Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

02.05.2022
Hofluft schnuppern

Schüler*innen besuchen landwirtschaftliche Betriebe beim Zukunftstag

In diesem Jahr fand der Zukunftstag, an dem Jungen und Mädchen einen Einblick in die Berufswelt erhalten sollen, endlich wieder statt. Auch auf den landwirtschaftlichen Betrieben im Verbandsgebiet des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V. begleiteten viele Schülerinnen und Schüler die Landwirtinnen und Landwirte einen Tag lang bei ihrer Arbeit.

Mark Schunert (rechts) erklärt Jonas Lüdemann, wie der morgendliche Frost sich auf die Pflanze auswirkt.

Vom Schweinestall über Hofladen bis hin zum Hühnermobil lernten die Jungen und Mädchen ein breites Spektrum der täglichen Arbeit auf einem Betrieb kennen. „Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Landwirtinnen und Landwirten, die den Kindern einen ereignisreichen und sicherlich auch lehrreichen Zukunftstag beschert haben“, sagt Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V.

19.04.2022
Viel Neues im Bereich Biogas

Nachhaltigkeitszertifizierung nun auch für Biogasanlagen

(sie). Die Europäische Union möchte in ihrem Energiemix bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 32 % an Erneuerbaren Energien erreichen. Angerechnet werden kann dabei nur Energie aus Bioenergie, welche die geforderten Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Dies gilt mit der neuen Richtlinie RED II nun neben Biokraftstoffen ebenfalls für Strom, Wärme und Kälte. Konkret bedeutet dies, dass zukünftig auch Biogasanlagen unter die Richtlinie fallen. Während sich im Kraftstoffbereich (Raps, Getreide und Rüben für Bioethanol) für die Landwirte also nur wenig ändert, müssen sich Betreiber und Lieferanten von Biogasanlagen auf Veränderungen einstellen.

Umfassende Informationen erhalten Sie hier.

13.04.2022
14.05.2022 Informationstag im Evangelischen Dorfhelferinnenseminar in Loccum

(sie). Wenn Mutter oder Vater ausfallen – durch Krankheit, Unfall, Reha – stehen an mehr als 20 Dorfhelferinnenstationen in ganz Niedersachen die Fachkräfte des Evangelischen Dorfhelferinnenwerks bereit und übernehmen das Familienmanagement auf Zeit. Um diesen Service der professionellen Versorgung und Betreuung von Familien in der häuslichen Umgebung aufrecht erhalten zu können, erweitert das Evangelische Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen ab sofort sein Aus- und Weiterbildungsangebot, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Neben dem bewährten 14-monatigen Weiterbildungskurs zum Dorfhelfer oder zur Dorfhelferin für vorgebildete und erfahrene Kräfte, die sich beruflich weiterentwickeln, umorientieren oder – zum Beispiel nach eigener Familienphase – beruflich neu durchstarten wollen, bietet das Dorfhelferinnenwerk ab sofort auch eine dreijährige Vollzeitausbildung zum/zur „Staatlich anerkannten Haus- und Familienpfleger*in“ an.

Am Samstag, den 14. Mai 2022, findet ab 10.30 Uhr ein Informationstag im Evangelischen Dorfhelferinnenseminar in Loccum statt. Um Anmeldung wird bis zum 1. Mai 2022 per E-Mail an seminar@dorfhelferin-nds.de oder telefonisch über 05766-7274 gebeten. Da die Wege zum Beruf der Familienpflegerin und Dorfhelferin sehr individuell sind, wird ausdrücklich auch schon jetzt eine telefonische Vorab-Beratung im Dorfhelferinnenseminar in Loccum empfohlen.

06.04.2022
FINKA Feld-Tag bietet Infos vor Ort

(sie). Gespannt starten wir in dem Projekt „FINKA“ (Förderung von Insekten im Ackerbau) in das zweite Projektjahr. Landwirtinnen, Wissenschaft und Beratung engagieren sich auch im weiteren Projektverlauf, um die Biodivestät auf Ackerflächen zu erhöhen. Hierzu verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirtinnen auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Insektiziden und Herbiziden. Dabei werden sie von ökologisch arbeitenden Kollegen*innen aus ihrer Region beraten.

