Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

12.03.2026
Rechtssichere Entnahme von Wölfen möglich?

Neue Folge des Landvolk-Podcasts: Hohe Hürden sorgen für Frust in der Praxis

Hinweis: Die Podcast-Folge wurde aufgezeichnet, bevor der Bundestag die Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen hat. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

In der neuen Folge des Landvolk-Podcasts geht es um die rechtlichen Hürden bei der Entnahme von Wölfen – und darum, wie Landwirte und Behörden mit dem komplexen Verfahren umgehen. Zu Gast bei Moderatorin Wibke Langehenke sind der Landrat des Landkreises Uelzen, Dr. Heiko Blume, sowie Silke Foget, Syndikus-Rechtsanwältin beim Landvolk Niedersachsen. Gemeinsam sprechen sie über die rechtliche Praxis, die Situation in der Weidetierhaltung und die Unterstützung für betroffene Betriebe.

Als Landrat in der Lüneburger Heide befasst sich Dr. Blume bereits seit vielen Jahren mit der Wolfsthematik. Die Situation vor Ort beschreibt er als zunehmend belastend für viele Betriebe. Zwar hätten sich größere Schafhalter teilweise auf die Situation eingestellt und nutzten Förderprogramme für Herdenschutzmaßnahmen. Bei kleineren Betrieben sehe es jedoch anders aus: „Da ist schon Resignation und Frust vorhanden – und nach und nach hören immer mehr auf“, berichtet Blume.

Im Landkreis Uelzen wurden im vergangenen Jahr ca. 25 Rissereignisse mit mehr als 60 toten Weidetieren registriert. Trotzdem sei wegen der hohen Hürden keine neuen Anträge auf Entnahme gestellt worden. „Die Anforderungen an eine rechtssichere Abschussgenehmigung sind so hoch, dass es kaum möglich ist, diese zu erfüllen“, sagt Blume. Seine Landkreisverwaltung prüfe im Übrigen laufend von sich aus, ob eine Genehmigung erteilt werden könne.

Um bei Anträgen zu unterstützen, hat Landvolk-Juristin Silke Foget einen umfangreichen Muster-Entnahmeantrag erarbeitet. Die rund zwölf Seiten sollen den Landvolk Kreisverbänden helfen, Anträge ihrer Mitglieder rechtssicher zu begründen. „In vielen Gerichtsentscheidungen scheitert es immer wieder an denselben Punkten – vor allem daran, dass Alternativen nicht ausreichend geprüft oder begründet wurden“, erklärt Foget. Bevor ein Wolf entnommen werden darf, müsse nachgewiesen werden, dass andere Maßnahmen wie Zäune oder Herdenschutzhunde nicht ausreichen. „Es ist wirklich richtig schwer, diese Anforderungen zu erfüllen“, sagt sie. Zudem sei jede Entnahme eine Einzelfallentscheidung.

Auch das sogenannte Schnellabschussverfahren sehen beide kritisch. Die Erwartungen daran seien hoch gewesen, erfüllt worden seien sie bislang nicht. „Diese in Berlin geborene Idee war weder schnell noch hat sie irgendeine Entnahme von Problemwölfen ermöglicht“, sagt Blume. Foget ergänzt: „Man steckt unfassbar viel Zeit in diese Verfahren – und am Ende scheitern sie trotzdem.“ Gleichzeitig sei eine saubere Dokumentation von Rissereignissen entscheidend, um überhaupt eine Gefahrenprognose erstellen zu können.

Beide Gäste sehen deshalb politischen Handlungsbedarf. Blume fordert ein praktikables System auf Bundes- und Landesebene: „Wir brauchen dringend ein echtes Bestandsmanagement mit Abschussplan, das diesen Namen auch verdient.“ Foget wünscht sich aus juristischer Sicht vor allem eines: „Mehr Rechtssicherheit und einfachere Verfahren bei Problemwölfen – damit Weidetierhalter und Behörden mit weniger Aufwand zu praktischen Ergebnissen kommen können.“

HIER die aktuelle Folge hören!

09.03.2026
Wolf im Jagdrecht: Jetzt muss Niedersachsen handeln!

Ehlers sieht Erfolg in jahrelanger Arbeit des Aktionsbündnisses

Der Bundestag hat den Weg für ein aktives Wolfsmanagement in Deutschland frei gemacht. Mit der Zustimmung zur Änderung des Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetzes soll der Wolf künftig als jagdbare Tierart geführt werden. Für das Landvolk Niedersachsen ist dieser Beschluss ein wichtiger Schritt – und zugleich eine Aufforderung an die Landespolitik, nun rasch nachzuziehen. „Es ist ein wichtiges Signal, dass der Bundestag den Wolf ins Jagdrecht aufgenommen hat“, erklärt Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen und Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement (AAW). Sein Dank gelte ausdrücklich den im AAW aktiven Verbänden, die sich seit Jahren im Bündnis engagierten und das Thema mit Nachdruck vorangebracht hätten.

