Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

24.10.2023
140. Elite Auktion des Hannoveraner Verbandes

Reitpferde, Fohlen & zweijährige Hengste

Die 140. Elite-Auktion des Hannoveraner Verbandes, die am vergangenen Wochenende stattfand, wurde zu einem Elite-Festival. Die Auktion wurde mit einem spektakulären Schauprogramm eröffnet. Bundeschampions, Hannoveraner Champions und der Derbysieger*innen gaben sich die Ehre. Gleich zu Beginn wurde die Kopf-Nummer 1, Semenyo N, mit einem Zuschlagspreis von 140.000 Euro als Preisspitze gefeiert. Durchschnittlich mussten 31.887 Euro für eine der 62 elitären Nachwuchstalente angelegt werden. Einen ausführlichen Bericht erhalten Sie HIER.

19.10.2023
buten un binnen Beitrag zum regionalen Absatzmarkt für Bio-Produkte

Unverkaufte Ernte, volle Speicher – So geht es Bremer Öko-Landwirt*innen

Der regionale Absatzmarkt für Bio-Produkte ist in Schwierigkeiten. Das Angebot ist oft größer als die Nachfrage. Die Ernte ist zum Teil unverkäuflich. Darunter leiden auch Öko-Landwirt*innen aus der Region. Landwirt Michael Kappel aus Westen in Dörverden berichtet in einem buten un binnen Beitrag vom 17. Oktober 2023 über diese Schwierigkeiten. Eine Aufzeichnung des Beitrages finden Sie HIER.

18.10.2023
Veredlungstag 2023 des Deutschen Bauernverbands

am 24. Oktober in der Stadthalle Cloppenburg

Aktuelle Lage gut, Aussichten düster. Das ergab eine gemeinsame aktuelle Umfrage der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit dem Agrar- und Ernährungsforum (AEF) bei fast 500 Schweinehalter*innen aus Deutschland. „Die Umfrageergebnisse zeigen ganz deutlich, unsere Schweinehalter sind frustriert. Auch wenn die wirtschaftliche Lage auf den Höfen aktuell noch positiv ist, so planen über 75 Prozent keine Investitionen für das kommende Jahr. Das sagt viel über die Stimmung aus“, kommentiert Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers das Umfrageergebnis. „Schweinehaltung weiterentwickeln – Möglichkeiten und Wege“, lautet daher auch das Motto des Veredlungstages 2023 des Deutschen Bauernverbands (DBV), der am 24. Oktober in der Stadthalle Cloppenburg stattfinden wird, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Von 9 bis 16 Uhr werden hier Themen und Probleme der deutschen Schweinehaltung beleuchtet. Zwar erfolgte in den vergangenen Monaten mit dem Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, den Erleichterungen beim Baurecht und dem beschlossenen Bundesförderprogramm endlich eine leichte Vorwärtsbewegung, die aber praxisnah nur schlecht oder gar nicht umsetzbar ist. Politische Regulierungen gefolgt von Bürokratie sind laut der Umfrage für 97 Prozent der Befragten die Hauptgründe der Unzufriedenheit der deutschen Schweinehalter*innen. „Umso mehr gilt es jetzt, Lösungen und Wege zur Weiterentwicklung der Schweinehaltung zu suchen. Die Politik ist aufgefordert, ihre Hausaufgaben zu machen“, sagt Hubertus Berges, stellvertretender Vorsitzender des Veredelungsausschusses beim Landvolk.

Nachdem Bauernpräsident Joachim Rukwied mit seinem Statement die Veranstaltung in der Münsterhalle eröffnet, wollen um 10 Uhr Hubertus Beringmeier als Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch aus der Sicht des Bauernverbandes, Alexander Liedke von Lidl aus der Sicht des Lebensmittelhändlers und Mads Stougaard von Danish Crown aus der Sicht des dänischen Schweinesektors die Zukunft der Schweinehaltung aufzeigen. Gemeinsam werden sie mit Sven Guericke vom AEF und Dr. Stephan Kruse von Vion auf dem Podium darüber diskutieren. Land & Forst-Chefredakteurin Maren Diersing-Espenhorst moderiert die Veranstaltung. Der Futtermittelmarkt, die Konsequenzen für die Betriebsentwicklung, wie der Betrieb auf die Zukunft ausgerichtet werden kann und künstliche Intelligenz im Schweinestall sind die Themen für den Nachmittag. Gegen 16 Uhr wird Jörn Ehlers den Veredlungstag 2023, der für die Teilnehmer*innen kostenfrei ist, beenden. Interessierte melden sich bitte bis zum 19. Oktober HIER an.

