Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

05.10.2023
Podiumsdiskussion zum Thema Wolf

NABU Verden lädt ins Rathaus nach Langwedel ein

Veranstaltungshinweis:

Am 9.10.23 lädt der NABU Kreisverband Verden e. V. Zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Wolf ein. Die Veranstaltung findet ab 19:00 Uhr im Rathaus Langwedel statt.

Auf der Homepage des NABU heißt es dazu: „Als Moderator konnte der NABU Kreisverband Verden e.V. den ehemaligen Chefredakteur des Achimer Kreisblattes Manfred Brodt gewinnen. Um ein ausgewogenes Meinungsbild zu ermöglichen, werden Vertreter unterschiedlicher Interessensgemeinschaften eingeladen. Frank Fass vom Wolfcenter Dörverden wird seine Erkenntnisse in die Diskussion ebenso einbringen wie Helmut Habermann aus dem Raum Burgdorf bei Hannover als Vertreter des Nds. Landvolkes und der Pferdeland Niedersachsen GmbH. Außerdem werden sich der Präsident der Landesjägerschaft, Helmut Dammann-Tamke und der 1. Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen, Dr. Holger Buschmann, gegenübersitzen. Ziel der Veranstaltung ist es, möglichst viele Emotionen aus der Diskussion zu nehmen und diese durch den Sachverstand der Experten zu ersetzen. Alle Gäste werden auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.“

27.09.2023
Wolf im Fokus

Jörn Ehlers im Talk der NDR Info “Redezeit”

Dass das Thema Wolf mittlerweile in der gesamten Gesellschaft angekommen ist, zeigte die Radiosendung „Redezeit“ von NDR Info vom 26.9.23: Dort diskutierte Radiomoderatorin Susanne Stichler gemeinsam mit Ernst-Dieter Meinecke von der Landesjägerschaft Niedersachsen, Wolfsexperte Theo Grüntjens sowie Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V. Nach Aussagen der Redaktion gab es auf die Sendung eine überraschend hohe Resonanz mit vielen Mails und Anrufer*innen. Die gesamte Sendung ist HIER auch online abrufbar.

Um auf den Wolf Aufmerksam zu machen, werden am 29. September Weidetierhalter um 19 Uhr europaweit Mahnfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes und für den Schutz der Weidetierhaltung entzünden. Infos dazu gibt es HIER.

26.09.2023
4-%-Stilllegung sind für 2023/24 einzuhalten

EU-Kommission ermöglicht keine Ausnahmen

Da weder im EU-Agrarministerrat, im EP-Agrarausschuss noch auf dem EVP-Agrarkongress das Thema 4-%-Stilllegung angesprochen wurde steht fest, dass die 4 % für 2023/24 einzuhalten sind und auch keine Resthoffnung auf eine Aussetzung besteht. Nur wenn die EU-Kommission es ermöglicht hätte, hätten die Mitgliedstaaten die Ausnahme nutzen können. Hier gab es jedoch keine Initiative des zuständigen polnischen Agrarkommissars. Betroffen sind Betriebe ab 10 ha Ackerland. Die Stilllegung 2024 mit aktiver Begrünung muss unmittelbar nach Ernte der Hauptfrucht (2023) mit mindestens zwei winterharten Kulturen erfolgen.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Euch Thomas Exner gerne zur Verfügung: Tel: 04261-6303-101 / Mail: Exner@landvolk-row-ver.de

25.09.2023
Jörn Ehlers in der Radiosendung „Redezeit“ zu Gast

Wolf ist Thema im NDR Info

Jörn Ehlers, Kreisverbandsvorsitzender und Landvolkvizepräsident, ist am 26.09.2023 von 21:03 bis 22:00 Uhr im NDR Info in der Radiosendung „Redezeit“ zu Gast. Das Thema wird der Wolf sein. Die Hörer*innen können über ein Onlineformular oder über einen Anruf mitdiskutieren. Weitere Informationen gibt es HIER.