Mintja und Heinrich Blohme bilden gemeinsam mit Uwe Michaelis eines von drei FINKA-Betriebspaaren im Landkreis Verden. Ihre bisherigen Projekterfahrungen möchte das Verdener Betriebspaar Interessierten gerne am 21.04.2022 im Rahmen eines Feld-Tages von 10 bis 12 Uhr vorstellen. Darüber hinaus erfolgt ein Fachvortrag zum Thema Raps durch den Referenten André Buske (Landberatung Verden e.V.). Vinzenz Spengler (Bioland e.V.) wird das Thema Kulturführung ohne Herbizide aufgreifen und dabei u.a. auf das Striegeln eingehen.

Interessierte sind herzlich eingeladen sich für den Feld-Tag anzumelden. Hier geht es direkt zur Anmeldung.

Da es eine Teilnehmerbegrenzung gibt, bitten wir um frühzeitige Anmeldung. Den genauen Standort erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung von uns per Mail.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

06.04.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Allgemeinverfügung vom 16.11.2021 über die Anordnung zur Aufstallung von Geflügel und Untersagung von Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art zum Schutz gegen die Aviäre Influenza wurde am 06.04.2022 für das gesamte Kreisgebiet Verden aufgehoben.

Das bedeutet, dass jegliches Geflügel wieder im Freien gehalten werden darf und Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art stattfinden dürfen.

Hier gelangen Sie zur entsprechenden Allgemeinverfügung

Bei Fragen steht Ihnen der Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz unter veterinaerdienst@landkreis-verden.de oder 04231 15 770 zur Verfügung.

30.03.2022
Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden

(sie). Noch bis zum 10. April 2022 findet im Rahmen des FINKA-Projektes eine Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden statt, die Teilnahme dauert ca. 5-10 Minuten. Die gemeinwohlbilanzierte e-fect eG führt diese im Auftrag des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) durch. Die Befragungsergebnisse werden zur Evaluation und Verbesserung von Projekten zur Erprobung alternativer Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft und für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Ihre Antworten werden so gespeichert, dass keine Rückschlüsse auf Ihre Person gezogen werden können.

Hier geht es direkt zur Umfrage.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne unter folgender Mailadresse melden: survey-team@e-fect.de

21.03.2022
Teilaufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Veterinärbehörde des Landkreises Verden hebt die seit Mitte November für den Landkreis geltende Aufstallungspflicht für Geflügel für weite Teile des Kreisgebietes auf. Mit Ausnahme der Ortschaften Hülsen und Westen in der Gemeinde Dörverden dürfen Geflügelhalter seit Samstag, 19. März ihren Tieren wieder Freilauf gewähren. In den Ortschaften Hülsen und Dörverden besteht weiterhin Stallpflicht.

Die Aufstallungspflicht war zum Schutz der heimischen Geflügelhaltung vor einer Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest angeordnet worden. Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Niedersachsen sowie im Landkreis Verden und in den Nachbarlandkreisen ist in den letzten Wochen rückläufig. Ab sofort gilt nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht für Geflügelhaltungen in den Ortschaften Hülsen und Westen, da sich diese in der Nähe von avifaunistisch wertvollen Gebieten in der Allerniederung befinden. Die Veterinärbehörde weist darauf hin, dass weiterhin jeder Verdacht der Erkrankung auf Geflügelpest dem Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landkreises Verden unter der Telefonnummer (04231) 15-770 oder per E-Mail an veterinaerdienst@landkreis-verden.de zu melden ist.

