auch auf europäischer Ebene.

07.11.2025
Einladung zum gemeinsamen Abschlussgrillen

Fünf Jahre FINKA

Liebe Projekt-Interessierte, nach fünf spannenden Jahren neigt sich das FINKA-Projekt dem Ende zu und das möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern! Deshalb laden wir Sie herzlich zu einem Abschlussgrillen ein, bei dem wir zusammen mit dem Verdener Betriebspaar Blohme und Michaelis sowie dem Osterholzer Betriebspaar Schöne und Meyerdierks ein letztes Mal in den Austausch rund um das FINKA-Projekt treten möchten.

Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm: Antiona Schmücker von der Technischen Hochschule Lübeck (Bereich Umweltmanagement) hält einen spannenden Vortrag zum Thema „Interaktion zwischen Segetalflora und Schwebfliegen/Tagfaltern“. Anschließend zieht FINKA-Coach Adrian Schmickler vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH ein Resümee der Projektergebnisse, bevor auch die beteiligten FINKA-Betriebe ihre Erfahrungen teilen. Den Abschluss bildet ein offener Austausch bei leckerer Bratwurst vom Hof Blohme.

Wann: Dienstag, den 18.11.2025 um 14 Uhr
Wo: Hagenerstr. 3, 27299 Langwedel (OT Hagen-Grinden)
Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 14.11.2025 unter: sievers@landvolk-row-ver.de

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Nachmittag mit Ihnen!

Projekthintergrund: Im FINKA-Projekt (Förderung von Insekten im Ackerbau) verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirtinnen und Landwirte auf ihren Versuchsflächen auf Pflanzenschutzmittel, die gegen Insekten und Unkräuter eingesetzt werden. Dabei erhalten sie Unterstützung von ökologisch wirtschaftenden Kolleginnen und Kollegen aus ihrer Region. Zusätzlich wird vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und der Georg-August-Universität Göttingen untersucht, wie sich die veränderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auf die Insektenvielfalt auswirkt. Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Georg-August-Universität Göttingen.

07.11.2025
Niedersachsen stärkt Herdenschutz

Neue Förderregeln

Der Wolf bleibt – deshalb müssen Weidetiere vor ihm geschützt werden. Mit diesem Konsens kamen Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer, Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte, Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers und Jörg Zidorn von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe aus dem Dialogforum „Weidetierhaltung und Wolf“. Konkret soll der Herdenschutz in drei Punkten aufgestockt und erweitert werden.

Erstens sollen zukünftig auch Förderanträge für Herdenschutzzäune rund um gewerbliche Pferdeweiden oder Reitplätze, Obstplantagen, Freiflächen-Photovoltaikanlagen und Weihnachtsbaumkulturen gestellt werden dürfen. Zweitens reicht künftig ein Riss an einem Großtier – wie Pferd oder Rind – aus, um die Förderkulisse für wolfsabweisende Zäune von 80 Prozent der Investitionssumme auf die Gemeinden rund um den Riss auszuweiten. Bislang waren es zwei Risse. „Das ist ein großer Schritt nach vorne“, beschrieb Staudte die massive Ausweitung der Förderkulissen. Drittens können nun auch Schafhalter mit bis zu 50 Tieren eine Förderung des Zaunbaus nach der Richtlinie Wolf beantragen. Bisher lag die Grenze bei zehn Tieren.

„Ich bin froh über die Einigkeit darüber, eine Regelung zu ändern, die Lücken hatte“, sagte Ehlers als Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement. Das Geld sei in diesem Jahr nur zu zwei Dritteln abgerufen worden, weil der bürokratische Aufwand für die Antragstellung zu groß gewesen sei. „Nur mit Herdenschutz ist der Schutz des Wolfes möglich“, stimmte Zidorn ihm zu. In Niedersachsen werde dies vorbildlich umgesetzt. Wölfe, die gelernt hätten, diesen zu umgehen und dadurch zu „Problemwölfen“ geworden wären, müssten entnommen werden. Dies zu erleichtern, dafür appellieren die Mitglieder des Dialogforums Wolf an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, der derzeit mit der Novelle des Bundesjagdgesetzes beschäftigt ist.