25.09.2023
Ende der ASP-Aufwandsentschädigung „fatales Signal“

Verbände und Organisationen fordern Unterstützung der Jägerschaft

Für Unruhe in den betreffenden Verbänden und Organisationen sorgt ein Schreiben des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, in dem mitgeteilt wird, dass der seit Januar entstandene und künftig entstehende Aufwand beim Jagen, Suchen und Beproben von Fallwild im Sinne der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht mehr entschädigt werden darf. Dazu zähle auch der Mehrabschuss von Schwarzwild und der Einsatz brauchbarer Jagdhunde. Grund ist die fehlende haushaltsrechtliche Ermächtigung. Für das Landvolk Niedersachsen, die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), die Landwirtschaftskammer (LWK) und den Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) stellt diese Entscheidung ein fatales Signal dar.

Der ASP-Fall in einem Hausschweinbestand im Emsland im Jahr 2022 hat gezeigt, welche katastrophalen Auswirkungen die Seuche für Schweinehalter*innen hat. „Die Jägerschaft hat damals ganz selbstverständlich mit großem Einsatz und Engagement gehandelt und bewiesen, dass sie ein wichtiger und verlässlicher Partner ist. Auch das Land betont immer wieder, dass es in Sachen ASP-Prävention ohne die Jäger nicht geht. Umso unverständlicher ist für unsere Mitglieder nun diese Entscheidung – zumal es in anderen Bundesländern auch geht“, sagt LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke.

„Oberstes Ziel der ASP-Bekämpfung ist es, in Deutschland wieder ASP-frei zu werden“, konstatiert Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies. Dazu gehöre auch die Reduzierung des Schwarzwildbestandes und ein Frühwarnsystem durch schnelles Auffinden von Fallwild und eine kontinuierliche Beprobung auf das ASP-Virus: „Wir haben keinerlei Verständnis für diese Entscheidung des Landwirtschaftsministeriums. Die Aufwandsentschädigungen müssen dringend weiterhin und auch rückwirkend zum 1. Januar 2023 gezahlt werden. ASP-Fälle in Hausschweinbeständen hätten für das Land Niedersachsen Schadenspotenzial in Milliardenhöhe – da sprechen wir von ganz anderen Dimensionen.“

Landvolk, LJN, LWK und ZJEN arbeiten seit vielen Jahren in der ASP-Sachverständigengruppe mit, die das Land Niedersachsen bereits im Jahr 2014 eingerichtet hat. „Konsens in dieser Gruppe war stets, dass die ASP-Bekämpfung in der Schwarzwildpopulation einem Marathon gleicht, und dass es daher umso wichtiger ist, das große Engagement der Jägerschaft auch durch finanzielle Anreize anzuerkennen“, betont ZJEN-Präsidentin Astrid Garben-Mogwitz. „Wir sind sehr erstaunt darüber, dass die Zahlungen künftig wegfallen sollen, obwohl Zweck und Rechtsgrundlage eines entsprechenden Erlasses aus 2018, der Ende 2022 ausgelaufen war, immer noch bestehen“, erklärt LWK-Präsident Gerhard Schwetje. Gemeinsam appellieren Landvolk, LJN, LWK und ZJEN an das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die Gewährung von Aufwandsentschädigungen für Präventionsmaßnahmen gegen ASP schnellstmöglich wieder einzuführen.

20.09.2023
Maisernte

Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr

Freudig haben die Landwirt*innen der Maisernte entgegengefiebert, nun hat sie endlich begonnen. Doch die großen Landmaschinen, die für die Ernte benötigt werden, sorgen auf den Straßen nicht immer für Freude. „Jeder von uns kennt natürlich die Situation, dass man einen wichtigen Termin hat und ausgerechnet dann fährt der 3,50 Meter breite 40-Tonner vor einem, da kommt bei dem einen oder anderen schon mal Ungeduld auf. Anstatt dann jedoch ein riskantes Überholmanöver zu starten, gilt es jetzt einmal tief durchzuatmen und die Ruhe zu bewahren, um sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr zu bringen. Denn am Ende zählt es vor allem sicher am gewünschten Ziel anzukommen! Und auch die Berufskollegen sind selbstverständlich ebenso in der Pflicht bei den Erntefahrten stets die Sicherheit im Blick zu behalten“, setzt sich der Landvolk-Kreisverbands-Vorsitzende Christian Intemann für mehr gegenseitige Akzeptanz auf den Straßen während der aktuellen Maisernte ein.

