Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

06.04.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Allgemeinverfügung vom 16.11.2021 über die Anordnung zur Aufstallung von Geflügel und Untersagung von Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art zum Schutz gegen die Aviäre Influenza wurde am 06.04.2022 für das gesamte Kreisgebiet Verden aufgehoben.

Das bedeutet, dass jegliches Geflügel wieder im Freien gehalten werden darf und Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art stattfinden dürfen.

Hier gelangen Sie zur entsprechenden Allgemeinverfügung

Bei Fragen steht Ihnen der Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz unter veterinaerdienst@landkreis-verden.de oder 04231 15 770 zur Verfügung.

30.03.2022
Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden

(sie). Noch bis zum 10. April 2022 findet im Rahmen des FINKA-Projektes eine Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden statt, die Teilnahme dauert ca. 5-10 Minuten. Die gemeinwohlbilanzierte e-fect eG führt diese im Auftrag des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) durch. Die Befragungsergebnisse werden zur Evaluation und Verbesserung von Projekten zur Erprobung alternativer Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft und für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Ihre Antworten werden so gespeichert, dass keine Rückschlüsse auf Ihre Person gezogen werden können.

Hier geht es direkt zur Umfrage.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne unter folgender Mailadresse melden: survey-team@e-fect.de

21.03.2022
Teilaufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Veterinärbehörde des Landkreises Verden hebt die seit Mitte November für den Landkreis geltende Aufstallungspflicht für Geflügel für weite Teile des Kreisgebietes auf. Mit Ausnahme der Ortschaften Hülsen und Westen in der Gemeinde Dörverden dürfen Geflügelhalter seit Samstag, 19. März ihren Tieren wieder Freilauf gewähren. In den Ortschaften Hülsen und Dörverden besteht weiterhin Stallpflicht.

Die Aufstallungspflicht war zum Schutz der heimischen Geflügelhaltung vor einer Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest angeordnet worden. Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Niedersachsen sowie im Landkreis Verden und in den Nachbarlandkreisen ist in den letzten Wochen rückläufig. Ab sofort gilt nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht für Geflügelhaltungen in den Ortschaften Hülsen und Westen, da sich diese in der Nähe von avifaunistisch wertvollen Gebieten in der Allerniederung befinden. Die Veterinärbehörde weist darauf hin, dass weiterhin jeder Verdacht der Erkrankung auf Geflügelpest dem Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landkreises Verden unter der Telefonnummer (04231) 15-770 oder per E-Mail an veterinaerdienst@landkreis-verden.de zu melden ist.

20.03.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Rotenburg

(sie). Am 16.03.2022 endete die Stallpflicht für die heimischen Geflügelhaltungen im Landkreis Rotenburg. Die Verwaltung hob die allgemeine Verfügung auf, die seit dem 1. Februar kreisweit gegolten hatte. Die Aufstallungspflicht war angeordnet worden, um die heimische Geflügelhaltung vor einer Infektion mit dem Geflügelpest-Virus zu schützen. „Eine aktuelle Betrachtung der Seuchenlage in Niedersachsen, der Wildvogelfunde im Landkreis sowie der umgebenden Gebiete macht es nach derzeitigem Stand möglich, die Pflicht aufzuheben“, hieß es aus dem Kreishaus. Bei einer Verschärfung der Tierseuchenlage könne sie jedoch jederzeit erneut angeordnet werden. Auffällige Tierverluste seien dem Veterinäramt unter der Telefonnummer 04261/983-2366 beziehungsweise 2358 oder per E-Mail an veterinaeramt.row@lk-row.de zu melden.

17.03.2022
24.03.2022 Online-Veranstaltung zur aktuellen Tierseuchensituation

(sie). Am Donnerstag, den 24.03.2022 um 19:30 Uhr veranstalten wir für unsere Mitglieder eine digitale Veranstaltung zur aktuellen Tierseuchensituation. Inhalt der informationsreichen Veranstaltung werden die aktuelle Situation der ASP, Vorsorgemaßnahmen und Konsequenzen bei einem Seuchenbefall für unsere Betriebe, die Geflügelpest und ihre Folgen sowie das Equine Herpesvirus sein.

