Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 27.03.2026

Angebot am Brotgetreidemarkt bleibt reichlich

(AMI) – Schwächere Terminmarktvorgaben, hohe Lagerbestände und fehlende Exportimpulse belasten den heimischen Brotgetreidemarkt weiter.

Der deutsche Markt für Brotgetreide präsentiert sich derzeit insgesamt schwach und ist von Zurückhaltung geprägt. Maßgeblich beeinflusst wird die Preisentwicklung durch die schwächeren Weizenkurse an der Pariser Börse sowie durch die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten. In der Folge wurden die Erzeugerpreise für Brotgetreide in nahezu allen Regionen zurückgenommen. Qualitative Aufgelder lassen sich dabei nur noch eingeschränkt durchsetzen, und die Preisspanne zwischen Brot- und Qualitätsweizen hat sich weiter verringert.

So werden aktuell für Eliteweizen der Ernte 25 im Bundesmittel rund 177,60 (170-190) EUR/t frei Erfasserlager verlangt, das sind 6,13 EUR/t weniger als in der Vorwoche und 58,14 EUR/t weniger als vor einem Jahr. Qualitätsweizen büßt gegenüber der Vorwoche 3,36 EUR/t auf 176,00 (168-185) EUR/t ein und liegt knapp 39 EUR/t unter Vorjahreslinie. Brotweizen und Brotroggen verfehlen mit 171,60 (163-177) EUR/t bzw. 149,10 (142-160) EUR/t das Vorwochenniveau hingegen um jeweils rund 2,60 EUR/t. Auf Jahressicht verliert Brotweizen 30,30 EUR/t und Brotroggen 20,20 EUR/t an Wert.
Für Niedersächsischen B-Weizen wurde ab Hof mit durchschnittlich 177 (173-186) EUR/t etwa 1 Euro weniger gezahlt, während sich der A-Weizen im Schnitt auf Vorwochenniveau hielt.

Auch Vorkontrakte für die neue Ernte stehen bundesweit unter Druck und werden angesichts des aktuell niedrigen Preisniveaus nur vereinzelt abgeschlossen. Hier verzeichnet Qualitätsweizen mit einem Rückgang von 5,52 auf 186,95 EUR/t frei Erfasserlager das größte Wochenminus, gefolgt von Brotroggen mit einem Minus von 5,27 EUR/t auf 148,69 EUR/t. Brotweizen verbilligt sich im Mittel um 4,12 auf 178,61 EUR/t und Eliteweizen verfehlt mit 197,63 EUR/t frei Erfasserlager das Vorwochenniveau um 1,61 EUR/t.

Auf der Angebotsseite bleibt der Markt gut versorgt. Sowohl bei den Landwirten als auch im Handel befinden sich regional noch Mengen der alten Ernte in den Lagern. Der Vermarktungsdruck hält an, im Zuge der laufenden Feldarbeiten und mit Blick auf die kommende Ernte werden Lager geräumt, zudem wird aus Liquiditätsgründen verkauft. Einzelne Händler schwenken bereits verstärkt auf die neue Ernte um.

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