Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

06.02.2026
Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten?

Hybrid-Seminar

Vom 23. bis 24. Februar 2026 findet ein Hybrid-Seminar im Tagungshaus Freudenburg (Bassum) zu dem folgenden Thema statt: Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten? Katastrophen- und Zivilschutz im ländlichen Raum

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie HIER.

03.02.2026
Zukunftstag 2026

Höfe öffnen - Zukunft sichern

Der Zukunftstag 2026 findet am 23. April statt. Auch in diesem Jahr möchten wir als Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. Schülerinnen und Schülern aus unserer Region die Möglichkeit geben, die Landwirtschaft hautnah zu erleben. Dafür sind wir auf die Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen.

Junge Menschen für die Landwirtschaft begeistern

Ein Zukunftstag auf dem eigenen Betrieb ist eine hervorragende Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen den landwirtschaftlichen Alltag realistisch und praxisnah zu zeigen. „Mitmachen und Miterleben“ stehen dabei im Mittelpunkt: Tiere versorgen, bei Hofarbeiten helfen, Einblicke in Technik und Maschinen bekommen oder bei einer Traktorfahrt dabei sein – all das hinterlässt bleibende Eindrücke und weckt Interesse an unseren Berufen.

Nachwuchs gewinnen und Einblicke ermöglichen

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, frühzeitig Interesse für die grünen Berufe zu wecken. Der Zukunftstag bietet die Chance, jungen Menschen zu zeigen, wie vielfältig, modern und verantwortungsvoll die Arbeit in der Landwirtschaft heute ist. Oft sind es genau diese ersten praktischen Erfahrungen, die spätere Ausbildungsentscheidungen beeinflussen.

Machen Sie mit!

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Betriebe aus der Region Rotenburg-Verden bereit sind, am Zukunftstag Schülerinnen und Schüler auf ihren Höfen aufzunehmen. Der Landvolk-Kreisverband übernimmt gerne die Koordination und vermittelt interessierte Familien und Kinder an die teilnehmenden Betriebe.

Rückmeldung und Kontakt: aswald@landvolk-row-ver.de

03.02.2026
Landvolk verlangt Düngerechtsänderungen

Landwirte fordern stärkere Verursachergerechtigkeit

Für die niedersächsischen Landwirte ist die Zeit zur Frühjahrsdüngung ihrer Felder und Wiesen noch nicht gekommen. Die Böden sind nahezu landesweit auch in den nächsten Tagen noch mit Schnee bedeckt und zudem gefroren. Die Pflanzen auf den Äckern und das Grünland verharren in einer Vegetationsruhe. „Unseren Landwirten ist die bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr zu ihren Kulturen wichtig, unabhängig davon, ob es über organischen oder mineralischen Dünger geschieht“, sagt Landvolkpräsident Holger Hennies. Nur durch gezielte und zeitgerechte Verwendung von organischen Düngern wie Gülle und Gärresten aus der Tierhaltung und Biogasanlagen gäbe es eine Kreislaufwirtschaft und mineralischer Dünger könne eingespart werden. Sobald der Boden wieder aufnahmefähig ist, werden die Güllefässer auf den Feldern zu sehen sein und kurzzeitig „Landluft“ verbreiten.