Interessierte Mitglieder bitten wir um Anmeldung bis zum 23.03.2022 um 12 Uhr per E-Mail unter homann@landvolk-row-ver.de. Aus organisatorischen Gründen können Anmeldungen danach nicht mehr angenommen werden. Die Veranstaltung wird über Zoom durchgeführt. Der digitale Tagungsraum ist ab 19:00 Uhr geöffnet. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

15.03.2022
Welche Folgen hat die Düngekrise für Landwirt*innen und Verbraucher*innen?

Unser Vorsitzender Jörn Ehlers im Interview mit "buten un binnen"

(sas). Lieferungen aus Russland und der Ukraine fehlen, weshalb die Mineraldünger-Preise um das Dreifache gestiegen sind. Dies hat auch Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise. Unser Vorsitzender Jörn Ehlers führte dazu ein Interview mit “buten un binnen”. Das gesamte Interview gibt es noch bis zum 14. März 2023 online unter: https://www.butenunbinnen.de/videos/duengerkrise-landwirtschaft-natur-umwelt-duenger-wirtschaft-100.html

07.03.2022
Wir gehen den Niedersächsischen Weg

(sie). Mit dem Niedersächsischen Weg haben Landwirtschaft, Naturschutz und Politik bereits im Mai des vergangenen Jahres einen bislang einmaligen Vertrag für den Natur-, Arten- und Gewässerschutz abgeschlossen. Mit der Initiative „Wir gehen den Niedersächsischen Weg“ tritt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nun an Akteure aus den Bereichen Landwirtschaft, Kommunen, Vereine, Verbände, Institutionen oder Firmen heran, die sich auf vielfältige Weise für den „Niedersächsischen Weg” engagieren. Engagierten in Sachen Biodiversität stellt das Landwirtschaftsministerium jetzt im Rahmen der Initiative eine kostenfreie Auszeichnung in Form eines Schildes mit dem Slogan „Wir gehen den Niedersächsischen Weg” zur Verfügung. Hierfür sollen die „Wegbereiter” ihr Engagement für den Niedersächsischen Weg deutlich machen - etwa durch Blühstreifen, Bauminseln, verringerten Pflanzenschutzmitteleinsatz oder Maßnahmen des Wildtierschutzes.

Auf der Homepage des Ministeriums können sich Interessenten unter dem folgendem Link online bewerben: https://www.ml.niedersachsen.de/wegbereiter

Die Teilnehmenden müssen fünf von 18 Maßnahmen erfüllen, um an der Initiative teilzunehmen. Nach der Eingabe der Bewerbungsdaten erfolgt im Landwirtschaftsministerium die Prüfung, dann erhält der Bewerber seine kostenlose Auszeichnung.

03.03.2022
21.03.2022 Online-Veranstaltung zum Thema DBV

(sie). Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewegt sich als Interessenvertretung im Spannungsfeld zwischen den vorhandenen unterschiedlichsten Bewirtschaftungsstrukturen in der Landwirtschaft und den gleichzeitig steigenden gesellschaftlichen und politischen Anforderungen bei einem abnehmenden Bezug vieler Verbraucher*innen zur Landwirtschaft.

Wir möchten unsere Mitglieder gemeinsam mit dem Landvolk Bezirksverband Stade über die aktuellen Aktivitäten und den Stand der Gespräche informieren. Im Rahmen der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, dem Vortragenden Fragen zu stellen und mit ihm zu diskutieren.

Wir laden unsere Mitglieder herzlich ein zum digitalen Vortrag „Interessenvertretung in Berlin und Brüssel – Was macht unser DBV?“ von Herrn Gerald Dohme, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes. Stattfinden wird dieser am Montag, den 21.03.2022 um 19:00 Uhr.

Um den Link mit Einwahldaten zu erhalten erfolgt die Anmeldung bitte bis zum 18.03.2022 um 12 Uhr per E-Mail unter homann@landvolk-row-ver.de.

Aus organisatorischen Gründen können Anmeldungen danach nicht mehr angenommen werden. Die Veranstaltung wird über Zoom durchgeführt. Der digitale Tagungsraum ist ab 18:30 Uhr geöffnet. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

03.03.2022
Digitale Mitgliederversammlung 2022

(sie). Am Donnerstag, den 10. März 2022, um 19.30 Uhr findet unsere digitale Mitgliederversammlung statt.

Folgende Tagesordnung ist angedacht:
1) Eröffnung und Begrüßung
2) Grußwort
3) Gastreferat von Herrn Dirk Nienhaus, Betreiber der Facebook-Seite „Bocholter Landschwein“ zum Thema „Social Media, ein Weg zum Kunden?“
4) Geschäftsberichte
5) Verschiedenes

Den Zugangslink haben wir unseren Mitgliedern per E-Mail zukommen lassen.