Für Ehlers ist der Beschluss auch das Ergebnis einer langen politischen und gesellschaftlichen Debatte. Seit Jahren weisen Weidetierhalter, Landwirte und Jäger auf die wachsenden Probleme durch die steigende Wolfszahl hin. Risse bei Schafen, Ziegen oder Kälbern bedeuten für die Tierhalter nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern auch eine enorme emotionale Belastung. Mit der Herabsetzung des Schutzstatus des Wolfs auf EU-Ebene und der Aufnahme des Themas in den Koalitionsvertrag sei nun endlich Bewegung in die Diskussion gekommen. „Der Weg für ein aktives Bestandsmanagement in Deutschland ist mit der Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz freigemacht worden“, betont Ehlers.

Nun liege der Ball jedoch bei den Bundesländern. „Es muss jetzt schnell der Niedersächsische Wolfsmanagementplan beschlossen werden“, sagt der Landvolk-Vizepräsident. Entscheidend ist aus Sicht des Landvolks ein praxisnahes Wolfsmanagement. Dazu gehört die schnelle Entnahme von Problemwölfen, die Einrichtung wolfsfreier Weideschutzgebiete sowie ein verantwortungsvolles Bestandsmanagement. „Seit Jahren fordern wir genau das“, bekräftigt Ehlers.

Für das Landvolk Niedersachsen ist klar: Mit dem Bundestagsbeschluss ist ein wichtiger Schritt getan. Jetzt muss Niedersachsen schnell handeln – damit das angekündigte aktive Wolfsmanagement zur kommenden Weidesaison auch tatsächlich Wirkung entfalten kann.

04.03.2026
Die Vortragsveranstaltung der Landsenioren 2026

Am 19.03.2026 im Waldhof in Rotenburg-Unterstedt

Die nächste Vortragsveranstaltung der Landsenioren findet statt am:

Donnerstag, den 19.03.2026 um 14.00 Uhr im Waldhof in Rotenburg-Unterstedt.
Programm:

• Christian Intemann berichtet über aktuelle Themen aus der Verbandsarbeit (u.a. Sachstand Agrarstrukturgesetz Niedersachsen)

• Marco Schouten referiert über betriebswirtschaftliche Auswertungen und Entwicklungen in der Landwirtschaft

• Inga Lohmann informiert über den ambulanten Hospizdienst im Landkreis Rotenburg/Wümme

• Gerhard Eimer gibt einen Ausblick zur Sommerfahrt 2026

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 16. März 2026 bei Herrn Exner unter der Telefonnummer 04261/6303-101 oder per Mail unter exner@landvolk-row-ver.de an.

Für Kaffee/Tee, Butter- und Apfelkuchen wird ein Kostenbeitrag von 12,00 € / Person vor Ort erhoben.

04.03.2026
Veranstaltung des Moornetzwerks Elbe-Weser

Praxisnaher Austausch zur Moorbewirtschaftung sowie Förder- und Beratungsmöglichkeiten

Das Moornetzwerk Elbe-Weser lädt zu der folgenden Veranstaltung ein: Praxisnaher Austausch zur Moorbewirtschaftung sowie Förder- und Beratungsmöglichkeiten

Datum: Mittwoch, 18.03.2026
Ort: Gaststätte Hohewurth (Hersemeier), Hohewurth 37, 27612 Loxstedt
Zeit: 09:30 – ca. 15:30 Uhr

Im Rahmen dieses Vernetzungstreffens sollen die zentralen aktuellen Themen rund um die Moorpflege und -bewirtschaftung im Elbe-Weser-Raum gebündelt werden, zudem soll praxisnah informiert und der fachliche Austausch gezielt gefördert werden. Das Ziel ist es, Akteure aus Praxis, Beratung, Verwaltung sowie weiteren regionalen Institutionen zusammenzuführen, um Wissen zu teilen, Synergien zu schaffen und gemeinsame Perspektiven für die Zukunft unserer Moorlandschaften zu entwickeln.

Das Moornetzwerk Elbe-Weser freut sich darauf, mit Ihnen in einen konstruktiven Dialog zu treten und gemeinsam die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Moor-Netzwerk zu legen.

Hintergrundinformationen sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie Hier.

