Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

10.05.2023
Neue Chancen der Einkommenskombination für Landwirt*innen

Verbände aus Landwirtschaft und Tourismus laden zu Info-Veranstaltung ein

Über neue Chancen der Ferienvermietung und Direktvermarktung als weiteres Standbein für Landwirt*innen informiert die LandTouristik Niedersachsen (LTN) in einer halbtätigen Informationsveranstaltung gemeinsam mit den Kreislandvolkverbänden Landvolk Rotenburg-Verden e.V. und Landvolk Bremervörde-Zeven e.V. sowie dem Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V. und dem Landkreis Verden am 16. Mai 2023 von 09:30 bis ca. 13:00 Uhr im Kreishaus des Landkreises Rotenburg (Wümme )(Hopfengarten 2, 27356 Rotenburg).

Betreiberinnen und Betreiber landwirtschaftlicher Betriebe sowie weitere Interessierte sind eingeladen, sich über die attraktiven Möglichkeiten der Einkommenskombination zu informieren. „Wir wollen zeigen, wie Familienbetriebe und das ganze Dorf das weiterhin wachsende Nachfragepotential im Landtourismus nutzen können, sich gerade in der aktuellen Unsicherheit an den Agrarmärkten breiter und zukunftsfähiger aufzustellen“, erklärt LTN-Vorsitzende Martina Warnken.

Der Verband LandTouristik, seine Mitgliedsbetriebe und weitere Hofbetreiber*innen, die bereits eines dieser Standbeine erfolgreich betreiben, werden von ihrem Weg und der Hofentwicklung sowie den Voraussetzungen für den Einstieg in die Ferienvermietung oder Direktvermarktung berichten. Außerdem sind Referent*innen der Landkreise Rotenburg (Wümme) und Verden aus den Bauordnungsämtern geladen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Bauen und Umnutzung sowie Antragsverfahren aufzuzeigen. Einen Einblick in mögliche Förderprogramme soll es ebenso geben.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie HIER. Anmeldungen nimmt die LandTouristik Niedersachsen unter 0441/361060-11 oder per Mail an info@bauernhofferien.de entgegen.

05.05.2023
SuedLink Infoveranstaltung für Betroffene

Vorstellung und Umsetzung SuedLink-Rahmenvereinbarung sowie Vorbegrünung zum Schutz des Bodens

Im Dezember 2022 haben TenneT und die von dem Suedlink betroffenen Kreisverbände des Landvolkes Niedersachsen eine gemeinsame Rahmenvereinbarung unterschrieben. Sie sieht Entschädigungen für die Flächeninanspruchnahme sowie für Einschränkungen und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Bau des SuedLink vor. Das Dokument brachte die zweijährigen Verhandlungen über eine ausgewogene, transparente und nachvollziehbare Entschädigungspraxis im SuedLink zu einem erfolgreichen Abschluss.

Gemeinsam mit dem Landvolkkreisverband Bremervörde-Zeven e.V. haben wir TenneT als Vorhabenträgerin eingeladen, die Details der Rahmenvereinbarung in der Region gemeinsam mit uns vorzustellen. Zudem stellt TenneT die nächsten Schritte, Ihre Ansprechpartner und die Vorbegrünung zum Bodenschutz vor. Der Infomarkt ab 15:30 Uhr ist als offene Sprechstunde geplant, um in Einzelgesprächen die individuelle Betroffenheit besprechen zu können.

Am 15. Mai findet im Elsdorfer Hof (Lange Str. 37, 27404 Elsdorf) ab 15:30 Uhr ein Infomarkt für individuelle Fragen an TenneT statt. Ab 19:00 beginnt die Offizielle Vorstellung der Vereinbarung.

02.05.2023
Landvolk MB Finanz GmbH sucht Teamassizentz

Bewirb Dich jetzt

Unsere gemeinsame Tochtergesellschaft diverser Kreisverbände des Niedersächsischen Landvolkes, die Landvolk MB Finanz GmbH (LVMB) sucht eine Teamassistenz (w/m/d) für die Standorte Hannover, Rotenburg (Wümme), Verden, Bremervörde, Zeven oder Otterndorf.

