Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

07.02.2023
Jahreshauptversammlung der Bienenfreunde Verden

mit Fachvortrag von Prof. Dr. von der Ohe

Am Samstag, den 11.2.23, findet um 14:00 Uhr die Jahreshauptversammlung der Bienenfreunde Verden statt. Herr Prof. Dr. von der Ohe, der ehemalige Leiter des Bieneninstitut Celle, konnte für einen Fachvortrag zum aktuellen Thema „Honig- und Wildbienen - deren Gefährdung und nachhaltige Gegenmaßnahmen“ gewonnen werden. Auch Interessierte sind herzlich zur öffentlichen Veranstaltung in Heitmanns Gasthof, Kreepener Hauptstr. 4 · 27308 Kirchlinteln eingeladen.

Das Bild zeigt Herrn Prof. Dr. von der Ohe an den Blühflächen in Verden anlässlich seines Besuches in 2021. Herr Prof. Dr. von der Ohe „bonitiert“ seit 2020 die vielfältigen Blühflächenprojekte im Landkreis Verden und berichtet auch an das ML in Hannover. Die Bonitur von Pflanzen umfasst alle Beobachtungen an Pflanzen, wie z. B. die unterschiedlichen Blühstadien sowie das Erfassen und Zählen von auf den Blüten / Pflanzen angetroffenen Insekten. Es ist zu erwarten, dass auch regionale Details aus dem Landkreis Verden im Fachvortrag angesprochen werden.

06.02.2023
Niedersachsens Landwirtschaft kehrt in die Hauptstadt ein

Eure Landwirte auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin

Die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW), meist kurz Grüne Woche genannt, konnte nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause vom 20. bis 29. Januar 2023 zum 87. Mal in Berlin stattfinden. Die Agrarmesse zählte 2023 rund 300.000 Besucher*innen. Dies sind zwar 100.000 weniger als im Rekordjahr vor der Pandemie, jedoch war dies angesichts aktueller wirtschaftlicher Probleme etwa durch die Energiekrise, durch den russischen Angriff auf die Ukraine und der hohen Inflation im Vorfeld abzusehen. Die meisten Aussteller*innen zeigten sich dennoch zufrieden mit ihrem Geschäft in zehn Messetagen. Eine generelle Konsumverweigerung war nicht feststellbar.

Auch die Landvolk-Imageinitiative „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ begeisterte in Kooperation mit der Walsroder Brauerei Schnuckenbräu das Messepublikum mit einem Stand in der Niedersachsenhalle. Der Stand im Design einer alten Gaststätte bot den Besucher*innen durch viele digitale Elemente einen Spagat zwischen Tradition und Moderne. Das Konzept fand hohen Zuspruch und lockte eine Vielzahl interessierter Besucher*innen, die vor Ort die Möglichkeit tiefgründiger Gespräche über die Landwirtschaft wahrnahmen. Ob Tierhaltung, Ackerbau, Direktvermarktung, moderne Technologie oder Artenvielfalt und Klima, die Themenvielfalt war groß. „Als Initiative für die niedersächsische Landwirtschaft ist es uns wichtig, nah an der Gesellschaft zu sein, wir möchten authentisch und erlebbar sein. Die IGW ist hierfür die perfekte Plattform, denn sie bietet uns die Möglichkeit mit den Menschen in einen wertvollen Austausch zu kommen und als verlässliche Ansprechpartner*innen wahrgenommen zu werden.“ stellt der Vorsitzende des „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“, Hendrik Lübben, den Wert des Messeauftritts dar. Neben den buntgemischten Messebesucher*innen wurden auch Ehrengäst*innen auf dem Stand empfangen. Hierfür wurde eigens eine repräsentative Empfangsmöglichkeit, das sogenannte „Bürgermeisterzimmer“, geschaffen, um eine Privatsphäre für die Gespräche mit den Gäst*innen zu schaffen. Genutzt wurden die Räumlichkeiten jedoch nicht nur von verschiedenen Bürgermeister*innen, sondern auch von weiteren Politiker*innen auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene sowie Presse- und Medienvertreter*innen. So nahmen neben Silvia Breher (stv. Bundesvorsitzende CDU) und Jens Gieseke (MdEP, CDU) auch Miriam Staudte (Landwirtschaftsministerin Niedersachsen) dankend die Gesprächsangebote auf dem Messestand wahr.