03.03.2026
Echt grün, echt engagiert - Werde jetzt Bienenfreundlicher Landwirt

Aus Überzeugung bienenfreundlich

Der Bienenfreundliche Landwirt (BFL) ist eine Aktion von Eure Landwirte – Echt grün e.V., die zeigt, wie landwirtschaftliche Praxis und aktiver Insektenschutz zusammengehen. Seit 2019 machen jedes Jahr mehr Betriebe mit und setzen konkrete Maßnahmen für Wildbienen, Insekten und andere wichtige Bestäuber um – auf der Hofstelle, auf Acker- und Grünlandflächen oder in Zusammenarbeit mit Imkern und Naturschutzorganisationen. Die Maßnahmen basieren auf einem klar definierten Kriterienkatalog, der 2018 gemeinsam mit dem LAVES Institut für Bienenkunde in Celle entwickelt und fachlich begleitet wurde. Die Maßnahmen werden seitdem eigenständig im Rahmen der Kampagne erfolgreich umgesetzt. Um teilzunehmen, wählen Landwirte aus verschiedenen Kategorien Maßnahmen aus und erreichen eine festgelegte Mindestpunktzahl. So bleibt der Einsatz nachvollziehbar, praxisnah und überprüfbar. Der Bienenfreundliche Landwirt steht für freiwilliges Engagement, Verantwortung und sichtbare Biodiversität – direkt dort, wo Landwirtschaft stattfindet.

Du bist noch kein Bienenfreundlicher Landwirt? Dann melde dich jetzt ganz unkompliziert HIER an.

Als Bienenfreundlicher Landwirt erhältst du von uns ein hochwertiges Blechschild im DIN-A4-Format, das perfekt an jedes Hoftor oder in deinen Hofladen passt. Es zeigt Besuchern auf einen Blick, dass hier ein Betrieb arbeitet, der Insekten- und Artenschutz bewusst und verantwortungsvoll in seine tägliche Arbeit integriert.

03.03.2026
Rote Gebiete: Juristischer Aktionismus einer Splittergruppe

Landvolk kritisiert Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe als aus der Zeit gefallen

Das Landvolk Niedersachsen zeigt sich irritiert über die Mitteilung, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) per gerichtlicher Eilentscheidung versucht, das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium zu zwingen, Bußgeldbescheide an Landwirtinnen und Landwirte aufgrund der Landesdüngeverordnung durchzusetzen. Für Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies ist die Vorgehensweise der Umweltorganisation weder nachvollziehbar noch sachgerecht. „Die Deutsche Umwelthilfe beschäftigt das Verwaltungsgericht in Oldenburg völlig sinnlos mit einer Klage, die bereits vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg und dem Bundesverwaltungsgericht abschließend behandelt wurde“, kritisiert Hennies.

Ziel der DUH sei offenbar, besonders die Tierhalter in der Region Weser-Ems unter Druck zu setzen – und das trotz der klaren Entscheidungen der Gerichte über die Unrechtmäßigkeit der sogenannten „roten“ Gebiete. Hennies betont: „Auch in diesen Regionen gilt bundesweit das normale Düngerecht, das Teil der guten fachlichen Praxis für die Pflanzenerzeugung und den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist.“

Aus Sicht des Landvolks wird in Niedersachsen bereits ein vorbildliches Dünge- und Pflanzenbaumanagement umgesetzt. Der jährliche Nährstoffbericht der Düngebehörde zeigt einen stetigen Rückgang der Nährstoffüberschüsse auf den Betrieben. Das belege die Wirksamkeit des integrierten Systems aus Meldepflichten, risikoorientierten Kontrollen, gezielter Düngeberatung und der Umsetzung standortangepasster Düngestrategien. Die Betriebe verfolgen damit konsequent das Verursacherprinzip und schützen das Grundwasser effektiv. Die Belastung wird kontinuierlich durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) überwacht. Der Antritt und die Argumentation der Deutschen Umwelthilfe ist deshalb völlig aus der Zeit gefallen. „Damit untergräbt sie selbst die Legitimität (Reputation) solcher überregionalen Verbandsklagen“, so Hennies.

Hennies fordert das Bundeslandwirtschaftsministerium auf, die formalen Rechtsfehler der roten Gebiete als Chance zu nutzen, um praktikable Erleichterungen für engagierte Betriebe zu schaffen. „Wir haben Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Staudte und Bundeslandwirtschaftsminister Rainer bereits Vorschläge übermittelt und erwarten zeitnah weiterführende Gespräche“, erklärt Hennies.

Das Landvolk unterstreicht damit sein Ziel, konstruktive Lösungen zu entwickeln, statt die Gerichte unnötig zu beschäftigen. „Pauschale Klagen bringen den Gewässerschutz nicht voran. Wir setzen auf praxisgerechte und individuelle Regelungen, die Effizienz, Ressourcenschutz und Bodenfruchtbarkeit verbinden“, sagt Hennies abschließend.

02.03.2026
Digitale Infoveranstaltung zur GAP 2026

Wichtige Neuerungen und Hinweise zum Antragsjahr 2026

Wir laden unsere Mitglieder herzlich zu einer digitalen Informationsveranstaltung zur GAP 2026 ein. Eike Christian Grupe vom Landvolk Niedersachsen informiert über die aktuellen Änderungen, wichtige Hinweise für das Antragsjahr 2026 sowie den Umgang mit FANi.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 16.03.2026, um 19:30 Uhr online über Microsoft Teams statt.