Wir freuen uns sehr über eine rege Teilnahme!

01.03.2022
Positionen aus der Region: Landwirte sprechen mit Klingbeil

(sie). Vor Kurzem fand ein Gespräch zwischen Landwirten, darunter auch die Vorsitzenden der Landvolk-Kreisverbände Rotenburg-Verden und Lüneburger Heide Jörn Ehlers und Jochen Oestmann, und dem heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil statt. In Walsrode sprach die kleine Runde unter 2G+-Bedingungen unter anderem über die Herausforderungen beim Stallumbau, den Wolf und das Tierschutzlabel.

Bei dem aktuellen Gespräch ging es ihm darum, sich mit den Landwirtinnen und Landwirten auszutauschen, die in den vergangenen Wochen und Monaten auf Klingbeil zugekommen sind, um die Positionen aus der Region in Berlin vertreten zu können.

Corona-Hilfen für Schweinehalter

Ein wichtiges Thema für die Landwirtschaft in der Region ist die aktuell schwierige Lage für Schweine- und Sauenhalter. Neben der allgemeinen Planungsunsicherheit (u.a. Tierwohlvorgaben und Baurecht) habe insbesondere Corona zu massiven Problemen geführt. Die Landwirte kritisierten, dass die existierenden Corona-Hilfen für Schweinehalter zu ungenau und undurchsichtig sind. Klingbeil will nun auf Wirtschaftsminister Robert Habeck zugehen und mit ihm über die Corona-Unterstützung für Schweinehalter sprechen.

Stallumbauen und Tierschutzlabel sind weitere Themen

Auch das Thema Stallumbauten und das damit verbundene Baurecht kam zur Sprache. Die Landwirte wünschen sich hier mehr Planungssicherheit. Darüber hinaus bekräftigten sie gegenüber Klingbeil, dass sie ein verpflichtendes Tierschutzlabel wollen, das für alle verpflichtend gilt –insbesondere auch für ausländische Produkte. Der SPD-Politiker machte deutlich, dass die Einführung einer verbindlichen Tierhaltungskennzeichnung im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP verankert wurde.

Die Runde diskutierte auch über Themen wie den Wolf oder den Ausbau Erneuerbarer Energien. Klingbeil betonte, er sei jederzeit für die Landwirtinnen und Landwirte ansprechbar und sie könnten mit all ihren Fragen und Anliegen auf ihn zukommen.

Aktuelles aus dem Landesverband

21.11.2025
DBV zum Bundeshaushalt 2026
Milch und Rind

(DBV) DBV-Generalsekretärin Sabet sieht anlässlich der gestrigen Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 Licht und Schatten und fordert für 2027 konkrete finanzielle Spielräume für den Anschub landwirtschaftlicher Zukunftsinvestitionen. Positiv ordnet sie die Fortführung des Bundeszuschusses für die LUV auf Vorjahresniveau sowie die Anhebung der Finanzmittel für Ackerbau, ökologischen Landbau und Proteinpflanzenanbau ein. Kritisch bewertet sie sich jedoch die Mittelkürzung zum Stallbau. Mit Blick auf 2027 fordert der DBV für Zukunftsinvestitionen Mittelbereitstellungen, z.B. für eine praxisgerechte bundesweite Stallbauförderung.

21.11.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 45. KW sank die Milchanlieferung gegenüber der Vorwoche leicht um 0,2 %. Der Abstand zum Vorjahr vergrößerte sich deutlich und liegt nun bei 6,9 %. Nachfrage nach abgepackter Butter bleibt hoch, zeigt aber regionale Unterschiede. Die Molkereiabgabepreise sanken am 19.11.2025 in Kempten auf 5,10 bis 5,60 EUR/kg. Blockbuttermarkt zeigt sich schwächer, Industrienachfrage ist ruhig. Das Angebot ist ausreichend, teils ergänzt durch Bestandsware. Für das erste Quartal werden niedrigere Preise erwartet. Die Notierung in Kempten wurde zuletzt auf 5,10 – 5,40 EUR/kg zurückgenommen. Schnittkäsemarkt ist stark gefragt, Lagerbestände sinken, Angebot knapp. Weihnachtsgeschäft sorgt für hohe Aufträge, Spotmarktpreise steigen wieder.  