„Wir müssen den Fokus weg von den Problemwölfen legen und in ein Management einsteigen“, forderte Ehlers. Er sieht eher eine Unter- als eine Obergrenze als Richtschnur für die Bejagung. „Wir müssen den Wolf dort bejagen, wo der Aufwand des Herdenschutzes in keinem Verhältnis zum Nutzen des Wolfes für den Naturschutz steht – zum Beispiel an Deichen“, machte er deutlich. Dort kann er sich auch wolfsfreie Zonen vorstellen. „Niedersachsen ist das einzige Bundesland, das überhaupt Wölfe entnimmt“, gab Meyer zu Bedenken. Die Genehmigung von Schnellabschüssen sei rechtssicher.

„Wir wollen nicht ganz Niedersachsen einzäunen, da dadurch auch der Wildwechsel erheblich eingeschränkt wird“, betonte Staudte. „Das will der Finanzminister auch nicht“, schmunzelte Ehlers. Immerhin würde es wohl um die 2,2 Mrd. Euro kosten, alle Weiden in Niedersachsen wolfsabweisend einzuzäunen. Für ihn ist die Kombination aus Herdenschutz und Bejagung der Idealfall. „Sonst können wir uns das Geld für den Herdenschutz sparen“, machte er deutlich. Ehlers erhofft sich durch eine Bejagung auch mehr Abstand der Wölfe zu den Menschen: „Der Wolf ist schlau. Er weiß, dass vom Menschen derzeit keine Gefahr ausgeht“.

05.11.2025
Mitgliederversammlung 2025

Mit Vortrag von Marco Mohrmann

Wir laden alle Mitglieder herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 13. November 2025, ab 13:30 Uhr in Röhrs Gasthof in Sottrum statt.

Neben den Berichten aus der Verbandsarbeit und Ehrungen verdienter Mitglieder wird als besonderer Gast Dr. Marco Mohrmann (CDU), agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, ein Gastreferat halten zum Thema: „Notwendige Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Agrarpolitik“

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch und persönlichen Gespräch.

Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, an der Versammlung teilzunehmen und die Gelegenheit zu nutzen, sich über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft und die Arbeit des Verbandes zu informieren.

Veranstaltungsort:

Röhrs Gasthof, 27367 Sottrum

Beginn: 13:30 Uhr

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

04.11.2025
Aufstallungspflicht für Geflügelbestände

In den Landkreisen Rotenburg und Verden seit 31.10.2025

Die Veterinärbehörden der Landkreise Rotenburg und Verden ordneten eine kreisweite Aufstallungspflicht für Geflügelbestände mit mehr als 50 Tieren an. Die Aufstallungspflicht gilt seit 31.10.2025.

Ausführliche Informationen Landkreis Verden: HIER

Ausführliche Informationen Landkreis Rotenburg: HIER

04.11.2025
Heizen mit Zukunft

Veranstaltungshinweis

Veranstaltungshinweis: Heizen mit Zukunft - Erneuerbar. Regional. Nachhaltig.

Wann: Am 07.11.2025 um 10 Uhr
Wo: Holtumer Dorfstr. 1, 27308 Kirchlinteln

Geboten werde Vorträge zu:
- Heizen mit Holz
- Erneuerbare Energien in Wärmenetzen
- Wärmeversorgung in Bestandsgebäuden und Neubauten
- Heizen in landwirtschaftlichen Betrieben
- Nah- und Fernwärmenetz

Außerdem wird geboten:
- Besichtigung einer Hackgutanlage
- Verpflegung vor Ort (Selbstzahler)
- Spannende Gespräche

