Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

10.05.2022
Kundgebung bei der Umweltministerkonferenz

Übergabe eines Forderungspapiers an Olaf Lies geplant

Nach zwei Jahren Pandemie fand nun vom 11. bis 12. Mai 2022 erstmals wieder eine Umweltministerkonferenz in Präsenz statt: In Wilhemshaven übernahm den Vorsitz über die UMK in diesem Jahr Umweltminister Olaf Lies.

Das Aktionsbündnis Aktives Wolfmanagement ist traditionell bei der Umweltministerkonferenz zugegen.

Am 12. Mai veranstaltete das Aktionsbündnis Aktives Wolfmanagement eine Kundgebung vor dem Tagungshotel. Bei dieser überreichte Jörn Ehlers als Vertreter des Aktionsbündnisses ein Forderungspapier an Olaf Lies.

09.05.2022
Neue AusZeit-Angebote auf niedersächsischen Höfen

(sie). Die LandTouristik Niedersachsen e.V. (LTN) hat zusammen mit der Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser e.V. (TWU) und dem Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V. die aktuellen Ergebnisse des Projektes „Auszeithöfe – Landerlebnis für Körper & Geist“ vorgestellt. Bei der Bötjer‘schen Scheune und auf dem Herzfeldhof in Worpswede konnten geladene Gäste und die Öffentlichkeit beispielhaft einige AusZeitHöfe-Angebote erproben und mehr zu den Anbietern sowie dem Projekt erfahren. Auch Barbara Otte-Kinast, Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt an präventiven Gemeinschaftsangeboten der Ferienhöfe und gesundheitlichen Anbieter.

„Unsere landwirtschaftlichen Familienbetriebe sind sehr vielseitig und erfinden sich immer wieder neu“, stellt Ministerin Barbara Otte-Kinast mit Stolz fest. „Sie können nicht nur vielfältige und hochwertige Lebensmittel erzeugen, sondern sind jetzt auch ein Ort, um eine Auszeit für Körper und Geist zu nehmen“, freut sie sich.

Die Idee hinter dem Projekt beschreibt die LTN-Vorsitzende Martina Warnken als kooperativen Ansatz: „Die Höfe und die Regionen liefern die Kulisse und die gesundheitlichen Anbieter liefern die Aktivität und den Achtsamkeitsaspekt. Zusammen sind präventive und naturnahe Gesundheitsangebote für Touristen und Einheimische entstanden – für Gruppen, Paare oder auch Einzelpersonen – einfach für jeden, der Ruhe und innere Balance sucht.“

Einen Auszug aus dem umfassenden Angebotsprogramm konnten die Gäste im Beisein der Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung Lüneburg, Monika Scherf, direkt vor Ort in Worpswede erleben. Eingeläutet wurde die Veranstaltung mit einem gewaltigen Gongschlag von Klangtherapeutin Elisabeth Dierlich. Aufgebaut war der Gong auf einem Torfkahn der Adolphsdorfer Torfschiffer, um eine Gong-Flussfahrt zu simulieren und die Gäste auf eine Klangreise mitzunehmen. Miriam Lütjen von der gleichnamigen Yogaschule gab Einblicke in die Verbindung von Yoga, Wald und Natur – natürlich zum Mitmachen. Im Rahmen einer Radtour ging es abschließend zum nahegelegenen Herzfeldhof Worpswede zum Erleben tiergestützter Therapie mit Alpakas und Pferden.

Für Projektpartner und TWU-Geschäftsführer Thorsten Milenz liegt das Besondere von AusZeitHöfe in dem starken Netzwerk der unterschiedlichen Akteure: „Hier kommen Anbieter aus dem Gesundheitssektor und aus der Landwirtschaft zusammen, die ohne das Projekt womöglich nie zueinandergekommen wären.“ „Die AusZeitHöfe-Angebote sind in der heutigen schnelllebigen und hektischen Zeit und auch gerade mit und nach der Corona-Pandemie hochaktuell. Sie haben ein enormes Entschleunigungs- und Entspannungspotenzial“, freut sich auch Udo Fischer vom Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) über die Projektergebnisse, die sich perfekt entlang der NORDPFADE-Wanderwege integrieren lassen und damit seine Region bereichern.