14.09.2023
Deutscher Engagementpreis

Jägerschaft Verden nominiert

Die Jägerschaft Verden ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert - einer bundesweiten Auszeichnung für freiwilliges Engagement. Er wird jedes Jahr um den Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember in Berlin verliehen und durch das Bündnis für Gemeinnützigkeit und den Bundesverband Deutscher Stiftungen vergeben.

Auch wir als Kreisverband arbeiten seit Jahren partnerschaftlich mit der Verdener Jägerschaft zusammen.

Auf der Homepage der Jägerschaft Verden könnt ihr ganz einfach online abstimmen.

14.09.2023
Zeitfaktor zählt bei Debatte um den Wolf

Entnahmen müssen schnell und unbürokratisch möglich sein – Kritik am Herdenschutz

Nachdem die Debatte um den Wolf lange nur mit festgefahrenen Positionen geführt wurde, ist nun Bewegung erkennbar. „Was jetzt an Vorschlägen auf dem Tisch liegt, ist teilweise aber nicht neu und in vielen Punkten auf das Engagement und die Hartnäckigkeit betroffener Tierhalter und anderer Akteure aus dem ländlichen Raum zurückzuführen“, bewertet Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers die aktuelle Absichtserklärung der niedersächsischen Fachminister, sich für ein regionales Bestandsmanagement und veränderte Regeln beim Herdenschutz und Schadensausgleich einzusetzen.

Auch wenn das „Hin und Her“ um Zuständigkeiten immer noch kein Ende nimmt, so sollen doch zumindest manche Handlungsgrundlagen anders bewertet werden. Dazu zählt die Frage, wann von einem „günstigen Erhaltungszustand“ des Wolfes zu sprechen ist. Das Verfahren zur Erhebung könnte vorgezogen werden, um schneller Folgemaßnahmen ergreifen zu können. Derzeit wird auf der Grundlage von Zahlen aus 2018 gearbeitet; dabei kann die Landesjägerschaft jederzeit aktuelle Zahlen liefern.

Auch das komplizierte und zeitraubende Verfahren bis zur Erlaubnis eines Wolfsabschusses soll gestrafft werden. Ehlers fordert dazu: „Hier brauchen wir den Verzicht auf eine genetische Überprüfung, und wir müssen einfach schneller handeln können.“ Der Landwirt aus dem Landkreis Verden befürwortet die Absicht der Landesregierung, sich endlich für regional differenziertes Bestandsmanagement einzusetzen. Dies entspreche einer langjährigen Forderung des Landvolks.

Gina Strampe, die beim „Dialogforum Weidetierhaltung und Wolf“ in dieser Woche für das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement dabei war, kritisiert die Idee, den Herdenschutz neu zu regeln, weil dieser nur für die Risse von Schafen, Ziegen oder Gatterwild in Form einer „Kopfprämie“ gezahlt werden soll. Nutztierhalter*innen sollen, so der Vorschlag, frei entscheiden können, welche Schutzmaßnahme finanziert werden soll, also auch weiter ein Zaun oder ein Herdenschutzhund. „Leider gilt dieser Ansatz für Großtiere wie Rinder oder Pferde nicht, hier werden die Halter benachteiligt“, sagt Strampe. Der Ausgleich der Kosten wäre wohl schlicht unbezahlbar, räumt die Niedersächsische Landesregierung selbst ein. Für die Weidetierhalterin wird damit das Versprechen „Wir müssen den Herdenschutz weiter stärken – unabhängig von möglichen Wolfsabschüssen“ nicht eingehalten.

