Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 06.03.2026

Futtergetreidemarkt trotz Börsenimpulsen verhalten

(AMI) Steigende Börsenkurse sorgen nur begrenzt für Bewegung am Kassamarkt. Gerste und Körnermais profitieren von Exportnachfrage und knapper Verfügbarkeit , das Handelsgeschehen insgesamt bleibt ruhig.

Der deutsche Futtergetreidemarkt zeigt sich trotz der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin vergleichsweise ruhig. An den Börsen ging es hingegen aufwärts. So notiert der neue Juni-Fronttermin für Mais an der Pariser Börse am 05.03.2026 bei 201,75 EUR/t und liegt damit 3 EUR/t über dem Monatsstart an der Börse am 02.03.2025.

Bereits in den Tagen zuvor hatte der Konflikt im Nahen Osten an den Börsen für steigende Kurse gesorgt und damit auch die Preise am heimischen Kassamarkt gestützt. Der zwischenzeitliche Kursauftrieb hat zwar sowohl alterntige Ware aus den Lagern der Erzeuger mobilisiert als auch das Interesse an Vorkontrakten für die neue Ernte belebt. Dennoch bleibt das Handelsgeschehen insgesamt verhalten; es werden lediglich vereinzelte und sporadische Abschlüsse gemeldet. Gleichzeitig warten einige Erzeuger weiterhin ab und setzen auf nachhaltig höhere Preise. Ob sich diese Erwartung erfüllt, ist derzeit offen.

Die Erzeugerpreise für Futterweizen, Futterroggen, Triticale und Futterhafer geben in der aktuellen Situation leicht nach. Eine Ausnahme bilden Futtergerste und Körnermais: Gestützt durch eine anhaltend starke Exportnachfrage beziehungsweise ein knappes Angebot steigen die Preise auf 162,05 und 184,55 EUR/t. Die Nachfrage nach deutscher Gerste bleibt ungebrochen und auch Körnermais bleibt knapp verfügbar, was zunehmend auf die ausbleibenden Importe aus den östlichen Nachbarländern zurückzuführen ist.

In Niedersachsen waren in der Berichtswoche ab Hof für Futtergerste 168 (162-178,5) EUR/t möglich, während Körnermais mit 189,5 (185-210) EUR/t gehandelt wurde. Mit Futterweizen konnten 169 (162-185) EUR/t erzielt werden.

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