Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

21.06.2023
Klassische Klänge erklingen auf dem Schloms Hof

Jetzt noch Tickets sichern

Nicht mehr lange, dann ertönen im wunderbar rustikalen Ambiente des Schloms Hofes in Waffensen endlich wieder die Klänge klassischer Musik. Denn am Wochenende vom 07. bis zum 09. Juli geht dort die beliebte Veranstaltungsreihe „Oper und Operette auf dem Bauernhof“ in die 21te Runde. Tickets gibt es HIER.

Die Besucher*innen dürfen sich erneut auf ein hervorragendes Musikprogramm freuen, welches der musikalische und künstlerische Leiter Adrian Rusnak mit viel Liebe und Leidenschaft zusammengestellt hat. Künstler*innen wie Sopranistin Nerita Pokvytyte, Tenor Daniel Kim und Bariton Piotr Prochera werden mit ihrem klassischen Gesang für ein unvergessliches Musikerlebnis sorgen, ebenso wie Flötistin Arevik Khachatryan mit ihrer Querflöte und Wasilij Rusnak mit seiner Geige. Das Zusammenspiel mit der idyllischen Landatmosphäre macht dieses Event einmalig und ist definitiv einen Besuch wert!

20.06.2023
Digitales Fachgespräch zum Wolf

Menschen und Weidetiere schützen – Raubtiere bejagen

Die Wolfsangriffe mehren sich in ganz Deutschland. Die Folgen sind gravierend – für die Weidetierhalter*innen, deren wirtschaftliche Existenz bedroht ist, aber auch für die Gesellschaft, denn die Weidetierhaltung prägt das Gesicht unserer Kulturlandschaften. Am Mittwoch, den 5. Juli 2023, widmet sich die CDU/CSU-Fraktion von 14.30 bis 16.00 Uhr im Rahmen eines digitalen Fachgespräches dieser Thematik. Weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm gibt es HIER. Bei Interesse einer Teilnahme melden Sie sich bitte bis zum 3. Juli 2023 HIER an.

15.06.2023
SUS-Fachtagung

Am 26. Juni in Herrieden und 27. Juni in Vechta

Die diesjährigen SUS-Fachtagungen finden am 26. Juni in Herrieden und 27. Juni in Vechta satt. Alle Informationen findet ihr HIER.

09.06.2023
Zirkus Malibu auf dem Hof Kappel in Dörverden

Auf dem Hof Kappel in Dörverden (Hauptstraße 48, 27313 Dörverden) finden am Samstag (10.06.23 um 16 Uhr) und Sonntag (11.06.23 um 11 Uhr) Zirkusvorstellungen des Zirkus Malibu statt. Am Sonntag zahlen die Erwachsenen im Rahmen des “Familientages” den Kinderpreis. Weitere Informationen gibt es bei Bedarf unter folgender Telefonnummer: 01626133324

Zudem sucht der Zirkus Malibu noch nach weiteren Stellplätzen, wer sich dies auf seinem Hof vorstellen könnte, kann gerne ebenfalls unter der folgenden Telefonnummer Kontakt aufnehmen: 01626133324

Offizielle Verträge & Versicherungen könnten ggf. Auswirkung auf die Steuer haben, sollten hierzu Rückfragen bestehen, steht unsere Buchstelle gerne zur Verfügung diese zu beantworten.

31.05.2023
Echt grün - Digitale Mitgliederversammlung

Imagekampagne informiert über aktuelle Projekte

Unsere Imagekampagne “Eure Landwirte - Echt grün” lädt zu einer digitalen Mitgliederversammlung ein. Am Mittwoch, den 7. Juni ab 19:30 Uhr sprechen Vertreter*innen der Kampagne über aktuelle Themen, Zahlen und News sowie über die Roadshow und die Erfahrungen auf der Grünen Woche. Außerdem wird es um die Planung für das zweite Halbjahr gehen.

Die digitale Veranstaltung findet via Zoom statt, alle Kreisverbands-Mitglieder sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.

