Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

31.01.2023
Umfrage der Hochschule Emden/Leer

zur Ermittlung von Potenzialen in der Landwirtschaf

Im Rahmen verschiedener Projekte liegt im Agrarland Niedersachsen der Fokus auf der Landwirtschaft. Auch die Hochschule Emden/Leer ist an Projekten, z. B. H2Agrar, mit Bezug zur Landwirtschaft und erneuerbaren Energien beteiligt. Zur Ermittlung von Potenzialen in der Landwirtschaft wurde eine anonyme Umfrage erstellt, die möglichst vielen Akteur*innen in der Landwirtschaft zugänglich gemacht werden soll. Denn je mehr Basisdaten vorliegen, desto fundierter lassen sich Modelle erstellen und umso realistischer können Szenarien, bspw. die dezentrale Versorgung von Land-/Nutzfahrzeugen mit grünem Wasserstoff, abgebildet sowie die Herausforderungen der Energiewende genommen werden. Im Rahmen der Umfrage werden mitunter Daten zu den Nutzfahrzeugen, Landwirtschaftlichen Flächen, Erneuerbaren Energien und Energiebedarfen abgefragt. Die Datensätze lassen sich keiner Einzelperson zuordnen und werden neben der Auswertung im Kontext der Forschungsprojekte keinen Dritten zugänglich gemacht.

Die anonyme Umfrage wurde mit der Software LamaPoll erstellt und dauert etwa 15 Minuten. Hier gelangen Sie direkt zur Umfrage.

17.01.2023
Digitaler Agrarpolitischer Jahresauftakt 2023

Am 18. Januar 2023 um 16.00 Uhr im Livestream

Landwirtschaft und Ernährung im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche 2023 auf die politische Agenda gebracht werden und den Fraktionsvorsitzenden der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die Möglichkeit geben werden, Ihre Schwerpunkte und Ziele für das anstehende Jahr vorzustellen. Dabei geht es nicht nur um die Agrar- und Ernährungspolitik, sondern auch um die klima-, wirtschafts-, umwelt- und mittelstandspolitische Programmatik. Wir sehen, dass Versorgungssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist. Gemeinsam müssen wir es schaffen, die Anforderungen des Transformationsprozesses mit der Realität an den Märkten zusammenzubringen. Das ist neben dem Schutz von Klima und Artenvielfalt sowie der Bewältigung des Klimawandels die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre. Dazu möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und Sie zum Digitalen Agrarpolitischen Jahresauftakt des Deutschen Bauernverbandes e.V. einladen, der am 18. Januar 2023 im Zeitraum von 16.00 bis ca. 17.45 Uhr stattfindet. Begrüßt werden in diesem Format die folgenden Gäste:

• Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes e.V.
• Alexander Dobrindt, MdB Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag
• Christian Dürr, MdB Vorsitzender der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Cem Özdemir, MdB Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
• Friedrich Merz, MdB Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
• Amira Mohamed Ali, MdB Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag
• Dr. Rolf Mützenich, MdB Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Britta Haßelmann, MdB Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag
• Dr. Alice Weidel, MdB Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag
• Moderation: Thomas Kreutzmann

Der Livestream des Digitalen Agrarpolitischen Jahresauftakts wird am 18. Januar 2023, um 16.00 Uhr, auf www.bauernverband.de übertragen. Dort finden Sie auch das weitere Programm des Deutschen Bauernverbandes im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2023.

16.01.2023
Wichtige Mitteilung zum Strombezug

der Landvolk Betriebsmittel GmbH

Stromkunden mit einem Jahresverbrauch über 10.000 kWh erhalten aktuell ein Schreiben „Herzlich Willkommen bei EWE – Ihre gesetzliche Ersatzversorgung“. Über dieses Schreiben sei die Landvolk Betriebsmittel GmbH (LVB) vorab leider nicht informiert gewesen. Laut diesem Schreiben ende die Ersatzversorgung nach drei Monaten – also zum 31.03.2023. Die Belieferung könne durch die EWE danach eingestellt werden, sofern kein Liefervertrag mit der EWE oder einem anderen Energieversorger vorliege.

Die LVB teilt mit, dass sie derzeit intensiv an einem Stromangebot für ihre Mitglieder arbeitet, um eine unterbrechungsfreie Versorgung zu gewährleisten.