„Die Vorschriften des sehr detaillierten Düngerechts sind unser Rahmen, den wir dabei beachten“, verbürgt sich Hennies für seine Berufskollegen. Dazu zählten verschiedenen, kultur- und standortabhängigen Ausbringungsobergrenzen, eine betriebsbezogene Obergrenze für organische Düngemittel wie Gülle, Mist und Gärreste, sowie die der behördlichen Kontrolle dienenden Aufzeichnungs- und Meldepflichten an die Landesdüngebehörde.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, aber auch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatten aktuell geurteilt, dass bestimmte Sonderregelungen, die in behördlich ausgewiesenen Gebieten unter anderem eine noch weitergehende Reduzierung der Stickstoffdüngung unter den Bedarf der Pflanzen verlangen, wegen formaler und handwerklicher Rechtsmängel bei der Grenzziehung und Festsetzung dieser Gebiete unwirksam sind „Aus unserer Sicht sind diese „roten Gebiete“ völlig überdimensioniert und geben die heutigen Nährstoffverluste, die zu Gewässerbelastungen führen können, nicht wieder“, bezieht sich Hennies auf eine jüngere Untersuchung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Er stellt daher die Sonderregelungen und Gebietsabgrenzungen, die auch deutlich über EU-Standards hinausgehen, infrage und fordert auch mit Blick auf den notwendigen Humuserhalt und die Proteinversorgung bei der Ernährungssicherung mehr Flexibilität. „Wir verfügen über ausreichende Methoden und setzen diese auch ein, damit möglichst wenig Nährstoffverluste entstehen und die Gewässerqualität gefährden“, gibt Hennies Einblicke in die gute fachliche Praxis. Die erzielten Ergebnisse ließen sich über die alljährlichen Meldungen der Landwirte an die Düngebehörde sehr gut belegen. Das zeige auch der jährliche Nährstoffbericht des Landes. „Wir haben das größte Interesse an guter Wasserqualität für unsere Pflanzen, Tiere und uns selbst, unser Düngerecht braucht hier mehr Verursachergerechtigkeit“, betont der Landwirt.

03.02.2026
Begegnung mit Europa im Kulturgut Ehmken Hoff Dörverden

Eine Veranstaltung vom Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland

Der Kreisverband Verden der Europa-Union Deutschland lädt hiermit herzlich ein, zu einem Europa-Abend in der Gemeinde Dörverden am Mittwoch, den 25. Februar 2026 ab 19:00 Uhr in Kochs Hof auf dem Kulturgut Ehmken Hoff (In der Worth 11-15, 27313 Dörverden).

Die Begegnung mit Europa in unserem Alltag und der gemeinsame Austausch darüber, ist ein Schwerpunkt der Aktivitäten unseres Kreisverbandes Verden. Unter diesem Leitgedanken steht auch das folgende Programm unseres Europa-Abend in Dörverden:

Programm:

• Begrüßung und Grußwort des Bürgermeisters der Gemeinde Dörverden Alexander von Seggern
• Bildung und Ausbildung in Europa – meine Erfahrungen in Salamanca und Brüssel Rechtsanwalt und Notar Dr. Falk-Rembert von Eickstedt, Barme
• Erfolgreich in Europa und der Welt – Unternehmensgruppe Heckmann, Hülsen Geschäftsführer Henning Heckmann
• Schüleraustausch mit Spanien im europäischen Programm Erasmus+ Elena Pardo und Schülerinnen und Schüler der Aller-Weser-Oberschule Dörverden

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gedankenaustausch bei Fingerfood und Getränken. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung per Mail an Info@eu-kv-verden.de gebeten.

02.02.2026
WEBINAR "Batteriespeicher - was muss ich wissen?"

Digitale Infoveranstaltung

Batteriespeicher sind in aller Munde: Als interessante Einkommensalternative in der Landwirtschaft und insbesondere als wichtiger Baustein für Stromnetz und Strommarkt. Bei der Investition in die neue Technologie möchten wir Sie unterstützen!

Die Veranstaltung vom Landvolk Niedersachsen, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Landvolk Diensten findet am 12.03.2026 von 10 bis 11 Uhr online über Teams statt.

Themen:
• Netzanschluss
• Versicherung
• Wirtschaftlichkeit
• Baugenehmigung
• Haftung
• Einspeise-, Pacht- und Mietverträge

Sie möchten selber investieren oder beratend zur Seite stehen? Dann können Sie sich HIER kostenlos bis zum 10.03.2026 anmelden.

29.01.2026
Landvolk diskutiert bei Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen

Podiumsdiskussion zum Agrarstrukturgesetz

Am Freitag, 6. Februar, findet in Kirchtimke eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Agrarstrukturgesetz statt. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Rotenburg lädt ab 18.30 Uhr in Willenbrocks Gasthaus, Hauptstraße 16, ein. Der Eintritt ist frei.