13.09.2023
Umfrage zum Thema Wolf

Anonyme Erfassung eines Meinungsbildes der Bürger aus dem Landkreis Verden

In Niedersachsen leben mittlerweile mehr Wölfe als in Schweden und Norwegen zusammen.

Immer häufiger kommt es zu Rissen von Weidetieren, obwohl sie durch staatliche geförderte Herdenschutzzäune als ausreichend gesichert gelten.

Mit einer anonymen Onlineumfrage soll ein Meinungsbild der Bürger aus dem Landkreis Verden zum zukünftigen Umgang mit der Wolfspopulation eingeholt werden

Die Umfrage findet in der Zeit vom 15.09.-15.10.2023 HIER statt.

12.09.2023
Agrarministerkonferenz in Kiel

Bauernverband Schleswig-Holstein organisiert Demo

Vom 20.-22.09.2023 findet die Agrarministerkonferenz (AMK) in Kiel statt. Auf der Tagesordnung der AMK stehen unter anderem die Themen „Anpassung der GAP-Strategiepläne“, die zukünftige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die Zukunft der Milcherzeugung in Deutschland, der Umbau der Nutztierhaltung, praxisgerechter Immissionsschutz für mehr Tierwohl, das Thema „Vollzug des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes bundeseinheitlich ausgestalten“ und auch der Wolf wird wieder eine Rolle spielen.

Anlässlich der AMK organisiert der Bauernverband Schleswig-Holstein am 21.09.2023 eine Demo am Hauptbahnhof in Kiel. Ab 9:30 Uhr sind Landwirtinnen und Landwirte eingeladen, ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.

Aktuelles aus dem Landesverband

21.01.2026
Klares Bekenntnis zur niedersächsischen Landwirtschaft
Geflügel, Schwein

Beim 1. Niedersächsischen Agrarfrühstück zur Grünen Woche in Berlin wurde deutlich: Unsere Betriebe brauchen Verlässlichkeit, Planungssicherheit und praxistaugliche Lösungen – jetzt.
Gemeinsam diskutierten Ministerpräsident Olaf Lies, Silvia Breher (Parlamentarische Staatssekretärin im BMLEH), Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und Landvolkpräsident Holger Hennies über die Herausforderungen und Chancen für 2026.
Niedersachsen ist Agrarland Nr. 1 – und soll es bleiben.
2026 muss das Jahr des Handelns werden.

Hier mehr erfahren: https://landvolk.net/lpdartikel/fuer-eine-produktive-landwirtschaft-in-bewegten-zeiten-klares-bekenntnis-von-land-und-politik/

21.01.2026
Neujahrsempfang des DBV auf der Grünen Woche
Schwein

Beim Neujahrsempfang des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Grünen Woche 2026 betonte Präsident Joachim Rukwied die Notwendigkeit positiver Impulse für Wirtschaft und Landwirtschaft. Nach einem herausfordernden Jahr seien klare Perspektiven und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erforderlich, um wieder mehr Zuversicht in der Branche zu schaffen. Unter den Gästen waren Vertreter aus Politik, Agrar- und Ernährungswirtschaft, darunter EU-Agrarkommissar Christophe Hansen und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Rukwied verwies auf die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und hob deren Rolle für Gesellschaft und Ernährungssicherung hervor. Angesichts des generationenübergreifenden Charakters der Branche forderte er eine starke Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und eine stärkere Berücksichtigung der Ernährungssicherheit auf EU-Ebene. Zudem kündigte er an, das von den Vereinten Nationen ausgerufene internationale Jahr der „Frauen in der Landwirtschaft“ im Jahr 2026 besonders zu begleiten. Der Deutsche Bauernverband wolle das Engagement von Frauen bei Betriebsübernahmen, Neugründungen und im Ehrenamt weiter fördern.

