Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

20.02.2024
Mitgliederversammlung 2024

mit Gastreferat von Miriam Staudte

Unsere Mitglieder laden wir recht herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Diese findet statt am:

Dienstag, den 5. März 2024 um 13:30 Uhr in Röhrs Gasthof, Bergstraße 18, 27367 Sottrum

Tagesordnung:
1.) Eröffnung und Begrüßung
2.) Grußwort
3.) Ergebnisse Vorstandswahlen, Wahl der Vorsitzenden und Stellvertreter
4.) Ehrungen
5.) Verschiedenes
6.) Gastreferat von Frau Miriam Staudte (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) zu „Herausforderungen unserer Niedersächsischen Landwirtschaft und Zukunftsperspektiven”

20.02.2024
Digitaler Vortrag

Gemeinsame Agrarpolitik 2024

Unsere Mitglieder laden wir herzlich ein zum digitalen Vortrag von Herrn Hendrik Gelsmann-Kaspers (Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband):

Gemeinsame Agrarpolitik 2024 - Was ist alles im Jahr 2024 zu beachten?

am Donnerstag, den 14.03.2024, um 19.00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung bis zum 13.03.2024 um 12 Uhr per Mail unter wolf@landvolk-row-ver.de , um den Link mit den Einwahldaten zu bekommen.

Die Veranstaltung wird über „ Zoom“ durchgeführt.

Der digitale Tagungsraum ist ab 18.30 Uhr geöffnet.

19.02.2024
Kreisverbandsnews über WhatsApp

Ab sofort

Ab sofort halten wir Euch auch über WhatsApp auf dem Laufenden! Abonniert HIER gerne unseren neuen Kanal, um keine Kreisverbandsnews zu verpassen.

15.02.2024
Hochwasserschäden an die LWK Niedersachsen melden

So funktioniert es

Hochwasserschäden an die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen melden – so geht’s:

Die LWK Niedersachsen muss bis zum 26.02.2024 per E-Mail benachrichtigt werden, dass am Hochwasser-Hilfsprogramm teilgenommen wird. Folgendes muss in der E-Mail enthalten sein:

  • Information, dass man beabsichtigt am Hilfsprogramm teilzunehmen
  • Betriebsnummer
  • Name
  • Schlagnummern aus dem Sammelantrag 2023 der von Überflutung betroffenen Schläge

Fotos der betroffenen Fläche und Kulturen sollen über die FANi-App hochgeladen werden. Um einen Fotobelegauftrag zu erhalten, ist die vorherige Benachrichtigung der LWK Niedersachsen per E-Mail notwendig! Die Fotos müssen bis spätestens 29.02.2024 über die FANi-App hochgeladen sein.

Weitere Informationen findet Ihr HIER.

Bei Rückfragen wendet euch bitte an die HIER aufgeführte zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

13.02.2024
525 kV-Erdkabel Nordwestlink

Planungen Informationsveranstaltungen

Im Landkreis Rotenburg wird derzeit eine weitere 525-kV-Stromleitung geplant. Diese soll als Erdkabel in einer Länge von 607 Kilometern von Alfstedt bis Obrigheim im Neckar-Odenwald- Kreis verlaufen. Sie wird nach derzeitigem Planungsstand als weitere Gleichstromleitung überwiegend neben dem Suedlink verlegt werden. Vorhabenträgerin ist in unserer Region die TenneT TSO GmbH.

Das Planfeststellungsverfahren mit entsprechenden Stellungnahmemöglichkeiten ist voraussichtlich im Sommer 2024 zu erwarten.

Die TenneT führt zu der Leitung folgende Informationsveranstaltungen durch :

Donnerstag, 15.02.2024, 13-15 Uhr, Jeersdorfer Hof, Jeersdorf
Donnerstag, 15.02.2024, 17-19 Uhr, Meyers Gasthof Bothel
Montag, 19.02.2024, 13 - 15 Uhr, Hof Sonnentau