Aktuell prüfe die LVB die rechtlichen Grundlagen des Schreibens und die damit verbundenen Auswirkungen. Die LVB melde sich, bis spätestens Mitte Februar 2023, sobald ihr ein Stromvertrag vorliegt. Falls dies nicht der Fall sei, melde sich die LVB ersatzweise mit einer alternativen Vertragsempfehlung.

Aufgrund der derzeitigen Situation besteht sowohl im Kreisverband, als auch bei der LVB ein enormes Telefonaufkommen. Von beiden Seiten wird versucht jede Anfrage schnellstmöglich zu beantworten, wir bitten um Verständnis.

12.01.2023
Winterveranstaltung

des Landwirtschaftlichen Vereins Visselhövede

Am 17. Januar findet die Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Visselhövede statt. Interessierte dürfen sich für weitere Informationen gerne an den Vorsitzenden Heiko Twiefel unter info@heiko-twiefel.de wenden.

10.01.2023
Tatkräftige Helfer*innen gesucht

Unterstedt pflanzt 400 Sträucher

Mit dem Projekt „Eigene Vielfalt. Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft“ soll der Biotopverbund durch gebietseigene Gehölze gestärkt werden. Auf den gemeindeeigenen Wegrain am Schwedenkamp westlich von Unterstedt sollen durch insgesamt 400 neue Sträucher der Lebensraum an den landwirtschaftlich genutzten Flächen aufgewertet werden. Mit der Hecke soll ein neues Vernetzungselement und Lebensraum für Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen entstehen.

Hierfür suchen wir noch Unterstützer*innen die Lust haben mit uns gemeinsam 400 Sträucher zu pflanzen.

  • Mitzubringen sind wetterfeste Kleidung (insbesondere Schuhe), Arbeitshandschuhe und Spaten wenn vorhanden.
  • Für eine kleine Stärkung wird gesorgt!
  • Wer mitmachen möchte, kann am 28.01. zwischen 11 und 15 Uhr zum Schwedenkamp (siehe Karte) kommen. Über Anmeldungen im Vorfeld an jakob.klucken@nds.bund.net würden wir uns freuen, diese sind aber nicht erforderlich.

Das Projekt wird gemeinsam von Landvolk, BUND Niedersachsen und Landwirtschaftskammer sowie Stiftung Kulturlandpflege und in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotenburg und dem Ortsrat Unterstedt durchgeführt und ist mit den anliegenden Landwirt*innen abgestimmt. Gefördert wird es durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.

09.01.2023
Einladung Informationsveranstaltung rote Gebiete / Düngeverordnung

Montag, 30.01.2023 um 14 Uhr im Niedersachsenhof

Da in diesem Januar noch die Beschlussfassung über die neue Kulisse der roten Gebiete und damit eine erneute Änderung des Düngeplanung erfolgen wird, laden wir unsere Mitglieder herzlich zu einer Informationsveranstaltung zu der kommenden Kulisse, ihrer fachlichen Bewertung und den Auswirkungen auf die Düngeplanung und Bewirtschaftung ein. Die Veranstaltung wird am Montag, den 30.01.2023, um 14 Uhr im Niedersachsenhof in Verden stattfinden. Bitte meldet Euch für die Teilnahme an der Veranstaltung bei Frau Vajen unter der E-Mail vajen@landvolk-row-ver.de an.

Wir konnten den Gutachter unserer Klagen gegen die Düngeverordnung, Herrn Hydrogeologen Dr. Stephan Hannappel, Hydor Consult GmbH, Berlin, und Frau Bianca Hinck, Beraterin in der Gewässerschutzberatung und Düngeverordnung der Landberatung Rotenburg, für diese Veranstaltung gewinnen und freuen uns auf ihre Vorträge, Einschätzung und Ratschläge.

Herr Dr. Hannappel wird über die bevorstehenden Änderungen der Nitratkulisse sowie den Zustand der Messstellen in unserem Kreisgebiet referieren. Frau Hinck wird über „Pflanzenbauliche Maßnahmen zur Reduktion von Nitratgehalten im Sickerwasser“ berichten.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme.

09.01.2023
Beteiligung am Projekt Säure+ gesucht

Die Landwirtschaftskammer (LWK) und das Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) suchen derzeit Partnerbetriebe und Lohnunternehmer aus Süden und Nordwesten Niedersachsens für die Durchführung des Projektes Säure+.

