Fr, 10.04.2026
Geflügelfleischverzehr steigt auf Allzeithoch
(BZL) Der Fleischverzehr in Deutschland ist 2025 erneut gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) aßen die Verbraucher durchschnittlich 54,9 kg Fleisch pro Person – 1,4 kg mehr als im Vorjahr. Treibende Kraft dieser Entwicklung war erneut das Geflügelfleisch. Mit 14,7 kg je Kopf erreichte der Geflügelfleischverzehr ein Allzeithoch. Gegenüber 2024 legte der Konsum um rund 1 kg zu. Damit entfielen knapp 27 % des gesamten Fleischverzehrs auf Geflügel. Besonders Hühnerfleisch trug zum weiteren Anstieg bei. Nach Einschätzung des BZL dürfte neben der wachsenden Beliebtheit auch der im Vergleich zu anderen Fleischarten geringere Verbraucherpreisanstieg den Absatz unterstützt haben. Während der Verbrauch zulegte, blieb die inländische Geflügelfleischerzeugung mit rund 1,5 Mio. t knapp unter dem Vorjahresniveau. Unter anderem beeinträchtigten Auswirkungen der Vogelgrippe die Produktion. Der Selbstversorgungsgrad bei Geflügelfleisch lag 2025 bei 91,3 %. Entsprechend wurden zur Deckung der Nachfrage weiterhin zusätzliche Mengen importiert.