Nach zehn Tagen intensiver Messeerfahrungen zieht der Geschäftsführer von „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ Andre Brunemund folgendes Resümee: „Wir freuen uns über die zahlreichen interessierten Gespräche über die niedersächsische Landwirtschaft und unsere Tätigkeit als Initiative. Wir haben viel Zuspruch für unsere Arbeit durch die Besucher*innen unseres Standes erfahren. Das bestärkt uns darin, weiterhin auch den direkten Dialog mit den Verbraucher*innen zu suchen, was wir in diesem Jahr durch eine Roadshow durch Niedersachsen auch ausbauen werden.“

02.02.2023
Kommentar

von Jörn Ehlers, Vorsitzender Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.

Liebe Mitglieder,

es wird gesagt, uns Landwirten lege man als Kleinkind einen Stein auf die Brust, damit wir beizeiten das Jammern lernen. Diesen Eindruck mag ein Außenstehender bekommen, wenn er unsere Branche betrachtet und liegt damit derzeit gar nicht so falsch. Uns Landwirte bedrückt vieles, was manchmal schwerer zu (er-)tragen ist als ein kleiner Stein. Oft geringe Wertschöpfung sowie wenig Wertschätzung der Gesellschaft und dazu noch unsinnige Bürokratie in deutscher Gründlichkeit. Darunter lassen sich die wesentlichen derzeit diskutierten Probleme der Landwirtschaft einigermaßen zusammenfassen.

Ich halte es für richtig, Probleme, die uns betreffen, deutlich anzusprechen, um darauf Aufmerksam zu machen. Nur so kann es gelingen Verbesserungen herbeizuführen und den Druck zu verringern. Gefühlt nimmt die Anzahl der Probleme aber in einer atemberaubenden Geschwindigkeit zu, während Verbesserungen und echte Lösungen auf sich warten lassen. Wirklich neu sind diese gerade von mir gemachten Feststellungen nicht. Aber warum schreibe ich darüber? Ich mache mir Sorgen, dass wir als Branche die positiven Aspekte unseres Berufes und möglichen Chancen zu sehr aus den Augen verlieren, weil wir mit „jammern“ beschäftigt sind. Nicht falsch verstehen! Es gibt ernste Probleme für uns als Landwirtschaft, die gelöst werden müssen. Das fängt bei der Diskussion um die Zukunft der Tierhaltung an, geht über die „roten Gebiete“ bis hin zu Einschränkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und vielen anderen Themen. Alle diese Probleme löst niemand alleine, dem müssen wir uns gemeinsam annehmen. Dafür stehen uns auch unsere Verbände und Organisationen zur Seite – mit den Fachleuten im jeweiligen Gebiet.

Es gibt aber auch die andere Seite, über die wir mit Begeisterung sprechen sollten, wenn es um Landwirtschaft geht: Wir haben tollen Berufsnachwuchs mit immer mehr Quereinsteigern, modernste Technik, die uns die Arbeit erleichtert, gestiegene Wertschätzung für Versorgungssicherheit, bessere Preise in einigen landwirtschaftlichen Bereichen und jeden Morgen den besten Beruf der Welt direkt vor der Haustür. Auch darüber sollten wir sprechen. Das tut uns, aber auch unserer Branche gut.

Jörn Ehlers, Vorsitzender Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.

31.01.2023
Landesdüngeverordnung bringt weiterhin keine Planungssicherheit

Das Landvolk Niedersachsen sieht in der am 31.01.2023 von der Landesregierung beschlossenen Änderung der Niedersächsischen Düngeverordnung keinen Fortschritt im Tauziehen um Gerechtigkeit und Planungssicherheit für die Landwirt*innen in Niedersachsen. „Die neue Gebietskulisse gilt nur für eine kurze Übergangszeit in diesem Jahr. Für 2024 wird schon wieder ein neues Verfahren zur Abgrenzung der sogenannten roten Gebiete nötig sein“, bemängelt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies.