Grundsätzlich soll in dem Projekt untersucht werden, wie durch Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern die N-Ausnutzung gesteigert und Ammoniak-Emissionen gesenkt werden können. Vergangene Versuche dieses Vorhabens lieferte vielversprechende Ergebnisse. Nun soll die optimale Menge zuzugebender Säure untersucht werden.

Eine Bekanntmachung des Vorhabens erfolgte Ende Oktober im Bundesanzeiger. In diesem Schreiben wurden auch die Fördermöglichkeiten für Demonstrationsbetriebe aufgezeigt. Auch wenn die vom BLE gesetzte Frist für Interessensbekundungen am 15.12.22 ausgelaufen ist, werden weiterhin Betriebe für eine Beteiligung gesucht. Es ist zu beachten, dass sich die Fördermöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe von denen für Lohnunternehmer unterscheiden.

Die LWK hat für interessierte Betriebe eine Vorlage zur Interessensbekundung erstellt, welche ausgefüllt an LWK und BLE gesendet werden kann. Diese lassen wir Ihnen bei Interesse gerne zukommen. Diese Interessensbekundung richtet sich nur an landwirtschaftliche Betriebe, nicht aber an Lohnunternehmer. Letzteren wird bei der LWK gerne mit der gesonderten Interessensbekundung geholfen.

Bei Interesse an weiteren Informationen melden Sie sich gerne unter sievers@landvolk-row-ver.de.

09.01.2023
Pflanzenschutzfachtagungen

LWK bietet Termine wieder in Präsenz an

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet in 2023 wieder ihre Pflanzenschutzfachtagungen an. Im Verbandsgebiet wird es zwei Veranstaltungen geben, bei denen auch jeweils Jörn Ehlers oder Christian Intemann aus unserem Vorstand für das Grußwort zuständig sein werden. Außerdem ist eine Kurzinfo zur GAP vorgesehen sowie diverse Vorträge. Interessierte Landwirt*innen können sich mittels Webcode auf der Webseite der LWK anmelden.

Termin 1:

WANN: 18.01.2023 um 13 Uhr

WO: Helscher Hus, Schulstr. 2, 27389 Helvesiek

WEBCODE: 33008014

Termin 2:

WANN: 31.01.2023 um 13 Uhr

WO: Niedersachsenhof, Lindhooper Str. 97, 27283 Verden

WEBCODE: 33008019

05.01.2023
Landwirtschaft im Dialog

Gemeinsamer Aktionstag am Bremer Domshof

Am 20.1.23 findet der Aktionstag „Landwirtschaft im Dialog“ statt. Ziel ist es, Verbraucherinnen direkt in der Stadt anzusprechen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit dem Landvolk-Kreisverband Mittelweser werden wir einen Stand am Bremer Domshof - direkt gegenüber vom Wochenmarkt - initiieren. Von 10-14 Uhr werden wir dort mit unserem Infomobil und einer mobilen Melkkuh stehen. Dafür suchen wir noch Landwirtinnen, die sich beteiligen. Meldet euch dazu gern bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

02.01.2023
Handlungsempfehlungen der Tierärztlichen Hochschule

zur Vorbereitung von nutztierhaltenden Betrieben auf einen massiven Stromausfall

Die tierärztliche Hochschule in Hannover hat Handlungsempfehlungen zur Vorbereitung von nutztierhaltenden Betrieben auf einen massiven Stromausfall (sog. Blackout) veröffentlicht. Diese Veröffentlichung finden Sie HIER

Aktuelles aus dem Landesverband

19.12.2025
Eier knapp und teuer
Geflügel

(AMI/MEG) In den Wochen vor Weihnachten waren kaum Bewegungen am Eiermarkt zu beobachten. Die Preise auf dem Spotmarkt blieben fast überall stabil, bei weiterhin knappem Angebot an Eiern auf dem freien Markt. Die Verbraucher fragen saisonbedingt sehr lebhaft nach Eiern. Bei den Verarbeitern spürte man Zurückhaltung beim Ordern, die hohen Preise veranlassten offenbar Unternehmen, durch veränderte Rezepturen den Bedarf an Eiern zu reduzieren. Auch im Dezember gab es etliche AI-Ausbrüche im In- und Ausland. Das machte sich beim Angebot auf dem freien Markt bemerkbar. Vor allem die Niederlande konnten wegen der AI-bedingten Restriktionen weniger liefern. Verbraucher nahmen im Laden, was sie kriegen konnten. Die Lieferverpflichtungen an den LEH konnten nicht immer umfänglich erfüllt werden. Es wird nicht damit gerechnet, dass sich die Situation schnell entspannt, neu eingestallte Herden können erst allmählich die Lücken in der Produktion füllen. Im Verlauf des Monats Dezember war die Preisentwicklung uneinheitlich. In der ersten Hälfte gab es bei den Preisen für Eier auf dem Spotmarkt Verschiebungen in alle Richtungen, in der zweiten Monatshälfte blieben die Preise auf hohem Niveau stabil.