Für das Landvolk Rotenburg-Verden nimmt der Vorsitzende Christian Intemann an der Diskussion teil. Er bringt die Sicht der landwirtschaftlichen Praxis in die Debatte ein und vertritt die Interessen der Betriebe vor Ort. Mit ihm auf dem Podium diskutieren Pascal Leddin, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Niedersächsischen Landtag, sowie Elisabeth Böse von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

Das Landvolk freut sich über eine rege Teilnahme vieler Berufskolleginnen und -kollegen, um der Landwirtschaft eine hörbare Stimme zu geben.

08.01.2026
Einladung zur digitalen Fachveranstaltung auf Bezirksebene

Jetzt anmelden!

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Bayerischen Landesdüngeverordnung wirft viele Fragen auf – auch für die landwirtschaftliche Praxis in Niedersachsen. Welche Auswirkungen hat die Entscheidung? Welche Rechtslage gilt für die Düngung ab 2026? Und wie geht es weiter?

Diese und weitere Fragen beantwortet Hartmut Schlepps, Experte für Umweltrecht und -politik beim Landesbauernverband Niedersachsen, in einem digitalen Fachvortrag auf Bezirksebene.

WANN: Dienstag, 27. Januar 2026

UHRZEIT: 19.30 Uhr

WO: Online über Microsoft Teams Landwirte aus dem Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden sind herzlich eingeladen, an dieser Informationsveranstaltung teilzunehmen.

Anmeldung unbedingt erforderlich Bitte melden Sie sich bis Dienstag, 27. Januar 2026, 12.00 Uhr per E-Mail an: mail@landvolk-brvzev.de

Nach der Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zur Veranstaltung.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die aktuelle Rechtslage zu informieren – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

22.12.2025
Anmeldezeitraum verlängert bis zum 15.1.2026

AgrarImpulse. Wissen wächst weiter

Das Niedersächsische Landvolk, Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., lädt am 28. Januar 2026 zum neuen Info- und Workshop-Tag „AgrarImpulse. Wissen wächst weiter“ in den Niedersachsenhof in Verden ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Landwirtinnen und Landwirte, die sich kompakt, verständlich und praxisnah über aktuelle Themen informieren möchten.

Statt langer Winterversammlungen gibt es diesmal einen kurzen, dichten und nützlichen Veranstaltungstag: Was hat das Landvolk im vergangenen Jahr konkret erreicht? Wo gibt es neue Möglichkeiten, Förderungen besser zu nutzen? Wie sichern Betriebe ihre Abläufe, wenn plötzlich jemand ausfällt? Und wie können Social-Media-Kanäle heute dabei helfen, Hof, Direktvermarktung oder Dienstleistungen sichtbarer zu machen?

Am Nachmittag stehen vier Workshops zur Wahl, die direkt an den betrieblichen Alltag anknüpfen:

  1. „Was tun, wenn der Betriebsleiter plötzlich ausfällt?“ – mit Praxiserfahrungen und rechtlichen Hinweisen

  2. „Das 1x1 der Förderanträge“ – verständlich erklärt, damit nichts liegen bleibt

  3. „Social Media für den eigenen Betrieb“ – einfache Strategien, die sofort umsetzbar sind

  4. „Wassermanagement in Zeiten knapper Ressourcen“ – Potenziale erkennen und Kosten im Blick behalten

Zwischen den Programmpunkten bleibt Zeit für Austausch, Rückfragen und Gespräche unter Kollegen – etwas, das viele landwirtschaftliche Familienbetriebe besonders schätzen. Natürlich ist auch für gutes Essen und eine angenehme Atmosphäre gesorgt.

Programm

• 10:00 Uhr – Ankunft & Begrüßung

• 10:30 Uhr – Infomodul: „Was hat das Landvolk in diesem Jahr für Euch getan?“

• 12:30 Uhr – Mittagspause

• 13:00 Uhr – Workshop-Phase (vier Module zur Auswahl)

• 14:00 Uhr – Gemeinsamer Abschluss

Anmeldung bis 15. Januar 2026 per E-Mail an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de). Bitte das gewünschte Workshop-Thema gleich mit angeben.

Mit „AgrarImpulse“ schafft der Landvolk-Kreisverband ein Format, das Landwirten gezielt Wissen an die Hand gibt, das im Betriebsalltag wirklich weiterhilft. Wer seinen Betrieb gut für die kommenden Jahre aufstellen möchte, sollte diesen Termin nicht verpassen.