Informationen sind auch unter folgenden Internetadressen zu finden:

www.tennet.eu/de/projekte/nordwestlink
www.stromnetzdc.com/

08.02.2024
„Wir brauchen Entlastungen für alle Betriebe“

Landvolk ist zum Dialog bereit – Fünf Kernforderungen sind schnell umsetzbar

„Die aktuelle Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft zeigt, welch hohen Stellenwert unser Berufsstand hat und wieviel wir schon erreicht haben, zum Beispiel bei der signifikanten Minderung des Nitrateintrags bei der Düngung“, sagt Dr. Holger Hennies, Präsident des Landvolks Niedersachsen. „Das beste Beispiel für gelungene Zusammenarbeit zwischen Regierung und Verbänden sind die Verabredungen beim Niedersächsischen Weg. Dieses ‚Dialogformat‘ kann auch für die Bundespolitik ein Vorbild sein. Es hat gezeigt, was möglich ist, wenn die Akteure an einem Strang ziehen.“

Zudem gelte für das Landvolk Niedersachsen die „Gemeinsame Erklärung zu den Plänen der Bundesregierung zur höheren Besteuerung von Agrardiesel und von landwirtschaftlichen Fahrzeugen“, am 4. Januar unterzeichnet von Ministerpräsident Stephan Weil und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte. „Darauf aufbauend, haben wir inzwischen fünf Kernforderungen formuliert, denn die Unzufriedenheit mit dem zögerlichen Handeln seitens der Bundespolitik ist in der Landwirtschaft immer noch groß“, stellt Hennies klar. „Wir brauchen Entlastungen für alle Betriebe.“

Zu den – schnell umsetzbaren – Forderungen zählen neben der Rücknahme der geplanten Veränderungen beim Agrardiesel die steuerliche Entlastung der Landwirtschaft insgesamt, einen vereinbarten Aufschub für nationale Auflagen zum Beispiel beim Pflanzenschutzrecht, der Rückbau von Überregulierung beim Düngerecht und bei der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) sowie die finanzielle und rechtliche Unterstützung für eine Weiterentwicklung einer wettbewerbsfähigen Tierhaltung.

„Für uns geht dabei nicht nur um die Landwirtschaft, sondern um die Zukunft des gesamten ländlichen Raums. Niedersachsen ist Agrarland Nr. 1; die Wertschöpfung auch im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft ist von großer Bedeutung. Wir haben jetzt die Chance, die Weichen neu zu stellen; wir sind zum Dialog bereit, unter anderem mit vielen Vorschlägen zum Bürokratieabbau“, bekräftigt der Landvolkpräsident abschließend.

06.02.2024
Medienpräsenz und Hintergrundwissen begeistern die Jury

Vortragswettbewerb an den Berufsbildenden Schulen Rotenburg

Gestern fand an den Berufsbildenden Schulen Rotenburg der Vortragswettbewerb der Landwirtschaftskammer statt. 48 angehenden Landwirtinnen und Landwirte des dritten Lehrjahres stellten sich dabei in vier Gruppen der Herausforderung.

Studiendirektor Norbert Kaufmann richtete seinen Dank an alle Mitwirkenden des Wettbewerbes und machte dessen Relevanz nochmals deutlich: „Das Vortragen ist eine gute Übung für die bald anstehenden Abschlussprüfungen!“

Die meist gewählten Themen bei den Vorträgen waren: Landwirtschaft in 20 Jahren und gewandelter Fleischkonsum. Die Auszubildenden sorgten hierbei mit ihrer Medienpräsenz und ihrem Hintergrundwissen für Begeisterung bei der Jury. Während der Siegerehrung motivierte der Kreislandwirt und Landvolkvorsitzende des Kreisverbandes Rotenburg-Verden e.V., Christian Intemann, die angehenden Berufskolleginnen- und Kollegen dazu auch diese Kompetenzen auch künftig zu nutzen, um mit der Gesellschaft in den Dialog über Landwirtschaft zu treten: „Die Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Verbraucher muss auch künftig noch weiter ausgebaut werden, da ist jeder gefragt! Dieser Wettbewerb ist auch hierfür eine hervorragende Übung.“

Jeweils den ersten Platz gewannen Fabian Dinter aus Hildesheim, Jonas Vajen aus Sothel, Simon Lippianowski aus Bremen und Louis Meier aus Halvesbostel. Über den zweiten Platz freuten sich jeweils Svea Diane Kupke aus Achim, Bendix Mahnken aus Sothel, Ines Köstler aus Hassel und Daniel Uhlenbrock aus Aerzen.