16.10.2023
Kreisleitungspflügen in Thedinghausen-Beppen

Niclas Podehl pflügt sich auf Platz eins

Am vergangenen Freitag fand auf dem Betrieb Wortmann in Thedinghausen-Beppen der Kreisentscheid im Leistungspflügen statt. Die angehenden Landwirt*innen hatten die Aufgabe eine vorgegebene Fläche fachgerecht unter Wettbewerbsbedingungen innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe zu bearbeiten. Ziel war, neben der grundsätzlichen Aufgaben des Pflügens, ein optimaler Einsatz des Pfluges. Ein korrekter Anbau des Gerätes an die Zugmaschine bewirkt, neben einer bodenschonenden Bearbeitung, unter anderem einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Die Beseitigung des nicht erwünschten Pflanzenbestandes durch den Pflug reduziert den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und ist insofern aktueller denn je. Der jährliche Wettbewerb ist daher ein wichtiger Bestandteil der landwirtschaftlichen Ausbildung. „Beim Leistungspflügen sind die Teilnehmer einem kleinen Stresstest ausgesetzt und müssen das Erlernte in die Praxis umsetzten“, erzählte Hans-Werner Heidemann von der Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik (Deula) Nienburg gegenüber der Verdener Aller-Zeitung.

Die Wertungsrichter konnten mit den Leistungen der Auszubildenden durchaus zufrieden sein. Eine besonders gute Leistung erzielte Niclas Podehl, der sich auf den ersten Platz pflügte. Ihm folgten Georg Fischer und Leo Ripke auf dem zweiten Platz, sowie Finn Fischer auf dem dritten Platz. Alle Teilnehmer*innen können jedoch Stolz auf sich sein, sich dem Wettbewerb gestellt zu haben.

16.10.2023
Moorgipfel im Landkreis Osterholz

Jetzt anmelden, damit der Moorschutz gemeinsam mit der Landwirtschaft gelingt

Der Landkreis Osterholz veranstaltet in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit dem Landvolk Osterholz e.V., der Biologischen Station Osterholz e. V. und dem Gewässer- und Landschaftspflegeverband Teufelsmoor einen Moorgipfel. Am Freitag, den 3. November 2023 findet dieser von 9:30 bis 17:00 Uhr in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck (Jacob-Frerichs-Straße 1, 27711 Osterholz-Scharmbeck) statt. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an alle am Thema Klima- und Moorbodenschutz interessierten Personen als auch an Personen, die beispielsweise als Bewirtschaftende oder Landbesitzer*innen vom Moorbodenschutz berührt sind. Kurz gesagt ist sowohl die breite Öffentlichkeit als auch Fachpublikum herzlich willkommen.

Es erwartet Sie ein vielfältiges Programm bestehend aus Fachvorträgen und Foren zu Themen der Wiedervernässung, der Aufwuchsverwertung und des nachhaltigen Tourismus sowie Messestände und die Ausstellung von Produkten aus Mooraufwuchs. Mit dem niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer und der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte haben hochrangige Vertreter*innen der Landesregierung ihr Kommen ebenso zugesagt, wie eine Vielzahl von Fachexpert*innen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nötig und ab sofort bis zum 25. Oktober 2023 HIER möglich. Die Veranstaltungsstätte ist in wenigen Fußminuten vom Bahnhof Osterholz-Scharmbeck erreichbar. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit, damit der Moorbodenschutz gemeinsam mit der Landwirtschaft gelingen kann!

