Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

11.10.2023
Sachliche Diskussion zum Thema Wolf

Circa 150 Zuschauer*innen bei Podiumsdiskussion

Am Montag fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Wolf im Rathaus in Langwedel statt. Eingeladen hatte der Nabu Kreisverband Verden e. V. Auf dem Podium zugegen waren Frank Fass vom Wolfcenter Dörverden, der Präsident der Landesjägerschaft Helmut Dammann-Tamke, der 1. Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen Dr. Holger Buschmann sowie Helmut Habermann aus dem Raum Burgdorf bei Hannover als Vertreter des Nds. Landvolkes und der Pferdeland Niedersachsen GmbH. Die Veranstaltung war mit circa 150 Leuten mehr als gut besucht und es ergab sich ein respektvoller Austausch zwischen allen Mitdiskutanten. Quintessenz des Abends war bei allen Beteiligten, dass es eine bessere und einfachere finanzielle Unterstützung bzw. Übernahme bei Herdenschutzmaßnahmen geben sollte und hier die Politik am Zug ist. Abweichungen ergaben sich bei den Themen Wolfsentnahme und wolfsfreie Zonen.

05.10.2023
Podiumsdiskussion zum Thema Wolf

NABU Verden lädt ins Rathaus nach Langwedel ein

Veranstaltungshinweis:

Am 9.10.23 lädt der NABU Kreisverband Verden e. V. Zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Wolf ein. Die Veranstaltung findet ab 19:00 Uhr im Rathaus Langwedel statt.

Auf der Homepage des NABU heißt es dazu: „Als Moderator konnte der NABU Kreisverband Verden e.V. den ehemaligen Chefredakteur des Achimer Kreisblattes Manfred Brodt gewinnen. Um ein ausgewogenes Meinungsbild zu ermöglichen, werden Vertreter unterschiedlicher Interessensgemeinschaften eingeladen. Frank Fass vom Wolfcenter Dörverden wird seine Erkenntnisse in die Diskussion ebenso einbringen wie Helmut Habermann aus dem Raum Burgdorf bei Hannover als Vertreter des Nds. Landvolkes und der Pferdeland Niedersachsen GmbH. Außerdem werden sich der Präsident der Landesjägerschaft, Helmut Dammann-Tamke und der 1. Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen, Dr. Holger Buschmann, gegenübersitzen. Ziel der Veranstaltung ist es, möglichst viele Emotionen aus der Diskussion zu nehmen und diese durch den Sachverstand der Experten zu ersetzen. Alle Gäste werden auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.“

27.09.2023
Wolf im Fokus

Jörn Ehlers im Talk der NDR Info “Redezeit”

Dass das Thema Wolf mittlerweile in der gesamten Gesellschaft angekommen ist, zeigte die Radiosendung „Redezeit“ von NDR Info vom 26.9.23: Dort diskutierte Radiomoderatorin Susanne Stichler gemeinsam mit Ernst-Dieter Meinecke von der Landesjägerschaft Niedersachsen, Wolfsexperte Theo Grüntjens sowie Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V. Nach Aussagen der Redaktion gab es auf die Sendung eine überraschend hohe Resonanz mit vielen Mails und Anrufer*innen. Die gesamte Sendung ist HIER auch online abrufbar.

Um auf den Wolf Aufmerksam zu machen, werden am 29. September Weidetierhalter um 19 Uhr europaweit Mahnfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes und für den Schutz der Weidetierhaltung entzünden. Infos dazu gibt es HIER.

26.09.2023
4-%-Stilllegung sind für 2023/24 einzuhalten

EU-Kommission ermöglicht keine Ausnahmen

Da weder im EU-Agrarministerrat, im EP-Agrarausschuss noch auf dem EVP-Agrarkongress das Thema 4-%-Stilllegung angesprochen wurde steht fest, dass die 4 % für 2023/24 einzuhalten sind und auch keine Resthoffnung auf eine Aussetzung besteht. Nur wenn die EU-Kommission es ermöglicht hätte, hätten die Mitgliedstaaten die Ausnahme nutzen können. Hier gab es jedoch keine Initiative des zuständigen polnischen Agrarkommissars. Betroffen sind Betriebe ab 10 ha Ackerland. Die Stilllegung 2024 mit aktiver Begrünung muss unmittelbar nach Ernte der Hauptfrucht (2023) mit mindestens zwei winterharten Kulturen erfolgen.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Euch Thomas Exner gerne zur Verfügung: Tel: 04261-6303-101 / Mail: Exner@landvolk-row-ver.de