01.02.2024
Schleichfahrt mit Stopp beim Kirchlintelner Bürgermeister

sendet klares Signal

Gemeinsam wurde in den letzten Wochen Vieles erreicht: Sowohl die KFZ-Steuer für landwirtschaftliche Fahrzeuge als auch der sofortige Ausstieg aus dem Agrardiesel konnte verhindert werden. Jetzt werden weitere zentrale Themen der Entlastung der Landwirtschaft diskutiert – das ist ein toller Erfolg. Anlässlich der Generaldebatte im Deutschen Bundestag am gestrigen Mittwoch (31.1.24) hat der Landvolk Kreisverband eine Schleichfahrt um und in Verden organisiert, um nochmals ein deutliches Zeichen hinsichtlich seiner Forderungen zu setzen. Mit ca. 40 Fahrzeugen startete die Tour bei dem Deelsener Milchviehbetrieb von Familie Meier.

Über die bekannten Forderungen hinaus bewegte die Landwirt*innen noch ein weiteres regionales Anliegen: Die in der Gemeinde geplante Gewerbe- und Grundsteuererhöhung. Denn in den vergangenen Wochen hat sich bei den Haushaltsdebatten abgezeichnet, dass der Gemeinderat im Februar die Hebesätze anziehen wird, bei der Grundsteuer A, die landwirtschaftliche Flächen betrifft, soll von 370 auf 460 Prozent erhöht werden. Um ein entsprechendes Forderungspapier gegen die Gewerbe- und Grundsteuererhöhung legte die aus Treckern und weiteren Fahrzeugen bestehende Kolonne einen Stopp beim Kirchlintelner Bürgermeister Arne Jacobs ein. Darüber hinaus sprachen sich die Landwirt*innen deutlich dafür aus, dass im KiTa- und Schulbereich keine Kürzungen vorgenommen werden. „Kinderlärm ist Zukunftsmusik!“, machten sie deutlich. Jacobs versicherte den Landwirt*innen: „Ich nehme Ihre Forderung ernst!“ Allerdings habe die Gemeinde viele Verpflichtungen, die durch Bund und Land immer mehr würden.

30.01.2024
Schleichfahrt in und um Verden

setzt deutliches Zeichen anlässlich Generaldebatte im Deutschen Bundestag

Gemeinsam haben wir Landwirt*innen in den letzten Wochen Vieles erreicht: Die KFZ-Steuer für landwirtschaftliche Fahrzeuge ist vom Tisch und der sofortige Ausstieg aus dem Agrardiesel auch. Jetzt werden weitere zentrale Themen der Entlastung der Landwirtschaft diskutiert – das ist ein toller Erfolg. Zudem haben wir großen Rückhalt in der Bevölkerung erfahren.

Am morgigen Mittwoch (31.1.24) ist die Generaldebatte im Deutschen Bundestag, weshalb wir an diesem Tag gemeinsam in ganz Deutschland nochmal ein deutliches Signal senden wollen. Der Landvolk-Kreisverband hat daher eine Schleichfahrt (langsames Fahren im Verband) in und um Verden angemeldet, zu der wir alle Mitglieder einladen, sich zu beteiligen. Zudem wird darüber hinaus ein kurzer Stopp beim Rathaus in Kirchlinteln eingeplant, welchen ortsansässige Berufskolleg*innen nutzen möchten, um dem Bürgermeister ein Forderungspapier gegen die Gewerbe- und Grundsteuererhöhung zu überreichen. Versammlungsbeginn ist 9:00 Uhr am Brammer Weg 3, Kirchlinteln. Teilnehmende sollten sich rechtzeitig vor Ort einfinden.

Schleichfahrt (31.1.24)
Wann: 9:00 Uhr – 12:00 Uhr
Start- und Endpunkt: Brammer Weg 3, Kirchlinteln (Hofstelle Holger Meier)

Route:
• START: Brammer Weg 3
• Brammer Weg, dann Zum Wiedeland Richtung Brammer
• Brammer Hauptstr., dann Kreepener Str. Richtung Kirchlinteln
• Alte Mühle, dann Alter Kohlenförder Weg Richtung Rathaus Kirchlinteln (kurzer Stopp am Rathaus)
• Am Bauhof, dann rechts ab Kükenmoorer Str.
• Hauptstr., dann Lindhooper Str. Richtung Verden bis zur B215
• B215 Richtung Walle
• Holtumer Str. Richtung Holtum
• Föscheberg Richtung, dann Holtumer Weg Richtung Kirchlinteln
• ENDE: Brammer Weg 3