MMP-Markt ist stabil: Nachfrage gut, EU-Ware international konkurrenzfähig, preise unverändert. VMP-Markt ist ruhig: geringere Nachfrage der Schokoladenindustrie, kaum Exportimpulse, Preise teils schwächer. Markt für MP ist stabil: Lebensmittelqualität gefragt, Importe aktiv, Preise konstant. Futtermittel schwächer, Molkenkonzentrat gesucht.

19.11.2025
Investitionen brauchen finanzielle Mittel
Schwein

Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, bewertet die Ergebnisse der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 als gemischt und spricht sich für zusätzliche finanzielle Spielräume im Bundeshaushalt 2027 aus, um Investitionen in die Landwirtschaft und den ländlichen Raum zu fördern. Positiv bewertete sie die Fortführung des Bundeszuschusses für die Landwirtschaftliche Unfallversicherung auf Vorjahresniveau sowie Erhöhungen der Mittel für beispielsweise Ackerbau und ökologischen Landbau. Kritisch sieht der DBV, dass diese Erhöhungen überwiegend durch Kürzungen beim Stallumbau finanziert wurden. Im Bereich „Heimat“ wurde eine erste Grundausstattung bereitgestellt, die nun durch eine klare Strategie und konkrete Maßnahmen ergänzt werden soll. Trotz bestehender Sparvorgaben fordert der DBV für den Bundeshaushalt 2027 gezielte Mittel zur Förderung landwirtschaftlicher Zukunftsinvestitionen im ländlichen Raum. Besonders wichtig sei eine praxisgerechte, bundesweite Förderung des Stallbaus.

19.11.2025
Aktueller Schweinemarkt in Europa
Schwein

(AMI) In vielen europäischen Ländern wird das Angebot an Schlachtschweinen als groß und teils über der Nachfrage eingeschätzt. Die Impulse durch das Weihnachtsgeschäft sind bisher gering. In Frankreich ist das Angebot hoch, die Preise konnten sich zuletzt knapp behaupten. In Belgien halten sich Angebot und Nachfrage die Waage, die Preise sind seit Ende Oktober stabil. Dänemark meldet zunehmenden Druck im europäischen Handel, bedingt durch chinesische Importzölle und hohe Lagerbestände in Drittländern. In Spanien bleibt das Schlachtaufkommen hoch, die Schlachtgewichte liegen über Vorjahr. In Italien hemmen geringe Inlandsnachfrage und Exporte den Handel, die Preise stehen weiter unter Druck. In Deutschland berichten Schlachtunternehmen von Angebotsdruck und hohen Lagerbeständen.

19.11.2025
Schlachthof Landshut schließt
Schwein

(AgE) Die Vertreterversammlung der Erzeugergemeinschaft Südbayern (EG Südbayern) hat am vergangenen Mittwoch beschlossen, den Schlachthof in Landshut zu schließen. Als Grund wird ein erhebliches finanzielles Defizit des Betriebs genannt. Für das Gelände des Schlachthofs gibt es nach Angaben der Erzeugergemeinschaft mehrere Interessenten. Bis Ende 2024 gehörte der Schlachthof mehrheitlich zur Vion Food Group. Deren Anteile wurden von der EG Südbayern übernommen, die zuvor bereits 49 % der Anteile hielt.

17.11.2025
Bürokratie schützt keine Bäume
Milch und Rind

Anlässlich des Vorschlags der EU-Kommission zur teilweisen Verschiebung und Anpassung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) hat sich das Landvolk Niedersachsen erneut mit seinen Forderungen an die niedersächsischen Europaabgeordneten gewendet. Der Kommissionsvorschlag berücksichtigt die Herausforderungen der EUDR unzulänglich und sieht bspw. nur eine Verschiebung des Anwendungsbeginns für Klein- und Kleinstunternehmen auf den 30.12.2026 vor. Außerdem soll weiterhin keine Null-Risiko-Kategorie eigeführt werden. Das Landvolk Niedersachsen fordert diese vierte Kategorie, um Erzeuger in Ländern ohne Entwaldungsrisiko von unnötiger zusätzlicher Bürokratie zu befreien. Daneben ist eine Verschiebung des Anwendungsbeginns für alle Unternehmen um mindestens ein Jahr dringend erforderlich, da weiterhin Unklarheiten bzgl. der Umsetzung bestehen und die technischen Voraussetzungen von Seiten der EU noch nicht geschaffen wurden. Die Zeit für eine Einigung auf EU-Ebene drängt, denn wenn vor dem 30. Dezember 2025 keine Änderung der Verordnung verabschiedet wurde, tritt die EUDR mit aktuellem Stand in Kraft.

