Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

04.07.2024
Änderungen in der Geschäftsführung

Carsten Hoops ist neuer Geschäftsführer

Seit dem 01. Juli dürfen wir Carsten Hoops als unseren neuen Geschäftsführer begrüßen. Carsten Hoops kommt aus unserer Region und war zuvor viele Jahre lang als Bereichsleiter im Tiervertrieb bei der MASTERRIND tätig. Gerne steht er Euch künftig für Rückfragen per Mail unter hoops@landvolk-row-ver.de oder per Telefon am Standort Verden (Mo & Mi) unter 0 42 31 92 63 328 und am Standort Rotenburg (Di & Do) unter 0 42 61 63 03 228 zur Verfügung.

Alexander Kasten steht Carsten Hoops bis zum 01. September als stellv. Geschäftsführer zur Seite, danach wird er seine Tätigkeit als Justiziar beim Kreislandvolkverband Diepholz aufnehmen. Wir wünschen Alexander Kasten alles Gute für seine Zukunft und bedanken uns für sein Engagement für unseren Kreisverband. Wir freuen uns, dass er dem Landvolk an anderer Stelle erhalten bleibt.

01.07.2024
Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen in Hessen nachgewiesen

Seit September 2020 wird die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland regelmäßig bei Wildschweinen in den Regionen zur Grenze nach Polen nachgewiesen. Vereinzelt gab es Ausbrüche in Schweine haltenden Betrieben in verschiedenen Bundesländern, so auch 2022 in Niedersachsen im Landkreis Emsland. Die Einschleppungsursache dort blieb ungeklärt. Jetzt wurde das für den Menschen ungefährliche ASP-Virus Mitte Juni 2024 bei einem Wildschwein im Landkreis Groß-Gerau südlich von Rüsselsheim nachgewiesen.

Das Wildschwein wurde von einem Jäger erlegt, da es offensichtlich krank war. Im Rahmen der sofort eingeleiteten veterinärbehördlichen Maßnahmen (z. B. die Suche nach Kadavern) wurden weitere fünf Wildschweine positiv auf ASP getestet. Alle fünf Tiere waren bereits verendet und befanden sich in einem engen Umkreis um den ersten Fund.

Vermutlich wurde das Virus durch Unachtsamkeit in den Landkreis Groß-Gerau gebracht. Dies könnte zum Beispiel das gedankenlose Wegwerfen eines Wurstbrotes in der Natur sein. Da das ASP-Virus in Salami oder Rohschinken weiterhin lange infektiös bleibt, kann ein Wildschwein sich durch das Fressen eines weggeworfenen Wurstbrotes infizieren. Innerhalb einer Wildschweinrotte geschieht die Weitergabe der Viren dann durch direkten und indirekten Kontakt. Für Wild- und Hausschweine endet eine Infektion mit dem ASP-Virus fast immer tödlich.

Der Landkreis bittet um die Beachtung folgender Punkte, um einen Eintrag des ASP-Virus in die Wildschweinepopulation oder in die Schweinebestände unserer Region zu verhindern:

Bürgerinnen und Bürger: Speisereste gehören nicht in die Natur. Bitte diese zu Hause oder nur in geschlossenen Mülleimern (z. B. auf Parkplätzen) entsorgen.

Landwirtschaft:

Oberstes Ziel ist, den Eintrag des Virus in einen Schweinestall zu vermeiden. Unter dem Stichwort „Biosicherheit“ gelten verschiedene Maßnahmen, die dies verhindern sollen, z. B. beim Betreten der Stallungen eigene Schutzkleidung tragen, den Personenverkehr im Stall beschränken, für einen intakten Zaun um das Betriebsgelände sorgen, etc.)

Jägerinnen und Jäger:

Verendet gefundene Wildschweine unbedingt dem Veterinäramt melden, mit der Trichinenprobe gleichzeitig eine Blutprobe abgeben. Vorsicht bei der Jagd in Gebieten, die aufgrund eines ASP-Nachweises als Restriktionsgebieten ausgewiesen sind.

Weitere Information zum Thema „Afrikanische Schweinepest“ gibt es HIER auf der Homepage des Landkreises Rotenburg.

26.06.2024
Deutscher Bauernverband zum Agrarpaket der Ampelfraktionen

Rukwied: Päckchen bleibt weit hinter Anforderungen zurück

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, bewertet das von den Ampelfraktionen angekündigte Agrarpaket zur Entlastung der Landwirtschaft: „Dieses Päckchen ist ein längst überfälliger, aber nicht ausreichender Schritt. Es geht zwar in die richtige Richtung, bleibt jedoch weit hinter den Anforderungen der Landwirtinnen und Landwirte zurück. Echte Entlastungen sehen anders aus. Zudem bleibt es in vielen Bereichen weiterhin lediglich bei Ankündigungen, denen jetzt zwingend Taten folgen müssen. Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen dringend Wettbewerbsgleichheit in der EU.“ Die nächsten Schritte müssten laut Bauernpräsident Rukwied zunächst eine Rücknahme weiterer geplanter Belastungen wie der Novelle des Tierschutzgesetzes und des Pflanzenschutzprogrammes der Bundesregierung sein. Dann müsse eine Lösung für erneuerbaren Agrardiesel und die Möglichkeit für eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage folgen. „Wir müssen feststellen, dass wir noch immer Lichtjahre von einer echten Kompensation der Belastungen und Steuererhöhungen der zurückliegenden Monate entfernt sind“, so Rukwied abschließend.

18.06.2024
Sommer-Tagesfahrt in die Heide

Die Bienenfreunde Verden laden ein

Die Bienenfreunde Verden, eine Interessen- und Aktionsvereinigung von Imkern, Landwirten und Jägerschaft im Landesverband Hannoverscher Imker e.V., laden am Samstag, den 17.08.2024, zum Tagesausflug in die Heide ein:

Dabei steht jedoch nicht nur die Pferdekutschfahrt durch die Heide und der anschließende Genuss von Buchweizentorte auf dem Programm, sondern auch das Anfahren von weiteren Stationen im Sinne der Interessen- und Aktionsvereinigung des Vereins. Um 8 Uhr startet die Veranstaltung in Verden mit eigenen Fahrzeugen oder in Fahrgemeinschaften. Die Ankunft beim Spargel- und Erdbeerhof Niemann in 29578 Eimke ist für 10 Uhr eingeplant. Dort begrüßt Hinrich Niemann die Besucherinnen und Besucher zur Hofführung und Vorstellung der Blühflächen an Spargelfeldern, sowie Insektenunterstützungs- und Nachhaltigkeitsprojekten. Im Rahmen des bundesweiten topagrar-Wettbewerbs 2020 „Bienen brauchen Bauern – Bauern brauchen Bienen“ war die Juri auch bei ihm. Die Vereinigung erhielt für ihre Aktivitäten anlässlich der Grünen Woche in Berlin einen Sonderpreis, den Hinrich Niemann und Fred Eickhorst in Empfang nahmen.

