Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

31.07.2025
Zuschuss Klimabilanz und Zinsbonus der Rentenbank für Landwirte
Milch und Rind

Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet seit Anfang Juli ein neues Förderprodukt an, den Zuschuss Klimabilanz. Zudem soll es in naher Zukunft den sogenannten Zinsbonus Klimabilanz geben. Beide Produkte sind unabhängig voneinander.

Zuschuss Klimabilanz bereits gestartet

Seit dem 1. Juli 2025 können landwirtschaftliche Betriebe beim Programm „Zuschuss Klimabilanz“ der Rentenbank Fördermittel beantragen. Gefördert wird die Erstellung einer einzelbetrieblichen Klimabilanz durch qualifizierte Beratung:

  • Förderquote: 90 % der Netto-Beratungskosten,
  • maximal 1.000 € pro Betrieb,
  • bis zu 5.000 Betriebe können teilnehmen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig:

Bis Mitte August können Betriebe eine Interessenbekundung im Förderportal der Rentenbank abgeben. Danach erfolgt – nach Prüfung – die Einladung zur eigentlichen Antragstellung. Wichtig: Es handelt sich nicht um ein Windhundverfahren.

Die geförderte Klimabilanz muss alle drei Emissions-Scopes (1–3) abdecken und einen konkreten Maßnahmenkatalog zur Emissionsreduktion enthalten.

Klimabilanz schafft Zinsvorteile – auch für Betriebe der Klimaplattform Milch

Landwirtinnen und Landwirte, die bei der Rentenbank ein Darlehen beantragen und dabei eine einzelbetriebliche Klimabilanz vorlegen, sollen von vergünstigten Finanzierungskonditionen profitieren.

Vorgesehen ist, dass auch die Klimabilanz der Klimaplattform Milch als Nachweis für den Zinsbonus genutzt werden kann. Damit eröffnen sich für Milcherzeugerbetriebe, die bereits bilanziert haben oder dies planen, dass die Einordnung des Betriebes so nach den Konditionen (Basis/Top/Premium) um bis zu 25 Basispunkte (0,25%) verbessert werden kann.

Mehr Infos unter: http://www.rentenbank.de/zuschussprogramme/klimabilanz/.

30.07.2025
EU-Schlachtzahl gegenüber Vorjahr gestiegen
Schwein

(AMI) Von Januar bis April 2025 wurden in der EU rund 76,1 Mio. Schweine geschlachtet, ein Plus von 1,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Spanien war mit 19 Mio. Tieren Spitzenreiter und baute seine Produktion weiter aus. Auch Deutschland, Polen und Portugal verzeichneten steigende Zahlen, während Rückgänge etwa in Frankreich und den Niederlanden ausgeglichen werden konnten. Dank höherer Schlachtgewichte stieg die erzeugte Fleischmenge um 3,2 %, stärker als die Schlachtzahlen. Damit liegt die Schweinefleischerzeugung im zweiten Jahr in Folge über dem Vorjahresniveau. Dennoch bleibt sie unter den Spitzenwerten früherer Jahre. Angesichts rückläufiger Bestände wird in den kommenden Monaten mit stabilen oder leicht sinkenden Schlachtzahlen gerechnet.

30.07.2025
Niederlande: Schweinebestand unter 10 Millionen
Schwein

(AgE) Erstmals seit 45 Jahren liegt der Schweinebestand in den Niederlanden unter 10 Millionen Tieren. Zum Stichtag 1. April 2025 wurden laut Statistikamt CBS noch 9,96 Mio. Schweine gezählt (-5,1% zu 2024). Auch die Zahl der schweinehaltenden Betriebe sank deutlich: um 7,1 % auf 1.900. Besonders betroffen waren kleine Betriebe (< 500 Schweine) sowie mittlere Höfe (2.000 bis 5.000 Tiere), hier lagen die Rückgänge bei rund 10 %. Im Zehnjahresvergleich zeigt sich der tiefgreifende Strukturwandel: Seit 2015 hat sich die Zahl der Schweinehalter fast halbiert. Von den kleinen Betrieben ist nur noch rund ein Drittel übrig. Gleichzeitig wuchs die durchschnittliche Bestandsgröße je Betrieb auf 5.000 Schweine, ein Plus von 50 % gegenüber 2015.

30.07.2025
Hessen verstärkt Schutzmaßnahmen zur Landesgrenze und gewährt ASP-Nothilfen
Schwein

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus Nordrhein-Westfalen nach Nord- und Westhessen zu verhindern, haben die Regierungspräsidien Kassel und Gießen neue Allgemeinverfügungen erlassen. Diese sichern rechtlich den Bau fester und mobiler Schutzzäune entlang ausgewählter Straßen im Grenzgebiet ab. Die Zäune sollen helfen, die Tierseuche wirksam einzudämmen. Die Regelungen gelten aufgrund der akuten Lage ab sofort. Bereits seit Wochen werden im Grenzgebiet Drohnen und Suchhunde eingesetzt, um verendete Wildschweine frühzeitig zu entdecken. Zudem wurde eine mobile Dekontaminationsstelle im Landkreis Marburg-Biedenkopf eingerichtet. Bislang blieb Nordhessen frei von ASP. Weitere Maßnahmen sind in enger Abstimmung mit dem ASP-Führungsstab und den betroffenen Landkreisen in Vorbereitung. Digitale Karten und die neuen Allgemeinverfügungen finden Sie unter: Hessen verstärkt Schutzmaßnahmen an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen | hessen.de