11.10.2023
Sachliche Diskussion zum Thema Wolf

Circa 150 Zuschauer*innen bei Podiumsdiskussion

Am Montag fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Wolf im Rathaus in Langwedel statt. Eingeladen hatte der Nabu Kreisverband Verden e. V. Auf dem Podium zugegen waren Frank Fass vom Wolfcenter Dörverden, der Präsident der Landesjägerschaft Helmut Dammann-Tamke, der 1. Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen Dr. Holger Buschmann sowie Helmut Habermann aus dem Raum Burgdorf bei Hannover als Vertreter des Nds. Landvolkes und der Pferdeland Niedersachsen GmbH. Die Veranstaltung war mit circa 150 Leuten mehr als gut besucht und es ergab sich ein respektvoller Austausch zwischen allen Mitdiskutanten. Quintessenz des Abends war bei allen Beteiligten, dass es eine bessere und einfachere finanzielle Unterstützung bzw. Übernahme bei Herdenschutzmaßnahmen geben sollte und hier die Politik am Zug ist. Abweichungen ergaben sich bei den Themen Wolfsentnahme und wolfsfreie Zonen.

05.10.2023
Podiumsdiskussion zum Thema Wolf

NABU Verden lädt ins Rathaus nach Langwedel ein

Veranstaltungshinweis:

Am 9.10.23 lädt der NABU Kreisverband Verden e. V. Zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Wolf ein. Die Veranstaltung findet ab 19:00 Uhr im Rathaus Langwedel statt.

Auf der Homepage des NABU heißt es dazu: „Als Moderator konnte der NABU Kreisverband Verden e.V. den ehemaligen Chefredakteur des Achimer Kreisblattes Manfred Brodt gewinnen. Um ein ausgewogenes Meinungsbild zu ermöglichen, werden Vertreter unterschiedlicher Interessensgemeinschaften eingeladen. Frank Fass vom Wolfcenter Dörverden wird seine Erkenntnisse in die Diskussion ebenso einbringen wie Helmut Habermann aus dem Raum Burgdorf bei Hannover als Vertreter des Nds. Landvolkes und der Pferdeland Niedersachsen GmbH. Außerdem werden sich der Präsident der Landesjägerschaft, Helmut Dammann-Tamke und der 1. Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen, Dr. Holger Buschmann, gegenübersitzen. Ziel der Veranstaltung ist es, möglichst viele Emotionen aus der Diskussion zu nehmen und diese durch den Sachverstand der Experten zu ersetzen. Alle Gäste werden auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.“

27.09.2023
Wolf im Fokus

Jörn Ehlers im Talk der NDR Info “Redezeit”

Dass das Thema Wolf mittlerweile in der gesamten Gesellschaft angekommen ist, zeigte die Radiosendung „Redezeit“ von NDR Info vom 26.9.23: Dort diskutierte Radiomoderatorin Susanne Stichler gemeinsam mit Ernst-Dieter Meinecke von der Landesjägerschaft Niedersachsen, Wolfsexperte Theo Grüntjens sowie Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V. Nach Aussagen der Redaktion gab es auf die Sendung eine überraschend hohe Resonanz mit vielen Mails und Anrufer*innen. Die gesamte Sendung ist HIER auch online abrufbar.

Um auf den Wolf Aufmerksam zu machen, werden am 29. September Weidetierhalter um 19 Uhr europaweit Mahnfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes und für den Schutz der Weidetierhaltung entzünden. Infos dazu gibt es HIER.

26.09.2023
4-%-Stilllegung sind für 2023/24 einzuhalten

EU-Kommission ermöglicht keine Ausnahmen

Da weder im EU-Agrarministerrat, im EP-Agrarausschuss noch auf dem EVP-Agrarkongress das Thema 4-%-Stilllegung angesprochen wurde steht fest, dass die 4 % für 2023/24 einzuhalten sind und auch keine Resthoffnung auf eine Aussetzung besteht. Nur wenn die EU-Kommission es ermöglicht hätte, hätten die Mitgliedstaaten die Ausnahme nutzen können. Hier gab es jedoch keine Initiative des zuständigen polnischen Agrarkommissars. Betroffen sind Betriebe ab 10 ha Ackerland. Die Stilllegung 2024 mit aktiver Begrünung muss unmittelbar nach Ernte der Hauptfrucht (2023) mit mindestens zwei winterharten Kulturen erfolgen.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Euch Thomas Exner gerne zur Verfügung: Tel: 04261-6303-101 / Mail: Exner@landvolk-row-ver.de

25.09.2023
Jörn Ehlers in der Radiosendung „Redezeit“ zu Gast

Wolf ist Thema im NDR Info

Jörn Ehlers, Kreisverbandsvorsitzender und Landvolkvizepräsident, ist am 26.09.2023 von 21:03 bis 22:00 Uhr im NDR Info in der Radiosendung „Redezeit“ zu Gast. Das Thema wird der Wolf sein. Die Hörer*innen können über ein Onlineformular oder über einen Anruf mitdiskutieren. Weitere Informationen gibt es HIER.