Aktuelles vorab HIER.

Nach einem Imbiss ist gegen 13:45 Uhr die Ankunft beim Heide-Kiosk-Höpen geplant, von wo aus um 14:00 Uhr die einstündige Kutschfahrt startet.

Nach einem kurzem Fußweg geht’s weiter zum Heideimker / Korbimkerei Heinrich Inselmann. Das Gros der Imker nutzt heute Magazinbeuten und kennt die Korbimkerei nur vom Hören/Sagen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich auf den Besuch freuen, um die „Ursprungsimkerei“ von Heinrich Inselmann aus 1. Hand kennenzulernen. Danach bleibt Zeit für Gesprächsvertiefungen bei Kaffee und Kuchen.

Interesse geweckt? Dann meldet Euch bitte bis zum 3.7.24 an unter info@bienenfreunde-verden.de oder tel. unter 0152 2194 0831

17.06.2024
Statement Landvolk zur Bundesratsentscheidung Glyphosat

Änderung Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PfSchAnwV)

Enttäuscht zeigt sich das Landvolk zur Entscheidung des Bundesrates zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PfSchAnwV), in der das pauschale Anwendungsverbot von Glyphosat in sogenannten Wasserschutzgebieten weiterhin zur Anwendung kommen wird.

„Damit wird unseren Landwirten ein weiteres Bein im Wettbewerb auf dem europäischen Markt gestellt. Mit diesem Anwendungsverbot gerät unsere Landwirtschaft noch weiter ins Abseits. Damit ist weder dem Verbraucher noch der Natur geholfen. Im Gegenteil: Die Ernährungssicherheit mit guten Lebensmitteln aus der Heimat wird gefährdet. Auch Umwelt und Klima werden durch den vermehrten Einsatz anderer Pflanzenschutzmittel sowie durch schlechtere Alternativen, wie das häufigere Pflügen, mehr belastet“, stößt diese Entscheidung auf absolutes Unverständnis bei Landvolk-Präsident Holger Hennies.

Es zeige einmal mehr, dass Sachargumente und selbst unabhängige Studien nicht mehr zählen. Selbst die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe Ende 2023 Glyphosat als sicher für Mensch und Umwelt eingestuft, und die Kommission habe daraufhin den Wirkstoff für weitere zehn Jahre zur Anwendung in der EU freigegeben.

„Unsere Landwirte gehen sehr verantwortungsvoll mit Pflanzenschutzmittel um. So viel wie nötig, so wenig wie möglich lautet bei entsprechender Indikation die Devise. Mit Glyphosat hingegen hätte auf tiefe Bodenbearbeitung verzichtet und somit auch das Risiko von Nitrateinträgen in das Grundwasser verringert werden können“, bewertet Hennies diese Fehlentscheidung, die der deutschen Landwirtschaft und der Umwelt schaden wird.

14.06.2024
FINKA: Maisanbau mit Striegel & Hacke

Viertes Projektjahr bietet Kennzahlen & Erfahrungsaustausch

Auf dem FINKA-Acker in Odeweg trafen sich vergangene Woche Interessierte zum Projektaustausch: Das Projekt FINKA (Förderung von Insekten im Ackerbau) verfolgt das Ziel wissenschaftlich zu untersuchen welchen Effekt der Verzicht von Insektiziden und Herbiziden auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auch auf die Insektenvielfalt hat und wie sich die geänderte Bewirtschaftungsweise ökonomisch auf die Betriebe auswirkt. Hierzu arbeiten 30 Betriebspaare, bestehend aus einem konventionell wirtschaftenden und einem ökologisch wirtschaftenden Part, bis zum Projektende 2025 eng zusammen.

Erfolgreiche Ernte hängt von vielen Faktoren ab:
Auf seiner gut vier Hektar großen FINKA-Versuchsfläche hat Gert Bunke in diesem Jahr Mais angebaut. „Am sechsten Mai haben wir die Fläche gepflügt und den Mais gelegt. Kurz darauf wurde einmal blind gestriegelt und im weiteren Verlauf noch zweimal gestriegelt, nachdem der Mais bereits aus der Erde kam. Anfang Juni haben wir den Schlag dann das erste Mal gehackt“, berichtet Bunke. Unterstützt wurde er dabei von seinem ökologisch wirtschaftenden Projektpartner Jan-Harmen Hesse. Zusätzlich berät Beke Gredner von der Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) die Landwirte. „Beim Maisanbau im Öko-Landbau spielt eine vernünftige Saatablage eine enorm wichtige Rolle. Richtung sechs Zentimeter wäre auf dieser Fläche zu empfehlen, denn der Mais darf auf der einen Seite nicht zu flach gelegt werden, um Vogelfraß zu vermeiden und um eine gute Voraussetzung für das Blindstriegeln zu schaffen, auf der anderen Seite darf er auch nicht zu tief gelegt werden, denn wir brauchen eine schnelle Entwicklung im Mais“, erklärt Gredner den Balanceakt. Auch beim Striegeln gäbe es Einiges zu beachten erläutert Hesse: „Für ein gutes Ergebnis muss man verschiedene Faktoren wie die Bodenverhältnisse, die Witterung und natürlich das Wachstumsstadium der Pflanze beachten“

Eine interessante Alternative zur Unkrautregulierung zeigt Andreas Jessen vom Bioverband Naturland auf: „Im ökologischen Feldgemüseanbau gehört das Abflammen von Unkräutern mittlerweile zu den Standardmaßnahmen. Auch im Mais ist der Einsatz von Abflammtechnik möglich, vor allem aus Dänemark liegen hierzu Erfahrungen vor. Der große Nachteil an dieser Methode ist leider der verhältnismäßig große Kostenaufwand.“

Betriebswirtschaftliche Auswertungen zeigen Unterschiede zwischen den Projektjahren auf:
Auf das Thema Kosten geht auch FINKA-Projektmitarbeiter Leen Vellenga vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN) bezugnehmend auf die Auswertung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zum Silomais des Jahres 2022 und 2023 näher ein: „Das Einsparpotential an Pflanzenschutzmitteln pro Fläche ist im Silomais geringer als in anderen Kulturen. Auf den konventionell bewirtschafteten Vergleichsflächen wurde in den Anbaujahren 2022/2023 in der Regel eine Herbizidmaßnahme im Frühjahr durchgeführt, wodurch im Durchschnitt Kosten für die Beikrautregulierung von 69€/ha entstanden. Für die mechanische Beikrautregulierung im Mais waren demgegenüber in der Regel mehrere Striegel- und Hackmaßnahmen notwendig, ein zeitlicher Mehraufwand, der für landwirtschaftliche Betriebe auch arbeitswirtschaftlich nicht unterschätzt werden darf. Folglich ergeben sich größere Unterschiede in den Kosten der Beikrautregulierung. Auf der herbizid- und insektizidfreien Fläche lagen diese im Durchschnitt bei rund 109 €/ha. Insgesamt streuen die Ergebnisse je nach Standort und Bewirtschaftungsstrategie der Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter sehr stark“

