Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 20.02.2026

Überangebot prägt heimischen und europäischen Kartoffelmarkt

(AMI) Der heimische Kartoffelmarkt bleibt weiterhin angespannt. Absatz und Nachfrage bleiben verhalten, die Lagerqualität verschlechtert sich, und Lagerzuschläge sowie Exportmöglichkeiten können das Überangebot kaum dämpfen.

Die Lage am heimischen Kartoffelmarkt bleibt auch Mitte Februar weiterhin angespannt. Das reichliche Angebot aus der Rekordernte 2025 – mit über 13 Mio. t Kartoffeln – übertrifft weiterhin deutlich die Nachfrage. Der inländische Absatz wird zudem als ruhig beschrieben. Auch gezielte Werbeaktionen im LEH können das anhaltende Überangebot nicht merklich verringern. Mit zunehmender Lagerdauer nimmt auch die Qualität der Knollen spürbar ab. Aussortierungen aufgrund von Druckstellen werden kontinuierlich vorgenommen, tragen jedoch kaum dazu bei, das Überangebot zu reduzieren. Partien mit minderwertigerer Qualität finden außerdem keinen Marktzugang. Die Erzeugerpreise verharren dabei auf dem Niveau der Vorwoche. Auch die Aussicht auf Lagerzuschläge bleibt weiterhin ohne Erfolg.

Absatzchancen in andere Länder gestalten sich ebenfalls schwierig. Benachbarte Länder – unter anderem die Niederlande und Frankreich – konkurrieren um die ohnehin mäßige Nachfrage. Das Überangebot an Kartoffeln hält somit ganz Europa im Griff. Absatzmöglichkeiten Richtung Osten Europas bestehen zwar, werden jedoch aufgrund des kalten Wetters, und den damit zusammenhängenden logistischen Herausforderungen, erheblich erschwert.

Auch am Markt für Verarbeitungskartoffeln bleibt die Lage weiterhin angespannt: Die Läger sind nach wie vor üppig gefüllt, und es finden sich kaum Abnehmer. Fritten-Hersteller signalisieren über die vertraglich vereinbarten Mengen hinaus keinen zusätzlichen Bedarf. Lediglich beste Qualitäten der Sorte Agria finden am freien Markt gelegentlich Abnehmer.

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