Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

24.10.2023
"Rote Gebiete" - Kabinett beschließt Änderungsverordnung

Vergrößerung der Gebietskulisse

Die Landesregierung hat am 10. Oktober die geänderte „Niedersächsische Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat oder Phosphat“ beschlossen. Durch die geänderte Verordnung kommt es zu einer Vergrößerung der Gebietskulisse. Die so genannten „roten Gebiete“ umfassen nun zirka 32 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niedersachsen. Die ausgewiesenen eutrophierten (mit Phosphat belasteten) Gebiete werden weiterhin zirka 1,4 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niedersachsen umfassen. Die Ausweisung der mit Nitrat belasteten Gebiete definiert, wie bisher auch, den Anwendungsbereich für Maßnahmen gemäß § 13a Abs. 2 Düngeverordnung des Bundes sowie für die Maßnahmen der Landesdüngeverordnung. Die für diese Gebiete vorgeschriebenen Maßnahmen werden nicht verändert. Somit bleiben die Auflagen, wie etwa die jährlichen Untersuchungen von Bodenproben, um den pflanzenverfügbaren Stickstoffgehalt zu bestimmen, oder auch die Vorgabe zur Einarbeitung für die meisten organischen Düngemittel und Wirtschaftsdünger innerhalb einer Stunde, bestehen. Die neue Verordnung tritt mit Veröffentlichung im Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt in Kraft.

„Wir sind schwer enttäuscht, dass das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium trotz des von Ministerin Miriam Staudte geäußerten Verständnisses für unsere Sorgen und Kritikpunkte keine Anpassungen am bisherigen Vorgehen vorgenommen hat“, erklärt Dr. Holger Hennies, Präsident des Landvolk Niedersachsen, zu der vom Kabinett beschlossenen Änderungsverordnung. „Die letzte Änderung erfolgte erst vor zehn Monaten, insgesamt ist es innerhalb von nur vier Jahren schon die dritte Anpassung der Ende 2019 erstmals festgelegten roten Gebiete“, führt Hennies aus. So werde vom ebenfalls zuständigen Umweltministerium weiter mit einem völlig ungeeigneten und von der EU deutlich kritisierten Netz an Grundwassermessstellen gearbeitet und eine fachlich völlig ungeeignete Methodik der Abgrenzung verwendet. „Zudem werden jetzt die roten Gebiete auch noch mit einer Begründung erweitert, die auf wenige Einzelmessungen und einer nicht ausreichend erprobten Berechnungsmethodik des Nitrateintrags beruht“, bemängelt Hennies die Vorgehensweise. „Weil vom Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, der für die Auslegung der Düngeverordnung zuständig ist, keine Rückendeckung für eine fachlich unumstrittene Berücksichtigung der grundwasserschützenden Wirkung unseres Grünlands kommt, hält das Land an einer irrationalen Einschränkung der Düngung auf unseren Weiden und Wiesen fest“, benennt der Landvolkpräsident eine weitere Ursache für das jetzt vorliegende und mehr als unbefriedigende Ergebnis.

Für das Landvolk Niedersachsen stehen Bund und Land in der Pflicht, den Landwirt*innen zu erklären, warum in Niedersachsen die Vorteile des Grünlandes beim Grundwasserschutz nicht so berücksichtigt werden – wie beispielsweise in Bayern – und weshalb anders als im Rest Europas nicht die gemessenen Nitratgehalte, sondern berechnete, theoretische Einträge als Maßstab für die Ausweisung „roter Gebiete“ herangezogen werden. Das Landvolk erwartet, dass die Landesregierung ihr Vorgehen auch vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg erklären muss. Hier liegen bereits zahlreiche Klagen von betroffenen Höfen vor. Vom Bund fordert der Landesbauernverband spätestens für das nächste Frühjahr die von der Politik schon lange zugesagte Änderung der Düngeverordnung vorzunehmen, um eine Flexibilisierung des völlig überzogenen und starren Korsetts in den roten Gebieten für besonders gewässerschonend wirtschaftende Betriebe zu schaffen. Niedersachsens Landwirt*innen haben in den vergangenen sieben Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und die Stickstoffemissionen deutlich reduziert.

