Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

06.04.2022
FINKA Feld-Tag bietet Infos vor Ort

(sie). Gespannt starten wir in dem Projekt „FINKA“ (Förderung von Insekten im Ackerbau) in das zweite Projektjahr. Landwirtinnen, Wissenschaft und Beratung engagieren sich auch im weiteren Projektverlauf, um die Biodivestät auf Ackerflächen zu erhöhen. Hierzu verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirtinnen auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Insektiziden und Herbiziden. Dabei werden sie von ökologisch arbeitenden Kollegen*innen aus ihrer Region beraten.

Mintja und Heinrich Blohme bilden gemeinsam mit Uwe Michaelis eines von drei FINKA-Betriebspaaren im Landkreis Verden. Ihre bisherigen Projekterfahrungen möchte das Verdener Betriebspaar Interessierten gerne am 21.04.2022 im Rahmen eines Feld-Tages von 10 bis 12 Uhr vorstellen. Darüber hinaus erfolgt ein Fachvortrag zum Thema Raps durch den Referenten André Buske (Landberatung Verden e.V.). Vinzenz Spengler (Bioland e.V.) wird das Thema Kulturführung ohne Herbizide aufgreifen und dabei u.a. auf das Striegeln eingehen.

Interessierte sind herzlich eingeladen sich für den Feld-Tag anzumelden. Hier geht es direkt zur Anmeldung.

Da es eine Teilnehmerbegrenzung gibt, bitten wir um frühzeitige Anmeldung. Den genauen Standort erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung von uns per Mail.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

06.04.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Allgemeinverfügung vom 16.11.2021 über die Anordnung zur Aufstallung von Geflügel und Untersagung von Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art zum Schutz gegen die Aviäre Influenza wurde am 06.04.2022 für das gesamte Kreisgebiet Verden aufgehoben.

Das bedeutet, dass jegliches Geflügel wieder im Freien gehalten werden darf und Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art stattfinden dürfen.

Hier gelangen Sie zur entsprechenden Allgemeinverfügung

Bei Fragen steht Ihnen der Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz unter veterinaerdienst@landkreis-verden.de oder 04231 15 770 zur Verfügung.

30.03.2022
Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden

(sie). Noch bis zum 10. April 2022 findet im Rahmen des FINKA-Projektes eine Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden statt, die Teilnahme dauert ca. 5-10 Minuten. Die gemeinwohlbilanzierte e-fect eG führt diese im Auftrag des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) durch. Die Befragungsergebnisse werden zur Evaluation und Verbesserung von Projekten zur Erprobung alternativer Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft und für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Ihre Antworten werden so gespeichert, dass keine Rückschlüsse auf Ihre Person gezogen werden können.

Hier geht es direkt zur Umfrage.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne unter folgender Mailadresse melden: survey-team@e-fect.de

21.03.2022
Teilaufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Veterinärbehörde des Landkreises Verden hebt die seit Mitte November für den Landkreis geltende Aufstallungspflicht für Geflügel für weite Teile des Kreisgebietes auf. Mit Ausnahme der Ortschaften Hülsen und Westen in der Gemeinde Dörverden dürfen Geflügelhalter seit Samstag, 19. März ihren Tieren wieder Freilauf gewähren. In den Ortschaften Hülsen und Dörverden besteht weiterhin Stallpflicht.

Die Aufstallungspflicht war zum Schutz der heimischen Geflügelhaltung vor einer Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest angeordnet worden. Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Niedersachsen sowie im Landkreis Verden und in den Nachbarlandkreisen ist in den letzten Wochen rückläufig. Ab sofort gilt nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht für Geflügelhaltungen in den Ortschaften Hülsen und Westen, da sich diese in der Nähe von avifaunistisch wertvollen Gebieten in der Allerniederung befinden. Die Veterinärbehörde weist darauf hin, dass weiterhin jeder Verdacht der Erkrankung auf Geflügelpest dem Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landkreises Verden unter der Telefonnummer (04231) 15-770 oder per E-Mail an veterinaerdienst@landkreis-verden.de zu melden ist.