Gefördert wird das Projekt in den Landkreisen Osterholz und Rotenburg (Wümme) über den Europäischen Sozialfonds im Bereich Daseinsvorsorge im ländlichen Raum und läuft noch bis September 2022. „Anschließend sollen die Erkenntnisse aus dem Modellprojekt auf ganz Niedersachsen übertragen werden“, erläutert Vivien Ortmann als Projektleiterin und LTN-Geschäftsführerin die nächsten Schritte. „Als Landesverband betreuen wir über 200 Höfe in Niedersachsen. Darunter sind bereits jetzt mehrere, die auch bei sich in der Region mit Partnern zusammen präventive, neuartige Angebote auf dem Land schaffen möchten und denen wir bei der Erstellung, Planung und dem Netzwerkaufbau helfen können“.

05.05.2022
Zusammenarbeit bei der Rehkitzrettung

(sie). Im Frühling steht nicht nur die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen an, sondern ebenfalls die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Das hohe Gras scheint für die Jungtiere, wie beispielsweise frischgeborene Rehkitze, eine gute Deckung vor möglichen Angreifern zu bieten, jedoch nicht vor den landwirtschaftlichen Maschinen die für die Frühjahrsmahd eingesetzt werden müssen.

Anstatt zu fliehen drücken sich die Rehkitze in den ersten Lebenswochen bei Gefahr flach auf den Boden, ohne sich weiter zu bewegen. So werden sie bei der Mahd meistens schwer verletzt, nur selten werden sie dabei direkt getötet. Um dieses Leid bestmöglich zu verhindern appelliert das Landvolk an seine Mitglieder den Mähtermin unbedingt mit dem zuständigen Jagdpächter*innen abzusprechen. Diese oder dieser ist gerne bereit die Rehkitzrettung in die Wege leiten bzw. durchzuführen. Auch wenn die Entscheidung zum Start der Mahd meist kurzfristig getroffen werden muss, ist für die zielführende Zusammenarbeit die rechtzeitige Benachrichtigung der Jäger*innen das A und O. Mindestens 24 Stunden vorher sollte diese erfolgen, wenn möglich besser 48 Stunden vorher. Denn eine gewisse Vorlaufzeit benötigen die Jäger*innen um die Rehkitzrettung vorzubereiten. So ist es eine gängige und bewährte Methode, die Wiesen und Felder am Abend vor der Mahd mit einem Jagdhund zu durchwandern und zusätzlich raschelnde Tüten oder Radios aufzustellen. Die fremden Geräusche und der Geruch des Jagdhundes verunsichern die Ricke und diese entfernt ihr Kitz aus dem Schlag. Denn bei den genannten Maßnahmen geht es nicht vorwiegend darum die Kitze aufzuspüren, sondern vielmehr darum genügend Unruhe zu stiften, um die Ricke dazu zu veranlassen ihr Kitz umsiedelt. Das richtige Timing ist hierbei von großer Bedeutung. So muss die Ricke zwar genügend Zeit erhalten um ihr Kitz umzudisponieren, allerdings darf nicht so viel Zeit verstreichen, dass der Geruch des Jagdhundes bereits verflogen ist oder die Ricke sich gar an die ungewohnte Geräuschkulisse gewöhnt hat.

Ein Trend der sich in den letzten Jahren stark entwickelt hat ist die Kitzrettung mit Hilfe von Drohnentechnik. Wo diese Methode vernünftig angewandt wird, ist diese auch die sicherste um Rehkitze aufzuspüren. So wird der jeweilige Schlag mit einer Drohne mit Wärmebildkamera abgesucht. Bei einem Fund steht der Kopter direkt über dem Kitz, sodass die grobe Richtung zum Angehen ersichtlich ist. Mithilfe von Funkgeräten oder Handy werden die Helfer*innen die letzten Meter zum Kitz geleitet, um das Tier außerhalb der Wiese zu sichern, bis diese gemäht wurde. Eine solche Absuche bietet u.a. der Verein Rehkitzrettung Sottrum an (Telefon 0156-78321102). Eine Garantie dafür, dass sich während der Mahd keine Kitze mehr im Gras befinden, kann auch diese Herangehensweise nicht bieten. Zusätzlich können Landwirt*innen dem Wild auch während der Mahd eine Fluchtmöglichkeit bieten, indem die Mahd von innen nach außen vorgenommen wird. Gerade bei höherem Bewuchs sollte diese Mähmethode unbedingt angewandt werden. Idealerweise wird zudem noch ein akustischer Wildretter am Mähgerät eingesetzt.