Auch die Datengrundlage zu den Erträgen im Silomais aus den Jahren 2022 und 2023 wurden ausgewertet und ergaben das sich die Silomaiserträge im Anbaujahr 2022 in den beiden Varianten „konventionell“ und „herbizid- und insektizidfrei“ durchschnittlich um 49 dt/ha (375 dt/ha konventionell, 326 dt/ha herbizid- und insektizidfrei) unterschieden. Auf den Ökoflächen wurden im Schnitt 307 dt/ha geerntet. Insgesamt schwankten die Maiserträge der unterschiedlichen Regionen Niedersachsens erwartungsgemäß recht stark. Im Anbaujahr 2023 konnten auf den herbizidfreien Silomais-Flächen durchschnittlich Erträge von 473 dt/ha erzielt werden, 26 dt/ha weniger, als auf der konventionellen Vergleichsfläche. Damit unterscheiden sich die Erträge im Jahr 2023 deutlich weniger als im Vorjahr, einem von Sommertrockenheit geprägten Jahr mit regional stark schwankenden Erträgen. Die Öko-Silomaiserträge lagen mit durchschnittlich 398 dt/ha in 2023 deutlich über dem Vorjahresniveau.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Projektauswirkungen auf die Flora:
Wie sich die veränderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen auswirkt, erforscht im Rahmen des Projektes die Georg-August-Universität Göttingen. Sechs der konventionell wirtschaftenden FINKA-Betriebe hatten im Anbaujahr 2023 Mais auf den FINKA-Flächen angebaut. Vellenga erklärt: „Um positive Effekte für Insekten erzielen zu können sind vor allem die potenziell blühenden Individuen pro m² von Bedeutung. Mit 8 potenziell blühende Individuen konventionell, 27 herbizidfrei und 28 ökologisch wird hier im Mais wird schon ein großer Unterschied zur konventionellen Fläche deutlich, der beispielsweise im Winterweizen noch höher ausfällt“

Fazit: Daten bieten Grundlage um nach Projektabschluss auf Politik zuzugehen
Forschungen zur Projektauswirkung auf die Insektenvielfalt werden vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels durchgeführt. Allerdings läuft die Auswertung der Daten aktuell noch. „Die ersten Ergebnisse zu der Fauna streuen bei allen Bewirtschaftungsweise stark. In der Tendenz weist die Ökofläche mehr Biomasse der am Boden lebenden gefangenen Insekten auf als die FINKA-Versuchsfläche und die konventionelle Fläche, die sich bei den derzeitigen Untersuchungsergebnissen ähneln. Da die Untersuchungen allerdings noch nicht abgeschlossen sind, lässt sich hierzu noch keine valide Aussage treffen“, gibt Vellenga Auskunft zum derzeitigen Stand der Untersuchungen. Man hoffe auf aussagekräftige Daten im Winter.

Auch wenn noch nicht alle Ergebnisse ausgewertet sind, sind sich die Projektpartnerinnen und Projektpartner sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Feldtages einig darin, dass diese Daten eine wichtige Grundlage darstellen werden, um nach dem Projektabschluss mit der Politik in den Austausch darüber zugehen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssten, um einen Verzicht auf Insektiziden und Herbiziden unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten realistisch zu gestalten. „Durch die lange Projektdauer kann eine super Datengrundlage hierfür geschaffen werden“, lobt Jessen das FINKA-Projekt.

10.06.2024
Tag des offenen Hofes 2024

Höfe der Region locken mit authentischen Einblicken in den Stall und auf den Acker

Gleich mehrere landwirtschaftliche Betriebe öffneten am Sonntag im Verbandsgebiet zum Tag des offenen Hofes ihre Hoftore und hießen insgesamt über 5.000 Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen. Dabei boten die Landwirtsfamilien ein vielfältiges Angebot authentischer Einblicke:

Während der zentral gelegene Buschhof Schröder am südlichen Ende Rotenburgs sowie der Milchviehbetrieb der Familie Wortmann in Beppen-Thedinghausen den Schwerpunkt auf die Tierhaltung legte, stand auf dem Biohof Bremer und dem Bioland-Hof Wilkens, die ihren Tag des offenen Hofes gemeinsam veranstalteten, vor allem ihr abwechslungsreicher Ackerbau in Riepholm – Visselhövede sowie die zugehörige Verarbeitungskette im Fokus:

Buschhof Schröder: Das Vertrauen in unsere Branche stärken

Für Christoph und Ann-Cathrin Schröder war es bereits der zweite Tag des offenen Hofes, eine Veranstaltung, die alle zwei Jahre niedersachsenweit stattfindet. Noch aus dem Jahr 2022 weiß das Ehepaar daher auch um den großen organisatorischen Aufwand, der mit diesem Event einhergeht, doch die positiven Reaktionen der Besucherinnen und Besucher haben Schröders überzeugt gern erneut die Hoftore für zahlreiche Interessierte zu öffnen. „Natürlich verkaufen wir am Tag des offenen Hofes auch Produkte aus unserer Direktvermarktung, große Gewinne erzielen wir damit aber nicht. Uns geht es beim Tag des offenen Hofes auch nicht um einen wirtschaftlichen Profit, sondern darum unseren Kunden und allen anderen Interessierten ganz transparent zu zeigen, wie unsere Tiere gehalten werden und wie unser Betrieb funktioniert“, erklärte Ann-Cathrin Schröder. Gemeinsam mit ihrem Mann Christoph betreibt sie eine Pferdepension, eine Anguszucht in Form der Mutterkuhhaltung, die ganzjährig draußen sein dürfen, sowie eine Bullenmast in großzügigen halboffenen Tretmistställen mit Stroh und eine erfolgreiche Direktvermarktung. „Wenn die Leute am Ende des Tages von unserer Haltungsform genauso überzeugt sind wie wir und diese Regionalität, die wir bieten, zu schätzen wissen und daher auf unsere Produkte zurückgreifen, freuen wir uns natürlich umso mehr“, sagte Christoph Schröder. Doch Schröders geht es bei dem Event nicht nur um das Image ihres eigenen Hofes, sondern vor allem darum ein generelles Verständnis für die Landwirtschaft in der Gesellschaft zu schaffen. „Die Entfremdung der Bevölkerung von der Landwirtschaft durch den Strukturwandel ist deutlich spürbar und der Agrarsektor steht häufig gesellschaftlich und politisch in der Kritik. Wir möchten das Vertrauen in unsere Branche in der Bevölkerung wieder stärken und sind überzeugt, dass der beste Weg darin besteht die Menschen auf die Höfe einzuladen, damit diese einen ehrlichen und authentischen Einblick erhalten können.“, so Christoph Schröder. Auch der Rotenburger Landrat Marco Prietz ließ es sich nicht nehmen am Sonntag persönlich auf dem Buschhof vorbeizuschauen und lobte das Engagement der Familie: „Ich finde es klasse, was ihr hier auf die Beine gestellt habt! Da der Bezug zur Landwirtschaft heute in vielen Familien leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist, ist es enorm wichtig geworden mit Aktionen wie diesen, auch gerade für Kinder, Landwirtschaft für alle erlebbar zu machen.“ Beim gemeinsamen Hofrundgang zeigten sich der Landrat und Marje Grafe, als ehrenamtliche Vertretung des Rotenburger Bürgermeisters, offen für die Sorgen der Gastgeber und des Kreislandvolk-Vorsitzenden Christian Intemann. Themen wie der Wegebau, die Wolfsproblematik und die fehlende Entbürokratisierung wurden angesprochen.

