Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

29.09.2025
Langjährige Treue zur Landwirtschaft gewürdigt

19 Mitarbeitende von MASTERRIND und SYNETICS ausgezeichnet

Im feierlichen Rahmen der Betriebsversammlung von MASTERRIND in Verden ehrte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bereits zum vierten Mal Mitarbeitende für ihre langjährige Verbundenheit zur Landwirtschaft. Insgesamt 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MASTERRIND und SYNETICS wurden für ihre jahrzehntelange Treue zum Beruf ausgezeichnet, mit Dienstjubiläen von 10, 25, 40 und sogar 50 Jahren.

Die Ehrung wurde durch Christian Intemann, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Rotenburg-Verden und Mitglied der Kammerversammlung, gemeinsam mit Karin Cordes, Betriebsratsvorsitzende von MASTERRIND und ebenfalls Mitglied der Landwirtschaftskammer, vorgenommen.

Zahlreiche Gäste aus der Geschäftsleitung, dem Aufsichtsrat und dem Betriebsrat nahmen an der Veranstaltung teil, darunter auch Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Stubbemann sowie Vertreterinnen und Vertreter von MASTERRIND und SYNETICS. Mit der feierlichen Übergabe der Ehrenurkunden würdigte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die langjährige, verlässliche Mitarbeit der Geehrten und ihre enge Verbundenheit mit der Landwirtschaft als Branche und Berufung.

Christian Intemann betonte in seiner Ansprache die Bedeutung dieses Engagements: „Eine solch langjährige Mitarbeit ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso mehr verdienen diese Kolleginnen und Kollegen unseren Respekt und unsere Anerkennung. Ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihr Einsatz prägen nicht nur MASTERRIND und SYNETICS, sondern auch die Zukunft unserer gesamten Branche. Gleichzeitig ist ihre langjährige Berufstreue ein deutliches positives Zeichen für das Unternehmen als verlässlichen und attraktiven Arbeitgeber“.

22.09.2025
Mahnfeuer in Weitzmühlen

Ein Zeichen für den Erhalt der Weidetierhaltung

Am Freitag, den 26. September 2025 um 19:30 Uhr ruft der Förderverein der Deutschen Schafhaltung in Kooperation mit zahlreichen Verbänden zum europaweiten Mahnfeuer für den Erhalt der Weidetierhaltung auf.

Auch in unserem Kreisverbandsgebiet wird zu dieser Zeit ein öffentliches Mahnfeuer von unserem Mitglied und Schäfer Florian Martens ausgerichtet, zu welchem wir Euch herzlich einladen dürfen:

Zeit: Freitag, den 26. September 2025 ab 19:00 Uhr
Ort: HIER.

Ziel der Aktion ist es, ein sichtbares Zeichen für eine zukunftsfähige und geschützte Weidetierhaltung zu setzen – in Zeiten, in denen die politische Unterstützung fehlt und dringend notwendige Entscheidungen zur Wolfsthematik weiter auf sich warten lassen.

Die Mahnfeuer finden zeitgleich in ganz Europa auf Höfen, Weiden und Dorfplätzen statt. Unter dem Hashtag #Mahnfeuer26Sept2025 werden Fotos und Videos in den sozialen Medien geteilt, um Aufmerksamkeit für die Sorgen und Herausforderungen der Weidetierhalterinnen und -halter zu schaffen.

Unsere Botschaft ist klar: Wir fordern politischen Willen und konsequentes Handeln statt leerer Worte. Herdenschutz darf nicht nur versprochen, sondern muss auch umgesetzt werden: unbürokratisch, fair und flächendeckend.

Alle Interessierten, ob aktiv in der Tierhaltung oder als Unterstützende, sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

Bringt gerne Fackeln, Feuerkörbe oder Banner mit. Lasst uns gemeinsam ein starkes, friedliches und unübersehbares Signal senden!

