Fr, 06.02.2026
Weizenkurse bleiben in enger Spanne
(AMI) Die Kurse in Paris entwickeln sich fester, doch das Angebot bleibt reichlich. Schwarzmeer- und Argentinienpreise bestimmen die Exportparitäten. Der Markt wartet auf neue USDA-Signale.
An der Börse in Paris hielt sich die Aufwärtsbewegung, nachdem die Kurse vorher auf ein Fünf-Wochen-Tief gefallen waren. Der Fronttermin März 26 schloss am 05.02.2026 bei 193,50 EUR/t und damit 2,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Damit rücken die Kurse in Nähe eines Zweieinhalb-Monats-Hochs. Das unterstreicht, in welch enger Handelsspanne sich die Notierungen seit Wochen bewegen.
Stützend wirkten in dieser Woche Short-Covering im Frontmonat und ein schwächerer Euro zu Wochenbeginn, der die Exportparität leicht verbesserte. Gegenläufig belasteten eine breite Rohstoffschwäche am Montag sowie das Nachlassen der Frostsorgen in der Ukraine/Russland. Aus dem physischen Markt kamen gemischte Signale: Händlerberichte nennen weiterhin günstige FOB-Offerten aus Argentinien (11,5 %) und kompetitive Schwarzmeerpreise (Russland/Ukraine 11,5 %), die beide jeweils um die 220 $/t liegen. Westeuropäische Partien liegen je nach Stand des Wechselkurses und Terminmarktnotierung rund 8 bis 9 $/t höher. In Nordafrika bleiben damit Übersee-Herkünfte häufig tonangebend. Regional prägten Logistikhemmnisse mit gefrorenen Kanälen in Deutschland und Polen das Bild. Gleichzeitig zeigten sich Abgeber zurückhaltend, was die Prämien stützt und die Frontmonate stabilisiert.