24.10.2023
Tag des offenen Hofes 2024

Betriebe gesucht

Landwirtschaft zeigen, wie sie wirklich ist. Darum geht es beim bundesweiten Tag des offenen Hofes (TdoH) am 9. Juni 2024. Ein Tag des offenen Hofes ist eine gute Möglichkeit, um den Verbraucher*innen die heutige Landwirtschaft nahezubringen. Nur Wenige haben im Alltag direkt Kontakt zu den Menschen, die für ihre Nahrung, für erneuerbare Energien oder die vertraute Kulturlandschaft sorgen. Erst durch Aktionen wie diese kann langfristig Transparenz für die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit erreicht und Vorurteile abgebaut werden. Ziel des TdoH ist es, Familien, Vertreter*innen der Medien, Politiker*innen und natürlich Nachbarn zu erreichen. Keine Sorge, Sie müssen kein riesiges Volksfest ausrichten! Auch kleinere, zeitlich begrenzte Aktionen wie Radtouren, Bauernfrühstücke, Hof- und Ackerführungen sind möglich. Ihren Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt. Sie entscheiden, wie und in welcher Größenordnung Sie Ihren TdoH gestalten möchten. Als Veranstalter*in eines TdoH stellen wir Ihnen mit dem Hofpaket kostenfrei Materialien zur Verfügung, die Sie bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen, u. a. Plakate und Banner. Außerdem enthält unser TdoH-Leitfaden eine Reihe zahlreicher Tipps und Hinweise, was bei der Durchführung eines TdoH zu beachten ist. Wenn Sie einen Tag des offenen Hofes ausrichten möchten, melden Sie sich gerne bei Silke Aswald per Mail unter aswald@landvolk-row-ver.de.

24.10.2023
140. Elite Auktion des Hannoveraner Verbandes

Reitpferde, Fohlen & zweijährige Hengste

Die 140. Elite-Auktion des Hannoveraner Verbandes, die am vergangenen Wochenende stattfand, wurde zu einem Elite-Festival. Die Auktion wurde mit einem spektakulären Schauprogramm eröffnet. Bundeschampions, Hannoveraner Champions und der Derbysieger*innen gaben sich die Ehre. Gleich zu Beginn wurde die Kopf-Nummer 1, Semenyo N, mit einem Zuschlagspreis von 140.000 Euro als Preisspitze gefeiert. Durchschnittlich mussten 31.887 Euro für eine der 62 elitären Nachwuchstalente angelegt werden. Einen ausführlichen Bericht erhalten Sie HIER.

19.10.2023
buten un binnen Beitrag zum regionalen Absatzmarkt für Bio-Produkte

Unverkaufte Ernte, volle Speicher – So geht es Bremer Öko-Landwirt*innen

Der regionale Absatzmarkt für Bio-Produkte ist in Schwierigkeiten. Das Angebot ist oft größer als die Nachfrage. Die Ernte ist zum Teil unverkäuflich. Darunter leiden auch Öko-Landwirt*innen aus der Region. Landwirt Michael Kappel aus Westen in Dörverden berichtet in einem buten un binnen Beitrag vom 17. Oktober 2023 über diese Schwierigkeiten. Eine Aufzeichnung des Beitrages finden Sie HIER.