Webseite: www.zoom.us

Meeting-ID: 811 674 2085

Kenncode: echtgruen

31.05.2023
Perspektiven für Landwirte und die Region:

Tourismus und Direktvermarktung halten Höfe und ländlichen Raum lebendig

Rund 45 Landwirtinnen und Landwirte sowie weitere gastgebende Betriebe und interessierte Vertreter*innen aus Verbänden und Politik haben sich im Kreishaus Rotenburg (Wümme) über neue Chancen der Ferienvermietung und Direktvermarktung als weiteres Standbein informiert. Eingeladen hatte die LandTouristik Niedersachsen (LTN) zu dieser Infoveranstaltung gemeinsam mit den Kreislandvolkverbänden Rotenburg-Verden und Bremervörde-Zeven, dem Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) und dem Landkreis Verden.

Die LTN-Vorsitzende Martina Warnken, selbst Gastgeberin und Landwirtin aus Grasberg, wies eingangs auf die Bedeutung des Tourismus als wichtige Einkommensquelle hin. „Wir konnten in Zeiten schlechter Milchpreise schon manche Verluste mit Einnahmen aus unserer Ferienvermietung ausgleichen.“ So wie ihr geht es auch weiteren Berufskolleg*innen aus der Landwirtschaft, die von ihren Erfahrungen als Übernachtungsbetriebe und Hofladenbetreiber den Interessierten mit Best-Practice-Beispielen berichteten.

Rotenburgs Landrat Marco Prietz ist sich der Bedeutung des Landtourismus für die Region bewusst und ließ es sich nicht nehmen, selbst an der Veranstaltung teilzunehmen. „Die vielfältigen touristischen Angebote unserer Höfe bieten großes Potential, die Region auch langfristig lebendig zu halten. Die Hoftouristik soll die Landwirtschaft dabei ergänzen, nicht aber ersetzen“, stellte Landrat Prietz klar. Auch Jörn Ehlers, Kreislandvolkvorsitzender für den Bereich Rotenburg-Verden, riet zur Diversifizierung der landwirtschaftlichen Betriebe: „Es wird immer schwieriger in die Glaskugel zu schauen und abzusehen, welche Potentiale in 10 Jahren entscheidend sein werden. Deshalb ist Flexibilität für unsere Betriebe immer bedeutsamer geworden. Tourismus und Direktvermarktung können hierbei durchaus interessante Perspektiven darstellen.“

Die teilnehmenden Betriebe, die selbst mit dem Gedanken spielen, in die Einkommenskombination einzusteigen, konnten wertvolle Tipps für die eigene Umsetzung mit nach Hause nehmen. „Auch die Vorträge der zuständigen Behörden und Organisationen zum Thema Baurecht und Genehmigungsverfahren sowie zu Fördermöglichkeiten kamen bei den Zuhörenden gut an“, zog Alexander von Hammerstein, Kreislandvolkvorsitzender der Region Bremervörde-Zeven, sein Resümee. „Der gute Austausch im Forum und die Nachfragen aus dem Publikum haben dies gezeigt.“

Für Udo Fischer, Geschäftsführer des Touristikverbandes Landkreis Rotenburg (Wümme), machte deutlich: „Tourismus und Landwirtschaft können sich hervorragend ergänzen. Wir freuen uns über die vielfältigen Ideen der Teilnehmer und sind gespannt auf neue Angebote, die in unserer Region entstehen.“

Auf dem Weg zu diesen neuen Angeboten ist die LandTouristik Niedersachsen als Landesverband für ganz Niedersachsen den Betrieben in Form von individueller und fachtouristischer Beratung behilflich. Interessierte Höfe, die die Veranstaltung verpasst haben, können sich direkt an die LTN-Geschäftsführerin Vivien Ortmann wenden. Weitere Informationen finden Sie HIER.

23.05.2023
FINKA lädt wieder auf‘s Feld ein!

Im Rahmen des FINKA-Projektes (Förderung von Insekten im Ackerbau) verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirt*innen mit Unterstützung ökologisch arbeitender Kollegen*innen aus ihrer Region mittlerweile schon im dritten Projektjahr auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Insektiziden und Herbiziden. Ziel des Projektes ist es eine wissenschaftlich fundierte Aussage zu der tatsächlichen Auswirkung der Maßnahmen auf die Biodiversität tätigen zu können. Hierzu führen das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig Bonn und die Georg-August-Universität Göttingen verschiedene Untersuchungen durch.