HINWEIS: Alle Teilnehmenden haben sich an folgende Auflagen zu halten:

 Vorlesen der Auflagen vor Schleichfahrt-Beginn durch Versammlungsleiterin
 Polizei: Die Polizei wird uns mit zwei Fahrzeugen durch die Route leiten (eins die meiste Zeit vorne weg und eins ganz am Ende). Den Anweisungen der Polizei ist jederzeit Folge zu leisten.
 Ordner: Wir müssen insgesamt drei Ordner stellen. Diese dürfen lediglich als Beifahrer auf den Treckern mitfahren und müssen jederzeit via Handy erreichbar sein. Wir empfehlen zusätzlich dieselbe Funkfrequenz zur gemeinsamen Kommunikation zwischen den einzelnen Treckern.
 Fahrt/Tempo: Wir fahren im Verbund. Das bedeutet, alle Trecker fahren mit ca. 30 km/h (Richtgeschwindigkeit) mit entsprechendem Sicherheitsabstand hintereinander her, ohne anzuhalten oder zu blockieren.
 Ampeln: Da wir im Verbund fahren, darf das erste Fahrzeug bei grün über die Ampel fahren, alle weiteren Fahrzeuge fahren hinterher, egal, ob die Ampel rot oder grün anzeigt.
 Kennzeichnung Trecker: Alle Trecker müssen sich mit einem rot-weißen Flatterband außen am Spiegel angebracht kennzeichnen, damit zu erkennen ist, welche Trecker gemeinsam im Verbund fahren.
 Plakate: Alle Plakate müssen sicher und fest an den Treckern angebracht sein.
 Fahrer und Fahrzeuge müssen fahrtauglich sein.

24.01.2024
Bundesweiter Aktionstag am 26.01.

„Brückentag“ soll sichtbares Zeichen setzen

Um den Protesten gegen die Pläne der Bundesregierung, den Agrardiesel höher zu besteuern, noch einmal Nachdruck zu verleihen, rufen wir unsere Mitglieder zur bundesweiten Aktion „Brückentag“ am kommenden Freitag, den 26. Januar 2024 auf. Mit Traktoren soll ein sichtbares Zeichen des Protests an verkehrsneuralgischen, gut sichtbaren Punkten in Niedersachsen, zum Beispiel an Autobahnbrücken, gesetzt werden. Mit Blick auf die breite Zustimmung der Bevölkerung sollte die Aktion zeitlich begrenzt sein, nicht blockieren und unter dem Motto „Brückentag“ entsprechend bei den zuständigen Behörden angezeigt werden.

„Der Begriff ‚Brückentag‘ macht deutlich, dass wir noch nicht am Ende unserer Kundgebungen angelangt sind. Das Gesetzgebungsverfahren zum Bundeshaushalt 2024 geht in der kommenden Woche final den Bundestag und soll am 2. Februar den Bundesrat passieren. Bis dahin bleibt Zeit für uns, weiterhin für unsere Forderung nach Rücknahme der schrittweisen Steuererhöhung für Agrardiesel einzutreten“, erklärt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies.

Alle anderen Aktionen wie Mahnfeuer und Warnleuchten am Hofeingang, Bürgerdialog und Gespräche mit Abgeordneten, können und sollen unabhängig davon weiterhin stattfinden. In der jetzt laufenden zweiten Hälfte der Grünen Woche in Berlin nutzt der Landvolkverband die Möglichkeit, den Anliegen des Berufsstandes weiter Gehör zu verschaffen.

Aktuelles aus dem Landesverband

12.01.2024
Uneinheitliche Entwicklung an der Euronext
Pflanzen

Die Dominanz der Schwarzmeerkonkurrenz am Weizenexportmarkt bleibt groß, der EU-Export hinter dem Vorjahresvolumen zurück.

