Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Meldungen aus dem Landesverband

Fr, 30.01.2026

Brotgetreidemarkt ohne wirkliches Kaufinteresse

(AMI) Auch wenn die Terminkurse ihr Niveau größtenteils halten, an eine Trendwende glaubt am Brotgetreidemarkt niemand und zudem mangelt es in Deutschland an Nachfrage.

Die Weizenkurse haben ihre zuvor ausgeprägte Abwärtsbewegung zwar beendet, konnten jedoch keine nennenswerte Aufwärtsdynamik entwickeln. Entsprechend schloss der Fronttermin an der Pariser Börse am 28.1.2026 gegenüber der Vorwoche lediglich um 0,50 EUR/t höher bei 190 EUR/t. Belastend wirken weiterhin der starke Euro und die damit verbundene Exportschwäche Europas sowie die insgesamt komfortable Versorgungslage.

Diese Entwicklung am Terminmarkt spiegelt sich auch auf Großhandelsebene wider. Für Brotweizen werden franko Hamburg aktuell 195 EUR/t genannt und damit 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche, ebenso franko Westfalen mit 197 EUR/t. In Ostdeutschland fallen die Brotweizenpreise franko sogar um 2 auf 188 EUR/t. Auch Brotroggen steht unter Druck und verbilligte sich franko Niederrhein um 2 auf 180 EUR/t. Die Mühlen zeigen sich gut versorgt, die Nachfrage bleibt entsprechend ruhig.

Am Kassamarkt setzen sich die Preiskorrekturen fort. Brotweizen liegt mit einem Minus von 1,49 EUR/t bei aktuell 168,11 EUR/t und damit nur leicht über dem Niveau von vor vier Wochen, als 167,25 EUR/t gezahlt wurden. Für Brotroggen zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Erzeugerpreis sank um 0,75 auf 144,35 EUR/t, nachdem im Dezember noch 142,47 EUR/t erzielt wurden. Im Vorjahresvergleich fällt die Entwicklung deutlich dramatischer aus. Brotweizen lag vor einem Jahr mit 204,89 EUR/t nahezu 37 EUR/t höher, während Brotroggen seitdem um fast 25 von 169,66 EUR/t nachgegeben hat.

‹ zurück