Biohof Bremer und Bioland-Hof Wilkens: Den Blick auf regionale Wertschöpfung gerichtet

Christina und Olaf Wilkens sowie Nadia Bremer und ihr Geschäftspartner Claas Grünhagen bieten mit Lein, Quinoa, Linsen und Buchweizen eine bunte Fruchtfolge, welche die Besucherinnen und Besucher beim Gang entlang des Riepholmer Modell-Ackers auf eigene Faust erkunden konnten. Auskunft zu den vielfältigen Acker- und Sonderkulturen boten dabei auch die anschaulichen Informationstafeln seitlich des Lehrpfades. Doch das Programm versprach weitaus mehr, denn es sollte ein ganzheitlicher Einblick in die regionale Lebensmittelerzeugung geboten werden: „Uns ist es heute besonders wichtig, die gesamte Wertschöpfungskette aufzuzeigen und das Bewusstsein und die Wertschätzung für die Regionalität zu steigern“, machte Bremer ihr Anliegen deutlich.

Mit spannenden Fachvorträgen zu Themen wie Photovoltaik, Wertschöpfungsketten sowie Bodenfruchtbarkeit und Fruchtfolge, konnten besonders die Erwachsenen ihr Wissen weiter vertiefen. Für ein umfassendes Verständnis der Nahrungsmittelproduktion gab es zudem auch weitere Einblicke in den Arbeitsalltag der Landwirtinnen und Landwirte, z.B. in Form einer Maschinenausstellung mit Mähdrescher, Striegel und Drillmaschine. Die Kinder konnten währenddessen auf dem Schulbauernhof „ackern und rackern“ im Rahmen von großartigen Mitmachaktionen ihr Interesse für die Landwirtschaft mit allen Sinnen entdecken. Auch den Kleinen wollte man dabei auf spielerische Weise die Wertschöpfungsketten aufzeigen. So konnten die Kinder nicht nur direkt neben dem Waffelstand selber Mehl mahlen, sondern bei der Hühnerstallführung auch sehen, wo die Eier herkommen, welche gemeinsam mit dem Mehl aus eigener regionaler Produktion zu leckeren Waffeln verarbeitet wurden.

Auch die weiteren kulinarischen Köstlichkeiten versprühten unverkennbar Regionalität: So gab es Eis aus dem Öl der eigenen Sonnenblumen- und Leinernte, Brot aus den Emmer- und Roggenkörnern von den umliegenden Feldern und Eintopf aus der eigenen Erbsenernte dazu Bratwürste von den Rindern aus eigener Haltung. Für Begeisterung sorgte auch der Stand der kleinen Manufaktur Umami Ferment, die aus den Riepholmer Erbsen und Roggen eine Sojasoßenähnliche Alternative herstellt.

„Wir sind überwältigt von den tollen Gesprächen, die wir heute führen konnten. Mich freut es wirklich sehr wie viele interessierte Menschen heute nicht nur zum Kaffee trinken vorbeigekommen sind, sondern vor allem, um wirklich etwas über unsere Betriebe und Bewirtschaftungsweisen zu erfahren“, berichtete Olaf Wilkens erfreut und schon etwas heiser. Mit seiner Frau betreibt er auf dem Bioland-Hof neben dem Ackerbau auch noch eine Selbstpflück-Heidelbeerplantage, eine Hühner- und Rinderhaltung, sowie Agri-PV und eine Ferienwohnung. Auch Nadia Bremer zieht ein positives Fazit: „Viele Leute aus der direkten Nachbarschaft, aber auch viele aus Bremen und umzu, haben sich heute dem Thema der regionalen Wertschöpfung geöffnet und mein Eindruck ist, dass es dabei viele Aha-Moment gab“ Neben ihrem großen Herzensprojekt, der Direktvermarktung, führt sie mit ihrem Biohof abgesehen von dem vielseitigen Ackerbau noch eine kleine aber feine Rinderherde, mit 10 bis 15 Tieren, die auf 10 ha Grünland weiden. Darüber hinaus gibt Nadia Bremer Führungen und Workshops zum Thema Biolandwirtschaft und möchte diesen Bereich künftig auch noch weiter ausbauen.

Milchviehbetrieb der Familie Wortmann: Melkrobotoren, Mitmachaktionen und Musik

Auf dem Gelände „Zum Heesen 1“ kamen in Beppen-Thedinghausen die Besucherinnen und Besucher alle auf ihre Kosten. Neben einem Einblick in den modernen Stall mit insgesamt 360 Milchkühen und sechs Melkrobotoren gab es auf der daneben liegenden Wiese nicht nur eine Vielzahl an landwirtschaftlichen Maschinen, sondern auch eine große Anzahl an Ausstellern zu sehen sowie Musik von den Jagdhornbläsern “Allerort”. Am Stand der Feuerwehr übten Groß und Klein mit einem Schlauch Zielschießen, drehten am Glücksrad und warfen mit Pümpeln auf eine riesige Zielscheibe. Zu gewinnen gab es tolle Preise. Direkt daneben spielten Kinder entweder mit ferngesteuerten Treckern, im Sand oder auf einer Hüpfburg. Zudem gab es zahlreiche Infostände wie beispielsweise von der hiesigen Rehkitzrettung, der landwirtschaftlichen Bildungsarbeit vom gemeinnützigen Verein NEUA e. V. sowie den Dorfhelferinnen. Für das leibliche Wohl in Form von Kaffee und Kuchen sorgten die LandFrauen und zahlreiche weitere Stände – darunter Burger aus Intschede, Käse, Erdbeeren, Bio-Eis, Bratwurst und Pommes. Johanna Wortmann, die den Betrieb gemeinsam mit ihrem Freund Michael und ihrer Schwester Alena bewirtschaftet zeigte sich zufrieden mit dem Tag und bedankte sich bei allen helfenden Händen.

