Fr, 20.02.2026
Kaum Preisimpulse am Kassamarkt für Brotgetreide
(AMI) National wie international ist ausreichend Getreide verfügbar. Die Nachfrage bleibt sowohl im Inland als auch beim Exportgeschäft verhalten. Viele Erzeuger beginnen bereits, ihre teils noch üppigen Bestände abzubauen. Ein deutlicher Preisaufschwung scheint vorerst unwahrscheinlich.
In der laufenden Berichtswoche zeigten die heimischen Brotgetreidepreise kein einheitliches Bild. Insgesamt blieb die Marktaktivität jedoch verhalten. Neben den Karnevalsfeiertagen – insbesondere im Westen Deutschlands – dämpfen vor allem fehlende Preisanreize die Verkaufsbereitschaft. Die Versorgungslage wird sowohl national als auch international als ausreichend bis komfortabel eingeschätzt.
Deutscher Brotweizen behauptete sich dabei nahezu auf Vorwochenniveau. Mit 167,83 EUR/t ergibt sich lediglich ein minimaler Abschlag von 0,03 EUR/t. Im Vergleich zu Mitte Februar 25 hat sich der Preis jedoch um 43,97 EUR/t verbilligt. In Niedersachsen sind ab Hof aktuell 161 bis 186 (⌀ 174) EUR/t möglich, wobei die Preisspanne im Süden größer ist, als im Norden des Landes.
Etwas fester präsentierte sich dagegen Qualitätsweizen, welcher sich im Bundesschnitt um 0,90 EUR/t auf 171,20 (164-178) EUR/t verteuerte. Trotz dieser leichten Erholung liegen die Preise deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im gleichen Zeitraum waren im letzten Jahr 58,38 EUR/t mehr möglich. Für niedersächsischen A-Weizen wurden ab Hof in der Berichtswoche durchschnittlich 178 (167-189) EUR/t gemeldet.
Trotz dieser leichten Aufwärtsbewegung bleibt das Interesse an Partien der neuen Ernte überschaubar. Vereinzelt werden bereits Offerten für die Ernte 26 diskutiert, Abschlüsse kommen jedoch nur sporadisch zustande. Im Mittelpunkt steht derzeit vor allem die Abwicklung bestehender Kontrakte. Die Hoffnung auf einen deutlichen Preisanstieg bei heimischem Brotgetreide schwindet zunehmend. Vor diesem Hintergrund beginnen viele Landwirte, ihre Lager zu räumen – wenn auch mit spürbar gedämpfter Stimmung. Marktbeobachter gehen weiterhin von erheblichen Mengen unverkauften Getreides in Erzeugerhand aus.