Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Meldungen aus dem Landesverband

Fr, 20.02.2026

Preisauftrieb für Raps

(AMI) Feste Terminmarktnotierungen geben den Großhandels- und Erzeugerpreisen für Raps Rückenwind. Dabei bleibt der Handel insgesamt überschaubar.

Trotz zwischenzeitlicher Verluste zeigt der Trend des Rapskurses an der Euronext weiter nach oben. So schloss der Fronttermin am 19.02.2026 bei 492,75 EUR/t und damit rund 4,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Ein ähnliches Bild zeigt sich für Ware der Ernte 2026. So gewinnt der August-26-Kontrakt auf Wochensicht rund 7 auf 473 EUR/t. Kurswirkung zeigen dabei unter anderem die Überschwemmungen in Frankreich. Besonders betroffen ist der Südwesten des Landes. Die Niederschläge dürften auch in den kommenden Tagen anhalten, was die Situation zusätzlich verschärft. Hinzu kommt eine rege chinesische Nachfrage nach Raps aus Kanada und Australien.

Mit dem Plus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Dabei bleiben die Aufgelder durchweg unverändert. Franko Hamburg werden zur Lieferung ab Mai mit 495 EUR/t rund 1 EUR/t mehr in Aussicht gestellt als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein sind mit 503 EUR/t ebenfalls 1 EUR/t mehr möglich. Dabei hat sich die Handelsaktivität zuletzt wieder abgekühlt. Während in der vergangenen Woche gebietsweise noch Nachfrage aufkeimte, bleibt es nun wieder ruhig. Marktteilnehmer verweisen nun auf ihre gute Deckung und warten die weitere Preisentwicklung ab.

Auch der mengenmäßige Handel am heimischen Rapsmarkt zeigt sich von der Entwicklung in Paris noch unbeeindruckt. Raps der alten Ernte gilt im Osten der Republik ohnehin als weitestgehend vermarktet. So fußen die Mengenbewegungen überwiegend auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Ölmühlen zeigen jedoch vereinzelt auch noch etwas Bedarf. Hinsichtlich der kommenden Ernte werden Preisspitzen zur Absicherung genutzt. Im Mittel erhalten Erzeuger dabei in der 08. KW rund 439,30 (425-470) EUR/t und damit 2 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. In Niedersachsen werden Kontrakte ab Hof mit 438 bis 450 EUR/t bewertet.
Für Partien der Ernte 2025 sind im Bundesdurchschnitt rund 469,70 EUR/t möglich, ein kräftiges Plus von 8,20 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 445-489 EUR/t.

‹ zurück