Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 06.02.2026

Endgültig noch größere Kartoffelernte

(AMI) Mit fast 13,9 Mio. t war die Kartoffelernte 2025 so groß, wie seit der Wiedervereinigung Deutschlands nicht mehr. Enorme Überschüsse sind einer viel zu kräftigen Anbauausweitung geschuldet. Dabei waren die Erträge 2025 zwar gut, aber nicht herausragend.

Die Ernte von Kartoffeln im Jahr 2025 ist noch größer als zunächst gedacht, wie jüngst das von Destatis veröffentlichte endgültige Ergebnis zeigt. Demnach waren vor allem die Erträge noch einmal fast 4 % höher als vorläufig angenommen, was dem Ernteergebnis einen Zuwachs von fast 500.000 t bescherte. Mit 13,9 Mio. t Kartoffeln wurden über 1,1 Mio. t Kartoffeln mehr erzeugt als im Vorjahr und 2024/25 war die Ernte im Prinzip schon um einiges zu groß.

Ausschlaggebend für die enorme Kartoffelernte des vergangenen Jahres ist die starke Flächenausweitung seit 2023. Zweimal in Folge kamen über 7 % hinzu. 2025 gab es dann auch noch hohe Erträge. Die Erntemenge ist historisch einzigartig. Nur im Jahr der Wiedervereinigung, 1989 gab es mit über 15 Mio. t Kartoffeln in Gesamtdeutschland noch mehr. Der bis dahin in der DDR etablierte umfangreiche Anbau war dann in den 90er Jahren flott Geschichte.

Hierzulande wachsen bekanntermaßen die meisten Kartoffeln in Niedersachsen. 6,6 Mio. t waren es 2025. Während früher Bayern in der Rangfolge folgte, ist das seit 2020 NRW, wo für die Verarbeitung im Beneluxraum immer mehr Kartoffeln erzeugt werden. Vergangenes Jahr kamen 2,3 Mio. t zusammen. Bayern, früher mit stabil über 2 Mio. t Kartoffeln, verlor vor allem Stärke- und Speisekartoffeln. Vom Tiefstand der Fläche in 2022 hat sich das Bundesland aber schon wieder ein gutes Stück erholt und stellte 2025 immerhin schon wieder 1,8 Mio. t. Mit großem Abstand folgen dahinter Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – je 0,7 Mio. t – mit allerdings sehr unterschiedlicher Anbauausrichtung: Einmal sind es Speisekartoffeln aber auch Veredelungskartoffeln, im Norden dagegen Pflanz- und Stärke-/Flockenkartoffeln. Auch wenn 0,3 und 0,2 Mio. t in der Pfalz oder in Baden-Württemberg wenig erscheinen, für den Frühkartoffelmarkt im Juni und Juli hat vor allem erstgenanntes Bundesland eine herausragende Rolle.

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