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Fr, 27.03.2026

Futtergetreidemarkt gerät unter Druck

(AMI) Geopolitische Unsicherheiten belasten die Preise für Futtergetreide, während sich Körnermais dank lebhafter Nachfrage behauptet.

Mit dem Konflikt im Nahen Osten bleibt die Unsicherheit an den Märkten weiterhin hoch. Während die Börsennotierungen in dieser Woche nachgeben, geraten auch die Kassapreise für Futtergetreide unter Druck. Aus einzelnen Bundesländern werden allerdings teils noch stabile Futtergetreidepreise gemeldet. Insgesamt bleiben die Handelsaktivitäten verhalten. Seitens der Mischfutterhersteller wird zunächst lediglich der kurzfristige Bedarf gedeckt, da weiterhin auf eine Entspannung im Nahen Osten gehofft wird.

Während sich die negative Tendenz an den Börsen bei den übrigen Getreidearten in den Erzeugerpreisen frei Erfasserlager widerspiegelt, gilt dies für Körnermais nicht. Die Preise für Futterweizen verlieren fast 2 EUR/t und liegen bei 167 EUR/t. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich damit jedoch noch ein Plus von 3,21 EUR/t. Futtergerste bleibt nahezu preisidentisch mit Futterweizen. Mit einem Minus von 1,41 EUR/t liegt der Durchschnittspreis der Bundesländer bei 166,62 EUR/t und damit rund 5 EUR/t über dem Vormonatsniveau. Als einzige Kultur können sich die Preise für Körnermais im Vergleich zur Vorwoche stabil halten; auf Erzeugerstufe steigt der Preis sogar leicht um 0,10 EUR/t auf 191,42 EUR/t. Für die übrigen Futtergetreidearten wie Triticale, Futterroggen und Futterhafer zeigen sich vergleichbare Preistendenzen wie bei der Futtergerste.

Auch die Großhandelspreise für Futtergerste und Futterweizen geben weiter nach. Futtergerste franko Niederlande verliert im Fronttermin 4 EUR/t und notiert bei 201 EUR/t. In Südoldenburg und Westfalen fallen die Preise jeweils um 2 EUR/t auf 202 EUR/t. Wie bereits in der Vorwoche zeigen sich die Preisabschläge bei Futterweizen erneut deutlicher. Franko Niederlande sinkt die Notierung um 5 EUR/t auf 199 EUR/t, franko Oberrhein um 6 EUR/t auf 191 EUR/t. Auch in Südoldenburg gehen die Preise um 6 EUR/t zurück und liegen bei 199 EUR/t. Franko Westfalen gibt die Notierung um 5 EUR/t auf glatte 200 EUR/t nach.

Die Entwicklung der Großhandelspreise für Körnermais entkoppelt sich hingegen von den Börsentendenzen. Gegen den allgemeinen Trend steigen die Notierungen franko Niederlande um 5 EUR/t auf 228 EUR/t. Am Niederrhein erhöht sich der Preis um 2 EUR/t auf 220 EUR/t, franko Oberrhein ebenfalls um 2 EUR/t auf 219 EUR/t. In Südoldenburg und Westfalen steigen die Preise im Gleichschritt um 5 EUR/t auf jeweils 230 EUR/t. Insgesamt zeigt sich, dass am Futtergetreidemarkt – mit Ausnahme der weiterhin lebhaften Nachfrage nach Körnermais – überwiegend nur kurzfristiger Bedarf besteht.

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