Bitte melden Sie sich bis zum 16.03.2026 um 12:00 Uhr per E-Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de an. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung.

19.02.2026
Hofnachfolger schlagen Alarm

Berufliche Zukunft ist Thema beim Junglandwirtetag am 27. Februar in Bad Bevensen

„Wenn sich die politischen Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe nicht grundlegend verbessern, steht die Hofnachfolge in vielen Regionen vor dem Aus“, darauf macht Max Klockemann, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen, aufmerksam. Blieben verlässliche Perspektiven aus, werde es bald keine Hofnachfolger mehr geben. Seit Jahren weist der Berufsnachwuchs auf diese Problematik hin. „Inzwischen ist die Übernahme vieler Betriebe ungewiss“, betont der Ackerbauer aus dem Weserbergland. Vor diesem Hintergrund ruft er junge Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Niedersachsen dazu auf, am 27. Februar am Junglandwirtetag in Bad Bevensen teilzunehmen. Dort wollen die Junglandwirte ihren Anliegen und Forderungen öffentlich Gehör verschaffen.

Die Junglandwirte Niedersachsen haben gemeinsam mit dem Arbeitskreis junger Landwirte Uelzen ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Zu den Vortragenden zählt Stefanie Sabet aus Berlin, die neue Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes. Sie wird darlegen, wie sich der Verband auf Bundesebene für künftige Hofnachfolger einsetzt und welche Maßnahmen die Europäische Union ab 2028 im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für junge Landwirtinnen und Landwirte plant. Zudem möchten die Junglandwirte von ihr erfahren, welche Handlungsmöglichkeiten sie selbst haben, um ihre berufliche Zukunft aktiv mitzugestalten.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Rede des Europaabgeordneten David McAllister aus Bad Bederkesa. Der ehemalige Ministerpräsident Niedersachsens wird die Auswirkungen der aktuellen globalen sicherheitspolitischen Entwicklungen auf Deutschland und Europa beleuchten. Dabei geht es auch um die Frage, welchen Beitrag junge Menschen zum Schutz der Demokratie leisten können – ein Anliegen, das den Junglandwirten mit Blick auf den Erhalt eines selbstbestimmten Lebens in Freiheit besonders wichtig ist.

Mit einem praxisnahen Thema ergänzt Professor Dr. Heiko Tapken von der Hochschule Osnabrück das Programm. In seinem Vortrag zu Künstlicher Intelligenz und Robotik in der Landtechnik wird er aufzeigen, welche Entwicklungen bereits Realität und welche Fiktion sind. Der Junglandwirtetag beginnt um 9.30 Uhr und endet gegen 13.30 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss, der im Eintritt von 10 Euro inbegriffen ist. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen sind HIER abrufbar.

16.02.2026
Inklusion, die anpackt

BBS Rotenburg startet wieder ReZA-Seminar

Auf dem Hof von Christoph Schröder in Rotenburg herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Zwischen Stall und Maschinenhalle wird geprüft, erklärt, beobachtet. Doch es ist keine echte Abschlussprüfung, sondern eine realitätsnahe Simulation. 22 Teilnehmende des neuen ReZA-Seminars der BBS Rotenburg proben hier den Ernstfall. Mit dabei: zehn angehende Werkerinnen und Werker der Landwirtschaft. Was auf den ersten Blick wie eine Übung wirkt, ist in Wahrheit ein starkes Signal für gelebte Inklusion.

Denn in diesem Jahr bietet die BBS Rotenburg erstmals seit 2013 wieder das Seminar zum Erwerb der Rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikation (ReZA) an. 15 der Teilnehmenden stammen aus der Zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft, weitere Interessierte nehmen extern teil. Das Ziel: Ausbilderinnen und Ausbilder fit machen für die Ausbildung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf.

Fachkräfte gewinnen – Potenziale erkennen

„Wir suchen in der Branche händeringend zuverlässige Arbeitskräfte“, betont Anke Husmann-Klaffke, Lehrerin im Agrarbereich an der BBS Rotenburg und Organisatorin des Seminars. „Die Gewinnung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf bietet dabei großes Potenzial.“

Tatsächlich eröffnet die Ausbildung zur Werkerin oder zum Werker in der Landwirtschaft vielen jungen Menschen mit Förderbedarf eine echte berufliche Perspektive. Ein Großteil der Ausbildung kann über die Agentur für Arbeit gefördert werden, vorausgesetzt, der individuelle Förderbedarf wird im Vorfeld festgestellt und genehmigt.