18.10.2023
Veredlungstag 2023 des Deutschen Bauernverbands

am 24. Oktober in der Stadthalle Cloppenburg

Aktuelle Lage gut, Aussichten düster. Das ergab eine gemeinsame aktuelle Umfrage der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit dem Agrar- und Ernährungsforum (AEF) bei fast 500 Schweinehalter*innen aus Deutschland. „Die Umfrageergebnisse zeigen ganz deutlich, unsere Schweinehalter sind frustriert. Auch wenn die wirtschaftliche Lage auf den Höfen aktuell noch positiv ist, so planen über 75 Prozent keine Investitionen für das kommende Jahr. Das sagt viel über die Stimmung aus“, kommentiert Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers das Umfrageergebnis. „Schweinehaltung weiterentwickeln – Möglichkeiten und Wege“, lautet daher auch das Motto des Veredlungstages 2023 des Deutschen Bauernverbands (DBV), der am 24. Oktober in der Stadthalle Cloppenburg stattfinden wird, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Von 9 bis 16 Uhr werden hier Themen und Probleme der deutschen Schweinehaltung beleuchtet. Zwar erfolgte in den vergangenen Monaten mit dem Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, den Erleichterungen beim Baurecht und dem beschlossenen Bundesförderprogramm endlich eine leichte Vorwärtsbewegung, die aber praxisnah nur schlecht oder gar nicht umsetzbar ist. Politische Regulierungen gefolgt von Bürokratie sind laut der Umfrage für 97 Prozent der Befragten die Hauptgründe der Unzufriedenheit der deutschen Schweinehalter*innen. „Umso mehr gilt es jetzt, Lösungen und Wege zur Weiterentwicklung der Schweinehaltung zu suchen. Die Politik ist aufgefordert, ihre Hausaufgaben zu machen“, sagt Hubertus Berges, stellvertretender Vorsitzender des Veredelungsausschusses beim Landvolk.

Nachdem Bauernpräsident Joachim Rukwied mit seinem Statement die Veranstaltung in der Münsterhalle eröffnet, wollen um 10 Uhr Hubertus Beringmeier als Vorsitzender des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch aus der Sicht des Bauernverbandes, Alexander Liedke von Lidl aus der Sicht des Lebensmittelhändlers und Mads Stougaard von Danish Crown aus der Sicht des dänischen Schweinesektors die Zukunft der Schweinehaltung aufzeigen. Gemeinsam werden sie mit Sven Guericke vom AEF und Dr. Stephan Kruse von Vion auf dem Podium darüber diskutieren. Land & Forst-Chefredakteurin Maren Diersing-Espenhorst moderiert die Veranstaltung. Der Futtermittelmarkt, die Konsequenzen für die Betriebsentwicklung, wie der Betrieb auf die Zukunft ausgerichtet werden kann und künstliche Intelligenz im Schweinestall sind die Themen für den Nachmittag. Gegen 16 Uhr wird Jörn Ehlers den Veredlungstag 2023, der für die Teilnehmer*innen kostenfrei ist, beenden. Interessierte melden sich bitte bis zum 19. Oktober HIER an.

16.10.2023
Kreisleitungspflügen in Thedinghausen-Beppen

Niclas Podehl pflügt sich auf Platz eins

Am vergangenen Freitag fand auf dem Betrieb Wortmann in Thedinghausen-Beppen der Kreisentscheid im Leistungspflügen statt. Die angehenden Landwirt*innen hatten die Aufgabe eine vorgegebene Fläche fachgerecht unter Wettbewerbsbedingungen innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe zu bearbeiten. Ziel war, neben der grundsätzlichen Aufgaben des Pflügens, ein optimaler Einsatz des Pfluges. Ein korrekter Anbau des Gerätes an die Zugmaschine bewirkt, neben einer bodenschonenden Bearbeitung, unter anderem einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Die Beseitigung des nicht erwünschten Pflanzenbestandes durch den Pflug reduziert den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und ist insofern aktueller denn je. Der jährliche Wettbewerb ist daher ein wichtiger Bestandteil der landwirtschaftlichen Ausbildung. „Beim Leistungspflügen sind die Teilnehmer einem kleinen Stresstest ausgesetzt und müssen das Erlernte in die Praxis umsetzten“, erzählte Hans-Werner Heidemann von der Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik (Deula) Nienburg gegenüber der Verdener Aller-Zeitung.