21.01.2026
Aktuelle ASP-Lage, auf Biosicherheit achten
Schwein

(FLI) Im Berichtszeitraum Dezember 2025 wurde in Deutschland kein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinehaltungen festgestellt. Die Gesamtzahl der Ausbrüche in Hausschweinebeständen in Europa ging in diesem Monat nahezu um die Hälfte zurück. Die meisten Ausbrüche wurden aus Rumänien gemeldet (16), darunter auch ein größerer Bestand. In den übrigen betroffenen südosteuropäischen Ländern traten ausschließlich Ausbrüche in Kleinstbetrieben auf. Im Gegensatz dazu nahm die Zahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen in Europa weiter zu. Besonders hohe Fallzahlen wurden aus Polen (448), Bulgarien (404) und Litauen (223) gemeldet.

In Deutschland lag die Zahl der gemeldeten Fälle mit 46 unter der des Vormonats; davon entfielen 42 auf Nordrhein‑Westfalen und vier auf den Odenwaldkreis in Hessen. Der Osten Deutschlands blieb weiterhin ASP‑frei, und in den betroffenen Regionen zeigte sich ein rückläufiges und räumlich begrenztes Geschehen. In Italien stammten alle gemeldeten Fälle aus dem nördlichen Cluster, wobei die Fallzahlen weiter anstiegen, ohne dass sich das Geschehen auf neue Gebiete ausweitete. Auch in Spanien erhöhte sich die Zahl der Fälle auf insgesamt 27; alle traten weiterhin im Ursprungsgebiet nördlich von Barcelona auf. Den vollständigen Radar Bulletin finden sie unter: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00069523/Radar_Bulletin_Deutschland_Dezember-2025-bf.pdf

21.01.2026
Tierwohllabel weiter gefragt
Geflügel, Schwein

Eine von Forsa durchgeführte Befragung zeigt weiterhin eine hohe Bekanntheit der Initiative Tierwohl (ITW). 72 % der Befragten gaben an, die ITW zu kennen; im Vorjahr lag der Wert bei 71 %. Seit 2017 ist die Bekanntheit um insgesamt 31 % gestiegen. 85 % bewerteten das Konzept als gut oder sehr gut. 90 % der Befragten befürworteten eine verpflichtende Kennzeichnung im Lebensmitteleinzelhandel. In Bezug auf das geplante staatliche Tierhaltungskennzeichnungssystem sprachen sich 96 % für regelmäßige Stallkontrollen aus. 92 % hielten einen möglichst geringen bürokratischen Aufwand für wichtig und 84 % nannten die Gleichbehandlung deutscher und ausländischer Landwirte als relevant. Eine weitere im Januar veröffentlichte Forsa‑Umfrage im Auftrag des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels ergab, dass Verbraucher sich vorrangig an Geschmack und Preis orientieren. 39 % gaben an, auch auf Tierwohl zu achten. 40 % wünschten sich in den kommenden Jahren ein größeres Angebot an Fleisch aus tierwohlorientierter Erzeugung.

16.01.2026
Rindermarkt: Deutliche Verringerung bei den Rinderschlachtungen
Milch und Rind

(AMI) Die Zahl der in Deutschland geschlachteten Rinder ist im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Von Januar bis November wurden knapp 2,6 Mio. Tiere der Fleischerzeugung zugeführt. Das waren fast 8 % weniger als im Vorjahr.

Zwar wurde die Schlachtzahl des Vorjahres im Januar 2025 noch leicht übertroffen, in den Folgemonaten wurden jedoch deutlich weniger Rinder geschlachtet als im jeweiligen Vorjahresmonat. Lediglich im Juli, September und Oktober näherten sich die Schlachtzahlen den Vorjahreswerten, lagen aber dennoch darunter. Entsprechend ergibt sich auch bei der im Jahr 2025 hergestellten Menge an Rindfleisch eine Abnahme gegenüber 2024. Mit etwa 871.000 t erzeugtem Rindfleisch wurde der Vorjahreswert um 7 % verfehlt.

Die Entwicklung bei den verschiedenen Kategorien ist ähnlich. Überall konnte eine deutliche Abnahme der Schlachtzahlen registriert werden. Bei Kühen und Färsen lag das Minus bei 8 %. Auch Bullen, auf die rund 37 % der Schlachtungen entfielen, wurden deutlich weniger zur Schlachtung gegeben. Da sich der Rinderbestand zuletzt recht stabil entwickelte, dürften die Rückgänge der Schlachtzahlen in den kommenden Monaten etwas geringer ausfallen.