17.11.2025
ITW-Rind: Keine Änderungen vor 2027
Milch und Rind

(QS) Das Rinderprogramm der Initiative Tierwohl (ITW) wird bis zum 31. Dezember 2026 mit den bestehenden Anforderungen fortgeführt. Entgegen früheren Überlegungen erfolgen zum 1. Januar 2026 keine Änderungen an den Kriterien. Darauf haben sich Vertreter aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Handel verständigt.

Auch die Prüfsystematik bleibt 2026 unverändert. Jeder Betrieb wird einmal jährlich auditiert, zusätzlich erfolgt ein Bestandscheck bei einem Drittel der teilnehmenden Betriebe. Ebenso bleiben die Preisaufschläge mit 10,7 Cent/kg SG für Mastrinder und 4 Cent/kg SG für Schlachtkühe stabil.

Änderungen ab 2027:

  • Die relevante Haltungsperiode vor der Schlachtung wird von 6 auf 8 Monate verlängert.
  • Eine Revision der Prüfsystematik sowie der Anforderungen ist für 2027 geplant.

Aktuell nehmen mehr als 1.400 Betriebe aus Rindermast, Kälbermast, Milchvieh- und Mutterkuhhaltung am Programm teil, das eine verbesserte Tierhaltung sicherstellt. Produkte dieser Betriebe können weiterhin mit dem bekannten ITW-Siegel gekennzeichnet werden und entsprechen der Haltungsform 2 (Stall plus Platz) – deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard.

17.11.2025
Rindfleischexporte nach Japan wieder möglich
Milch und Rind

(BMLEH) Deutschland kann wieder frisches Rindfleisch nach Japan exportieren. Das im Januar 2025 aufgrund des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg verhängte Einfuhrverbot wird gemäß Mitteilung des japanischen Landwirtschaftsministeriums aufgehoben. Vor allem aufgrund der Abnahme hochpreisiger Innereien vom Rind ist der japanische Markt für hiesige Exporteure von Relevanz. Auch für die deutsche Molkereiwirtschaft hat die Wiederöffnung des japanischen Marktes positive Effekte, denn der Export nicht wärmebehandelter Milcherzeugnisse wie Rohmilchkäse ist wieder möglich. Die Pressemitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums können Sie unter https://www.bmleh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/110-rindfleischexporte-japan.html nachlesen.

17.11.2025
COPA Working Party Organic Farming diskutiert Änderungen EU Öko-VO intern und mit Kommission – Reform der Öko-Weidehaltung weiterhin strittig
Öko-Landbau

(DBV) Die COPA Working Party Organic Farming disku­tierte bei ihrer regulären Sitzung am 16. Okt  Änderungsbedarf in der EU Öko-VO mit dem neuen Leiter der Unit Organic Farming der Kommission Carazo und seinem ebenfalls neuen Vertreter. Der DBV konnte anhand der Rückgänge der Öko-Milchviehhaltung in großen Mitgliedsstaaten um 10% und mehr (F, At, Dt und Dk) verdeutlichen das der Handlungsfokus bei der Verbesserung und Verschlankung des Öko-Rechts auf der Tierhaltung liegen muss. Die Kommission plant bis Jahresende Verbesse­rungen auch im Ökobasisrecht, der EU VO 2018/848, anzugehen. Dazu fragt sie nach ein­hellig aus allen EU-Staaten unterstützten Vor­schlägen. Einstimmig unterstütze Änderungs­vorschläge hatte die COPA-WP bereits vor 3 Wochen vorgelegt, wovon die Öko-Geflügelhal­tung, sowie der Schweinemast profitieren werden. Bei den aus deutscher Sicht dringlichen Öko-Weidevorgaben konnte erneut keine ein­stimmige Unterstützung erreicht werden. Insbesondere die Ver­treter Frankreichs und Italiens sperren sich gegen die erforder­lichen Veränderungen der Wei­devorgaben. Es wurde allerdings vereinbart, über gewisse Flexibi­lisierungen weiter zu beraten. DBV und der dänische DAFC wol­len hierzu zeitnah einen gs. Vor­schlag vorlegen. Das Problembe­wusstsein über den deutlichen Rückgang der Öko-Milchvieh­haltung ist jetzt aber bei allen Nachbarländern und in der Kommission ver­ankert worden.