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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
17.10.2025
Deutschland und Europa melden neue HPAI-Ausbrüche – Ausbruch in Niedersachsen Geflügel
Auf Biosicherheitsmaßnahmen achten!
Die Fälle von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI, Subtyp H5N1) mehren sich – auch in Deutschland. Zuletzt betroffen waren Geflügelhaltungen in Niedersachsen, Brandenburg, Bayern und Schleswig-Holstein.
Am 15.10. wurde in Garrel (Niedersachsen) H5N1 in einem Putenbetrieb mit über 20.000 Tieren festgestellt. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium appelliert an die Betriebe, die Biosicherheitsmaßnahmen unbedingt strikt einzuhalten. Tierhalterinnen und Tierhalter, die Auffälligkeiten (zum Beispiel vermehrte Todesfälle oder eine verminderte Futter- und Wasseraufnahme sowie Leistungsabfall) in ihrem Bestand bemerken, sollten sich umgehend beim Veterinäramt melden.
Ebenfalls am 15.10. kam es in Plön (Schleswig-Holstein) zu einem Ausbruch bei einer Legehennenhaltung mit rund 15.000 Tieren. Schon am 8.10. gab es in Plön einen Fall bei einem Betrieb mit 2.500 Legehennen. Am 11.10. wurden Ausbrüche bei rund 3.000 Zuchtenten in Neuhardenberg (Brandenburg) und bei etwa 3.000 Gänsen in Simbach (Bayern) gemeldet. In allen Fällen wurden Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet.
Auch in anderen europäischen Ländern steigt die Zahl der Ausbrüche. In Dänemark wurde am 8. 10. ein massiver Ausbruch in einem Betrieb nahe Fredericia bestätigt. Rund 150.000 Tiere mussten gekeult werden, woraufhin das Land seinen Status als HPAI-frei verlor. In den Niederlanden wurde am 7.10. ein Ausbruch in der Provinz Drenthe gemeldet. Dort wurden 71.000 Tiere getötet, weitere Betriebe werden untersucht. Eine nationale Stallpflicht besteht dort bislang nicht. In Polen wurde bereits der 91. HPAI-Ausbruch des Jahres registriert – zuletzt bei über 52.000 Mastenten in der Woiwodschaft Großpolen.
17.10.2025
Frankreich: HPAI-Impfstrategie zeigt Wirkung Geflügel
Frankreich verzeichnet einen deutlichen Erfolg im Kampf gegen die Vogelgrippe. Seit Einführung einer flächendeckenden Impfkampagne gegen die HPAI im Jahr 2023 sind die Fallzahlen im Geflügelsektor um 96 % zurückgegangen, so das nationale Agrarforschungsinstitut Inrae. In diesem Jahr wurden bisher nur noch elf Ausbrüche in kommerziellen Beständen gemeldet – ein historisches Tief. Die Impfungen konzentrieren sich auf größere Entenhaltungen mit über 250 Tieren. Anfang Oktober startete bereits die dritte Impfphase. Kritik gibt es jedoch an der Finanzierung: Der staatliche Kostenanteil wurde von ursprünglich 85 % auf nur noch 40 % reduziert. Frankreich bleibt bislang das einzige EU-Land mit einer solchen Impfstrategie – unterstützt von der EU-Kommission und der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH).
17.10.2025
Edeka und Stiftung einigen sich auf mehr Tierwohl Geflügel
(AgE) Nach einer längeren öffentlichen Auseinandersetzung haben Edeka und die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt einen gemeinsamen Maßnahmenplan für mehr Tierwohl im Edeka-Sortiment vorgestellt. Der Fünf-Punkte-Plan sieht unter anderem vor, dass Edeka ab Ende 2030 bei seinen Eigenmarken ausschließlich Geflügelfleisch aus den höheren Haltungsformen 3, 4 und 5 anbieten wird. Weitere Schritte umfassen den Einsatz langsamer wachsender Geflügelrassen sowie die Umstellung aller Lieferbetriebe auf CO₂-Betäubung bis Ende 2027. Die Einigung gilt als Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Einzelhändler und der Tierschutzorganisation. Dem Kompromiss ging ein Streit voraus, der im August eskalierte, als Edeka rechtlich gegen Aussagen aus einer Kampagne der Stiftung vorging. Diese hatte die Bedingungen in der Geflügelhaltung innerhalb der Edeka-Lieferkette kritisiert.
