Der polnische Mastgeflügelsektor plant mit einer deutlichen Steigerung seiner Geflügelfleischexporte, nachdem am 15. September ein neues Handelsabkommen mit China unterzeichnet wurde. Die Volksrepublik hatte 2020 die Einfuhren aus Polen aufgrund der Geflügelgrippe gestoppt. Mit dem neuen Abkommen ist nun der Weg für eine Wiederaufnahme des Handels geebnet. Zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die Einführung von Bedingungen zur Anwendung der Regionalisierung bei HPAI-Ausbrüchen. Dadurch können polnische Betriebe auch bei lokalen Ausbrüchen weiterhin exportieren. Das polnische Landwirtschaftsministerium sieht darin einen wichtigen Fortschritt in der Zusammenarbeit mit China im Agrar- und Ernährungsbereich. Vor dem Exportstopp hatte Polen jährlich bis zu 50.000 Tonnen Geflügelfleisch nach China geliefert. Die Branche rechnet nun mit einer Exportsteigerung von bis zu 9 % und strebt eine höhere Resilienz gegenüber Tierseuchen an. Zusätzlich werden verstärkte Exportaktivitäten in Richtung Philippinen und Südkorea verfolgt, mit dem Ziel, insgesamt bis zu 2 Millionen Tonnen Geflügelfleisch in den asiatischen Raum zu liefern.
Auf dem neusten Stand
Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
23.10.2025
Umfrage zu Erfahrungen mit artenreichem Grünland Milch und Rind
Artenreiches Grünland bietet viele Chancen – doch was braucht es, damit es in der Praxis funktioniert?
Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts DivGrass (Interreg North Sea) werden aktuell Grünlandlandwirtinnen und -landwirte aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zu ihren Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen beim Anbau von artenreichem Grünland befragt.
Die Teilnahme ist anonym, dauert rund 15 Minuten und hilft, die zukünftige Förderung und Nutzung von artenreichem Grünland praxisnäher zu gestalten. Unter allen Teilnehmenden werden fünf Gutscheine im Wert von 150 € verlost.
Link zur Umfrage: https://survey.uu.nl/jfe/form/SV_6QzIYV6UyOdslgy?Q_Language=DE
Weitere Informationen zum Projekt unter: www.interregnorthsea.eu/divgrass
Bei Fragen bitte wenden an: Vera Schockemöhle, Trafo Agrar; vera.schockemoehle@trafo-agrar.de
22.10.2025
ITW öffnet Registrierung für Ferkelaufzüchter Schwein
Die Initiative Tierwohl (ITW) startet am 3. November 2025 eine neue Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter. Bis zum 26. November können sich interessierte Betriebe anmelden – auch Neueinsteiger, die bislang nicht Teil der ITW sind. Die Anmeldung erfolgt über die jeweiligen Bündler. Der Einstieg in die ITW ist flexibel: Die Umsetzung kann ab dem 1. Januar 2026 beginnen und muss spätestens bis zum 30. Juni 2026 erfolgen. Die Teilnahme ist unbegrenzt und verlängert sich mit jedem bestandenen Audit um ein weiteres Jahr. Vor der Zulassung erfolgt eine Budgetprüfung, bei Überzeichnung entscheidet ein Losverfahren. Die Rückmeldung zur Teilnahme wird voraussichtlich Mitte Dezember mitgeteilt. Wichtig: Die Budgetzusage aus dem Ferkelfonds gilt bis Ende 2026. Teilnehmende Betriebe erhalten ein Tierwohlentgelt von 4,50 € je Ferkel, sofern dieses nachweislich an einen ITW-Mäster vermarktet wurde. Eine Andienungspflicht besteht nicht, jedoch muss die Vermarktung an ITW-Mäster im Audit belegt werden. Ab dem 1. Januar 2027 soll die Nämlichkeit ab Geburt sichergestellt und die Finanzierung vollständig über den Markt erfolgen.
22.10.2025
QS-Leitfadenrevision 2026 Geflügel, Milch und Rind, Schwein
QS führt jährlich eine Revision seiner Leitfäden durch, um die Standards im QS-System weiterzuentwickeln. Noch bis zum 29. Oktober 2025 besteht die Möglichkeit, die überarbeiteten Leitfäden für die Bereiche Fleisch, Tier und Futtermittel einzusehen und zu kommentieren. Die finalen Versionen treten am 1. Januar 2026 in Kraft. Schweine- und Rinderhalter sowie Geflügelmäster sind eingeladen, sich aktiv an der Kommentierungsphase zu beteiligen. Hinweise, Verbesserungsvorschläge und Kritik können über ein Onlineformular unter https://q-s.de/revision/revision-qs-fleisch-tiere-futtermittel.html direkt an QS übermittelt werden.