20.03.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Rotenburg

(sie). Am 16.03.2022 endete die Stallpflicht für die heimischen Geflügelhaltungen im Landkreis Rotenburg. Die Verwaltung hob die allgemeine Verfügung auf, die seit dem 1. Februar kreisweit gegolten hatte. Die Aufstallungspflicht war angeordnet worden, um die heimische Geflügelhaltung vor einer Infektion mit dem Geflügelpest-Virus zu schützen. „Eine aktuelle Betrachtung der Seuchenlage in Niedersachsen, der Wildvogelfunde im Landkreis sowie der umgebenden Gebiete macht es nach derzeitigem Stand möglich, die Pflicht aufzuheben“, hieß es aus dem Kreishaus. Bei einer Verschärfung der Tierseuchenlage könne sie jedoch jederzeit erneut angeordnet werden. Auffällige Tierverluste seien dem Veterinäramt unter der Telefonnummer 04261/983-2366 beziehungsweise 2358 oder per E-Mail an veterinaeramt.row@lk-row.de zu melden.

17.03.2022
24.03.2022 Online-Veranstaltung zur aktuellen Tierseuchensituation

(sie). Am Donnerstag, den 24.03.2022 um 19:30 Uhr veranstalten wir für unsere Mitglieder eine digitale Veranstaltung zur aktuellen Tierseuchensituation. Inhalt der informationsreichen Veranstaltung werden die aktuelle Situation der ASP, Vorsorgemaßnahmen und Konsequenzen bei einem Seuchenbefall für unsere Betriebe, die Geflügelpest und ihre Folgen sowie das Equine Herpesvirus sein.

Interessierte Mitglieder bitten wir um Anmeldung bis zum 23.03.2022 um 12 Uhr per E-Mail unter homann@landvolk-row-ver.de. Aus organisatorischen Gründen können Anmeldungen danach nicht mehr angenommen werden. Die Veranstaltung wird über Zoom durchgeführt. Der digitale Tagungsraum ist ab 19:00 Uhr geöffnet. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

15.03.2022
Welche Folgen hat die Düngekrise für Landwirt*innen und Verbraucher*innen?

Unser Vorsitzender Jörn Ehlers im Interview mit "buten un binnen"

(sas). Lieferungen aus Russland und der Ukraine fehlen, weshalb die Mineraldünger-Preise um das Dreifache gestiegen sind. Dies hat auch Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise. Unser Vorsitzender Jörn Ehlers führte dazu ein Interview mit “buten un binnen”. Das gesamte Interview gibt es noch bis zum 14. März 2023 online unter: https://www.butenunbinnen.de/videos/duengerkrise-landwirtschaft-natur-umwelt-duenger-wirtschaft-100.html

07.03.2022
Wir gehen den Niedersächsischen Weg

(sie). Mit dem Niedersächsischen Weg haben Landwirtschaft, Naturschutz und Politik bereits im Mai des vergangenen Jahres einen bislang einmaligen Vertrag für den Natur-, Arten- und Gewässerschutz abgeschlossen. Mit der Initiative „Wir gehen den Niedersächsischen Weg“ tritt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nun an Akteure aus den Bereichen Landwirtschaft, Kommunen, Vereine, Verbände, Institutionen oder Firmen heran, die sich auf vielfältige Weise für den „Niedersächsischen Weg” engagieren. Engagierten in Sachen Biodiversität stellt das Landwirtschaftsministerium jetzt im Rahmen der Initiative eine kostenfreie Auszeichnung in Form eines Schildes mit dem Slogan „Wir gehen den Niedersächsischen Weg” zur Verfügung. Hierfür sollen die „Wegbereiter” ihr Engagement für den Niedersächsischen Weg deutlich machen - etwa durch Blühstreifen, Bauminseln, verringerten Pflanzenschutzmitteleinsatz oder Maßnahmen des Wildtierschutzes.