Die Wertungsrichter konnten mit den Leistungen der Auszubildenden durchaus zufrieden sein. Eine besonders gute Leistung erzielte Niclas Podehl, der sich auf den ersten Platz pflügte. Ihm folgten Georg Fischer und Leo Ripke auf dem zweiten Platz, sowie Finn Fischer auf dem dritten Platz. Alle Teilnehmer*innen können jedoch Stolz auf sich sein, sich dem Wettbewerb gestellt zu haben.

16.10.2023
Moorgipfel im Landkreis Osterholz

Jetzt anmelden, damit der Moorschutz gemeinsam mit der Landwirtschaft gelingt

Der Landkreis Osterholz veranstaltet in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit dem Landvolk Osterholz e.V., der Biologischen Station Osterholz e. V. und dem Gewässer- und Landschaftspflegeverband Teufelsmoor einen Moorgipfel. Am Freitag, den 3. November 2023 findet dieser von 9:30 bis 17:00 Uhr in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck (Jacob-Frerichs-Straße 1, 27711 Osterholz-Scharmbeck) statt. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an alle am Thema Klima- und Moorbodenschutz interessierten Personen als auch an Personen, die beispielsweise als Bewirtschaftende oder Landbesitzer*innen vom Moorbodenschutz berührt sind. Kurz gesagt ist sowohl die breite Öffentlichkeit als auch Fachpublikum herzlich willkommen.

Es erwartet Sie ein vielfältiges Programm bestehend aus Fachvorträgen und Foren zu Themen der Wiedervernässung, der Aufwuchsverwertung und des nachhaltigen Tourismus sowie Messestände und die Ausstellung von Produkten aus Mooraufwuchs. Mit dem niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer und der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte haben hochrangige Vertreter*innen der Landesregierung ihr Kommen ebenso zugesagt, wie eine Vielzahl von Fachexpert*innen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nötig und ab sofort bis zum 25. Oktober 2023 HIER möglich. Die Veranstaltungsstätte ist in wenigen Fußminuten vom Bahnhof Osterholz-Scharmbeck erreichbar. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit, damit der Moorbodenschutz gemeinsam mit der Landwirtschaft gelingen kann!

11.10.2023
Sachliche Diskussion zum Thema Wolf

Circa 150 Zuschauer*innen bei Podiumsdiskussion

Am Montag fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Wolf im Rathaus in Langwedel statt. Eingeladen hatte der Nabu Kreisverband Verden e. V. Auf dem Podium zugegen waren Frank Fass vom Wolfcenter Dörverden, der Präsident der Landesjägerschaft Helmut Dammann-Tamke, der 1. Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen Dr. Holger Buschmann sowie Helmut Habermann aus dem Raum Burgdorf bei Hannover als Vertreter des Nds. Landvolkes und der Pferdeland Niedersachsen GmbH. Die Veranstaltung war mit circa 150 Leuten mehr als gut besucht und es ergab sich ein respektvoller Austausch zwischen allen Mitdiskutanten. Quintessenz des Abends war bei allen Beteiligten, dass es eine bessere und einfachere finanzielle Unterstützung bzw. Übernahme bei Herdenschutzmaßnahmen geben sollte und hier die Politik am Zug ist. Abweichungen ergaben sich bei den Themen Wolfsentnahme und wolfsfreie Zonen.

05.10.2023
Podiumsdiskussion zum Thema Wolf

NABU Verden lädt ins Rathaus nach Langwedel ein

Veranstaltungshinweis:

Am 9.10.23 lädt der NABU Kreisverband Verden e. V. Zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Wolf ein. Die Veranstaltung findet ab 19:00 Uhr im Rathaus Langwedel statt.