„Wir bilden für den ersten Arbeitsmarkt aus“, so Husmann-Klaffke. „Und aus Erfahrung kann ich sagen: Die Werkerinnen und Werker mit Förderbedarf, die ich in meinen Klassen hatte, stehen heute erfolgreich und ohne staatliche Subventionen im Berufsleben. Das ist ein großer Erfolg für jeden Einzelnen und für unsere Gesellschaft.“

Mehr als nur Fachwissen

Damit Ausbildung in diesem sensiblen Bereich gelingt, braucht es mehr als landwirtschaftliche Kompetenz. Genau hier setzt die ReZA-Qualifizierung an. In 80 Unterrichtsstunden, verteilt auf 10 Seminartage, erwerben die Teilnehmenden pädagogische, psychologische und rechtliche Grundlagen für die inklusive Ausbildung.

Auf dem Lehrplan stehen unter anderem:
• didaktische Konzepte für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
• medizinische und diagnostische Grundlagen
• rechtliche Rahmenbedingungen wie BBiG und SGB
• Kenntnisse über das System der beruflichen Rehabilitation
• Methoden zur individuellen Förderung

Besonders wertvoll: die Praxisnähe. Die Prüfungssimulation auf dem Hof ist nur ein Beispiel. Durch solche realitätsnahen Übungen lernen die angehenden Ausbilderinnen und Ausbilder, wie sie Prüfungen strukturieren, individuell begleiten und fair gestalten können. Gleichzeitig profitieren die teilnehmenden Auszubildenden: Sie erleben eine Prüfungssituation unter geschützten Bedingungen, eine klassische Win-Win-Situation. Auch für Tjorben Münkel, Auszubildender als Werker in der Landwirtschaft, war der Tag ein wichtiger Schritt: „Es war sehr hilfreich, die Prüfungssituation heute schon einmal zu üben. Jetzt kann ich viel besser einschätzen, wie die Prüfung ablaufen wird und woran ich noch arbeiten kann.“

Inklusion als Selbstverständlichkeit

„Inklusion muss heute gesamtgesellschaftlich mitgedacht werden“, sagt Husmann-Klaffke. „In der Landwirtschaft wurde sie jedoch schon immer ganz selbstverständlich gelebt.“ Menschen mit Förderbedarf seien seit jeher Teil vieler Höfe, als geschätzte Mitarbeitende mit praktischen Fähigkeiten und hoher Einsatzbereitschaft.

Gleichzeitig verschweigt sie nicht die Herausforderungen: Förderbedarfe seien so vielfältig wie die Menschen selbst, von Lernbehinderungen bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten. „Der Ausbilder muss bereit sein, individuell einzugehen. Das kann Geduld fordern und anspruchsvoll sein, für den Ausbilder wie auch für die Familie. Dafür ist nicht jeder geschaffen.“ Genau deshalb sei eine fundierte Qualifizierung so wichtig.

Positive Überraschungen und neue Perspektiven

Wie lebendig und praxisnah das Seminar ist, bestätigt auch Ole Wentzien, Fachschüler an der BBS Rotenburg. „Es ist eine wirklich tolle Möglichkeit, die ReZA-Qualifizierung kostenlos über die BBS absolvieren zu können“, sagt er.

Seine anfänglichen Erwartungen wurden deutlich übertroffen: „Ehrlich gesagt habe ich mir das Seminar eher trocken vorgestellt, aber ich wurde positiv überrascht, wie aktiv und lebendig viele Inhalte gestaltet sind.“ Besonders spannend fand er die pädagogischen Aspekte sowie die Referenten, etwa von der Agentur für Arbeit, die neue Perspektiven einbrachten. Selbst moderne Technik kam zum Einsatz: Die SVLFG beeindruckte mit einer VR-Brille.

Für Wentzien ist das Seminar mehr als nur eine Zusatzqualifikation: „Eine super Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln. Im Laufe der zweijährigen Fachschule machen wir auch den Ausbilderschein. Das hier war ein motivierender erster Berührungspunkt, der mir gezeigt hat, wie viel Spaß es machen kann, junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf zu begleiten.“

Ein Angebot mit Zukunft

Der Bedarf ist groß: Die BBS Rotenburg führt bereits eine eigene Berufsschulklasse für Werkerinnen und Werker in der Landwirtschaft. Gleichzeitig übersteigt die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen zunehmend die Zahl der qualifizierten Ausbilderinnen und Ausbilder.

Deshalb bietet die Schule das ReZA-Seminar für Fachschülerinnen und Fachschüler kostenlos an und öffnet es darüber hinaus auch für Externe zu einem moderaten Preis. Die Entscheidung ist klar: „Ja, das Seminar soll nun regelmäßig stattfinden, immer parallel zur zweijährigen Fachschulausbildung“, kündigt Husmann-Klaffke an.

Was auf dem Hof in Rotenburg geprobt wird, ist also weit mehr als eine Prüfungssimulation. Es ist ein Modell für eine Landwirtschaft, die Verantwortung übernimmt, Potenziale erkennt und Menschen eine echte Chance gibt. Eine Landwirtschaft, die zeigt: Inklusion ist keine Zusatzaufgabe, sondern eine Stärke.

06.02.2026
Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten?

