Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

18.08.2022
Verbrauchermesse HanseLife 2022 in Bremen

Kreisverbände und Landjugend organisieren interaktives Informationsangebot zum Thema Landwirtschaft

Vom 14.-18.9.22 findet in Bremen die Verbrauchermesse HanseLife statt. Auch die Landwirtschaft wird dort vertreten sein. Gemeinsam mit der Landjugend organisieren die Kreisverbände rund um Bremen ein anschauliches Informationsprogramm. Vom Hühnerei über Saisonkalender bis hin zur 3D-Brille: Interaktive Exponate geben den Besucher*innen einen umfangreichen Einblick in das landwirtschaftliche Arbeiten.

HanseLife Bremen Messegelände, Halle 4 14.-18.9.22 (10-18 Uhr)

09.08.2022
Eure Landwirte - Echt grün

Juli News

Erfolgreicher Einsatz für den Insektenschutz:
Die Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ mit fachlicher Begleitung durch das Bieneninstitut in Celle motivierte in diesem Jahr wieder 554 Landwirtinnen und Landwirte zum Einsatz für den Insektenschutz. Mit zahlreichen Maßnahmen auf Hof, Feld und im Grünland konnten zum dritten Mal eine Vielzahl an Teilnehmer*innen gewonnen werden. Wir freuen uns über die Resonanz in der Presse und die vielen Gespräche zwischen Landwirt*innen und Verbraucher*innen, die durch diese Maßnahme geführt werden konnten.

Große Freude über kulinarisches Präsent:
Auf dem „Tag der Niedersachsen“ im Juni war die Initiative „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ auf dem Stand des Kreisverbands Hannover vertreten. Unter allen Teilnehmer*innen, die eine Postkarte mit einer Frage an eine(n) Landwirt*in formulierten, wurde ein Präsentkorb verlost. Über den Gewinn freut sich eine junge Frau aus Burgwedel mit der Frage: „Welche alten Nutztierrassen gibt es in Niedersachsen?“. Diesen und weiteren Fragen aus der Postkartenaktion widmet sich „Eure Landwirte – Echt grün” in den kommenden Wochen auf ihren Social-Media-Kanälen. Seid gespannt!

08.08.2022
Tagung für Wiesenvogelschutz in Niedersachen

28. bis zum 30. September 2022

Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU) laden vom 28. bis zum 30. September 2022 ein zur Tagung für Wiesenvogelschutz in Niedersachen. Die Tagung findet statt im Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück. Die Teilnahmegebühr beträgt 125 € (einschließlich Mittag- und Abendessen, Tagungsgetränken sowie Abendveranstaltung am 29.09.). Interessierte können sich noch bis zum 28.08.2022 für die Veranstaltung anmelden. Für weitere Informationen und die Zusendung des Anmeldeformulars melden Sie sich bitte unter sievers@landvolk-row-ver.de.

02.08.2022
Zusatzversorgung für Arbeitnehmer*innen in der Land- und Forstwirtschaft

Anträge bis 30. September 2022 stellen

Arbeitnehmer, die rentenversicherungspflichtig in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, können eine Ausgleichsleistung beantragen, darauf macht die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZLA) aufmerksam.

Anspruch hierauf hat, wer eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht und am 1. Juli 2010 das 50. Lebensjahr vollendet hat. Außerdem ist für die letzten 25 Jahre vor Rentenbeginn eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigungszeit von 180 Kalendermonaten (15 Jahren) in der Land- und Forstwirtschaft nachzuweisen.

Antragstellerr*innen aus den neuen Bundesländern müssen außerdem nach dem 31. Dezember 1994 noch mindestens sechs Monate in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb rentenversicherungspflichtig gearbeitet haben. Auch ehemalige Arbeitnehmerr*innen, die keinen Anspruch mehr auf die tarifvertragliche Beihilfe des Zusatzversorgungswerkes haben, können einen Antrag auf Ausgleichsleistung stellen. Arbeitnehmerr*innen, die rentenversicherungspflichtig in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, können eine Ausgleichsleistung beantragen, darauf macht die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmerr*innen in der Land- und Forstwirtschaft (ZLA) aufmerksam.

Die maximale Geldleistung beträgt zurzeit monatlich 80 Euro für Verheiratete und 48 Euro für Ledige. Anträge sind bis zum 30. September 2022 zu stellen. Dies ist aber nur dann maßgebend, wenn die Antragstellerr*innen bereits eine gesetzliche Rente vor dem 1. Juli 2022 bezogen haben. Wird der Antrag später gestellt, gehen nur die Leistungsansprüche vor dem 1. Juli 2022 verloren.

