Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 06.03.2026

Raps mit deutlichen Gewinnen zum Monatsstart

(AMI) Auf allen Handelsebenen kann sich Raps Anfang März im Preis befestigen. Das aktuelle Niveau wird dabei gebietsweise zur Absicherung genutzt. Der Krieg im nahen und mittleren Osten zeigt eine deutliche Wirkung am Ölsaatenmarkt.

Die Pariser Rapsnotierungen kannten zum Start des Monats nur eine Richtung – es ging kräftig aufwärts. So verzeichnete der Fronttermin Mai Tagesgewinne von bis zu 7,50 EUR/t und schloss mit 503 EUR/t am 05.03.2026 rund 18,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Damit übersprang EU-Raps erstmals seit Juni 2025 wieder die Marke von 500 EUR/t. Auch der Folgetermin tendiert fester, so gewann der August-26-Kontrakt auf Wochensicht rund 14,25 auf 485 EUR/t. Neben den Geschehnissen im Nahen Osten gibt es auch Neuigkeiten zu der Handelsbeziehung zwischen Kanada und China. So senkte das Reich der Mitte im Zuge einer 17-monatigen Antidumpinguntersuchung die Zölle auf kanadisches Canola von ursprünglichen 75,8 % auf zuletzt 5,9 %. Kanadisches Canola unterliegt außerdem dem chinesischen Standardeinfuhrzoll von 9 %, wodurch sich der effektive Gesamtzoll auf 14,9 % beläuft. Die Regelung trat zum 01.03.2026 in Kraft und gilt für nunmehr 5 Jahre.

Mit den festen Notierungen an der Börse geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Dabei bleiben die Prämien auf Wochensicht weitestgehend unverändert. Franko Hamburg werden somit zur Lieferung ab Mai rund 505 EUR/t in Aussicht gestellt, ein Plus von 8 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein welche sich ebenfalls um 8 auf 513 EUR/t verteuern. Für Partien der Ernte 2026 sind bis zu 486 EUR/t möglich. Dabei bleibt es insgesamt ruhig, die aktuell volatilen Notierungen an der Pariser Börse limitieren den Handel. Nennenswerte Umsätze bleiben damit aus. Auch Vorkontrakte der Ernte 2026 spielen bislang kaum eine Rolle. Vorerst werden die weiteren Entwicklungen am Weltmarkt abgewartet.

Auch auf Erzeugerebene können sich die Offerten befestigen, auch wenn das Plus hier nur gedämpft ankommt. Für Partien der Ernte 2025 sind im Mittel 475,40 EUR/t im Gespräch und damit 3,00 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 445-497 EUR/t. Die Preise ab Hof in Niedersachsen bewegten sich mit 470-489 EUR/t dabei am oberen Ende dessen was bundesweit möglich war.

Deutlicher fällt das Plus für Vorkontrakte der Ernte 2026 aus. So sind hier bundesweit mit 451,20 (430-475) EUR/t rund 8,10 EUR/t mehr möglich. Niedersächsische Vorkontrakte wurden ab mit durchschnittlich 450 (445-464) bewertet. Die neue Ernte wird gebietsweise spürbar reger abgesichert als in den Vorwochen. Auch alterntige Partien werden gehandelt, wenngleich sich in einigen Regionen nur noch geringe Mengen in Erzeugerhand befinden dürften. Andernorts wird in der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen mit der Vermarktung vorerst abgewartet.

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