25.09.2023
Jörn Ehlers in der Radiosendung „Redezeit“ zu Gast

Wolf ist Thema im NDR Info

Jörn Ehlers, Kreisverbandsvorsitzender und Landvolkvizepräsident, ist am 26.09.2023 von 21:03 bis 22:00 Uhr im NDR Info in der Radiosendung „Redezeit“ zu Gast. Das Thema wird der Wolf sein. Die Hörer*innen können über ein Onlineformular oder über einen Anruf mitdiskutieren. Weitere Informationen gibt es HIER.

25.09.2023
Ende der ASP-Aufwandsentschädigung „fatales Signal“

Verbände und Organisationen fordern Unterstützung der Jägerschaft

Für Unruhe in den betreffenden Verbänden und Organisationen sorgt ein Schreiben des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, in dem mitgeteilt wird, dass der seit Januar entstandene und künftig entstehende Aufwand beim Jagen, Suchen und Beproben von Fallwild im Sinne der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht mehr entschädigt werden darf. Dazu zähle auch der Mehrabschuss von Schwarzwild und der Einsatz brauchbarer Jagdhunde. Grund ist die fehlende haushaltsrechtliche Ermächtigung. Für das Landvolk Niedersachsen, die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), die Landwirtschaftskammer (LWK) und den Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) stellt diese Entscheidung ein fatales Signal dar.

Der ASP-Fall in einem Hausschweinbestand im Emsland im Jahr 2022 hat gezeigt, welche katastrophalen Auswirkungen die Seuche für Schweinehalter*innen hat. „Die Jägerschaft hat damals ganz selbstverständlich mit großem Einsatz und Engagement gehandelt und bewiesen, dass sie ein wichtiger und verlässlicher Partner ist. Auch das Land betont immer wieder, dass es in Sachen ASP-Prävention ohne die Jäger nicht geht. Umso unverständlicher ist für unsere Mitglieder nun diese Entscheidung – zumal es in anderen Bundesländern auch geht“, sagt LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke.

„Oberstes Ziel der ASP-Bekämpfung ist es, in Deutschland wieder ASP-frei zu werden“, konstatiert Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies. Dazu gehöre auch die Reduzierung des Schwarzwildbestandes und ein Frühwarnsystem durch schnelles Auffinden von Fallwild und eine kontinuierliche Beprobung auf das ASP-Virus: „Wir haben keinerlei Verständnis für diese Entscheidung des Landwirtschaftsministeriums. Die Aufwandsentschädigungen müssen dringend weiterhin und auch rückwirkend zum 1. Januar 2023 gezahlt werden. ASP-Fälle in Hausschweinbeständen hätten für das Land Niedersachsen Schadenspotenzial in Milliardenhöhe – da sprechen wir von ganz anderen Dimensionen.“

Landvolk, LJN, LWK und ZJEN arbeiten seit vielen Jahren in der ASP-Sachverständigengruppe mit, die das Land Niedersachsen bereits im Jahr 2014 eingerichtet hat. „Konsens in dieser Gruppe war stets, dass die ASP-Bekämpfung in der Schwarzwildpopulation einem Marathon gleicht, und dass es daher umso wichtiger ist, das große Engagement der Jägerschaft auch durch finanzielle Anreize anzuerkennen“, betont ZJEN-Präsidentin Astrid Garben-Mogwitz. „Wir sind sehr erstaunt darüber, dass die Zahlungen künftig wegfallen sollen, obwohl Zweck und Rechtsgrundlage eines entsprechenden Erlasses aus 2018, der Ende 2022 ausgelaufen war, immer noch bestehen“, erklärt LWK-Präsident Gerhard Schwetje. Gemeinsam appellieren Landvolk, LJN, LWK und ZJEN an das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die Gewährung von Aufwandsentschädigungen für Präventionsmaßnahmen gegen ASP schnellstmöglich wieder einzuführen.