03.05.2022
Tag des Wolfes

Weidetierhalter bringen ihre Tiere in die Stadt

„Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Wolfs und damit unvermeidlich verbunden im Zeichen der Zukunft der Weidetierhaltung in ganz Deutschland und in Niedersachsen“, sagt Schäfer und Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, Wendelin Schmücker. Einige Aktionen fanden auch in Niedersachsen statt: So waren Schäfer und Weidetierhalter am 29. April mit ihren Tieren nach Hannover und Uelzen in der Stadt, denn auf dem Land sind die Weidetiere vor dem Wolf nicht mehr sicher.

„Weidetierhalter bringen ihre Tiere in die Stadt“ hieß es am Freitag, 29. April, sowohl in Hannover als auch in Uelzen. Von 11 bis 13 Uhr wurden einige Schafe, Ziegen und Pferde vor dem Landtag in Hannover stellvertretend für ihre vielen Artgenossen die Weide mit dem Asphalt tauschen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die Schäfer und Weidetierhalter nutzten den Hannah-Arendt-Platz am Landtag als auch den Herzogenplatz in Uelzen, um mit Politikern sowie mit Bürgerinnen und Bürgern über ihre Situation auf dem Land ins Gespräch zu kommen und über die Wolfsproblematik zu informieren. „Die ungebremste Ausbreitung der Wölfe und die Untätigkeit der Bundespolitik fordert immer mehr Opfer. Viele Weidetierhalter geben auf, weil sämtliche Herdenschutzmaßnahmen nicht nur versagen, sondern die ständig steigenden Anforderungen an die Tierhalter nicht mehr zu stemmen sind“, erklärt Wendelin Schmücker den Grund für diese Aktion. Deutschland weise die weltweit dichteste Wolfspopulation auf. Dies führe nicht nur zur Bedrohung und Tötung der Weidetiere, sondern auch zu einer Gefährdung von Menschen, führt Schmücker aus. „Das beweisen die ständig steigenden Risszahlen und auch die zunehmenden Sichtungen in den Dörfern und Städten: Spaziergänger, Jogger und Erholungsuchende werden von Wölfen verfolgt. Wer dies als Panikmache abtut, handelt verantwortungslos“, richtet der Vorsitzende seine Forderung an die Politik, endlich den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Ohne Weidetiere drohe nicht nur der Verlust von Biodiversität und Artenschutz, sondern auch von Naturraum, in dem nicht nur der Mensch Ruhe und Erholung findet. Am eigentlichen Tag des Wolfes, 30. April, wurde - wie schon im vergangenen Jahr - von Seiten des Deutschen Bauernverbandes ein bundesweiter digitaler Aktionstag in den sozialen Medien initiiert.

02.05.2022
Hofluft schnuppern

Schüler*innen besuchen landwirtschaftliche Betriebe beim Zukunftstag

In diesem Jahr fand der Zukunftstag, an dem Jungen und Mädchen einen Einblick in die Berufswelt erhalten sollen, endlich wieder statt. Auch auf den landwirtschaftlichen Betrieben im Verbandsgebiet des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V. begleiteten viele Schülerinnen und Schüler die Landwirtinnen und Landwirte einen Tag lang bei ihrer Arbeit.

Mark Schunert (rechts) erklärt Jonas Lüdemann, wie der morgendliche Frost sich auf die Pflanze auswirkt.

Vom Schweinestall über Hofladen bis hin zum Hühnermobil lernten die Jungen und Mädchen ein breites Spektrum der täglichen Arbeit auf einem Betrieb kennen. „Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Landwirtinnen und Landwirten, die den Kindern einen ereignisreichen und sicherlich auch lehrreichen Zukunftstag beschert haben“, sagt Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V.