17.10.2025
FR: Kosten für Geschlechtsbestimmung neu geregelt Geflügel
(AgE) Die französische Interprofession für Eier hat ein neues Modell angekündigt, das die Kosten für die Geschlechtsbestimmung im Ei künftig anders innerhalb der Wertschöpfungskette verteilen soll. Ab dem 1. Dezember 2025 wird ein Produktionskostenindikator eingeführt, wodurch Brütereien die Zusatzkosten direkt beim Verkauf der Küken einpreisen können. Bisher wurden diese Mehrkosten über eine Abgabe finanziert, die Packstellen beim Verkauf von Schaleneiern an den Einzelhandel erheben. Verarbeitungsbetriebe und andere Vermarktungswege blieben dabei außen vor. Mit dem neuen System sollen alle Absatzkanäle einbezogen werden. Die Interprofession beziffert die jährlichen Zusatzkosten durch die Geschlechtsbestimmung auf rund 40 Mio. Euro. Parallel dazu verfolgt die Branche das Ziel, den Anteil der in Käfigen gehaltenen Legehennen bis 2030 auf 10 % zu senken. Derzeit werden noch etwa 25 % der Legehennen in Frankreich in Käfigen gehalten.
15.10.2025
DBV-Veredlungstag – Jetzt noch schnell anmelden! Schwein
Am kommenden Mittwoch, den 22.10., findet in der Bürgerhalle in Coesfeld der DBV-Veredlungstag statt. Unter dem Motto „Schweinehalter zwischen Anspruch und Realität – Welche Weiterentwicklungen sind notwendig?“ erwarten Sie spannende Vorträge sowie wertvolle Impulse für Ihren Betrieb. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch. Kostenfreie Teilnahme – verlängerte Anmeldefrist für Kurzentschlossene! Weitere Informationen und Anmeldung hier:
https://www.bauernverband.de/kalender-veranstaltungen/termin/dbv-veredlungstag-2025
15.10.2025
Schweinemarkt unter Druck Schwein
In der vergangenen Woche ist der Schweinepreis um 15 ct/kg gefallen und liegt damit deutlich unter den Produktionskosten. Auslöser sind u.a. chinesische Strafzölle, die wichtige Exportmärkte wegbrechen lassen und den europäischen Binnenmarkt zusätzlich belasten. Übermengen aus Spanien und anderen Mitgliedsstaaten verstärken den Preisdruck. Die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe ist nun mehr als angespannt. Insgesamt ordern die Schlachtunternehmen aktuell zwar wieder etwas mehr Tiere, die Möglichkeiten werden aber als begrenzt angesehen. Immerhin scheint sich die Lage zu stabilisieren. Aus Sicht des DBV ist der Preisrutsch der vergangenen Woche ein fatales Signal für die Schweinehalter. Unter den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die für die Zukunft notwendigen Investitionen nicht zu leisten. In der Folge droht nun der Rückgang des Schweinebestandes wieder Fahrt aufzunehmen. Gefragt sind baldmöglichst positive Signale von den Abnehmern, um die heimische Erzeugung sicherzustellen und zu stärken.
15.10.2025
QS-Salmonellenmonitoring: Risiko so gering wie nie Schwein
(QS) Die aktuellen Auswertungen im QS-System zeigen einen historischen Tiefstand beim Salmonellenrisiko. Nur 1,4 % der Schweinemastbetriebe sind derzeit in Kategorie III eingestuft (11.800 Proben) – das niedrigste Niveau seit Beginn des Monitorings 2003. Näheres finden Sie hier: https://q-s.de/pressemeldungen/salmonellenrisiko-in-schweinemast-auf-rekordtief.html

