Fr, 30.01.2026
Auswirkungen der Vogelgrippe auf den Eiermarkt in Europa
Die Vogelgrippe wirkt sich derzeit unterschiedlich auf den europäischen Eiermarkt aus. Während in Deutschland das Angebot knapper wird und die Preise steigen, können Eier aus Teilen der Niederlande nicht wie üblich vermarktet werden. Besonders betroffen ist die Provinz Nord-Limburg, wo aufgrund von Vogelgrippefällen Überwachungszonen eingerichtet wurden. Nach EU-Recht dürfen Eier aus diesen Gebieten vorübergehend nicht exportiert werden, auch wenn sie als gesundheitlich unbedenklich gelten. Dadurch sind wichtige Absatzmärkte derzeit nicht erreichbar. Ein erheblicher Teil der normalerweise nach Deutschland gelieferten Eier verbleibt daher in den Niederlanden. Nach Angaben des niederländischen Geflügelverbandes fehlen dem Markt täglich mehrere Millionen Eier. In den betroffenen Regionen werden die Eier zwischengelagert, verlieren jedoch mit zunehmender Lagerdauer ihre Eignung für den Frischemarkt und müssen stattdessen verarbeitet werden. Dies ist für die Erzeuger mit geringeren Erlösen verbunden. In Deutschland zeigen sich die Folgen in eingeschränkten Sortimenten und steigenden Preisen. Neben den Exportbeschränkungen tragen auch strukturelle Faktoren wie eine sinkende Zahl an Geflügelbetrieben und eine anhaltend hohe Nachfrage zur angespannten Marktlage bei.