DEINE Aufgaben umfassen im Wesentlichen:
• Erstellung von bürointernen Formblättern, Mandantenrundschreiben, hauseigenen Werbematerialien (Flyer, Visitenkarte etc.)
• Einbringung eigener Ideen für die Verbesserung der betrieblichen Abläufe
• Kundenstammdatenpflege und –verwaltung im Microsoft CRM Programm
• Terminkoordination und Reisekostenabrechnungen
• Vor- und Nachbearbeitung von Kundenterminen einschließlich Erstellung der dafür notwendigen Formblätter
• Betreuung und Unterstützung unserer Social Media Kanäle Instagram und Facebook
• Sachbearbeitung z.B. Telefonate mit Geschäftspartnern bzgl. Mandantenangelegenheiten

Was DU mitbringen solltest:
• kaufmännische Ausbildung, idealerweise in der Finanz- oder Versicherungsbranche
• kundenorientiertes und freundliches Auftreten
• Interesse an eigenverantwortlicher Tätigkeit
• Fundierte MS-Office-Kenntnisse, insbesondere PowerPoint, Outlook, Word
• Gutes Organisationsvermögen und schnelle Auffassungsgabe

Das bietet DIR die LVMB:
• Unbefristete Festanstellung
• Flexible Arbeitszeiten
• Persönliches Wachstum
• Teamevents
• JobRad Leasing
• Weiterbildungsmöglichkeiten
• Moderner Arbeitsplatz
• Vertrauensvolle Unternehmenskultur
• Wertschätzender Arbeitsplatz
• Kostenlose Getränke
• die besten Kolleginnen und Kollegen der Welt

Bewirb DICH jetzt:
Sende deine Bewerbung bitte mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen per E-Mail an info@lvmb-finanz.de. Gerne steht Dir Herr Marc Brettmann vorab für Fragen unter 0511-89975080 zur Verfügung.

27.04.2023
Zukunftstag erfolgreich gestartet

Zahlreiche Kinder auf Höfen im Verbandsgebiet unterwegs

Heute findet der Zukunftstag statt – ein Aktionstag zu dessen Anlass wir seit Jahren Schülerinnen und Schüler auf landwirtschaftliche Betriebe vermitteln. Dort sollen sie die Arbeit als Landwirtin kennen lernen und ordentlich mit anpacken. Viele Familien sprechen auch Landwirtinnen direkt an, sodass wir heute im gesamten Verbandsgebiet zahlreiche Kinder finden, die einen Tag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb miterleben dürfen. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Landwirt*innen, die Kinder bei sich aufgenommen haben.

Einen ausführlichen Artikel zum Zukunftstag lest ihr in der kommenden Landf&Forst sowie in der nächsten Ausgabe unserer Mitgliederzeitung.

25.04.2023
Oper und Operette auf dem Bauernhof

geht in die 21te Runde

Die beliebte Veranstaltungsreihe „Oper und Operette auf dem Bauernhof“ geht in diesem Jahr in die 21te Runde. Am Wochenende vom 07. bis zum 09. Juli können sich die Besucher*innen auf dem Schloms Hof in Waffensen erneut von den Tönen der klassischen Musik im rustikalen Wohlfühlamiente verzaubern lassen. Der musikalische und künstlerische Leiter Adrian Rusnak hat mit Künstler*innen wie Sopranistin Nerita Pokvytyte, bekannt vom Bremer Goethe Theater, Tenor Daniel Kim, welcher Wiederholungstäter*innen ein vertrautes Gesicht sein sollte und Bariton Piotr Prochera ein hervorragendes Musikprogramm geschaffen. „Dieses Jahr bringen die Künstler*innen ein so vielversprechendes Repertoire an Musikstücken mit, da fiel die Entscheidung wirklich schwer!“, berichtet Adrian Rusnak, der die Sänger*innen selbst am Klavier begleitet. Für musikalische Begleitung sorgen zudem auch Flötistin Arevik Khachatryan mit ihrer Querflöte und Wasilij Rusnak mit seiner Geige. Wasilij Rusnak schreibt zudem die Arien für die Hofkonzerte mit viel Liebe und Leidenschaft um.