Auf der Homepage des Ministeriums können sich Interessenten unter dem folgendem Link online bewerben: https://www.ml.niedersachsen.de/wegbereiter

Die Teilnehmenden müssen fünf von 18 Maßnahmen erfüllen, um an der Initiative teilzunehmen. Nach der Eingabe der Bewerbungsdaten erfolgt im Landwirtschaftsministerium die Prüfung, dann erhält der Bewerber seine kostenlose Auszeichnung.

03.03.2022
21.03.2022 Online-Veranstaltung zum Thema DBV

(sie). Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewegt sich als Interessenvertretung im Spannungsfeld zwischen den vorhandenen unterschiedlichsten Bewirtschaftungsstrukturen in der Landwirtschaft und den gleichzeitig steigenden gesellschaftlichen und politischen Anforderungen bei einem abnehmenden Bezug vieler Verbraucher*innen zur Landwirtschaft.

Wir möchten unsere Mitglieder gemeinsam mit dem Landvolk Bezirksverband Stade über die aktuellen Aktivitäten und den Stand der Gespräche informieren. Im Rahmen der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, dem Vortragenden Fragen zu stellen und mit ihm zu diskutieren.

Wir laden unsere Mitglieder herzlich ein zum digitalen Vortrag „Interessenvertretung in Berlin und Brüssel – Was macht unser DBV?“ von Herrn Gerald Dohme, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes. Stattfinden wird dieser am Montag, den 21.03.2022 um 19:00 Uhr.

Um den Link mit Einwahldaten zu erhalten erfolgt die Anmeldung bitte bis zum 18.03.2022 um 12 Uhr per E-Mail unter homann@landvolk-row-ver.de.

Aus organisatorischen Gründen können Anmeldungen danach nicht mehr angenommen werden. Die Veranstaltung wird über Zoom durchgeführt. Der digitale Tagungsraum ist ab 18:30 Uhr geöffnet. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

03.03.2022
Digitale Mitgliederversammlung 2022

(sie). Am Donnerstag, den 10. März 2022, um 19.30 Uhr findet unsere digitale Mitgliederversammlung statt.

Folgende Tagesordnung ist angedacht:
1) Eröffnung und Begrüßung
2) Grußwort
3) Gastreferat von Herrn Dirk Nienhaus, Betreiber der Facebook-Seite „Bocholter Landschwein“ zum Thema „Social Media, ein Weg zum Kunden?“
4) Geschäftsberichte
5) Verschiedenes

Den Zugangslink haben wir unseren Mitgliedern per E-Mail zukommen lassen.

Wir freuen uns sehr über eine rege Teilnahme!

Aktuelles aus dem Landesverband

14.11.2025
Dialog Milch: nächster Milkfluencer-Workshop am 21. November
Milch und Rind

Der nächste Milkfluencer-Treff von DIALOG MILCH findet am 21. November 2025 auf dem Hof Westrup & Koch Milch GbR in Bissendorf statt und richtet sich an junge Milchkuhhalterinnen und -halter, die ihre Öffentlichkeitsarbeit über Social Media starten oder verbessern möchten. Im Fokus stehen praxisnahe Stationen zu aktuellen Kommunikationsformaten, KI-Tools und Videoproduktion, ergänzt durch eine Betriebsführung und eine Video-Challenge. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Vorkenntnisse im Bereich Social Media sind nicht notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.milk-fluencer-treff.de/.

14.11.2025
Wie werden Legehennen in Deutschland gehalten?
Geflügel

(BZL) In Deutschland werden inzwischen 23,6 % der Legehennen in Freilandhaltung gehalten, ein Höchstwert ebenso wie die 14,3 % in Biohaltung im Jahr 2024. Die Bodenhaltung bleibt mit über der Hälfte der Tiere die dominierende Form, auch wenn ihr Anteil in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist.