20.03.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Rotenburg

(sie). Am 16.03.2022 endete die Stallpflicht für die heimischen Geflügelhaltungen im Landkreis Rotenburg. Die Verwaltung hob die allgemeine Verfügung auf, die seit dem 1. Februar kreisweit gegolten hatte. Die Aufstallungspflicht war angeordnet worden, um die heimische Geflügelhaltung vor einer Infektion mit dem Geflügelpest-Virus zu schützen. „Eine aktuelle Betrachtung der Seuchenlage in Niedersachsen, der Wildvogelfunde im Landkreis sowie der umgebenden Gebiete macht es nach derzeitigem Stand möglich, die Pflicht aufzuheben“, hieß es aus dem Kreishaus. Bei einer Verschärfung der Tierseuchenlage könne sie jedoch jederzeit erneut angeordnet werden. Auffällige Tierverluste seien dem Veterinäramt unter der Telefonnummer 04261/983-2366 beziehungsweise 2358 oder per E-Mail an veterinaeramt.row@lk-row.de zu melden.

17.03.2022
24.03.2022 Online-Veranstaltung zur aktuellen Tierseuchensituation

(sie). Am Donnerstag, den 24.03.2022 um 19:30 Uhr veranstalten wir für unsere Mitglieder eine digitale Veranstaltung zur aktuellen Tierseuchensituation. Inhalt der informationsreichen Veranstaltung werden die aktuelle Situation der ASP, Vorsorgemaßnahmen und Konsequenzen bei einem Seuchenbefall für unsere Betriebe, die Geflügelpest und ihre Folgen sowie das Equine Herpesvirus sein.

Interessierte Mitglieder bitten wir um Anmeldung bis zum 23.03.2022 um 12 Uhr per E-Mail unter homann@landvolk-row-ver.de. Aus organisatorischen Gründen können Anmeldungen danach nicht mehr angenommen werden. Die Veranstaltung wird über Zoom durchgeführt. Der digitale Tagungsraum ist ab 19:00 Uhr geöffnet. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

15.03.2022
Welche Folgen hat die Düngekrise für Landwirt*innen und Verbraucher*innen?

Unser Vorsitzender Jörn Ehlers im Interview mit "buten un binnen"

(sas). Lieferungen aus Russland und der Ukraine fehlen, weshalb die Mineraldünger-Preise um das Dreifache gestiegen sind. Dies hat auch Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise. Unser Vorsitzender Jörn Ehlers führte dazu ein Interview mit “buten un binnen”. Das gesamte Interview gibt es noch bis zum 14. März 2023 online unter: https://www.butenunbinnen.de/videos/duengerkrise-landwirtschaft-natur-umwelt-duenger-wirtschaft-100.html

Aktuelles aus dem Landesverband

14.11.2025
Wie werden Legehennen in Deutschland gehalten?
Geflügel

(BZL) In Deutschland werden inzwischen 23,6 % der Legehennen in Freilandhaltung gehalten, ein Höchstwert ebenso wie die 14,3 % in Biohaltung im Jahr 2024. Die Bodenhaltung bleibt mit über der Hälfte der Tiere die dominierende Form, auch wenn ihr Anteil in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist.

14.11.2025
Masthuhn-Report 2025: Fortschritte beim Tierwohl
Geflügel

Die Albert Schweitzer Stiftung hat ihren Masthuhn-Report 2025 veröffentlicht. Er zeigt: Die Lebensmittelbranche bewegt sich in Richtung besserer Haltungsbedingungen für Masthühner. Inzwischen beteiligen sich über 110 Unternehmen. 2024 wurden rund 627 Millionen Masthühner geschlachtet – fast 85 % aller Tiere in Deutschland. Im Einzelhandel führt Globus (77 %), bei Discountern Aldi Süd (70 %). Lidl (40 %) hat jüngst eine Roadmap angekündigt. McDonald’s und Burger King liegen bei 0 %. Unter Produzenten schneiden Plukon (87 %) und PHW (77 %) gut ab.

14.11.2025
Geflügelgrippe: Rentenbank unterstützt Betriebe
Geflügel

(AgE) Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat ihr Liquiditätssicherungsprogramm für Geflügelhalter geöffnet, die durch die Vogelgrippe erhebliche Einbußen erleiden. Betroffene Betriebe können Darlehen zu „LR-TOP“-Konditionen mit Laufzeiten von vier, sechs oder zehn Jahren beantragen, sofern sie einen Umsatz- oder Ergebnisrückgang von mindestens 30 % nachweisen.