Neben dem bedacht ausgewählten Musikprogramm überzeugt die Veranstaltung mit einem unvergleichlichen Flair, da sind sich die Beteiligten, das Landvolk Rotenburg-Verden, die Familie Holsten und die Volksbank Wümme-Wieste, einig. „Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, man fühlt sich komplett mitgenommen.“, erzählt Alexander Kasten, der Geschäftsführer des Landvolks Rotenburg-Verden, begeistert. Denn das liebevoll hergerichtete Hofambiente bildet in Verbindung mit der klassischen Musik eine ausgefallene Kombination, die es den Musikbegeisterten sichtlich antut. Nicht selten reisen ganze Freundeskreise gemeinsam an und nehmen dafür auch gerne eine Fahrt über die Landkreisgrenzen hinaus in Kauf. Auch Sunnhild und Söhnke Holsten sehen in dem außergewöhnlichen Zusammenspiel aus Landidylle und Klassik den Schlüssel zum langjährigen Veranstaltungserfolg: „Im Gegensatz zu den Opernhäusern ist das Ambiente hier herrlich unprofessionell und schafft authentische Nähe zu den Künstler*innen. Hier kann jeder herkommen, wie er sich wohlfühlt und in den Pausen wird bei leckerem Kuchen gemütlich geschnackt, während die Kinder im Garten toben können. Etwas Vergleichbares findet man selten.“

Wer sich dieses Event nicht entgehen lassen möchte sollte zeitnah zuschlagen, denn nur noch ein Drittel der Karten stehen zum Verkauf. Ergattern lassen sich diese HIER.

19.04.2023
Wolfsgipfel

am 28.April im Livestream

Die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland wird für Weidetierhalterinnen zunehmend zum existentiellen Problem. Während in anderen europäischen Mitgliedsstaaten bereits eine Regulierung des Wolfes praktiziert wird, erhalten die Weidetierhalterinnen in Deutschland lediglich Hinweise auf zusätzliche Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungen. Beim Wolfsgipfel der 4D. Digitalagentur für das Land eG in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband am 28.04.2023 soll eine ehrliche Bestandsaufnahme zum Thema Wolf und Weidetierhaltung durchgeführt und erforderliche Schritte für eine Regulierung des Wolfsbestandes diskutiert werden. Der Wolfsgipfel findet am 28. April 2023 von 10.00 bis 12.30 Uhr im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin statt und kann auch im Livestream auf www.bauernverband.de verfolgt werden.

19.04.2023
Hilfreiche Tipps zur Rehkitzrettung

Im Frühling steht nicht nur die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen an, sondern ebenfalls die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Das hohe Gras scheint für die Jungtiere, wie beispielsweise frischgeborene Rehkitze, eine gute Deckung vor möglichen Angreifern zu bieten, jedoch nicht vor den landwirtschaftlichen Maschinen die für die Frühjahrsmahd eingesetzt werden müssen.

Anstatt zu fliehen drücken sich die Rehkitze in den ersten Lebenswochen bei Gefahr flach auf den Boden, ohne sich weiter zu bewegen. So werden sie bei der Mahd meistens schwer verletzt, nur selten werden sie dabei direkt getötet. Um dieses Leid bestmöglich zu verhindern appelliert das Landvolk an seine Mitglieder den Mähtermin unbedingt mit dem zuständigen Jagdpächterinnen abzusprechen. Diese oder dieser ist gerne bereit die Rehkitzrettung in die Wege leiten bzw. durchzuführen. Auch wenn die Entscheidung zum Start der Mahd meist kurzfristig getroffen werden muss, ist für die zielführende Zusammenarbeit die rechtzeitige Benachrichtigung der Jägerinnen das A und O. Mindestens 24 Stunden vorher sollte diese erfolgen, wenn möglich besser 48 Stunden vorher. Denn eine gewisse Vorlaufzeit benötigen die Jäger*innen um die Rehkitzrettung vorzubereiten. So ist es eine gängige und bewährte Methode, die Wiesen und Felder am Abend vor der Mahd mit einem Jagdhund zu durchwandern und zusätzlich raschelnde Tüten oder Radios aufzustellen. Die fremden Geräusche und der Geruch des Jagdhundes verunsichern die Ricke und diese entfernt ihr Kitz aus dem Schlag. Denn bei den genannten Maßnahmen geht es nicht vorwiegend darum die Kitze aufzuspüren, sondern vielmehr darum genügend Unruhe zu stiften, um die Ricke dazu zu veranlassen ihr Kitz umsiedelt. Das richtige Timing ist hierbei von großer Bedeutung. So muss die Ricke zwar genügend Zeit erhalten um ihr Kitz umzudisponieren, allerdings darf nicht so viel Zeit verstreichen, dass der Geruch des Jagdhundes bereits verflogen ist oder die Ricke sich gar an die ungewohnte Geräuschkulisse gewöhnt hat.

