Fr, 23.01.2026
Futtergetreide kann sich besser behaupten
(AMI) Das Exportgeschäft mit Futtergetreide aus deutscher Erzeugung flacht ab, gleichzeitig werden Partien am Markt angeboten, Erzeuger akzeptieren teils das Preisniveau.
In der 4. Kalenderwoche ziehen die Notierungen an der Euronext an. Am 21.1.2026 legt der Maiskontrakt gegenüber der Vorwoche um 3,75 auf 192,50 EUR/t zu und erreicht zwischenzeitlich sogar 193,75 EUR/t. Die Weizennotierung in Paris kann mit dieser Dynamik nicht ganz Schritt halten: Sie steigt lediglich um 0,75 auf 189,50 EUR/t.
Am Kassamarkt bleibt der Handel mit Futtergetreide insgesamt ruhig. Die festeren Vorgaben vom Terminmarkt werden nur teilweise in den physischen Markt übertragen; regional wirken Logistik und verfügbare Partien stärker als die Börse. Die Preise für Futterweizen bewegen sich weiterhin auf dem Niveau der Vorwoche und liegen im Bundesdurchschnitt frei Erfasserlager minimal höher bei 165,03 EUR/t. Auch Futtergerste zeigt sich nahezu unverändert mit 161,51 EUR/t. Nach Angaben des Handels werden die Futtergetreidepreise gestützt, da das Zufrieren der Binnengewässer regional zu zusätzlicher Nachfrage aus dem näheren Umfeld führt. Die LKW-Belieferung gewinnt damit an Bedeutung; knapper Frachtraum wirkt zusätzlich preisstabilisierend.
Körnermais bleibt weiterhin knapp verfügbar. Preislich zeigt er sich stabil, folgt dem Aufwärtstrend der europäischen Börsen jedoch nur abgeschwächt. Der Kassapreis steigt um 0,45 EUR/t auf 182,57 EUR/t.
Im Großhandel zeigen sich im Wochenvergleich unterschiedliche Preisbewegungen. Franko Niederlande bleiben die Notierungen für Futtergerste mit 196 EUR/t sowie für Mais mit 215 EUR/t unverändert, während sich Futterweizen um 1 EUR/t auf 198 EUR/t verteuert. Am Oberrhein gibt Futterweizen um 1 EUR/t auf 188 EUR/t nach, während Mais mit 209 EUR/t stabil notiert. Auch in Südoldenburg bleiben die Maispreise mit 213 EUR/t unverändert. Dort legt Futterweizen um 1 EUR/t auf 197 EUR/t zu, während Futtergerste weiterhin bei 194 EUR/t notiert.