Hennies hat nicht nur kein Verständnis für die fehlende Planungssicherheit, er kritisiert auch das künftige geplante Verfahren scharf: „Wir haben einen nationalen Alleingang in Deutschland. In keinem der EU-Mitgliedstaaten gibt es ein vergleichbares Vorgehen. Die EU-Kommission erzwingt ein Verfahren, das wissenschaftlich nicht abgesichert ist“, begründet der Landvolkpräsident seine kritische Haltung zur Anpassung der Landesdüngeverordnung. „Das ist eine vertane Chance.“

Die Hinzurechnung des natürlichen Nitratabbaus (Denitrifikation) zu gemessenen Nitratgehalten im Grundwasser basiert auf einer international bisher nicht anerkannten Forschungsmethodik, vergrößert die Gebietskulisse ab 2024 voraussichtlich aber ganz extrem. Die Landwirt*innen haben nach Einschätzung des Landesbauernverbandes keine Möglichkeit, über die Düngung die Messwerte kurz- und mittelfristig zu verbessern. „Das Verursacherprinzip wird weiterhin verletzt“, so Hennies.

Das Landvolk erwartet, dass die Bundesregierung ihre Untätigkeit bei der Einführung von Regelungen im Düngerecht endlich aufgibt und noch im laufenden Jahr praxistaugliche Vorschläge vorlegt, damit Landwirt*innen in den „roten Gebieten“ eine Chance bekommen, über gewässerschonende Bewirtschaftung aus dem Verbot der pflanzenbedarfsgerechten Stickstoffzufuhr herauszukommen. Bis dahin sei das Verständnis groß, wenn Landwirt*innen keine andere Möglichkeit mehr sähen, als die Gerichte anzurufen.

Die neue Verordnung tritt nach Angaben der Landesregierung mit Veröffentlichung im Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt zur nächsten Düngesaison in Kraft. Weitere Informationen finden Sie HIER.

31.01.2023
Zukunftstag 2023

Landvolk-Kreisverband vermittelt Kinder auf Höfe

Es ist wieder soweit: Am 27. April geht der Zukunftstag in die nächste Runde. Wie immer stehen wir als Landvolk-Kreisverband in Kontakt mit Schulen aus unserem Verbandsgebiet und vermitteln interessierte Schüler*innen an landwirtschaftliche Betriebe.

Auf diesem Wege möchten wir alle Mitglieder dazu ermutigen, sich an diesem Tag zu engagieren und Kinder auf dem eigenen Hof aufzunehmen. Auf diese Weise lernen die Schüler*innen das breite Aufgabenfeld auf einem landwirtschaftlichen Betrieb kennen und ihr könnt die Leidenschaft, die ihr tagtäglich in eure Arbeit steckt, weitertragen.

Ihr tragt damit einen wichtigen Bestandteil zu positiver Öffentlichkeitsarbeit bei.

Info: Schüler*innen, die noch auf der Suche nach einem passenden Betrieb sind, melden sich gern bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de)

31.01.2023
Umfrage der Hochschule Emden/Leer

zur Ermittlung von Potenzialen in der Landwirtschaf

Im Rahmen verschiedener Projekte liegt im Agrarland Niedersachsen der Fokus auf der Landwirtschaft. Auch die Hochschule Emden/Leer ist an Projekten, z. B. H2Agrar, mit Bezug zur Landwirtschaft und erneuerbaren Energien beteiligt. Zur Ermittlung von Potenzialen in der Landwirtschaft wurde eine anonyme Umfrage erstellt, die möglichst vielen Akteur*innen in der Landwirtschaft zugänglich gemacht werden soll. Denn je mehr Basisdaten vorliegen, desto fundierter lassen sich Modelle erstellen und umso realistischer können Szenarien, bspw. die dezentrale Versorgung von Land-/Nutzfahrzeugen mit grünem Wasserstoff, abgebildet sowie die Herausforderungen der Energiewende genommen werden. Im Rahmen der Umfrage werden mitunter Daten zu den Nutzfahrzeugen, Landwirtschaftlichen Flächen, Erneuerbaren Energien und Energiebedarfen abgefragt. Die Datensätze lassen sich keiner Einzelperson zuordnen und werden neben der Auswertung im Kontext der Forschungsprojekte keinen Dritten zugänglich gemacht.