19.04.2022
Viel Neues im Bereich Biogas

Nachhaltigkeitszertifizierung nun auch für Biogasanlagen

(sie). Die Europäische Union möchte in ihrem Energiemix bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 32 % an Erneuerbaren Energien erreichen. Angerechnet werden kann dabei nur Energie aus Bioenergie, welche die geforderten Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Dies gilt mit der neuen Richtlinie RED II nun neben Biokraftstoffen ebenfalls für Strom, Wärme und Kälte. Konkret bedeutet dies, dass zukünftig auch Biogasanlagen unter die Richtlinie fallen. Während sich im Kraftstoffbereich (Raps, Getreide und Rüben für Bioethanol) für die Landwirte also nur wenig ändert, müssen sich Betreiber und Lieferanten von Biogasanlagen auf Veränderungen einstellen.

Umfassende Informationen erhalten Sie hier.

13.04.2022
14.05.2022 Informationstag im Evangelischen Dorfhelferinnenseminar in Loccum

(sie). Wenn Mutter oder Vater ausfallen – durch Krankheit, Unfall, Reha – stehen an mehr als 20 Dorfhelferinnenstationen in ganz Niedersachen die Fachkräfte des Evangelischen Dorfhelferinnenwerks bereit und übernehmen das Familienmanagement auf Zeit. Um diesen Service der professionellen Versorgung und Betreuung von Familien in der häuslichen Umgebung aufrecht erhalten zu können, erweitert das Evangelische Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen ab sofort sein Aus- und Weiterbildungsangebot, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Neben dem bewährten 14-monatigen Weiterbildungskurs zum Dorfhelfer oder zur Dorfhelferin für vorgebildete und erfahrene Kräfte, die sich beruflich weiterentwickeln, umorientieren oder – zum Beispiel nach eigener Familienphase – beruflich neu durchstarten wollen, bietet das Dorfhelferinnenwerk ab sofort auch eine dreijährige Vollzeitausbildung zum/zur „Staatlich anerkannten Haus- und Familienpfleger*in“ an.

Am Samstag, den 14. Mai 2022, findet ab 10.30 Uhr ein Informationstag im Evangelischen Dorfhelferinnenseminar in Loccum statt. Um Anmeldung wird bis zum 1. Mai 2022 per E-Mail an seminar@dorfhelferin-nds.de oder telefonisch über 05766-7274 gebeten. Da die Wege zum Beruf der Familienpflegerin und Dorfhelferin sehr individuell sind, wird ausdrücklich auch schon jetzt eine telefonische Vorab-Beratung im Dorfhelferinnenseminar in Loccum empfohlen.

06.04.2022
FINKA Feld-Tag bietet Infos vor Ort

(sie). Gespannt starten wir in dem Projekt „FINKA“ (Förderung von Insekten im Ackerbau) in das zweite Projektjahr. Landwirtinnen, Wissenschaft und Beratung engagieren sich auch im weiteren Projektverlauf, um die Biodivestät auf Ackerflächen zu erhöhen. Hierzu verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirtinnen auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Insektiziden und Herbiziden. Dabei werden sie von ökologisch arbeitenden Kollegen*innen aus ihrer Region beraten.

Mintja und Heinrich Blohme bilden gemeinsam mit Uwe Michaelis eines von drei FINKA-Betriebspaaren im Landkreis Verden. Ihre bisherigen Projekterfahrungen möchte das Verdener Betriebspaar Interessierten gerne am 21.04.2022 im Rahmen eines Feld-Tages von 10 bis 12 Uhr vorstellen. Darüber hinaus erfolgt ein Fachvortrag zum Thema Raps durch den Referenten André Buske (Landberatung Verden e.V.). Vinzenz Spengler (Bioland e.V.) wird das Thema Kulturführung ohne Herbizide aufgreifen und dabei u.a. auf das Striegeln eingehen.

Interessierte sind herzlich eingeladen sich für den Feld-Tag anzumelden. Hier geht es direkt zur Anmeldung.

