Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

28.02.2023
Großes Interesse an landwirtschaftlicher Ausbildung

40 Prozent des Berufsnachwuchses in Niedersachsen kommen nicht aus der Landwirtschaft

Der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel ist in aller Munde – doch das Interesse der jungen Generation an einer Ausbildung im Beruf Landwirt*in ist in Niedersachsen nach wie vor hoch, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. „Das zeigt sich auch daran, dass inzwischen rund 40 Prozent der Auszubildenden in ganz Niedersachsen keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben“, berichtet die Bildungsreferentin des Landesbauernverbands, Christine Kolle.

Derzeit befinden sich 1.746 junge Menschen in Niedersachsen im zweiten und dritten Ausbildungsjahr der landwirtschaftlichen Ausbildung. Seit 2017 ist die Anzahl der Auszubildenden zwar um rund 350 gesunken, „wir haben angesichts des demographischen Rückgangs aber mit noch geringeren Ausbildungszahlen gerechnet“, stellt Christine Kolle fest.

Wie kommen junge Menschen, die nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen sind, auf die Idee, eine landwirtschaftliche Ausbildung zu machen? „Die Rückmeldungen aus der Praxis zeigen immer wieder, dass viele Jugendliche zum Beispiel durch einen Urlaub auf dem Bauernhof in der Kindheit oder das Mithelfen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Nachbarschaft das Interesse an diesem Beruf entdecken“, sagt Kolle.

Zwei von ihnen sind Tom Knief und Kiara Rosenhagen von den Berufsbildenden Schulen Verden, die über ihr Fachabitur beide im zweiten Lehrjahr in die landwirtschaftliche Ausbildung eingestiegen sind. Beide sind nicht auf einem Bauernhof groß geworden. Über seine Tante, die einen Milchviehbetrieb in Oyten im Landkreis Verden bewirtschaftet, erhielt Knief einen ersten Bezug zur Landwirtschaft. Vor der Ausbildung packte er auf dem Hof bereits kräftig mit an.

„Selbst Landwirt zu werden kam für mich lange Zeit nicht in Frage, erst in der Coronazeit entwickelte ich diesen Berufswunsch“, erzählt der junge Mann. Anstatt online die Schulbank zu drücken, habe er die praktische Arbeit auf dem Hof als sinnvoller erachtet. „Zuerst habe ich mich hauptsächlich für die Maschinen begeistert, doch im Laufe der Ausbildung schlug mein Herz mehr und mehr für die Arbeit mit den Tieren, insbesondere für das Milchvieh.“

Die Kühe haben es auch Mitschülerin Kiara Rosenhagen angetan. „Mein Freund ist Lohnunternehmer, so saß ich zum ersten Mal auf einem Trecker“, berichtet die Auszubildende, die vor ihrem Ausbildungsbeginn noch gar keinen Bezug zur Landwirtschaft hatte. Aber sie wollte schon immer gern mit Tieren arbeiten. „Ein Studium, um zum Beispiel Tierärztin zu werden, wollte ich nicht machen. Als ich mich nach Alternativen umschaute, bin ich auf den Beruf der Landwirtin aufmerksam geworden, und die Vielfältigkeit des Jobs hat mich auf Anhieb begeistert.“

Der abwechslungsreiche Arbeitsalltag ist ein Aspekt, den Rosenhagen besonders schätzt. Auch Agrarwirtschaft-Lehrerin Caren Ahrendt, die an den Berufsbildenden Schulen in Verden unterrichtet, schwärmt von den umfangreichen Laufbahnen, die die Ausbildung ermöglich: „Wer später nicht im Stall oder auf dem Acker arbeiten möchte, hat zum Beispiel auch im vor- oder nachgelagerten Bereich gute Perspektiven.“

„Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und einen späteren Arbeitsplatz in der Landwirtschaft sind sehr gut“, ergänzt Christine Kolle. Zudem gebe es nach der Ausbildung viele Möglichkeiten, sich fortzubilden: Meisterkurs, ein- und zweijährige Fachschulen und/oder Studium. „Fachkräfte sind auch in der Landwirtschaft gesucht“, betont Kolle. Sie empfiehlt Interessierten die Broschüre „Berufsbildung in der Landwirtschaft: Ausbildung – Fortbildung – Studium“