Fragen beantwortet die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft, Druseltalstraße 51, 34131 Kassel (Tel.: 0561 785179-00, Fax: 0561 7852179-49, Mail: info@zla.de). Weitere Informationen finden sich hier.

02.08.2022
Freisprechung der Absolvent*innen in der Land- und Hauswirtschaft

Ganz offiziell lud die Landwirtschaftskammer am vergangenen Wochenende erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder zur Freisprechung der Landwirt*innen, Werker*innen in der Landwirtschaft, Landwirtschaftsmeister*innen und Hauswirtschafter*innen in den Heidejäger in Mulmshorn ein. Hauptorganisatoren der Veranstaltung waren hierbei die Absolvent*innen selbst.

Doch nicht nur die Organisation der Abschlussfeier stemmten die Absolvent*innen tatkräftig, sondern auch die Ausbildungszeit, die durch Videokonferenzen und Homeschooling geprägt war. Fern ab vom Bildschirm wurde auf den Lehrbetrieben leidenschaftlich mit angepackt. Für die Nachsicht angesichts entstandener Schäden auf dem Acker oder dem Lehrhof bedankten sich Maren Lüning und Lukas Blancken stellvertretend für alle frisch gebackenen Landwirt*innen bei ihren Ausbilder*innen. Viel Dank für die lehrreiche Zeit gab es jedoch auch für die engagierten Lehrkräfte.

Besonders gute Leitungen bei den Abschlussprüfungen erzielten mit einer 1,3 unter den Landwirt*innen Markus von Fintel und Marileen Berenike Hoffmann, welche zudem ein tadelloses Berichtsheft vorlegen konnte. Hoffmann absolvierte den praktischen Part ihrer Ausbildung im Friedrich-Loeffler-Institut in Braunschweig und auf dem Betrieb von Oliver Diercks in Riekenbostel. Von Fintel war in der Wilhelm u. Renate Scheele GbR in Hassel und auf dem Betrieb von Johann Hesse in Bartelsdorf tätig.

Eine spontane Rede von der Hauswirtschaftsabsolventin Lisa Westphal sorgte für Begeisterung. Mutig entschloss sie sich kurzerhand für ihren Berufsstand zu werben und darauf aufmerksam zu machen, dass der Beruf besonders angesichts des demografischen Wandels künftig noch weiter an Bedeutung gewinnen würde. „Ich hoffe im nächsten Jahr stehen hier mehr Hauswirtschafter*innen die ihren Abschluss feiern.“, wünschte sie sich als eine von drei Hauswirtschaftsabsolventinnen.

Mit der Berufswahl in der Land- und Hauswirtschaft leisten die Absolvent/*innen einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl, dies wurde auch in den Reden der verschiedenen Ehrengäste deutlich. „Die Landwirtschaft und die Hauswirtschaft trägt einen erheblichen Teil dazu bei knapp acht Milliarden Menschen zu ernähren.“, lobte u.a. die stellverstretende Landrätin Michaela Holsten. Kreislandwirt Christian Intemann regte in seiner Rede dazu an das erlernte Wissen durch z.B. ein Studium oder einen Meisterkurs noch zu vertiefen. Den Mehrwert einer Weiterbildung bestätigten auch Lea Emde, Julian Junck, Anna Wagner-Puvogel, Thees Schnackenberg, Jan-Philipp Thom und Julia Winkelmann, die sich alle froh über die Entscheidung zeigten sich zum/zur Landwirtschaftsmeister*in weiterbilden zu lassen. Die besten Leistungen konnte hierbei Jan-Philipp Thom erzielen.

02.08.2022
Auch in 2022 kein Nachweis auf in der Rapsblüte ausgebrachte Spritzmittel im Frühtrachthonig

Nach bereits erfolgten Honiguntersuchungen bei dem anerkannten Labor QSI in Bremen auf > 700 Parameter in 2020 und 2021 ließen die Bienenfreunde Verden auch in 2022 weitere Honiguntersuchungen auf > 700 Pestizidparamter bei der QSI durchführen.