Ein Trend der sich in den letzten Jahren stark entwickelt hat ist die Kitzrettung mit Hilfe von Drohnentechnik. Wo diese Methode vernünftig angewandt wird, ist diese auch die sicherste um Rehkitze aufzuspüren. So wird der jeweilige Schlag mit einer Drohne mit Wärmebildkamera abgesucht. Bei einem Fund steht der Kopter direkt über dem Kitz, sodass die grobe Richtung zum Angehen ersichtlich ist. Mithilfe von Funkgeräten oder Handy werden die Helferinnen die letzten Meter zum Kitz geleitet, um das Tier außerhalb der Wiese zu sichern, bis diese gemäht wurde. Eine solche Absuche bietet u.a. der Verein Rehkitzrettung Sottrum an (Telefon 0156-78321102). Eine Garantie dafür, dass sich während der Mahd keine Kitze mehr im Gras befinden, kann auch diese Herangehensweise nicht bieten. Zusätzlich können Landwirtinnen dem Wild auch während der Mahd eine Fluchtmöglichkeit bieten, indem die Mahd von innen nach außen vorgenommen wird. Gerade bei höherem Bewuchs sollte diese Mähmethode unbedingt angewandt werden. Idealerweise wird zudem noch ein akustischer Wildretter am Mähgerät eingesetzt.

18.04.2023
Loccumer Tagung

"Ernährungs-, Klima- und Biodiversitätskrise - Wie lösen wir eine Krise, ohne eine andere zu verstärken?"

Vom 03. bis zum 05.05.2023 findet die Loccumer Tagung “Ernährungs-, Klima- und Biodiversitätskrise - Wie lösen wir eine Krise, ohne eine andere zu verstärken?” der Ev. Akademie Loccum statt. Die Tagung fokussiert auf die Frage, wie wir gleichzeitig global die Ernährung sichern, effektiven Klimaschutz betreiben und die Artenvielfalt erhalten und fördern können. Folgende Themen soll erörtert werden:

• Welchen Einfluss haben militärische Konflikte, Klimawandel und Biodiversität auf die Ernährungssicherheit?
• Können Klima- bzw. Naturschutz in der Landwirtschaft und Ernährungssicherung gleichzeitig erfolgen?
• Wie ist der Ernährungssektor in Deutschland resilienter aufzustellen?
• Was kann Deutschland langfristig zu einer globalen Ernährungssicherung beitragen?
• Welche Auswirkungen auf die Produktion hat die Reduktion von Pflanzenschutz- und Düngemitteln?
• Welchen Beitrag können bodenlose Produktionsweisen leisten?
• Wie sichern wir effektiv Flächen für die Lebensmittelproduktion, Klima- und Naturschutz?

Das Programm ist auf der Homepage der Akademie eingestellt und HIER zu finden, ebenso wie die Möglichkeit, sich zur Tagung anmelden.

04.04.2023
Können Bienen die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln erhöhen? Auch angesichts des Ukraine-Krieges und dessen direkte Auswirkungen und Folgen?

Vortrag von Heinrich Kersten

Heinrich Kersten von den Bienenfreunden Verden wird am 10.5.23 ab 19:30 Uhr im Alten Schulhaus in Verden einen Vortrag zum Thema „Können Bienen die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln erhöhen? Auch angesichts des Ukraine-Krieges und dessen direkte Auswirkungen und Folgen?“. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der kostenlosen Veranstaltung teilzunehmen. Vortrag: Können Bienen die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln erhöhen? Auch angesichts des Ukraine-Krieges und dessen direkte Auswirkungen und Folgen? Wann: 10.5.23 ab 19:00 Uhr Wo: Altes Schulhaus (Schulstraße 10, 27283 Verden) Eintritt: frei (Spende für Verdener Tafel möglich)

30.03.2023
Landvolk kritisiert den Nährstoffbericht

Perspektiven für die Landwirtschaft erneut Fehlanzeige

Der jetzt vorgelegte zehnte Nährstoffbericht des Landes Niedersachsen präsentiert große Verminderungen an gewässerbelastenden Nährstoffverlusten in der Landwirtschaft. Aus Sicht des Landvolks Niedersachsen werden die Anstrengungen der Landwirtschaft darin erneut nicht genug gewürdigt. „Für den Landesbauernverband ist es mehr als enttäuschend, dass nicht mit einem Wort darauf eingegangen wird, wie die Erfolge vieler Betriebe im Gewässerschutz jetzt endlich durch unbedingt erforderliche Anpassungen im Düngerecht honoriert werden können“, kritisiert Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies.

