Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

01.08.2025
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Am heimischen Markt konzentriert man sich weiterhin auf die Feldarbeiten. Sobald sich ein Erntefenster öffnet, wird es genutzt. Durch die regelmäßigen Niederschläge fallen vielerorts Trocknungskosten an. Die Erträge von Weizen, Triticale und Roggen dürften ersten Ergebnissen nach zu urteilen, wie schon bei der Wintergerste, etwas über der Ernte 24 liegen. Sorgen bereitet bei anhaltenden Niederschlägen eher die Qualität. Viele Schläge müssen dringend gedroschen werden und sollte der Regen in der kommenden Woche wie vorhersagt eine mehrtägige Pause einlegen, wird der Großteil der Bestände schnell abgeerntet sein. Was geerntet ist, wird derzeit oft eingelagert. Weder wird von großer Nachfrage berichtet, noch bieten die Erzeugerpreise derzeit Argumente für ein gesteigertes Angebot. Die Erzeugerpreise für B-Weizen frei Erfasser halten sich mit rund 185 EUR/t auf dem Niveau der Vorwoche. Hinzu kommt, dass die voranschreitenden Erntearbeiten auf der Nordhalbkugel kaum preistreibende Impulse bieten. Somit halten sich die Aktivitäten am Markt derzeit in Grenzen. Beim Raps bleiben die Preise auf Erzeugerstufe ebenfalls stabil und bewegen sich frei Erfasserlager um 450 EUR/t. Die Erträge fallen, wie schon bei der Gerste, je nach Bodenbeschaffenheit und Niederschlag in der Vegetationsphase sehr unterschiedlich aus. Die internationalen Vorgaben sind unterdessen volatil. Eine gesenkte Produktion in Kanada, der Ukraine und Australien bringen positive Impulse, während die Preisschwäche bei den Sojabohnen die Kurse drücken. Bei den Kartoffeln übersteigt das Angebot die Nachfrage weiterhin. Der Frühkartoffelmarkt steht weiter unter Druck und es ist kaum Entspannung in Sicht. Hinter die Ware der frühen Erntetermine rücken bereits Anschlusstermine auf, sodass eine Trendwende beim Preis weiter nicht in Sicht ist. Die Erzeugerpreise sanken somit im Vorwochenvergleich erneut. Immerhin konnten Aktionen des LEH den Preisverfall etwas abbremsen. Das Niveau liegt inzwischen allerdings deutlich unter dem Wert des Vorjahres.

01.08.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

In KW 29 ist die Milchanlieferung in Deutschland saisonal bedingt leicht zurückgegangen und lag 0,2 % hinter der Vorwoche. Im Vergleich zum Vorjahresniveau wurden jedoch 0,2 % mehr Milch angeliefert. Absatz von abgepackter Butter für die Ferienzeit gut, begünstigt durch die wechselhafte Witterung. Die Molkereiabgabepreise sind stabil, es deutet sich jedoch eine schwächere Tendenz an. Am Blockbuttermarkt trifft reges Kaufinteresse auf zurückhaltende Anbieter. Abschlüsse erfolgen teils zu niedrigeren Preisen. Die Kemptener Notierung sank am 30.07.2025 auf 6,90 bis 7,10 EUR/kg. Schnittkäsemarkt stabil mit guter Nachfrage, besonders im Einzelhandel. Exporte nach Südeuropa laufen saisonüblich, blieben teils hinter Erwartungen. Angebot und Lagerbestände sind ausgeglichen.

MMP-Markt ruhig mit leichter Belebung. Exporte verhalten, Preise stabil bis fester. VMP-Markt bleibt ruhig. Preise in Deutschland stabil, EU-weit uneinheitlich. Der Bedarf der Schokoladenindustrie bleibt unklar, trotz gesunkener Kakaopreise. MP-Markt ist stabil und ruhig, Preise konstant. Molkenkonzentrat gefragt. (AMI, ZMB)

01.08.2025
Haushaltsentwurf 2026 enttäuscht Erwartungen
Milch und Rind

DBV-Präsident Joachim Rukwied mahnt deutliche Nachbesserungen im Agrarhaushalt 2026 an. Trotz wachsendem Bundesetat spiegele sich dies im Agrarbereich (Einzelplan 10) kaum wider. Die Mittel für den Umbau der Tierhaltung seien unzureichend, der Mittelabfluss müsse beschleunigt und durch rechtliche Erleichterungen flankiert werden. Auch bei der ländlichen Entwicklung fehle es an zugesagten GAK-Mitteln. Ebenso kritisiert Rukwied die Kürzung des Bundeszuschusses zur Unfallversicherung. Der Bauernpräsident fordert vom Bundestag eine echte Investitionsoffensive für den ländlichen Raum.