16.01.2026
Bauernverband feiert 100 Jahre Grüne Woche
Geflügel

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Grünen Woche in Berlin betont Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), die besondere Bedeutung der Messe für die Land- und Ernährungswirtschaft: Sie sei agrarpolitischer Jahresauftakt, Leistungsschau der Branche und Plattform für den Dialog mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Im Jahr 2026, das von den Vereinten Nationen zum internationalen Jahr der „Frauen in der Landwirtschaft“ erklärt wurde, stellt der DBV dieses Thema in den Mittelpunkt – auf der Grünen Woche und darüber hinaus. Politisch steht die Messe im Zeichen geopolitischer Veränderungen. „Ernährungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit und Garant für Stabilität. Wir müssen die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln sichern und dürfen uns nicht von Importen abhängig machen“, fordert Rukwied. Dafür brauche es ein Programm zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit sowie einen wirksamen Bürokratieabbau. Auch Klima- und Artenschutz bleiben zentrale Themen. „Landwirtschaft spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Überregulierung ist der falsche Weg“, so Rukwied.

Die Grüne Woche findet vom 16. bis 25. Januar 2026 in Berlin statt. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit Diskussionen über Chancen und Herausforderungen der modernen Landwirtschaft. Den Auftakt bildete am 14. Januar der Agrarpolitische Jahresauftakt mit den Fraktionsvorsitzenden aller Bundestagsparteien. Den vollständigen Stream der Veranstaltung finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=a2dBaan6sbQ

Am 19. Januar folgen die DBV-Fachforen zu Milch, MoNaKo und Wolf im Hub 27 der Messe Berlin. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten sind hier zu finden: https://www.bauernverband.de/topartikel/gruene-woche-2026

16.01.2026
Aktualisierte HPAI-Risikoeinschätzung des FLI
Geflügel

Das FLI hat eine aktualisierte Risikoeinschätzung zur hochpathogenen Aviären Influenza H5 (HPAI H5) veröffentlicht. Im Zeitraum vom 1. – 30. Dezember 2025 wurden in Deutschland 29 Ausbrüche von HPAIV H5N1 bei Geflügel und 7 bei gehaltenen Vögeln festgestellt, überwiegend in Putenhaltungen. Zudem gab es 349 Nachweise bei Wildvögeln, vor allem bei Wildgänsen. Die Meldungen bei Kranichen gingen im Vergleich zum November deutlich zurück. Europaweit wurden 138 Ausbrüche bei Geflügel, 26 bei gehaltenen Vögeln und 882 Fälle bei Wildvögeln gemeldet. Betroffen waren vor allem Wildgänse, Schwäne und Greifvögel. Nach einem starken Anstieg im Herbst erreichten die Fallzahlen im November ihren Höhepunkt. Im Dezember ist erstmals ein Rückgang erkennbar, dennoch bleibt die Lage angespannt. Aufgrund zahlreicher Virusnachweise in Wildvogelpopulationen und fortgesetzter Ausbrüche bei Geflügel ist keine nachhaltige Entspannung zu erwarten. Das Risiko für Eintrag und Verbreitung von HPAI-H5-Viren in Wildvogelpopulationen sowie Geflügelhaltungen wird weiterhin als hoch eingeschätzt. Dies gilt auch für Sekundärausbrüche, Lebendgeflügelhandel und Geflügelausstellungen. Der Schutz der Geflügelbestände hat oberste Priorität; empfohlene Biosicherheitsmaßnahmen müssen konsequent eingehalten werden. Regionale Unterschiede erfordern eine Anpassung der Maßnahmen durch die zuständigen Veterinärbehörden. Die vollständige Risikoeinschätzung finden Sie hier:

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00069469/FLI-Risikoeinschaetzung_HPAI_H5_2026-01-12.pdf