Auf der Homepage des NABU heißt es dazu: „Als Moderator konnte der NABU Kreisverband Verden e.V. den ehemaligen Chefredakteur des Achimer Kreisblattes Manfred Brodt gewinnen. Um ein ausgewogenes Meinungsbild zu ermöglichen, werden Vertreter unterschiedlicher Interessensgemeinschaften eingeladen. Frank Fass vom Wolfcenter Dörverden wird seine Erkenntnisse in die Diskussion ebenso einbringen wie Helmut Habermann aus dem Raum Burgdorf bei Hannover als Vertreter des Nds. Landvolkes und der Pferdeland Niedersachsen GmbH. Außerdem werden sich der Präsident der Landesjägerschaft, Helmut Dammann-Tamke und der 1. Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen, Dr. Holger Buschmann, gegenübersitzen. Ziel der Veranstaltung ist es, möglichst viele Emotionen aus der Diskussion zu nehmen und diese durch den Sachverstand der Experten zu ersetzen. Alle Gäste werden auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.“

27.09.2023
Wolf im Fokus

Jörn Ehlers im Talk der NDR Info “Redezeit”

Dass das Thema Wolf mittlerweile in der gesamten Gesellschaft angekommen ist, zeigte die Radiosendung „Redezeit“ von NDR Info vom 26.9.23: Dort diskutierte Radiomoderatorin Susanne Stichler gemeinsam mit Ernst-Dieter Meinecke von der Landesjägerschaft Niedersachsen, Wolfsexperte Theo Grüntjens sowie Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V. Nach Aussagen der Redaktion gab es auf die Sendung eine überraschend hohe Resonanz mit vielen Mails und Anrufer*innen. Die gesamte Sendung ist HIER auch online abrufbar.

Um auf den Wolf Aufmerksam zu machen, werden am 29. September Weidetierhalter um 19 Uhr europaweit Mahnfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes und für den Schutz der Weidetierhaltung entzünden. Infos dazu gibt es HIER.

Aktuelles aus dem Landesverband

12.12.2025
Aktualisierte HPAI-Risikoeinschätzung des FLI
Geflügel

Das FLI hat eine aktualisierte Risikoeinschätzung zur hochpathogenen Aviären Influenza H5 (HPAI H5) veröffentlicht. Im Zeitraum vom 1. bis 30. November wurden in Deutschland 105 HPAIV‑H5N1‑Ausbrüche in Geflügelhaltungen in neun Bundesländern registriert, betroffen vor allem Putenbetriebe, gefolgt von Hühner‑, Gänse‑ und Entenhaltungen. Zusätzlich wurden 1.465 infizierte Wildvögel gemeldet, überwiegend Kraniche (rund 700) und Wildgänse (über 400), mit Nachweisen in allen Bundesländern; vereinzelt traten Nachweise bei Säugetieren auf. Das Risiko für Eintrag und Weiterverbreitung in Wildwasservogelpopulationen, Geflügelhaltungen und zoologischen Beständen sowie durch Sekundärausbrüche, Lebendgeflügelabgabe und unerkanntes Zirkulieren in Wassergeflügelhaltungen wird weiterhin als hoch eingeschätzt. Priorität haben konsequente Biosicherheitsmaßnahmen und Überwachungs‑ bzw. Abklärungsuntersuchungen; in Regionen mit Häufungen wird eine risikobasierte Aufstallung empfohlen, Hunde sollten angeleint und der Freigang von Katzen eingeschränkt werden. Auffällige Todesfälle sind der Veterinärbehörde zu melden. Das Einsammeln von Kadavern kann nahrungskettenbedingte Übertragungen reduzieren. Den vollständigen Bericht finden Sie unter: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00069240/FLI-Risikoeinschaetzung_HPAI_H5_2025-12-09.pdf.

12.12.2025
Die größten Eierproduzenten der Welt
Geflügel

WATT Poultry International veröffentlicht jährlich die Übersicht der größten Eiererzeuger. Trotz der jüngsten HPAI‑H5N1‑Ausbrüche bleiben US‑Unternehmen führend. Die größten Eiererzeuger 2025 sind: Cal‑Maine Foods (USA, 50,6 Mio. Legehennen), Global Eggs (Luxemburg, 43,0 Mio.; Produktion überwiegend in Brasilien und den USA), Proteina Animal (Mexiko, 41,0 Mio.), Das erste in Europa ansässige Unternehmen in der Weltliste ist Avangardco (Ukraine, Platz 14, 13,3 Mio.). In der Europa‑Rangliste findet sich kein deutsches Unternehmen; führend sind Frankreich und Russland.