Aktuelles aus dem Landesverband

30.01.2026
Auswirkungen der Vogelgrippe auf den Eiermarkt in Europa
Geflügel

Die Vogelgrippe wirkt sich derzeit unterschiedlich auf den europäischen Eiermarkt aus. Während in Deutschland das Angebot knapper wird und die Preise steigen, können Eier aus Teilen der Niederlande nicht wie üblich vermarktet werden. Besonders betroffen ist die Provinz Nord-Limburg, wo aufgrund von Vogelgrippefällen Überwachungszonen eingerichtet wurden. Nach EU-Recht dürfen Eier aus diesen Gebieten vorübergehend nicht exportiert werden, auch wenn sie als gesundheitlich unbedenklich gelten. Dadurch sind wichtige Absatzmärkte derzeit nicht erreichbar. Ein erheblicher Teil der normalerweise nach Deutschland gelieferten Eier verbleibt daher in den Niederlanden. Nach Angaben des niederländischen Geflügelverbandes fehlen dem Markt täglich mehrere Millionen Eier. In den betroffenen Regionen werden die Eier zwischengelagert, verlieren jedoch mit zunehmender Lagerdauer ihre Eignung für den Frischemarkt und müssen stattdessen verarbeitet werden. Dies ist für die Erzeuger mit geringeren Erlösen verbunden. In Deutschland zeigen sich die Folgen in eingeschränkten Sortimenten und steigenden Preisen. Neben den Exportbeschränkungen tragen auch strukturelle Faktoren wie eine sinkende Zahl an Geflügelbetrieben und eine anhaltend hohe Nachfrage zur angespannten Marktlage bei.

30.01.2026
Exportdruck bei EU-Weizen hält an
Pflanzen

(AMI) Günstige Übersee-Offerten und ein starker Euro deckeln die Kurse an der Börse in Paris. Chicago profitiert dagegen von der Schwäche des Dollars. Fundamental lässt das globale Angebot den Kursen wenig Luft nach oben.

Die Weizenkurse an der Börse in Paris erholten sich nach einem Rutsch auf ein Fünf-Wochen-Tief wieder und blieben zugleich in der seit Dezember etablierten Spanne gefangen. Am 28.01.2026 schloss der Fronttermin März bei 190,00 EUR/t und damit 0,50 EUR/t über Vorwoche. Trotz eines stark gestiegenen Euro, der die Exportparitäten verschlechtert, kam es zu einer Gegenbewegung – getrieben von der festen Vorgabe aus Chicago, Short-Covering und zurückhaltender Abgabebereitschaft auf Kassabasis.

Fundamental bleibt der Gegenwind jedoch spürbar: Günstige Offerten aus Argentinien sowie weiterhin wettbewerbsfähige Angebote aus dem Schwarzmeerraum setzen die europäischen Partien im Nordafrika-Geschäft unter Druck. In Marokko – dem wichtigsten EU-Absatzmarkt – treten argentinische Partien zunehmend in den Vordergrund; in Algerien und Saudi-Arabien dominieren je nach Proteinvorgaben russische und weitere Schwarzmeer-Herkünfte. Der Kassamarkt in Westeuropa zeigt sich zugleich zäh: Zurückhaltende Abgeber und feste Prämien stützen die Frontmonate, begrenzen aber aufgrund des starken Euro und der Konkurrenz die Exportfähigkeit.

Das internationale Tenderbild liefert nur punktuelle Entlastung. Nach größeren Abschlüssen in Saudi-Arabien und Algerien richtet sich der Blick auf Tunesien; einzelne französische Ladungen nach Ägypten unterstreichen zwar punktuell die Wettbewerbsfähigkeit in Nischenfenstern, an der Grundtendenz ändert das wenig. Solange argentinischer 11,5-%-Weizen auf niedrigen Niveaus angeboten wird und Russland/Ukraine preislich eng bleiben, bleibt Paris an die Wechselkursentwicklung und die relative Preisstellung gegenüber Übersee gebunden.

30.01.2026
Brotgetreidemarkt ohne wirkliches Kaufinteresse
Pflanzen

(AMI) Auch wenn die Terminkurse ihr Niveau größtenteils halten, an eine Trendwende glaubt am Brotgetreidemarkt niemand und zudem mangelt es in Deutschland an Nachfrage.