01.08.2025
Rukwied: Umbau der Tierhaltung erfordert mehr
Geflügel, Schwein

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, kritisiert die Planungen der Bundesregierung für den Agrarhaushalt im Bundeshaushalt 2026 und mahnt erhebliche Nachbesserungen an: „Der deutliche Zuwachs im gesamten Bundeshaushalt 2026 findet sich im Einzelplan 10 nicht wirklich wieder. Die vorgesehenen Mittel für den Umbau der Tierhaltung steigen zwar an, bleiben aber hinter den Erwartungen und sind bei weitem nicht ausreichend, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Hier kommt es auch auf einen schnellen Mittelabfluss an. Wenn der Umbau nicht unverzüglich mit Änderungen und Erleichterungen im Bau- und Immissionsschutzrecht flankiert wird, droht weiterer Stillstand. Bei der Finanzierung und Förderabwicklung darf es keine Denkverbote geben; hier sind neue Konzepte gefragt.

In der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) sind keine zusätzlichen Mittel für die ländliche Entwicklung vorgesehen, obwohl dies im Koalitionsvertrag klar vereinbart wurde. Damit kommt die GAK als das prädestinierte Programm für den ländlichen Raum und für die ländliche Infrastruktur deutlich zu kurz. Auch die Kürzung des Bundeszuschusses in der Unfallversicherung bei steigenden Kosten wird der Situation nicht gerecht. Die Parlamentarier sind nun gefordert, die Weichen für eine echte Investitionsoffensive zu stellen.“

01.08.2025
Spanien verliert HPAI-Freiheitsstatus
Geflügel

Spanien gilt nicht länger als frei von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI). Die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) bestätigte am 18. Juli einen H5N1-Ausbruch in einem kommerziellen Truthahnbetrieb mit 7.000 Tieren in der Provinz Badajoz (Extremadura). Nach über zwei Jahren ohne Nachweis in Nutzgeflügel war das Virus zuletzt nur bei Wildvögeln aufgetreten – in fünf Fällen in Extremadura und Andalusien. Die Behörden vermuten einen Eintrag aus dem Wildtierbestand. Der Verlust des HPAI-freien Status hat Handelsfolgen: Hong Kong hat den Import von Geflügelprodukten aus der betroffenen Region ausgesetzt. Gleichzeitig profitiert Australien: Seit der offiziellen Wiedereinstufung als HPAI-frei im Juni nehmen Länder wie Argentinien, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate wieder Geflügelprodukte ab.

01.08.2025
EU-Fleischverzehr und -produktion fast unver-ändert
Geflügel, Milch und Rind, Schwein

(AMI) – Die EU-Kommission geht in ihrer neuesten Schätzung von Ende Juli 2025 davon aus, dass im laufenden Jahr eine zum Vorjahr fast unveränderte Menge an Fleisch produziert werden dürfte. So ergibt sich mit einer erwarteten Bruttoeigenproduktion von knapp 42,9 Mio. t ein minimaler Zuwachs von 0,1 %. Mit 21,2 Mio. t entfällt fast die Hälfte der in der EU erzeugten Menge auf Schweinefleisch. Obwohl die Produktion im ersten Quartal 2025 über der des Vorjahres lag, wird insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wegen der verringerten Sauenbestände mit einer rückläufigen Erzeugung gerechnet. Insgesamt wird mit einer geringen Abnahme von -0,4 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Bei Rind- und Schaffleisch dürfte die Produktion etwas deutlicher zurückgehen. Eine Steigerung der Fleischherstellung wird nur im Bereich Geflügel erwartet. Als einen Grund für diese Entwicklung nennt die EU-Kommission das attraktive Preisniveau.

Wie bei der Fleischerzeugung werden auch beim durchschnittlichen Pro-Kopf-Verzehr insgesamt nur geringfügige Änderungen erwartet. Leicht zurückgehen dürften die verzehrten Mengen bei Rind- und Schaffleisch. Bei Schweinefleisch wird hingegen nach einem Anstieg im Vorjahr mit einem stabilen Konsum gerechnet. Etwas höher als 2024 dürfte der Verzehr von Geflügel ausfallen. Erwartet wird eine Zunahme um 2,0 % auf 25,5 kg pro Kopf. Die Ursache dafür liegt in der höheren Verfügbarkeit wegen der steigenden Produktion sowie dem positiven Image von Geflügelfleisch. Auch der im Vergleich mit anderen Fleischarten günstige Preis für Geflügel dürfte eine Rolle für die Verbraucher spielen.