19.12.2025
Angepasste Öffnungszeiten zwischen den Feiertagen

Wir haben vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar geschlossen

Liebe Mitglieder,

unsere Geschäftsstellen in Rotenburg und Verden sind in der Zeit vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar auf Grund der Feiertage geschlossen. Ab dem 5. Januar stehen wir Euch wieder wie gewohnt zur Verfügung und freuen uns darauf, Eure Anliegen zu bearbeiten.

17.12.2025
Schluss mit der Verzögerung von echtem Wolfsmanagement!

Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement fordert Beschlüsse vor Weidesaison 2026

Das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement (AAW), ein Zusammenschluss von 27 Verbänden, fordert die sofortige Einführung eines echten Wolfsmanagements in Niedersachsen und drängt damit auf eine schnelle Anpassung des Bundes- und Landesrechts an die geänderte europäische Rechtslage. Mit der seit 2025 geltenden Änderung der FFH-Richtlinie – der Wolf wurde von Anhang IV in Anhang V herabgestuft – und der offiziellen Meldung eines günstigen Erhaltungszustands der Wolfspopulation nach Brüssel sieht das Bündnis die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um in Niedersachsen ein umfassendes, wirksames Wolfsmanagement einzuführen.

„Der Wolf muss jetzt schnell und vollständig dem Bundesjagdrecht unterstellt und aus dem Bundesnaturschutzgesetz gestrichen werden“, betont Jörn Ehlers, Sprecher des AAW und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen. Er weist außerdem auf die Dringlichkeit hin, dass alle neuen Regelungen spätestens zur Weidesaison 2026 anwendbar sein müssen.

Aus Sicht der beteiligten Verbände ist klar: Eine weitere ungehinderte Ausbreitung der Wölfe in vom Menschen dicht besiedelte, durch die landwirtschaftliche Nutzung entwickelte Kulturlandschaft, sei weder notwendig für die Erhaltung einer europäischen Wolfspopulation noch vereinbar mit Weidetierhaltung, Landschaftspflege und öffentlicher Sicherheit. Im gemeinsamen Positionspapier fordert das AAW: Besonders Regionen, in denen Zäunungen nicht möglich sind – darunter zum Beispiel Deichstandorte oder die Lüneburger Heide – müssen konsequent als dauerhafte Wolfshabitate ausgeschlossen werden.

Zum geforderten aktiven Wolfsmanagement zählt nach Ansicht des Bündnisses ein unbürokratischer Abschuss von Problemwölfen und Problemrudeln. Gina Strampe, Landesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung Niedersachsen, ergänzt: „Es braucht ein Bestandsmanagement, um kurzfristig den Zuwachs zu begrenzen und das Ziel eines Akzeptanzbestandes zu erreichen.“ Hierfür müsse die Bejagung von Jungwölfen ermöglicht werden, um einen weiteren Populationsanstieg zu verhindern. Grundlage soll eine jährliche Populationsmodellierung sein, mit der die zulässige Entnahmequote auf Basis aktueller Daten festgelegt wird.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Entlastung der Tierhalter. Schäden durch Wolfsübergriffe sollen künftig vollständig ersetzt werden – inklusive Folgekosten wie durch spätere stressbedingte Aborte entgangene Einnahmen oder Schäden durch panikbedingt ausbrechende Tiere. Ein Rechtsanspruch ohne finanzielle Deckelung sei notwendig, ebenso sollen die Anforderungen an wolfsabweisende Zäune zukünftig nicht mehr weiter gesteigert werden. Auch beim Herdenschutz sieht das Bündnis dringenden Reformbedarf: Förderprogramme müssen praxisnäher gestaltet und entbürokratisiert werden.

Das Fazit des Bündnisses ist eindeutig: „Ohne ein sofortiges, rechtssicheres und wirksames Wolfsmanagement geraten Weidetierhaltung und Kulturlandschaften in Niedersachsen weiter unter Druck“, sagt Ehlers.

Die Gemeinsame Position des Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement kann HIER aufgerufen werden.