Das Landvolk bedankt sich

Als großen Erfolg verbucht auch der Rotenburger Kreislandwirt Christian Intemann den Tag des offenen Hofes 2024: „Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei den Höfen, die heute mit viel Schweiß und Herzblut einen großen Beitrag in Punkto Öffentlichkeitsarbeit für unsere gesamte Branche geleistet haben. Ebenso möchte ich mich bei den zahlreichen Besuchern bedanken, die uns und unserer Arbeit mit viel Interesse und Offenheit begegnet sind.“

06.06.2024
Wir brauchen wirksame Mittel für gesunde Pflanzen

Landvolk: Pauschales Glyphosat-Verbot ist unbegründet und umweltschädlich

Wenn am 14. Juni über die Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PflSchAnwV) im Bundesrat entschieden wird, sollte das pauschale Anwendungsverbot von Glyphosat in sogenannten Wasserschutzgebieten gestrichen sein. Das fordert das Landvolk Niedersachsen. „Gerade im Hinblick auf Dürre, Unwetter, Kriege und wirtschaftlicher Abhängigkeiten ist die Ernährungssicherheit wichtig, wofür unsere Landwirte gesunde Pflanzen auf dem Acker brauchen. Um diese vor Krankheiten und Schädlingsbefall zu schützen, sind Pflanzenschutzmittel nötig. Dazu gehört auch der Wirkstoff Glyphosat. Studien zeigen, dass bei sachgemäßer Anwendung keine Gefahr von Glyphosat ausgeht“, sieht Thorsten Riggert, Vorsitzender des Ausschusses Pflanze beim Landvolk Niedersachsen, nun die Politikerinnen und Politiker in der Pflicht, den Sachargumenten bei der Abstimmung zu folgen und keine nationalen Alleingänge beim Wirkstoff Glyphosat zu unternehmen. „Nationale Anwendungsbeschränkungen würden erneut enorme Wettbewerbsnachteile für deutsche Betriebe mit sich bringen“, ist sich Riggert sicher und fordert für die Landwirtinnen und Landwirte die uneingeschränkte Zulassung des Wirkstoffs in Deutschland.

„Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Ende 2023 Glyphosat als sicher für Mensch und Umwelt eingestuft. Anschließend hat die Kommission den Wirkstoff für weitere zehn Jahre zur Anwendung in der EU freigegeben, sodass das generelle Anwendungsverbot in Deutschland europarechtswidrig geworden ist“, erklärt der Vorsitzende den Sachverhalt. In einer Eilverordnung hob die Bundesregierung das Totalverbot in Deutschland vom 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024 auf. Nun liegt der neue Entwurf der PflSchAnwV dem Bundesrat vor und muss bis zum 30. Juni bestätigt werden, damit die neue Verordnung ab 1. Juli 2024 gelten kann. „Unsere Landwirte gehen sehr verantwortungsvoll mit Pflanzenschutzmittel um. So viel wie nötig, so wenig wie möglich lautet bei entsprechender Indikation die Devise“, erklärt Riggert und verweist auf die vielen invasiven Arten, für die es keine natürlichen Möglichkeiten gebe, diese in Schach zu halten.

Auch im Sinne der Nachhaltigkeit und der CO2-Klimabilanz sei der Einsatz des Wirkstoffes positiv zu sehen. Bäuerinnen und Bauern, die in Wasserschutzgebieten wirtschaften, müssten andernfalls vermehrt auf schlechtere Maßnahmen zurückgreifen, wie zum Beispiel das tiefe Pflügen. „Gerade das haben unsere Landwirte zum Schutz des Klimas und der Umwelt in den vergangenen Jahren stark zurückgefahren, um der Erosion entgegenzuwirken und CO2-Emissionen zu verringern. Ohne Glyphosateinsatz müssten zudem weitere Pflanzenschutzmittel zur Kompensation zum Einsatz kommen, die sich negativ auf die Umwelt und das Klima auswirken würden“, schildert Riggert die Folgen des Verzichts, wo hingegen mit Glyphosat auf tiefe Bodenbearbeitung verzichtet und somit auch der Nährstoffeintrag in das Grundwasser verhindert werden könne.

Presse-Hintergrund:
In der alten PflSchAnwV war geregelt, dass ab 1. Januar 2024 ein generelles Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln (PSM) mit dem Wirkstoff Glyphosat herrschen sollte. Ende 2023 hat die EU per Verordnung den Wirkstoff für weitere zehn Jahre bis zum 15.12.2033 zugelassen. Entscheidend war dafür ein Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority, EFSA) zur Risikobewertung des Wirkstoffs Glyphosat, in dem festgestellt wurde, dass aus wissenschaftlicher Sicht bei fachgerechter Anwendung von diesem keine „inakzeptablen Risiken“ ausgehen.

04.06.2024
Aufruf zur Europawahl

Jede Stimme zählt

Liebe Mitglieder,

am 9. Juni 2024 steht die Europawahl an – ein entscheidender Tag für die Gestaltung der Zukunft der Landwirtschaft. Auch wenn die EU weit weg erscheint, so haben die demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertreter mit ihren Entscheidungsmöglichkeiten einen enormen Einfluss auf das Leben im ländlichen Raum. Denn die Entscheidungen, die auf EU-Ebene getroffen werden, haben direkte Auswirkungen auf unsere Betriebe und damit auf unsere zukünftigen Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen.

Als Mitglied des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden bist du/sind Sie die Stimme des ländlichen Raums und die Teilnahme an dieser Wahl ist damit entscheidend für den weiteren Weg der landwirtschaftlichen Branche. Wir möchten daher alle Mitglieder dazu ermutigen, aktiv am demokratischen Prozess teilzunehmen und wählen zu gehen. Denn wir benötigen in der kommenden Wahlperiode Menschen in Brüssel, die sich für eine starke und zukunftsorientierte Landwirtschaft in einem gemeinschaftlichen Europa einsetzen.

Jede Stimme zählt!