22.09.2025
Kuratoriumsfahrt 2025

Einblicke in Naturschutz, Energiewende und Landwirtschaft

Letzte Woche fand die diesjährige Kuratoriumsfahrt des Wirtschaftsberatung Rotenburg-Verden e.V. statt. Zahlreiche Mitglieder und Gäste nahmen teil, um sich vor Ort über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Naturschutz, erneuerbare Energien und Landwirtschaft zu informieren. Die erste Station führte zur Stiftung Naturschutz Rotenburg, die auf Flächen bei Unterstedt ihre Projekte vorstellte. Aus ehemaligen Ackerflächen wurden artenreiche Wiesen entwickelt, die heute mit Obstbäumen, extensiver Beweidung und Mahd Lebensraum für zahlreiche Arten bieten. Im Anschluss informierten Christian Intemann (Vorstand Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.) sowie die reon AG über den geplanten Windpark Bothel. Das Projekt gilt als Beispiel für eine enge Zusammenarbeit zwischen Grundstückseigentümern und Projektentwicklern. Ziel ist es, Wertschöpfung und Mitbestimmung in der Region zu sichern und auch Nachbardörfer einzubinden. Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmenden die neue Kartoffelhalle Heidesand in Neuenkirchen. Auf derFläche entsteht eine moderne Anlage zur Sortierung, Verarbeitung und Verpackung von Kartoffeln und Zwiebeln. Rund 70 Arbeitsplätze werden hier geschaffen. Die Kuratoriumsfahrt 2025 zeigte eindrucksvoll, wie sich regionale Initiativen für den Schutz der Natur, die Energiewende und die Stärkung der Landwirtschaft einsetzen.

16.09.2025
Umfrage zur Moorwiedervernässung

Jetzt teilnehmen!

Die Georg-August-Universität Göttingen führt aktuell eine Umfrage zur Moorwiedervernässung durch. Teilnehmen können alle Landwirtinnen und Landwirte sowie Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer, ganz gleich, ob Sie Moorflächen besitzen oder bewirtschaften.

Die Umfrage dauert etwa 15 Minuten. Unter allen vollständig ausgefüllten Umfragen wird ein Baustellenradio verlost.

Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie dazu bei, dass Ihre Interessen bei zukünftigen Moorwiedervernässungen besser berücksichtigt werden.

Hier geht’s zur Umfrage:

Direkt zur Umfrage.

Erste Zwischenergebnisse (auf Basis der aktuellen Stichprobe):

• Über 200 Landwirtinnen und Landwirte haben die Umfrage bereits abgeschlossen.
• Die Teilnehmenden sind überwiegend jünger und bewirtschaften im Durchschnitt größere Betriebe.
• Etwa 120 Teilnehmende sind direkt betroffen, da sie Moorflächen besitzen und/oder bewirtschaften.
• Die meisten Betroffenen befinden sich noch am Anfang eines möglichen Entscheidungsprozesses.
• Als größte Hindernisse werden fehlende finanzielle Anreize und Unsicherheiten bei der Kompensation genannt.
• Gleichzeitig wünschen sich Landwirtinnen und Landwirte vor allem Entscheidungsfreiheit und die Erhaltung von Nutzungsmöglichkeiten bei Förderprogrammen.

Für eine vertiefte Analyse wäre es großartig, wenn noch mehr Landwirtinnen und Landwirte, sowohl Betroffene als auch Nicht-Betroffene, teilnehmen würden, um die Datenbasis zu erweitern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

11.09.2025
Landwirtschaft stemmt Versorgung und ächzt unter Kritik

Bei der neuen Folge des Landvolk-Podcasts steht die Schweinehaltung im Fokus

In der vierten Folge des Landvolk-Podcasts zum Projekt „tierischGut aus Niedersachsen“ stehen die aktuellen Umfrageergebnisse aus der Schweinehaltung im Fokus. Natascha Henze, Referentin für Vieh und Fleisch beim Landvolk Niedersachsen, hat die Umfrage ausgewertet. „Die größte Herausforderung für viele Schweinehalter ist der Bürokratie- und Dokumentationsaufwand. Gleichzeitig müssen sie sich auf politische Unsicherheiten einstellen“, erläutert sie im Podcast. Besonders Sauenhalterinnen und Sauenhalter stehen und standen häufig vor umfangreichen und teuren Stallumbauten, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten.

„Die Schweinehaltung war in den vergangenen Jahren geprägt von Unsicherheit. Gute Preise waren zwar möglich, aber politische Entwicklungen und Investitionsfragen haben die Betriebe in Atem gehalten“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Besonders die Haltungsformstufen 3 bis 5 stellen laut Ehlers eine große Herausforderung dar: „Ab Haltungsstufe 3 braucht es massive Umbauten. Das geht nur mit mehrjährigen Abnahmeverträgen.“ Die Umfrage zeigt, dass 90 Prozent der Betriebe noch in Haltungsstufe 1 oder 2 produzieren. „Tierwohl ist ein zentrales Thema, 60 Prozent der Schweinehalter planen Investitionen in diesen Bereich“, fasst Henze zusammen.