Spannende Einblicke in das FINKA-Projekt bieten das Verdener Betriebspaar Heinrich Müller und Michael Kappel Interessierten bei einem Feldtag. Geplant ist neben der Besichtigung der FINKA-Versuchsfläche und der nur wenige Kilometer entfernten ökologischen Vergleichsfläche auch die Begehung einer EcoStack-Versuchsfläche mit Untersaaten, die in dieser Form im deutschsprachigen Raum bisher einmalig ist und das Ziel verfolgt den Raps ohne Pflanzenschutzmittel durch eine ausgetüftelte Mischung an alternativen Untersaaten vor Schädlingen zu schützen. Zudem konnten wir Dr. Anette Bartels vom Projekt FInAL (Förderung von Insekten in Agrarlandschaften) als Referentin zum Thema „Biodiversität durch vielfältige Landschaftsstrukturen“ gewinnen.

Wann: 06.06.2023 um 14 Uhr
Wo: Westen im LK Verden
Genaue Wegbeschreibung: HIER

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 05.06.2023 unter sievers@landvolk-row-ver.de. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025. Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.

16.05.2023
Vorstandsmitglieder besuchen Ortsgruppen

anlässlich der 72-Stunden-Aktion der NLJ

Von Donnerstag bis Sonntag waren in unserem Verbandsgebiet zahlreiche Ortsgruppen der NLJ bei der 72-Stunden-Aktion am Start! Unsere 12 Vorstandsmitglieder haben es sich nicht nehmen lassen, die Jugendlichen bei den jeweiligen Aktionen zu besuchen und ihren Respekt und Dank für das Engagement auszusprechen. Mit im Gepäck hatten Jörn Ehlers, Christian Intemann, Hilmer Vajen, Andre Mahnken, Rebekka Brunckhorst, Ingrid Wortmann, Dietmar Haase, Mark Schunert, Johannes Ritz, Frank Beutner, Cord-Heinrich Renken und Holger Meier eine kleine Erfrischung ????Ehrenamtliches Engagement ist das, was das Land zusammen hält. Die Landjugend setzt mit der 72-Stunden-Aktion ein deutliches Zeichen, was möglich ist, wenn alle mitmachen! An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Ortsgruppen in unserem Verbandsgebiet!

10.05.2023
Themenwoche Landwirtschaft

bei buten un binnen

Vom kommenden Montag bis zum kommenden Freitag gewährt buten un binnen im Rahmen einer Themenwoche Einblicke in die Landwirtschaft. Hierfür fand letzte Woche u.a. ein Dreh bei unserem Vorsitzenden Jörn Ehlers statt, der das Kamerateam mit in seinen Schweinestall nahm.

10.05.2023
Erste Kitze gefunden

Jägerschaft unterstützt Landwirt*innen bei Kitzrettung

Mit dem Beginn der der Mähsaison startet auch wieder die wichtige Aufgabe der Kitz- und Gelegerettung. Ende April wurden in der Wesermarsch vom dortigen Kitzretterteam die ersten Kitze gefunden und konnten gesichert werden. Bis in den Juli hinein sollen fortan alle zu mähenden Flächen (Wiesen, Ackergras, Grünroggen) am Morgen des Mähtages abgesucht werden.

Die Jägerschaft im Landkreis Verden teilte uns mit, dass sie Landwirt*innen gerne darin unterstützt ihrer tierschutzrechtlichen Verpflichtung nachzukommen, unnötiges Leid von Wildtieren zu vermeiden. Verschiedene Teams im Landkreis können die zu mähenden Flächen vor der Mahd absuchen. Die Kitze und andere Tiere werden mit Drohnen und Wärmebildtechnik gefunden und fachgerecht gesichert. Der Einsatz dieser neuen Technik bei der Kitz- und Gelegerettung hat sich in den vergangenen Jahren als äußerst effektiv bewährt. Im letzten Jahr konnten somit auf 1981 ha 322 Kitze von der Jägerschaft Verden in Kooperation mit den Landwirt*innen gerettet werden. Weitere Informationen gibt es HIER.