27.02.2023
Werde Bienenfreundlicher Landwirt 2023

Jetzt mitmachen und kostenloses Aktionspaket sichern

Seit 2019 haben schon über 2000 niedersächsische Landwirt*innen an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ unserer Imageinitiative „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ teilgenommen, darunter auch viele engagierte Mitglieder aus unserem Kreisverband. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf Eure zahlreichen Anmeldungen, um ein deutliches Zeichen zu setzten, dass wir Landwirt*innen uns auch weiterhin für den Erhalt der Natur und Artenvielfalt einsetzen! Als unseren Mitgliedern stellen wir Euch für die Teilnahme ein kostenloses Aktionspaket zur Außenkommunikation zur Verfügung, welches Ihr Euch in diesem Jahr selbst individuell zusammenstellen könnt. Hierfür übersenden wir Euch nach erfolgreicher Anmeldung einen entsprechenden Gutscheincode für den Online-Shop unserer Initiative. Dort könnt Ihr Euch dann im Wert von 50€ die Aktionsmaterialien beliebig auswählen. Für Rückfragen wendet Euch gerne an Wanja Sievers (E-Mail: sievers@landvolk-row-ver.de / Telefon: 04261 6303 102).

Durch die Vielseitigkeit der Maßnahmen ist die Teilnahme meist einfacher als Gedacht. Denn oftmals sind es eben die kleinen Dinge wie naturbelassene Unkrautecken, mehrjährige Sandhaufen oder rottendes Altholz, die den Insekten einen großen Mehrwert bieten. Um sicherzustellen, dass das angedachte Konzept den Wildinsekten auch tatsächlich hilft, wurden gemeinsam mit dem Bieneninstitut Celle unterschiedliche Ansätze ausgearbeitet. Es entstand ein abwechslungsreicher Maßnahmenkatalog der sich in vier Kategorien aufteilt: Maßnahmen auf der Hofstelle, auf den Ackerflächen, Anstrengungen auf Grünland und die Kooperation mit Imker*innen, Jäger*innen oder Umweltschutzvereinen. Durch die Vergabe von Punkten werden die einzelnen Maßnahmen, je nach Intensität ihrer Wirkung, bewertet. Jeder Hof, der mindestens fünf Punkte in zwei Kategorien auf dem Maßnahmenblatt sammelt, qualifiziert sich für die Teilnahme an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt 2023“.

HIER könnt Ihr Euch gerne direkt online anmelden.

23.02.2023
Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins Sottrum / Rotenburg

Nach Corona bedingten Ausfällen freuten sich die Mitglieder des Landwirtschaftlichen Vereins Sottrum / Rotenburg, dass die die Jahreshauptversammlung nun wieder in Präsenz im Gasthaus Röhrs in Sottrum stattfinden konnte. Die allesamt einstimmigen Ergebnisse der Vorstandswahlen hielten Änderungen der Vorstandsbesetzung bereit. So trat der ehemalige erste Vorsitzende Ralf Blanck, der für den Verband künftig als Schriftführer aktiv sein wird, sein Amt an den zuvor zweiten Vorsitzenden Christoph Böschen ab. Den zweiten Vorsitz übernahm Christian Lohmann. Franziska Kettenburg und Heiner Junck, die zuvor im Vorstand tätig waren, standen nicht zur Widerwahl und übergaben ihre Ämter an Christoph Schröder und Andre Tietjen. Auch bei den Ortsvertrauenslandwirten hat es Änderungen gegeben. Jürgen Böschen (für den Bereich Everinghausen/Stuckenborstel) und Frank Heilemann (für den Bereich Rotenburg) schieden als Ortsvertrauenslandwirte aus. Die Ämter wurden übernommen von Christoph Böschen (Bereich Everinghausen/Stuckenborstel) und Christoph Schröder (Bereich Rotenburg).

Ein besonderes Highlight stellte neben den Vorträgen von Jörn Ehlers (Vorsitzender Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden) und Alexander Kasten (Geschäftsführer Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden) sowie Dr. Gerd Kracke (Außenstellenbeauftragter Landwirtschaftskammer Außenstelle Verden) auch der Vortrag von Klaus John „Der Ukrainekrieg, Auswirkungen auf unsere Betriebe“ dar. Klaus John hat seit 2008 als Pflanzenbau-Manager in der russischen Schwarzerde-Region für die russische Agrarholding Prodimex, nahe der ukrainischen Grenze, gearbeitet und hat aus seinen Erfahrungen berichtet. Seine langjährige Auslandserfahrung hat ihn in der Annahme bestärkt, dass die deutsche Agrarwirtschaft mit ihrer tiefgreifenden Fachkenntnis in der Welt eine elementare Rolle spielt.