Die anonyme Umfrage wurde mit der Software LamaPoll erstellt und dauert etwa 15 Minuten. Hier gelangen Sie direkt zur Umfrage.

17.01.2023
Digitaler Agrarpolitischer Jahresauftakt 2023

Am 18. Januar 2023 um 16.00 Uhr im Livestream

Landwirtschaft und Ernährung im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche 2023 auf die politische Agenda gebracht werden und den Fraktionsvorsitzenden der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die Möglichkeit geben werden, Ihre Schwerpunkte und Ziele für das anstehende Jahr vorzustellen. Dabei geht es nicht nur um die Agrar- und Ernährungspolitik, sondern auch um die klima-, wirtschafts-, umwelt- und mittelstandspolitische Programmatik. Wir sehen, dass Versorgungssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist. Gemeinsam müssen wir es schaffen, die Anforderungen des Transformationsprozesses mit der Realität an den Märkten zusammenzubringen. Das ist neben dem Schutz von Klima und Artenvielfalt sowie der Bewältigung des Klimawandels die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre. Dazu möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und Sie zum Digitalen Agrarpolitischen Jahresauftakt des Deutschen Bauernverbandes e.V. einladen, der am 18. Januar 2023 im Zeitraum von 16.00 bis ca. 17.45 Uhr stattfindet. Begrüßt werden in diesem Format die folgenden Gäste:

• Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes e.V.
• Alexander Dobrindt, MdB Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag
• Christian Dürr, MdB Vorsitzender der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Cem Özdemir, MdB Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
• Friedrich Merz, MdB Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
• Amira Mohamed Ali, MdB Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag
• Dr. Rolf Mützenich, MdB Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Britta Haßelmann, MdB Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag
• Dr. Alice Weidel, MdB Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Moderation: Thomas Kreutzmann

Der Livestream des Digitalen Agrarpolitischen Jahresauftakts wird am 18. Januar 2023, um 16.00 Uhr, auf www.bauernverband.de übertragen. Dort finden Sie auch das weitere Programm des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2023.

16.01.2023
Wichtige Mitteilung zum Strombezug

der Landvolk Betriebsmittel GmbH

Stromkunden mit einem Jahresverbrauch über 10.000 kWh erhalten aktuell ein Schreiben „Herzlich Willkommen bei EWE – Ihre gesetzliche Ersatzversorgung“. Über dieses Schreiben sei die Landvolk Betriebsmittel GmbH (LVB) vorab leider nicht informiert gewesen. Laut diesem Schreiben ende die Ersatzversorgung nach drei Monaten – also zum 31.03.2023. Die Belieferung könne durch die EWE danach eingestellt werden, sofern kein Liefervertrag mit der EWE oder einem anderen Energieversorger vorliege.

Die LVB teilt mit, dass sie derzeit intensiv an einem Stromangebot für ihre Mitglieder arbeitet, um eine unterbrechungsfreie Versorgung zu gewährleisten.

Aktuell prüfe die LVB die rechtlichen Grundlagen des Schreibens und die damit verbundenen Auswirkungen. Die LVB melde sich, bis spätestens Mitte Februar 2023, sobald ihr ein Stromvertrag vorliegt. Falls dies nicht der Fall sei, melde sich die LVB ersatzweise mit einer alternativen Vertragsempfehlung.

Aufgrund der derzeitigen Situation besteht sowohl im Kreisverband, als auch bei der LVB ein enormes Telefonaufkommen. Von beiden Seiten wird versucht jede Anfrage schnellstmöglich zu beantworten, wir bitten um Verständnis.

12.01.2023
Winterveranstaltung

des Landwirtschaftlichen Vereins Visselhövede

Am 17. Januar findet die Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Visselhövede statt. Interessierte dürfen sich für weitere Informationen gerne an den Vorsitzenden Heiko Twiefel unter info@heiko-twiefel.de wenden.