Hybrid-Seminar

Vom 23. bis 24. Februar 2026 findet ein Hybrid-Seminar im Tagungshaus Freudenburg (Bassum) zu dem folgenden Thema statt: Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten? Katastrophen- und Zivilschutz im ländlichen Raum

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie HIER.

Aktuelles aus dem Landesverband

13.03.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In KW 9 lag die Milchanlieferung 1,1 % über der Vorwoche und 6,2 % über dem Vorjahr. Absatz abgepackter Butter bleibt sehr gut und dürfte durch das Ostergeschäft weiter steigen. Die Molkerei- und Kemptener Preise wurden angehoben, und im Handel stiegen die Verbraucherpreise für 250-g-Päckcken um etwa 20 Cent. Blockbutterpreise sind weiter gestiegen, aber das Kaufinteresse hat etwas nachgelassen. Preisanstieg stabilisiert sich, während Industrierahm weiter teurer wird. Notierung in Deutschland wurde am 11.03.2026 angehoben. Nachfrage nach Schnittkäse sehr hoch, die Hersteller sind ausverkauft und die Lager knapp. Dadurch steigen die Preise weiter.

Markt für MMP bleibt fest, die Exportnachfrage hoch und die Preise stabil auf erhöhtem Niveau. Nachfrage nach VMP hat sich ggü. der lebhaften Vorwoche beruhigt, und es werden weniger neue Abschlüsse gemeldet. Die zuvor gestiegenen Preise konnten sich jedoch etablieren. Preise für MP bleiben fest; Lebensmittelware weiterhin gut gefragt und höhere Preise lassen sich durchsetzen. Futtermittelware verkauft sich stabil auf erhöhtem Niveau.

13.03.2026
Geopolitische Spannungen bewegen Weizenkurse
Pflanzen

(AMI) Der Krieg am Persischen Golf sorgt für Bewegung an den Börsen, die Nachfrage großer Importeure bleibt dennoch verhalten.

Am 10.03.2026 lief der alte Fronttermin für Weizen an der Pariser Börse bei 191,75 EUR/t aus und verzeichnete damit auf Wochensicht nochmals ein Minus von 5,50 EUR/t. Der neue Fronttermin Mai 2026 schloss hingegen am 12.03.26 bei 209,25 EUR/t und lag damit 7,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Der Kontrakt der neuen Ernte notierte zuletzt bei 215,25 EUR/t und verbuchte damit ein Wochenplus von 7,00 EUR/t.

Im Mittelpunkt der vergangenen Handelstage standen vor allem die Entwicklungen im Nahen Osten. Nahezu jede neue Meldung wirkte sich unmittelbar auf die Kurse aus, sodass Schwankungen von -4,50 bis +3,50 EUR/t zur Tagesordnung gehörten. Einerseits sorgte die Ankündigung des US-Präsidenten, der Konflikt gegen den Iran könne bald beendet sein, für Druck auf die Notierungen. Andererseits bleibt die Unsicherheit über den weiteren Verlauf hoch; viele Importeure nehmen daher weiterhin eine abwartende Haltung ein. Angesichts der ohnehin komfortablen Versorgungslage am Getreidemarkt besteht aktuell zudem wenig Zeitdruck für Käufe. Zwar wurde aus Ägypten, Tunesien und Algerien Kaufinteresse signalisiert, Marktteilnehmer werten dies jedoch eher als Preisabfragen denn als konkrete Nachfrage.

Der jüngste Bericht des USDA zu Angebot und Nachfrage blieb unterdessen ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Kurse. Das US-Landwirtschaftsministerium nahm lediglich geringfügige und wenig überraschende Anpassungen vor, die keine spürbare Marktreaktion auslösten. Im März-WASDE bleibt der Weltweizenmarkt trotz kleiner Korrekturen weiterhin gut versorgt.

Die Weichweizenexporte der EU summierten sich im laufenden Wirtschaftsjahr bis zum 08.03.2026 auf rund 16,5 Mio. t und lagen damit 9 % über dem Vorjahr. Im Wirtschaftsjahr 2023/24 waren zum gleichen Zeitpunkt jedoch bereits 22,5 Mio. t ausgeführt worden. Größter Abnehmer von EU-Weizen ist bislang Marokko mit einem Importvolumen von gut 2,6 (Vorjahr: 1,8) Mio. t. Dahinter folgen Ägypten mit 1,5 (0,9) Mio. t und Saudi-Arabien mit 1,1 (0,8) Mio. t.

Auf Exportseite bleibt Rumänien mit 5,4 (4,1) Mio. t das wichtigste EU-Versandland, gefolgt von Frankreich mit 4,6 (1,5) Mio. t. Deutschland rangiert nach Polen und Litauen auf Platz fünf und platzierte bislang rund 1,3 (1,6) Mio. t am Weltmarkt.