„Wir sind empört, dass hier die Landwirtschaftskammer und das Landwirtschaftsministerium nur eine Chronistenrolle übernehmen und nebulös erst für die kommenden Jahre ein verursachergerechtes System in der Landesdüngeverordnung ankündigen. Dabei zeigen die jetzt schon veralteten Zahlen, dass in weiten Teilen des Landes die Stickstoffdüngung unter dem Druck des Gewässerschutzes und zusätzlich angetrieben durch die Energiekrise auf ein Niveau zurückgefahren worden ist, das uns große Sorge bereiten sollte“, bewertet Hennies die aktuelle Lage.

Das Landvolk sieht insbesondere in den so genannten „roten Gebieten“ für die Landwirtinnen und Landwirte keinerlei Perspektiven, die der Bericht hätte aufzeigen können. „Man sieht an den Zahlen, wie stark die Stickstoffdüngung hier weit unter den Bedarf der Pflanzen zurückgefahren wird“, erläutert Holger Hennies. „Aber so sehr sich die Betriebe bemühen, gibt es keine erkennbaren Anstrengungen der Landesregierung, den Forderungen der Landwirtschaft nachzukommen, bei nachweislich besonders gewässerschützender Bewirtschaftung mehr Flexibilität oder sachgerechte Ausnahmen zuzulassen. Selbst die besonders grundwasserschützende Bewirtschaftung der Flächen als Dauergrünland sind es dem Umwelt- und dem Landwirtschaftsministerium nicht wert, hier zu angemessenen Lösungen zu kommen“, bemängelt der Landvolkpräsident. Beschönigend wird von einem „verordneten geringeren Bedarf“ der Pflanzen gesprochen und nicht von staatlich vorgegebener Mangelernährung der Pflanzen in den „roten Gebieten“.

Der Landesbauernverband weist darauf hin, dass in den Regionen, in denen der Nährstoffbericht vor allem beim Phosphatanfall aus der Tierhaltung noch vermeidbare Überschüsse dokumentiert, die angesichts der seit dem Stichtag 1. Januar 2022 eingetretenen Aufgaben insbesondere der Schweinehaltung inzwischen nochmals deutlich niedriger ausfallen. Bei den rechnerischen Bilanzüberschüssen wird vom Landvolk für das noch nicht berücksichtigte Wirtschaftsjahr 2022/2023 landesweit bei Stickstoff ein so tiefes Niveau (s. Grafik) erwartet, dass es auf vielen Standorten nicht mehr ausreicht, die Erhaltung des Humusgehalts im Boden sicherzustellen. „Wenn wir dies weiter zulassen, dann treiben wir unsere Höfe nicht nur in eine Spirale der abnehmenden Bodenfruchtbarkeit und existenzbedrohender Mindererträge, sondern werden in Folge des Düngerechts auf unseren Ackerflächen durch erzwungenen Humusabbau klimaschädliches CO2 freisetzen“, gibt sich Hennies besorgt. Des Weiteren unterlasse der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den Hinweis, dass Deutschland seit 2019 die Nordseekonvention, was Nährstoffeinträge über die Oberflächengewässer angeht, einhält. Hennies: „Auch das Einhalten der EU-Ammoniak-Richtlinie seit 2020 wird geflissentlich übergangen.“

Die im Bericht gezeigte Darstellung der Grundwasserbelastung mit Nitrat unterschlägt aus Sicht des Landvolks, dass wegen der langen Fließzeiten des Sickerwassers bis zu den Grundwasser-Messstellen schlicht historisch bedingte Effekte zum Tragen kommen. „Es ist für uns auch nicht akzeptabel, wenn hier verborgen wird, dass die EU-Kommission schon lange einen deutlichen Ausbau an geeigneten Messstellen und anderen Monitoring-Maßnahmen einfordert, aber wir Landwirte weiter mit Ergebnissen von teilweise sehr zweifelhaften Messstellen konfrontiert werden. Erst kürzlich musste das Land wegen solcher Mängel etliche Stellen aus dem Ausweisungsmessnetz für die so genannten ‚roten Gebiete‘ entfernen“, erinnert Hennies. Nach einem vom Landvolk in Auftrag gegebenen Gutachten bestehen bei bis zu 50 Prozent der verwendeten Messstellen Zweifel an deren Konformität mit Vorgaben des Bundes. Dazu liegen dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg inzwischen mehrere Klagen von betroffenen Landwirtinnen und Landwirten vor.