Auch der Wettbewerb durch Importe mit niedrigeren Standards setzt den Betrieben zu. „Die Landwirte halten ihre Tiere nach hohen deutschen Standards, aber wenn billigeres Fleisch aus dem Ausland auf den Markt kommt, geraten sie unter enormen Druck“, betont Henze. Ein weiterer Faktor sei der Lebensmitteleinzelhandel, der viele Anforderungen vorgebe. „Für uns Landwirte ist entscheidend, was der Verbraucher will. Gesetzgeber und Handel setzen Rahmen, aber die Nachfrage bestimmt letztlich, was wir liefern“, verdeutlicht Ehlers.

Die Zukunft landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere der Schweinehaltung, hängt zudem stark von der Hofnachfolge ab. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmer sieht bereits eine Hofnachfolge in Aussicht, ein Fünftel hat den Betrieb kürzlich übernommen, während andere noch unklar planen oder die Tierhaltung aufgeben wollen. Trotz dieser Unsicherheiten ist etwa die Hälfte der befragten Landwirtinnen und Landwirte optimistisch und möchte die Schweinehaltung in bestehendem Umfang fortführen. „Meine Frau und ich haben Spaß daran, höhere Haltungsformstufen auszuprobieren und das Bestmögliche für unsere Tiere zu erreichen“, sagt Ehlers. Stellvertretend steht er damit für die hohe Anzahl an Landwirtsfamilien, die sich zum Beispiel in der Initiative Tierwohl engagieren, „Da war die Nachfrage doppelt so hoch, wie es Plätze gab“, erinnert er sich.

Gleichzeitig erlebt fast die Hälfte der Schweinehalterinnen und Schweinehalter hohe psychische Belastungen und zunehmende Kritik von außen. Sie fühlen sich durch mediale Berichterstattung und gesellschaftliche Diskussionen unter Druck gesetzt, obwohl sie nach deutschen Spitzenstandards arbeiten. „Das macht mir Sorgen, wie eskalierend allgemein in der Gesellschaft diskutiert wird“, sagt Ehlers. Er nimmt wahr, dass es bei einigen Organisationen zum Geschäftsmodell gehört, in Ställe einzubrechen, um später mit den Bildern Spenden einzusammeln. „Bei uns kann jeder 24/7 durch ein Fenster in den Stall gucken“, bietet er an und fordert mehr sachliche Auseinandersetzung zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie Verbraucherinnen und Verbraucher ein.

Seine politischen Erwartungen richten sich vor allem auf praxistaugliche Regelungen, insbesondere beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz. „Da gibt es viele Dinge, die so nicht funktionieren und die auch jedem klar sind. Da brauchen wir schnell eine Nachbesserung“, macht Ehlers deutlich. Außerdem liegt ihm die Stärkung der Sauenhaltung am Herzen: „Unser Ziel muss es sein, die Erzeugung von deutschem Schweinefleisch mit deutschen Ferkeln langfristig zu sichern und die Branche zukunftsfähig zu gestalten.“ Die Podcast-Folge ist ab sofort HIER verfügbar.

09.09.2025
Stromsteuerentlastung und Agrardiesel

rechtzeitig beantragen

Sehr geehrte Mitglieder,

gern möchten wir Sie über folgende Themen unterrichten:

  1. Stromsteuerentlastung
  2. Agrardiesel – Antragstellung trotz gesenktem Vergütungssatz empfohlen
  3. Hinweis zur Erreichbarkeit zwischen den Jahren

Stromsteuerentlastung Wie bereits mitgeteilt, wurde die Stromsteuerentlastung von 5,13 € auf 20,00 € je MWh versteuerten Strom angehoben. Die Antragsfrist für das Kalenderjahr 2024 endet am 31.12.2025. Die Antragstellung erfolgt über das BuG-Portal des Zolls mittels Elster-Zertifikat.

Agrardiesel Der Vergütungssatz wurde bekanntermaßen auf 12,88 Cent pro Liter gesenkt, sodass die Förderung in diesem Jahr vergleichsweise niedrig ausfällt.

Bitte beachten Sie jedoch:

• Auch wenn die Erstattung dieses Jahr gering ist, empfiehlt sich eine Antragstellung. • Wird kein Antrag gestellt, ist im darauffolgenden Jahr mit einem erheblichen Mehraufwand zu rechnen.