14.11.2025
Masthuhn-Report 2025: Fortschritte beim Tierwohl
Geflügel

Die Albert Schweitzer Stiftung hat ihren Masthuhn-Report 2025 veröffentlicht. Er zeigt: Die Lebensmittelbranche bewegt sich in Richtung besserer Haltungsbedingungen für Masthühner. Inzwischen beteiligen sich über 110 Unternehmen. 2024 wurden rund 627 Millionen Masthühner geschlachtet – fast 85 % aller Tiere in Deutschland. Im Einzelhandel führt Globus (77 %), bei Discountern Aldi Süd (70 %). Lidl (40 %) hat jüngst eine Roadmap angekündigt. McDonald’s und Burger King liegen bei 0 %. Unter Produzenten schneiden Plukon (87 %) und PHW (77 %) gut ab.

14.11.2025
Geflügelgrippe: Rentenbank unterstützt Betriebe
Geflügel

(AgE) Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat ihr Liquiditätssicherungsprogramm für Geflügelhalter geöffnet, die durch die Vogelgrippe erhebliche Einbußen erleiden. Betroffene Betriebe können Darlehen zu „LR-TOP“-Konditionen mit Laufzeiten von vier, sechs oder zehn Jahren beantragen, sofern sie einen Umsatz- oder Ergebnisrückgang von mindestens 30 % nachweisen.

14.11.2025
Aktualisierte HPAI-Risikoeinschätzung des FLI
Geflügel

Das FLI hat eine aktualisierte Risikoeinschätzung zur hochpathogenen Aviären Influenza H5 (HPAI H5) veröffentlicht. Zwischen dem 1. Oktober und 5. November 2025 wurden in Deutschland 66 Ausbrüche von HPAIV H5N1 bei Geflügel und gehaltenen Vögeln in neun Bundesländern gemeldet, vor allem bei Hühnern, Gänsen, Enten und Puten in Mast-, Zucht- und Legehennenbetrieben. Zusätzlich wurden 406 infizierte Wildvögel nachgewiesen, überwiegend Kraniche und Wildgänse. Europaweit wurden im gleichen Zeitraum 157 Ausbrüche bei Geflügel und 732 Fälle bei Wildvögeln registriert, davon die meisten in Deutschland. Auffällig ist die starke Zunahme der Fälle, insbesondere bei Kranichen, deren Herbstzug die Verbreitung des Virus begünstigt. Das Risiko für Eintrag und Ausbreitung des Virus in Wildvogelpopulationen sowie in Geflügelhaltungen wird als hoch eingeschätzt, ebenso die Gefahr der Verschleppung zwischen Betrieben und über Geflügelausstellungen. Oberste Priorität hat der Schutz des Geflügels durch konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und gesetzlicher Vorgaben. In betroffenen Regionen wird eine risikobasierte Aufstallung empfohlen. Kontakte mit toten oder kranken Wildvögeln erfordern strikte Schutzmaßnahmen und eine anschließende Quarantänezeit. Fütterungen zur Anlockung von Wildvögeln sollten unterbleiben, um eine Verdichtung der Populationen zu vermeiden. Regionale Maßnahmen müssen abhängig von der lokalen Risikosituation angepasst werden. Oberste Priorität hat weiterhin der Schutz des Geflügels vor einem Eintrag und der möglichen weiteren Verbreitung von HPAIV-Infektionen. Hierzu müssen die einschlägig empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen und Überwachungs- bzw. Abklärungsuntersuchungen überprüft und unbedingt konsequent eingehalten werden. Den vollständigen Bericht finden Sie unter: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00068835/FLI-Risikoeinschaetzung_HPAI_H5_2025-11-06.pdf.

14.11.2025
Weizenkurse im Minus
Pflanzen

(AMI) Der Wettbewerbsdruck am Exportmarkt drückt die Weizennotierungen nach unten. Indes warten Marktteilnehmer auf den bald wieder erscheinenden USDA-Bericht.