19.12.2025
Geflügelfleisch beim Verbraucher beliebt
Geflügel

(AMI/MEG) Im Laufe des Dezembers wurden auch wieder viele Ausbrüche der Aviären Influenza in Deutschland gemeldet. Das Interesse der Verbraucher war zu Anfang des Monats noch etwas verhalten, nahm jedoch zu, je näher das Weihnachtsfest rückte. Für die Feiertage wird Geflügelfleisch für die geselligen Raclette- und Fondueeinladungen geschätzt. Auf Ladenstufe wurden diese Geflügelprodukte entsprechend beworben. Die Schlachtereiabgabepreise für lose gehandeltes frisches Hähnchenbrustfilet gaben Anfang Dezember im Schnitt etwas nach, stabilisierten sich dann aber. Bei Lieferung an den LEH dominierten stabile Preise. Jüngste Verhandlungen zwischen Schlachtereien und Erzeugergemeinschaften zogen leicht niedrigere Auszahlungspreise nach sich.

Nach wie vor ist der Putenmarkt stark durch die Ausfälle der Aviären Influenza betroffen. Ein reduziertes Angebot aus deutscher Schlachtung traf auf eine stetige Nachfrage. Die Großhandelspreise zogen an, teils auch die Preise im SB-Sektor. Die Althennenpreise blieben im Dezember weitgehend unverändert. Die Nachfrage gab etwas nach.

19.12.2025
Bundestag beschließt Erhöhung von Entschädigungen
Geflügel

Am gestrigen Abend (18.12) hat der Bundestag den Gesetzesentwurf zur Änderung des Tiergesundheitsgesetzes beschlossen. Für die Geflügel-Branche bedeutet das: der Höchstsatz für Entschädigungen im Seuchenfall wird rückwirkend zum 1. Oktober 2025 von 50 Euro auf 110 Euro pro Tier angepasst, was besonders für die Halter von Eltern- und Großelterntieren bei Gänsen, Puten und Enten von Bedeutung ist. Der Deutsche Bauernverband und das Landvolk begrüßen die beschlossene Erhöhung. Die Anpassung trägt den besonderen Herausforderungen der Geflügelhaltung Rechnung, insbesondere bei wertvollen Zuchtbeständen wie Gänsen und Puten. Die bisherigen Entschädigungssätze haben sich als nicht ausreichend erwiesen, um die existentiellen Risiken im Seuchenfall angemessen abzufedern. Die deutliche Anhebung des Höchstsatzes pro Tier ist daher ein wichtiger und notwendiger Schritt.

19.12.2025
DBV-Situationsbericht: Gewinne stagnieren
Geflügel

Die wirtschaftlichen Ergebnisse in der deutschen Landwirtschaft verharren laut dem aktuellen Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes auf Vorjahresniveau. Haupterwerbsbetriebe erzielten im Wirtschaftsjahr 2024/25 durchschnittlich 78.500 Euro je Betrieb. DBV-Präsident Joachim Rukwied warnt vor zunehmendem Druck durch sinkende Erzeugerpreise und steigende Lohnkosten: „Die Einkommen reichen nicht aus, um Arbeit, Kapital und Boden angemessen zu vergüten.“ Er fordert entschlossene politische Reformen, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Bürokratie abzubauen und Leistungen für Klima-, Biodiversitäts- und Tierwohl angemessen zu honorieren. Ohne diese Maßnahmen drohe ein beschleunigter Strukturwandel und Investitionsstau im ländlichen Raum.