12.12.2025
Schlachthof Buckl bleibt geschlossen
Geflügel

Seit April ruht der Betrieb der Geflügelschlachterei Buckl; inzwischen steht fest, dass eine Wiederaufnahme nicht vorgesehen ist. Ausschlaggebend sind Anforderungen im Zuge einer möglichen Neuzulassung, erhöhte Eigenkapitalvorgaben, ein schwer kalkulierbarer Investitionsbedarf, der bauliche Zustand der stillgelegten Anlage sowie inzwischen genutzte Ausweichmöglichkeiten für Schlachttiere. In der Summe ließ diese Konstellation keine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu. Die Entwicklung dezentraler, praxistauglicher Ansätze für die bayerische Geflügelwirtschaft bleibt daher ein wichtiges Zukunftsthema.

12.12.2025
DBV-Fachausschuss Eier und Geflügel
Geflügel

Am Dienstag fand unter Leitung von Christoph Klomburg die Sitzung des DBV-Fachausschusses Eier & Geflügel, aufgrund der aktuellen HPAI-Lage, als Videokonferenz statt. Im Mittelpunkt stand die Marktsituation: Der Eiermarkt bleibt trotz Belastungen stabil, der Pro-Kopf-Verbrauch steigt weiter an, während reduzierte KAT-Kapazitäten in den Niederlanden zu spürbaren Engpässen bei zertifizierter Ware führen. Im Geflügelfleischbereich entwickelt sich der Hähnchenmarkt positiv, während der Putenbereich erheblich unter Druck steht. Ein weiterer Schwerpunkt war die politische Lage. Der Ausschuss betonte den dringenden Handlungsbedarf bei Baurecht und Genehmigungen, insbesondere für Tierwohl-Umbauten, und forderte praxistaugliche Lösungen im Zuge der Überarbeitung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes sowie des IED-/UCOL-Prozesses. Zum KAT-System wurde über die abgeschlossene OKT(Ohne-Küken-Töten) -Umstellung in Deutschland und gleichzeitig deutlich rückläufige Kapazitäten im wichtigsten Importland Niederlande berichtet. Zur TA-Luft wurde hervorgehoben, dass Abluftreinigung in der Praxis meist als unverhältnismäßig gilt und alternative Minderungsmaßnahmen dominieren. Breiten Raum nahm die aktuelle HPAI-Lage ein: Seit Oktober wurden rund 2,3 Mio. Tiere gekeult. Trotz eines leichten Rückgangs der Fallzahlen bleibt das Eintragsrisiko hoch. Eine Impfung gilt aufgrund ungeklärter Handels- und Überwachungsfragen weiterhin nur als begrenzt realistische Option; Biosicherheit bleibt daher weiterhin das zentrale Instrument.