20.09.2023
Maisernte

Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr

Freudig haben die Landwirt*innen der Maisernte entgegengefiebert, nun hat sie endlich begonnen. Doch die großen Landmaschinen, die für die Ernte benötigt werden, sorgen auf den Straßen nicht immer für Freude. „Jeder von uns kennt natürlich die Situation, dass man einen wichtigen Termin hat und ausgerechnet dann fährt der 3,50 Meter breite 40-Tonner vor einem, da kommt bei dem einen oder anderen schon mal Ungeduld auf. Anstatt dann jedoch ein riskantes Überholmanöver zu starten, gilt es jetzt einmal tief durchzuatmen und die Ruhe zu bewahren, um sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr zu bringen. Denn am Ende zählt es vor allem sicher am gewünschten Ziel anzukommen! Und auch die Berufskollegen sind selbstverständlich ebenso in der Pflicht bei den Erntefahrten stets die Sicherheit im Blick zu behalten“, setzt sich der Landvolk-Kreisverbands-Vorsitzende Christian Intemann für mehr gegenseitige Akzeptanz auf den Straßen während der aktuellen Maisernte ein.

14.09.2023
Deutscher Engagementpreis

Jägerschaft Verden nominiert

Die Jägerschaft Verden ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert - einer bundesweiten Auszeichnung für freiwilliges Engagement. Er wird jedes Jahr um den Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember in Berlin verliehen und durch das Bündnis für Gemeinnützigkeit und den Bundesverband Deutscher Stiftungen vergeben.

Auch wir als Kreisverband arbeiten seit Jahren partnerschaftlich mit der Verdener Jägerschaft zusammen.

Auf der Homepage der Jägerschaft Verden könnt ihr ganz einfach online abstimmen.

14.09.2023
Zeitfaktor zählt bei Debatte um den Wolf

Entnahmen müssen schnell und unbürokratisch möglich sein – Kritik am Herdenschutz

Nachdem die Debatte um den Wolf lange nur mit festgefahrenen Positionen geführt wurde, ist nun Bewegung erkennbar. „Was jetzt an Vorschlägen auf dem Tisch liegt, ist teilweise aber nicht neu und in vielen Punkten auf das Engagement und die Hartnäckigkeit betroffener Tierhalter und anderer Akteure aus dem ländlichen Raum zurückzuführen“, bewertet Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers die aktuelle Absichtserklärung der niedersächsischen Fachminister, sich für ein regionales Bestandsmanagement und veränderte Regeln beim Herdenschutz und Schadensausgleich einzusetzen.

Auch wenn das „Hin und Her“ um Zuständigkeiten immer noch kein Ende nimmt, so sollen doch zumindest manche Handlungsgrundlagen anders bewertet werden. Dazu zählt die Frage, wann von einem „günstigen Erhaltungszustand“ des Wolfes zu sprechen ist. Das Verfahren zur Erhebung könnte vorgezogen werden, um schneller Folgemaßnahmen ergreifen zu können. Derzeit wird auf der Grundlage von Zahlen aus 2018 gearbeitet; dabei kann die Landesjägerschaft jederzeit aktuelle Zahlen liefern.

Auch das komplizierte und zeitraubende Verfahren bis zur Erlaubnis eines Wolfsabschusses soll gestrafft werden. Ehlers fordert dazu: „Hier brauchen wir den Verzicht auf eine genetische Überprüfung, und wir müssen einfach schneller handeln können.“ Der Landwirt aus dem Landkreis Verden befürwortet die Absicht der Landesregierung, sich endlich für regional differenziertes Bestandsmanagement einzusetzen. Dies entspreche einer langjährigen Forderung des Landvolks.