Aktuelles aus dem Landesverband

07.02.2025
BTV-3: Dringende Impfempfehlung
Milch und Rind

(DBV) Angesichts der bevorstehenden Gnitzenflugsaison und der teils gravierenden Erfahrungen aus dem Vorjahr, sei auf die dringende Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) verwiesen. Die Bundesländer gewähren eine anteilige Beihilfe zur Impfung, finanziert durch das Land und die Tierseuchenkassen. Alle drei BTV-3-Impfstoffe der Hersteller SYVA, CZV und Boehringer befinden sich derzeit im Zulassungsverfahren.

07.02.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 4. KW stieg die Milchanlieferung in Deutschland saisonal. So erfassten die Molkereien 1,0 % mehr Milch als in der Vorwoche, während der Rückstand zum Vorjahr auf 1,5 % schrumpfte. Butterpreise sanken leicht, bleiben aber saisonal hoch. Die Nachfrage nach abgepackter Butter hat sich normalisiert. Blockbutter ist kurzfristig stark nachgefragt, da viele Einkäufer auf sinkende Preise gewartet haben. Der Schnittkäsemarkt bleibt stabil. Die Nachfrage ist hoch, das Angebot reicht knapp aus und kurzfristige Zusatzmengen sind kaum verfügbar.

Der Markt für MMP bleibt uneinheitlich. Die Nachfrage steigt wieder, da Exportgeschäfte nach ausbleibenden MKS-Fällen anlaufen. Die Auftragslage für VMP ist gut, mit neuen Abschlüssen und leicht höheren Preisen. Der Molkenpulvermarkt bleibt stabil, die Herstellung von Derivaten erfordert große Mengen an Rohstoffen. Die Nachfrage nach Molkenpulver in Lebensmittelqualität bleibt weiterhin hoch, bei Futtermittelware gibt es ein begrenztes Angebot, was zu stabilen Preisen führt.

07.02.2025
Brotweizen auf 5-Monatshoch
Pflanzen

Mit Unterstützung fester Kurse ging es für die Erzeugerpreise in der 6. KW kräftig nach oben, aber das bleibt volatil. Und so bremsen die stark schwankenden Notierungen die Umsätze.

(AMI) Am 04.02.25 schloss der Fronttermin in Paris noch 6 EUR/t über Vorwochenlinie, am 05.02.24 bereits 1,50 EUR/t darunter, um am 06.02. bei 234 EUR/t wieder 2 Euro über dem Vorwochenniveau zu schließen. Und so treffen am Getreidemarkt sehr unterschiedliche Preisvorstellungen aufeinander, die nur selten zum Abschluss führen. Mühlen sind kaum Käufer und wenn, dann konzentriert sich das Kaufinteresse auf überdurchschnittliche Qualitäten. Diese werden von den Erzeugern aber nicht offeriert, jedenfalls nicht zu den aktuellen Geboten. Dabei erscheinen die Brotweizenpreise deutlich attraktiver als zuletzt.

Mit Unterstützung der Terminmarktkurse legten die Erzeugerpreise in der 6. KW 20225 sprunghaft zu und machten damit das Minus der beiden Vorwochen nahezu wieder wett. Alterntiger Brotweizen verteuerte sich um 4,25 EUR/t auf 209,15 (190-220) EUR/t und erreicht damit sogar seinen Jahreshöchstpreis. Das schafft Qualitätsweizen mit 229,30 (215-245) EUR/t und einem Plus von 4,60 EUR/t allerdings nicht und kratzt nur an den 230 EUR/t, die zu Anfang des Jahres gemeldet wurden. Eliteweizen verteuert sich um gut 4 auf 248,80 (240-250) EUR/t und bleibt damit ebenfalls unter den 253,55 EUR/t, die schon mal Anfang des Jahres gemeldet wurden.

Die Großhandelspreise franko Mühle legen gegenüber Vorwoche ebenfalls um 5 EUR/t zu. So wurden am 05.02.2025 für prompten Brotweizen franko Niederrhein 249 EUR/t genannt, franko Westfalen 1 EUR/t weniger. Der Exportstandort Hamburg nennt magere 240 EUR/t und für Qualitätsweizen 260 EUR/t. Damit bleibt der Qualitätsaufschlag unverändert bei 20 EUR/t.