10.12.2025
DBV-Fachausschuss Schweinefleisch
Schwein

Ende letzter Woche fand unter Leitung von Präsident Hubertus Beringmeier die Sitzung des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch in Berlin statt. Zentrales Thema war die aktuelle politische Lage. Insbesondere die großen Herausforderungen der Sauenhalter nahmen in der Diskussion breiten Raum ein. Hier gilt es, im Sinne des Positionspapieres vom DBV-Veredlungstag den dringend notwendigen Handlungsbedarf bezüglich einer umfangreichen finanziellen Unterstützung und Erleichterungen beim Genehmigungsrecht der Politik weiterhin deutlich zu machen und einzufordern. Ohne substanzielle Unterstützung für die Sauenhalter droht ein erheblicher Strukturbruch mit negativen Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette Schwein in Deutschland. Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt waren das Umwelt- und Genehmigungsrecht, welche zu den größten Hindernissen für Investitionen in der Branche gehören. Zum aktuell nicht kostendeckenden Schweinemarkt wurde von einer zuletzt weitgehend stabilen Marktlage berichtet, die aber durch das aktuelle ASP-Geschehen in Spanien unter Preisdruck geraten könnte. Immerhin hat Spanien aber ein Regionalisierungsabkommen mit China ausgehandelt, so dass aus weiten Teilen Spaniens der Export weiterlaufen könnte. Positive Entwicklungen bei den Arbeiten zur Vermarktung aus ASP-Restriktionszonen wurden ebenfalls berichtet.

10.12.2025
Bauernverband begrüßt Einigung beim THKG
Schwein

Die Generalsekretärin des DBV, Stefanie Sabet, begrüßt grundsätzlich die Einigung der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag zur Weiterentwicklung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. „Die Verständigung der Koalitionspartner, den Start der Kennzeichnungspflicht auf den 1. Januar 2027 zu verschieben, ist richtig. Die Verschiebung ist ein klarer Auftrag zur vollumfänglichen Überarbeitung. Jetzt muss die Zeit genutzt werden, um das Gesetz grundlegend neu aufzustellen. Entscheidend ist, dass Möglichkeiten des Downgradings und eine verpflichtende Kennzeichnung auch für ausländische Waren geschaffen werden, alle Absatzmärkte müssen dabei in die Betrachtung. Bereits etablierte Systeme müssen integriert werden. Zwingend ist eine Reduktion der Bürokratie, etwa bei den Meldepflichten und der Nutzung bereits erhobener Daten durch die Einbindung etablierter wirtschaftsgetragener Systeme. Das integrierte Konzept der Verbändeallianz enthält dazu weitergehende Ausführungen.“

10.12.2025
Update ASP in Spanien
Schwein

Bisher 13 Fälle von ASP bei Wildschweinen bestätigt. 37 weitere Tiere sowie 39 Betriebe im Sperrgebiet blieben ohne Befund. Die Regierung kündigte finanzielle Hilfen für betroffene Betriebe an. Auswirkungen auf den europäischen Schweinemarkt sind noch unklar. Während China dank des Regionalisierungsabkommens weiterhin beliefert werden kann, haben Länder wie bspw. Japan und die USA ihre Märkte geschlossen. Analysen zeigen, dass der Erreger sich von allen anderen bisher in der EU aufgetretenen unterscheidet. Der nächstverwandte Virus ist 2007 in Georgien aufgetreten.

10.12.2025
QS: Ab 2026 Biosicherheitsbewertung im Betrieb Pflicht
Schwein

Ab dem 1. Januar 2026 müssen QS-Betriebe eine individuelle Biosicherheitsbewertung durchführen. Für Betriebe in Niedersachsen empfiehlt es sich, dafür den Biosicherheitsmanagementplan nach dem Niedersächsischen Biosicherheitskonzept für Schweine haltende Betriebe zu verwenden.

Alternativ kann das Tool der digitalen Risikoampel der Uni Vechta verwendet werden, welches anhand anonym beantworteter Fragen zu Standort, Struktur und Hygienemanagement das Risiko bewertet und gibt Optimierungshinweise.

Ab dem 1. Juli 2026 muss die Nutzung der Risikoampel im QS-Audit nachgewiesen werden. Wer bereits 2025 einen Biosicherheitsmanagementplan nach dem Niedersächsischen Biosicherheitskonzept für Schweine haltende Betriebe erstellt hat oder eine Bewertung durch die Risikoampel der Uni Vechta durchgeführt hat, kann diesen Nachweis 2026 und in den Folgejahren verwenden.

Informationen zum Niedersächsischen Biosicherheitskonzept für Schweine haltende Betriebe: 

https://www.ndstsk.de/1164_Biosicherheit-allgemein.html