Hinweis Bitte bedenken Sie, dass unsere Geschäftsstelle voraussichtlich zwischen den Jahren geschlossen sein wird. Wir empfehlen daher dringend, unsere Hilfe rechtzeitig in Anspruch zu nehmen. Melden Sie sich dafür bei Thomas Exner (04261-6303-101 oder exner@landvolk-row-ver.de) oder Finnja Müller-Stöver (04231-9263-345 oder mueller-stoever@landvolk-row-ver.de).

08.09.2025
Herdenschutztag

im Landkreis Verden

Letzte Woche fand der Infotag zum Thema Herdenschutz in Langwedel-Völkersen statt, zu dem auch unser Bezirksverband eingeladen hatte - mit großem Erfolg! Rund 60 Teilnehmende informierten sich über praxisnahe Möglichkeiten und Grenzen wolfsabweisender Zäune.

An den Stationen gab es spannende Einblicke:

  1. Mobile Zäunung – Einsatz & Grenzen

  2. Aufbau, Elektrifizierung & Erdung von Drahtzäunen

  3. Vorführung moderner Mäh- & Mulchtechnik

  4. Infos zu Fördermöglichkeiten & Anträgen

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, Unterstützer und Besucher.

08.09.2025
Tradition trifft Können

Kreisleistungspflügen im Landkreis Verden

Am vergangenen Freitag fand das jährliche Kreisleistungspflügen des Landkreises Verden auf den Flächen des landwirtschaftlichen Betriebs von Hans-Heinrich Intemann in Langwedel/Schülingen statt. Veranstaltet wurde der Wettbewerb von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Insgesamt traten 19 Auszubildende der Landwirtschaft aus allen drei Lehrjahren in der Kategorie Drehpflügen an, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

Das Kreisleistungspflügen verbindet die Pflege einer langjährigen Tradition mit aktuellen agrarpolitischen Herausforderungen, wie der Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln. So bleibt der Pflug auch in modernen Anbausystemen ein interessantes Werkzeug.

„Der Wettbewerb bietet den jungen Landwirtinnen und Landwirten eine wertvolle Gelegenheit, ihre Fähigkeiten praktisch zu erproben und dazuzulernen. Gleichzeitig unterstützt er die berufliche Ausbildung, indem er Motivation und Fachkompetenz stärkt, eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft in der Landwirtschaft“, erklärte Lars Ruschmeyer aus dem Vorstand des Kreislandvolkverbandes Rotenburg-Verden in seiner Eröffnungsrede.

Den ersten Platz sicherte sich Linus Plogsties, wohnhaft in Etelsen (Ausbildungsbetrieb Cordes GbR). Den zweiten Platz teilten sich Ole Mindermann aus Hohenaverbergen (Ausbildungsbetrieb Lars Hogrefe) und Leon Krupp aus Völkersen (Ausbildungsbetrieb Hans-Heinrich Intemann). Auf Platz drei pflügte sich Justus Dehnbostel (Ausbildungsbetrieb Harm Kruse KG).

Ein großes Dankeschön gilt allen, die diesen Wettbewerb ermöglicht haben: Hans-Heinrich Intemann stellte seine Flächen zur Verfügung, nachdem ihn einer der Auszubildenden, der bereits seit Jahren auch außerhalb seiner Ausbildung in seiner Freizeit auf seinem Betrieb mit anpackt, darum gebeten hatte. Gerne unterstützte er so das Kreisleistungspflügen – bereits zum dritten Mal. Ein großer Dank gilt außerdem den ehrenamtlichen Richtern, den Lehrkräften der BBS Verden sowie den Freunden der Landwirtschaft Verden, die für das leibliche Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten.

04.09.2025
Dialog und Einblicke bei Masterrind in Verden

Kirche trifft Landwirtschaft

Rund 60 Teilnehmende folgten am 3. September 2025 der Einladung des Landvolk-Bezirksverbandes Stade und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (Sprengel Stade) zur traditionsreichen Veranstaltung „Kirche trifft Landwirtschaft“ bei MASTERRIND in Verden. Neben einem Rundgang und einem Vortrag zur Arbeit bei Masterrind gab es sowohl Einblicke in die kirchlichen als auch in die landwirtschaftlichen der Zeit. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Segen von Superintendentin Susanne Wendorf-von Blum.