Die Weizenkurse haben ihre zuvor ausgeprägte Abwärtsbewegung zwar beendet, konnten jedoch keine nennenswerte Aufwärtsdynamik entwickeln. Entsprechend schloss der Fronttermin an der Pariser Börse am 28.1.2026 gegenüber der Vorwoche lediglich um 0,50 EUR/t höher bei 190 EUR/t. Belastend wirken weiterhin der starke Euro und die damit verbundene Exportschwäche Europas sowie die insgesamt komfortable Versorgungslage.

Diese Entwicklung am Terminmarkt spiegelt sich auch auf Großhandelsebene wider. Für Brotweizen werden franko Hamburg aktuell 195 EUR/t genannt und damit 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche, ebenso franko Westfalen mit 197 EUR/t. In Ostdeutschland fallen die Brotweizenpreise franko sogar um 2 auf 188 EUR/t. Auch Brotroggen steht unter Druck und verbilligte sich franko Niederrhein um 2 auf 180 EUR/t. Die Mühlen zeigen sich gut versorgt, die Nachfrage bleibt entsprechend ruhig.

Am Kassamarkt setzen sich die Preiskorrekturen fort. Brotweizen liegt mit einem Minus von 1,49 EUR/t bei aktuell 168,11 EUR/t und damit nur leicht über dem Niveau von vor vier Wochen, als 167,25 EUR/t gezahlt wurden. Für Brotroggen zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Erzeugerpreis sank um 0,75 auf 144,35 EUR/t, nachdem im Dezember noch 142,47 EUR/t erzielt wurden. Im Vorjahresvergleich fällt die Entwicklung deutlich dramatischer aus. Brotweizen lag vor einem Jahr mit 204,89 EUR/t nahezu 37 EUR/t höher, während Brotroggen seitdem um fast 25 von 169,66 EUR/t nachgegeben hat.

30.01.2026
Futtergetreide: Ruhiger Marktverlauf setzt sich fort
Pflanzen

(AMI) Geringe Umsätze und Exportflaute bestimmen das Marktgeschehen, Mischfutterhersteller warten ab.

Die Mischfutterhersteller befinden sich weiterhin in einer komfortablen Ausgangslage. Die Versorgung mit Rohware ist ausreichend, da der Export infolge des starken Euro deutlich ins Stocken geraten ist und entsprechend mehr Ware am heimischen Markt verbleibt. Die Mischfutterwerke ordern kontinuierlich, zudem laufen aktuell auch überregionale Lieferungen von Futtergetreide in die westdeutschen Veredlungsregionen. Für die kommenden Monate wird zwar weiterhin Kaufinteresse erwartet, insgesamt gilt der Bedarf bis zum Übergang in die nächste Saison jedoch bereits als weitgehend gedeckt.

Preislich zeigten sich im Monatsvergleich überwiegend leichte Abschläge. Futtergerste verbilligte sich um 0,60 auf 160,91 EUR/t (Vormonat 161,89 EUR/t), Futterweizen um 0,36 auf 164,67 EUR/t (Dezember 164,57 EUR/t) und Triticale um 0,92 auf 154,44 EUR/t. Körnermais frei Erfasserlager gab um 0,54 auf 182,03 EUR/t nach. Im Vergleich zum Dezember konnten sich die Körnermaispreise jedoch leicht verbessern: Körnermais lag damals fast 4 EUR/t unter dem aktuellen Niveau, während Triticale gegenüber Dezember um 1,21 EUR/t von 153,23 EUR/t zulegen konnte. Für die kommenden Wochen halten Marktteilnehmer eine nachhaltige positive Preisentwicklung bei Futtergetreide, ausgenommen Körnermais, derzeit für wenig wahrscheinlich.