In Paris entwickelten sich die Getreidekurse unterschiedlich. Der Fronttermin für Weizen schloss am 10.01.2024 bei 221,50 EUR/t auf Wochensicht ein Anstieg um immerhin 2,25 EUR/t. Demgegenüber kann der Maiskurs das Vorwochenniveau nicht halten und verfehlt dieses mit jüngst 193,75 EUR/t um 2,75 EUR/t.
Die Besorgnis über eine geringe Nachfrage nach EU-Weizen dämpfte allerdings erneut den Kursanstieg. Im bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf exportierte die Gemeinschaft rund 15,84 Mio. t Weizen gegenüber 17,76 Mio. t im Vorjahreszeitraum (-10,8 %). Die große Konkurrenz aus der Schwarzmeerregion dominiert weiterhin den Markt. So steht der EU-Weizen aufgrund der äußerst üppigen und günstigeren russischen und ukrainischen Konkurrenz deutlich unter Druck.
Für Aufwind sorgten allerdings die jüngsten Ausschreibungen weltweit wichtiger Importeure. Vor allem Ägyptens Ausschreibung von über 400.000 t steht im Fokus der Marktteilnehmer, die Hoffnung auf wenigstens Teilmengenzuschlag Ägyptens an EU-Weizen konnte immerhin etwas stützen. (Quelle: AMI)

12.01.2024
Das Wetter spielt nicht mit
Pflanzen

Tiefe Temperaturen und Überschwemmungen beeinträchtigen nicht nur die Transportkapazitäten, sondern setzen regional die ohnehin schon gebeutelten Feldkulturen der Gefahr von Schäden aus.

Während an den Terminmärkten bei leicht schwankenden Weizenkursen rege Kontrakte gehandelt werden, bleibt es am Kassamarkt vergleichsweise ruhig. Ungünstige Witterung verspätet überregionale oder osteuropäische Herkünfte, was den zumeist gut versorgten Mühlen wenig Sorgen bereitet. Landwirte haben ihren Fokus auf den Demonstrationen und bei wenig veränderten Preisen ohnehin keinen drängenden Grund zu verkaufen. Die Landhandelsunternehmen sympathisieren und zeigen ebenfalls wenig Aktionismus. Über die gesamte Produktpalette zeigen sich in der 2. KW 2024 negative Vorzeichen mit Ausnahme für Qualitätshafer und Leguminosen. In Bezug auf den bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf liegen nur noch Elite- und Qualitätsweizen sowie Braugerste, Hafer und Leguminosen über den Geboten, wie sie zu Beginn der Saison gezahlt wurden.

Auch mit Abschluss von Kontrakten auf die kommende Ernte halten sich Erzeuger sehr zurück. Neben den kaum entwickelten Geboten – in Ostdeutschland wurden für Brotweizen ex Ernte in der ersten Hälfte 2023/24 rund 211 EUR/t genannt, aktuell sind es ebenfalls 211 EUR/t – sind es vor allem die anhaltend ungünstigen Bedingungen auf den Feldern. Nach übermäßiger Nässe, die bereits der Aussaat ein jähes Ende bereitete und vielen Feldbeständen einen schlechten Start bescherte, sind es nun die Minustemperaturen, die den Pflanzen zu schaffen machen dürften. Von einer schützenden Schneedecke können die wenigsten profitieren. So ist die Einschätzung des Ertragspotenzials derzeit äußerst schwierig und verhindert einen vorschnellen Abschluss von Lieferkontrakten. Es zeichnen sich auch bereits häufiger als üblich notwendige Umbrüche an. Doch die Entscheidung, welche Kultur genommen wird, fällt nicht immer leicht. Zumal Saatgut für Sommerungen zum Teil bereits ausverkauft ist.

Auf Großhandelsstufe wird prompter Weizen in der 2. KW zumeist 4 EUR/t niedriger bewertet als vor einer Woche. Ausnahme ist Qualitätsweizen, der franko Hamburg mit 239 EUR/t nicht nur 20 EUR/t unter Vorwochenlinie liegt, sondern damit auch seine Prämie gegenüber Brotweizen auf 13 EUR/t verringert hat. Dieser wird dort mit 226 EUR/t bewertet. Franko Niederrhein werden 228 EUR/t aufgerufen. Brotroggen hat dort ebenfalls 4 auf 206 EUR/t verloren. Braugerste zur Lieferung im Januar/Juni 2024 wurde am 10.01.2024 mit 370 EUR/t rund 3 EUR/t unter Vorwochenlinie bewertet. Der vor einer Woche noch genannte Geldkurs von 360 EUR/t ist vorerst verschwunden. Für Braugerstenlieferungen ab Oktober 2024 stehen sich aktuell 303-308 EUR/t gegenüber, was auf beiden Seiten 7 EUR/t weniger ist als vor einer Woche. (Quelle: AMI)

12.01.2024
Rapspreise unter Druck schwacher Sojakurse
Pflanzen

Erschwerte Transportbedingungen erhöhen die Nachfrage nach schneller Ware, für die deutliche Aufgelder gezahlt werden. Darüber hinaus sind die Umsätze überschaubar, Termine ex Ernte vernachlässigt.