Aktuelles aus dem Landesverband

14.02.2025
Weizenkurse scheinen Aufwärtstrend beendet zu haben
Pflanzen

Die Aussicht auf schwindende Weizenexporte Russlands stützte die Kurse. Eine global allerdings geringe Nachfrage limitiert das Wochenplus.

(AMI) Bis zum Ende der Vorwoche tendierten die Pariser Weizenkurse fester und erreichten mit 236,75 EUR/t den höchsten Stand seit dem 02.01.2025. Zum Wochenbeginn drehten die Notierungen allerdings ins Minus. Am 12.02.2025 schloss der Fronttermin März 25 auf 232 EUR/t und damit nur noch 1 EUR/t über Vorwochenlinie. Folgetermine legen indes um bis zu 4,75 EUR/t zu.

Für Unterstützung sorgte unter anderem zunächst der schwache Euro. Dieser verlor in einer Handelswoche 1 % an Wert und steigerte so die Attraktivität der Offerten für Abnehmer aus anderen Währungsländern. Gleichzeitig sind die Exportpreise für Weizen aus Russland angehoben worden, was die Exportchancen für EU-Ware verbessert. Russland, das weltweit größte Weizenexportland, dürfte nach der Verabschiedung restriktiver Exportquoten mit Gültigkeit vom 15.02.-30.06.2025 weniger ausführen als bisher. Die russische Regierung versucht mit Hilfe von Exportsteuern und -quoten sowie Mindestverkaufspreisen die Inlandspreise zu limitieren.

Für zusätzlichen Aufwind der Kurse sorgten zum Ende der Vorwoche weitere Meldungen aus der Schwarzmeerregion. In weiten Teilen Russlands und auch der Ukraine ließen frostige Temperaturen die Sorgen um Auswinterung der Feldbestände wieder aufleben. Dort ist der Weizen nach dem bisher eher milden Winter besonders anfällig gegenüber niedrigen Temperaturen, insbesondere ohne schützende Schneedecke. Allerdings soll es die demnächst wieder geben, was die Spekulationen in eine andere Richtung lenkte.

Auch die Entwicklungen der US-Zollpolitik entwickelt Kurswirkung. In der Vorwoche wurden die Pariser Getreidekurse noch dadurch gestützt, dass der US-Präsident seine angekündigten Zölle verschoben und keine internationalen Handelsstreitigkeiten ausgelöst hatte. Zum Wochenwechsel wurden allerdings zusätzliche Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte, die hauptsächlich aus China kommen, angekündigt, was die Verunsicherung bei den Marktteilnehmern wieder entflammte.

Seit Wochenbeginn zeigen der feste Euro und gleichzeitig die geringe Nachfrage am Weltmarkt Wirkung. Die jüngste Ausschreibung Algeriens unterstrich die geringe Nachfrage nach EU-Weizen erneut, da wahrscheinlich Weizen aus der Schwarzmeerregion den Zuschlag erhielt.

14.02.2025
Brotgetreide legte vor allem ex Ernte zu
Pflanzen

Die bis vor kurzem festen Terminkurse und bestehende Absatzmöglichkeiten haben die Preise für Qualitätsgetreide befestigt, unbesprochene Braugerste macht allerdings die Ausnahme.

(AMI) Die Großhandelspreise für Mahlweizen sackte am 12.02.25 in Hamburg gegenüber Vortag um 4 EUR/t ab und rutschten damit 1 EUR/t unter Vorwochenlinie. So wurden für prompten Qualitätsweizen 258 EUR/t gemeldet und für Brotweizen 239 EUR/t. Franko Niederrhein waren die Preisbewegungen kräftiger. Mit aktuell 243 EUR/t für Brotweizen liege die Großhandelspreise 6 EUR/t unter Vorwochenlinie. Brotroggen wird dort demgegenüber unverändert mit 220 EUR/t angegeben.