Auch auf Großhandelsebene setzt sich die in den vergangenen Wochen beobachtete Preisentwicklung fort. Während Gerste und Weizen weiter unter Druck stehen, können sich die Maispreise festigen. Bei Futtergerste gaben die Notierungen franko Niederlande und franko Westfalen jeweils um 2 auf 194 EUR/t nach, franko Südoldenburg verringerte sich um 1 auf 193 EUR/t. Auch die Weizenpreise tendieren im Großhandel schwächer. Franko Niederlande sank die Notierung um 1 auf 197 EUR/t, während die Preise franko Westfalen sowie franko Ober- und Niederrhein unverändert blieben. Demgegenüber zeigt sich der Maismarkt fester. Franko Niederlande verharren die Preise zwar auf dem bisherigen Niveau, in den deutschen Regionen Südoldenburg und Niederrhein wurden jedoch Aufschläge von 2 auf 215 bzw. 210 EUR/t verzeichnet. Besonders deutlich fiel der Anstieg franko Westfalen aus, wo sich der Preis um 3 auf 216 EUR/t erhöhte. Die Entwicklung unterstreicht den weiterhin ausgeprägten innerdeutschen Bedarf an Körnermais.

30.01.2026
Raps klettert weiter
Pflanzen

(AMI) Steigende Preise können die ein oder andere Rapspartie aus Erzeugerhand locken. Andernorts bleiben die Umsätze auch weiterhin überschaubar. So fußen die Mengenbewegungen hier auf der Abwicklung bestehender Kontrakte.

Das Handelsabkommen zwischen China und Kanada stellte auch Ende Januar die Weichen für feste Rapsnotierungen an der Pariser Börse. Dieses beinhaltet niedrigere Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge im Austausch für geringe Abgaben auf kanadischen Raps. Im August vergangenen Jahres verhängte China vorläufige Antidumpingzölle auf Canola und nahm zur Bedarfsdeckung den Kauf von australischer Ware wieder auf. Seit 2020 wurden die Lieferungen aufgrund phytosanitärer Bedenken pausiert. Chinesische Importeure orderten Berichten zufolge nun bereits 650.000 t kanadischen Canolas zur Lieferung zwischen Februar und April. Das treibt nicht nur die Notierungen an der kanadischen Börse, sondern zeigt auch hierzulande Kurswirkung. So schloss der Fronttermin Februar am 27.01.2026 bei 481,75 EUR/t und damit rund 7,50 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2026 tendieren fester, wenn auch etwas weniger deutlich. So legt der August-26-Kontrakt auf Wochensicht um 4,75 auf 458,25 EUR/t zu.

Mit dem Plus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Dabei bleiben die Prämien durchweg unverändert. Franko Hamburg werden mit 475 EUR/t zur prompten Lieferung rund 6 EUR/t mehr in Aussicht gestellt als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein sind mit 496 rund 7 EUR/t mehr im Gespräch. Für Partien der Ernte 2026 sind bis zu 463 EUR/t möglich. Dabei bleibt es jedoch auch weiterhin ungewöhnlich ruhig. Marktteilnehmer warten nun das von Bord gehen des Februar-Kontraktes an der Pariser Börse ab.

Auch Ende Januar zeigt sich der heimische Rapsmarkt fortgesetzt ruhig. Gebietsweise bietet das aktuell festere Preisniveau jedoch auch einen Anreiz zum Verkauf. Im Mittel werden für Partien der Ernte 2025 auf Erzeugerebene rund 458 EUR/t aufgerufen und damit 7 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 430-480 EUR/t. Damit erhalten Erzeuger zwar 34 EUR/t weniger als zum Vorjahreszeitpunkt, aber immer noch 63 EUR/t mehr als Ende Januar 2024. Vorkontrakte der Ernte 2026 verteuern sich auf Wochensicht um 9,90 auf 433,30 (406-465) EUR/t.

30.01.2026
Kartoffelangebot weit über Nachfrage
Pflanzen

(AMI) Ob Speise- oder Verarbeitungskartoffeln, die Nachfrage kann das Angebot kaum aufnehmen. Preisdruck setzt sich fort und Landwirte müssen zusehen, dass am Ende nicht die besten Kartoffeln übrigbleiben.

