Fr, 30.01.2026
Futtergetreide: Ruhiger Marktverlauf setzt sich fort
(AMI) Geringe Umsätze und Exportflaute bestimmen das Marktgeschehen, Mischfutterhersteller warten ab.
Die Mischfutterhersteller befinden sich weiterhin in einer komfortablen Ausgangslage. Die Versorgung mit Rohware ist ausreichend, da der Export infolge des starken Euro deutlich ins Stocken geraten ist und entsprechend mehr Ware am heimischen Markt verbleibt. Die Mischfutterwerke ordern kontinuierlich, zudem laufen aktuell auch überregionale Lieferungen von Futtergetreide in die westdeutschen Veredlungsregionen. Für die kommenden Monate wird zwar weiterhin Kaufinteresse erwartet, insgesamt gilt der Bedarf bis zum Übergang in die nächste Saison jedoch bereits als weitgehend gedeckt.
Preislich zeigten sich im Monatsvergleich überwiegend leichte Abschläge. Futtergerste verbilligte sich um 0,60 auf 160,91 EUR/t (Vormonat 161,89 EUR/t), Futterweizen um 0,36 auf 164,67 EUR/t (Dezember 164,57 EUR/t) und Triticale um 0,92 auf 154,44 EUR/t. Körnermais frei Erfasserlager gab um 0,54 auf 182,03 EUR/t nach. Im Vergleich zum Dezember konnten sich die Körnermaispreise jedoch leicht verbessern: Körnermais lag damals fast 4 EUR/t unter dem aktuellen Niveau, während Triticale gegenüber Dezember um 1,21 EUR/t von 153,23 EUR/t zulegen konnte. Für die kommenden Wochen halten Marktteilnehmer eine nachhaltige positive Preisentwicklung bei Futtergetreide, ausgenommen Körnermais, derzeit für wenig wahrscheinlich.
Auch auf Großhandelsebene setzt sich die in den vergangenen Wochen beobachtete Preisentwicklung fort. Während Gerste und Weizen weiter unter Druck stehen, können sich die Maispreise festigen. Bei Futtergerste gaben die Notierungen franko Niederlande und franko Westfalen jeweils um 2 auf 194 EUR/t nach, franko Südoldenburg verringerte sich um 1 auf 193 EUR/t. Auch die Weizenpreise tendieren im Großhandel schwächer. Franko Niederlande sank die Notierung um 1 auf 197 EUR/t, während die Preise franko Westfalen sowie franko Ober- und Niederrhein unverändert blieben. Demgegenüber zeigt sich der Maismarkt fester. Franko Niederlande verharren die Preise zwar auf dem bisherigen Niveau, in den deutschen Regionen Südoldenburg und Niederrhein wurden jedoch Aufschläge von 2 auf 215 bzw. 210 EUR/t verzeichnet. Besonders deutlich fiel der Anstieg franko Westfalen aus, wo sich der Preis um 3 auf 216 EUR/t erhöhte. Die Entwicklung unterstreicht den weiterhin ausgeprägten innerdeutschen Bedarf an Körnermais.