Die Umsätze am Rapsmarkt laufen weiterhin auf Sparflamme, allerdings werden die Versorgungslücken im 1. Quartal immer größer. Insbesondere die schwierigen Transportbedingungen durch Eis, Schnee oder Hochwasser lassen das Kaufinteresse an schneller Ware immer wieder aufblitzen, so dass deutlich höhere Prämien möglich waren. Aber die +12 EUR/t für schnelle Ware auf den Frontterminkurs für Raps in Paris sind nur die Ausnahme. Allerdings wurde das gesamte Niveau für die Liefertermine bis zur Ernte 24 angehoben, um das starke Minus der Terminkurse wenigstens ein bisschen auszugleichen. Vor allem im Norden wird aktuell von einer +7 EUR/t für Liefertermine bis Juni 24 gesprochen. Das sind 5 bzw. 7 EUR/t mehr als noch in der Vorwoche. Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit der Großhandelspreise für Raps franko Hamburg mit 430-431 EUR/t für alterntige Lieferungen 2 EUR/t unter Vorwochenniveau liegen. In Rostock oder am Niederrhein sind es sogar 5 EUR/t weniger. Noch deutlicher haben die Offerten für Raps ex Ernte nachgegeben. Hier schlägt das Minus der Terminkurse ungebremst auf den Kassamarkt durch, da die Prämien gegenüber Vorwoche nicht angepasst wurden. Mit 424 EUR/t franko Niederrhein oder nur 416 EUR/t franko Hamburg werden 6 EUR/t weniger genannt als noch vor einer Woche.
Die Erzeugerpreise haben kräftig Federn gelassen. Insbesondere weil die wöchentliche Preiserfassung bei Erfassungshandel zu Wochenbeginn erfolgt und damit das jüngste Kursplus keine Berücksichtigung gefunden hat. Mit durchschnittlich 359,54 EUR/t frei Erfasserlager wurden 13,36 EUR/t weniger genannt als noch vor einer Woche. Allerdings steht hinter den Preisen, die im Bundesgebiet zwischen 372-410 EUR/t rangieren, kaum ein Umsatz. Erzeuger verkaufen im fallenden Markt ungern, der Großhandel blickt auf gefüllte Läger und nur sporadisches Geschäft mit überschaubaren Mengen. Raps der Ernte 2024 wird vom Markt vollständig vernachlässigt, aber Sorgen bereitet er den Landwirten schon. Schläge unter Wasser, die nun auch noch durchfrieren und kaum schützende Schneedecken lassen die Gefahr von Schäden deutlich steigen. Vorkontraktpreise werden kaum genannt und sind nur noch aus wenigen Regionen erhältlich. Sie haben aktuell auf knapp 385 (385-415) EUR/t um fast 12 EUR/t nachgegeben. (Quelle: AMI)

12.01.2024
Speisekartoffelpreise steigen wieder
Pflanzen

Wie erwartet geht von Niedersachsen ausgehend ein Preisanstieg für Speisekartoffeln los. Der Aufschlag von 6,00 EUR/dt im Norden überrascht manchen, spiegelt aber wohl die Erwartung wider, dass die Vorräte nicht so lange reichen werden wie früher üblich.

Der Heidekartoffelverbund hat zu Beginn der Woche die Notierung für Speisekartoffeln um 6,00 EUR/dt auf nun 40,00 EUR/dt heraufgesetzt. Der Zeitpunkt war im Vorfeld erwartet worden und hat so niemanden überrascht, die Höhe von 6,00 EUR/dt scheint manchem zwar recht viel, sie spiegelt aber wohl die besondere Versorgungslage dieser Saison wider.

