Fr, 06.03.2026
Aktualisierte Kurzmeldung zur Newcastle-Krankheit
Ende Februar kam es erstmals seit vielen Jahren wieder zu Fällen der Newcastle Disease (ND, sog. Atypische Geflügelpest) bei Nutzgeflügel in Deutschland. Der DBV hat hierzu einen Beitrag in DBVexklusiv veröffentlicht. Sowohl in Bayern als auch Brandenburg breitet sich ND seither weiter aus. In Bayern wurden im Landkreis Erding, nahe München, inzwischen über 100.000 Legehennen gekeult, im Landkreis Mühldorf am Inn 30.000 Masthähnchen, sowie im Landkreis Rottal‑Inn 60.000 Masthähnchen. Die neun im TierSeuchenInformationsSystem hinterlegten bayerischen Fälle liegen teils räumlich rund 50 km auseinander. Die Restriktionsgebiete wurden entsprechend deutlich ausgeweitet. Auch in Brandenburg wurde ein weiterer ND‑Ausbruch bestätigt. In Bestensee im Landkreis Dahme‑Spreewald ist das Virus in einem Legehennenbetrieb mit rund 375.000 Tieren nachgewiesen worden. Weitere Stallungen auf dem Gelände mit 510.000 müssen ebenfalls gekeult werden. Wie bei HPAI greifen auch bei ND unmittelbar strenge Bekämpfungsmaßnahmen. Dazu gehören Sperrzonen, Aufstallungspflichten und umfassende Kontrollen sämtlicher geflügelhaltender Betriebe in den betroffenen Regionen. Die Ukraine hat wegen des ND-Ausbruchs Importsperren für Eintagsküken, Bruteier und Geflügelerzeugnisse verhängt und eine Regionalisierung abgelehnt. Nach Destatis (2025) gingen rund 5,8 Mio. Eintagsküken und 25,1 Mio. Bruteier in die Ukraine – etwa 6,7 % des deutschen Bruteier‑Exports. Der DBV appelliert eindringlich an alle Geflügelhalter, ihre betriebsspezifischen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent zu überprüfen und strikt einzuhalten. Dazu gehören insbesondere eine einwandfreie Stallhygiene, strenge Zugangsbeschränkungen sowie der Schutz vor indirekten Einträgen.