Mit freundlichen Grüßen Euer Landvolk-Team

30.05.2024
EU im Fokus

Schülerschaft der Berufsfachschule Agrar stellen MdEP McAllister Fragen zum Thema Landwirtschaft

Anfang der Woche war MdEP David McAllister (CDU) zu Besuch bei der BBS Verden. Unter Anderem stellte er sich den Fragen der Schülerschaft der Berufsfachschule Agrar zum Thema EU und Landwirtschaft. Auch unser Vorsitzender Jörn Ehlers sowie unser Geschäftsführer Alexander Kasten waren mit dabei. Auf Ehlers Acker direkt neben der BBS erklärte er, was es mit dem Begriff „regenerative Landwirtschaft“ auf sich hat. McAllister forderte alle anwesenden Schülerinnen und Schüler dazu auf, am 9. Juni wählen zu gehen - für die allermeisten wird es das erste Mal sein. Verabschiedet hat er sich mit dem Satz: „Deutschland schreibt man mit EU.“

Aktuelles aus dem Landesverband

17.03.2025
Zwei Öko-Feldtage der LWK im April
Öko-Landbau

Am 11.04.25 lädt die Landwirtschaftskammer gemeinsam mit dem Bioland-Landesverband zu einem Feldtag mit dem Thema „Flache und ganzflächige Bodenbearbeitung“ ein (LWK-Webcode: 33010946). Weiterführende Informationen, sowie die kostenfreie Anmeldung sind der Internetseite zu entnehmen: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/10946_Feldtag_zur_flachen_und_ganzflaechigen_Bodenbearbeitung

Am 15.04.2025 findet ein Feldtag mit Besichtigung des Öko-Landessortenversuches Raps in der Nähe von Braunschweig statt (LWK-Webcode: 33011243). Weiterführende Informationen sowie die kostenfreie Anmeldung sind der Internetseite zu entnehmen: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/11243_Rapsfeldbegehung_%C3%96ko-Landessortenversuch

17.03.2025
Raus aus der Moorkulisse? – Jetzt aktiv werden!
Bioenergie

Antragsmöglichkeit nur über „ANDI-Verfahren“ und bis 15. Mai, spätestens 31. Mai begründende Anlage!

Dem Landvolk Niedersachsen ist gelungen, was in anderen Bundesländern mit entwässerten landwirtschaftlich genutzten Moorstandorten so nicht angeboten wird: Antragstellende auf GAP-Prämien können die Einstufung einer Fläche als Moor (mind. 10 Zentimeter-Schicht mit kohlenstoffreichem Oberboden innerhalb der obersten 40 Zentimeter unter Geländeoberkante) beanstanden. Ist natürlich wieder ärgerlicher Aufwand, aber sollte sowohl bei Dauergrünland als auch bei Ackernutzung zumindestens kurz überlegt werden! Denn inzwischen greift der Gesetzgeber auf diese so genannte „GLÖZ 2-Kulisse“ auch gern zurück, um z. B. die Errichtung von PV-Anlagen auf diesen Standorten zu erschweren usw.

Wichtig auch: Reden Sie ggf. mit den Verpächtern solcher Flächen an Sie, da nur GAP-Antragsteller eine direkte Korrektur über das Verfahren erreichen können. Ihr Verpächter hat ggf. auch noch Unterlagen z. B. übers Tiefpflügen vor vielen Jahrzehnten! Fluten Sie die LWK aber auch nicht mit nicht wirklich begründbaren Herausnahmeanträgen! Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass es 2026 eine weitere Möglichkeit der Korrektur über ANDI geben wird. Die Landesverordnung sieht hier noch kein Auslaufen vor. Wenn eine Fläche ganz aus der Gebietskulisse herausgenommen werden soll, sind die Anforderungen wegen der überzogenen Moorbodendefinition des letzten Bundestages besonders schwer zu erfüllen. Tiefgepflügte Flächen können leichter als so genannte „Moor-Treposole“ umgestuft werden, das ermöglicht schon einmal Grünlanderneuerung und Statustausch.

Für die begründende Anlage zu dem Antrag ist der in ANDI 2025 verlinkte Vordruck zu nutzen. Für die Gültigkeit des Antrags ist zudem erforderlich, dass zusätzlich bis spätestens zum 30.06.2025 die erforderlichen qualifizierten Nachweise bei der zuständigen Bewilligungsstelle eingereicht werden. An die GLÖZ 2-Auflagen müssen Sie sich halten, mindestens bis Ihnen ein positiver Bescheid der LWK vorliegt, dass die Fläche nicht mehr in die Gebietskulisse fällt bzw. die Bedingungen für Treposole gelten. Es macht also wenig Sinn, vor einem solchen Bescheid für eine Dauergrünlandfläche in der Kulisse, die bisher nicht als Treposol eingestuft ist, einen Antrag auf Pflegeumbruch zu stelle.

Detaillierte Hinweise dazu, welche qualifizieren Nachweise für die Prüfung der vollständigen Herausnahme bzw. für die Prüfung der Ausweisung mit der Bodenkategorie Moor-Treposol einreichen müssen, finden Sie unter dem Webcode: 01042644 auf den Seiten der LWK Niedersachsen. Außerdem liegen allen Landvolk-Kreisverbänden ausführliche Unterlagen als Hilfestellung vor. FANI-App kann leider bisher nicht genutzt werden, aber Dateien mit Aufnahmen von Bodenprofilschnitten per Handykamera werden bei der Prüfung durch das LBEG akzeptiert, wenn vor der Erstellung eines Fotos mit dem Handy bei der Einstellung zu so genannten „Ortungsdiensten“ der Zugriff auf den Standort erlaubt ist, und zwar der „genaue“ Standort! Anleitung fürs iphone z. B. https://www.youtube.com/watch?v=_DEGMJUnBFw oder für „Android“-Geräte wie Samsung https://www.youtube.com/watch?v=7nVmbH0iL1M. Erst testen (Probeaufnahme, Testbild auf gespeicherte GPS-Koordinaten prüfen), dann sauber Grabloch ausheben und dann Profilwände mit lesbarem Maßstab fotografieren!

17.03.2025
BTV-3: Verordnungsänderung zu Impfstoffen
Milch und Rind

(DBV) Ende letzter Woche ist die Eilverordnung über Impfstoffe zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit in Kraft getreten. Diese VO ermöglicht für die kommenden sechs Monate die weitere Anwendung der drei bisher üblichen BTV-Impfstoffe, darunter auch des in Deutschland bisher überwiegend genutzten und lieferbaren BTV-3-Impfstoffs Bultavo 3 von Boehringer Ingelheim. Damit wird die flächendeckende und rechtzeitige Impfung weiter gewährleistet.

17.03.2025
DBV-Fachausschuss Milch
Milch und Rind

(DBV) Im Vorfeld des Berliner Milchforums tagte der DBV-Fachausschuss Milch zu Themen wie den anstehenden Koalitionsverhandlungen in Berlin, der Brüssler Politik, dem Tierseuchengeschehen und der LEH-Haltungsformkennzeichnung. Der Fachausschuss bewerte die geplante Rücknahme der Streichung der Agrardieselrückerstattung positiv, verwies jedoch auf die noch zu bearbeitenden Themenfelder wie Wettbewerbs- und Standortsicherung, Bürokratieabbau und Planungssicherheit.

17.03.2025
15. Berliner Milchforum in Berlin
Milch und Rind

(DBV) Am diesjährigen Branchentreffen der Milchwirtschaft, welches mit knapp 500 Gästen erneut gut besucht war, stand der lange angemahnte Kurswechsel in der Agrarpolitik im Fokus. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion am ersten Veranstaltungstag wurden Themen wie Standortsicherung und Bremsung des Strukturwandels; Arbeitskräftesicherung und Bürokratieabbau erörtert. Begleitet wurde das Berliner Milchforum von einer Fachausstellung und einer vielfältigen Vortragsreihe am zweiten Veranstaltungstag. Die Veranstalter freuen sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Save-the-Date: 16. Berliner Milchforum am 12./13. März 2026.