Aktuelles aus dem Landesverband

07.02.2025
Wahlsynopse in der Deutschen Bauern Korrespondenz
Geflügel

In der Januar-Ausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk) finden Sie die ausführliche Wahlsynopse des Deutschen Bauernverbandes zur anstehenden Bundestagswahl. Die Verbandszeitung dbk steht allen Mitgliedern online als E-Paper zur Verfügung. Laden Sie ab jetzt einfach die dbk-App herunter und melden sich im Menü unter „Coupons“ mit Ihrer Mitgliedsnummer an. Unter folgendem Link finden Sie eine Leseprobe des Artikels:

https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/dbk/2025/dbk_1_2025/Bundestagswahlsynopse_2025.pdf

07.02.2025
DBV-Kernanliegen zur Bundestagswahl 2025
Geflügel

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl am 23. Februar 2025 stellte der Deutsche Bauernverband politische Forderungen zur praxistauglichen Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft vor. In zehn Kernanliegen beschreibt der Verband die aus seiner Sicht notwendigen Maßnahmen, um in der kommenden Legislaturperiode die zentralen Herausforderungen der deutschen Landwirtschaft wirksam zu adressieren. Um die Zukunft der Tierhaltung geht es in Punkt 4.

Die vollständigen Kernanliegen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.bauernverband.de/topartikel/dbv-kernanliegen-bundestagswahl-2025

07.02.2025
Umfrage zur Impfung gegen Geflügelpest
Geflügel

Seit 2023 regelt die EU die HPAI-Impfung über eine neue Verordnung. Sie ermöglicht den Mitgliedsstaaten eigene Impfstrategien und legt Maßnahmen zur Durchführung und Überwachung fest. Eine neue Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover soll die Einschätzungen der Geflügelhalter zur praktischen Umsetzung ermitteln. Ziel ist es, den Impfprozess zu optimieren und den Informationsaustausch zu verbessern. Die Ergebnisse sollen helfen, wissenschaftliche Empfehlungen praxisnah auszurichten. Über folgenden Link kommen Sie zur Umfrage: https://ibei.tiho-hannover.de/survey/impfunghpai/

07.02.2025
Heidemark steigt in Verarbeitung von Hähnchen ein
Geflügel

Der Putenfleischvermarkter Heidemark steigt in die Verarbeitung von Hähnchen ein und beginnt zunächst mit der Lohnschlachtung. Die vollständige Umstrukturierung soll bis 2026 abgeschlossen sein. Laut der Fachzeitschrift Lebensmittelpraxis liegt die behördliche Genehmigung für eine umfassende Geflügelproduktion vor, wobei die Produktionsmenge unverändert bleibt. Zum 1. Februar 2025 übernimmt Andres Ruff die Geschäftsführung. Die Familie Kalvelage zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und wechselt in den Beirat. Ruff bringt Erfahrung aus der deutschen Fleisch- und Lebensmittelbranche mit und soll die strategische Entwicklung sowie die Geschäftsführungskoordination übernehmen. Heidemark sieht sich als europäischer Marktführer für frische Putenprodukte.

05.02.2025
Schweinemarkt in Europa
Schwein

(AMI) Der europäische Markt für Schlachtschweine zeigt in den meisten Ländern eine Stabilisierung, sodass die Preise weitgehend unverändert bleiben. Lediglich aus Italien wird weiterhin Preisdruck gemeldet. In Frankreich halten sich Angebot und Nachfrage in etwa die Waage. Aufgrund der zurückhaltenden Nachfrage setzen die Schlachtbetriebe jedoch die Preise unter Druck, die sich zu Wochenbeginn nur knapp behaupten konnten. Erst in den kommenden Wochen wird eine Marktbelebung durch verstärkte Verkaufsaktionen des Einzelhandels erwartet. Der belgische Markt für Schlachtschweine verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr geringere Schlachtaktivitäten. Die Notierung konnte sich zuletzt auf dem bisherigen Niveau stabilisieren. Dänemark meldet ein europaweit hohes Angebot an Schweinen und Schweinefleisch. Die Nachfrage aus den asiatischen Importländern bleibt stabil, insbesondere bei Vorderfleisch und Schinken, die kontinuierlich geordert werden. In Spanien präsentiert sich der Schweinemarkt ausgeglichen. Die zur Vermarktung stehenden Tiere werden zügig abgenommen, wodurch die Überhänge stetig schrumpfen. Die Preise verbleiben zunächst auf dem bisherigen Niveau. In Italien übersteigt das Angebot an Schlachtschweinen weiterhin die Nachfrage, sodass der Preisdruck anhält. Eine Belebung des Kaufinteresses könnte durch die Wiederaufnahme der Fleischverarbeitung erfolgen. Auch in Deutschland bestehen weiterhin Angebotsüberhänge, die nur langsam abgebaut werden können. Dies erschwert die Vermarktung der Schlachtschweine.