10.01.2023
Tatkräftige Helfer*innen gesucht

Unterstedt pflanzt 400 Sträucher

Mit dem Projekt „Eigene Vielfalt. Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft“ soll der Biotopverbund durch gebietseigene Gehölze gestärkt werden. Auf den gemeindeeigenen Wegrain am Schwedenkamp westlich von Unterstedt sollen durch insgesamt 400 neue Sträucher der Lebensraum an den landwirtschaftlich genutzten Flächen aufgewertet werden. Mit der Hecke soll ein neues Vernetzungselement und Lebensraum für Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen entstehen.

Hierfür suchen wir noch Unterstützer*innen die Lust haben mit uns gemeinsam 400 Sträucher zu pflanzen.

  • Mitzubringen sind wetterfeste Kleidung (insbesondere Schuhe), Arbeitshandschuhe und Spaten wenn vorhanden.
  • Für eine kleine Stärkung wird gesorgt!
  • Wer mitmachen möchte, kann am 28.01. zwischen 11 und 15 Uhr zum Schwedenkamp (siehe Karte) kommen. Über Anmeldungen im Vorfeld an jakob.klucken@nds.bund.net würden wir uns freuen, diese sind aber nicht erforderlich.

Das Projekt wird gemeinsam von Landvolk, BUND Niedersachsen und Landwirtschaftskammer sowie Stiftung Kulturlandpflege und in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotenburg und dem Ortsrat Unterstedt durchgeführt und ist mit den anliegenden Landwirt*innen abgestimmt. Gefördert wird es durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.

Aktuelles aus dem Landesverband

31.01.2025
Deutschem Brotgetreide fehlen eindeutige Impulse
Pflanzen

Der Markt für Brotgetreide kommt auch zum Monatsende nicht in Schwung. Die schwankenden Vorgaben vom Terminmarkt erschweren weiter die Preisfindung am Kassamarkt. Insbesondere da die Erzeuger höhere Preisvorstellungen haben.

(AMI) Das Auf und Ab der Terminkurse erschwerte im Januar die Preisfindung am Kassamarkt. Das bremste den Handel und es kam zu wenig Neugeschäft. Bei Kursspitzen versuchten Erzeuger ihre Vorräte zu verkaufen und trafen dann aber auf schwache Nachfrage seitens der Mühlen. Erzeuger setzen in den kommenden Wochen auf festere Preise, da mit weniger Ware aus den typischen Exportregionen gerechnet wird und auch die Vorräte in Westeuropa kleiner werden. So war der Handel vorrangig mit der Abwicklung von Kontrakten beschäftigt. Insbesondere da sich die Mühlen für den prompten Bedarf an Brotgetreide gut eingedeckt zeigten. Anschlussbedarf in Größenordnung wird hier teilweise erst für März gesehen. Die letzte Woche im Januar 2025 war ein Spiegelbild des Monats. Bei volatilen Kursen an der Börse blieb es insgesamt ruhig mit leicht schwächeren Preisen auf Erzeugerebene. Auch hinsichtlich der kommenden Ernte waren neue Vertragsabschlüsse selten.

Die Großhandelspreise für deutschen Qualitätsweizen folgten den zum Wochenbeginn schwächelnden Terminkursen, um am 29.01.2025 franko Hamburg mit 256 EUR/t auf Vorwochenlinie zu landen. Dagegen gibt Brotweizen franko Hamburg um 1 EUR/t auf 235 EUR/t nach. Genau wie am Niederrhein, wo der Preis auf 244 EUR/t sinkt. Die Preisdifferenz zwischen Binnenland und Hafen Hamburg spiegelt weiter das geringe Exportgeschäft wider.

Am Kassamarkt kann sich alterntiger Brotweizen Ende Januar im Preis behaupten und kostet im Schnitt mit 204,74 (185-220) EUR/t rund 0,48 EUR/t weniger. Dagegen büßt Qualitätsweizen auf 224,53 (190-245) EUR/t rund 3,06 EUR/t ein und Eliteweizen 3,19 auf 244,71 (230-260) EUR/t. Bei Brotroggen geht es mit knapp 0,70 auf 172,25 (160-190) EUR/t leicht nach unten.