In Paris können die Weizennotierungen das Vorwochenniveau nicht halten und tendieren nach zwei Wochenaufwärtsbewegung schwächer. Der Fronttermin Dezember 25 schloss am 12.11.25 auf 190,25 EUR/t und gab binnen einer Woche um 4 EUR/t nach. Folgetermine verzeichnen Wochenverluste in Höhe von bis zu 6,50 EUR/t.

Weiterhin lastet der große Konkurrenzdruck am Exportmarkt auf den Pariser Notierungen. Die Importnachfrage keimte in den vorigen Handelstagen immerhin etwas auf, EU-Weizen zog bei den Ausschreibungen aber durchweg den Kürzeren. So wird nach Angaben von Marktteilnehmer der jüngste Kauf Jordaniens von 60.000 t Weizen mit Weizen aus der Schwarzmeerregion gedeckt, ebenso wie der große Kauf Ägyptens von 500.000 t, die im Dezember und Januar 2025/26 geliefert werden sollen. Hierbei soll der Großteil mit russischem Weizen gedeckt werden, aber auch aus der Ukraine, Bulgarien und Rumänien. Algerien kaufte ukrainischen Weizen.

Russland hält sein Exporttempo weiterhin aufrecht, auch für die kommenden Wochen dürfte sich daran nichts ändern, nachdem die Weizenexporte Russlands zum Saisonstart ungewöhnlich schleppend waren. Marktteilnehmer schätzen, dass Russland im November bislang rund 800.000 t Weizen exportierte, nachdem im gesamten Vormonat bereits rund 5,4 Mio. t Weizen ausgeführt wurden. Neben dem günstigen Weizen aus der Schwarzmeerregion rückt auch der derzeit weltweit günstigste Weizen aus Argentinien in den Vordergrund großer Importeure und stellt damit eine starke Konkurrenz für EU-Weizen in wichtigen Absatzmärkten wie Marokko dar.

14.11.2025
Kaum noch Abgabebereitschaft am Brotgetreidemarkt
Pflanzen

(AMI) Mit dem Rückgang der Börsenkurse für Weizen geben auch die Großhandelspreise bei wenig Geschäft deutlich nach. Die Erzeugerpreise können sich knapp behaupten, begraben aber die Hoffnung auf nennenswerte Preissteigerungen noch in diesem Jahr.

Das Dreiwochentief an der Terminbörse in Paris für Weizen lässt dem Kassamarkt in Deutschland wenig Spielraum. Am 11.11.25 notierte der Fronttermine Dezember mit einem Minus von 5,50 EUR/t zur Vorwoche unter der Linie von 190 EUR/t. Das löst am umsatzschwachen Kassamarkt einen Preisverfall aus. Und wie bereits in den Wochen zuvor reagieren die Großhandelspreise deutlicher, teils überdeutlicher, während die Erzeugerpreise stagnieren oder nur verhalten nachgeben. Aufgrund des geringen Kaufinteresses der Verarbeitungsbetriebe und Exporteure an Brot- und Qualitätsweizen können sich die Aufgelder gegenüber den Terminnotierungen kaum nach oben entwickeln. Und während franko Hamburg immerhin die Marke von 6 EUR/t auf Matif gut behauptet werden kann, schrumpft franko Niederrhein die Prämie um fast 2 auf 5,75 EUR/t. Damit werden am 12.11.25 für prompten Brotweizen dort nur noch 195 EUR/t aufgerufen, 6 EUR/t weniger als vor einer Woche. Franko Hamburg werden 196 EUR/t notiert, 4 EUR/t weniger. Besprochen wird wenig. Das Interesse der Käufer ist schon seit längerem auf Liefertermine im nächsten Jahr fokussiert. Wenn, dann werden sporadisch Bedarfsspitzen gedeckt.

Gleichzeitig verkauften Erzeuger ebenfalls nur sporadisch kleine Teilmengen, falls sich die Gebote in der Vorwoche noch befestigten. Jetzt ist das Verkaufsinteresse erloschen, genauso wie die Hoffnung auf nennenswert steigende Preise in absehbarer Zeit. Es mehrt sich die Annahme, dass sich bis zum Jahresanfang am deutschen Brotgetreidemarkt nicht mehr viel bewegen wird – weder Mengen noch Preise. Und daher ziehen sich Erzeuger vom Markt zurück, konzentrieren sich auf die letzten, für dieses Jahr noch verbliebenen Feldarbeiten.