Das Speisekartoffelangebot wird derzeit mit gut ausreichend bis erdrückend beschrieben. Nach wie vor gibt es zu viele Kartoffeln in den Scheunen. Erzeugervertreter appellieren bereits, nun auch die Läger mit gekühlten Kisten zu öffnen, damit am Ende der Saison nicht die beste Ware keinen Marktzugang mehr hat. Aufschläge dafür sind allerdings nicht in Sicht, dafür bleibt der Markt viel zu unausgeglichen. Selbst in Zufuhrgebieten heißt es immer mehr, dass steigende Preise nicht mehr zwischen den Marktteilnehmer besprochen werden.

Auf der Nachfrageseite hat sich fast nichts geändert. Der Absatz ist besser als die Stimmung am Markt. Sonderaktionen und Marketing erfüllen ihren Zweck. So war es auch bis Ende des Vorjahres. Die Einkäufe privater Haushalte konnten im Dezember noch einem kräftig gesteigert werden, wie die AMI-Analyse der Daten von YouGov zeigt.

Das Exportgeschäft bleibt ruhig, was in Richtung Westen daran liegt, dass die Verarbeitung keinen vertragsfreien Rohstoff aufnimmt und in Richtung Osten und Südosten daran, dass die Vorräte für den Winter wie üblich noch nicht geräumt sind und das Wetter eine Ergänzung momentan noch schwierig macht. Und wenn es dann wieder losgeht, werden auch Anbieter aus anderen Ländern in einen sicherlich harten Wettbewerb treten. Die Vorratsdaten aus Frankreich beispielsweise lassen da nichts Gutes ahnen.

Der Markt für Pommes-Kartoffeln ist noch um ein Vielfaches prekärer. Weiterhin ist überall zu hören, dass die Produktverkäufe die Erwartungen nicht erfüllen und gleichzeitig die Vorräte an Rohstoff viel größer als sonst sind. Wie die Franzosen melden, hat die dortige Industrie von Juli bis Dezember gerade mal 5.000 t Rohstoff über die Vertragsmengen hinaus aufgenommen. Wahrscheinlich aber nur aus Verlegenheit (oder Gelegenheit), weil die Vertragsware die geforderten Spezifikationen nicht erfüllen konnte. Woanders wird es nicht anders aussehen, so die Einschätzung von Informationspartnern.

28.01.2026
THKG: Fristverlängerung beschlossen
Schwein

(AgE) Der Bundestag hat am 15. Januar beschlossen das Inkrafttreten des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (THKG) auf den 1. Januar 2027 zu verlegen. Die Berichterstatter betonten, dass die zusätzliche Zeit für eine grundlegende Überarbeitung genutzt werden solle. Der DBV begrüßt die Fristverlängerung als Start zur Neuentwicklung des Gesetzes. Wesentlich sind dabei die Möglichkeiten zum Downgrading sowie eine verpflichtende Kennzeichnung auch für importierte Waren, unter Einbeziehung aller Absatzmärkte. Bestehende Systeme sollen integriert werden. Zudem ist eine deutliche Bürokratieentlastung erforderlich, etwa durch reduzierte Meldepflichten und die Nutzung bereits vorliegender Daten über etablierte wirtschaftsgetragene Systeme.

28.01.2026
Global stabile Schweinefleischerzeugung erwartet
Schwein

(AMI) Für 2026 wird eine weitgehend stabile weltweite Schweinefleischproduktion erwartet. Mit rund 126,5 Mio. t dürfte das Niveau von 2025 leicht überschritten werden. Auch der globale Verbrauch dürfte nahezu unverändert bleiben. Während in der EU durch veränderte Ernährungsgewohnheiten ein leichter Rückgang erwartet wird, rechnen Russland und Vietnam mit steigender Nachfrage. In China wird eine stabile Entwicklung angenommen. Die Exporte könnten gegenüber 2025 sinken. Die USA weiten ihre Lieferungen voraussichtlich weiter aus, während für die EU deutliche Rückgänge aufgrund geringerer Produktion und Handelsbeschränkungen infolge der Afrikanischen Schweinepest erwartet werden. Brasilien dürfte seine Ausfuhren um etwa 3,8 % steigern.