Fr, 13.02.2026
20 Jahre Vogelgrippe in Deutschland
(FLI) Das hochpathogene aviäre Influenzavirus H5N1 wurde Mitte der 1990er Jahre in China identifiziert und gelangte über Zugvögel nach Europa. In Deutschland wurde es erstmals am 14. Februar 2006 nachgewiesen – ein Ereignis, das starke öffentliche Reaktionen auslöste und zu umfangreichen Schutzmaßnahmen führte. Der Ausbruch markierte zugleich den ersten breiten Einsatz der Real-Time-PCR, die seitdem stetig weiterentwickelt wurde. Moderne Sequenzierverfahren ermöglichen heute die schnelle Analyse kompletter Virusgenome und verbessern Rückverfolgung, Risikobewertung und Behördenabstimmung. Parallel hat sich H5N1 global weiterverbreitet und wiederholt Ausbrüche in Europa und Deutschland verursacht – einschließlich ungewöhnlicher Ereignisse wie Euterentzündungen bei Milchkühen in den USA. Im Geflügelsektor führte das Virus zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden und zeitweisen Lieferengpässen. Der Schutz von Nutztieren und Wildvögeln und die Bewertung potenzieller zoonotischer Risiken bleiben zentrale Herausforderungen.