14.03.2025
Letzter Drücker: Sonntag Antragsfristende nachträglicher Ackererschwernisausgleich 2024
Geflügel

Gebietskulisse für PSM-Verbots-Erschwernisausgleich für Äcker in Naturschutzgebieten

Die gute Nachricht vorweg: Am 24. Januar verkündete Ministerin Staudte durch eine Pressemitteilung, dass auf Antrag für Ackerflächen und Dauerkulturen, die in einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet in Niedersachsen liegen, das aber nicht auch als Natura 2000-Gebiet an die EU gemeldet ist, auch rückwirkend ab 2024 ein finanzieller Ausgleich für das von der rot-schwarzen Bundesregierung ab 2021 verhängte Anwendungsverbot für Herbizide und viele Insektizide gezahlt wird. Für Dauergrünland gilt der Erschwernisausgleich nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz. Der „Bundes-PSM-Verbots-Acker-Erschwernisausgleich“ galt bisher nur für Flächen in Natura 2000-Gebieten, nicht aber z. B. für Äcker, die zwar wegen ihrer Lage in einem Naturschutzgebiet oder Nationalpark ebenso betroffen, aber nicht in einem Natura 2000-Gebiet gelegen sind. Der Haken an der zugelassenen Antrags-Rückwirkung für 2024 ist, dass das Ende der Antragsfrist dafür aus unbekannten Gründen schon auf den kommenden Sonntag, den 16.03.2025 um 24:00 Uhr festgelegt wurde. Spätestens dann muss ein Antrag für das Jahr 2024 bei der Bewilligungstelle der LWK eingegangen sein, ggf. per Telefax. Näheres findet sich unter https://www.agrarfoerderung-niedersachsen.de/agrarfoerderung/news/40345_Erschwernisausgleich_Pflanzenschutz

Für das Jahr 2025 endet die Antragsfrist für den „Bundes-PSM-Verbots-Acker-Erschwernisausgleich“ am 15. Mai 2025. Geht der Antrag nach diesem Datum ein, so erfolgt für jeden Kalendertag, um den der Antrag verspätet eingereicht wird, eine prozentuale Kürzung.

Nach Einschätzung des Landvolk-Landesverbandes betrifft die Ausweitung der Gebietskulisse für diesen Erschwernisausgleich keine sehr große Acker- oder Dauerkulturfläche. Hintergrund ist, dass in der ausgeweiteten Gebietskulisse das Dauergrünland die wesentliche Nutzungsart darstellt. Einzelbetrieblich sind die gewährten ca. 382 € für jeden betroffenen Hektar Acker aber mehr als Nichts. Das Landvolk wird sich aber strikt dagegen wehren, wenn der Erschwernisausgleich vom zuständigen Pflanzenschutzamt zukünftig als Grund für die Zurückweisung von Ausnahmeanträgen von den PSM-Verboten in der jetzt erweiterten Gebietskulisse angeführt werden sollte. Wir bleiben bei unserer Rechtsauffassung, dass maßgeblich immer die Schutzgebietsordnung (z. B. eine dort geregelte Zulassung der guten fachlichen Praxis für Acker- und Dauerkulturen) sein muss und bei Anträgen auf Ausnahmen einen höheren Rang als das pauschale Verbot der Pflanzenschutzanwendungsverordnung haben muss.

14.03.2025
Leichter Preisrückgang bei deutschem Brotgetreide
Pflanzen

Die Unsicherheit der Terminmärkte wird mit einigem Abstand betrachtet, Käufer halten sich zurück, Erzeuger haben die Vermarktung in den Hintergrund gerückt und kümmern sich um ihre Kulturen.

(AMI) Selbst der aktuelle Monatsreport des US-Landwirtschaftsministerium reagierte auf das derzeit herrschende Sperrfeuer von Strafzöllen mit Achselzucken und wies gesondert darauf hin, nur diejenigen Berücksichtigt zu haben, die bei Redaktionsschluss auch Gültigkeit hatten. Das ist wohl auch das Einzige, was Analysten und auch Marktteilnehmer derzeit machen können – abwarten. Denn so langsam kann man den Überblick über Aktionen und Reaktionen verlieren. Jüngst erklärte die EU Gegenzölle auf Güter aus den USA. Die bisherigen Regelungen verlieren ihre Gültigkeit am 31.03.25 und soll der US-Regierung Zeit zum Einlenken geben. Spätestens ab 13.04.25 treten dann die neuen Zölle in Kraft. Über das Produktpaket wird noch diskutiert und enthält momentan u.a. Hartweizen und -mehl, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Weichweizenmehl, Sojabohnen, Raps und Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maiskleberfutter und noch vieles andere – allerdings keinen Mais und keinen Weichweizen.

Die Verunsicherung, die Ende der Vorwoche etwas nachließ, entflammte mit der Ankündigung aus Brüssel erneut. Zuvor hatte allerdings die Ausschreibung Algeriens über schätzungsweise 450.000 t Mahlweizen den Weizenkursen in Paris etwas Auftrieb verliehen, auch wenn französische Herkünfte „verbannt“ sind, werden wohl rumänische und bulgarische Partien geliefert werden, dazu wohl auch ukrainische. Außerdem stützt der jetzt gültige Fronttermin Mai 25, der in den zurückliegenden Wochen „nur“ 20 EUR/t verloren hat und nicht 30 EUR/t wie der ausgelaufenen März 25. So schloss Paris am 13.03.25 mit 226 EUR/t – im Vergleich zur Vorwoche immerhin ein Plus von 3,25 EUR/t.

Die Großhandelspreise haben sich in den zurückliegenden 5 Handelstagen wenig bewegt und spiegeln damit die abwartende Haltung deutlich wider. Auf der einen Seite mangelt es an Verkäufen aus der Landwirtschaft, sodass sich Handelsunternehmen bereits beklagen, dass Vorräte in den Exporthäfen zurück an die Verarbeitungsstandorte im Inland transferiert werden müssen. Lagerware hat in den vergangenen Wochen an Wert verloren. Brotweizen franko Niederrhein wurde Mitte Februar noch mit 247 EUR/t bewertet, aktuell wird 232 EUR/t gesprochen. Auch an anderen Standorten wurden 15 EUR/t eingebüßt. Allerdings ist die Korrektur zur Vorwoche mit -1 bis 0 EUR/t nur noch sehr gering. Qualitätsweizen kann sich zu Mitte Februar besser behaupten und gab um 11 auf 250 EUR/t nach, was unverändert zur Vorwoche ist. Brotroggen hat 10 auf 210 EUR/t eingebüßt und liegt 2 EUR/t unter Vorwochenlinie. Braugerste wird am 12.03.25 mit 256 (Vormonat: 258) EUR/t für prompte Ware und 250-257 (260) EUR/t für Liefertermine bis Juni 25 bewertet. Partien ab Oktober liegen bei 275-278 (279-284) EUR/t. Damit hat sich alterntig gegenüber Vorwoche nichts getan, neuerntig wurden die Verkaufsideen um 5 EUR/t reduziert.