21.02.2023
Informationsveranstaltung "Pflanzenschutzmaßnahmen im Rapsanbau"

von den Bienenfreunden Verden

Angesichts des Interesses der Landwirt*innen am Rapsanbau, einer idealen Starterkultur für alle Insekten im Frühjahr, referiert am 1.3.23 um 19:00 Uhr in Heitmanns Gasthof in Kreepen der anerkannte Berater Heinrich Romundt mit langjähriger Erfahrung zum Thema „Pflanzenschutzmaßnahmen im Rapsanbau“. Die Bienenfreunde Verden laden zu der öffentlichen Veranstaltung ein. Interessierte sind herzlich willkommen.

20.02.2023
Lieber wirksame Herdenschutzzäune zum Wohl der Weidetiere fördern

Inkrafttreten seit dem 15.02.2023

Ein von insgesamt neun europäischen Ländern getragenes Forschungsvorhaben mit dem Titel „Life Wild Wolf“ ist jetzt in Rom ins Leben gerufen worden. Niedersachsen nimmt mit dem Wolfsbüro des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) an dem Vorhaben teil. Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers sieht das Projekt kritisch: „Wir wissen genug über den Wolf, und wir wissen auch, dass der Bestand in Niedersachsen dringend begrenzt werden muss. Statt hierfür Forschungsgelder freizugeben, sollten lieber umfänglich wirksame Herdenschutzzäune und deren Folgekosten zum Wohl unserer Weidetiere gefördert werden.“

In dem Projekt mit sieben Millionen Euro Gesamtbudget gehe es darum, „neue Techniken und Abläufe für ein besseres Management von Begegnungs- und Annäherungssituationen zu entwickeln“, heißt es in einer Mitteilung des NLWKN. Geplant sei unter anderem „die Einrichtung von operativen und neu auszubildenden Interventionsteams und die Entwicklung eines Protokolls für effizientere Einsätze“. Langfristig erhofften sich die insgesamt 18 internationalen Partner so „eine verringerte Bedrohung der Wolfspopulationen, etwa durch illegale Tötungen oder eine Einschränkung ihrer Lebensräume“.

Für Jörn Ehlers, der auch Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement ist, greift der Projektansatz zu kurz. „Das geht in die falsche Richtung. Es muss wenigstens auch mitdiskutiert werden, wie sich die Populationen besser steuern lassen.“ Der strenge Schutzstatus des Wolfs müsse fallen. „Handeln statt forschen“, lautet die Devise. Für Ehlers ist es wichtig, dass der Wolf durch Maßnahmen wie geregelte Entnahmen und Elektrozäune seine natürliche Scheu zurückgewinnt.

Der Landvolk-Vizepräsident begrüßt einen Entschließungsantrag der CDU-Landtagsfraktion, der in dieser Woche im Plenum beraten werden soll. Die darin enthaltenen Forderungen unter anderem nach der Notwendigkeit eines aktiven, regional differenzierten und nicht nur auf die Entnahme einzelner Problemwölfe beschränkten Wolfsmanagements in Niedersachsen, nach besserem Monitoring zur Erfassung von Populationen und Nutztierrissen, nach einer Wolf-Obergrenze und nach verbessertem Küstenschutz, nach einer deutlich schnelleren und unbürokratischen Entschädigung betroffener Weidetierhalter*innen, entsprechen den vielfach geäußerten Vorstellungen des Landvolks Niedersachsen im Umgang mit dem Thema Wolf.

20.02.2023
Erste Jahreshauptversammlung der „Bienenfreunde Verden“

mit Fachvortrag von Herrn Prof. Dr. von der Ohe war eine erfolgreiche Premiere

Zur ersten Jahreshauptversammlung mit Fachvortrag von Herrn Prof. Dr. von der Ohe zum Thema: „Honig- und Wildbienen - deren Gefährdung und nachhaltige Gegenmaßnahmen“ konnten die „Bienenfreunde Verden“ Mitglieder und Gäst*innen aus den Wohnorten Hannover, Stuhr, Oyten und LK Rotenburg begrüßen mit Vorsitzenden der Imkervereine Achim, Rotenburg und Bremen, darunter auch ein Mitglied des Präsidiums des Deutschen Imker Bundes. Ein Einzugsgebiet von beachtlichen 2.400 qkm.

