Fr, 13.02.2026
Preisaufschläge sorgen für regionale Impulse beim Raps
(AMI) Sowohl für Ware in den Lägern als auch für Vorkontrakte zur kommenden Ernte ziehen die Erzeugerpreise an. Die festeren Preise setzen regional Anreize zur Vermarktung, auch wenn die Handelsaktivität insgesamt überschaubar bleibt.
Nahezu ungebremst bewegen sich die Rapsnotierungen an der Pariser Börse weiter aufwärts. So schloss der Fronttermin Mai am 12.02.2026 bei 488 EUR/t und damit rund 2,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Am 02.02. wurden mit 473,75 EUR/t sogar noch 14,25 EUR/t weniger notiert. Dabei bleibt der Export von EU-Raps, trotz der festen Gemeinschaftswährung, rege. Gleiches gilt für die Importe in die Union, auch wenn die Einfuhren angesichts der größeren Ernte bislang insgesamt rund 40 % hinter der Vorjahresmenge zurückbleiben.
Dabei blieb die Gemeinschaft im Dezember mit einem Anteil von mehr als drei Viertel der monatlichen Lieferungen Hauptabnehmer für australischen Raps. Laut Oil World wurden rund 462.000 Tonnen in die EU geliefert, deutlich mehr als im November, was die stetige Nachfrage der europäischen Ölmühlen bestätigt.
Indes konnte sich auch der Handel an den deutschen Häfen etwas beleben. Das betrifft insbesondere den Nordosten des Landes. Gehandelt werden dabei vorrangig Partien der alten Ernte, Vorkontrakte der kommenden Ernte spielen bislang kaum eine Rolle. Auf Großhandelsebene sind bei leicht angehobenem Aufgeld (+1) franko Hamburg zur Lieferung ab Mai rund 494 EUR/t im Gespräch, ein Plus von 11 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich auf Wochensicht um 10 auf 502 EUR/t verteuern. Für Vorkontrakte der kommenden Ernte sind bis zu 469 EUR/t möglich.
Am Kassamarkt bleibt die Handelsaktivität überschaubar. Gebietsweise setzt das festere Preisniveau jedoch auch einen Anreiz zur Vermarktung. Für Partien der Ernte 2025 erhalten Erzeuger im Mittel rund 461,70 EUR/t und damit 4,60 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren in einer Spanne von 437-485 EUR/t. Dabei signalisieren auch die Ölmühlen regional Bedarf.