Des Weiteren unterstützt die Landesregierung Betriebe in den ASP-Sperrzonen II und III mit finanziellen Hilfen, um wirtschaftliche Schäden durch Quarantäneauflagen abzufedern. Informationen dazu finden Sie hier: Extremwetter-Nothilfe 2024 – Erweiterung ASP | landwirtschaft.hessen.de

30.07.2025
Einschränkung der Zulassung des Pflanzenschutzmittels Sedim 120
Pflanzen

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 30.07.2025 mitgeteilt hat, wurde die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Sedim 120 (Zul.-Nr.: 00B189-00) mit dem Wirkstoff Clethodim hinsichtlich der unten aufgeführten Anwendungen zum 24. Juli 2025 eingeschränkt. Statt der ursprünglich allgemein gehaltenen Schadorganismus-Indikation „Einjährige einkeimblättrige Unkräuter“ darf das Mittel zukünftig ausschließlich zur Bekämpfung von Hühnerhirse, Flughafer und Ausfallgetreide eingesetzt werden.

AnwendungsnummerKulturSchadorganismus ALTSchadorganismus NEU
00B189-00/00-012, 00B189-00/00-013ErdbeereEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-004KartoffelEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-010Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Einjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-006MöhreEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-008SpeisezwiebelEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-003WinterrapsEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide
00B189-00/00-001ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige UnkräuterHühnerhirse, Flug-Hafer, Ausfallgetreide

25.07.2025
Rindermarkt: Deutschland erhält mehr Rindfleisch aus dem Ausland
Milch und Rind

(AMI) – Die Importe von Rindfleisch nach Deutschland zeigen von Januar bis Mai 2025 im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum eine steigende Tendenz. Mit fast 166.000 t wurden die Einfuhren von 2024 um 7,2 % übertroffen.

Beim größten Lieferanten mit mehr als einem Viertel der Gesamtimportmenge handelte es sich um die Niederlande. Von dort gelangte rund 6,8 % mehr Rindfleisch nach Deutschland. An zweiter Stelle folgt Polen. Dort wurden die Transporte nach Deutschland um fast ein Viertel ausgebaut. Einen Großteil der Einfuhren bezieht die Bundesrepublik aus Staaten der EU, nur ein kleiner Anteil entfällt auf Drittländer. So hatten 87,3 % der Importe ihren Ursprung in Mitgliedstaaten der EU.

Durch sinkende Rinderbestände in Deutschland und eine dadurch rückläufige heimische Produktion von Rindfleisch ist der Bedarf an Einfuhren aus anderen Staaten gestiegen. Auch das für internationale Lieferanten attraktive Preisniveau in Deutschland dürfte zu einem Anstieg der Importe beigetragen haben. Da auch in den nächsten Monaten von einer knappen Versorgung mit Rindfleisch auszugehen ist, sind weiterhin größere Einfuhrmengen als im Vorjahr zu erwarten.

25.07.2025
GAP-Ökoregelungen (ÖR) auf Grünland
Milch und Rind

(DBV) Nach vorläufigen Auswertungen von Bund und Ländern zur Antragstellung (Stichtag 15.05.) zeichnet sich für das laufende Antragsjahr eine stärkere Beteiligung der Landwirte an den freiwilligen ÖR ab. Damit dürfte das in diesem Jahr geplante Budget von rd. 989 Mio. € erstmals überzeichnet sein. Die finalen Zahlen werden zum Herbst erwartet. Mit Blick auf das Dauergrünland sind besonders ÖR 5 (Regionale Kennarten) und ÖR 4 (Extensivierung) gefragt. Anreize wirken, wenn sie praxistauglich sind, in diesem Kontext sehen wir weiterhin Gestaltungspotenzial bei ÖR 1d (Altgrasstreifen).

25.07.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In Folge kühlerer Temperaturen wurde der saisonale Rückgang in der Milchanlieferung in KW28 unterbrochen. Die Menge lag 1,0 % über der Vorwoche und 1,0 % unter der aus KW28 2024. Preise für Industrierahm und Magermilchkonzentrat zuletzt wieder etwas gefestigt. Die Nachfrage nach abg. Butter ist zufriedenstellend, Blockbutter wird in der Ferienzeit verhaltener nachgefragt. Die Preisvorstellungen im Einkauf decken sich nach wie vor nicht mit denen im Verkauf, das Verhalten ist abwartend. Käsemarkt insgesamt unaufgeregt, Nachfrage aus LEH und Industrie passend zur Jahreszeit. Die Preise bewegen sich seitwärts.

Erkennbar bei Käse: Wettbewerb unter Anbietern in den südl. Urlaubsländern und in Drittländern, letzterer ist durch den starken Euro herausfordernd für Anbieter aus der EU. Pulvermärkte in allen Bereichen ruhig bei Seitwärts-Preisentwicklung. Export ruhig aufgrund verhaltener Nachfrage und weiterhin erschwert durch einen starken Dollar. Bei VMP wird die Nachfrage aus der Schokoladenindustrie nach der Sommerpause mitentscheidend sein.