Untersucht wurden Frühtrachthonige von Bienenvölkern, die in unmittelbarer Nähe von Winterrapsfeldern in der Marsch und auf der Geest standen. Die notwendige Rapsblütenbehandlung erfolgte gem. erfolgreicher, eingespielter Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten Ende April und Anfang Mai 2022. Abgestimmter Beginn nach 20:00 Uhr (nach witterungsbedingtem Bienenflugende) bis 23:00 Uhr abgeschlossen, startend vom entferntesten Feldbereich zum Standort der Bienenvölker. Das schaffte weiteren Zeitvorsprung und verhinderte den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln in die Bienenvölker. Wen wundert‘s: Die guten Ergebnisse der Vorjahre wurden wiederum bestätigt. Die im Raps ausgebrachten Wirkstoffe, dokumentiert in der Schlagdatei der Landwirt*innen, wurde auch 2022 nach den QSI-Analysen deklaratiert als n.n. (< BG)

Das schafft Sicherheit und Vertrauen und ist ein weiterer Beleg des verantwortungsvollen Handelns der Landwirt*innen und des erfolgreichen „Miteinanders“ von Bienenfreund*innen und Landwirt*innen. In dieser Konstellation leisten die Imker*innen mit dem geplanten Bestäubungsmanagement von 5 Bienenvölkern pro Hektar einen volkswirtschaftlich bedeutenden Zusatzbeitrag zur Sicherung der Nahrungsversorgung. Gem. Deutschen Imker Bund und Untersuchung von Dr. Mandl, Uni Wien ist ein Raps-Mehrtertrag durch gezielte Insektenbestäubung um bis zu 30% möglich, ohne Einsatz von externen Ressourcen wie Zusatzdünger etc. Einfach nur Bienenvölker nach vorheriger Abstimmung mit den Landwirt*innen zur Rapsblüte ans Feld stellen. Das ist alles.

27.07.2022
Nordpfad "Haxloher Erde" informiert über Landwirtschaft

Digitale Schnitzeljagd für Groß und Klein

Der Finteler Nordpfad „Haxloher Erde“ informiert Wanderer*innen seit heute über die regionale Landwirtschaft. Mit Hilfe eines QR-Codes und der App “Actionbound” werden Informationen aus verschiedenen Themenfeldern wie z.B. Tierhaltung und Ackerbau im Rahmen einer digitalen Schnitzeljagd spielerisch vermittelt. Insgesamt acht digitale Stationen wurden hierzu auf dem 10,42 km langen Wanderweg geschaffen. Die interaktiven Wissensfragen richten sich an Groß und Klein und bieten somit auch Familien, ganz besonders in der aktuellen Ferienzeit, eine willkommene Abwechslung.

Den Startpunkt bildet das Melkhus der Familie Aselmann (Wohlsberg 81, 27389 Fintel). Hier können die Besucher*innen nicht nur einen Blick in den offenen Kuhstall werfen, sondern im Melkhus zudem auch einen frischen Milchshake oder andere Leckereien genießen.

Sie möchten den Nordpfad “Haxloher Erde” selbst interaktiv entdecken? So einfach geht’s:

1) Laden Sie sich die kostenfreie App “Actionbound” auf Ihrem Smartphone herunter. 2) Öffnen Sie die App und nutzen Sie den dort befindlichen QR-Code-Scanner. 3) Scannen Sie den QR-Code am Startpunkt des Wanderweges (Wohlsberg 81, 27389 Fintel) und schon kann es losgehen.

Alle weiteren Schritte werden Ihnen direkt in der App erklärt.

Entwickelt wurde die „Actionbound“ vom Landvolk Rotenburg-Verden e.V. in Zusammenarbeit mit dem Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V.

Wir wünschen allen Teilnehmer*innen viele schöne Eindrücke und spannende, neue Erkenntnisse auf ihrer Tour.

25.07.2022
Die SVLFG warnt vor Betrugsanrufen

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) warnt, bei Telefonaten vertrauliche Informationen preiszugeben. Aktuell erhält die SVLFG Hinweise auf Betrügerinnen und Betrüger, die Versicherte anrufen, um vertrauliche Informationen zu erhalten. Bei diesen Betrugsanrufen täuschen sie vor, zum Beispiel Beschäftigte der SVLFG zu sein. Sie erfragen unter einem Vorwand (beispielsweise für die Übersendung von Informationen über eine ausstehende Geldauszahlung von der SVLFG oder vom Staat) personenbezogene Daten, wie die Anschrift, Bankverbindung oder Krankenversicherungs-Nummer. Zum Teil versuchen die Anrufenden auch, Versicherte zu drängen, Verträge abzuschließen, zum Beispiel für Zusatzversicherungen oder Kursangebote. Versicherte sollten sich bewusst sein, dass die SVLFG keine Dritten beauftragt, Kontakt aufzunehmen, ohne dass diese Anrufe vorher schriftlich angekündigt werden und rät deshalb vorsichtig zu bleiben. Mehr Informationen gibt es hier.