05.02.2025
Überhänge verzögern den Ferkelhandel
Schwein

(AMI) Das Jahr 2025 begann mit stabilen Ferkelpreisen und einer insgesamt ausgeglichenen Marktsituation. Lediglich die bestehenden Überhänge an schlachtreifen Schweinen sorgten für Verzögerungen bei der Freimachung von Stallplätzen.

Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) setzte die Ferkelpreise jedoch erheblich unter Druck, sodass diese deutlich nachgaben. Seitdem zeigt sich der Markt wieder ausgeglichener. Ohne die Überhänge an schlachtreifen Schweinen würde die Vermarktung von Ferkeln reibungslos verlaufen. Mit dem fortschreitenden Abbau dieser Bestände dürfte auch der Handel mit Ferkeln weiter an Fahrt gewinnen. Solange es an freien Stallkapazitäten mangelt, sind stabile Preise zu erwarten. Sollten jedoch wieder ausreichend Stallplätze in größerem Umfang verfügbar sein, könnten die Erlöse für Ferkel leicht anziehen – vorausgesetzt, es treten keine weiteren MKS-Fälle auf, die den Markt erneut belasten würden.

05.02.2025
Wahlsynopse in der Deutschen Bauern Korrespondenz
Schwein

In der Januar-Ausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk) finden Sie die ausführliche Wahlsynopse des Deutschen Bauernverbandes zur anstehenden Bundestagswahl. Die Verbandszeitung dbk steht allen Mitgliedern online als E-Paper zur Verfügung. Laden Sie ab jetzt einfach die dbk-App herunter und melden sich im Menü unter „Coupons“ mit Ihrer Mitgliedsnummer an. Unter folgendem Link finden Sie eine Leseprobe des Artikels:

https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/dbk/2025/dbk_1_2025/Bundestagswahlsynopse_2025.pdf

31.01.2025
Weizenkurse seit Wochenbeginn fester
Pflanzen

Die internationalen Weizenkurse können aufgrund der aufkeimenden Nachfrage wichtiger Importeure über Vorwoche schließen. Der scharfe Wettbewerb am Exportmarkt begrenzt aber die Gewinne.

(AMI) An der Pariser Börse können die Weizennotierungen an den Kursgewinnen der vorigen Wochen anknüpfen und legen zu. Am 30.01.2025 schloss der Fronttermin März 25 bei 234,50 EUR/t und damit immerhin 4,25 EUR/t über Vorwochenlinie. Zum Beginn der laufenden Handelswoche fiel der Kurs mit 224,75 EUR/t noch auf ein 6-Wochentief. Folgetermine können ebenfalls ein Plus verzeichnen und gewinnen um bis zu 2,25 EUR/t an Wert.

Unterstützung erhielten die Pariser Weizenkurse in den vorigen Handelstagen von der aufkeimenden Nachfrage großer Importeure. Dabei wirkte sich der rückläufige Eurokurs, der allein binnen der vorigen zwei Handelstage rund 1,3 % an Wert verlor, positiv aus. Marktteilnehmer berichteten von einer Weizenausschreibung Tunesiens, auch Marokko ist wieder zurück am Markt und interessiert sich für EU-Weizen. Hier dürfte vor allem Bulgarien zum Zuge kommen. Auch Jordanien tätigte einen Kauf von 50.000 t Weizen. Die Konkurrenz mit russischem Getreide ist aber weiterhin groß. Die russischen Preise sind zwar marginal gestiegen, bleiben aber dennoch wettbewerbsfähig.