13.03.2026
Unsichere Lage bremst Handel mit Brotgetreide
Pflanzen

(AMI) Die Preise für Brotgetreide konnten zuletzt etwas zulegen, größere Ausschläge bleiben jedoch aus. Geopolitische Spannungen bleiben ein wichtiger Einflussfaktor, ansonsten ist der heimische Markt von Zurückhaltung sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite geprägt.

Der deutsche Markt für Brotgetreide steht derzeit unter dem Eindruck der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Unsicherheiten rund um den Konflikt sorgen für eine erhöhte Volatilität an den internationalen Terminbörsen und wirken sich damit auch auf den heimischen Kassamarkt aus. In vielen Regionen konnten die Erzeugerpreise zuletzt leicht zulegen, wobei die Preisbewegungen insgesamt moderat bleiben und teilweise bereits wieder Gegenbewegungen eingesetzt haben.

So verzeichnete Brotweizen am heimischen Markt das größte Wochenplus. Hier werden im Bundesdurchschnitt aktuell rund 176,14 (166-185) EUR/t frei Erfasserlager verlangt, 3,41 EUR/t mehr als in der Vorwoche. In Niedersachsen wurden ab Hof im Schnitt 179,5 EUR/t geboten, wobei die Spannweite von 173 bis 186 EUR/t reichte.
Brotroggen verteuert sich im Bundesschnitt binnen einer Woche um 2,68 auf 152,22 (137-161) EUR/t. Mit Niedersächsische Ware konnten ab Hof im Schnitt 161,5 (152-177,5) EUR/t erzielt werden.
Deutscher Qualitätsweizen verbucht ein Plus von 2,42 auf durchschnittlich 179,64 (172-189) EUR/t und Eliteweizen kann mit 183,96 (176-191) EUR/t immerhin um 0,38 EUR/t gegenüber der Vorwoche zulegen.

Auch ex Ernte zeigt sich eine festere Tendenz. Auch hier macht Brotweizen den größten Preissprung. Mit durchschnittlich 182,71 EUR/t werden 3,95 EUR/t mehr verlangt als in der Vorwoche. Eliteweizen verteuert sich um 3,53 auf 201,62 EUR/t und Brotroggen legt im Schnitt um 1,65 auf 153,08 EUR/t zu. Qualitätsweizen liegt mit 193,95 EUR/t gut 1 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche.

13.03.2026
Rapskurse zwischen Geopolitik und Fundamentaldaten
Pflanzen

(AMI) Die Rapskurse reagieren sensibel auf die Lage im Nahen Osten und am Rohölmarkt. Eine größere australische Ernte zeigt dabei kaum Kurswirkung. Am deutschen Markt werden höhere Preise genannt, während die Umsätze aufgrund der hohen Volatilität weiter begrenzt bleiben.

Zu Beginn der Berichtswoche ging es an der Pariser Börse kräftig bergauf. Nach kurzzeitiger Schwäche zur Wochenmitte wurde schließlich am 12.03.26 mit 515 EUR/t der höchste Schlusskurs seit April 2025 erreicht. Im Vergleich zur Woche legte der Fronttermin damit noch einmal um 12 EUR/t zu. Ähnlich fällt das Plus für Partien der Ernte 2026 aus. Mit 498 EUR/t gewann der August-26-Kontrakt rund 13 EUR/t. Im Fokus bleibt dabei die Situation am Rohölmarkt und im Nahen Osten. Die Kurse reagieren sensibel auf die geopolitischen Entwicklungen. Fundamentaldaten wie die größere Ernte in Australien und die insgesamt komfortable globale Rapsbilanz schlagen dabei aktuell kaum zu Buche.

Auf Großhandelsebene werden franko Niederrhein zuletzt rund 515 EUR/t in Aussicht gestellt und damit, bei unverändertem Aufgeld, rund 2 EUR/t mehr als noch in der Vorwoche. Gleiches gilt für Partien franko Hamburg, welche sich auf Wochensicht ebenfalls um 2 EUR/t auf 507 EUR/t verteuern. Für Partien der Ernte 2026 sind bis zu 489 EUR/t möglich, ein Plus von 3 EUR/t. Dabei erschwert die Volatilität der Pariser Notierungen auch weiterhin die Preisbildung und limitiert den Handel. So bleiben die Umsätze auch weiterhin überschaubar. Die Importströme bleiben indes stetig, fußen jedoch auf bereits vertraglich gebundener Ware. Angesichts der Situation im Nahen Osten wird dabei von steigenden Frachtkosten berichtet.

Insgesamt bleibt die Handelsaktivität am Rapsmarkt angesichts der teils deutlichen Kurssprünge in Paris überschaubar. Im deutschen Mittel sind dabei für alterntige Ware rund 484,50 EUR/t möglich und damit 9,10 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 445 bis 515 EUR/t. Niedersächsischer Raps wurde ab Hof in einer Spanne von 475-505 (Ø 495) EUR/t bewertet. Preisspitzen wurden gebietsweise jedoch auch vermehrt zur Absicherung der kommenden Ernte genutzt. Dabei werden Vorkontrakte in Niedersachsen ab Hof durchschnittlich für 470,5 (450-480) EUR/t angeboten.