Die während des Richtungswechsels der Kurse erfassten Erzeugerpreise weisen im Vergleich zur Vorwoche noch eine zumeist feste Tendenz auf, auch wenn aus einigen Bundesländern für einzelne Getreidearten bereits Schwäche signalisiert wurde. Dennoch liegen in der 7. KW die Erzeugerpreise für Partien der Ernte 24 an Brotweizen mit 211,40 (195-223) EUR/t rund 2,30 EUR/t über Vorwochenlinie. Qualitätsweizen verzeichnet ein Plus von 3,80 auf 233 (220-254) EUR/t und Brotroggen von 3,75 auf 176,45 (160-190) EUR/t. Das wurde von zunehmend mehr Erzeugern genutzt, um Lagerware zu verkaufen. Preisdruck konnte das aber nicht auslösen, da die Ware flott aufgenommen wurde. Von Kontraktabschlüssen auf die Ernte 25 war ebenfalls häufiger die Rede, aber insbesondere das Verkaufsinteresse war vor dem Hintergrund deutlich gestiegenen Gebote lebhaft. Allerdings wollten viele Erzeuger vor dem Hintergrund bevorstehender Tiefsttemperaturen ohne Schneedecke und der damit wachsenden Gefahr von Auswinterung nicht abschließen. Noch sind die Feldbestände sehr gut über den Winter gekommen, erste Feldarbeiten werden aber durch Regen oder Bodenfrost noch verhindert. Im Gegensatz zu den Geboten für alterntige Ware legten die Kontraktpreise im Vergleich zur Vorwoche, regional teils sprunghaft, zu. So dass für Brotweizen ex Ernte frei Erfasserlager in der 7. KW mit 205,75 EUR/t rund 3,50 EUR/t mehr geboten wurden, für Qualitätsweizen mit 227,85 EU/t indes nur 1,55 EUR/t und für Brotroggen mit knapp 170 EUR/t sogar gut 6 EUR/t mehr.

Braugerste der Ernte 24 wird frei Erfasserlager mit 220,80 (205-234) EUR/t nahezu unverändert zur Vorwoche bewertet, während die Verkaufsideen franko Oberrhein am 13.02.25 mit 258 EUR/t für Lieferungen bis März 25 rund 2 EUR/t unter Vorwoche lagen. Termine bis Juni 25 sind mit 260 EUR/t unverändert. Demgegenüber legte das Preisniveau für Braugerste zur Lieferung ab Oktober 25 um 4 auf 279-284 EUR/t franko zu.

14.02.2025
Raps mit wenig Preisbewegung
Pflanzen

Im Spannungsfeld zwischen festem Canola in Winnipeg und schwachen US-Sojanotierungen schlägt der Rapskurs keine klare Richtung ein. Partien der Ernte 2025 verzeichnen demgegenüber ein eindeutiges Plus.

(AMI) An der Pariser Börse ging es zuletzt Auf und Ab. So verzeichnete der Fronttermin zwar Tagesschwankungen von bis zu 6,50 EUR/t, bewegte sich auf Wochensicht jedoch nur wenig. So schloss der Mai-Kontrakt am 11.02.2025 bei 523 EUR/t und damit knapp über dem Vorwochenniveau von 522 EUR/t. Ein deutlicheres Plus verzeichnen demgegenüber Partien der Ernte 2025. Mit den zuletzt notierten 495,50 EUR/t legte der August-25-Kontrakt binnen der zurückliegenden fünf Börsentagen rund 4,50 EUR/t zu. Kurstreibende Impulse kamen dabei aus Übersee, vorrangig aus Kanada. An der Börse in Winnipeg ging es im Aufwind rückläufiger Lagerbestände und einem kleineren inländischen Angebot ebenfalls aufwärts. Das zog auch den EU-Raps zeitweise mit nach oben. Demgegenüber belastete der Rückgang der Sojabohnenkurse in Chicago, nachdem sich die Witterung in Argentinien zuletzt verbesserte.