Da es eine Teilnehmerbegrenzung gibt, bitten wir um frühzeitige Anmeldung. Den genauen Standort erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung von uns per Mail.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

06.04.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Allgemeinverfügung vom 16.11.2021 über die Anordnung zur Aufstallung von Geflügel und Untersagung von Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art zum Schutz gegen die Aviäre Influenza wurde am 06.04.2022 für das gesamte Kreisgebiet Verden aufgehoben.

Das bedeutet, dass jegliches Geflügel wieder im Freien gehalten werden darf und Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art stattfinden dürfen.

Hier gelangen Sie zur entsprechenden Allgemeinverfügung

Bei Fragen steht Ihnen der Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz unter veterinaerdienst@landkreis-verden.de oder 04231 15 770 zur Verfügung.

30.03.2022
Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden

(sie). Noch bis zum 10. April 2022 findet im Rahmen des FINKA-Projektes eine Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden statt, die Teilnahme dauert ca. 5-10 Minuten. Die gemeinwohlbilanzierte e-fect eG führt diese im Auftrag des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) durch. Die Befragungsergebnisse werden zur Evaluation und Verbesserung von Projekten zur Erprobung alternativer Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft und für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Ihre Antworten werden so gespeichert, dass keine Rückschlüsse auf Ihre Person gezogen werden können.

Hier geht es direkt zur Umfrage.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne unter folgender Mailadresse melden: survey-team@e-fect.de

Aktuelles aus dem Landesverband

21.11.2025
DBV zum Bundeshaushalt 2026
Milch und Rind

(DBV) DBV-Generalsekretärin Sabet sieht anlässlich der gestrigen Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 Licht und Schatten und fordert für 2027 konkrete finanzielle Spielräume für den Anschub landwirtschaftlicher Zukunftsinvestitionen. Positiv ordnet sie die Fortführung des Bundeszuschusses für die LUV auf Vorjahresniveau sowie die Anhebung der Finanzmittel für Ackerbau, ökologischen Landbau und Proteinpflanzenanbau ein. Kritisch bewertet sie sich jedoch die Mittelkürzung zum Stallbau. Mit Blick auf 2027 fordert der DBV für Zukunftsinvestitionen Mittelbereitstellungen, z.B. für eine praxisgerechte bundesweite Stallbauförderung.

21.11.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 45. KW sank die Milchanlieferung gegenüber der Vorwoche leicht um 0,2 %. Der Abstand zum Vorjahr vergrößerte sich deutlich und liegt nun bei 6,9 %. Nachfrage nach abgepackter Butter bleibt hoch, zeigt aber regionale Unterschiede. Die Molkereiabgabepreise sanken am 19.11.2025 in Kempten auf 5,10 bis 5,60 EUR/kg. Blockbuttermarkt zeigt sich schwächer, Industrienachfrage ist ruhig. Das Angebot ist ausreichend, teils ergänzt durch Bestandsware. Für das erste Quartal werden niedrigere Preise erwartet. Die Notierung in Kempten wurde zuletzt auf 5,10 – 5,40 EUR/kg zurückgenommen. Schnittkäsemarkt ist stark gefragt, Lagerbestände sinken, Angebot knapp. Weihnachtsgeschäft sorgt für hohe Aufträge, Spotmarktpreise steigen wieder.  

MMP-Markt ist stabil: Nachfrage gut, EU-Ware international konkurrenzfähig, preise unverändert. VMP-Markt ist ruhig: geringere Nachfrage der Schokoladenindustrie, kaum Exportimpulse, Preise teils schwächer. Markt für MP ist stabil: Lebensmittelqualität gefragt, Importe aktiv, Preise konstant. Futtermittel schwächer, Molkenkonzentrat gesucht.