Angesichts des fast zweistündigen Fachvortrages mit interessanter anschließender Diskussion hatte sich auch die längste Anreise gelohnt.

Für die Anwesenden war es ein sehr „intensiver, breit gefächerter Ausflug“ mit der Erläuterung wissenschaftlicher Hintergrunduntersuchungen im weit gespannten Bogen zu den vielfältigen Maßnahmen - auch zu Blühkonzepten im Landkreis Verden - bis zu den Auswirkungen auf die Insekten – Wildbienen, Honigbienen und Falter etc. Ausgeräumt wurde ein „imkerlicher Disput“, dass spätblühende Kulturen - wie vermehrt Blühflächenprojekte auch im Landkreis Verden - nicht förderlich für die Bienen seien. Die klare Aussage von Herrn Prof. Dr. von der Ohe, belegt mit diversen Vergleichen und Schaubildern: Die Versuche haben gezeigt, das spätblühende Kulturen das Nahrungsangebot über den Sommer hinaus erweitern. Dieser späte und zusätzliche Eintrag von Pollen ermöglicht einen sehr guten Start der Brutentwicklung im darauffolgenden Frühjahr. Völkerverluste traten nicht auf.

Damit werden die Bestrebungen der „Bienenfreunde Verden“ zu phänologisch qualitativ höherwertigen Blühkonzepten zum Zwischenfruchtanbau – mit idealem durchgängigen Trachtangebot auch in Zeiten des Klimawandels - zum Wohle der Insekten weiter aufgewertet.

Die Jahreshauptversammlung wurden den Regularien entsprechend abgewickelt.
Aufgrund des berufsbedingten Umzuges des Schriftführers Constantin Mund wurde als Nachfolger Hartmut Kettelhodt von der Versammlung bestätigt.

Der frühzeitig begonnene erste Imkergrundkurs 2023 ist abgeschlossen, alle 5 Teilnehmer haben die Wissens- und Verständnisnachweise erfolgreich bestanden und die Teilnahmebescheinigungen mit Fachkundenachweis konnten anlässlich der JHV feierlich überreicht werden. Mit 12 Imkern als Mitgliedern zum Jahreswechsel 2022/23 ist mit den weiteren 5 „Jungimkern “eine prozentual bemerkenswerte Steigerung binnen sehr kurzer Zeit erreicht worden. Dazu erhielten 3 Imker*innen für ihre rückstandsfreien Frühtrachthonige aus 2022 (untersucht auf > 700 Pestizidparameter, die VAZ berichtete) die Laborberichte mit Prüfbericht und Beurteilung des akkreditierten QSI-Labors aus Bremen überreicht. Als symbolische Anerkennung im Verbund mit den Landwirten erhielt Landwirt Holger Meier ein Glas des untersuchten Honigs.

Im Tätigkeitsbericht wurden die vielfältigen Aktivitäten im Jahre 2022 im Verbund zwischen Imkern, Landwirtschaft und Jägerschaft des Landkreises Verden nochmals deutlich. Ein Highlight war die Einladung und der Besuch der Landwirtschaftsministerin Frau Otte-Kinast in die 5 ha Blühflächen im Juli in Huxhall, einen Tag vor der Sonder-Agrarministerkonferenz. ( Topic: „Versorgungssicherheit trotz Ukrainekrieg“) Dort konnte sie sich von den vielfältig blühenden Musterflächen der Blühmischungen „Verdener Frühjahrsblüte“, „Niedersächsischer Weg“ und „GAP-plus“ (als DPMA eingetragene Wort-Bildmarken) ein Bild machen und diese Eindrücke mitnehmen.

Nach der Sonder-AMK berichtet das ML Hannover via Internet: “Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast begrüßt die Ergebnisse der Amtschefkonferenz, die am 7.7. in Magdeburg zu Ende gegangen ist. In der Bund-Länder-Konferenz ging es um die anstehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). ” Ziel war es, dem Bundeslandwirtschaftsministerium die Positionen der Länder für seine weiteren Verhandlungen mit der EU-Kommission mit auf den Weg zu geben. Niedersachsen hatte angeregt, die Regelungen zum Fruchtwechsel flexibler zu gestalten und insbesondere den Anbau von Roggen auf Roggen und den einmaligen Nachbau von Weizen nach Weizen im Strategieplan Deutschlands vorzusehen. Diese Position fand eine Mehrheit. „Es hilft in der Situation, die wir durch den Krieg in der Ukraine erleben …“

Die Selbstbegrünungspflicht, von Expert*innen definiert als „Landwirtschaftlicher Totalschaden“ war damit vorerst vom Tisch!