Aktuelles aus dem Landesverband

06.02.2026
Rindermarkt: Globale Rindfleischproduktion sinkt erneut
Milch und Rind

(AMI) Für die weltweite Erzeugung von Rindfleisch wird in diesem Jahr ein erneuter Rückgang prognostiziert. Mit rund 77 Mio. t dürfte die Produktion um 1 % geringer ausfallen als im Vorjahr.

Größter Produzent sind die USA, die mit den erwarteten 11,7 Mio. t hergestelltem Rindfleisch nur minimal vor Brasilien liegen. Während jedoch die Produktion in den USA nur leicht zurückgehen dürfte, wird in dem südamerikanischen Land mit einem wesentlich stärkeren Rückgang gerechnet. Dort war im Jahr 2025 ein Rekordwert bei den Schlachtungen erreicht worden. Laut dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium liegt der Grund für sinkende Herstellung darin, dass weniger Kühe geschlachtet werden dürften.

Die EU belegt im internationalen Vergleich den vierten Platz, wobei die einzelnen Mitgliedstaaten nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die erzeugte Menge an Rindfleisch dürfte bereits 2025 geringer ausfallen als im Vorjahr und auch für 2026 wird in der EU mit einem weiteren Rückgang der Rindfleischproduktion gerechnet. Im Zwanzigjahresvergleich wurde die globale Rindfleischerzeugung trotz der Rückgänge in den vergangenen Jahren dennoch deutlich ausgeweitet. Gegenüber 2006 werden im laufenden Jahr schätzungsweise 20 % mehr Rindfleisch erzeugt.

06.02.2026
Schulungen zur Milchpreisabsicherung am Di. 10.02. und am Fr 13.02. (10-15 Uhr online):
Milch und Rind

(ife-Institut) Das ife bietet im Winter Einsteiger-Schulungen im Rahmen eines vom Förderungsfonds der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt geförderten Projekts an. Innerhalb von 2 x 2 Std. wird online erklärt wie die jeweils aktuellen Milchmarktentwicklungen eingeschätzt werden. Es folgen Kurzbeiträge von Experten des ife Instituts und von StoneX mit Antworten und Diskussionen zu den Fragen „Wie kann ich eine Preissicherungsstrategie bei Milch aufsetzen?“, „Was kann ich tun bei bereits sinkenden Märkten?“, „Bei welchen Milchpreisen macht Preisabsicherung für mich überhaupt Sinn?“, „Welche Möglichkeiten bieten derzeit Molkereien an und welche Möglichkeiten gibt es für eigenständige Preisabsicherung ohne die Molkerei?“.

Anmeldungen und Fragen zu der Veranstaltung bitte per email (henrike.burchardi@ife-kiel.de) oder telefonischem Kontakt unten. Die Plätze sind begrenzt.
Die Veranstaltung kostet 100 EUR zzgl. MwSt., Milcherzeugungsbetriebe und Auszubildende erhalten einen Rabatt von 50%.

06.02.2026
Weizenkurse bleiben in enger Spanne
Pflanzen

(AMI) Die Kurse in Paris entwickeln sich fester, doch das Angebot bleibt reichlich. Schwarzmeer- und Argentinienpreise bestimmen die Exportparitäten. Der Markt wartet auf neue USDA-Signale.

An der Börse in Paris hielt sich die Aufwärtsbewegung, nachdem die Kurse vorher auf ein Fünf-Wochen-Tief gefallen waren. Der Fronttermin März 26 schloss am 05.02.2026 bei 193,50 EUR/t und damit 2,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Damit rücken die Kurse in Nähe eines Zweieinhalb-Monats-Hochs. Das unterstreicht, in welch enger Handelsspanne sich die Notierungen seit Wochen bewegen.

Stützend wirkten in dieser Woche Short-Covering im Frontmonat und ein schwächerer Euro zu Wochenbeginn, der die Exportparität leicht verbesserte. Gegenläufig belasteten eine breite Rohstoffschwäche am Montag sowie das Nachlassen der Frostsorgen in der Ukraine/Russland. Aus dem physischen Markt kamen gemischte Signale: Händlerberichte nennen weiterhin günstige FOB-Offerten aus Argentinien (11,5 %) und kompetitive Schwarzmeerpreise (Russland/Ukraine 11,5 %), die beide jeweils um die 220 $/t liegen. Westeuropäische Partien liegen je nach Stand des Wechselkurses und Terminmarktnotierung rund 8 bis 9 $/t höher. In Nordafrika bleiben damit Übersee-Herkünfte häufig tonangebend. Regional prägten Logistikhemmnisse mit gefrorenen Kanälen in Deutschland und Polen das Bild. Gleichzeitig zeigten sich Abgeber zurückhaltend, was die Prämien stützt und die Frontmonate stabilisiert.