Braugerste wird nur scheinbar fester bewertet! Mit dem Wegfall der Tiefpreismeldungen aus Thüringen und Sachsen, die in den Vorwochen deutlich unter 200 EUR/t frei Erfasserlager lagen, erhöht sich der Bundesdurchschnitt um 4,45 auf 220,80 (197-234) EUR/t, aber eigentlich werden nur aus Bayern gegenüber Vorwoche höhere Preise gemeldet; in 8 von 9 Regionalmeldungen gehen die Braugerstenpreise zurück, teils bis zu 7 EUR/t. Aber die Nachfrage ist gering. Die bisherige Nachfrage der Mälzereien in Deutschland ist laut BLE auf dem niedrigen Vorjahresstand und damit für Gerste 5 % unter dem langjährigen Durchschnitt und für Weizen sogar 15 %. Franko Oberrhein liegen aktuell die Verkaufsideen unverändert bei 260 EUR/t und stehen damit ziemlich allein, denn Kaufinteresse gibt es auf Terminen bis Juni 25 nicht. Daher haben für Liefertermine ab Oktober 25 die Verkäufer ihre Offerten gegenüber Vorwoche um 2 auf 278 EUR/t gesenkt und kommen damit den festgemeißelten 275 EUR/t der Käufer immerhin etwas näher.

Im Aufwind befinden sich sogar die Brotroggenpreise, die mit gut 162 EUR/t rund 3,75 EUR/t über Vorwoche liegen, aber damit ebenfalls das Niveau vom Jahresanfang verfehlen. Und das spiegelt die Krux des Getreidemarktes am besten wider; Die Großhandelspreise für Brotroggen franko Verarbeiter haben sich in den zurückliegenden 10 Tagen nicht verändert – weil es keine Nachfrage gibt! Es werden franko Oberrhein weiterhin 220 EUR/t genannt.

07.02.2025
Rapspreis kann Kursanstieg nicht ganz nachvollziehen
Pflanzen

Das Plus für Raps auf Erzeugerstufe fällt entgegen dem deutlichen Kursanstieg in Paris nur marginal aus. Vor diesem Hintergrund bleibt die Abgabebereitschaft gedämpft.

(AMI) Die Entwicklungen in den USA zeigen auch in der EU deutliche Kurswirkung. Zum Wochenende kündigte die US-Regierung noch die Erhebung von Zöllen auf Ware aus Kanada, Mexiko und China an. Das schürte die Sorge, dass große Mengen von kanadischem Canola auf den EU-Markt kommen könnten, und setzte die Notierungen unter Druck. Die Verschiebung der Importzölle führte dann zu festeren Kursen. Hinzu kommt der schwache Euro, welcher die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Partien auf dem Weltmarkt steigert. So schloss der Fronttermin Mai am 04.02.2025 bei 522 EUR/t und damit rund 13,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2025 können sich auf Wochensicht befestigen. Mit 490,25 EUR/t notiert der August-25-Kontrakt rund 7,25 EUR/t höher.

Mit dem Plus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. So sind am 05.02.2025 franko Niederrhein zur Lieferung ab Februar bei unverändertem Aufgeld 530 EUR/t möglich und damit 14 EUR/t mehr als noch in der Vorwoche. Franko Hamburg werden zur Lieferung ab April mit 525 rund 10 EUR/t mehr genannt. Für Partien der Ernte 2025 sind mit bis zu 495 rund 7 EUR/t mehr im Gespräch. Dabei bleibt die Handelsaktivität auch zum Monatswechsel ruhig. Einzig die Lieferungen aus Australien laufen stetig.

Weniger deutlich fällt das Plus auf Erzeugerstufe aus. Für Raps der Ernte 2024 werden im Mittel 492,20 EUR/t genannt und damit 0,60 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 465-512 EUR/t. Am heimischen Rapsmarkt bleiben die Umsätze überschaubar. Der Fokus liegt vorrangig auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Nach Einschätzung des Marktes befinden sich nur noch Kleinstmengen nicht vertraglich gebundener Ware in Erzeugerhand. Hier wird in der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen mit der Vermarktung größtenteils abgewartet. Die Ernte 2025 wird zunehmend besprochen. Auch Abschlüsse werden in die Bücher geschrieben. Hier sind im Mittel 456,20 (437-512) EUR/t möglich, ein Plus zur Vorwoche von 3,20 EUR/t.