Herr Jürgen Luttmann, 1. Vorsitzender der Kreisjägerschaft des Landkreises Verden e.V. , berichtete über die Förderung der Projekte aus dem Verdener Hegefonds seit 15 Jahren im Gesamtwert von 1,43 Mio. € mit Detailausführungen. Die Blühprogramme, die aus dem Hegefondsbudget gefördert werden, sind mit der Unteren Naturschutzbehörde des LK Verden abgestimmt. Für 3 Programme ( von ein – mehrjährig) mit vorgegebenen Aussaatterminen im Herbst oder Frühjahr stehen zwei speziell entwickelte Saatgutmischungen zur Verfügung. Anträge für die Förderung können über den zuständigen Jagdausübungsberechtigten gestellt werden. Für den Fall, dass ab Herbst 2023 nach den GAP-Regeln 4% der Ackerfläche aus der Produktion genommen werden müssen, planen wir ein spezielles Blühflächen Förderprogramm auf diesen Flächen anzubieten. Die Entwicklung der Rahmenbedingungen für dieses Förderprogramm steht kurz vor dem Abschluss. Verständlicherweise wurde dieses beachtliche Projekt – zur Steigerung der Biodiversität - mit großer Freude aufgenommen. Details dazu erläutert Herr Luttmann Interessenten.

Seit Gründung des Vereines am 3.11.21 kann sich sehen lassen, was der junge Verein zum Wohle der Bienen / Insekten durch Steigerung der Biodiversität im Verbund mit Imkerinnen, Landwirtinnen und Jägerschaft u. a. durch Blühflächenkonzepte in Qualität und auch Flächengrößen initiiert und realisiert hat.

Für 2023 haben die „Bienenfreunde Verden“ ein durchgängiges Programm geplant.

16.02.2023
Kabinett beschließt Landesdüngeverordnung

Inkrafttreten seit dem 15.02.2023

Die Landesregierung hat am 14.02.2023 die Verordnung zur Änderung der „Niedersächsischen Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat oder Phosphat“ beschlossen.

Die jetzige Ausweisung stellt aber nur einen Zwischenschritt bei der Anwendung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift des Bundes dar. Aus Vorsorgegründen müssen auch Nitratabbauprozesse (so genannte denitrifizierende Verhältnisse) im Grundwasser bei der Kulissenausweisung berücksichtigt werden, um gezielt den Nitrateintrag zu reduzieren. Bisher konnten noch nicht alle vorliegenden Messdaten auf Plausibilität und Verwendung für die Ausweisung von mit Nitrat belasteten Gebieten geprüft werden. Durch die jetzt als Zwischenschritt geänderte Verordnung kommt es zu einer Änderung der Gebietskulissen: Die Gebiete, die als mit Nitrat belastet gelten, umfassen nun zirka 21 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niedersachsen (vormals circa 24,5 Prozent). Nach der vollumfänglichen Einbeziehung der denitrifzierenden Verhältnisse wird sich die Kulisse wieder vergrößern. Die Ausweisung der mit Nitrat belasteten Gebiete definiert, wie bisher auch, den Anwendungsbereich für Maßnahmen gemäß § 13a Abs. 2 Düngeverordnung des Bundes sowie für die Maßnahmen der Landesdüngeverordnung. Die für diese Gebiete vorgeschriebenen Maßnahmen – beispielsweise die Auflage zu jährlichen Untersuchungen von Bodenproben, um den pflanzenverfügbaren Stickstoffgehalt zu bestimmen sowie die Vorgabe zur Einarbeitung für die meisten organischen Düngemittel und Wirtschaftsdünger innerhalb einer Stunde – werden nicht verändert.

Mit der Veröffentlichung im Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt am 14.02.2023, trat die Verordnung am 15.02.2023 in Kraft.

Die neuen Kulissen, beziehungsweise Karten, sind HIER online abrufbar.

15.02.2023
Digitale Informationsveranstaltung

zum Thema Gewässerrandstreifen - was ist einzuhalten?

Wir laden unsere Mitglieder herzlich zur digitalen Informationsveranstaltung „Gewässerrandstreifen - was ist einzuhalten?“ des Bezirksverbandes Stade ein. Stattfinden wird diese am Mittwoch, den 22.02.2023 um 19:30 Uhr.