Den aktuellen Situationsbericht finden Sie hier: https://www.situationsbericht.de/

19.12.2025
Öko-Basisrecht enthält Änderungen für Geflügelhaltung
Geflügel

Am 16. Dezember 2025 hat die EU-Kommission einen Verbesserungsvorschlag der Öko-Basisverordnung (EU) 2018/ 848 veröffentlicht. Wichtige Anpassungen der Produktionsvorschriften gibt es darin für Öko-Geflügel mit der Abschaffung der Mindestwartezeiten von 8 Stunden bei Parasitenbehandlungen und der Befreiung des Junggeflügels von der Auslaufpflicht. Es wird klargestellt, dass sich die 1.600 m²-Grenze nur auf die maximale Größe der Stallgebäude bezieht und keine Begrenzung der Unternehmensgröße in der Geflügelmast darstellt. Außerdem gibt es eine aus deutscher Sicht irrelevante Anpassung der Umstellungsregeln für die Wachtelproduktion. Weitere Maßnahmenvorschläge betreffen die Abschaffung der Positivliste für Reinigungs- und Desinfektionsmittel, vereinfachte Regeln für Kleinerzeugergruppen und eine Verlängerung der Frist für Äquivalenzvereinbarungen bei Importen bis 2036. Außerdem wird die EU-Öko-Logo-Nutzung an die Vorgaben des „Herbaria“-Urteils des EUGH angepasst. Mit dem Vorschlag versäumt es die EU-Kommission, etwas Substanzielles für die anderen Öko-Tierhalter zu verbessern.

19.12.2025
Vogelgrippe in Europa: Rekordzahlen
Geflügel

(EFSA) Zwischen dem 6. September und 28. November 2025 wurden laut dem aktuellen EFAS Quartalsbericht 2.454 Ausbrüche bei Wildvögeln und 442 Fälle von hoch-pathogener aviärer Influenza (HPAI) bei Hausvögeln in 29 europäischen Ländern gemeldet. Besonders betroffen sind Wasservögel und Kraniche, die eine hohe Sterblichkeit zeigen. Die Ausbreitung wird vor allem einer neuen HPAI-A(H5N1) -Variante zugeschrieben. Der starke Anstieg der Fälle könnte auf eine fehlende Immunität der Wildvogelpopulationen oder eine erhöhte Übertragbarkeit zurückzuführen sein. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Verbreitung bei Wildvögeln auf einem hohen Niveau bleiben wird, mit einem voraussichtlichen Rückgang gegen Ende des Winters. Die Übertragung auf Nutzgeflügel erfolgt überwiegend durch indirekten Kontakt mit Wildvögeln. Zu den Faktoren, die zum Anstieg der Fälle beitragen, gehören die Übertragung durch Wildvögel, der Infektionsdruck durch stark kontaminierte Umgebungen in der Nähe von Geflügelbetrieben und bestimmte Wetterbedingungen wie Feuchtigkeit. Experten empfehlen dringend Geflügel in betroffenen Regionen aufzustallen und die strengen Biosicherheitsmaßnahmen und verstärkte Überwachung umzusetzen.

Quelle: https://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/2025-12/AI%20Report%20XXXV.pdf

18.12.2025
Geringerer Fleischverzehr in der EU erwartet
Geflügel, Milch und Rind

(AMI) – Laut aktuellen Daten der EU-Kommission wird in den nächsten zehn Jahren ein leichter Rückgang des Fleischverzehrs in der EU erwartet. Von 2025 bis 2035 wird mit einer Abnahme um 1,3 % auf gut 45 kg pro Kopf gerechnet.

Dieser allgemeine Rückgang dürfte mit einer Veränderung des Konsumverhaltens einhergehen. Dabei setzt sich der Trend weg von Rind- und Schweinefleisch hin zu Geflügel fort. Der Fleischverzehr wird zudem von den Sorgen der Konsumenten hinsichtlich der Umwelt und des Klimawandels beeinflusst. Dies dürfte dazu führen, dass Produktionsprozesse und -stätten stärker in den Fokus rücken, und beispielsweise verstärkt auf regionale Beschaffung sowie eine klimafreundliche Herstellungsweise geachtet wird. Auch gesundheitliche Aspekte könnten die Verbraucher dazu veranlassen, weniger tierische Proteine zu konsumieren.

Die EU-Kommission erwartet eine Zunahme von Fleischalternativen, deren Marktanteil jedoch weiterhin gering bleiben dürfte. In den nächsten zehn Jahren wird in kultiviertem Fleisch keine große Konkurrenz für die tierischen Originalprodukte gesehen. Dies dürfte einerseits an der mangelnden Akzeptanz der Verbraucher und andererseits an den vergleichsweise hohen Preisen für Fleisch aus dem Labor und den hohen regulatorischen Anforderungen liegen.