25.07.2022
EU-Schulprogramm

Öffentliche Konsultation zur Aufnahme von Pflanzendrinks

Im Rahmen der Überarbeitung ihres Schulprogramms für Milch, Obst und Gemüse hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation gestartet. Die Beteiligung an der Konsultation steht allen Bürgern und Interessensträgern noch bis zum 28. Juli offen. Der schwedische Haferdrinkhersteller Oatly ruft in einer Kampagne Bürger und Organisationen in mehreren europäischen Ländern dazu auf sich in der Konsultation für die Aufnahme von Pflanzendrinks in das EU-Schulprogramm einzusetzen und begründet dies mit Förderung einer nachhaltigen pflanzlichen Ernährung und Kampf gegen den Klimawandel. Das Landvolk und auch die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen sprechen sich für die bisherige Ausrichtung des EU-Schulprogramms aus (aktuell werden Obst, Gemüse und Milchprodukte über das Programm gefördert). Details dazu sind auf der Website der LVN zu finden. Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, sich in der verbleibenden Woche zahlreich an der Konsultation zu beteiligen. Mit Ihrer Teilnahme können Sie mit entscheiden, ob Sie das Programm in der jetzigen Form unterstützen oder ob Sie die Erweiterung des Programms mit Pflanzendrinks bevorzugen. Die Teilnahme dauert etwa 15 Minuten. Zum auf der Seite der EU-Kommission hinterlegten Fragenbogen geht es hier.

11.07.2022
ASP: Biosicherheit ist wichtiger denn je

Neuer Leitfaden nach dem Tiergesundheitsrechtsakt der EU

Nachdem in einem Bestand mit Hausschweinen im südlichen Landkreis Emsland der Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen wurde, laufen die Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche auf Hochtouren. Damit die für Menschen ungefährliche Tierseuche lokal begrenzt werden kann und belastende Reglementierungen, insbesondere für Schweinehalter in der eingerichteten Schutz- und Überwachungszone zeitnah wieder aufgehoben werden können, sind wirksame Biosicherheitsmaßnahmen wichtiger denn je.

Nicht erst im Krisenfall, sondern bereits in seuchenfreien Zeiten müssen tierhaltende Betriebe die rechtlichen Vorgaben des neuen Europäischen Tiergesundheitsrechts, Animal Health Law (AHL), erfüllen. Das AHL ist seit dem 21. April 2021 in allen Mitgliedstaaten der EU direkt anzuwenden. Seitdem stehen insbesondere Tierhalterinnen und Tierhalter, aber auch Tierärztinnen und Tierärzte in der besonderen Verantwortung, den „Schutz vor biologischen Gefahren“ sicherzustellen. „Einerseits bedeutet das, dass dieser Personenkreis über besondere Kenntnisse der Tiergesundheit und des Schutzes vor Tierseuchen und deren Verbreitung verfügen muss. Darüber hinaus gilt es, durch effektive Umzäunungen, Überdachungen und ähnliches, Tierhaltungen vor dem Eintrag von Tierseuchenerregern zu schützen“, erklärt Georg Meiners, Präsident des Emsländischen Landvolks und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Niedersächsischen Tierseuchenkasse.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen muss betriebsindividuell erfolgen und in schriftlich fixierten Maßnahmenplänen und Verfahrensbeschreibungen verankert sein. In den Aufgabenbereich der Tierärzteschaft fallen insbesondere Beratungen der Tierhalter zum Schutz vor biologischen Gefahren und anderen Aspekten der Tiergesundheit, die aus Anlass von Tiergesundheitsbesuchen erfolgen sollen. Auf Initiative der Niedersächsischen Tierseuchenkasse und des Landvolks Niedersachsen wurde daher schon Ende November 2021 die Arbeitsgruppe „Biosicherheit in Schweinehaltungen“ mit maßgeblichen Akteuren gegründet. In dieser AG wurde der neue Leitfaden „Biosicherheit in Schweine haltenden Betrieben nach dem Tiergesundheitsrechtsakt der EU“ inklusive Checklisten erarbeitet. Er bietet eine Grundlage, den Anforderungen des EU-Rechts gerecht zu werden.