Auf der anderen Seite sind die Käufer nicht gewillt Aufgelder zu bewilligen und spekulieren ihrerseits auf anhaltend fallende Kurse. Größere Mengen werden ohnehin erst für die kommende Saison gesucht. Und dafür sind die Aussichten etwas getrübt. Zwar schätzt der Branchenverband Coceral die EU-Weichweizenernte mit 124 Mio. t rund 10 Mio. t über Vorjahr, hat aber gegenüber der vorangegangenen Schätzung den Wert um 2,5 Mio. t reduziert. Für Hartweizen wurde die EU-Schätzung erhöht, ebenso für Roggen. Die EU-Sommergerstenernte wird aktuell auf 22,3 Mio. t taxiert und damit nicht mehr über Vorjahresvolumen, wie noch im Dezember 24, sondern 2,5 % darunter.

Erzeuger erhielten in der 11. KW für promptes Qualitätsgetreide 1,50 EUR/t (Brotroggen) bis knapp 4 EUR/t (Braugerste) weniger als in der Vorwoche. Demgegenüber haben die Vorkontraktpreise weniger nachgegeben oder sogar noch einmal zugelegt. So werden für Qualitätsweizen ex Ernte im Bundesdurchschnitt aktuell 3 EUR/t mehr geboten als für prompte Partien, für Brotweizen liegt das Aufgeld bei 1,40 EUR/t, Brotroggen ist preisidentisch.

14.03.2025
Pariser Maiskurse 33 EUR/t über Vorjahr
Pflanzen

(DBV/AMI) An der Pariser Börse schloss der Fronttermin Juni 25 für Mais am 12.03.2025 bei 212 EUR/t und damit lediglich 0,25 EUR/t über Vorwochenniveau. Hierbei blieben größere Tagesschwankungen in den vorigen Handelstagen aus. Zum Vorjahreszeitpunkt lag der Fronttermin noch bei 178,50 EUR/t. Folgetermine konnten jüngst hingegen auf Wochensicht um bis zu 2 EUR/t zulegen. Die US-Zollpolitik hat die Kurse fest im Griff, hinzukommt, dass die üppigen südamerikanischen Ernten allmählich auf den Weltmarkt eintreffen und den Kursspielraum nach oben begrenzen.

14.03.2025
Rapspreise zerfallen
Pflanzen

 Sowohl die Notierungen als auch die Preise am Kassamarkt bewegen sich kräftig abwärts. Damit verstummt auch die Abgabebereitschaft der Erzeuger.

(AMI) Die Pariser Rapsnotierungen rutschen weiter ab. Allein binnen den zurückliegenden drei Börsentagen verlor der Fronttermin 10,75 EUR/t. So schloss der Fronttermin Mai am 13.03.2025 bei 471 EUR/t und damit nicht nur 32,50 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche, sondern gleichzeitig auch auf dem tiefsten Stand seit Ende September 2024. Partien der Ernte 2025 tendieren ebenfalls schwächer, wenn auch weniger deutlich. So verlor der August-25-Kontrakt auf Wochensicht rund 24 auf 459,25 EUR/t.

Wie bereits in der vergangenen Woche standen die Zollentwicklungen im Fokus. Neben den USA war nun jedoch China bestimmendes Thema. So kündigte das chinesische Handelsministerium an, ab dem 20.03.2025 einen 100-prozentigen Zollsatz auf kanadische Agrarprodukte an und reagiert damit auf die kanadischen Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge, Stahl und Aluminium. Kanada hatte diese im September 2024 verhängt. Das setzte die kanadischen Canola-Notierungen merklich unter Druck und zeigte auch hierzulande Preiswirkung.

Auch auf Großhandelsebene kann das Vorwochenniveau nicht gehalten werden. Dabei bleiben die Prämien unverändert. Franko Hamburg werden zur Lieferung ab April 485 EUR/t in Aussicht gestellt, 31 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Franko Niederrhein sind mit 488 ebenfalls 31 EUR/t weniger möglich. Für Partien der Ernte 2025 sind bis zu 471 EUR/t im Gespräch und damit 19 EUR/t weniger. Mit dem Preiszerfall kommt der Handel nun vollständig zum Erliegen. Sowohl Partien der alten als auch der neuen Ernte werden nicht besprochen. Die Importströme aus Australien laufen zwar stetig, fußen jedoch lediglich auf bereits kontrahierter Ware. Neugeschäft kommt nicht zustande.

Auf Erzeugerstufe wird das Minus in Paris nahezu vollständig nachvollzogen. Im Bundesdurchschnitt sind für Partien der Ernte rund 468,20 EUR/t möglich und damit 27,50 EUR/t weniger als noch in der Vorwoche. Das Vorjahresniveau von 395 EUR/t wird damit dennoch übertroffen. Partien der Ernte 2025 werden im Mittel für 443,20 (419-480) EUR/t und damit 18,30 EUR/t günstiger offeriert. Mit den deutlichen Preisrücknahmen bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger gering. Mit der Vermarktung wird in der Hoffnung auf Preissteigerungen vorerst abgewartet. So bleibt das Handelsvolumen vorerst gering.

Ohnehin bestimmen die laufenden Feldarbeiten aktuell den Alltag der Erzeuger. Auf den Feldern präsentiert sich die Kulturen weiterhin in einem guten bis sehr guten Zustand. Die erste Stickstoffgabe ist nahezu abgeschlossen. In einigen Regionen wurden bereits erste Pflanzenschutzmaßnahmen gegen Rapsschädlinge durchgeführt, um die Kulturen zu schützen.

Sonnenblumenkerne gewinnen – Sojabohnen verlieren

Auch Sojabohnen können das Vorwochenniveau nicht halten. Meldungen sind dabei aus Süddeutschland erhältlich. So sind in Bayern mit 401,20 rund 10,70 EUR/t weniger möglich. In Südbaden werden mit 405 rund 8 EUR/t weniger genannt als noch eine Woche zuvor. Fester tendieren demgegenüber die Erzeugerpreise für Sonnenblumenkerne. Während in der Vorwoche aus Thüringen noch 470 EUR/t gemeldet wurden, sind zuletzt 478,75 EUR/t im Gespräch. Aus Sachsen-Anhalt werden mit 486,80 EUR/t rund 10 EUR/t mehr genannt.