18.12.2025
Kommissionsvorschlag Öko-Basisrecht bringt lediglich bei Bio-Geflügel Entlastung
Öko-Landbau

(DBV) Am 16. Dez. hat die EU-Kommission den im Som­mer angekündigten Änderungsvorschlag zur Verbesserung der Öko-Basisverordnung (EU) 2018/848 veröffentlicht. Verbesserungen der Produktionsvorschriften soll es nur für Öko-Geflügel geben mit der Abschaffung der Min­destwartezeiten bei Parasitenbehandlungen und der Befreiung des Junggeflügels von der Auslaufpflicht. Es wird klargestellt, dass sich die 1.600 m²-Grenze nur auf die maximale Größe der Stallgebäude bezieht und keine Begrenzung der Unternehmensgröße in der Geflügelmast darstellt. Außerdem gibt es eine aus deutscher Sicht irrelevante Anpassung der Umstellungsregeln für die Wachtelproduktion. Weitere Maßnahmenvorschläge betreffen die Abschaffung der Positivliste für Reinigungs- und Desinfektionsmittel, vereinfachte Regeln für Kleinerzeugergruppen und eine Verlängerung der Frist für Äquivalenzvereinbarungen bei Importen bis 2036. Außerdem wird die EU-Öko-Logo-Nutzung an die Vorgaben des „Herbaria“-Urteils angepasst. Mit dem Vorschlag versäumt es die EU-Kommis­sion, etwas wirklich Substanzielles für die meis­ten Öko-Tierhalter zu verbessern. Insbesondere fehlen Verbesserungen für die Milchviehbetriebe beim Weidegang. Hier werden strukturelle Gründe sogar nochmals explizit abgelehnt. Aber auch für Ausnahmen von der Weidepflicht aus gesundheitlichen Gründen – wichtig v. a. bei hohem Parasitendruck für Milchziegen und -schafe sowie Kälber nach der Tränkephase – wird keine „physiologische“ Begründung eingeführt. Das wäre bspw. mit einer kleinen Ergänzung im Anhang II Teil II 1.7.3 leicht möglich gewesen. Leer gehen auch die Schweine- und Rindermastbetriebe in der Frage der Teilüberdachung aus. Aus Tierwohl- und Umweltgründen böte das Wording „überwiegende“ Überdachung eine rechtssichere Lösung. Aufgrund der sehr engen Auslegung der aktuellen Öko-Basisverordnung sind bis Ende September über 350 Betriebe aus der Öko-Milchvieh- und Rinderhaltung ausgestiegen, da sie die nachträglich verschärften Weide-Anforderungen nicht mehr erfüllen können. Weitere werden folgen, wenn es nicht zu rechtlichen Anpassungen kommt. Auch in anderen EU-Staaten ist die Zahl der Öko-Milchviehbetriebe in den letzten Jahren um 10% und mehr zurückgegangen. Für sehr viele Schweinehalter ist eine ähnliche Entwicklung in den nächsten Jahren zu erwarten, wenn auch hier praxisferne Regelungen durchgesetzt werden sollen. Die Kommission verschiebt nun Verbesserungen für die Öko-Tierhaltung auf ge­änderte Auslegungen bestehender Rechtstexte im Rahmen der FAQ-Kataloge des Kommissions­referates Organic Farming. In der ebenfalls diese Woche veröffentlichten Roadmap wird dies für das erste Halbjahr 2026 angekündigt. Es gibt dabei keine substanziellen Aussagen zur Richtung der Korrekturen. Das zuständige Kommissionsreferat ist für rigide Auslegungen berüchtigt

18.12.2025
Reichlich Bio-Hafer
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die Geschäfte mit Hafer sind im November deutlich abgeflaut. Mühlen und Verarbeiter haben sich in und nach der Ernte ausreichend mit Ware eingedeckt. Etwas dynamischer ist es bei den anderen Kulturen – vor allem der Dinkel- und Roggenmarkt haben sich belebt. Bei Dinkel passen Angebot und Nachfrage gut zusammen. Die Weizenqualitäten streuen in diesem Jahr deutlich. Zwar sind sämtliche Qualitätsstufen erstmal verfügbar, allerdings stützt der Futtermarkt die Preise im unteren Qualitätsbereich.