Dagegen geht die Rutschpartie bei Braugerste weiter. Gegenüber Vorwoche sind es mit 216,37 EUR/t fast 4 EUR/t weniger. So wenig wurde Erzeugern zuletzt im August 2021 gezahlt. Da Futtergerste in den vergangenen Wochen eine entgegengesetzte Preisentwicklung aufwies, nähern sich beide stetig an – die Differenz schrumpft auf nur noch 33 EUR/t. Und beide dürften sich noch weiter annähern, denn während Futtergerste knapp ist und gesucht wird, ist Braugerste reichlich und ohne Nachfrage.
Die Winterkulturen sind bisher größtenteils gut durch den Winter gekommen. Winterschäden werden in diesem Jahr nicht mehr vermutet. Durch Niederschläge sind die Böden regional vernässt. Dies lässt besonders rund um den Harz im östlichen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt vielerorts keine Befahrbarkeit der Flächen zu, sodass mit dem Beginn der Düngung abgewartet wird.

31.01.2025
Weitere Preisrücknahmen am Rapsmarkt
Pflanzen

Mit den schwächeren Rapspreisen verstummt auch die Vermarktung der Restmengen der Ernte 2024 regional. Hinsichtlich der kommenden Ernte stimmen die Feldbestände bislang optimistisch.

(AMI) Die Pariser Rapsnotierungen verzeichneten in den zurückliegenden drei Börsentagen durchweg rote Zahlen. So schloss der bald auslaufende Fronttermin Februar am 30.01.2025 bei 498 EUR/t und damit 28,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2025 rutschen leicht ab. Mit den zuletzt notierten 484 EUR/t verzeichnet der August-25-Kontrakt auf Wochensicht ein Minus von 4,50 EUR/t. Dabei lastet neben dem Kursrückgang der übrigen Ölsaaten auch die Diskussion um mögliche US-Strafzölle auf kanadische Ware auf den Notierungen.

Die Preise auf Großhandelsebene folgen den Vorgaben des Terminmarkts und gehen ebenfalls abwärts. Franko Hamburg waren am 29.01.2025 bis zu 515 EUR/t zur Lieferung ab April möglich und damit und damit bei reduzierter Prämie (-2) rund 24 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein werden mit 516 EUR/t zur Lieferung ab Februar ebenfalls 24 EUR/t weniger genannt. Hier bleiben die Prämien unverändert. Dabei bleibt die Handelsaktivität auch weiterhin gering. Marktteilnehmer warten den Frontterminwechsel an der Matif ab, denn der Februartermin 2025 geht in der 06. KW von Bord. Die Lieferungen aus Australien laufen indes weiterhin stetig, auch wenn hier bislang noch nicht viel gehandelt wurde.

Die Kassapreise für Raps können ihr Niveau ebenfalls nicht halten. Im Mittel sind für Partien der Ernte 2024 mit 491,80 EUR/t rund 11,50 EUR/t weniger möglich als noch eine Woche zuvor. Die Meldungen der einzelnen Bundesländer rangieren dabei in einer Spanne von 470-515 EUR/t. Mit den deutlichen Preisrücknahmen erlischt auch die Abgabebereitschaft der Erzeuger. Viel Raps dürfte eh nicht mehr auf den Höfen der Erzeuger liegen. Damit rückt die Ernte 2025 verstärkt in den Fokus. Vorkontrakte wurden hin und wieder abgeschlossen. Mit 452,50 (440-500) EUR/t waren hier im Mittel 2,70 EUR/t weniger im Gespräch als in der Vorwoche. Dadurch näherten sich die Preise für alte und neue Ernte weiter an.

31.01.2025
Kartoffelvorräte spiegeln Marktlage wider
Pflanzen

Deutschlands Landwirte bevorrateten Ende 2024 weniger Kartoffeln als in einigen Vorjahren, wenn auch etwas mehr als Ende 2023. Das zeichnet ein völlig anderes Bild als beispielsweise das endgültige Ernteergebnis.

(AMI) Am 31.12.2024 lagerten in Deutschland noch rund 4,0 Mio. t Kartoffeln, so eine Auswertung von Erzeugermeldungen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung durch das statistische Bundesamt. Gegenüber dem Vorjahr waren das 300.000 t mehr und entsprach fast der Menge von 2022. Mit Blick auf Marktlage und Preisentwicklung ist das Ergebnis „stimmig“. Zwar sind die Preise diese Saison etwas höher, allgemein wird aber erwartet, dass die Vorräte bei umfangreicheren Absortierungen bei der Aufbereitung nicht so lange reichen werden wie damals.