Auch auf Großhandelsebene zeigte sich in der laufenden Handelswoche nur wenig Preisbewegung. Franko Hamburg werden mit 526 EUR/t bei unverändertem Aufgeld 1 EUR/t mehr aufgerufen als noch in der Vorwoche. Gleiches galt für Partien franko Niederrhein, auch hier sind mit 531 rund 1 EUR/t mehr möglich. Angesichts der Kursschwankungen blieb die Handelsaktivität unverändert gering. Auch hinsichtlich der kommenden Ernte kamen die Umsätze bislang nicht in Schwung.

Auch auf Erzeugerebene bleibt das Mittel auf Wochensicht mit 492,30 EUR/t nahezu unverändert. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 465-515 EUR/t. Dabei werden Preisspitzen regional zur Vermarktung genutzt. Die Ernte 2025 rückt dabei jedoch in Fokus. Hier sind mit 459,10 (441-510) EUR/t im Bundesdurchschnitt 2,90 EUR/t mehr möglich. Da in den kommenden Tagen regional Nachtfröste vorausgesagt werden, beschränkt sich die Vermarktung bislang auf kleinere Mengen. Immerhin möchte sich niemand verkalkulieren und am Ende nicht liefern können. Bislang sind die Bestände jedoch gut entwickelt durch den Winter gekommen. Auf den Feldern werden in einigen Regionen erste Düngemaßnahmen durchgeführt.

14.02.2025
Augenmaß beim Kartoffelanbau 2025
Pflanzen

Der Anbauerverband NEPG weist in einer Pressemitteilung auf „eine überraschende Vermarktungssaison und ein kommendes Kartoffeljahr voller Ungewissheiten und Risiken“ hin, was jeder Erzeuger bei seinen Planungen im Hinterkopf haben sollte:

(AMI) „Die Ernte von Kartoffeln in Westeuropa – NEPG-Zone bestehend aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederland – beläuft sich im Jahr 2024 auf 24,7 Mio. t, ein Anstieg von 6,9 % gegenüber der Ernte 2023. Trotz der Angebotssteigerung ist der Markt weiterhin dynamisch. Die Erzeugerpreise für Kartoffeln zur Herstellung von Pommes frites stiegen von 12,50 EUR/dt im Oktober/November 2024 auf 30,00 EUR/dt Anfang Februar 2025. Der rasche Anstieg seit Anfang Januar ist eher überraschend. Die Bewertung der Vorräte für die kommenden Monaten sowie der Zeitpunkt und die Bedingungen der Frühjahrsaussaat werden für die Preisentwicklung in dieser Saison von größter Bedeutung sein.

Angesichts eines dynamischen Marktes und wenig anderer guter Anbaualternativen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Landwirte im kommenden Frühjahr mehr Kartoffeln anbauen werden als in der vergangenen Saison. Sie müssen dabei einen Trend zu niedrigeren Erträgen und damit höheren Produktionskosten pro Hektar ernsthaft in Betracht ziehen. Eine größere Anbaufläche bedeutet aber auch ein höheres Risiko für eine gute Gesamterzeugung, wenn früh gepflanzt wird und eine normale Vegetationsperiode herrscht.

In der NEPG-Zone sind die Vertragspreise für die gesamte Einlagerungssaison 2025/26 weitgehend stabil. Künftige Änderungen und Entwicklungen werden von den Preisen für vertragsfreie Verarbeitungskartoffeln abhängen.

Unser Markt wird von mehr Risiken und Kosten beeinflusst, die mit den Entscheidungen des künftigen US-Präsidenten, den expandierenden chinesischen und indischen Pommes frites-Ausfuhren und den strengeren Umweltentscheidungen in der EU zusammenhängen. Der EU-04-Export von Tiefkühlkartoffelprodukten könnte unter den künftigen unberechenbaren Entscheidungen des neuen US-Präsidenten leiden. Gleichzeitig muss sich der europäische Kartoffelsektor der wachsenden Zahl anderer Exporteure in Ländern wie China, Indien, Ägypten, Argentinien und der Türkei bewusst sein.