Die Flächenläger im Norden sind weitgehend geräumt und es müssen zeitig Vorräte aus Kühllägern mobilisiert werden, um den Bedarf zu decken. Damit diese den Erzeugern einen gleichbleibenden Erlös bringen, mussten die Preise angepasst werden. Niedersachsen ist Vorreiter. Woanders geben zwar Abpacker Gebote an die Kunden im LEH ab, die ebenfalls höher als bisher sind, ob sie aber mit einem so großen Aufschlag „durchkommen“, ist noch längst nicht überall sicher – selbst da nicht, wo die Kartoffeln besonders knapp sind, nämlich im Süden.
Weiterhin hat das hohe Preisniveau keinen Einfluss auf den Absatz. Mittlerweile können viele sagen, dass die Geschäfte zu den Feiertagen meistens sehr gut liefen. Viel Werbung hat das unterstützt. Wegen der Verfügbarkeit aber auch wegen Herausforderungen bei Logistik und Arbeitskräfteversorgung täte hier und da im Januar mal eine ruhigere Zeit ganz gut. Anders als sonst werden aber schon wieder Sonderaktionen im LEH angeboten und die Packzahlen bleiben auf hohem Mengenniveau.
Neben dem Inlandsabsatz läuft diese Woche auch der Export in Richtung Osten und zum Balkan wieder umfangreicher an und belebt die Geschäfte zusätzlich. Ob die nun steigenden Preise dem im Wege stehen, bleibt noch abzuwarten. (Quelle: AMI)

12.01.2024
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

In den ersten zwei Wochen des Jahres hat sich noch nicht viel bewegt am heimischen Getreidemarkt. Das gilt sowohl für Brot- als auch für Futtergetreide. Neben Hochwasser und Frost sind Landwirte aktuell mit der Aktionen und Demonstrationen gegen die aktuelle Bundespolitik beschäftigt. Hinzu kommen ein geringes Preisniveau und die eingeschränkte Logistik. Es wird demnach nahezu kein Getreide vermarktet. Auch Kontrakte für die kommende Ernte werden kaum abgeschlossen. In großen Teilen des Landes wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen, was das Hochwasser von den Winterkulturen übrig gelassen hat. Dabei ist fraglich, was auf den umzubrechenden Flächen neu ausgesät wird. Sommergetreide-Saatgut ist kaum zu bekommen und bei Mais könnte es für viele Erzeuger zu Problemen mit den GLÖZ-Standards ihres GAP-Antrages kommen. Auch im Kassageschäft mit Raps wird kaum gehandelt. Die Probleme der Landwirte ähneln denen am Getreidemarkt. Hinzu kommen eine geringe Nachfrage der Verarbeiter und eine schwache Tendenz am internationalen Markt. Diese ist wiederum im Sojamarkt begründet, wo die guten Bedingungen in Brasilien eine starke Sojaernte erwarten lassen. Hinzu kommen schwache Roh- und Pflanzenölnotierungen. Die Erzeugerpreise pendeln unterdessen um die 400 EUR/t. Bei den Speisekartoffeln haben die Erzeugerpreise in dieser Woche kräftig angezogen. In der Heideregion wurden mit 40 EUR/dt ein deutlich höherer Preis notiert, als in der Vorwoche (+6 EUR/dt). Ein Preisruck war nur eine Frage der Zeit, da sich die Flächenläger mehr und mehr leeren. Nun wird vermehrt Ware aus Kühllägern geordert. Auch wenn die Nachfrage ruhig und stetig ist, bereitet sich der Markt nun langsam auf die zu erwartende knappe Versorgungslage im Frühsommer vor.

12.01.2024
Hochwasserlage georeferenziert dokumentieren
Öko-Landbau

Viele Flächen in Norddeutschland stehen durch die anhaltenden Niederschläge und die infolgedessen übergetretenen Flüsse und Bäche unter Wasser. Ausgesäte Winterkulturen, frische Grünlandnarben oder überjährige Blühstreifen sind weggespült, abgesoffen oder konnten erst gar nicht in die Erde gebracht werden. Dies kann zu diversen förderrechtlichen Problemen bei der Einhaltung von Konditionalitätsverpflichtungen (z.B. Fruchtwechselpflicht GLÖZ 7, keine Narbenerneuerung von Ersatzdauergrünland GLÖZ 1) oder Vorgaben von Agrarumwelt- und Ökoregelungsmaßnahmen führen.

