Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

04.03.2026
Die Vortragsveranstaltung der Landsenioren 2026

Am 19.03.2026 im Waldhof in Rotenburg-Unterstedt

Die nächste Vortragsveranstaltung der Landsenioren findet statt am:

Donnerstag, den 19.03.2026 um 14.00 Uhr im Waldhof in Rotenburg-Unterstedt.
Programm:

• Christian Intemann berichtet über aktuelle Themen aus der Verbandsarbeit (u.a. Sachstand Agrarstrukturgesetz Niedersachsen)

• Marco Schouten referiert über betriebswirtschaftliche Auswertungen und Entwicklungen in der Landwirtschaft

• Inga Lohmann informiert über den ambulanten Hospizdienst im Landkreis Rotenburg/Wümme

• Gerhard Eimer gibt einen Ausblick zur Sommerfahrt 2026

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 16. März 2026 bei Herrn Exner unter der Telefonnummer 04261/6303-101 oder per Mail unter exner@landvolk-row-ver.de an.

Für Kaffee/Tee, Butter- und Apfelkuchen wird ein Kostenbeitrag von 12,00 € / Person vor Ort erhoben.

04.03.2026
Veranstaltung des Moornetzwerks Elbe-Weser

Praxisnaher Austausch zur Moorbewirtschaftung sowie Förder- und Beratungsmöglichkeiten

Das Moornetzwerk Elbe-Weser lädt zu der folgenden Veranstaltung ein: Praxisnaher Austausch zur Moorbewirtschaftung sowie Förder- und Beratungsmöglichkeiten

Datum: Mittwoch, 18.03.2026
Ort: Gaststätte Hohewurth (Hersemeier), Hohewurth 37, 27612 Loxstedt
Zeit: 09:30 – ca. 15:30 Uhr

Im Rahmen dieses Vernetzungstreffens sollen die zentralen aktuellen Themen rund um die Moorpflege und -bewirtschaftung im Elbe-Weser-Raum gebündelt werden, zudem soll praxisnah informiert und der fachliche Austausch gezielt gefördert werden. Das Ziel ist es, Akteure aus Praxis, Beratung, Verwaltung sowie weiteren regionalen Institutionen zusammenzuführen, um Wissen zu teilen, Synergien zu schaffen und gemeinsame Perspektiven für die Zukunft unserer Moorlandschaften zu entwickeln.

Das Moornetzwerk Elbe-Weser freut sich darauf, mit Ihnen in einen konstruktiven Dialog zu treten und gemeinsam die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Moor-Netzwerk zu legen.

Hintergrundinformationen sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie Hier.

03.03.2026
Echt grün, echt engagiert - Werde jetzt Bienenfreundlicher Landwirt

Aus Überzeugung bienenfreundlich

Der Bienenfreundliche Landwirt (BFL) ist eine Aktion von Eure Landwirte – Echt grün e.V., die zeigt, wie landwirtschaftliche Praxis und aktiver Insektenschutz zusammengehen. Seit 2019 machen jedes Jahr mehr Betriebe mit und setzen konkrete Maßnahmen für Wildbienen, Insekten und andere wichtige Bestäuber um – auf der Hofstelle, auf Acker- und Grünlandflächen oder in Zusammenarbeit mit Imkern und Naturschutzorganisationen. Die Maßnahmen basieren auf einem klar definierten Kriterienkatalog, der 2018 gemeinsam mit dem LAVES Institut für Bienenkunde in Celle entwickelt und fachlich begleitet wurde. Die Maßnahmen werden seitdem eigenständig im Rahmen der Kampagne erfolgreich umgesetzt. Um teilzunehmen, wählen Landwirte aus verschiedenen Kategorien Maßnahmen aus und erreichen eine festgelegte Mindestpunktzahl. So bleibt der Einsatz nachvollziehbar, praxisnah und überprüfbar. Der Bienenfreundliche Landwirt steht für freiwilliges Engagement, Verantwortung und sichtbare Biodiversität – direkt dort, wo Landwirtschaft stattfindet.

Du bist noch kein Bienenfreundlicher Landwirt? Dann melde dich jetzt ganz unkompliziert HIER an.

Als Bienenfreundlicher Landwirt erhältst du von uns ein hochwertiges Blechschild im DIN-A4-Format, das perfekt an jedes Hoftor oder in deinen Hofladen passt. Es zeigt Besuchern auf einen Blick, dass hier ein Betrieb arbeitet, der Insekten- und Artenschutz bewusst und verantwortungsvoll in seine tägliche Arbeit integriert.

03.03.2026
Rote Gebiete: Juristischer Aktionismus einer Splittergruppe

Landvolk kritisiert Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe als aus der Zeit gefallen

Das Landvolk Niedersachsen zeigt sich irritiert über die Mitteilung, dass die Deutsche Umwelthilfe (DUH) per gerichtlicher Eilentscheidung versucht, das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium zu zwingen, Bußgeldbescheide an Landwirtinnen und Landwirte aufgrund der Landesdüngeverordnung durchzusetzen. Für Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies ist die Vorgehensweise der Umweltorganisation weder nachvollziehbar noch sachgerecht. „Die Deutsche Umwelthilfe beschäftigt das Verwaltungsgericht in Oldenburg völlig sinnlos mit einer Klage, die bereits vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg und dem Bundesverwaltungsgericht abschließend behandelt wurde“, kritisiert Hennies.

Ziel der DUH sei offenbar, besonders die Tierhalter in der Region Weser-Ems unter Druck zu setzen – und das trotz der klaren Entscheidungen der Gerichte über die Unrechtmäßigkeit der sogenannten „roten“ Gebiete. Hennies betont: „Auch in diesen Regionen gilt bundesweit das normale Düngerecht, das Teil der guten fachlichen Praxis für die Pflanzenerzeugung und den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist.“

Aus Sicht des Landvolks wird in Niedersachsen bereits ein vorbildliches Dünge- und Pflanzenbaumanagement umgesetzt. Der jährliche Nährstoffbericht der Düngebehörde zeigt einen stetigen Rückgang der Nährstoffüberschüsse auf den Betrieben. Das belege die Wirksamkeit des integrierten Systems aus Meldepflichten, risikoorientierten Kontrollen, gezielter Düngeberatung und der Umsetzung standortangepasster Düngestrategien. Die Betriebe verfolgen damit konsequent das Verursacherprinzip und schützen das Grundwasser effektiv. Die Belastung wird kontinuierlich durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) überwacht. Der Antritt und die Argumentation der Deutschen Umwelthilfe ist deshalb völlig aus der Zeit gefallen. „Damit untergräbt sie selbst die Legitimität (Reputation) solcher überregionalen Verbandsklagen“, so Hennies.

Hennies fordert das Bundeslandwirtschaftsministerium auf, die formalen Rechtsfehler der roten Gebiete als Chance zu nutzen, um praktikable Erleichterungen für engagierte Betriebe zu schaffen. „Wir haben Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Staudte und Bundeslandwirtschaftsminister Rainer bereits Vorschläge übermittelt und erwarten zeitnah weiterführende Gespräche“, erklärt Hennies.

Das Landvolk unterstreicht damit sein Ziel, konstruktive Lösungen zu entwickeln, statt die Gerichte unnötig zu beschäftigen. „Pauschale Klagen bringen den Gewässerschutz nicht voran. Wir setzen auf praxisgerechte und individuelle Regelungen, die Effizienz, Ressourcenschutz und Bodenfruchtbarkeit verbinden“, sagt Hennies abschließend.

02.03.2026
Digitale Infoveranstaltung zur GAP 2026

Wichtige Neuerungen und Hinweise zum Antragsjahr 2026

Wir laden unsere Mitglieder herzlich zu einer digitalen Informationsveranstaltung zur GAP 2026 ein. Eike Christian Grupe vom Landvolk Niedersachsen informiert über die aktuellen Änderungen, wichtige Hinweise für das Antragsjahr 2026 sowie den Umgang mit FANi.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 16.03.2026, um 19:30 Uhr online über Microsoft Teams statt.

Bitte melden Sie sich bis zum 16.03.2026 um 12:00 Uhr per E-Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de an. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung.

19.02.2026
Hofnachfolger schlagen Alarm

Berufliche Zukunft ist Thema beim Junglandwirtetag am 27. Februar in Bad Bevensen

„Wenn sich die politischen Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe nicht grundlegend verbessern, steht die Hofnachfolge in vielen Regionen vor dem Aus“, darauf macht Max Klockemann, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen, aufmerksam. Blieben verlässliche Perspektiven aus, werde es bald keine Hofnachfolger mehr geben. Seit Jahren weist der Berufsnachwuchs auf diese Problematik hin. „Inzwischen ist die Übernahme vieler Betriebe ungewiss“, betont der Ackerbauer aus dem Weserbergland. Vor diesem Hintergrund ruft er junge Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Niedersachsen dazu auf, am 27. Februar am Junglandwirtetag in Bad Bevensen teilzunehmen. Dort wollen die Junglandwirte ihren Anliegen und Forderungen öffentlich Gehör verschaffen.

Die Junglandwirte Niedersachsen haben gemeinsam mit dem Arbeitskreis junger Landwirte Uelzen ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Zu den Vortragenden zählt Stefanie Sabet aus Berlin, die neue Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes. Sie wird darlegen, wie sich der Verband auf Bundesebene für künftige Hofnachfolger einsetzt und welche Maßnahmen die Europäische Union ab 2028 im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für junge Landwirtinnen und Landwirte plant. Zudem möchten die Junglandwirte von ihr erfahren, welche Handlungsmöglichkeiten sie selbst haben, um ihre berufliche Zukunft aktiv mitzugestalten.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Rede des Europaabgeordneten David McAllister aus Bad Bederkesa. Der ehemalige Ministerpräsident Niedersachsens wird die Auswirkungen der aktuellen globalen sicherheitspolitischen Entwicklungen auf Deutschland und Europa beleuchten. Dabei geht es auch um die Frage, welchen Beitrag junge Menschen zum Schutz der Demokratie leisten können – ein Anliegen, das den Junglandwirten mit Blick auf den Erhalt eines selbstbestimmten Lebens in Freiheit besonders wichtig ist.

Mit einem praxisnahen Thema ergänzt Professor Dr. Heiko Tapken von der Hochschule Osnabrück das Programm. In seinem Vortrag zu Künstlicher Intelligenz und Robotik in der Landtechnik wird er aufzeigen, welche Entwicklungen bereits Realität und welche Fiktion sind. Der Junglandwirtetag beginnt um 9.30 Uhr und endet gegen 13.30 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss, der im Eintritt von 10 Euro inbegriffen ist. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen sind HIER abrufbar.

16.02.2026
Inklusion, die anpackt

BBS Rotenburg startet wieder ReZA-Seminar

Auf dem Hof von Christoph Schröder in Rotenburg herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Zwischen Stall und Maschinenhalle wird geprüft, erklärt, beobachtet. Doch es ist keine echte Abschlussprüfung, sondern eine realitätsnahe Simulation. 22 Teilnehmende des neuen ReZA-Seminars der BBS Rotenburg proben hier den Ernstfall. Mit dabei: zehn angehende Werkerinnen und Werker der Landwirtschaft. Was auf den ersten Blick wie eine Übung wirkt, ist in Wahrheit ein starkes Signal für gelebte Inklusion.

Denn in diesem Jahr bietet die BBS Rotenburg erstmals seit 2013 wieder das Seminar zum Erwerb der Rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikation (ReZA) an. 15 der Teilnehmenden stammen aus der Zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft, weitere Interessierte nehmen extern teil. Das Ziel: Ausbilderinnen und Ausbilder fit machen für die Ausbildung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf.

Fachkräfte gewinnen – Potenziale erkennen

„Wir suchen in der Branche händeringend zuverlässige Arbeitskräfte“, betont Anke Husmann-Klaffke, Lehrerin im Agrarbereich an der BBS Rotenburg und Organisatorin des Seminars. „Die Gewinnung von Menschen mit Behinderungen oder besonderem Förderbedarf bietet dabei großes Potenzial.“

Tatsächlich eröffnet die Ausbildung zur Werkerin oder zum Werker in der Landwirtschaft vielen jungen Menschen mit Förderbedarf eine echte berufliche Perspektive. Ein Großteil der Ausbildung kann über die Agentur für Arbeit gefördert werden, vorausgesetzt, der individuelle Förderbedarf wird im Vorfeld festgestellt und genehmigt.

„Wir bilden für den ersten Arbeitsmarkt aus“, so Husmann-Klaffke. „Und aus Erfahrung kann ich sagen: Die Werkerinnen und Werker mit Förderbedarf, die ich in meinen Klassen hatte, stehen heute erfolgreich und ohne staatliche Subventionen im Berufsleben. Das ist ein großer Erfolg für jeden Einzelnen und für unsere Gesellschaft.“

Mehr als nur Fachwissen

Damit Ausbildung in diesem sensiblen Bereich gelingt, braucht es mehr als landwirtschaftliche Kompetenz. Genau hier setzt die ReZA-Qualifizierung an. In 80 Unterrichtsstunden, verteilt auf 10 Seminartage, erwerben die Teilnehmenden pädagogische, psychologische und rechtliche Grundlagen für die inklusive Ausbildung.

Auf dem Lehrplan stehen unter anderem:
• didaktische Konzepte für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
• medizinische und diagnostische Grundlagen
• rechtliche Rahmenbedingungen wie BBiG und SGB
• Kenntnisse über das System der beruflichen Rehabilitation
• Methoden zur individuellen Förderung

Besonders wertvoll: die Praxisnähe. Die Prüfungssimulation auf dem Hof ist nur ein Beispiel. Durch solche realitätsnahen Übungen lernen die angehenden Ausbilderinnen und Ausbilder, wie sie Prüfungen strukturieren, individuell begleiten und fair gestalten können. Gleichzeitig profitieren die teilnehmenden Auszubildenden: Sie erleben eine Prüfungssituation unter geschützten Bedingungen, eine klassische Win-Win-Situation. Auch für Tjorben Münkel, Auszubildender als Werker in der Landwirtschaft, war der Tag ein wichtiger Schritt: „Es war sehr hilfreich, die Prüfungssituation heute schon einmal zu üben. Jetzt kann ich viel besser einschätzen, wie die Prüfung ablaufen wird und woran ich noch arbeiten kann.“

Inklusion als Selbstverständlichkeit

„Inklusion muss heute gesamtgesellschaftlich mitgedacht werden“, sagt Husmann-Klaffke. „In der Landwirtschaft wurde sie jedoch schon immer ganz selbstverständlich gelebt.“ Menschen mit Förderbedarf seien seit jeher Teil vieler Höfe, als geschätzte Mitarbeitende mit praktischen Fähigkeiten und hoher Einsatzbereitschaft.

Gleichzeitig verschweigt sie nicht die Herausforderungen: Förderbedarfe seien so vielfältig wie die Menschen selbst, von Lernbehinderungen bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten. „Der Ausbilder muss bereit sein, individuell einzugehen. Das kann Geduld fordern und anspruchsvoll sein, für den Ausbilder wie auch für die Familie. Dafür ist nicht jeder geschaffen.“ Genau deshalb sei eine fundierte Qualifizierung so wichtig.

Positive Überraschungen und neue Perspektiven

Wie lebendig und praxisnah das Seminar ist, bestätigt auch Ole Wentzien, Fachschüler an der BBS Rotenburg. „Es ist eine wirklich tolle Möglichkeit, die ReZA-Qualifizierung kostenlos über die BBS absolvieren zu können“, sagt er.

Seine anfänglichen Erwartungen wurden deutlich übertroffen: „Ehrlich gesagt habe ich mir das Seminar eher trocken vorgestellt, aber ich wurde positiv überrascht, wie aktiv und lebendig viele Inhalte gestaltet sind.“ Besonders spannend fand er die pädagogischen Aspekte sowie die Referenten, etwa von der Agentur für Arbeit, die neue Perspektiven einbrachten. Selbst moderne Technik kam zum Einsatz: Die SVLFG beeindruckte mit einer VR-Brille.

Für Wentzien ist das Seminar mehr als nur eine Zusatzqualifikation: „Eine super Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln. Im Laufe der zweijährigen Fachschule machen wir auch den Ausbilderschein. Das hier war ein motivierender erster Berührungspunkt, der mir gezeigt hat, wie viel Spaß es machen kann, junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf zu begleiten.“

Ein Angebot mit Zukunft

Der Bedarf ist groß: Die BBS Rotenburg führt bereits eine eigene Berufsschulklasse für Werkerinnen und Werker in der Landwirtschaft. Gleichzeitig übersteigt die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen zunehmend die Zahl der qualifizierten Ausbilderinnen und Ausbilder.

Deshalb bietet die Schule das ReZA-Seminar für Fachschülerinnen und Fachschüler kostenlos an und öffnet es darüber hinaus auch für Externe zu einem moderaten Preis. Die Entscheidung ist klar: „Ja, das Seminar soll nun regelmäßig stattfinden, immer parallel zur zweijährigen Fachschulausbildung“, kündigt Husmann-Klaffke an.

Was auf dem Hof in Rotenburg geprobt wird, ist also weit mehr als eine Prüfungssimulation. Es ist ein Modell für eine Landwirtschaft, die Verantwortung übernimmt, Potenziale erkennt und Menschen eine echte Chance gibt. Eine Landwirtschaft, die zeigt: Inklusion ist keine Zusatzaufgabe, sondern eine Stärke.

06.02.2026
Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten?

Hybrid-Seminar

Vom 23. bis 24. Februar 2026 findet ein Hybrid-Seminar im Tagungshaus Freudenburg (Bassum) zu dem folgenden Thema statt: Was tun bei Katastrophen oder in Krisenzeiten? Katastrophen- und Zivilschutz im ländlichen Raum

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie HIER.

03.02.2026
Zukunftstag 2026

Höfe öffnen - Zukunft sichern

Der Zukunftstag 2026 findet am 23. April statt. Auch in diesem Jahr möchten wir als Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. Schülerinnen und Schülern aus unserer Region die Möglichkeit geben, die Landwirtschaft hautnah zu erleben. Dafür sind wir auf die Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen.

Junge Menschen für die Landwirtschaft begeistern

Ein Zukunftstag auf dem eigenen Betrieb ist eine hervorragende Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen den landwirtschaftlichen Alltag realistisch und praxisnah zu zeigen. „Mitmachen und Miterleben“ stehen dabei im Mittelpunkt: Tiere versorgen, bei Hofarbeiten helfen, Einblicke in Technik und Maschinen bekommen oder bei einer Traktorfahrt dabei sein – all das hinterlässt bleibende Eindrücke und weckt Interesse an unseren Berufen.

Nachwuchs gewinnen und Einblicke ermöglichen

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, frühzeitig Interesse für die grünen Berufe zu wecken. Der Zukunftstag bietet die Chance, jungen Menschen zu zeigen, wie vielfältig, modern und verantwortungsvoll die Arbeit in der Landwirtschaft heute ist. Oft sind es genau diese ersten praktischen Erfahrungen, die spätere Ausbildungsentscheidungen beeinflussen.

Machen Sie mit!

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Betriebe aus der Region Rotenburg-Verden bereit sind, am Zukunftstag Schülerinnen und Schüler auf ihren Höfen aufzunehmen. Der Landvolk-Kreisverband übernimmt gerne die Koordination und vermittelt interessierte Familien und Kinder an die teilnehmenden Betriebe.

Rückmeldung und Kontakt: aswald@landvolk-row-ver.de

03.02.2026
Landvolk verlangt Düngerechtsänderungen

Landwirte fordern stärkere Verursachergerechtigkeit

Für die niedersächsischen Landwirte ist die Zeit zur Frühjahrsdüngung ihrer Felder und Wiesen noch nicht gekommen. Die Böden sind nahezu landesweit auch in den nächsten Tagen noch mit Schnee bedeckt und zudem gefroren. Die Pflanzen auf den Äckern und das Grünland verharren in einer Vegetationsruhe. „Unseren Landwirten ist die bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr zu ihren Kulturen wichtig, unabhängig davon, ob es über organischen oder mineralischen Dünger geschieht“, sagt Landvolkpräsident Holger Hennies. Nur durch gezielte und zeitgerechte Verwendung von organischen Düngern wie Gülle und Gärresten aus der Tierhaltung und Biogasanlagen gäbe es eine Kreislaufwirtschaft und mineralischer Dünger könne eingespart werden. Sobald der Boden wieder aufnahmefähig ist, werden die Güllefässer auf den Feldern zu sehen sein und kurzzeitig „Landluft“ verbreiten.

„Die Vorschriften des sehr detaillierten Düngerechts sind unser Rahmen, den wir dabei beachten“, verbürgt sich Hennies für seine Berufskollegen. Dazu zählten verschiedenen, kultur- und standortabhängigen Ausbringungsobergrenzen, eine betriebsbezogene Obergrenze für organische Düngemittel wie Gülle, Mist und Gärreste, sowie die der behördlichen Kontrolle dienenden Aufzeichnungs- und Meldepflichten an die Landesdüngebehörde.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, aber auch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatten aktuell geurteilt, dass bestimmte Sonderregelungen, die in behördlich ausgewiesenen Gebieten unter anderem eine noch weitergehende Reduzierung der Stickstoffdüngung unter den Bedarf der Pflanzen verlangen, wegen formaler und handwerklicher Rechtsmängel bei der Grenzziehung und Festsetzung dieser Gebiete unwirksam sind „Aus unserer Sicht sind diese „roten Gebiete“ völlig überdimensioniert und geben die heutigen Nährstoffverluste, die zu Gewässerbelastungen führen können, nicht wieder“, bezieht sich Hennies auf eine jüngere Untersuchung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Er stellt daher die Sonderregelungen und Gebietsabgrenzungen, die auch deutlich über EU-Standards hinausgehen, infrage und fordert auch mit Blick auf den notwendigen Humuserhalt und die Proteinversorgung bei der Ernährungssicherung mehr Flexibilität. „Wir verfügen über ausreichende Methoden und setzen diese auch ein, damit möglichst wenig Nährstoffverluste entstehen und die Gewässerqualität gefährden“, gibt Hennies Einblicke in die gute fachliche Praxis. Die erzielten Ergebnisse ließen sich über die alljährlichen Meldungen der Landwirte an die Düngebehörde sehr gut belegen. Das zeige auch der jährliche Nährstoffbericht des Landes. „Wir haben das größte Interesse an guter Wasserqualität für unsere Pflanzen, Tiere und uns selbst, unser Düngerecht braucht hier mehr Verursachergerechtigkeit“, betont der Landwirt.

Aktuelles aus dem Landesverband

06.03.2026
Neue Exportchance für deutsche Geflügelbranche
Geflügel

Der Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Peking vergangene Woche, bringt erstmals Bewegung in bilaterale Agrarthemen: China erlaubt künftig den Export gegarter Hühnerfüße aus Deutschland – ein Produkt, das hierzulande kaum Absatz findet, in China jedoch als Delikatesse gilt. Die Rohware bleibt davon allerdings ausgenommen. Parallel dazu starten Deutschland und China einen engeren agrarpolitischen Dialog: Beide Seiten haben Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) sowie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) unterzeichnet. Ziel sind langfristige Regionalisierungsabkommen, die im Seuchenfall Exporte aus nicht betroffenen Regionen weiterhin ermöglichen würden. Ein wichtiges Signal und ein Auftakt für weitergehende Verhandlungen.

06.03.2026
Aktualisierte Kurzmeldung zur Newcastle-Krankheit
Geflügel

Ende Februar kam es erstmals seit vielen Jahren wieder zu Fällen der Newcastle Disease (ND, sog. Atypische Geflügelpest) bei Nutzgeflügel in Deutschland. Der DBV hat hierzu einen Beitrag in DBVexklusiv veröffentlicht. Sowohl in Bayern als auch Brandenburg breitet sich ND seither weiter aus. In Bayern wurden im Landkreis Erding, nahe München, inzwischen über 100.000 Legehennen gekeult, im Landkreis Mühldorf am Inn 30.000 Masthähnchen, sowie im Landkreis Rottal‑Inn 60.000 Masthähnchen. Die neun im TierSeuchenInformationsSystem hinterlegten bayerischen Fälle liegen teils räumlich rund 50 km auseinander. Die Restriktionsgebiete wurden entsprechend deutlich ausgeweitet. Auch in Brandenburg wurde ein weiterer ND‑Ausbruch bestätigt. In Bestensee im Landkreis Dahme‑Spreewald ist das Virus in einem Legehennenbetrieb mit rund 375.000 Tieren nachgewiesen worden. Weitere Stallungen auf dem Gelände mit 510.000 müssen ebenfalls gekeult werden. Wie bei HPAI greifen auch bei ND unmittelbar strenge Bekämpfungsmaßnahmen. Dazu gehören Sperrzonen, Aufstallungspflichten und umfassende Kontrollen sämtlicher geflügelhaltender Betriebe in den betroffenen Regionen. Die Ukraine hat wegen des ND-Ausbruchs Importsperren für Eintagsküken, Bruteier und Geflügelerzeugnisse verhängt und eine Regionalisierung abgelehnt. Nach Destatis (2025) gingen rund 5,8 Mio. Eintagsküken und 25,1 Mio. Bruteier in die Ukraine – etwa 6,7 % des deutschen Bruteier‑Exports. Der DBV appelliert eindringlich an alle Geflügelhalter, ihre betriebsspezifischen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent zu überprüfen und strikt einzuhalten. Dazu gehören insbesondere eine einwandfreie Stallhygiene, strenge Zugangsbeschränkungen sowie der Schutz vor indirekten Einträgen.

06.03.2026
DBV fordert Reform des Verbandsklagerechts
Geflügel

Anlässlich der ersten Lesung zur Reform des Verbandsklagerechts im Deutschen Bundestag fordert die DBV-Generalsekretärin, Stefanie Sabet, die Bundesregierung auf, das Verbandsklagerecht sowohl im nationalen und europäischen Recht als auch im Rahmen der Vertragsweiterentwicklung der Aarhus- Konvention auf den Prüfstand zu stellen und dem Prinzip „Blockade durch Klage“ endlich ein Ende zu setzen. „Die Betriebe brauchen Rechts- und Planungssicherheit statt Blockade“. Das aktuelle Verbandsklagerecht führe zu erheblichen Verzögerungen bei betrieblichen Entwicklungen. „Es verhindert Planungssicherheit, etwa bei Stallbauten. Für viele Familienbetriebe bedeutet das: Investitionen werden blockiert, Existenzen gefährdet. Daher müssen die Ausschlussregelungen nachgeschärft werden. Die Betriebe brauchen Rechtssicherheit statt potenzieller Klageverfahren. Notwendige Investitionen in der Landwirtschaft dürfen nicht durch überzogene Klagerechte ausgebremst werden“, so Sabet.

06.03.2026
Aktueller Stand GMO Artikel 148
Milch und Rind

In der gestrigen vierten Trilogrunde zur Reform der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) konnten sich die drei EU-Institutionen auf einen vorläufigen Kompromiss einigen. Nach aktuellem Stand sieht der Kompromiss vor, dass schriftliche Lieferverträge zwischen Landwirten und Käufern künftig EU-weit zum Regelfall werden sollen. Welche konkreten Bestandteile diese Verträge enthalten müssen, können die einzelnen EU-Mitgliedstaaten festlegen. Ihnen steht dabei unter bestimmten Voraussetzungen ein sogenanntes Opt-out zu für den sich das Landvolk in den letzten Monaten intensiv eingesetzt hat. Das bedeutet, dass die Länder selbst entscheiden können, welche Elemente (Milchpreis, die Liefermenge, Bezug zu Produktionskosten etc.) verpflichtend in den Verträgen geregelt werden müssen. Die vorläufige Einigung muss noch formell vom Europäischen Parlament und vom Rat bestätigt werden, bevor sie in Kraft treten kann. Detailliertere Regelungen und dessen Auswirkungen werden sich in den nächsten Wochen ergeben.

06.03.2026
Rindermarkt: Rindfleischerzeugung in der EU rückläufig
Milch und Rind

(AMI) Nachdem die Zahl der Rinderschlachtungen in der EU im Jahr 2024 leicht gestiegen war, setzte sich dieser Trend im Folgejahr nicht fort. So wurden von Januar bis Dezember 2025 rund 21,1 Mio. Rinder geschlachtet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 5,8 %.

An erster Stelle der europäischen Produzenten stand Frankreich mit 3,8 Mio. geschlachteten Rindern. Mit deutlichem Abstand folgte Deutschland auf dem zweiten Rang. Beide Länder verzeichneten einen starken Rückgang bei der Menge der durchgeführten Schlachtungen. Ähnlich war es in den anderen wichtigen Erzeugerländern. Auch dort kam es durchweg zu Rückgängen der Schlachtzahlen. Die Verringerung der erzeugten Fleischmenge in der EU fiel etwas geringer aus als die der Schlachtungen. Die um 4,2 % gesunkene Produktion deutet auf höhere Schlachtgewichte als im Vorjahr hin. Gründe für die sinkende Rindfleischproduktion in der EU sind unter anderem der anhaltende Strukturwandel. In zahlreichen Ländern nehmen die Bestände seit Jahren ab, da Landwirte die Rinderhaltung aufgeben. Hohe Futter- und Energiekosten führten dazu, dass vielerorts Betriebe geschlossen wurden.

06.03.2026
Jahr der Bäuerin und Internationaler Frauentag
Milch und Rind

(DBV) Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2026 und des von den Vereinten Nationen ausgerufenen „International Year of the Woman Farmer“ veranstaltet der Internationale Weltmilchverband (IDF) am 11. März 2026 von 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr ein Webinar, dass den Beitrag und die Expertise von Frauen in der globalen Milchwirtschaft würdigt. Internationale Referentinnen werden Einblicke geben, wie der Milchsektor die Führung von Frauen stärken und die nächste Generation von Landwirtinnen weltweit unterstützen kann. Zum Programm und zur Anmeldung geht es hier. Zudem hat auf nationaler Ebene eine Allianz aus neun Verbänden die Entscheidung der Vereinten Nationen begrüßt und dazu ein Positionspapier mit acht Handlungsfeldern verabschiedet.

06.03.2026
16. Berliner Milchforum 2026 fast ausgebucht
Milch und Rind

(DBV) Das am 12./13. März 2026 im Berliner Titanic Chaussee Hotel stattfindende Berliner Milchforum ist fast ausgebucht. Noch ist eine Anmeldung ist für den zweiten Tag in Präsenz und für die Gesamtveranstaltung (außer Branchentreff am Abend) virtuell möglich. Am ersten Tag startet die Veranstaltung mit einem Debattenformat unter dem Titel „Mehr. Wert. Milch – Wer zahlt, wer zählt?“, in dem Vertreter aus Land- und Molkereiwirtschaft, Handel und QM-Milch die Wertschöpfungskette beleuchten. Am 13. März 2026 findet vormittags eine Vortragsreihe zu den Themen Milchmarkt, Ernährungstrends und Stallbauinnovation statt und am Nachmittag diskutieren Vertreter aus Politik, Verbänden und Praxis auf dem Podium das Thema „Versprochen – gehalten? Ein Jahr neue Bundesregierung“. Zur Anmeldung für die noch verfügbaren Plätze und zum Programm geht es hier.

06.03.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) Die Milchanlieferung in Deutschland liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. In der 8. KW stieg das Milchaufkommen um 0,3 % zur Vorwoche und um 6,1 % zum Vorjahr. Nachfrage nach abgepackter Butter bleibt hoch; die Preise in Kempten lagen am 04.03.2026 bei 3,65- 4,85 €/kg. Kurzfristig werden steigende Molkereiabgabepreise erwartet. Nachfrage nach Blockbutter bleibt hoch, Preise ziehen weiter an- sowohl in den Niederlanden als auch in Kempten. Die Nachfrage nach Schnittkäse ist sehr hoch, das Angebot knapp, und die Preise steigen weiter – besonders für Blockware. Exporte laufen gut, während geringe Lagerbestände den Markt zusätzlich festigen.

Nachfrage nach MMP ist weiter stark, die Werke sind ausgelastet und die Preise steigen. Der Konflikt erhöht Energie – und Logistikkosten, doch das Kaufinteresse bleibt hoch; der schwächere Euro stärkt zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit. Markt für VMP tendiert fester, und es werden höhere Preise erzielt; Kaufinteresse für verschiedene Termine ist vorhanden. Die Lage bei MP ist sehr fest: hohe Nachfrage, knappes Angebot und deutlich steigende Preise.  

06.03.2026
Auf und Ab der Weizenkurse an der Euronext
Pflanzen

(AMI) Ausschreibungen aus Nordafrika und dem Nahen Osten bestätigen das Kaufinteresse am Weltmarkt. Westeuropäischer und US-Weizen stehen jedoch weiterhin unter starkem Konkurrenzdruck aus der Schwarzmeerregion.

Nach ausgeprägten Tagesschwankungen zwischen -4,50 und +4,25 EUR/t schloss der Fronttermin für Weizen am 05.03.2026 mit 196,25 EUR/t etwa 3 EUR/t über dem Vorwochenniveau. Zwischenzeitlich erreichte der Fronttermin mit 197,50 EUR/t den höchsten Stand seit Anfang August 2025. Der Kontrakt der Ernte 2026 zeigte sich ebenfalls fester und schloss zuletzt bei 208,75 EUR/t, was einem Wochenplus von 6,25 EUR/t entspricht.

Die Entwicklungen im Nahost-Konflikt hatten auf die Pariser Weizenkurse nur begrenzten Einfluss. Deutlichere Auswirkungen zeigte das Kriegsgeschehen hingegen bei den Ölsaaten sowie deren Nachprodukten, insbesondere bei Pflanzenölen. Kursstützend wirkte jedoch der schwache Euro. Eine nachgebende Gemeinschaftswährung verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Getreide auf den internationalen Märkten. Der US-Dollar fungierte erneut als sicherer Hafen und legte allein in den vergangenen drei Handelstagen um 1,8 % zu.

Auf der Nachfrageseite zog das Kaufinteresse wichtiger Importländer in den vergangenen Tagen leicht an. Vor allem ägyptische Käufer suchten Weizen zur Lieferung ab April, bevorzugten jedoch weiterhin das im Vergleich zu EU-Weizen günstigere Angebot aus der Schwarzmeerregion. Saudi-Arabien deckte sich zum Wochenbeginn im Rahmen einer internationalen Ausschreibung mit knapp 800.000 t Weizen ein, nachdem zuvor eine Ausschreibung über 655.000 t angekündigt worden war. Der überwiegende Teil der Mengen – voraussichtlich rund 550.000 t – dürfte mit russischem Weizen beliefert werden, ergänzt durch weitere Lieferungen aus der Schwarzmeerregion, unter anderem aus Rumänien.

Auch Algerien soll zum Wochenwechsel eine größere Weizenmenge von rund 400.000 t gekauft haben, eine offizielle Bestätigung steht bislang jedoch aus. Wie bereits bei anderen Ausschreibungen galt westeuropäischer Weizen auch hier als kaum wettbewerbsfähig gegenüber Schwarzmeerherkünften. Gleichwohl entziehen die Ausschreibungen aus Saudi-Arabien und Algerien dem insgesamt gut versorgten Weltmarkt zusammengenommen rund 1,2 Mio. t Weizen.