14.11.2025
Gerangel um kleineres Maisangebot
Pflanzen

(AMI) Die geringe Abgabebereitschaft stützt die Erzeugerpreise, auch gegen die Schwächetendenz der Terminkurse. Demgegenüber wird für Weizen und Gerste franko nicht mehr so viel gezahlt wie noch vor ein paar Tagen, aber die Maispreise ziehen kräftig an.

Die Nachfrage nach Mais am Kassamarkt bestimmt derzeit die Preisgestaltung. Mit dem Ende der Körnermaisernte zeichnet sich deutlich, dass in diesem Jahr weniger aus der heimischen Erzeugung zur Verfügung stehen wird. Da nützt es aktuell auch wenig, wenn die Top-Exportländer größere Ernten im Blick haben und der festere Euro Importe vergünstigt. Der Frontterminwechsel in Paris brachte keinen neuen Impuls. Seit Wochen tendierten der November- und der März-Kontrakt nahezu gleichauf. Und so liegt der Schlusskurs am 12.11.25 mit 188,25 EUR/t nur 0,75 EUR/t unter Vorwochenlinie. Aber das zeigt überhaupt keine Wirkung am Kassamarkt.

Das steigende Interesse an Mais bei gleichzeitig überschaubarem Angebot beflügelt die Maispreise, die damit ihren Preisabstand zu Weizen und Gerste weiter ausbauen. Und so erzielen Erzeuger in der 46. KW mit knapp 174 (155-195) EUR/t gut 3 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Auf Großhandelsstufe legen die Maispreise im Wochenverlauf sogar um bis zu 8 EUR/t zu. Franko Südoldenburg wurden am 12.11.25 mit 212 EUR/t gegenüber Vorwoche rund 6 EUR/t mehr genannt. Franko Oberrhein sind mit 197 EUR/t rund 5 EUR/t mehr im Gespräch, franko Niederlande mit 209 EUR/t indes nur 2 EUR/t. Und währende Gerste und Weizen nahezu gleichauf bewertet werden, franko Südoldenburg mit 195 und 193 EUR/t, baut Mais seine Preisabstand auf 17-19 EUR/t aus.

Denn Weizen und Gerste haben preislich gegenüber Vorwoche nicht zugelegt, sondern verloren. Futterweizen liegt aktuell franko Südoldenburg 5 EUR/t unter Vorwochenlinie, Futtergerste 3 EUR/t. Und während die Nachfrage auf Großhandelsstufe durchaus lebhaft ist, kann von Erzeugerstufe nicht viel Neues berichtet werden. Kaufinteresse ist vorhanden, doch Erzeuger geben nur verhalten ab. Mit dem Ende der Maisernte sind die Lagermengen klar, Notverkäufe nicht mehr nötig. Gegen den Druck schwacher Weizenkurse können sich die Futterweizenpreise frei Erfasserlager gut behaupten und liegen stabil bei 164,20 (145-189) EUR/t, wobei die Preisspanne um beidseitig 5 EUR/t angehoben wurde. Futtergerste kann von der Nachfrage für den Export nicht länger profitieren und büßt 1,30 auf 157,25 (135-185) EUR/t ein. Hier senkt sich die Preisspanne um 3 EUR/t. Triticale gibt um knapp einen Euro auf 154 EUR/t nach, Futterhafer um 2,75 auf 146,50 EUR/t. Ackerbohnen verlieren gegenüber Vorwoche knapp 0,70 auf 197,75 EUR/t, während sich Futtererbsen um 2 auf 189,50 EUR/t verteuern. Damit liegen die Erzeugerpreise für Futtererbsen aber immer noch 65 EUR/t unter Vorjahreslinie.