Tradition und Dialog

„Es ist eine gute Tradition, die wir über viele Jahre aufrechterhalten haben“, betonte Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Landvolk-Bezirksverbands Stade. zur Begrüßung. Für beide Seiten gebe es zahlreiche Anknüpfungspunkte im ländlichen Raum. Und Hermann-Jürgen Schmidt von der Masterrind ergänzte: „Das passt hier schon – Landwirtschaft und Kirche.“

Einblicke in die Bullenhaltung und das Labor

Beim Rundgang durch die Stallungen erhielten die Gäste spannende Einblicke in die Arbeitsweise von MASTERRIND:

• In zwei Ställen werden rund 250 Bullen gehalten, darunter ein Quarantänestall.

• Vier Tage pro Woche werden Bullen zur Samenentnahme eingesetzt – streng überwacht per Ohrmarkenscan, um Verwechslungen auszuschließen.

• Das gewonnene Sperma wird zunächst visuell kontrolliert, anschließend im Labor weiterverarbeitet.

Auch die Arbeit im Labor wurde fachmännisch in einzelnen Schritten erklärt:

• Messung von Dichte und Volumen sowie Qualitätskontrolle per Software

• Verdünnung mit Puffersubstanzen, Eigelb und Fruktose zum Schutz der Zellen

• Abfüllung in Pailletten und kontrollierte Tiefkühlung auf –150 Grad.

• Mikrobiologische Tests stellen sicher, dass keine Keime weitergetragen werden.

Kirche im ländlichen Raum

Superintendent Dr. Martin Krarup ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen der Kirche ein: „Wir müssen im Gespräch mit den Menschen in den Dörfern bleiben. Die sinkenden Mitgliederzahlen sind nun Realität. Gleichzeitig wollen wir junge Menschen für Engagement in der Kirche gewinnen.“ Darüber hinaus betonte er die Klimaziele der Landeskirche: „Wir wollen bis 2045 klimaneutral sein. Dazu gehört auch der Austausch mit unseren Pächtern über die Klimabilanz.“ Dass dieser stets fair und im Miteinander geschehen solle, forderten die anwesenden Landwirte im Raum.

Landwirtschaftliche Perspektiven

Zum Abschluss berichteten Alexander von Hammerstein und Jörn Ehlers vom Landvolk über aktuelle Themen der Landwirtschaft: von Ernteergebnissen („okay bis gut“), über Wetter- und Biosicherheitsfragen bis hin zu Mindestlohn, Planungssicherheit und schwierigen Preisperspektiven. „Etwas Wetter ist noch übrig“, hieß es augenzwinkernd mit Blick auf die Wetterstation. Die Veranstaltung zeigte erneut, wie eng Kirche und Landwirtschaft im ländlichen Raum miteinander verbunden sind – sei es in Fragen von Tradition, Klimaschutz oder Zukunftsperspektiven.

02.09.2025
Agrarstrukturgesetz: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Landvolk fordert Korrekturen des Entwurfs, um bäuerliche Strukturen zu sichern

Das Landvolk Niedersachsen sieht im neuen Gesetz zur Sicherung und Verbesserung der bäuerlichen Agrarstruktur in Niedersachsen (kurz: Agrarstrukturgesetz) erheblichen Nachbesserungsbedarf. Zwar sei der politische Wille, bäuerliche Strukturen zu stärken, erkennbar – die Umsetzung aber gehe in einigen Regelungsbereichen in eine völlig falsche Richtung. „Wir Landwirte haben uns das nicht ausgesucht, sondern bekommen erneut sehr kritische Punkte aufgedrückt“, kritisiert Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg den am vergangenen Dienstag vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf. Positiv sei lediglich, dass einzelne Anmerkungen aus der Verbandsbeteiligung berücksichtigt wurden.

„Doch aktuell ist es für Niedersachsens Landwirte ein Agrarstrukturverschlimmerungsgesetz“, fasst Kohlenberg zusammen. Am Mittwoch, den 3.9.25, wird Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte in einer Pressekonferenz das neue Agrarstrukturgesetz vorstellen.

Besonders im Landpachtverkehrsrecht erkennt der Verband massive Probleme. Der Ansatz für den Beanstandungsgrund der nachteiligen Flächenanhäufung, das Vierfache des niedersächsischen Durchschnittsbetriebs (292 ha) anzusetzen, sowie die Regelung zur Bestimmung der durchschnittlichen Pachtpreishöhe seien praxisfern und abzulehnen. „Die Regelungen könnten die Pachtpreise weiter in die Höhe treiben, also einen gegenteiligen Effekt hervorrufen, die bäuerliche Betriebe kaum noch stemmen können. Stattdessen braucht es eine realitätsgerechte Bewertung, die die Wirtschaftlichkeit von Familienbetrieben nicht gefährdet“, fordert Kohlenberg.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Geschäfte im Grundstücksverkehrsrecht, bei denen die Genehmigung zu erteilen ist. Hier sollen zukünftig für eine Naturschutzmaßnahme neben anerkannten Naturschutzvereinigungen und kommunalen Körperschaften auch andere Naturschutzträger privilegiert werden. Für das Landvolk ist dies „nicht akzeptabel“, da wertvolle Flächen so dem Nahrungsmittelanbau entzogen werden könnten. „Das führt zu weiterer Flächenverknappung und erhöht den Druck auf unsere Betriebe enorm“, sagt Kohlenberg. Auch zusätzliche Zugriffsmöglichkeiten für öffentlich-rechtliche Körperschaften hinsichtlich Hochwasser- oder Küstenschutzmaßnahmen würden die Flächenkonkurrenz verschärfen.

Zudem warnt das Landvolk vor einem weiteren Bürokratie-Monster. Schon jetzt seien die Grundstücksverkehrsausschüsse stark belastet. Durch die neuen Regelungen drohe eine Überforderung – samt steigender Kosten für Landkreise und Landwirtschaftskammer. „Das widerspricht jeder Ankündigung zur Entbürokratisierung“, betont Kohlenberg.

Das Landvolk kündigt an, nunmehr gegenüber dem zuständigen Agrarausschuss des niedersächsischen Landtags klar Position zu beziehen. „Wir haben unsere Knackpunkte von Beginn an benannt. Nun muss die Politik den Mut haben, Fehler zu korrigieren. Nur mit praxistauglichen Regeln kann das Ziel, bäuerliche Strukturen zu sichern, tatsächlich erreicht werden – andernfalls droht das Gesetz genau das Gegenteil zu bewirken“, appelliert Kohlenberg.

Aktuelles aus dem Landesverband

11.02.2026
Wechsel in der Geschäftsleitung des DBV
Schwein

Der Deutsche Bauernverband stellt seine Führungsspitze neu auf. Zum 1. Mai werden Steffen Pingen und Benjamin Walker zu stellvertretenden Generalsekretären ernannt und künftig gemeinsam mit Generalsekretärin Stefanie Sabet den Verband führen. DBV-Präsident Joachim Rukwied würdigte die langjährige Expertise der beiden Führungskräfte und betonte deren fachliche Kompetenz, politisches Netzwerk und ihr Engagement für die Landwirtschaft.

11.02.2026
ASP in Sachsen erfolgreich getilgt
Schwein

Sachsen gilt seit dem 5. Februar als frei von Afrikanischer Schweinepest. Der letzte bestätigte Fall wurde vor genau einem Jahr bei einem Wildschwein im Landkreis Bautzen festgestellt. Seit dem ersten Nachweis im Oktober 2020 wurden in Sachsen insgesamt 2.398 ASP-Fälle bei Wildschweinen registriert. Insgesamt wurden rund 237.500 Proben untersucht. Ein Übergreifen der ASP auf Hausschweine konnte verhindert werden. Das Sozialministerium beantragt bei der EU die Aufhebung der letzten Sperrzone im Landkreis Bautzen. Der Schutzkorridor an der Grenze zu Polen im Landkreis Görlitz bleibt vorerst bestehen.

11.02.2026
DBV: Ernährungssicherheit ist Systemrelevant
Schwein

Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, begrüßt grundsätzlich das Vorhaben der Regierungskoalition, den Schutz kritischer Infrastrukturen in Deutschland zu stärken, kritisiert jedoch, dass in dem Papier aus dem Koalitionsausschuss weder die Landwirtschaft noch Ernährungs- oder Versorgungssicherheit explizit benannt werden: „Ein Schlüsselfaktor für Versorgungs- und Ernährungssicherheit ist eine starke heimische Landwirtschaft, mit ebenso stabilen Lieferketten. […] Ernährungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern systemrelevant.“ Hier finden Sie die vollständige Pressemeldung.