07.02.2025
Zwiebelpreise zuletzt stabil
Pflanzen

Eine stetige Nachfrage nach Zwiebeln wird vom Angebot glatt bedient. An den Preisen verändert sich dabei diese Woche nichts.

(AMI) Weiterhin wird über eine stetige Nachfrage nach Zwiebeln, vor allem aus Osteuropa, berichtet. Die Preise halten sich überwiegend stabil. Für sortierte, mittelfallende gelbe Zwiebeln, liegen die Preise je nach Region wie in der Vorwoche ab Station für Ladungen in BigBags zwischen 22,00 und 25,00 EUR/dt. Für die Sortierung 60/80 mm liegen die Preise zwischen 24,00 und 27,00 EUR/dt. Übergrößen bleiben gefragt. Der Großteil an roten Zwiebeln ist kontraktgebunden. Die Preise für freie Ware halten sich, falls verfügbar, bundesweit bei konstanter Nachfrage auf festem Niveau.

07.02.2025
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Während es an den Getreide-Terminmärkten weiter Auf und Ab geht, zeigen sich die Erzeugerpreise im Wochenvergleich durchweg fester. Während im Bundesschnitt gut 229 EUR/t für A-Weizen aufgerufen wurden, waren in Niedersachsen in der Regel über 230 Euro möglich. Es wird berichtet, dass die Entwicklung zu einem steigenden Angebot am Markt führt. Gleichzeitig werden Verarbeiter etwas vorsichtiger. So halten sich die gehandelten Mengen am Brot- und Futtergetreidemarkt weiterhin in Grenzen. Am Ölsaatenmarkt konnte sich der Raps-Termin an der Euronext nach den deutlichen Verlusten im Januar wieder etwas erholen. Die Entwicklungen an der Börse haben den Erzeugerpreisen ebenfalls zu einem Plus verholfen. Dass die 500 Euro-Marke nicht mehr erreicht werden kann, wird allerdings auch immer weniger relevant, da der Großteil der alten Ernte mittlerweile vermarktet sein dürfte. Am Kartoffelmarkt wurden in der letzten Woche die erwarteten Zuschläge für Kühllagerware durchgesetzt. Zum Beginn der Woche wurden somit aus der Heideregion ein Aufschlag von 2 Euro für Kartoffeln aus Kistenlägern gemeldet. Für Premiumware aus Kühllägern war ein Aufschlag von 4 Euro möglich. In Summe einigte man sich somit auf 26 EUR/dt, bzw. 28 EUR/dt. Somit dürften nun mehr und mehr Knollen aus den Kühllägern in den LEH gelangen. Das Angebot deckt die ruhige aber stetige Nachfrage ausreichend.

07.02.2025
Eiermarkt: Nachfrage übersteigt Angebot
Geflügel

Die Eierpreise steigen weiter, da die Nachfrage das Angebot deutlich übertrifft. Trotz der späten Osterfeiertage in diesem Jahr bleibt der Markt so gut wie leer. Diese anhaltend hohe Nachfrage in dieser Zeit des Jahres hat es bisher kaum gegeben. Als Gründe werden unter anderem das Ausbleiben des sonst typischen Rückstaus nach Weihnachten sowie die Ausstallung zahlreicher Herden zu Jahresbeginn genannt. Zudem reduzieren Entwurmungskuren und Mauser die verfügbare Eiermenge. Vereinzelt werden Eier aus Sorge vor der Aviären Influenza zurückgehalten, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Eier aus allen Haltungsformen sind gefragt, besonders knapp sind weiterhin Eier aus Bio- und Freilandhaltung. Besonders auf dem Spotmarkt sind Eier Mangelware, was die Versorgung erschwert. Die hohe Konsumnachfrage hat den Eiermarkt in einen Verkäufermarkt verwandelt. Ursprüngliche Mengenplanungen sind hinfällig und selbst hohe Preise garantieren keine Verfügbarkeit. Packstellen arbeiten unter Hochdruck, um den Bedarf für Ostern zu decken. Bald beginnt die Produktion von gekochten und gefärbten Eiern für die Ostersaison. Zusätzlich sorgt die Aviäre Influenza für Unsicherheit. In den USA haben die Preise bereits Rekordhöhen erreicht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt.