Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

08.01.2026
Einladung zur digitalen Fachveranstaltung auf Bezirksebene

Jetzt anmelden!

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Bayerischen Landesdüngeverordnung wirft viele Fragen auf – auch für die landwirtschaftliche Praxis in Niedersachsen. Welche Auswirkungen hat die Entscheidung? Welche Rechtslage gilt für die Düngung ab 2026? Und wie geht es weiter?

Diese und weitere Fragen beantwortet Hartmut Schlepps, Experte für Umweltrecht und -politik beim Landesbauernverband Niedersachsen, in einem digitalen Fachvortrag auf Bezirksebene.

WANN: Dienstag, 27. Januar 2026

UHRZEIT: 19.30 Uhr

WO: Online über Microsoft Teams Landwirte aus dem Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden sind herzlich eingeladen, an dieser Informationsveranstaltung teilzunehmen.

Anmeldung unbedingt erforderlich Bitte melden Sie sich bis Dienstag, 27. Januar 2026, 12.00 Uhr per E-Mail an: mail@landvolk-brvzev.de

Nach der Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zur Veranstaltung.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die aktuelle Rechtslage zu informieren – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

22.12.2025
Anmeldezeitraum verlängert bis zum 15.1.2026

AgrarImpulse. Wissen wächst weiter

Das Niedersächsische Landvolk, Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., lädt am 28. Januar 2026 zum neuen Info- und Workshop-Tag „AgrarImpulse. Wissen wächst weiter“ in den Niedersachsenhof in Verden ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Landwirtinnen und Landwirte, die sich kompakt, verständlich und praxisnah über aktuelle Themen informieren möchten.

Statt langer Winterversammlungen gibt es diesmal einen kurzen, dichten und nützlichen Veranstaltungstag: Was hat das Landvolk im vergangenen Jahr konkret erreicht? Wo gibt es neue Möglichkeiten, Förderungen besser zu nutzen? Wie sichern Betriebe ihre Abläufe, wenn plötzlich jemand ausfällt? Und wie können Social-Media-Kanäle heute dabei helfen, Hof, Direktvermarktung oder Dienstleistungen sichtbarer zu machen?

Am Nachmittag stehen vier Workshops zur Wahl, die direkt an den betrieblichen Alltag anknüpfen:

  1. „Was tun, wenn der Betriebsleiter plötzlich ausfällt?“ – mit Praxiserfahrungen und rechtlichen Hinweisen

  2. „Das 1x1 der Förderanträge“ – verständlich erklärt, damit nichts liegen bleibt

  3. „Social Media für den eigenen Betrieb“ – einfache Strategien, die sofort umsetzbar sind

  4. „Wassermanagement in Zeiten knapper Ressourcen“ – Potenziale erkennen und Kosten im Blick behalten

Zwischen den Programmpunkten bleibt Zeit für Austausch, Rückfragen und Gespräche unter Kollegen – etwas, das viele landwirtschaftliche Familienbetriebe besonders schätzen. Natürlich ist auch für gutes Essen und eine angenehme Atmosphäre gesorgt.

Programm

• 10:00 Uhr – Ankunft & Begrüßung

• 10:30 Uhr – Infomodul: „Was hat das Landvolk in diesem Jahr für Euch getan?“

• 12:30 Uhr – Mittagspause

• 13:00 Uhr – Workshop-Phase (vier Module zur Auswahl)

• 14:00 Uhr – Gemeinsamer Abschluss

Anmeldung bis 15. Januar 2026 per E-Mail an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de). Bitte das gewünschte Workshop-Thema gleich mit angeben.

Mit „AgrarImpulse“ schafft der Landvolk-Kreisverband ein Format, das Landwirten gezielt Wissen an die Hand gibt, das im Betriebsalltag wirklich weiterhilft. Wer seinen Betrieb gut für die kommenden Jahre aufstellen möchte, sollte diesen Termin nicht verpassen.

19.12.2025
Angepasste Öffnungszeiten zwischen den Feiertagen

Wir haben vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar geschlossen

Liebe Mitglieder,

unsere Geschäftsstellen in Rotenburg und Verden sind in der Zeit vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Januar auf Grund der Feiertage geschlossen. Ab dem 5. Januar stehen wir Euch wieder wie gewohnt zur Verfügung und freuen uns darauf, Eure Anliegen zu bearbeiten.

17.12.2025
Schluss mit der Verzögerung von echtem Wolfsmanagement!

Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement fordert Beschlüsse vor Weidesaison 2026

Das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement (AAW), ein Zusammenschluss von 27 Verbänden, fordert die sofortige Einführung eines echten Wolfsmanagements in Niedersachsen und drängt damit auf eine schnelle Anpassung des Bundes- und Landesrechts an die geänderte europäische Rechtslage. Mit der seit 2025 geltenden Änderung der FFH-Richtlinie – der Wolf wurde von Anhang IV in Anhang V herabgestuft – und der offiziellen Meldung eines günstigen Erhaltungszustands der Wolfspopulation nach Brüssel sieht das Bündnis die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um in Niedersachsen ein umfassendes, wirksames Wolfsmanagement einzuführen.

„Der Wolf muss jetzt schnell und vollständig dem Bundesjagdrecht unterstellt und aus dem Bundesnaturschutzgesetz gestrichen werden“, betont Jörn Ehlers, Sprecher des AAW und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen. Er weist außerdem auf die Dringlichkeit hin, dass alle neuen Regelungen spätestens zur Weidesaison 2026 anwendbar sein müssen.

Aus Sicht der beteiligten Verbände ist klar: Eine weitere ungehinderte Ausbreitung der Wölfe in vom Menschen dicht besiedelte, durch die landwirtschaftliche Nutzung entwickelte Kulturlandschaft, sei weder notwendig für die Erhaltung einer europäischen Wolfspopulation noch vereinbar mit Weidetierhaltung, Landschaftspflege und öffentlicher Sicherheit. Im gemeinsamen Positionspapier fordert das AAW: Besonders Regionen, in denen Zäunungen nicht möglich sind – darunter zum Beispiel Deichstandorte oder die Lüneburger Heide – müssen konsequent als dauerhafte Wolfshabitate ausgeschlossen werden.

Zum geforderten aktiven Wolfsmanagement zählt nach Ansicht des Bündnisses ein unbürokratischer Abschuss von Problemwölfen und Problemrudeln. Gina Strampe, Landesverband für landwirtschaftliche Wildhaltung Niedersachsen, ergänzt: „Es braucht ein Bestandsmanagement, um kurzfristig den Zuwachs zu begrenzen und das Ziel eines Akzeptanzbestandes zu erreichen.“ Hierfür müsse die Bejagung von Jungwölfen ermöglicht werden, um einen weiteren Populationsanstieg zu verhindern. Grundlage soll eine jährliche Populationsmodellierung sein, mit der die zulässige Entnahmequote auf Basis aktueller Daten festgelegt wird.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Entlastung der Tierhalter. Schäden durch Wolfsübergriffe sollen künftig vollständig ersetzt werden – inklusive Folgekosten wie durch spätere stressbedingte Aborte entgangene Einnahmen oder Schäden durch panikbedingt ausbrechende Tiere. Ein Rechtsanspruch ohne finanzielle Deckelung sei notwendig, ebenso sollen die Anforderungen an wolfsabweisende Zäune zukünftig nicht mehr weiter gesteigert werden. Auch beim Herdenschutz sieht das Bündnis dringenden Reformbedarf: Förderprogramme müssen praxisnäher gestaltet und entbürokratisiert werden.

Das Fazit des Bündnisses ist eindeutig: „Ohne ein sofortiges, rechtssicheres und wirksames Wolfsmanagement geraten Weidetierhaltung und Kulturlandschaften in Niedersachsen weiter unter Druck“, sagt Ehlers.

Die Gemeinsame Position des Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement kann HIER aufgerufen werden.

16.12.2025
Afrikanische Schweinepest: Videos zur Prävention

Landvolk beteiligt sich an Präventionsfilmen für Jäger, Landwirte und Verbraucher

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung in Niedersachsen. Der Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen, Jörn Ehlers, betont die Bedeutung von Prävention und Aufklärung: „Wir müssen alles tun, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Es geht um den Schutz unserer Betriebe und um das Wohl der Tiere. Dabei sind nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe gefragt, sondern alle, die im ländlichen Raum unterwegs sind.“

Das Virus hat in den vergangenen Jahren immer wieder große „Sprünge“ gemacht. Die landwirtschaftlichen Konsequenzen sind enorm: Neben wirtschaftlichen Verlusten für die Schweinebauern droht auch großes Tierleid. Das Landvolk setzt sich für eine noch intensivere Präventionsarbeit und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Beteiligten ein. „Prävention ist die einzige Möglichkeit, um die Weiterverbreitung in Deutschland und den Eintrag der ASP in Niedersachsen zu verhindern. Wir dürfen nicht aufhören, auch die Bevölkerung hierfür zu sensibilisieren“, betont Ehlers.

Leider wurde das Virus der ASP immer wieder durch menschliches Verschulden in zuvor ASP-freie Länder und Gebiete eingetragen. „So konnte durch das Friedrich-Löffler-Institut nachgewiesen werden, dass die Virusvariante aus Nordrhein-Westfalen eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der italienischen Region Kalabrien zeigte“, erklärt Ehlers die Gefahr, die von kontaminierten, fleischhaltigen Produkten ausgehen kann, wenn diese achtlos an Raststätten oder in der Natur entsorgt werden. Ehlers appelliert an alle Verbraucher, Lebensmittel stets sachgerecht über bereitstehende Mülleimer zu entsorgen, sodass Wildschweine damit nicht in Berührung kommen können.

Das Virus bleibt in der Umwelt lange stabil und kann zum Beispiel durch Kleidung, Gegenstände, Fahrzeuge oder Schuhe übertragen werden. „Hier ist auch die Jägerschaft gefragt“, sagt Ehlers. Jäger, die in ASP-Gebieten gejagt haben, müssen Jagdkleidung oder Fahrzeuge gründlich reinigen und desinfizieren, um das ASP-Virus nicht zu verschleppen. Auch die Mitnahme von Jagdtrophäen aus ASP-Gebieten stellt ein Eintragsrisiko dar.

„Natürlich stehen auch wir Schweinehalter in der Pflicht, unsere Tierbestände vor der ASP zu schützen“, betont der Landvolk-Vizepräsident. „Wir sind aufgefordert, wirksame Biosicherheitsmaßnahmen auf unseren Betrieben umzusetzen, zu kontrollieren und zu optimieren. Das Niedersächsische Biosicherheitskonzept für schweinehaltende Betriebe, das das Landvolk gemeinsam mit der Niedersächsischen Tierseuchenkasse initiiert hat, hilft dabei diese Managementmaßnahmen umzusetzen“, empfiehlt Ehlers, der gleichzeitig Vorsitzender der Niedersächsischen Tierseuchenkasse ist.

Um Jägerinnen und Jäger, Landwirtinnen und Landwirte sowie die breite Öffentlichkeit für die Gefahren des ASP-Eintrags zu sensibilisieren, hat die Niedersächsische ASP-Sachverständigengruppe, in der auch das Landvolk vertreten ist, drei Aufklärungsvideos produziert. „Die Videos geben einfache, aber effektive Tipps, wie man den Viruseintrag verhindern und Betriebe schützen kann – vom richtigen Reinigen der Ausrüstung bis zum richtigen Verhalten beim Umgehen mit Wildtieren“, führt Ehlers aus.

Landesjägerschaft Niedersachsen, Landwirtschaftsministerium Niedersachsen sowie der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) und das Landvolk haben die Videos finanziert. Sie sind HIER abrufbar.

11.12.2025
Gegenseitiger Austausch als Erfolgsfaktor

Gute Zusammenarbeit zwischen Landvolk und Veterinärbehörden

Die enge Kooperation zwischen der Landwirtschaft und den Veterinärbehörden spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Tiergesundheit und der Lebensmittelsicherheit. Ein eindrucksvolles Beispiel für diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist der regelmäßige Austausch zwischen den Vertretern der Landvolkkreisverbände Rotenburg-Verden und Bremervörde-Zeven und den Fachdienstleitungen der Veterinärämter Rotenburg und Verden, Dr. Joachim Wiedner und Dr. Inis Graue. Dieser wichtige Dialog über aktuelle Herausforderungen fand kürzlich erneut auf dem Hof von Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Bremervörde-Zeven, statt.

Einblicke in die Tierseuchenbekämpfung

Zu Beginn des Treffens nahmen alle Beteiligten an einer Videokonferenz des Landvolks Niedersachsen teil, bei der der Ausschuss für Schwein/Veredelung und der Arbeitskreis Sauenhaltung aktuelle Themen der Schweinehaltung diskutierten. Ein zentrales Thema war der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Spanien und die Auswirkungen auf die deutschen Märkte. Spanien, als führender Schweinefleischexporteur in der EU, hat einen erheblichen Anteil am internationalen Handel mit Schweinefleisch. Besonders betroffen von einem ASP-Ausbruch sind die Exportmärkte nach China und andere asiatische Länder, die zu den wichtigsten Abnehmern gehören.

Dank eines bilateralen Abkommens zwischen Spanien und China zur Regionalisierung von ASP-Ausbrüchen konnten die Exportmöglichkeiten weitgehend erhalten bleiben. “Die schnelle Akzeptanz der Regionalisierung durch China hat uns positiv überrascht”, betont Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks und Vorsitzender des Kreisverbandes Rotenburg-Verden. Dennoch hat der ASP-Ausbruch zu erheblichen Preisrückgängen geführt, was die Situation für die Schweinehalter in Spanien erschwert. So sei der Lebendpreis der Schweine in Spanien aktuell von 1,30€ EUR/kg auf 1,10€ EUR/kg gesunken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Aufklärung der Bevölkerung, wie durch einfache Maßnahmen wie das richtige Entsorgen von Essensresten auf Rastplätzen das Risiko einer Ausbreitung der ASP verringert werden kann.

Der Kampf gegen die Vogelgrippe

Neben der Afrikanischen Schweinepest wurde auch die Vogelgrippe als zentrales Thema erörtert. Dr. Inis Graue berichtete, dass die niedersächsische Tierseuchenkasse bereits mit Kosten in Höhe von rund 32 Millionen Euro für die betroffenen Betriebe rechnet. Besonders betroffen seien dabei die Geflügelbetriebe mit Putenhaltung gewesen. „Die Räumung der betroffenen Bestände hat gut funktioniert“, so Graue. Ein besonderes Augenmerk galt der Frage der „Ertragsausfallversicherung“, die derzeit nicht über die Tierseuchenkasse abgesichert ist.

Eine großen Herausforderungen stellt zudem die Weidehaltung von Gänsen dar. Gänse benötigen viel Platz, Zugang zu Grünfutter und offenes Wasser, was eine Aufstallung in Krisenzeiten besonders schwierig macht. Aus Sicherheitsgründen haben viele Gänsehalter daher auf eine frühere Schlachtung gesetzt. Ein Prozess, der jedoch insbesondere in der Weihnachtszeit problematisch wird, da Frischgänse zu dieser Zeit besonders gefragt sind.

Neue Wege in der Seuchenbekämpfung

Ein entscheidendes Thema, das bei diesem Treffen immer wieder zur Sprache kam, war der zeitgemäße Umgang mit Tierseuchen. So betonte Dr. Joachim Wiedner, dass die geltenden Bestimmungen strikt und gewissenhaft umgesetzt werden müssten. Gleichzeitig dürfe jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass durch fundierte Risikobewertungen und entsprechende Managementpläne in bestimmten Fällen ein Keulen in weiteren Ställen umgangen werden kann. Auch Graue plädierte für ein ausgewogenes, zeitgemäßes Abwägen in dieser Frage.

Fortschritte bei der Tierseuchenprävention

“Wir haben hier in Niedersachsen eine sehr gute Biosicherheit”, so Dr. Graue. Ein positives Beispiel sei der Rückgang der Blauzungenerkrankung, die dank Impfungen und strengerer Maßnahmen deutlich weniger Ausbrüche verzeichnet. „Die Impfquote liegt bei über 50 Prozent“, erläuterte Dr. graue. „Durch die natürliche Immunität ist der Schutz zusätzlich gestärkt“, ergänzte Dr. Wiedner.

Trotz dieser Fortschritte gibt es auch in anderen Bereichen noch Herausforderungen. Die zunehmende Bürokratie wird von allen Teilnehmern kritisch betrachtet. „Jedes Jahr gibt es gefühlt einen Zettel mehr“, so Alexander von Hammerstein, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Bremervörde-Zeven. Auch Probleme im Bereich der Tiertransporte und der zunehmende Rückgang der Schlachtbetriebe bereitet den Landwirten Sorge.

Fazit: Ein starkes Netzwerk für die Zukunft

Die enge Zusammenarbeit zwischen den Landvolkkreisverbänden und den Veterinärbehörden hat sich als äußerst effektiv erwiesen. Durch den regelmäßigen Austausch und die gemeinsame Arbeit an Lösungen können aktuelle Herausforderungen im Bereich der Tiergesundheit und -sicherheit erfolgreich bewältigt werden. Dabei ist die kontinuierliche Weiterentwicklung von Diagnostik und Hygienemaßnahmen ebenso wichtig wie die Erarbeitung pragmatischer Lösungen. Die vorbildliche Kooperation von Landvolk und Veterinärbehörden zeigt, wie durch partnerschaftliches Handeln der Schutz von Tieren, die Sicherstellung von Lebensmittelsicherheit und die Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe gleichermaßen gestärkt werden können. In Zeiten zunehmender Herausforderungen und Unsicherheiten ist ein starkes Netzwerk für die Landwirtschaft unerlässlich.

10.12.2025
Große Lichterfahrt durch Sottrum und Rotenburg

Am 14. Dezember 2025

Am 14. Dezember 2025 findet wieder eine große Lichterfahrt mit vielen wunderschön geschmückten und beleuchteten Treckern durch Sottrum und Rotenburg statt. Ein großes Dankeschön gilt den Organisatoren Cord Meyer, Björn Becker, Michael Riedel, Carsten Eckhof und Florian Laue sowie allen Fahrerinnen und Fahrern, die dieses wundervolle Ereignis ermöglichen.

Die Fahrt startet um 16:30 Uhr in Sottrum und führt über die folgende Route:

Sottrum:

Feldstraße, Alte Dorfstraße, Bergstraße/An der Wieste, Am Meyerhofe, Große Straße, Am Eichenkamp/Lindenstraße, An der Bahn, Bahnhofstraße, Hassendorfer Kirchweg

Hassendorf:

Dorfstraße, Jeeweg, Schneedebusch

Waffensen:

Unter den Eichen, Waffenser Dorfstraße, Am Lerchenkrug, dann wieder auf die B75/B71 Richtung Luhne

Rotenburg:

Luhner Weg, Bremer Straße, Hansestraße B215, Burgstraße, Goethestraße, Am Kirchhof/Bergstraße, Am Sande/Harburger Straße/Waldweg, Fahrtenende auf dem Parkplatz Wümmepark

Wer im Rahmen der Lichterfahrt eine Spende für den guten Zweck tätigen möchte, in diesem Jahr für das Hospiz Zum Guten Hirten, kann dies gerne über DIESEN Spendenlink tun.

08.12.2025
Neuer Vorstand beim Landwirtschaftlichen Verein Scheeßel

Hinrich Meinke übernimmt für Hilmer Vajen

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde Hinrich Meinke zum neuen Vorsitzenden gewählt und tritt damit die Nachfolge von Hilmer Vajen an. Unterstützt wird er von seinem stellvertretenden Vorsitzenden Johannes Lohmann.

Markus Varrelmann übernimmt das Amt des Schriftführers, während Jan Peter Miesner als Kassenwart für Ordnung in den Finanzen sorgt.

Wir wünschen dem neuen Vorstand viel Erfolg und freuen uns auf eine starke gemeinsame Zukunft!

03.12.2025
Personelle Veränderung und die Zukunft der Landberatung Verden

Ein Interview mit den neuen Beraterinnen Hertha Stegmann und Laura Hüneke

Die Landberatung Verden steht vor einer weitreichenden personellen Veränderung. Ende Oktober wurden auf der Mitgliederversammlung drei neue Beraterinnen vorgestellt: Hertha Stegmann, Laura Hüneke und Hanna Schierloh verstärken künftig das Team der traditionsreichen Beratungseinrichtung. Diese Veränderung ist nicht nur von Bedeutung für das Team selbst, sondern auch für die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region, denen die Landberatung weiterhin als wichtige Anlaufstelle dienen soll.

Hintergrund und Motivation: Warum die Landberatung Verden?

Hertha Stegmann, die ab 2026 die Nachfolge von Andre Buske antreten wird, hat einen abwechslungsreichen beruflichen Werdegang hinter sich. Nach dem Abitur und einer ersten Ausbildung zur Industriekauffrau, stellte sie schnell fest, dass sie sich in diesem Beruf nicht langfristig sehen konnte. Ihr Interesse an der Landwirtschaft war schon immer stark, und so entschloss sie sich, in der Region eine landwirtschaftliche Ausbildung zu beginnen. Später folgte der Bachelorabschluss in Landwirtschaft in Osnabrück und eine Anstellung im Futtermittelhandel. Doch ihre wahre Berufung fand sie in der landwirtschaftlichen Beratung, wo sie mehrere Jahre bei der Landberatung Grafschaft Hoya e.V. tätig war, bevor es sie zurück in ihre Heimat zur Landberatung Verden zog. „Da ich selbst aus Eissel komme bin ich in der Region stark verwurzelt, und es war immer mein Wunsch, mit den Landwirten vor Ort gemeinsam ihre Betriebe weiterzuentwickeln“, erklärt sie ihre Entscheidung.

Laura Hüneke, ebenfalls neu im Team, hat einen etwas anderen Werdegang. Im Anschluss an ihr Abitur entschied sie sich für eine Ausbildung bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte eG. Ihre Leidenschaft für Landwirtschaft wurde dabei weiter geprägt und für Betriebswirtschaft neu entdeckt. Auch während ihres Bachelorstudiums im Bereich Landwirtschaft legte sie einen deutlichen Schwerpunkt auf betriebswirtschaftliche Inhalte. Nach der Tätigkeit bei der Landberatung Grafschaft Hoya e.V., zog es sie ebenfalls zurück in ihre Heimat Donnerstedt, wo sie seit letztem Jahr gemeinsam mit ihrem Vater einen Ackerbaubetrieb mit dem Schwerpunkt Spargelanbau und Direktvermarktung führt.

Die Aufgaben und Herausforderungen in der Beratung

In ihrer neuen Rolle bei der Landberatung Verden werden Stegmann und Hüneke die landwirtschaftlichen Betriebe in verschiedenen Bereichen unterstützen. Stegmann wird sich dabei auf die Produktionstechnik im Bereich Rind sowie die Betriebswirtschaft konzentrieren. Ab 2026 wird sie dann die Geschäftsführung übernehmen und somit eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung der Landberatung spielen. „Das Besondere bei der Landberatung ist die enge Verknüpfung zwischen praktischer Landwirtschaft und betriebswirtschaftlicher Beratung“, erklärt Stegmann. „Wir haben dadurch einen ganz speziellen Einblick in die Betriebe und können so maßgeschneiderte Lösungen anbieten.“

Hüneke wiederum wird sich verstärkt mit den Themen Betriebswirtschaft, Nährstoffdokumentation und Antragswesen beschäftigen. „Ich schätze den betriebswirtschaftlichen Aspekt sehr und freue mich, diese Expertise in die Arbeit bei der Landberatung Verden einzubringen“, so Hüneke. Zudem wird das Team ab Januar durch Hanna Schierloh verstärkt, die nach Abschluss ihres Masters in die Landberatung Verden eintreten und von Andre Buske im Bereich Ackerbau eingearbeitet wird.

Die Zukunft der Landberatung Verden: Herausforderungen und Perspektiven

Ein zentrales Thema für Stegmann und Hüneke ist die Sicherstellung der Stabilität und Weiterentwicklung der Landberatung. „In den letzten Jahren gab es einige personelle Wechsel, und die Landberatung stand aufgrund der schwierigen personellen Situation kurz vor einer unsicheren Zukunft“, berichtet Stegmann. „Mir ist es ein persönliches Anliegen, die Landberatung als wichtige Institution in der Region zu erhalten und mit dem neu zusammengestellten Team aus bekannten und neuen Gesichtern weiter auszubauen.“

Besonders die Digitalisierung und neue betriebswirtschaftliche Schwerpunkte werden künftig eine größere Rolle spielen. „Wir haben in einer Umfrage während der Mitgliederversammlung gesehen, dass diese Themen für die Landwirte von großer Bedeutung sind“, erklärt Hüneke. Die beiden neuen Beraterinnen sind sich einig, dass die Landberatung Verden auch künftig eine Anlaufstelle für die Landwirte bleiben muss, um sie durch die komplexen Herausforderungen der Landwirtschaft zu begleiten.

„Die Bürokratie nimmt zu, und es wird immer schwieriger, den Überblick zu behalten“, sagt Stegmann. “Wir möchten den Landwirten Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie sich selbst Lösungen erarbeiten können.” erklärt Hüneke. “Ohne dass die Beratung dabei zur Verwaltungsorganisation verkommt.” ergänzt Stegmann. Die Kernaufgabe der Landberatung soll weiterhin in der praxisorientierten und individuellen Beratung liegen, wobei man den Kontakt zu den Betrieben auf der menschlichen Ebene pflegen muss, wie auch Stegmann betont: „Beratung funktioniert nur, wenn es auch auf der persönlichen Ebene stimmt.“

Die Weiterführung von Andre Buskes Vermächtnis

Der langjährige Geschäftsführer Andre Buske hat die Landberatung Verden in den vergangenen zwei Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Besonders seine positive Einstellung und seine Mischung aus fachlichem Know-How und der menschlichen Komponente haben das Bild der Landberatung in der Region nachhaltig beeinflusst. „Andre kommt immer mit einem Lächeln ins Büro“, weiß Hüneke zu schätzen, und auch Stegmann betont: „Das Vertrauen, das er sich über Jahre bei den Landwirten erarbeitet hat, möchten wir unbedingt bewahren.“

HIER den gesamten Artikel kostenlos weiterlesen.

26.11.2025
Erinnerung

Jetzt Anträge auf Steuerentlastung stellen!

Wir möchten unsere Mitglieder daran erinnern, dass die Frist für die Antragstellung auf Agrardieselentlastung und Stromsteuerentlastung für das Kalenderjahr 2024 am 31. Dezember 2025 endet.

Für eine fristgemäße Bearbeitung der Anträge durch das Landvolk bitten wir, die entsprechenden Belege bis spätestens 15. Dezember 2025 bei den nachfolgenden Ansprechpartnern einzureichen:

Finnja Müller-Stöver: 04231-9263-345 // mueller-stoever@landvolk-row-ver.de
Thomas Exner: 04261-6303-101 // exner@landvolk-row-ver.de
Maren Lüning: 04231-9263-311 // luening@landvolk-row-ver.de

Nutzt diese Frist, um Eure Ansprüche geltend zu machen und von den entsprechenden Steuervergünstigungen zu profitieren.

Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Aktuelles aus dem Landesverband

23.01.2026
Ökofachschule Kleve neuer Jahrgang startet im Sommer 2026 – Bewerbung bis 28. Feb.
Öko-Landbau

(DBV) Um einen landwirtschaftlichen Betrieb lang­fristig erfolgreich führen zu können, braucht es neben vielen produktionstechnischen Skills Management-Know-how, mehr und erst recht bei ökologischer Bewirtschaf­tung. Schwerpunkt der zweijährigen Weiter­bildung an der Öko-Fachschule in Haus Riswick, Kleve sind daher Betriebswirtschaft und Unternehmensführung sowie Marke­ting. Aber selbstverständlich wird auch Fachwissen zum Öko-Pflanzenbau und Öko-Tierhaltung vertieft. Auch die Ausbildereignungsprüfung ist Teil unseres Programms. Mit etwas mehr Einsatz (Mathe, Englisch) kann die Fachhochschulreife erlangt werden. Anmeldefrist: 28. Februar 2026 . Fachschule für Ökologischen Landbau Kleve, Tel. 02821 996-171, www.oekoschule.de  oder E-Mail an christian.wucherpfennig@lwk.nrw.de

23.01.2026
Bio-Dinkelversorgung passt
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Nach einigen Jahren Auf und Ab bei der Dinkelversorgung und den Preisen passen in dieser Saison Angebot und Nachfrage gut zusammen. Während der Süden schon ziemlich leer gekauft ist, sind im Norden noch einige Partien zu haben – und das alles zu auskömmlichen Preisen. Auch die Abnahmen bestehender Verträge laufen nach Plan. Die für die Landwirte wieder auskömmlichen Preise haben auch den Anbau im Herbst für die Ernte 2026 angekurbelt – eher im Süden als im Norden.

23.01.2026
Erzeugerpreise für Bio-Milch verharren auf hohem Niveau
Öko-Landbau

Im November ist der Aufwärtstrend der Bio-Milchpreise im Bundesgebiet zum Stillstand gekommen. Der durchschnittliche Bio-Milcherzeugerpreis lag aber weiterhin deutlich über dem Preis des Vorjahresmonats. Der Großteil der Molkereien zahlte im ein konstantes Milchgeld aus. Hier und da kam es allerdings auch zu leichten Preisrücknahmen.

23.01.2026
Bio-Kartoffeln: Ruhiger Jahresauftakt bei stabilen Preisen
Öko-Landbau

Nach dem Jahreswechsel und der Feiertagsphase nimmt der Absatz von Bio-Kartoffeln langsam wieder Fahrt auf. Mit den aktuellen Aktionsprogrammen wird mit einer spürbaren Belebung gerechnet. Kurzfristige Preisaufschläge auf Erzeugerebene stehen jedoch nicht zur Diskussion.

23.01.2026
Bio-Schweinepreise stabilisieren sich
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Der Auftrieb der Bio-Schweinepreise der vergangenen Monate hat sich im Dezember eingebremst, die Preise stabilisieren sich auf hohem Niveau. Die Preisanpassungen der Unternehmen gehen jetzt in beide Richtungen und heben sich in der Summe fast auf. Die knappe Versorgung der letzten Jahre mit den hohen Auszahlungspreisen hat inzwischen einige Landwirte motiviert, in die Bio-Schweinehaltung einzusteigen bzw. diese auszuweiten.

23.01.2026
Neues Informationsportal des Deutschen Bauernverbandes
Öko-Landbau, Pflanzen

(DBV) www.exklusiv.bauernverband.de ist das neue Informationsportal den Bauernverband und ersetzt die DBV Monatspublikation dbk

Die Deutsche Bauern Korrespondenz (dbk) ist auf die neue Website umgezogen. Unter www.exklusiv.bauernverband.de  finden alle Bauernverbandsmitglieder das neue digitale Informations-Zuhause des DBV.  Die dbk-App als 1. Schritt in die digitale Welt ist damit eingestellt. Im Jahr 1948 erstmals erschienen, blickt das Mitgliedermagazin des DBV auf eine beachtliche Historie zurück. Im Monatsrhythmus wird seitdem die agrarpolitische Fachexpertise der ehren- und hauptamtlichen DBV-Vertreter veröffentlicht. Als wichtiges Nachschlagewerk für die zentralen Informationen, Positionen und Argumente des Verbandes über die letzten Jahrzehnte ist die dbk das Gedächtnis des DBV. Die Digitalisierung wird mit der neuen Online-Plattform konsequent fortgesetzt. DBV exklusiv wird die Fachexpertise des DBV weiterführen. Der Monatsrhythmus hat ausgedient, Die „dbk“-Kommunikation geht ab sofort modern, effizient und crossmedial. Jeder Autor, jeder Leser, jedes Mitglied, jeder Landes-, Kreis- oder Ortsverband kann die Inhalte mit einem Klick jederzeit über seine Social-Media-Kanäle teilen und die gemeinsamen Botschaften des Berufsstandes verbreiten. Mitglieder melden sich einfach mit ihrer Mitgliedsnummer an, andere berechtigte Nutzer mit ihrem Freischaltcode, den sie vom DBV erhalten (haben).
Am Bezug interessiert oder Fragen? – dbvexklusiv@bauernverband.net

23.01.2026
EU-Weizen verliert am Exportmarkt an Boden
Pflanzen

(AMI) Am Terminmarkt für Weizen sorgen internationale Tender zwar für Nachfrageimpulse, doch günstige Offerten aus Argentinien und dem Schwarzmeerraum setzen die Notierungen weiter unter Druck.

Die Weizenkurse an der Pariser Börse bewegen sich weiterhin in einer engen Handelsspanne. Am 21.01.2026 schloss der Fronttermin März 2026 bei 189,50 EUR/t und verzeichnete damit auf Wochensicht ein leichtes Plus von 0,75 EUR/t. Der Kontrakt der Ernte 2026 hingegen gab nach und schloss zuletzt bei 194,00 EUR/t, was einem Rückgang von 1,00 EUR/t gegenüber der Vorwoche entspricht.

Bei global üppigen Weizenvorräten großer Exporteure richten Marktakteure ihren Fokus derzeit verstärkt auf neue internationale Ausschreibungen bedeutender Importländer, die den Kursen zuletzt etwas Unterstützung verliehen. So kaufte Algerien zu Beginn der laufenden Handelswoche insgesamt rund 907.000 t Weichweizen, nachdem zunächst von einem Volumen von etwa 595.000 t ausgegangen worden war. Ein erheblicher Teil dieser Menge soll mit Weizen argentinischen Ursprungs gedeckt werden. Die niedrigen Preise dürften dabei selbst Anbieter aus der Schwarzmeerregion verdrängt haben – trotz der oftmals unter den Erwartungen liegenden Qualität des argentinischen Weizens.

Argentinien wird voraussichtlich eine Rekordernte von Weizen in Höhe von rund 27,5 (Vorjahr: 18,51) Mio. t einfahren. Mit diesem hohen Angebot verschärft sich der Wettbewerbsdruck auf dem Weltmarkt weiter, insbesondere auch auf dem für die EU wichtigen nordafrikanischen Absatzmarkt.

Vor dem Hintergrund der intensiven Konkurrenz auf dem Exportmarkt senkte das Beratungsunternehmen Expana seine monatliche Prognose für die Weichweizenexporte der Europäischen Union in der Saison 2025/26 von zuvor 30,0 auf nun 28,8 Mio. t. Als Begründung wurden insbesondere die schleppenden Lieferungen aus den nördlichen EU-Mitgliedstaaten sowie aus Rumänien angeführt.

23.01.2026
Deutscher Brotgetreidemarkt bleibt richtungslos
Pflanzen

(AMI) Während einzelne Qualitäten leicht zulegen, bleibt das Marktgeschehen insgesamt schleppend. Gedämpfte Stimmung bei Erzeugern und geringe Nachfrage prägen das Bild.

Größere Preissprünge blieben auch in dieser Handelswoche aus. Die Weizenkurse an der Pariser Börse bewegten sich weiterhin in einer engen Handelsspanne und gaben damit weiter die Richtung vor. Auf Erzeugerstufe werden für Eliteweizen im Mittel rund 179,42 EUR/t aufgerufen, nach 179,25 EUR/t in der Vorwoche. Qualitätsweizen verteuert sich hingegen auf Wochensicht um 1,55 EUR/t auf durchschnittlich 175,37 EUR/t. Für Brotweizen werden frei Erfasserlager 169,60 EUR/t gezahlt, was einem Wochenplus von 2,03 EUR/t entspricht. Demgegenüber können die Forderungen für Braugerste das Vorwochenniveau nicht halten, auch wenn das Wochenminus mit 0,14 EUR/t auf im Schnitt 161,82 EUR/t gering ausfällt. Für Brotroggen werden weiterhin 145,10 EUR/t aufgerufen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Ex-Ernte-Geschäft. Hier verzeichnet Brotroggen mit einem Plus von 1,41 EUR/t auf durchschnittlich 139,17 EUR/t den stärksten Preisanstieg. Brotweizen verteuert sich um 0,81 EUR/t auf 170,77 EUR/t, während Qualitätsweizen um 0,53 EUR/t auf 183,02 EUR/t zulegt. Eliteweizen tendiert hingegen schwächer und gibt im Wochenvergleich um 0,48 EUR/t auf 190,85 EUR/t nach. Deutlichere Abschläge zeigt Braugerste mit einem Rückgang von 1,30 EUR/t auf 171,73 EUR/t.

Das niedrige Preisniveau konnte zuletzt nur begrenzt Neugeschäft generieren. Bei den Verkäufern schwindet zunehmend die Hoffnung auf wieder deutlich festere Preise, sodass vermehrt aus Liquiditäts- oder Platzgründen Ware am Markt angeboten wird. Zufrieden sind die Erzeuger damit jedoch nicht; insgesamt bleibt die Stimmung am heimischen Markt gedrückt. Das Marktgeschehen kommt nur schleppend aus dem Winterschlaf. Auch die Mühlen treten lediglich sporadisch als Käufer auf und verweisen bevorzugt auf ihre gute Deckung, insbesondere für die vorderen Liefertermine. Angesichts des großen Angebots auf nationaler und internationaler Ebene ist ohnehin keine Eile geboten.

Die Großhandelspreise für deutschen Qualitätsweizen zur prompten Lieferung lagen am 13.01.2026 franko Hamburg bei 214 EUR/t und damit 1 EUR/t über dem Vorwochenniveau. Zum Vorjahreszeitpunkt wurden jedoch noch 255 EUR/t gefordert. Bei geringen Umsätzen orientieren sich die Großhandelspreise weiterhin eng an den Entwicklungen der Börsenkurse. Brotweizen wird franko Hamburg mit 206 EUR/t bewertet (Vorjahr: 234 EUR/t), ebenfalls 1 EUR/t über der Vorwochenlinie. Franko Niederrhein konnten die Preise ebenfalls um 1 EUR/t auf 204 EUR/t (Vorjahr: 243 EUR/t) zulegen.

23.01.2026
Futtergetreide kann sich besser behaupten
Pflanzen

(AMI) Das Exportgeschäft mit Futtergetreide aus deutscher Erzeugung flacht ab, gleichzeitig werden Partien am Markt angeboten, Erzeuger akzeptieren teils das Preisniveau.

In der 4. Kalenderwoche ziehen die Notierungen an der Euronext an. Am 21.1.2026 legt der Maiskontrakt gegenüber der Vorwoche um 3,75 auf 192,50 EUR/t zu und erreicht zwischenzeitlich sogar 193,75 EUR/t. Die Weizennotierung in Paris kann mit dieser Dynamik nicht ganz Schritt halten: Sie steigt lediglich um 0,75 auf 189,50 EUR/t.

Am Kassamarkt bleibt der Handel mit Futtergetreide insgesamt ruhig. Die festeren Vorgaben vom Terminmarkt werden nur teilweise in den physischen Markt übertragen; regional wirken Logistik und verfügbare Partien stärker als die Börse. Die Preise für Futterweizen bewegen sich weiterhin auf dem Niveau der Vorwoche und liegen im Bundesdurchschnitt frei Erfasserlager minimal höher bei 165,03 EUR/t. Auch Futtergerste zeigt sich nahezu unverändert mit 161,51 EUR/t. Nach Angaben des Handels werden die Futtergetreidepreise gestützt, da das Zufrieren der Binnengewässer regional zu zusätzlicher Nachfrage aus dem näheren Umfeld führt. Die LKW-Belieferung gewinnt damit an Bedeutung; knapper Frachtraum wirkt zusätzlich preisstabilisierend.

Körnermais bleibt weiterhin knapp verfügbar. Preislich zeigt er sich stabil, folgt dem Aufwärtstrend der europäischen Börsen jedoch nur abgeschwächt. Der Kassapreis steigt um 0,45 EUR/t auf 182,57 EUR/t.

Im Großhandel zeigen sich im Wochenvergleich unterschiedliche Preisbewegungen. Franko Niederlande bleiben die Notierungen für Futtergerste mit 196 EUR/t sowie für Mais mit 215 EUR/t unverändert, während sich Futterweizen um 1 EUR/t auf 198 EUR/t verteuert. Am Oberrhein gibt Futterweizen um 1 EUR/t auf 188 EUR/t nach, während Mais mit 209 EUR/t stabil notiert. Auch in Südoldenburg bleiben die Maispreise mit 213 EUR/t unverändert. Dort legt Futterweizen um 1 EUR/t auf 197 EUR/t zu, während Futtergerste weiterhin bei 194 EUR/t notiert.