Fr, 10.04.2026
Fleischverzehr entwickelt sich stabiler
(AMI) Nachdem der Konsum von Fleisch im Jahr 2022 seinen niedrigsten Wert mit 52,8 kg pro Kopf und Jahr erreicht hatte, ist der Verzehr bis 2025 nun drei Jahre in Folge moderat angestiegen. Allerdings werden die Höchstwerte früherer Jahre wie aus dem Jahr 2011 mit 62,8 kg weiter deutlich unterschritten.
Besonders bei den Verbrauchswerten von Schweinefleisch ist nun eine Stabilisierung eingetreten. Nach den deutlichen Rückgängen der Vorjahre bewegt sich der Pro-Kopf-Verzehr auf nahezu konstantem Niveau. Geflügelfleisch erreichte zuletzt erneut höhere Verbrauchswerte. Rindfleisch legte ebenfalls leicht zu, blieb jedoch angesichts hoher Verbraucherpreise weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Insgesamt deutet sich damit keine erneute deutliche Abwärtsbewegung beim Fleischverzehr an. Die aktuellen Entwicklungen sprechen vielmehr für einen konstanten Verzehr mit leichten Verschiebungen zwischen den Fleischarten.
Faktoren wie eine verbesserte Konsumstimmung, geringere Inflationsraten sowie ein nachlassender Preisdruck im Lebensmitteleinzelhandel könnten den Fleischkonsum kurzfristig stützen. Strukturelle Trends wie ein bewussterer Konsum und die zunehmende Bedeutung von Fleischalternativen begrenzen jedoch weiterhin das Wachstumspotenzial.