Gina Strampe, die beim „Dialogforum Weidetierhaltung und Wolf“ in dieser Woche für das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement dabei war, kritisiert die Idee, den Herdenschutz neu zu regeln, weil dieser nur für die Risse von Schafen, Ziegen oder Gatterwild in Form einer „Kopfprämie“ gezahlt werden soll. Nutztierhalter*innen sollen, so der Vorschlag, frei entscheiden können, welche Schutzmaßnahme finanziert werden soll, also auch weiter ein Zaun oder ein Herdenschutzhund. „Leider gilt dieser Ansatz für Großtiere wie Rinder oder Pferde nicht, hier werden die Halter benachteiligt“, sagt Strampe. Der Ausgleich der Kosten wäre wohl schlicht unbezahlbar, räumt die Niedersächsische Landesregierung selbst ein. Für die Weidetierhalterin wird damit das Versprechen „Wir müssen den Herdenschutz weiter stärken – unabhängig von möglichen Wolfsabschüssen“ nicht eingehalten.

13.09.2023
Umfrage zum Thema Wolf

Anonyme Erfassung eines Meinungsbildes der Bürger aus dem Landkreis Verden

In Niedersachsen leben mittlerweile mehr Wölfe als in Schweden und Norwegen zusammen.

Immer häufiger kommt es zu Rissen von Weidetieren, obwohl sie durch staatliche geförderte Herdenschutzzäune als ausreichend gesichert gelten.

Mit einer anonymen Onlineumfrage soll ein Meinungsbild der Bürger aus dem Landkreis Verden zum zukünftigen Umgang mit der Wolfspopulation eingeholt werden

Die Umfrage findet in der Zeit vom 15.09.-15.10.2023 HIER statt.

Aktuelles aus dem Landesverband

23.01.2026
Neujahrsempfang des DBV auf der Grünen Woche
Geflügel

Beim Neujahrsempfang des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Grünen Woche 2026 betonte Präsident Joachim Rukwied die Notwendigkeit positiver Impulse für Wirtschaft und Landwirtschaft. Nach einem herausfordernden Jahr seien klare Perspektiven und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erforderlich, um wieder mehr Zuversicht in der Branche zu schaffen. Unter den Gästen waren Vertreter aus Politik, Agrar- und Ernährungswirtschaft, darunter EU-Agrarkommissar Christophe Hansen und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Rukwied verwies auf die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und hob deren Rolle für Gesellschaft und Ernährungssicherung hervor. Angesichts des generationenübergreifenden Charakters der Branche forderte er eine starke Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und eine stärkere Berücksichtigung der Ernährungssicherheit auf EU-Ebene. Zudem kündigte er an, das von den Vereinten Nationen ausgerufene internationale Jahr der „Frauen in der Landwirtschaft“ im Jahr 2026 besonders zu begleiten. Der Deutsche Bauernverband wolle das Engagement von Frauen bei Betriebsübernahmen, Neugründungen und im Ehrenamt weiter fördern.

23.01.2026
Radar Bulletin des FLI für Dezember
Geflügel

FLI) Im Berichtszeitraum Dezember 2025 wurden europaweit 128 HPAI‑Ausbrüche bei Geflügel gemeldet und damit weniger als im Vormonat (222). Am stärksten betroffen waren Frankreich, Deutschland, Italien und Polen. Insgesamt meldeten 13 europäische Länder Ausbrüche bei Geflügel. In Deutschland traten die meisten Ausbrüche in Nordrhein‑Westfalen und Niedersachsen auf, überwiegend in Putenhaltungen. Bei Wildvögeln waren vor allem Wildgänse betroffen, während die Meldungen bei Kranichen deutlich zurückgingen.
Mehrere Länder, darunter die Niederlande, Belgien und Frankreich, verzeichneten im Vergleich zum Vormonat steigende Fallzahlen. Die Herbstmigration 2025 war von einer ausgeprägten Viruszirkulation begleitet, insbesondere bei Kranichen und Wasservögeln. Inzwischen sind die Fallzahlen insgesamt rückläufig.