Referenten sind: Lüder Bornemann (Leiter der Fachgruppe Pflanze, Landwirtschaftskammer Bremervörde) und Pierre Ammermann (Berater für Förderung und Nährstoffmanagement, Landwirtschaftskammer Pflanze) Sie werden über die rechtlichen Rahmenbedingungen, Umsetzung in der Praxis und sinnvolle (förderrechtliche) Nutzung berichten.

Bitte melden Sie sich bis zum 21.02.2023 um 12 Uhr unter info@landvolk-row-ver.de für die Zusendung des Links und der Einwahldaten an.

15.02.2023
Seminar- und Informationsangebot der Landvolkdienste

Die Landvolkdienste bieten Interessierten mit den nachfolgenden online Seminaren, moderiert von Herrn Beewen, die Chance auf kurzweilige kostenfreie Informationen zu eng gefassten Themen in lockerer Gesprächsform. Alle Seminare sind auf der Homepage der Landvolkdienste GmbH unter der Rubrik Seminare zu finden. Hier können sich Interessierte auch direkt anmelden.

Am 16.02.2023 von 19:00 bis 20:00 Uhr mit den Gastreferent*innen Jürgen Enneking (R&V), Dr. Ursula Gerdes (Tierseuchenkasse) & Peter Moß (Veterinäramt Emsland) zum Thema Tierseuchenupdate: Das Tierseuchengeschehen 2022 und der Ausblick auf 2023.

Am 22.02.2023 von 19:00 bis 20:00 Uhr mit Gastreferent Bastian Schnese (Brandschutzsachverständiger) zum Thema Brandschutz auf landwirtschaftlichen Betrieben.

Am 23.02.2023 von 19:00 bis 20:00 Uhr mit Gastreferent Falk Böttcher (Deutscher Wetterdienst) zum Thema Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den Pflanzenbau und kann eine Ernteversicherung helfen? Erste Bundesländer finanzieren die Mehrgefahrenversicherung - ein aktueller Stand.

Am 01.03.2023 von 19:00 bis 20:00 Uhr mit Gastreferent Thomas Bertram (Externer Datenschutzbeauftragter) zum Thema Cyberangriffe, die latente Gefahr – aktuelle Themen.

Am 02.03.2023 von 19:00 bis 20:00 Uhr mit Gastreferentin Alina Trautmann (Knappschaft) zum Thema Sozialversicherung für Erntehelfer und Minijobber, Neuigkeiten -ein Erfahrungsaustausch.

13.02.2023
Vortragsveranstaltung der Landseniorengruppe

in Unterstedt

Am Donnerstag, den 23.02.2023, findet um 14.00 Uhr die nächste Vortragsveranstaltung der Landsenior*innen im Waldhof in Rotenburg-Unterstedt statt.

Christian Intemann, Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Rotenburg-Verden e.V., wird auf dieser Veranstaltung über Aktuelles aus der Agrarpolitik referieren. Helmut Behn stellt die im Jahr 2022 durchgeführten und 2023 geplanten Sommerfahrten der Landseniorengruppe vor. Wolfgang Dürr von „Airbus Defence and Space GmbH“ in Bremen hält einen Vortrag über „Weltraumfahrt und Landwirtschaft“.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 20. Februar 2023 telefonisch bei Herrn Thomas Exner vom Landvolk Rotenburg-Verden unter 04261/6303-101 oder per Mail an exner@landvolk-row-ver.de an. Geben Sie diesen Veranstaltungshinweis gerne auch an weitere Interessierte weiter.

Aktuelles aus dem Landesverband

07.02.2025
Wahlsynopse in der Deutschen Bauern Korrespondenz
Geflügel

In der Januar-Ausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk) finden Sie die ausführliche Wahlsynopse des Deutschen Bauernverbandes zur anstehenden Bundestagswahl. Die Verbandszeitung dbk steht allen Mitgliedern online als E-Paper zur Verfügung. Laden Sie ab jetzt einfach die dbk-App herunter und melden sich im Menü unter „Coupons“ mit Ihrer Mitgliedsnummer an. Unter folgendem Link finden Sie eine Leseprobe des Artikels:

https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/dbk/2025/dbk_1_2025/Bundestagswahlsynopse_2025.pdf

07.02.2025
DBV-Kernanliegen zur Bundestagswahl 2025
Geflügel

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl am 23. Februar 2025 stellte der Deutsche Bauernverband politische Forderungen zur praxistauglichen Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft vor. In zehn Kernanliegen beschreibt der Verband die aus seiner Sicht notwendigen Maßnahmen, um in der kommenden Legislaturperiode die zentralen Herausforderungen der deutschen Landwirtschaft wirksam zu adressieren. Um die Zukunft der Tierhaltung geht es in Punkt 4.