13.03.2026
Kartoffelmarkt bleibt fragil
Pflanzen

(AMI) Der Angebotsdruck weicht nicht vom Markt und die Preise für Speise- und Verarbeitungskartoffeln tendieren eher schwächer. Fritten-Rohstoff notiert auch nach unten.

Marktbeteiligte berichten aus nahezu allen Regionen davon, dass weiterhin umfangreichere Vorräte auf Absatz drängen als in anderen Jahren üblich. In der Regel sind dabei alle Verwertungsrichtungen betroffen. Neben einem ersten zaghaften aber recht frühen Angebot von Importen aus Ägypten gibt es zudem Speisekartoffeln aus dem französischen Lager, die stärker in die Regale drängen, wenn auch hier und da etwas später als sonst.

Die Nachfrage hat sich nicht verändert. Es herrscht bei Speisekartoffeln für jeden Vermarkter das übliche Auf und Ab, je nachdem ob der Kunde Aktionen fährt, oder nicht. Tendenziell sind die Verkaufszahlen aber etwas besser als im Vorjahr, so der allgemeine Eindruck. Bei Kartoffeln für die Verarbeitung reichen nach wie vor die Vertragsmengen, um den Bedarf der Verarbeiter zu decken. Vertragsfreie Ladungen gehen schon mal in den Export, allerdings eher nach Süd- oder Osteuropa als nach Westeuropa, wo sie eigentlich im überwiegenden Umfang hinsollten. Das Exportgeschäft ist ruhig und beständig vom Wettbewerb mit Anbietern aus benachbarten Ländern geprägt.

Auch wenn die Preise für Speise- und Verarbeitungskartoffeln niedrig sind, bleiben sie fragil. Immer wieder wird betont, dass es Verkäufe unterhalb der Notierungen gibt. Bei Frittenkartoffeln nahm nun die Reka infolgedessen auch die Preise für Fontane und Co. etwas zurück. Nur Innovator, die lokal mit Qualitätsproblemen aus dem Lager kommt, wird etwas gesucht und erzielt einen immer deutlicheren Aufpreis zum Basissortiment.

13.03.2026
Themenseite und FAQ zur Newcastle-Krankheit
Geflügel

Nach dem erstmaligen Ausbruch der Newcastle-Krankheit (ND) in Deutschland nach 30 Jahren Ende Februar, hat das Friedrich-Loeffler Institut nun eine Themenseite für diese Tierseuche erstellt und auch das FAQ wurde aktualisiert.

Seitdem wurden im TierSeuchenInformationsSystem  insgesamt 24 ND-Ausbrüche gemeldet – 11 Fälle in Bayern und 13 Fälle in Brandenburg. In Brandenburg war zuletzt im Landkreis Spree-Neiße ein Betrieb betroffen, der drei Stalleinheiten mit jeweils rund 90.000 Legehennen umfasste. Zudem wurde ein Masthähnchen-Elternbetrieb mit etwa 84.000 Tieren im Landkreis Dahme-Spreewald gemeldet. Die bestehenden Schutzmaßnahmen wurden ausgeweitet und umfassen neben einer strikten Stallpflicht in den Schutz- und Überwachungszonen, ein Verbringungsverbot für gehaltene Vögel sowie für Fleisch, Eier und Bruteier sowie ein Verbot von Geflügelmärkten, -ausstellungen und Tierschauen.

13.03.2026
Aktualisierte HPAI-Risikoeinschätzung
Geflügel

(FLI) Das Friedrich-Loeffler Institut hat die aktualisierte Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza H5 (HPAI H5) veröffentlicht. Im Zeitraum vom 1. – 28. Februar 2026 wurden in Deutschland 15 Ausbrüche bei Geflügel sowie 14 Ausbrüche bei privat gehaltenen Vögeln gemeldet. Parallel dazu wurden 659 infizierte Wildvögel gemeldet. Auch in Europa bleibt die Lage angespannt: Im gleichen Zeitraum wurden 54 Ausbrüche bei Geflügel, 30 bei gehaltenen Vögeln sowie 410 Fälle bei Wildvögeln registriert. Die epidemiologische Lage wird weiterhin als angespannt eingeschätzt und die Fallzahlen bleiben auf anhaltend hohem Niveau. Das FLI bewertet das Risiko für Einträge und Weiterverbreitung des Virus in Wildvogelpopulationen und Geflügelhaltungen weiterhin als hoch. Gleiches gilt für mögliche Sekundärausbrüche zwischen Betrieben, den Lebendgeflügelhandel sowie eine unbemerkte Viruszirkulation in Wassergeflügelbeständen. Halten Sie die empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen daher konsequent ein.