19.11.2025
Investitionen brauchen finanzielle Mittel
Schwein

Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, bewertet die Ergebnisse der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 als gemischt und spricht sich für zusätzliche finanzielle Spielräume im Bundeshaushalt 2027 aus, um Investitionen in die Landwirtschaft und den ländlichen Raum zu fördern. Positiv bewertete sie die Fortführung des Bundeszuschusses für die Landwirtschaftliche Unfallversicherung auf Vorjahresniveau sowie Erhöhungen der Mittel für beispielsweise Ackerbau und ökologischen Landbau. Kritisch sieht der DBV, dass diese Erhöhungen überwiegend durch Kürzungen beim Stallumbau finanziert wurden. Im Bereich „Heimat“ wurde eine erste Grundausstattung bereitgestellt, die nun durch eine klare Strategie und konkrete Maßnahmen ergänzt werden soll. Trotz bestehender Sparvorgaben fordert der DBV für den Bundeshaushalt 2027 gezielte Mittel zur Förderung landwirtschaftlicher Zukunftsinvestitionen im ländlichen Raum. Besonders wichtig sei eine praxisgerechte, bundesweite Förderung des Stallbaus.

19.11.2025
Aktueller Schweinemarkt in Europa
Schwein

(AMI) In vielen europäischen Ländern wird das Angebot an Schlachtschweinen als groß und teils über der Nachfrage eingeschätzt. Die Impulse durch das Weihnachtsgeschäft sind bisher gering. In Frankreich ist das Angebot hoch, die Preise konnten sich zuletzt knapp behaupten. In Belgien halten sich Angebot und Nachfrage die Waage, die Preise sind seit Ende Oktober stabil. Dänemark meldet zunehmenden Druck im europäischen Handel, bedingt durch chinesische Importzölle und hohe Lagerbestände in Drittländern. In Spanien bleibt das Schlachtaufkommen hoch, die Schlachtgewichte liegen über Vorjahr. In Italien hemmen geringe Inlandsnachfrage und Exporte den Handel, die Preise stehen weiter unter Druck. In Deutschland berichten Schlachtunternehmen von Angebotsdruck und hohen Lagerbeständen.

19.11.2025
Schlachthof Landshut schließt
Schwein

(AgE) Die Vertreterversammlung der Erzeugergemeinschaft Südbayern (EG Südbayern) hat am vergangenen Mittwoch beschlossen, den Schlachthof in Landshut zu schließen. Als Grund wird ein erhebliches finanzielles Defizit des Betriebs genannt. Für das Gelände des Schlachthofs gibt es nach Angaben der Erzeugergemeinschaft mehrere Interessenten. Bis Ende 2024 gehörte der Schlachthof mehrheitlich zur Vion Food Group. Deren Anteile wurden von der EG Südbayern übernommen, die zuvor bereits 49 % der Anteile hielt.

17.11.2025
Bürokratie schützt keine Bäume
Milch und Rind

Anlässlich des Vorschlags der EU-Kommission zur teilweisen Verschiebung und Anpassung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) hat sich das Landvolk Niedersachsen erneut mit seinen Forderungen an die niedersächsischen Europaabgeordneten gewendet. Der Kommissionsvorschlag berücksichtigt die Herausforderungen der EUDR unzulänglich und sieht bspw. nur eine Verschiebung des Anwendungsbeginns für Klein- und Kleinstunternehmen auf den 30.12.2026 vor. Außerdem soll weiterhin keine Null-Risiko-Kategorie eigeführt werden. Das Landvolk Niedersachsen fordert diese vierte Kategorie, um Erzeuger in Ländern ohne Entwaldungsrisiko von unnötiger zusätzlicher Bürokratie zu befreien. Daneben ist eine Verschiebung des Anwendungsbeginns für alle Unternehmen um mindestens ein Jahr dringend erforderlich, da weiterhin Unklarheiten bzgl. der Umsetzung bestehen und die technischen Voraussetzungen von Seiten der EU noch nicht geschaffen wurden. Die Zeit für eine Einigung auf EU-Ebene drängt, denn wenn vor dem 30. Dezember 2025 keine Änderung der Verordnung verabschiedet wurde, tritt die EUDR mit aktuellem Stand in Kraft.