Seit Jahresbeginn 2026 wurden 15 HPAI-H5N1-Fälle in Geflügelbeständen gemeldet. Betroffen waren vor allem Puten- und Masthähnchenhaltungen, darunter Betriebe in Niedersachsen (insgesamt 31.200 Puten, darunter 9.700 Zuchttiere), Nordrhein-Westfalen (100.000 Masthähnchen), Mecklenburg-Vorpommern (53.000 Puten) und Hessen (19.000 Masthähnchen). Mitte der Woche wurde ein weiterer H5N1-Ausbruch in Brandenburg bestätigt: Betroffen war ein Putenmastbetrieb mit 18.000, etwa 11 Wochen alten Tieren. Gestern folgte ein neuer Fall in Niedersachsen in einem Bestand mit 12.400 erst sechs Tage alten Enten. Das Risiko für Eintrag und Verbreitung von HPAI-Viren wird weiterhin als hoch eingeschätzt. Dies gilt auch für Sekundärausbrüche, Lebendgeflügelhandel und Geflügelausstellungen. Empfohlene Biosicherheitsmaßnahmen müssen daher konsequent eingehalten werden. Regionale Unterschiede erfordern eine Anpassung der Maßnahmen durch die zuständigen Veterinärbehörden.

Den vollständigen Radar Bulletin finden sie unter: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00069523/Radar_Bulletin_Deutschland_Dezember-2025-bf.pdf

23.01.2026
Rinndermarkt: Mehr Rindfleisch aus dem Ausland
Milch und Rind

(AMI) Die Importe von Rindfleisch nach Deutschland sind von Januar bis November 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Insgesamt gelangten 9 % mehr Rindfleisch in die Bundesrepublik.

Der Großteil der Lieferungen stammte aus anderen Mitgliedstaaten der EU mit einem Anteil von 86 %. Auf Platz eins der Herkunftsländer lagen die Niederlande, von wo gut ein Viertel der Gesamtimporte stammte. Bei den meisten der wichtigsten Lieferländer für Rindfleisch ließ sich eine Steigerung der Transporte nach Deutschland feststellen. Dazu zählten auch südamerikanische Staaten wie Argentinien und Brasilien. Entsprechend wurden die Einfuhren aus Drittländern ausgebaut. Mit einem Plus von fast 18 % lagen diese deutlich über dem Vorjahr.

Die Hauptursache für die erhöhten Importe dürfte in der rückläufigen Eigenproduktion liegen. Von Januar bis November 2025 erzeugte Deutschland 7 % weniger Rindfleisch und importierte daher mehr, um die Nachfrage zu decken. Aufgrund des zuletzt fast stabilen Bestands an Rindern in Deutschland dürfte der Bedarf an Einfuhren in den kommenden Monaten zurückgehen.

23.01.2026
DBV-Fachforum Milch auf der Grünen Woche
Milch und Rind

(DBV) Das Fachforum Milch 2026 des Deutschen Bauernverbandes zeigte, wie stark die deutsche Milchwirtschaft zwischen politischen Vorgaben, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlichen Erwartungen steht. Vize- und Milchbauernpräsident Karsten Schmal betonte, dass die Branche großen Herausforderungen wie Strukturwandel, volatilen Märkten, internationalem Wettbewerb sowie Image- und Kommunikationsarbeit gegenübersteht. Er fordert von der Politik mehr Tempo beim Kurswechsel, insbesondere beim Abbau des Investitionsstaus durch bessere Förderung und verlässliche Rahmenbedingungen.

In drei Panels diskutierten Vertreter/-innen aus Politik, Wirtschaft und Medien über Agrarpolitik, Marktentwicklung sowie Kommunikation. Ein zentraler Konsens: Deutschland bleibt ein wichtiger Standort für die Milcherzeugung und die Nachfrage nach Milchprodukten ist national wie global hoch. Gleichzeitig braucht die Branche verlässliche wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, um konkurrenzfähig zu bleiben und sich betrieblich weiterzuentwickeln.

23.01.2026
DBV-Neujahrsempfang auf der Grünen Woche
Milch und Rind

(DBV) Beim Neujahrsempfang 2026 forderte DBV-Präsident J. Rukwied neue positive Impulse für die Wirtschaft und insbesondere die Landwirtschaft. Nach einem schwierigen Jahr brauche die Branche verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit. Vor Gästen aus Politik und Agrarwirtschaft betonte Rukwied die Bedeutung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, einer starken GAP sowie mehr Aufmerksamkeit für Ernährungssicherheit auf EU-Ebene. Zudem kündigte er an, das UNJahr der „Frauen in der Landwirtschaft“ aktiv zu begleiten.  

