Fr, 13.02.2026
Weizenkurse an der Euronext unter Druck
(AMI) Der Weizenmarkt bleibt von Exportwettbewerb und Wechselkurs geprägt. Der WASDE setzt keine neuen Akzente. Fundamental dominiert weiter die komfortable Angebotssituation.
An der Börse in Paris gaben die Weizenkurse in der Berichtswoche wieder nach. Auch wenn es jüngst wieder aufwärts ging, war der Fronttermin März zur Wochenmitte von Schwäche geprägt. So schloss der Kurs am 10.02. bei 189,50 EUR/t, was im Vorwochenvergleich einem Minus von -3,75 EUR/t entsprach. Zum 12.02. erholte sich die Notierung wieder leicht auf 192,25 EUR/t. Belastend wirkten vor allem die verschlechterten Exportaussichten infolge des festen Euro sowie der anhaltend scharfe Wettbewerb am Weltmarkt. Günstige Offerten aus Argentinien und weiterhin wettbewerbsfähige Schwarzmeer-Herkünfte setzen die Paritäten in Nordafrika unter Druck. Wetterseitig ließ die Risikoprämie nach: Die Frostsorgen in der Ukraine und in Russland haben sich mit Blick auf Schneebedeckung und ausbleibende Schadensmeldungen beruhigt. Aus dem physischen Markt kamen stützende Impulse. Zurückhaltende Abgeber und die weiterhin beeinträchtigte Binnenschifffahrt begrenzten den Kursrückgang in Paris.
In Chicago schloss der März-Kontrakt am 11.02.2026 bei umgerechnet 165,87 EUR/t und damit 2,14 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Allerdings ist die Zunahme zu großen Teilen ein Wechselkurseffekt. In US-Dollar fiel die Wochenbewegung deutlich geringer aus als in EUR/t. Die jüngste Schätzung des USDA (WASDE) lieferte nur wenig neue Impulse – entsprechend reagierte der Markt eher verhalten bis leicht schwächer, weil die Bilanz „komfortabel“ blieb und damit kein Überraschungsmoment entstand.