Es gibt im Detail allerdings auch Ergebnisse, die etwas überraschen. So kommen die Angaben der Erzeuger aus NRW zu dem Ergebnis, dass dort mit 0,9 Mio. t noch sehr viele Kartoffeln liegen. Da der Anbauzuwachs in den vergangenen Jahren in der Regel auf Frittenrohstoff beruhte, mag es sein, dass diese aus dem Vertragsanbau noch nicht so umfangreich abgerufen wurden, als dass die Vorräte schon auf dem Niveau vergangenen Jahre angekommen wären. Sicherlich spielt auch eine Rolle, dass die Hochrechnung der Vorräte auf der Basis des endgültigen Ernteergebnisses beruht, das in NRW wenig realistisch erscheint aber amtlich ist.

In Niedersachsen sind die Vorräte angesichts der sehr großen Ernte schon ziemlich geschrumpft. 1,9 Mio. t sind deutlich weniger als in den Jahren 2017, 2020 und 2022, als die Kartoffelernten im „größten“ Kartoffelland immer kleiner waren. Hintergrund dürften frühe übergebietliche Lieferungen und reichlich Exporte sein. Auch wird bei der Aufbereitung aus Qualitätsgründen reichlich aussortiert. Last but not least sind die Kartoffeln für die Stärkeherstellung längst geräumt und dort könnte das ein oder andere an nicht lagerfähigen, aber stärkereichen Kartoffelladungen von Erzeugern untergebracht worden sein.

31.01.2025
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Am heimischen Getreidemarkt haben die Erzeugerpreise (wie in ganz Deutschland) leicht nachgegeben. Hier folgt der Markt dem zunächst schwachen Start des MATIF-Weizens. Dieser bleibt jedoch wie den gesamten Januar über recht volatil und legte zum Ende der Handelswoche wieder zu. Gründe sind unter anderem die schwache EU-Ernte, schwächelnde Exportgeschäfte, die Unsicherheit über die Auswirkungen der durch US-Präsident Trump angekündigten Zölle und jüngste Exportzollsenkungen für Getreide in Argentinien. Am Kassamarkt sorgen diese schwankenden Vorgaben für Schwierigkeiten in der Preisfindung. Insgesamt hat sich an der regionalen Marktlage jedoch wenig verändert. Berichten zufolge gehen Erzeuger nun doch wieder dazu über, Lagerware zu vermarkten, da die Hoffnung auf steigende Preise bis zur neuen Ernte schwindet.
Am Ölsaatenmarkt geht es weiter abwärts mit den Rapspreisen. Während im Bundesschnitt in dieser Woche mit nur noch knapp 492 EUR/t deutlich unter der 500-Euro-Marke gezahlt wird, waren in Niedersachsen zuletzt noch Preise um die 500 EUR/t zu erzielen. Allerdings lagert scheinbar ohnehin kaum noch 2024er Raps auf den Höfen. Entsprechend wenig Ware wird von Erzeugerseite angeboten.
Bei den Speisekartoffeln werden die Diskussionen um mögliche Lageraufschläge lauter. Mittlerweile kommt die Ware vermehrt aus gekühlten Kistenlägern. Erzeuger hoffen, einen Ausgleich für die höheren Kosten zu erhalten. Schließlich kostet jetzt jede Lagerwoche bares Geld. Auf der anderen Seite stehen Händler jedoch einem reichlichen Angebot gegenüber, das den Bedarf mehr als deckt. Somit fällt es aktuell schwer, sich auf einen Aufschlag zu einigen. Die Nachfrage vom LEH ist unterdessen weiterhin gut und es fließt auch stetig Ware über den Export ab.