23.01.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) Die Milchanlieferung in Deutschland ist in der zweiten Januarwoche 2026 leicht gestiegen: +0,2 % gegenüber der Vorwoche und +5,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Nachfrage nach abgepackter Butter beruhigt sich, die Bestellungen sinken leicht. Die Preise bleiben stabil. Die Blockbutterpreise sind europaweit gefallen. In Kempten liegen sie nun bei 4,00-4,20€/kg, in den Niederlanden erstmals unter 4€/kg. Trotz sinkender Preise bleibt das Kaufinteresse hoch, vor allem von Händlern, während Hersteller bei langfristigen Abschlüssen vorsichtig bleiben. Der Schnittkäsemarkt ist stabil, die Nachfrage ungewöhnlich hoch, die Lager knapp. Die Preise bleiben unverändert.

Der Markt für MMP ist stabil, die Nachfrage belebt, kurzfristige Ware knapp. Preise bleiben weitgehend stabil, Futtermittelware etwas fester. Die Nachfrage nach VMP ist ruhig, die Preise variieren leicht je nach Anbieter, bleiben aber insgesamt stabil; der MP-Markt sehr stabil. Lebensmittelware ist gut nachgefragt und erzielt feste Preise, Futtermittelware gilt ebenfalls als stabil. Auch Molkenkonzentrat wird weiterhin zu festen Preisen gehandelt.  

23.01.2026
Neuer Erlass zur Enthornung von Kälbern
Milch und Rind

(Nds. MBl.; Landesvereinigung Milchwirtschaft Nds) Das Land Niedersachsen hat am 15. Januar 2026 einen neuen Erlass zur Durchführung der Enthornung beziehungsweise zur Verhinderung des Hornwachstums bei Rindern veröffentlicht. Der bisherige Erlass ist ausgelaufen und wurde durch eine aktualisierte Regelung ersetzt. Grundlage sind weiterhin die Regelungen des Tierschutzgesetzes. Neu hinzugefügt wurden die fachlichen Anforderungen an die ausführenden Personen und eine Empfehlung zur Betäubung der Tiere, die ab einem Alter von 4 Wochen enthornt werden.

Nachweis von Kenntnissen und Fähigkeiten

Nach § 6 Absatz 1 Satz 4 Nummer 1 in Verbindung mit § 5 Absatz 3 Nummer 2 des TierSchG darf der Eingriff des Enthornens oder das Verhindern des Hornwachstums bei unter sechs Wochen alten Rindern auch durch eine andere Person als eine Tierärztin oder einen Tierarzt vorgenommen werden, sofern diese Person über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt.

Bei Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Ausbildungsberuf Landwirtin oder Landwirt, sofern die Ausbildung auf einem rinderhaltenden Betrieb absolviert wurde, auf dem Kälber enthornt wurden, sowie im Ausbildungsberuf Tierwirtin oder Tierwirt, Fachrichtung Rinderhaltung, wird davon ausgegangen, dass die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten vorliegen. Personen, die nicht über eine der genannten Ausbildungen verfügen, müssen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten der zuständigen Behörde auf Verlangen nachweisen, wenn sie den Eingriff durchführen.

Empfehlung: Ab vier Wochen Enthornung unter Betäubung

Nach Artikel 17 Absatz 3 der Empfehlung für das Halten von Rindern des Europäischen Übereinkommens zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen (Europaratsempfehlungen, angenommen am 21. November 1988) sind Eingriffe, bei denen ein Tier tatsächlich oder wahrscheinlich erhebliche Schmerzen erleidet, unter lokaler oder allgemeiner Betäubung vorzunehmen. Zu diesen Eingriffen zählen unter anderem das Enthornen sowie das Entfernen oder Zerstören der Hornanlage durch einen operativen Eingriff oder durch das Ausbrennen der Hornanlage bei Tieren im Alter von mehr als vier Wochen. Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, den Eingriff des Enthornens oder des Verhinderns des Hornwachstums bei Rindern im Alter von mehr als vier Wochen unter Betäubung durchzuführen.