Oberstes Gebot für Schweinehalterinnen und Schweinehalter bleibt die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen, um den Eintrag des Virus in ihre Betriebe zu verhindern, so der Appell des Landvolks. Der Leitfaden bezieht sich auf die aktuellen Rechtsvorschriften. Im Einzelfall können weitergehende Maßnahmen angeordnet werden. Der Leitfaden ist frei verfügbar hier. und hier..

Aktuelles aus dem Landesverband

28.11.2025
Eiermarkt abwartend
Geflügel

(AMI/MEG) Im Verlauf des Monats November war die Preisentwicklung auf dem Eiermarkt uneinheitlich. Das Angebot auf dem freien Markt war nach wie vor sehr knapp. Die Verbraucher fragten rege nach Eiern nach, die vorweihnachtliche Bäckerei hat jetzt offenbar bei vielen begonnen. Bei den Verarbeitern blieb die erwartete weihnachtlich bedingte Nachfrage jedoch aus. Sie wollen zu den hohen Preisen so wenig wie möglich kaufen. Zum Teil wird auch von veränderten Rezepturen berichtet, bei denen weniger Eier eingesetzt werden. Das Angebot konnte auch im November nicht alle Wünsche erfüllen. Verbraucher nahmen im Laden, was im Regal lag, auch wenn es unter Umständen nicht das Wunsch-Ei war. Die Lieferverpflichtungen an den LEH konnten nicht immer umfänglich erfüllt werden. Die Preisentwicklung auf dem Spotmarkt war uneinheitlich. Nachdem Mitte November die Preise stagnierten, bewegten sie sich am Monatsende sozusagen in alle Richtungen. Die gleiche Entwicklung war auch in den Nachbarländern zu beobachten. Wo es leichte Preissteigerungen gab, wurden diese überwiegend für die mittleren Größen gemeldet.

28.11.2025
Aviäre Influenza belastet den Geflügelmarkt
Geflügel

(AMI/MEG) Im Laufe des Novembers kam es zu vielen Ausbrüchen der Aviären Influenza in Deutschland. Saisonüblich ließ das Interesse der Konsumenten an frischem Hähnchenbrustfleisch etwas nach. Das Interesse an Brustfleisch dürfte im kommenden Monat mit zunehmenden Fondue- und Raclette-Aktivitäten wieder zunehmen. Lose gehandelte Ware wurde teils zu leicht nachgegebenen Preisen gehandelt. Vereinbarungen zwischen Schlachtereien und Erzeugergemeinschaften führten gebietlich zu nachgebenden Auszahlungspreisen.

Der Putenmarkt ist vom aktuellen AI-Seuchenzug stark betroffen. Nach MEG-Recherchen wurden seit Oktober 2025 bereits an die 670.000 Puten gekeult. Dies belastete die Auslastung der Schlachtereien, und das Angebot an Frischware war entsprechend knapp. Dennoch wurden auf Ladenstufe Putenfleischprodukte beworben, insbesondere Putenteile aus der Haltungsform 3. Die Preise für frische lose gehandelte Waren wurden zum Teil spürbar angehoben. Der Jahreszeit entsprechend war das Interesse an Suppenhennen rege. Das Angebot an Frostware war überschaubar und die Großhandelspreise zogen etwas an. Die Althennenpreise tendierten im Monatsschnitt fester.

28.11.2025
HPAI Niedersachsen
Geflügel

Das Land Niedersachsen ist von der Geflügelpest derzeit am stärksten betroffen. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte bezifferte die Kosten für die bisherigen Ausbrüche mit 26 Mio. Euro. Das sei aktuell die Prognose für die Begleichung von Kosten für die Tötung, Beseitigung toter Tiere und auch für die Entschädigung von Tierhalterinnen und Tierhaltern. Das sagte die Ministerin in einer aktuellen Stunde im Landtag. Dieses Geld wird zur Hälfte von der Tierseuchenkasse durch eingezahlte Beiträge der Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter finanziert. Die Ministerin verteidigte nochmals ihren Ansatz, kein landesweites Aufstallungsgebot zu erlassen, sondern jeweils auf Kreisebene eine Risikobewertung vorzunehmen. Die CDU-Fraktion (Opposition) hatte eine landesweite Stallpflicht gefordert. In Niedersachsen haben bereits viele Landkreise eine Stallpflicht verhängt.