In dieser Zeit werden die Einflüsse des Klimawandels, strengere Pestizidvorschriften und -verfügbarkeiten, mehr bodenbürtiger Probleme (Nematoden, Drahtwurm…) und aufkommende neue Krankheiten wie Stolbur sowie mehr Probleme und Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit Stickstoffauswaschungen im Grundwasser die Kartoffelproduktion technisch und wirtschaftlich schwieriger und finanziell riskanter machen. Um eine gute Qualität für die gesamte Ernte zu erzielen, sind effiziente Werkzeuge erforderlich.“

14.02.2025
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Am heimischen Getreidemarkt konnten sich die Preise auch in der vergangenen Woche weiter festigen. Dabei machte sich vor allem eine steigende Nachfrage nach Futtergetreide bemerkbar. Bei Futtergerste waren zuletzt um die 180 EUR/t möglich. Neben dem Futtergetreide konnten die internationalen Entwicklungen preisstützend wirken. Aktuell machen sich die sinkenden Exportmengen aus Russland in einer steigenden Nachfrage nach EU-Ware bemerkbar. Somit waren bei den Erzeugerpreisen im Wochenvergleich 1-3 EUR/t mehr bei Brotgetreide zu erzielen.
Am Rapsmarkt fallen die Preise für die letztjährige Ernte derzeit weiter. Mengen stehen hinter den Preisen, die mittlerweile unter der Marke von 500 EUR/t liegen kaum noch. Die Nachfrage nach Vorkontrakten ist aktuell noch relativ gering. Derzeit werden diese etwa 40 EUR/t geringer bewertet, als Ware der alten Ernte.
Darüber hinaus ist am internationalen Markt derzeit bei allen Produktgruppen eine gewisse Verunsicherung bemerkbar. Die Ankündigungen der neuen US-Regierung in Bezug auf die Änderungen der Zollpolitik sind derzeit nur schwer zu bewerten. Noch ist unklar, welche Märkte letztendlich betroffen sein werden und wie sich die Durchsetzung der Ankündigungen in der Preisfindung an den Börsen bemerkbar machen werden.

14.02.2025
Update MKS: Zeitplan für weitere Zonierung
Milch und Rind

(DBV) Die EU-Kommission hat am 11. Februar per Durchführungsbeschluss (EU) 2025/323 begonnen, schrittweise Restriktionen aufzuheben. So wurde in Brandenburg die Schutzzone (Radius 3 km) in eine Überwachungszone (Radius 10 km) umgewandelt. Tiertransporte von Klauentieren aus dieser sowie in diese Überwachungszone bleiben weiterhin untersagt. Eine weitere Verkleinerung der Überwachungszone erfolgt frühestens am 25. Februar. Um den internationalen Status „MKS-frei“ wieder zu erlangen, über welchen letztendlich die WOAH (World Organisation for Animal Health) entscheidet, sind bis zum 11. April bestimmte behördliche Maßnahmen rund um den Ausbruchsbetrieb fortzuführen.

14.02.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 5. KW stieg die Milchproduktion in Deutschland saisonal bedingt weiter an, blieb jedoch im Vergleich zum Vorjahr niedriger. Die Anlieferungsmenge lag 0,7 % über der Vorwoche, aber 1,9 % unter dem Niveau der entsprechenden Woche 2024. Die Nachfrage nach abgepackter Butter steigt, mit höheren Bestellungen als im Januar. Saisonale und preisliche Entwicklungen dürften dazu beitragen haben. Die Nachfrage nach Blockbutter bleibt hoch, mit weiteren kurzfristigen Bestellanfragen aus der Industrie, die zu Abschlüssen führen. Die Inlandnachfrage nach Schnittkäse bleibt hoch, besonders bei Reibekäse.

Der Markt für MMP belebt sich, mit mehr Abschlüssen und steigender Nachfrage, besonders aus Südostasien. Der Markt für VMP ist stabil, mit Industrieinteresse für das zweite Quartal. Die Preise bleiben uneinheitlich. Die Nachfrage nach MP für Lebensmittel ist sehr gut, mit festen Preisen. Futtermittelware bleibt stabil bis leicht fester, Molkenkonzentrat zeigt uneinheitliche Preisentwicklungen.