11.02.2026
Schädlingsbekämpfung: Rainer gegen Verschärfungen
Geflügel, Milch und Rind, Schwein

(AgE) Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer spricht sich gegen strengere Vorgaben zur Schädlingsbekämpfung aus. Anlass ist das geplante EU‑Verbot der bedarfsunabhängigen Dauerbeköderung mit Antikoagulanzien, die zwar wirksam sind, aber Umweltprobleme verursachen können. Das Ministerium plädiert für praxisnahe Lösungen und lehnt ein pauschales Verbot ab. In mehreren Schreiben an die Ministerien kritisieren der Deutsche Bauernverband und der Deutsche Raiffeisenverband gemeinsam die hohen bürokratischen Belastungen. Durch den Wegfall der Anerkennung des Pflanzenschutz‑Sachkundenachweises für die Anwendung von Bioziden zur Schadnagerbekämpfung müssten ab Juli 2027 rund 100.000 Betriebe einen zusätzlichen Nachweis erwerben. Die Verbände halten dies für unverhältnismäßig und fordern, die Inhalte in den bestehenden Sachkundenachweis zu integrieren und Schulungen praxisgerecht zu gestalten. Ebenfalls bieten sie der Politik einen fachlichen Austausch zur Entwicklung praktikabler Lösungen an.

11.02.2026
Kanada: Zulassung von DNA-veränderten Schweinen
Schwein

Kanada hat die Nutzung von genetisch editierten Schweinen zugelassen, die resistent gegen das Porzine Reproduktive und Respiratorische Syndrom (PRRS) sind. Eine Sicherheitsprüfung des Gesundheitsministeriums zeigte kein besonderes Risiko: Das Fleisch gilt als ebenso sicher und nahrhaft wie herkömmliches Schweinefleisch. Trotz Zulassung wird das genomeditierte Schweinefleisch in Kanada voraussichtlich noch nicht sofort auf dem Markt erscheinen. Das verantwortliche Unternehmen Genus PLC plant erst dann die Markteinführung, wenn weitere wichtige Absatzmärkte wie Japan und Mexiko ebenfalls zugelassen haben. Bisher ist das Fleisch bereits in den USA, Brasilien, Kolumbien und der Dominikanischen Republik zugelassen.

09.02.2026
Blauzungenkrankheit: Empfängliche Tiere jetzt impfen!
Milch und Rind

Das Blauzungenvirus vom Serotyp 3 (BTV-3) hat sich seit September 2023 von den Niederlanden ausgehend mit einer enormen Dynamik in Deutschland ausgebreitet. Es verursacht insbesondere bei Schafen und Rindern Erkrankungen, Todesfälle und wirtschaftliche Schäden z. B. durch massive Einbrüche in der Milchleistung, Fruchtbarkeitsstörungen oder langanhaltende Klauenprobleme sowie Geburten lebensschwacher Kälber und Lämmer. Vor allem aufgrund einer positiven Entwicklung der Impfquote, insbesondere bei Schafen, wurden in Niedersachsen 2025 weitaus weniger Ausbrüche der Blauzungenkrankheit festgestellt. Damit sich diese Entwicklung fortsetzt ist es entscheidend, dass auch in den kommenden Jahren weiter gegen BTV-3 geimpft wird.

Neben fortlaufenden Nachweisen von BTV-3 sind seit Oktober 2025 zusätzlich Nachweise von BTV-8 bei Rindern und Schafen in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen. Dort gelten entsprechende spezielle Regelungen für die Verbringung von Tieren empfänglicher Arten. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) empfiehlt daher, empfängliche Wiederkäuer gegen den Serotyp 3 zu impfen und
mindestens in den BTV-8-Restriktionszonen Rinder und Schafe sowohl gegen BTV-8 als auch gegen BTV-3 zu impfen.
Es besteht keine Kreuzimmunität zwischen den Serotypen, das heißt Impfungen gegen einen der Serotypen bieten keinen Schutz gegen die anderen Serotypen. Nach der Impfung dauert es mehrere Wochen bis der Impfschutz aufgebaut ist. Die Tiere sollten einen vollständigen Immunschutz vor dem Beginn der Vektorsaison (Gnitzen), spätestens Anfang Mai, entwickelt haben.

Weitere Informationen zur Blauzungenkrankheit finden Sie hier: Blauzungenkrankheit | Tierseucheninfo

06.02.2026
Rindermarkt: Globale Rindfleischproduktion sinkt erneut
Milch und Rind

(AMI) Für die weltweite Erzeugung von Rindfleisch wird in diesem Jahr ein erneuter Rückgang prognostiziert. Mit rund 77 Mio. t dürfte die Produktion um 1 % geringer ausfallen als im Vorjahr.