In Frankreich hingegen begrenzen sich die Getreideausfuhren aktuell lediglich auf etwas Futtergerste, die Weizenexporte sind weiterhin spärlich. Nach jüngsten Angaben der EU-Kommission exportierte Frankreich im bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf bis zum 26.01.2025 nur 1,35 Mio. t Weizen, zum Vorjahreszeitpunkt waren es bereits 4,54 Mio. t. Das Land fuhr die schlechteste Ernte seit Jahrzehnten ein. Gleichzeitig ist die chinesische Nachfrage bislang schwach und es ging wenig nach Algerien. Das beschleunigte den Verlust der Marktanteile für den größten EU-Weizenerzeuger an billigere Produzenten wie Russland. Insgesamt belaufen sich die Weizenexporte der EU 2024/25 bisher auf rund 12,18 Mio. t. Das sind rund 37 % weniger als in der vergangenen Saison. Die schlechte EU-Ernte bei einer gleichzeitig großen Exportkonkurrenz am Weltmarkt limitieren die Ausfuhren deutlich. Das dürfte sich bis zum Wirtschaftsjahresende auch nicht mehr ändern. Hinzu kommt, dass Argentinien ankündigte, seine Exportsteuer auf Getreide bis Juni 25 zu senken. Das verstärkte die Besorgnis über eine Verschärfung des Wettbewerbs. Vor allem Abnehmer aus Teilen Afrikas und Asiens dürften sich für den günstigen argentinischen Weizen besonders interessieren.

31.01.2025
Deutschem Brotgetreide fehlen eindeutige Impulse
Pflanzen

Der Markt für Brotgetreide kommt auch zum Monatsende nicht in Schwung. Die schwankenden Vorgaben vom Terminmarkt erschweren weiter die Preisfindung am Kassamarkt. Insbesondere da die Erzeuger höhere Preisvorstellungen haben.

(AMI) Das Auf und Ab der Terminkurse erschwerte im Januar die Preisfindung am Kassamarkt. Das bremste den Handel und es kam zu wenig Neugeschäft. Bei Kursspitzen versuchten Erzeuger ihre Vorräte zu verkaufen und trafen dann aber auf schwache Nachfrage seitens der Mühlen. Erzeuger setzen in den kommenden Wochen auf festere Preise, da mit weniger Ware aus den typischen Exportregionen gerechnet wird und auch die Vorräte in Westeuropa kleiner werden. So war der Handel vorrangig mit der Abwicklung von Kontrakten beschäftigt. Insbesondere da sich die Mühlen für den prompten Bedarf an Brotgetreide gut eingedeckt zeigten. Anschlussbedarf in Größenordnung wird hier teilweise erst für März gesehen. Die letzte Woche im Januar 2025 war ein Spiegelbild des Monats. Bei volatilen Kursen an der Börse blieb es insgesamt ruhig mit leicht schwächeren Preisen auf Erzeugerebene. Auch hinsichtlich der kommenden Ernte waren neue Vertragsabschlüsse selten.

Die Großhandelspreise für deutschen Qualitätsweizen folgten den zum Wochenbeginn schwächelnden Terminkursen, um am 29.01.2025 franko Hamburg mit 256 EUR/t auf Vorwochenlinie zu landen. Dagegen gibt Brotweizen franko Hamburg um 1 EUR/t auf 235 EUR/t nach. Genau wie am Niederrhein, wo der Preis auf 244 EUR/t sinkt. Die Preisdifferenz zwischen Binnenland und Hafen Hamburg spiegelt weiter das geringe Exportgeschäft wider.

Am Kassamarkt kann sich alterntiger Brotweizen Ende Januar im Preis behaupten und kostet im Schnitt mit 204,74 (185-220) EUR/t rund 0,48 EUR/t weniger. Dagegen büßt Qualitätsweizen auf 224,53 (190-245) EUR/t rund 3,06 EUR/t ein und Eliteweizen 3,19 auf 244,71 (230-260) EUR/t. Bei Brotroggen geht es mit knapp 0,70 auf 172,25 (160-190) EUR/t leicht nach unten.

Dagegen geht die Rutschpartie bei Braugerste weiter. Gegenüber Vorwoche sind es mit 216,37 EUR/t fast 4 EUR/t weniger. So wenig wurde Erzeugern zuletzt im August 2021 gezahlt. Da Futtergerste in den vergangenen Wochen eine entgegengesetzte Preisentwicklung aufwies, nähern sich beide stetig an – die Differenz schrumpft auf nur noch 33 EUR/t. Und beide dürften sich noch weiter annähern, denn während Futtergerste knapp ist und gesucht wird, ist Braugerste reichlich und ohne Nachfrage.
Die Winterkulturen sind bisher größtenteils gut durch den Winter gekommen. Winterschäden werden in diesem Jahr nicht mehr vermutet. Durch Niederschläge sind die Böden regional vernässt. Dies lässt besonders rund um den Harz im östlichen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt vielerorts keine Befahrbarkeit der Flächen zu, sodass mit dem Beginn der Düngung abgewartet wird.