06.02.2026
Brotgetreidemarkt dümpelt weiter vor sich hin
Pflanzen

(AMI) Mühlen sind gut versorgt, ruhige Nachfrage und geringe Abgabebereitschaft beschreiben die aktuelle Situation. Punktuell entsteht regionale Nachfrage durch zugefrorene Binnenflüsse.

Am ohnehin nur auf Sparflamme laufenden Brotgetreidemarkt bleibt es weiterhin ruhig. Regional kommen vereinzelt wieder Partien in den Handel, bedingt durch Umstellungen in der Logistik infolge gefrorener Binnenwasserwege. Das Tagesgeschäft wird weiterhin maßgeblich durch die Bedienung bestehender Kontrakte geprägt. Gleichzeitig spitzt sich die Logistiksituation zu, da vielerorts Wasserstraßen nicht befahren werden können und Transporte verstärkt auf LKW und Bahn verlagert werden müssen.

Auf Erzeugerebene haben die Preise insgesamt leicht zugelegt. Qualitätsweizen gewann gegenüber der Vorwoche 1,19 EUR/t und notiert am 04.02.2026 bei 174,08 EUR/t, was im Vorjahresvergleich einen Abstand von über 55 EUR/t bedeutet. Auch die Brotweizenpreise ziehen etwas an und liegen mit einem Plus von 1,41 EUR/t bei 169,52 EUR/t. Die Preise für Eliteweizen sowie für Brotroggen bewegen sich hingegen weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche.

Die Entwicklung an den Börsen zeigt am Kassamarkt und auf Großhandelsebene nur begrenzt Wirkung. Brotweizen verteuert sich franko Hamburg beim Fronttermin lediglich um 2 auf 206 EUR/t. Am Niederrhein steigt der Preis für Brotroggen um 2 auf 204 EUR/t. Franko Westfalen bleiben die Großhandelspreise für Brotweizen unverändert bei 199 EUR/t. In Ostdeutschland legen die Großhandelspreise für Brotweizen um 2 auf 190 EUR/t zu, für Qualitätsweizen ebenfalls um 2 auf 204 EUR/t.

06.02.2026
Überschaubarer Handel am Rapsmarkt
Pflanzen

(AMI) Auch wenn es in Paris zuletzt aufwärts ging, können die Erzeugerpreise für Raps das Plus nicht nachvollziehen. So bleibt die Abgabebereitschaft gering.

Der Februar-Kontrakt ging an der Pariser Börse zum Monatswechsel von Bord, der neue Fronttermin konnte sich trotz der insgesamt komfortablen Rapsbilanz befestigen. So schloss der Mai-Kontrakt zuletzt bei 485,75 EUR/t und damit 7,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Ähnlich fällt das Plus für Partien der Ernte 2026 aus.

Im Fokus bleiben dabei die handelspolitischen Entwicklungen. China sagte zu, seine Käufe ab dem 01.03.2026 wieder aufzunehmen. Kanada verfügt über üppige Rapsvorräte und hofft zum Lagerabbau auf steigende Exporte. Sollte dies jedoch nicht eintreten, beispielsweise aufgrund der Käufe preisgünstiger Sojabohnen aus Brasilien durch China, müssten kanadische Farmer mit australischem Raps um den europäischen Markt konkurrieren. Unterstützung für die Kurse boten dabei auch Lieferverzögerungen aus der Ukraine und Australien. Nach Einschätzung des Marktes dürfte sich das Bild hier im Februar jedoch ändern.

Im Einklang mit den Pariser Rapsnotierungen geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. So sind franko Hamburg zur Lieferung ab Februar zuletzt 478 EUR/t im Gespräch und damit 3 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Ein anderes Bild zeigt sich franko Niederrhein, Auslöser dafür ist allerdings das Auslaufen des Februar-Kontrakts. So sind hier mit 492 rund 4 EUR/t weniger möglich als noch in der Vorwoche. Dabei bleiben die Umsätze auch weiterhin überschaubar. Importware wird vereinzelt diskutiert, zu Abschlüssen kommt es jedoch nur selten. So fußen die Mengenbewegungen überwiegend auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Auch die Ernte 2026 spielt bislang nur eine untergeordnete Rolle. So bleibt der Anteil bereits vertraglich gebundener Partien gering. Im Mittel sind dabei auf Großhandelsebene bis zu 465 EUR/t möglich.

Ein anderes Bild zeigt sich indes auf Erzeugerebene, denn hier geht es den festeren Terminmarktnotierungen zum Trotz auf Wochensicht abwärts. Im Mittel sind für Partien der Ernte 2025 rund 457,20 EUR/t im Gespräch, in der Vorwoche erhielten Erzeuger noch 458,00 EUR/t. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 435-480 EUR/t. Der heimische Rapsmarkt bleibt vorerst ohne neue Impulse. Vereinzelt wird aus Platz- oder Liquiditätsgründen verkauft, andernfalls wird die weitere Preisentwicklung abgewartet. Auch die Vorkontraktbereitschaft für Partien der Ernte 2026 bleibt unverändert gering. Mit 432,30 (402-465) EUR/t werden aktuell rund 1,00 EUR/t weniger aufgerufen.

06.02.2026
Endgültig noch größere Kartoffelernte
Pflanzen

(AMI) Mit fast 13,9 Mio. t war die Kartoffelernte 2025 so groß, wie seit der Wiedervereinigung Deutschlands nicht mehr. Enorme Überschüsse sind einer viel zu kräftigen Anbauausweitung geschuldet. Dabei waren die Erträge 2025 zwar gut, aber nicht herausragend.

Die Ernte von Kartoffeln im Jahr 2025 ist noch größer als zunächst gedacht, wie jüngst das von Destatis veröffentlichte endgültige Ergebnis zeigt. Demnach waren vor allem die Erträge noch einmal fast 4 % höher als vorläufig angenommen, was dem Ernteergebnis einen Zuwachs von fast 500.000 t bescherte. Mit 13,9 Mio. t Kartoffeln wurden über 1,1 Mio. t Kartoffeln mehr erzeugt als im Vorjahr und 2024/25 war die Ernte im Prinzip schon um einiges zu groß.

Ausschlaggebend für die enorme Kartoffelernte des vergangenen Jahres ist die starke Flächenausweitung seit 2023. Zweimal in Folge kamen über 7 % hinzu. 2025 gab es dann auch noch hohe Erträge. Die Erntemenge ist historisch einzigartig. Nur im Jahr der Wiedervereinigung, 1989 gab es mit über 15 Mio. t Kartoffeln in Gesamtdeutschland noch mehr. Der bis dahin in der DDR etablierte umfangreiche Anbau war dann in den 90er Jahren flott Geschichte.

Hierzulande wachsen bekanntermaßen die meisten Kartoffeln in Niedersachsen. 6,6 Mio. t waren es 2025. Während früher Bayern in der Rangfolge folgte, ist das seit 2020 NRW, wo für die Verarbeitung im Beneluxraum immer mehr Kartoffeln erzeugt werden. Vergangenes Jahr kamen 2,3 Mio. t zusammen. Bayern, früher mit stabil über 2 Mio. t Kartoffeln, verlor vor allem Stärke- und Speisekartoffeln. Vom Tiefstand der Fläche in 2022 hat sich das Bundesland aber schon wieder ein gutes Stück erholt und stellte 2025 immerhin schon wieder 1,8 Mio. t. Mit großem Abstand folgen dahinter Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – je 0,7 Mio. t – mit allerdings sehr unterschiedlicher Anbauausrichtung: Einmal sind es Speisekartoffeln aber auch Veredelungskartoffeln, im Norden dagegen Pflanz- und Stärke-/Flockenkartoffeln. Auch wenn 0,3 und 0,2 Mio. t in der Pfalz oder in Baden-Württemberg wenig erscheinen, für den Frühkartoffelmarkt im Juni und Juli hat vor allem erstgenanntes Bundesland eine herausragende Rolle.