31.01.2025
Neuer Vorsitz in Geflügelgremien bei QS und ITW
Geflügel

Im Rahmen der Januar-Gremiensitzungen wurde Christoph Klomburg, Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Eier & Geflügel, einstimmig sowohl zum Vorsitzenden des QS-Fachbeirats Geflügel sowie des ITW-Fachausschusses Geflügel gewählt. Die Verantwortung für den Geflügelbereich beim DBV hatte er bereits im August 2024 von seinem Vorgänger Ulrich Löhr übernommen.

Im QS-System definieren Fachbeiräte die Anforderungen, die Systemteilnehmer einhalten müssen. Außerdem legen die Fachbeiräte für die nachfolgenden Bereiche die Prüfkriterien für die unabhängigen Kontrollen durch die Auditoren fest. Die Mitglieder der Fachbeiräte repräsentieren die beteiligten Wirtschaftskreise. Die ITW-Fachausschüsse formulieren Anforderungen und Verfahren für die Initiative Tierwohl. Sie setzen sich zusammen aus Vertretern der gesamten Wertschöpfungskette, also vom Handel bis zur Landwirtschaft. Mit ihrer Expertise bringen die Mitglieder strategische und operative Maßnahmen auf den Weg.

Neben seinen Verbandsaufgaben beim DBV ist Klomburg auch praktizierender Landwirt. Gemeinsam mit seiner Familie bewirtschaftet er einen Betrieb mit Putenhaltung, Mastschweinen und Ackerbau. Als Vorsitzender des Landvolks Mittelweser und Mitglied im Vorstand des Landvolks Niedersachsen setzt er sich für die Interessen der Landwirte in seiner Region und Niedersachsen ein.

31.01.2025
Eiermarkt leicht gefestigt
Geflügel

(AMI/MEG) Im Januar 2025 war der Markt zunächst etwas schwächer mit sinkenden Preisen. Diese stabilsierten sich im Verlauf des Monats. Die Nachfrage der Verbraucher nach Konsumeiern war lebhaft. Die Verarbeiter hielten sich noch weitgehend zurück. Von dem bevorstehenden Osterfest war noch wenig zu spüren. Von den kommerziellen Färbereien wurde jedoch schon Interesse an Färbeware signalisiert.

Auch im Januar war das Angebot an Eiern auf dem Markt knapp. Das betraf alle Größen und alle Haltungsformen. Vor allem Eier aus Bio-Haltungen waren zum Teil sehr schwer zu bekommen, sodass hier die Nachfrage nicht immer bedient werden konnte. Auch Freilandeier gab es weiterhin wenig auf dem freien Markt. Vor allem sortierfähige Ware für die Kleinverpackungen waren laut Auskunft der Marktteilnehmer Mangelware. Für sortierte Eier und für Verarbeitungsware blieben die Preise in Deutschland gegenüber dem Vormonat zunächst unverändert, stiegen aber zum Ende des Monats Januar leicht an. Im benachbarten Ausland entwickelten sich die Preise entsprechend.

31.01.2025
Geflügelmarkt blieb fest
Geflügel

(AMI/MEG) Auch nach dem Jahreswechsel blieb das Verbraucherinteresse an Geflügelfleisch lebhaft. Die laufende Produktion diente zu großen Teilen dem Bedarf des Lebensmitteleinzelhandels. Das Angebot an Verarbeitungsware war eher knapp. Die Schlachtereiabgabepreise tendierten im Januar überwiegend stabil. In den Tiefkühltruhen fanden sich noch Restbestände von Saisongeflügel.

Das Interesse an Hähnchenfilet war lebhaft. Die Zulieferungen aus Polen fielen zuletzt geringer aus. Dort kam es zu Produktionsausfällen und Handelsbeschränkungen durch die Aviäre Influenza (AI) und durch Fälle von Newcastle Disease. Erneute Ausbrüche der AI in Putenbeständen beunruhigten Mitte Januar die Branche. Die laufende Produktion von Putenteilen floss zu festen Großhandelspreisen rege am Markt ab. Der Trend zu vermehrter Erzeugung von Putenfleisch, welches nach Kriterien der Haltungsform 3 erzeugt wurde, setzte sich fort. Auch die Nachfrage nach diesen Produkten wurde als zunehmend beschrieben. Entgegen ursprünglichen Erwartungen zogen die Althennenpreise tendenziell an.