Die vollständigen Kernanliegen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.bauernverband.de/topartikel/dbv-kernanliegen-bundestagswahl-2025

07.02.2025
Umfrage zur Impfung gegen Geflügelpest
Geflügel

Seit 2023 regelt die EU die HPAI-Impfung über eine neue Verordnung. Sie ermöglicht den Mitgliedsstaaten eigene Impfstrategien und legt Maßnahmen zur Durchführung und Überwachung fest. Eine neue Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover soll die Einschätzungen der Geflügelhalter zur praktischen Umsetzung ermitteln. Ziel ist es, den Impfprozess zu optimieren und den Informationsaustausch zu verbessern. Die Ergebnisse sollen helfen, wissenschaftliche Empfehlungen praxisnah auszurichten. Über folgenden Link kommen Sie zur Umfrage: https://ibei.tiho-hannover.de/survey/impfunghpai/

07.02.2025
Heidemark steigt in Verarbeitung von Hähnchen ein
Geflügel

Der Putenfleischvermarkter Heidemark steigt in die Verarbeitung von Hähnchen ein und beginnt zunächst mit der Lohnschlachtung. Die vollständige Umstrukturierung soll bis 2026 abgeschlossen sein. Laut der Fachzeitschrift Lebensmittelpraxis liegt die behördliche Genehmigung für eine umfassende Geflügelproduktion vor, wobei die Produktionsmenge unverändert bleibt. Zum 1. Februar 2025 übernimmt Andres Ruff die Geschäftsführung. Die Familie Kalvelage zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und wechselt in den Beirat. Ruff bringt Erfahrung aus der deutschen Fleisch- und Lebensmittelbranche mit und soll die strategische Entwicklung sowie die Geschäftsführungskoordination übernehmen. Heidemark sieht sich als europäischer Marktführer für frische Putenprodukte.

05.02.2025
Schweinemarkt in Europa
Schwein

(AMI) Der europäische Markt für Schlachtschweine zeigt in den meisten Ländern eine Stabilisierung, sodass die Preise weitgehend unverändert bleiben. Lediglich aus Italien wird weiterhin Preisdruck gemeldet. In Frankreich halten sich Angebot und Nachfrage in etwa die Waage. Aufgrund der zurückhaltenden Nachfrage setzen die Schlachtbetriebe jedoch die Preise unter Druck, die sich zu Wochenbeginn nur knapp behaupten konnten. Erst in den kommenden Wochen wird eine Marktbelebung durch verstärkte Verkaufsaktionen des Einzelhandels erwartet. Der belgische Markt für Schlachtschweine verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr geringere Schlachtaktivitäten. Die Notierung konnte sich zuletzt auf dem bisherigen Niveau stabilisieren. Dänemark meldet ein europaweit hohes Angebot an Schweinen und Schweinefleisch. Die Nachfrage aus den asiatischen Importländern bleibt stabil, insbesondere bei Vorderfleisch und Schinken, die kontinuierlich geordert werden. In Spanien präsentiert sich der Schweinemarkt ausgeglichen. Die zur Vermarktung stehenden Tiere werden zügig abgenommen, wodurch die Überhänge stetig schrumpfen. Die Preise verbleiben zunächst auf dem bisherigen Niveau. In Italien übersteigt das Angebot an Schlachtschweinen weiterhin die Nachfrage, sodass der Preisdruck anhält. Eine Belebung des Kaufinteresses könnte durch die Wiederaufnahme der Fleischverarbeitung erfolgen. Auch in Deutschland bestehen weiterhin Angebotsüberhänge, die nur langsam abgebaut werden können. Dies erschwert die Vermarktung der Schlachtschweine.

05.02.2025
Überhänge verzögern den Ferkelhandel
Schwein

(AMI) Das Jahr 2025 begann mit stabilen Ferkelpreisen und einer insgesamt ausgeglichenen Marktsituation. Lediglich die bestehenden Überhänge an schlachtreifen Schweinen sorgten für Verzögerungen bei der Freimachung von Stallplätzen.

Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) setzte die Ferkelpreise jedoch erheblich unter Druck, sodass diese deutlich nachgaben. Seitdem zeigt sich der Markt wieder ausgeglichener. Ohne die Überhänge an schlachtreifen Schweinen würde die Vermarktung von Ferkeln reibungslos verlaufen. Mit dem fortschreitenden Abbau dieser Bestände dürfte auch der Handel mit Ferkeln weiter an Fahrt gewinnen. Solange es an freien Stallkapazitäten mangelt, sind stabile Preise zu erwarten. Sollten jedoch wieder ausreichend Stallplätze in größerem Umfang verfügbar sein, könnten die Erlöse für Ferkel leicht anziehen – vorausgesetzt, es treten keine weiteren MKS-Fälle auf, die den Markt erneut belasten würden.

05.02.2025
Wahlsynopse in der Deutschen Bauern Korrespondenz
Schwein

In der Januar-Ausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk) finden Sie die ausführliche Wahlsynopse des Deutschen Bauernverbandes zur anstehenden Bundestagswahl. Die Verbandszeitung dbk steht allen Mitgliedern online als E-Paper zur Verfügung. Laden Sie ab jetzt einfach die dbk-App herunter und melden sich im Menü unter „Coupons“ mit Ihrer Mitgliedsnummer an. Unter folgendem Link finden Sie eine Leseprobe des Artikels:

https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/dbk/2025/dbk_1_2025/Bundestagswahlsynopse_2025.pdf

31.01.2025
Weizenkurse seit Wochenbeginn fester
Pflanzen

Die internationalen Weizenkurse können aufgrund der aufkeimenden Nachfrage wichtiger Importeure über Vorwoche schließen. Der scharfe Wettbewerb am Exportmarkt begrenzt aber die Gewinne.

(AMI) An der Pariser Börse können die Weizennotierungen an den Kursgewinnen der vorigen Wochen anknüpfen und legen zu. Am 30.01.2025 schloss der Fronttermin März 25 bei 234,50 EUR/t und damit immerhin 4,25 EUR/t über Vorwochenlinie. Zum Beginn der laufenden Handelswoche fiel der Kurs mit 224,75 EUR/t noch auf ein 6-Wochentief. Folgetermine können ebenfalls ein Plus verzeichnen und gewinnen um bis zu 2,25 EUR/t an Wert.

Unterstützung erhielten die Pariser Weizenkurse in den vorigen Handelstagen von der aufkeimenden Nachfrage großer Importeure. Dabei wirkte sich der rückläufige Eurokurs, der allein binnen der vorigen zwei Handelstage rund 1,3 % an Wert verlor, positiv aus. Marktteilnehmer berichteten von einer Weizenausschreibung Tunesiens, auch Marokko ist wieder zurück am Markt und interessiert sich für EU-Weizen. Hier dürfte vor allem Bulgarien zum Zuge kommen. Auch Jordanien tätigte einen Kauf von 50.000 t Weizen. Die Konkurrenz mit russischem Getreide ist aber weiterhin groß. Die russischen Preise sind zwar marginal gestiegen, bleiben aber dennoch wettbewerbsfähig.

In Frankreich hingegen begrenzen sich die Getreideausfuhren aktuell lediglich auf etwas Futtergerste, die Weizenexporte sind weiterhin spärlich. Nach jüngsten Angaben der EU-Kommission exportierte Frankreich im bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf bis zum 26.01.2025 nur 1,35 Mio. t Weizen, zum Vorjahreszeitpunkt waren es bereits 4,54 Mio. t. Das Land fuhr die schlechteste Ernte seit Jahrzehnten ein. Gleichzeitig ist die chinesische Nachfrage bislang schwach und es ging wenig nach Algerien. Das beschleunigte den Verlust der Marktanteile für den größten EU-Weizenerzeuger an billigere Produzenten wie Russland. Insgesamt belaufen sich die Weizenexporte der EU 2024/25 bisher auf rund 12,18 Mio. t. Das sind rund 37 % weniger als in der vergangenen Saison. Die schlechte EU-Ernte bei einer gleichzeitig großen Exportkonkurrenz am Weltmarkt limitieren die Ausfuhren deutlich. Das dürfte sich bis zum Wirtschaftsjahresende auch nicht mehr ändern. Hinzu kommt, dass Argentinien ankündigte, seine Exportsteuer auf Getreide bis Juni 25 zu senken. Das verstärkte die Besorgnis über eine Verschärfung des Wettbewerbs. Vor allem Abnehmer aus Teilen Afrikas und Asiens dürften sich für den günstigen argentinischen Weizen besonders interessieren.