Fr, 06.02.2026
Brotgetreidemarkt dümpelt weiter vor sich hin
(AMI) Mühlen sind gut versorgt, ruhige Nachfrage und geringe Abgabebereitschaft beschreiben die aktuelle Situation. Punktuell entsteht regionale Nachfrage durch zugefrorene Binnenflüsse.
Am ohnehin nur auf Sparflamme laufenden Brotgetreidemarkt bleibt es weiterhin ruhig. Regional kommen vereinzelt wieder Partien in den Handel, bedingt durch Umstellungen in der Logistik infolge gefrorener Binnenwasserwege. Das Tagesgeschäft wird weiterhin maßgeblich durch die Bedienung bestehender Kontrakte geprägt. Gleichzeitig spitzt sich die Logistiksituation zu, da vielerorts Wasserstraßen nicht befahren werden können und Transporte verstärkt auf LKW und Bahn verlagert werden müssen.
Auf Erzeugerebene haben die Preise insgesamt leicht zugelegt. Qualitätsweizen gewann gegenüber der Vorwoche 1,19 EUR/t und notiert am 04.02.2026 bei 174,08 EUR/t, was im Vorjahresvergleich einen Abstand von über 55 EUR/t bedeutet. Auch die Brotweizenpreise ziehen etwas an und liegen mit einem Plus von 1,41 EUR/t bei 169,52 EUR/t. Die Preise für Eliteweizen sowie für Brotroggen bewegen sich hingegen weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche.
Die Entwicklung an den Börsen zeigt am Kassamarkt und auf Großhandelsebene nur begrenzt Wirkung. Brotweizen verteuert sich franko Hamburg beim Fronttermin lediglich um 2 auf 206 EUR/t. Am Niederrhein steigt der Preis für Brotroggen um 2 auf 204 EUR/t. Franko Westfalen bleiben die Großhandelspreise für Brotweizen unverändert bei 199 EUR/t. In Ostdeutschland legen die Großhandelspreise für Brotweizen um 2 auf 190 EUR/t zu, für Qualitätsweizen ebenfalls um 2 auf 204 EUR/t.