06.02.2026
Wechselkurs als Hebel für Weizen, Gerste und Mais
Pflanzen

(AMI) Wechselkursbewegungen werden zuerst am Terminmarkt sichtbar, bevor sie über Prämien/Basis in den physischen Handel durchschlagen. Weizen und Gerste reagieren exportseitig, Mais importseitig – der Euro ist damit ein direkter Treiber der Marktstimmung.

Der Wechselkurs bleibt ein zentraler Hebel im Getreidemarkt. Viele internationale Leitimpulse entstehen in US-Dollar, insbesondere an der Börse in Chicago. Wenn sich der Wechselkurs bewegt, ändert sich sofort, wie stark diese USD-Notierungen in Euro wirken. Am Terminmarkt wird das meist zuerst sichtbar: Händler passen Spreads, Absicherungen und Positionen an, bis sich ein Kursabgleich zwischen Matif in Paris und den USD-Märkten einstellt. Der Kassamarkt folgt typischerweise zeitversetzt – über Prämien/Basis und über die Kalkulation von Importeuren, Exporteuren und der Verarbeitungsindustrie.

Weizen: Wechselkurs entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit.
Für Weizen hängt die EU-Preisbildung stark an der Exportseite. Die EU-Kommission setzt im Balance Sheet 2025/26 Weizenexporte von 29,5 Mio. t an; zugleich wurden die Handelsannahmen zuletzt angepasst (Exporte -1,5 Mio. t, Importe +1,0 Mio. t). In der Praxis gilt: Ein stärkerer Euro verschlechtert die Exportkalkulation. Denn EU-Ware wirkt in Drittlandgeschäften teurer, während USD-notierte Konkurrenzangebote in Euro gerechnet attraktiver werden. Ein schwächerer Euro verbessert dagegen die Exportparitäten und kann Abschlussfenster öffnen. Entsprechend reagiert der Terminmarkt häufig früh, während sich der Effekt im physischen Markt über die Exportnachfrage und die Prämienbildung durchsetzt.

Gerste: Mehr Spielraum in der EU-Bilanz.
Auch bei Gerste bleibt der Exportkanal entscheidend. Im EU-Balance Sheet stehen Gerstenexporte von 11,0 Mio. t; die EU-Kommission hat die Exporte zuletzt um +0,9 Mio. t angehoben und die Importe um -1,0 Mio. t gesenkt. Für die Kursbildung bedeutet das: Euro-Bewegungen wirken unmittelbar auf die Wettbewerbsfähigkeit – und damit auf die Frage, ob Gerste am Weltmarkt „passt“ oder ob Käufer auf alternative Ursprünge ausweichen. Der Kassamarkt folgt über Prämien und über die Exportabgabebereitschaft, häufig zunächst in den Hafen- und Exportregionen.

Mais: Wechselkurs wirkt direkt über das Importpreisniveau.
Beim Mais ist die Logik spiegelbildlich zu Weizen und Gerste. Die EU ist strukturell importabhängig: Die EU-Kommission beziffert Maisimporte in 2025/26 auf 18,8 Mio. t, während Maisexporte nur 1,5 Mio. t erreichen. Damit wirkt der Wechselkurs vor allem über das Importpreisniveau: Ist der Euro stärker, dämpft dies tendenziell die in EUR/t abgeleiteten Importwerte. Ist der Euro schwächer, verteuert dies Beschaffung und kann das EU-Preisniveau stützen.

06.02.2026
ITW veröffentlicht Jahreszahlen
Milch und Rind

(DBV) Die Initiative Tierwohl GmbH (ITW) hat aktuelle Zahlen zur Haltungsform-Kennzeichnung veröffentlicht, die die Verteilung des Produktangebots in den fünf Haltungsstufen zeigen. Der Anteil von Milch ohne Haltungsstufe ist deutlich zurückgegangen. Die Haltungsstufe 3 dominiert. Eine flächendeckende Kennzeichnung von Molkereiprodukten ist noch nicht umgesetzt. Zu weiteren Details geht es hier.