14.11.2025
Aktualisierte HPAI-Risikoeinschätzung des FLI
Geflügel

Das FLI hat eine aktualisierte Risikoeinschätzung zur hochpathogenen Aviären Influenza H5 (HPAI H5) veröffentlicht. Zwischen dem 1. Oktober und 5. November 2025 wurden in Deutschland 66 Ausbrüche von HPAIV H5N1 bei Geflügel und gehaltenen Vögeln in neun Bundesländern gemeldet, vor allem bei Hühnern, Gänsen, Enten und Puten in Mast-, Zucht- und Legehennenbetrieben. Zusätzlich wurden 406 infizierte Wildvögel nachgewiesen, überwiegend Kraniche und Wildgänse. Europaweit wurden im gleichen Zeitraum 157 Ausbrüche bei Geflügel und 732 Fälle bei Wildvögeln registriert, davon die meisten in Deutschland. Auffällig ist die starke Zunahme der Fälle, insbesondere bei Kranichen, deren Herbstzug die Verbreitung des Virus begünstigt. Das Risiko für Eintrag und Ausbreitung des Virus in Wildvogelpopulationen sowie in Geflügelhaltungen wird als hoch eingeschätzt, ebenso die Gefahr der Verschleppung zwischen Betrieben und über Geflügelausstellungen. Oberste Priorität hat der Schutz des Geflügels durch konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und gesetzlicher Vorgaben. In betroffenen Regionen wird eine risikobasierte Aufstallung empfohlen. Kontakte mit toten oder kranken Wildvögeln erfordern strikte Schutzmaßnahmen und eine anschließende Quarantänezeit. Fütterungen zur Anlockung von Wildvögeln sollten unterbleiben, um eine Verdichtung der Populationen zu vermeiden. Regionale Maßnahmen müssen abhängig von der lokalen Risikosituation angepasst werden. Oberste Priorität hat weiterhin der Schutz des Geflügels vor einem Eintrag und der möglichen weiteren Verbreitung von HPAIV-Infektionen. Hierzu müssen die einschlägig empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen und Überwachungs- bzw. Abklärungsuntersuchungen überprüft und unbedingt konsequent eingehalten werden. Den vollständigen Bericht finden Sie unter: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00068835/FLI-Risikoeinschaetzung_HPAI_H5_2025-11-06.pdf.

14.11.2025
Weizenkurse im Minus
Pflanzen

(AMI) Der Wettbewerbsdruck am Exportmarkt drückt die Weizennotierungen nach unten. Indes warten Marktteilnehmer auf den bald wieder erscheinenden USDA-Bericht.

In Paris können die Weizennotierungen das Vorwochenniveau nicht halten und tendieren nach zwei Wochenaufwärtsbewegung schwächer. Der Fronttermin Dezember 25 schloss am 12.11.25 auf 190,25 EUR/t und gab binnen einer Woche um 4 EUR/t nach. Folgetermine verzeichnen Wochenverluste in Höhe von bis zu 6,50 EUR/t.

Weiterhin lastet der große Konkurrenzdruck am Exportmarkt auf den Pariser Notierungen. Die Importnachfrage keimte in den vorigen Handelstagen immerhin etwas auf, EU-Weizen zog bei den Ausschreibungen aber durchweg den Kürzeren. So wird nach Angaben von Marktteilnehmer der jüngste Kauf Jordaniens von 60.000 t Weizen mit Weizen aus der Schwarzmeerregion gedeckt, ebenso wie der große Kauf Ägyptens von 500.000 t, die im Dezember und Januar 2025/26 geliefert werden sollen. Hierbei soll der Großteil mit russischem Weizen gedeckt werden, aber auch aus der Ukraine, Bulgarien und Rumänien. Algerien kaufte ukrainischen Weizen.