22.10.2025
Die heimische Schweinehaltung stärken! Schwein
Anlässlich des Veredlungstags 2025 des Deutschen Bauernverbandes (DBV) im nordrhein-westfälischen Coesfeld zeigt sich Hubertus Beringmeier, Veredlungspräsident des DBV, verärgert über die Streichung des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung. „Schweinehaltung braucht Zukunft“, konstatiert Beringmeier und fordert eine verlässliche und langfristige Finanzierung zur Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland. „Ein Bundesförderprogramm, deutliche Erleichterungen beim Genehmigungsrecht und ein neu gestaltetes Tierhaltungskennzeichnungsgesetz sind dafür unverzichtbar.“ Das betont der DBV-Veredlungspräsident vor den rund 250 Teilnehmern bei dem bedeutendsten Branchentreffen der Schweinehalterinnen und Schweinehalter in Deutschland. Nationale Sonderwege bei Haltungsanforderungen, von Sauen- und Mastschweinehaltern politisch gewünschte und gesetzlich geforderte Investitionen in höhere Haltungsstufen, bei gleichzeitigen Blockaden des Bau- und Genehmigungsrechts, setzen die deutschen Schweinehalter laut Beringmeier unter massiven Druck. Hinzu kommen ein hoher innereuropäischer Wettbewerbsdruck und die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest. Unter den aktuellen nationalen Rahmenbedingungen können die schweinehaltenden Betriebe in Deutschland im europäischen Wettbewerb laut Beringmeier nicht bestehen. „Die Gefahr eines Strukturbruchs ist hoch“, warnt Beringmeier und „vielen Tierhaltern in Deutschland droht mittelfristig das Aus, wenn es nicht zügig zu Erleichterungen und einer Beschleunigung beim Bau- und Genehmigungsrecht kommt.“ Die heimische Tierhaltung mit ihren hohen Tierschutzstandards, die von der Gesellschaft ausdrücklich gewünscht werden, müsse mit Blick auf die regionale Wertschöpfung und die damit verbundene Ernährungssicherheit gestärkt werden, so der dringende Appell des Veredlungspräsidenten.
17.10.2025
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) Die Milchanlieferung ist in der 40. KW um 1 % im Vgl. zur Vorwoche gestiegen. Sie liegt damit 6,2 % über dem vom Blauzungengeschehen geprägten Vorjahreszeitpunkt. Mit Blick auf den Gesamtzeitraum (1. bis 40. KW) liegt das Milchaufkommen – 0,4 % unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Verbraucherpreissenkungen im LEH haben die Nachfrage nach abgepackter Butter spürbar belebt und sind für die Hersteller nur teilweise zu bedienen. Die Notierungen sind für abgepackte Butter stabil geblieben, für Blockbutter jedoch leicht schwächer. Die unsichere Marktentwicklung sorgt bei Blockbutter für abwartende Handelsaktivitäten und geringere Kaufpreisangebote in den Butterverhandlungen für das anstehende Jahr.

Mit den Preisrückgängen beim Käse haben sich im Kontext zum schwächeren Eurokurs die Exportmöglichkeiten wieder verbessert. Im Inland (LEH, Industrie) ist eine belebte Nachfrage zu beobachten, die unterschiedlich gut bedient werden kann. Der Preisrückgang scheint sich zu verlangsamen. Die Pulvermärkte sind ruhig (VMP) bis belebt (MMP, MP) mit uneinheitlichen Preistendenzen.
17.10.2025
GMO: Trilogverhandlungen gestartet Milch und Rind
(DBV) Am Dienstag dieser Woche sind die Trilogverhandlungen zur Überarbeitung der Gemeinsamen Marktordnung (GMO) mit EU-Kommission, Europaparlament und Rat der EU gestartet. Je nach Verlauf der Verhandlungen wird ein Abschluss bis zum Jahresende angestrebt. Der DBV wird im Verbund mit weiteren Verbänden und seinen Mitgliedern gegenüber der Bundesregierung nochmals aktiv werden.
17.10.2025
Verbände legen Gesamtkonzept zum THKG vor Milch und Rind
(DBV) Beim Treffen mit Bundeslandwirtschaftsminister Rainer Anfang Oktober präsentierte eine Verbändeallianz aus DBV und weiteren führenden Verbänden der Wertschöpfungskette ihr Konzept zur Reform des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. Die Verbände fordern eine praxisnahe, bürokratiearme Umsetzung und lehnen das Gesetz in der bisherigen Form ab. Grundsätzliches Ziel der Verbändeallianz ist ein faires System für die Landwirtschaft, das Tierwohl stärkt und Verbraucher zu einer bewussten Kaufentscheidung verhilft.
17.10.2025
Deutsche Delegation auf dem Weltmilchgipfel Milch und Rind
(DBV) Der Weltmilchgipfel 2025 des Internationalen Milchwirtschaftsverbands (IDF) findet in diesem Jahr vom 20. bis 23. Oktober in Santiago de Chile statt. Unter dem Motto „Ernährung einer nachhaltigen Welt“ werden über 1.000 Fachleute aus der globalen Milchbranche erwartet, um sich über aktuelle Themen und die Weiterentwicklung des Sektors auszutauschen. Unter der Leitung von DBV-Vizepräsident und VDM-Präsident Schmal wird eine Delegation aus Vertretern der deutschen Milchwirtschaft an dem Gipfel und Fachexkursionen teilnehmen. Mehr Details unter www.idfwds2025.com/