Um mögliche Sanktionen zu vermeiden und die Gewährung von Direktzahlungen zu sichern, empfiehlt der Landesverband in einem ersten Schritt, zügig georeferenzierte Fotos von den betroffenen unter Wasser stehenden Flächen zu machen und diese den zuständigen Bewilligungsstellen unter Angabe der betrieblichen Registriernummer, Name, Feldbock- und Schlagnummer zu übermitteln, um ggf. später einen Fall „höherer Gewalt“ gemäß § 22 GAPKondG bzw. § 27 GAPDZV/§ 14 GAPInVeKoSG geltend machen zu können. Dazu rät auch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Webcode: 01042628). Die Fotos sollten ebenfalls in der FANi-App gespeichert werden, auch wenn sie ohne Auftrag nicht hochgeladen werden können. Die Ermittlung tatsächlicher Schäden und Auswirkungen kann erst nach Abfluss des Wassers erfolgen. Bis dahin steht der Landesverband in Gesprächen mit dem Landwirtschaftsministerium über den Umgang mit Auflagen und Verboten aus Förder- und Fachrecht in den von Überschwemmung und Überflutung betroffenen Regionen.

12.01.2024
Weiche Liegeflächen für Kälber – Übergangsfrist der TierSchNutztV läuft am 9. Februar ab
Milch und Rind

Am 03.07.2020 wurde durch einen Bundesratsbeschluss eine Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung verabschiedet. Diese besagt, dass Kälbern im Alter von zwei Wochen bis sechs Monaten im Stall ein trockener und weich oder elastisch verformbarer Liegebereich zur Verfügung stehen muss. Die genaue Definition der Größe dieses Liegebereichs und der Eigenschaft „weich oder elastisch verformbar“ wird in den Ausführungshinweisen zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung veröffentlicht. Die Änderung wird am 09.02.2024 mit einer Übergangsfrist von drei Jahren wirksam.

Gummiauflagen müssen demnach die DIN 3763:2022-08, „Elastische Stallbodenbeläge im Lauf- und Liegebereich von Rindern und Milchkühen – Anforderungen und Prüfung“, einhalten. Unter Einhaltung des jeweiligen Mindestnutzfläche gibt es je nach Gewicht unterschiedliche Empfehlungen für Zertifizierungen bzw. Prüfungsklassen. Für Kälber bis 250 kg Lebendgewicht wird in Einflächenbuchten mit Spaltenböden die Klasse 2 empfohlen, für Kälber die über 250 kg wiegen wird die Klasse 1 empfohlen. In Liegeboxen wird Klasse 2 und höher empfohlen. Anträge auf Härtefälle sollten mit Absprache des jeweiligen Veterinäramtes bis spätestens zum 08.04.2024 eingereicht werden.

Details zu den Vorgaben sind zu finden unter: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/news/36940_Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung_tritt_in_Kraft_%E2%80%93_%C3%84nderungen_fuer_die_Kaelberhaltung

12.01.2024
Rindermarkt: Angebot an Schlachtrindern überwiegend klein
Milch und Rind

(AMI) Aktuell gestaltet sich das Angebot an Schlachtrindern eher überschaubar. Neben den generell geringen Stückzahlen wirken sich dabei auch die laufenden Protestaktionen der Landwirte auf die Ablieferungen aus. Die Nachfrage wird bei den Jungbullen als dazu passend eingestuft, die Marktlage ist insgesamt aus-geglichen. Entsprechend wird für die laufende Woche mit unveränderten Preisen gerechnet. Bei den Schlachtkühen fällt die Nachfrage deutlich flotter aus, regional wird sogar von regen Geschäften gesprochen. Spielraum für Preiserhöhungen wird zumindest aktuell aber noch nicht gesehen. Allerdings gehen die Marktbeteiligten für die kommenden Wochen von einer steigenden Entwicklung bei Schlachtkühen aus, da diese Tiere erfahrungsgemäß gerade im Januar verstärkt geordert werden.

12.01.2024
Online-Seminarreihe zur Eutergesundheit
Milch und Rind

(DBV) Vom 16.01.-27.02.2024 wird von RindforNet_SH eine Online-Seminarreihe „Verbessere die EUTERGESUNDheit – Fahrplan zu gesunden Kühen“ veranstaltet, welche aus vier abendlichen Sitzungen besteht. RindforNet_SH ist ein Rinderforschungsnetzwerk der Universität zu Kiel. Anmeldung und Programm finden Sie hier.