Russland hält sein Exporttempo weiterhin aufrecht, auch für die kommenden Wochen dürfte sich daran nichts ändern, nachdem die Weizenexporte Russlands zum Saisonstart ungewöhnlich schleppend waren. Marktteilnehmer schätzen, dass Russland im November bislang rund 800.000 t Weizen exportierte, nachdem im gesamten Vormonat bereits rund 5,4 Mio. t Weizen ausgeführt wurden. Neben dem günstigen Weizen aus der Schwarzmeerregion rückt auch der derzeit weltweit günstigste Weizen aus Argentinien in den Vordergrund großer Importeure und stellt damit eine starke Konkurrenz für EU-Weizen in wichtigen Absatzmärkten wie Marokko dar.

14.11.2025
Kaum noch Abgabebereitschaft am Brotgetreidemarkt
Pflanzen

(AMI) Mit dem Rückgang der Börsenkurse für Weizen geben auch die Großhandelspreise bei wenig Geschäft deutlich nach. Die Erzeugerpreise können sich knapp behaupten, begraben aber die Hoffnung auf nennenswerte Preissteigerungen noch in diesem Jahr.

Das Dreiwochentief an der Terminbörse in Paris für Weizen lässt dem Kassamarkt in Deutschland wenig Spielraum. Am 11.11.25 notierte der Fronttermine Dezember mit einem Minus von 5,50 EUR/t zur Vorwoche unter der Linie von 190 EUR/t. Das löst am umsatzschwachen Kassamarkt einen Preisverfall aus. Und wie bereits in den Wochen zuvor reagieren die Großhandelspreise deutlicher, teils überdeutlicher, während die Erzeugerpreise stagnieren oder nur verhalten nachgeben. Aufgrund des geringen Kaufinteresses der Verarbeitungsbetriebe und Exporteure an Brot- und Qualitätsweizen können sich die Aufgelder gegenüber den Terminnotierungen kaum nach oben entwickeln. Und während franko Hamburg immerhin die Marke von 6 EUR/t auf Matif gut behauptet werden kann, schrumpft franko Niederrhein die Prämie um fast 2 auf 5,75 EUR/t. Damit werden am 12.11.25 für prompten Brotweizen dort nur noch 195 EUR/t aufgerufen, 6 EUR/t weniger als vor einer Woche. Franko Hamburg werden 196 EUR/t notiert, 4 EUR/t weniger. Besprochen wird wenig. Das Interesse der Käufer ist schon seit längerem auf Liefertermine im nächsten Jahr fokussiert. Wenn, dann werden sporadisch Bedarfsspitzen gedeckt.

Gleichzeitig verkauften Erzeuger ebenfalls nur sporadisch kleine Teilmengen, falls sich die Gebote in der Vorwoche noch befestigten. Jetzt ist das Verkaufsinteresse erloschen, genauso wie die Hoffnung auf nennenswert steigende Preise in absehbarer Zeit. Es mehrt sich die Annahme, dass sich bis zum Jahresanfang am deutschen Brotgetreidemarkt nicht mehr viel bewegen wird – weder Mengen noch Preise. Und daher ziehen sich Erzeuger vom Markt zurück, konzentrieren sich auf die letzten, für dieses Jahr noch verbliebenen Feldarbeiten.

14.11.2025
Gerangel um kleineres Maisangebot
Pflanzen

(AMI) Die geringe Abgabebereitschaft stützt die Erzeugerpreise, auch gegen die Schwächetendenz der Terminkurse. Demgegenüber wird für Weizen und Gerste franko nicht mehr so viel gezahlt wie noch vor ein paar Tagen, aber die Maispreise ziehen kräftig an.

Die Nachfrage nach Mais am Kassamarkt bestimmt derzeit die Preisgestaltung. Mit dem Ende der Körnermaisernte zeichnet sich deutlich, dass in diesem Jahr weniger aus der heimischen Erzeugung zur Verfügung stehen wird. Da nützt es aktuell auch wenig, wenn die Top-Exportländer größere Ernten im Blick haben und der festere Euro Importe vergünstigt. Der Frontterminwechsel in Paris brachte keinen neuen Impuls. Seit Wochen tendierten der November- und der März-Kontrakt nahezu gleichauf. Und so liegt der Schlusskurs am 12.11.25 mit 188,25 EUR/t nur 0,75 EUR/t unter Vorwochenlinie. Aber das zeigt überhaupt keine Wirkung am Kassamarkt.

Das steigende Interesse an Mais bei gleichzeitig überschaubarem Angebot beflügelt die Maispreise, die damit ihren Preisabstand zu Weizen und Gerste weiter ausbauen. Und so erzielen Erzeuger in der 46. KW mit knapp 174 (155-195) EUR/t gut 3 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Auf Großhandelsstufe legen die Maispreise im Wochenverlauf sogar um bis zu 8 EUR/t zu. Franko Südoldenburg wurden am 12.11.25 mit 212 EUR/t gegenüber Vorwoche rund 6 EUR/t mehr genannt. Franko Oberrhein sind mit 197 EUR/t rund 5 EUR/t mehr im Gespräch, franko Niederlande mit 209 EUR/t indes nur 2 EUR/t. Und währende Gerste und Weizen nahezu gleichauf bewertet werden, franko Südoldenburg mit 195 und 193 EUR/t, baut Mais seine Preisabstand auf 17-19 EUR/t aus.

Denn Weizen und Gerste haben preislich gegenüber Vorwoche nicht zugelegt, sondern verloren. Futterweizen liegt aktuell franko Südoldenburg 5 EUR/t unter Vorwochenlinie, Futtergerste 3 EUR/t. Und während die Nachfrage auf Großhandelsstufe durchaus lebhaft ist, kann von Erzeugerstufe nicht viel Neues berichtet werden. Kaufinteresse ist vorhanden, doch Erzeuger geben nur verhalten ab. Mit dem Ende der Maisernte sind die Lagermengen klar, Notverkäufe nicht mehr nötig. Gegen den Druck schwacher Weizenkurse können sich die Futterweizenpreise frei Erfasserlager gut behaupten und liegen stabil bei 164,20 (145-189) EUR/t, wobei die Preisspanne um beidseitig 5 EUR/t angehoben wurde. Futtergerste kann von der Nachfrage für den Export nicht länger profitieren und büßt 1,30 auf 157,25 (135-185) EUR/t ein. Hier senkt sich die Preisspanne um 3 EUR/t. Triticale gibt um knapp einen Euro auf 154 EUR/t nach, Futterhafer um 2,75 auf 146,50 EUR/t. Ackerbohnen verlieren gegenüber Vorwoche knapp 0,70 auf 197,75 EUR/t, während sich Futtererbsen um 2 auf 189,50 EUR/t verteuern. Damit liegen die Erzeugerpreise für Futtererbsen aber immer noch 65 EUR/t unter Vorjahreslinie.

14.11.2025
Rapspreise drehen ins Minus
Pflanzen

(AMI) Auch wenn sich die Pariser Rapsnotierungen marginal befestigen, kann das Plus auf Erzeugerebene nicht nachvollzogen werden. Die Hoffnung auf absehbar deutlich festere Preise schwindet, weshalb dennoch die ein oder andere Partie vermarktet wird.

Die Pariser Rapsnotierungen konnten sich auf Wochensicht behaupten. So schloss der Fronttermin Februar am 11.11.2025 bei 479,50 EUR/t und damit marginal über dem Vorwochenniveau von 479,00 EUR/t. Zum Ende der Woche konnte sich der Kurs jedoch schon wieder erholen und schloss am 13.11. mit 482,50 rund 7,50 EUR/t über vorigem Donnerstag . Druck kam dabei von rückläufigen Notierungen an der Böse in Winnipeg in Folge des mangelnden Fortschritts in den Verhandlungen zwischen Kanada und China. Seit Anfang des Jahres blockiert China die Einfuhren vom kanadischem Canola durch die Einführung von Zöllen. Zur Bedarfsdeckung greift das Reich der Mitte daher nun erstmals seit fünf Jahren wieder auf australische Ware zurück. Berichten zufolge, ist die 65.000 t umfassende Testlieferung ein Zeichen dafür, dass Australien den Handel mit einem seiner einst wertvollsten Abnehmer wieder aufnehmen könnte. Seit 2020 wurden die Lieferungen aufgrund phytosanitärer Bedenken ausgesetzt. Hinzu kommt das üppige EU-Rapsangebot, welches die Notierungen zusätzlich unter Druck setzte.

Trotz des Tiefs zur Wochenmitte konnten sich die Offerten für Raps auf Großhandelsebene in der 46. KW marginal befestigen. So sind mit 482 EUR/t für Partien zur Lieferung ab November franko Hamburg rund 1 EUR/t mehr möglich als noch in der Vorwoche. Das Aufgeld bleibt dabei unverändert. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich ebenfalls um 1 auf 490 EUR/t verteuern. Für Partien der Ernte 2026 sind bis zu 456 EUR/t. Auf Erzeugerebene geht es dagegen marginal abwärts. Im Bundesdurchschnitt sind zuletzt 451,70 (420-473) EUR/t für Partien der Ernte 2025 im Gespräch, ein Minus von 0,70 EUR7t im Vergleich zur Vorwoche.

Die Umsätze am heimischen Rapsmarkt bleiben dabei überschaubar. Lediglich vereinzelt werden kleinere Mengen umgesetzt, denn die Hoffnung auf eine kurzfristige Preissteigerung schwindet. Andernorts fußen die Mengenbewegungen lediglich auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Ohnehin konnten Ölmühlen ihren Bedarf bereits weitestgehend decken.

14.11.2025
Keine Entspannung am Speisekartoffelmarkt
Pflanzen

(AMI) Der Handel am deutschen Kartoffelmarkt verläuft ruhig. Dieser wird vorrangig aus provisorischen Lagern versorgt, aber auch durchgeschwitzte Partien werden bereits gepackt. Aufschläge ließen sich dafür allerdings noch nicht flächendeckend durchsetzen. Lediglich in NRW haben sich die Marktakteure auf einen Aufschlag verständigt.

Am deutschen Speisekartoffelmarkt zeigt sich auch in der laufenden Woche ein weitgehend unverändertes Bild. Das Angebot ist weiterhin sehr groß und übertrifft die derzeitige Nachfrage deutlich. Gepackt werden nach wie vor viele Kartoffeln aus provisorischen Lagern. Hier nehmen die Qualitätsmängel aufgrund der Witterung und des fortgeschrittenen physiologischen Alterungsprozesses zu. Viele Partien fangen bereits an zu keimen.

Ergänzt wird das Angebot inzwischen durch auch erste durchgeschwitzte Partien aus den Lagern. In Nordrhein-Westfalen einigten sich die Marktpartner wie die REKA mitteilte auf einen Aufschlag von 2,00 EUR/dt für diese Partien. Damit geht auch die Forderung an den Lebensmitteleinzelhandel einher, diesen Aufschlag mitzutragen. Auch in anderen Regionen werden Lageraufschläge in ähnlicher Höhe diskutiert, bislang lassen sie sich jedoch noch nicht durchsetzen. Die Preise bewegen sich insgesamt auf dem Niveau der Vorwochen.

Die Rodungen sind mittlerweile bis auf wenige Ausnahmen abgeschlossen. Nur regional sorgt der Mangel an Kisten und geeignetem Lagerraum dafür, dass einige Erzeuger noch abwarten müssen.

Im Handel zeigt sich der Absatz saisontypisch. Für Belebung sollen zahlreiche Aktionen in großen Gebinden sorgen, die teilweise mit Preisen von rund 0,50 EUR/kg die Verbraucher anlocken. Darüber hinaus bleibt der Absatz jedoch verhalten – insbesondere in der Direktvermarktung läuft der Verkauf regional nur schleppend.

Am Verarbeitungskartoffelmarkt ergeben sich zum Wochenbeginn keine Veränderungen. Der Fokus der Verarbeiter liegt weiterhin auf der Abwicklung bestehender Verträge; darüber hinaus findet kaum Geschäft statt. Lediglich Sorten wie Agria können in geringem Umfang in Richtung Benelux an Hersteller frischer Fritten abgesetzt werden. Auch Fast-Food-Sorten wie Innovator lassen sich nur in geringem Umfang außerhalb vertraglicher Bindungen vermarkten.