Größter Produzent sind die USA, die mit den erwarteten 11,7 Mio. t hergestelltem Rindfleisch nur minimal vor Brasilien liegen. Während jedoch die Produktion in den USA nur leicht zurückgehen dürfte, wird in dem südamerikanischen Land mit einem wesentlich stärkeren Rückgang gerechnet. Dort war im Jahr 2025 ein Rekordwert bei den Schlachtungen erreicht worden. Laut dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium liegt der Grund für sinkende Herstellung darin, dass weniger Kühe geschlachtet werden dürften.

Die EU belegt im internationalen Vergleich den vierten Platz, wobei die einzelnen Mitgliedstaaten nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die erzeugte Menge an Rindfleisch dürfte bereits 2025 geringer ausfallen als im Vorjahr und auch für 2026 wird in der EU mit einem weiteren Rückgang der Rindfleischproduktion gerechnet. Im Zwanzigjahresvergleich wurde die globale Rindfleischerzeugung trotz der Rückgänge in den vergangenen Jahren dennoch deutlich ausgeweitet. Gegenüber 2006 werden im laufenden Jahr schätzungsweise 20 % mehr Rindfleisch erzeugt.

06.02.2026
Schulungen zur Milchpreisabsicherung am Di. 10.02. und am Fr 13.02. (10-15 Uhr online):
Milch und Rind

(ife-Institut) Das ife bietet im Winter Einsteiger-Schulungen im Rahmen eines vom Förderungsfonds der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt geförderten Projekts an. Innerhalb von 2 x 2 Std. wird online erklärt wie die jeweils aktuellen Milchmarktentwicklungen eingeschätzt werden. Es folgen Kurzbeiträge von Experten des ife Instituts und von StoneX mit Antworten und Diskussionen zu den Fragen „Wie kann ich eine Preissicherungsstrategie bei Milch aufsetzen?“, „Was kann ich tun bei bereits sinkenden Märkten?“, „Bei welchen Milchpreisen macht Preisabsicherung für mich überhaupt Sinn?“, „Welche Möglichkeiten bieten derzeit Molkereien an und welche Möglichkeiten gibt es für eigenständige Preisabsicherung ohne die Molkerei?“.

Anmeldungen und Fragen zu der Veranstaltung bitte per email (henrike.burchardi@ife-kiel.de) oder telefonischem Kontakt unten. Die Plätze sind begrenzt.
Die Veranstaltung kostet 100 EUR zzgl. MwSt., Milcherzeugungsbetriebe und Auszubildende erhalten einen Rabatt von 50%.

06.02.2026
Weizenkurse bleiben in enger Spanne
Pflanzen

(AMI) Die Kurse in Paris entwickeln sich fester, doch das Angebot bleibt reichlich. Schwarzmeer- und Argentinienpreise bestimmen die Exportparitäten. Der Markt wartet auf neue USDA-Signale.

An der Börse in Paris hielt sich die Aufwärtsbewegung, nachdem die Kurse vorher auf ein Fünf-Wochen-Tief gefallen waren. Der Fronttermin März 26 schloss am 05.02.2026 bei 193,50 EUR/t und damit 2,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Damit rücken die Kurse in Nähe eines Zweieinhalb-Monats-Hochs. Das unterstreicht, in welch enger Handelsspanne sich die Notierungen seit Wochen bewegen.

Stützend wirkten in dieser Woche Short-Covering im Frontmonat und ein schwächerer Euro zu Wochenbeginn, der die Exportparität leicht verbesserte. Gegenläufig belasteten eine breite Rohstoffschwäche am Montag sowie das Nachlassen der Frostsorgen in der Ukraine/Russland. Aus dem physischen Markt kamen gemischte Signale: Händlerberichte nennen weiterhin günstige FOB-Offerten aus Argentinien (11,5 %) und kompetitive Schwarzmeerpreise (Russland/Ukraine 11,5 %), die beide jeweils um die 220 $/t liegen. Westeuropäische Partien liegen je nach Stand des Wechselkurses und Terminmarktnotierung rund 8 bis 9 $/t höher. In Nordafrika bleiben damit Übersee-Herkünfte häufig tonangebend. Regional prägten Logistikhemmnisse mit gefrorenen Kanälen in Deutschland und Polen das Bild. Gleichzeitig zeigten sich Abgeber zurückhaltend, was die Prämien stützt und die Frontmonate stabilisiert.