17.11.2025
ITW-Rind: Keine Änderungen vor 2027
Milch und Rind

(QS) Das Rinderprogramm der Initiative Tierwohl (ITW) wird bis zum 31. Dezember 2026 mit den bestehenden Anforderungen fortgeführt. Entgegen früheren Überlegungen erfolgen zum 1. Januar 2026 keine Änderungen an den Kriterien. Darauf haben sich Vertreter aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Handel verständigt.

Auch die Prüfsystematik bleibt 2026 unverändert. Jeder Betrieb wird einmal jährlich auditiert, zusätzlich erfolgt ein Bestandscheck bei einem Drittel der teilnehmenden Betriebe. Ebenso bleiben die Preisaufschläge mit 10,7 Cent/kg SG für Mastrinder und 4 Cent/kg SG für Schlachtkühe stabil.

Änderungen ab 2027:

  • Die relevante Haltungsperiode vor der Schlachtung wird von 6 auf 8 Monate verlängert.
  • Eine Revision der Prüfsystematik sowie der Anforderungen ist für 2027 geplant.

Aktuell nehmen mehr als 1.400 Betriebe aus Rindermast, Kälbermast, Milchvieh- und Mutterkuhhaltung am Programm teil, das eine verbesserte Tierhaltung sicherstellt. Produkte dieser Betriebe können weiterhin mit dem bekannten ITW-Siegel gekennzeichnet werden und entsprechen der Haltungsform 2 (Stall plus Platz) – deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard.

17.11.2025
Rindfleischexporte nach Japan wieder möglich
Milch und Rind

(BMLEH) Deutschland kann wieder frisches Rindfleisch nach Japan exportieren. Das im Januar 2025 aufgrund des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg verhängte Einfuhrverbot wird gemäß Mitteilung des japanischen Landwirtschaftsministeriums aufgehoben. Vor allem aufgrund der Abnahme hochpreisiger Innereien vom Rind ist der japanische Markt für hiesige Exporteure von Relevanz. Auch für die deutsche Molkereiwirtschaft hat die Wiederöffnung des japanischen Marktes positive Effekte, denn der Export nicht wärmebehandelter Milcherzeugnisse wie Rohmilchkäse ist wieder möglich. Die Pressemitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums können Sie unter https://www.bmleh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/110-rindfleischexporte-japan.html nachlesen.

17.11.2025
COPA Working Party Organic Farming diskutiert Änderungen EU Öko-VO intern und mit Kommission – Reform der Öko-Weidehaltung weiterhin strittig
Öko-Landbau

(DBV) Die COPA Working Party Organic Farming disku­tierte bei ihrer regulären Sitzung am 16. Okt  Änderungsbedarf in der EU Öko-VO mit dem neuen Leiter der Unit Organic Farming der Kommission Carazo und seinem ebenfalls neuen Vertreter. Der DBV konnte anhand der Rückgänge der Öko-Milchviehhaltung in großen Mitgliedsstaaten um 10% und mehr (F, At, Dt und Dk) verdeutlichen das der Handlungsfokus bei der Verbesserung und Verschlankung des Öko-Rechts auf der Tierhaltung liegen muss. Die Kommission plant bis Jahresende Verbesse­rungen auch im Ökobasisrecht, der EU VO 2018/848, anzugehen. Dazu fragt sie nach ein­hellig aus allen EU-Staaten unterstützten Vor­schlägen. Einstimmig unterstütze Änderungs­vorschläge hatte die COPA-WP bereits vor 3 Wochen vorgelegt, wovon die Öko-Geflügelhal­tung, sowie der Schweinemast profitieren werden. Bei den aus deutscher Sicht dringlichen Öko-Weidevorgaben konnte erneut keine ein­stimmige Unterstützung erreicht werden. Insbesondere die Ver­treter Frankreichs und Italiens sperren sich gegen die erforder­lichen Veränderungen der Wei­devorgaben. Es wurde allerdings vereinbart, über gewisse Flexibi­lisierungen weiter zu beraten. DBV und der dänische DAFC wol­len hierzu zeitnah einen gs. Vor­schlag vorlegen. Das Problembe­wusstsein über den deutlichen Rückgang der Öko-Milchvieh­haltung ist jetzt aber bei allen Nachbarländern und in der Kommission ver­ankert worden.