Staudte will das Thema einer präventiven Impfung auf Bundesebene vorantreiben. Der Bund solle endlich an einer Impfstrategie arbeiten und müsse die entsprechende Rechtsgrundlage ändern. Eine Impfung in der Geflügelhaltung zu realisieren, geht nicht von heute auf morgen. Aber es müsse endlich ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

28.11.2025
Die größten Geflügelfleisch-Produzenten der Welt
Geflügel

(WATT Poultry) Die globale Rangliste der größten Geflügelfleischproduzenten zeigt eine klare Dominanz von Unternehmen aus Nord- und Südamerika. Angeführt wird die Liste von JBS S.A. (Brasilien) mit über 4,4 Mrd. produzierten Tieren jährlich. Die USA sind mit vier Unternehmen in den Top 10 vertreten, darunter Tyson Foods und Pilgrim’s Pride (zusammen 4 Mrd.). Auch Asien spielt eine wachsende Rolle mit Firmen wie Wens Food Group (China, 1.2 Mrd.) und Japfa Ltd. (Singapur, 981 Mio.). Europa liegt deutlich zurück: Erst auf Platz 11 erscheint MHP (Ukraine) mit 704 Mio. Stück. Weitere europäische Player sind die 2 Sisters Food Group (UK) und LDC (Frankreich). Deutschland: Die PHW Group erreicht Platz 35 mit 350 Mio. Tieren, gefolgt von Rothkötter (190 Mio.).

28.11.2025
Kein Geflügel auf der Grünen Woche
Geflügel

Auf der Grünen Woche in Berlin im Januar 2026 wird aufgrund der aktuellen Vogelgrippe-Situation kein Geflügel gezeigt, teilte die Messeleitung mit. Das Verbot betrifft sämtliches Geflügel wie Hühner, Enten oder Gänse ebenso wie andere Vöge wie Tauben, Greifvögel oder weitere Arten. Damit folgen die Veranstalter behördlichen Empfehlungen. Bereits 2025 gab es Einschränkungen: Wegen Maul- und Klauenseuche wurden damals auf der Grünen Woche keine Paarhufer gezeigt.

26.11.2025
Neue dbk-Ausgabe: Tierhaltung im Fokus
Schwein

Die neue Ausgabe der dbk 11/2025 ist erschienen und widmet sich der Weiterentwicklung der Tierhaltung. Im Mittelpunkt stehen die Folgen des Regierungswechsels, die dringend notwendige Anpassung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes sowie ein aktueller Überblick zum Seuchengeschehen. Die Bilanz der ersten Monate der neuen Regierung fällt für Schweinehalter ernüchternd aus: Das Ende des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung und die fehlende Umsetzung der angekündigten Fördermittel sind ein schwerer Rückschlag. Warum die Förderung wieder planbar werden muss und welche Änderungen bei Genehmigungsrecht und Kennzeichnungsgesetz erforderlich sind, erfahren Sie in der Leseprobe.

https://www.bauernverband.de/topartikel/dbk-11-2025-weiterentwicklung-der-tierhaltung

26.11.2025
ASP: FLI testet erstmals Köder für Wildschweine
Schwein

In Brandenburg läuft eine Untersuchung zur Entwicklung geeigneter Impfköder für Wildschweine gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) führt dazu eine Feldstudie in den Neuzeller Niederungen (Oder-Spree) durch, weitere Testgebiete sollen folgen. Erprobt werden verschiedene Ködertypen, darunter traditionelle Varianten, die schon bei der Bekämpfung der klassischen Schweinepest zum Einsatz kamen sowie neue Mischungen auf Basis von Mais, Pflanzenfett oder Ei. Der Impfstoff soll später in diesen Ködern enthalten sein, aktuell wird eine blaue Zuckerlösung genutzt, um die Aufnahme über Kot nachzuweisen. Zusätzlich werden Seile mit süßer Flüssigkeit aufgehängt, um Speichelproben zu gewinnen. Die Köder werden an sogenannten Kirrstellen unter mit Steinen beschwerten Holzplatten platziert. So soll verhindert werden, dass andere Wildtiere wie Hirsche oder Marderhunde an die Köder gelangen. Die Studie in diesem Testgebiet dauert drei Monate und wird auch in anderen Landkreisen durchgeführt, um die Wirksamkeit in unterschiedlichen Lebensräumen zu berücksichtigen. Der Impfstoff befindet sich noch in Entwicklung und ist in der EU nicht zugelassen; eine Einführung wird frühestens in zwei bis drei Jahren erwartet. Dabei müsse auch abgewogen werden, ob die Risiken des Impfstoffs oder die der ASP schwerer wiegen.