Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

26.03.2024
Änderung der EnSTransV

Energiesteuer- und Stromsteuer-Transparenzverordnung

Die Antragssteller und Antragstellerinnen auf eine Steuerentlastung nach § 57 EnergieStG (unter anderem Agrardieselentlastung) wurden im vergangenen Jahr darüber informiert, dass bei in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätigen Begünstigten nach § 2 Absatz 7 EnSTransV eine Erklärung abzugeben ist, wenn die Höhe der Steuerentlastung nach § 57 EnergieStG im Kalenderjahr (2023) ein Aufkommen von mehr als 10.000 Euro beträgt.

Diese Grenze wurde nunmehr für 2023 (Meldejahr 2024) wieder auf den ursprünglichen Wert von 60.000 € festgesetzt.

Ab 2025 (Antragsjahr 2024) gilt dann die Erklärungspflicht ab einem Steuerentlastungsaufkommen von mehr als 10.000 Euro.

Weitere Informationen erhaltet Ihr HIER.

20.03.2024
Neu im Vorstand

Lars Ruschmeyer & Anna Wagner-Puvogel stellen sich vor.

Vorstellung von Lars Ruschmeyer:
Moin, ich bin Lars Ruschmeyer aus Horstedt. Wir bewirtschaften hier einen Milchviehbetrieb mit rund 200 Milchkühen und den dazugehörigen Futterbau. Nach meiner Ausbildung zum Landwirt habe ich in Kiel Agrarwissenschaften studiert. Ehrenamt und Landwirtschaft sind mir besonders wichtig. Deshalb habe ich die letzten sechs Jahre die Interessen von Junglandwirtinnen und Junglandwirten im Agrarausschuss der Niedersächsischen Landjugend vertreten. Dieses Engagement möchte ich nun gerne im Landvolk fortführen. Meine Schwerpunktthemen sind dabei die Interessen von Junglandwirtinnen und Junglandwirten, die Milchviehhaltung sowie die Kommunikation zwischen Politik und Landwirtschaft.

Vorstellung von Anna Wagner-Puvogel:
Hallo, ich bin Anna Wagner-Puvogel. Ich komme aus Fischerhude und bewirtschafte dort mit meinem Vater einen Bio-Milchviehbetrieb mit weiblicher Nachzucht und Futterbau. Nach meinem Abitur habe ich mich für eine Ausbildung zur Ergotherapeutin entschieden, in diesem Bereich in verschiedenen Einrichtungen mehrere Jahre gearbeitet und den entsprechenden Studiengang nebenberuflich abgeschlossen. In meinem 30. Lebensjahr habe ich mich entschieden eine klassische landwirtschaftliche Ausbildung zu absolvieren, um in den elterlichen Milchviehbetrieb einzusteigen. Gemeinsam haben wir den Betrieb ab 2021 umgestellt und bewirtschaften seither nach Bioland-Richtlinien. Begleitend zur Umstellung habe ich den Meisterkurs in Rotenburg besucht und 2023 abgeschlossen. Neben der Landwirtschaft betreibe ich in Fischerhude einen kleinen Ponyreitbetrieb und engagiere mich als Volleyballtrainerin und als Beisitzerin im Vorstand des TSV Fischerhude-Quelkhorn. Im Landvolk möchte ich mich für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in unserer Region einsetzen und durch Transparenz und Kommunikation das Verständnis in der Gesellschaft für unseren Berufsstand fördern.

19.03.2024
Zukunftstag 2024

Landwirtschaftliche Betriebe nehmen Kinder auf

Der Zukunftstag ist ein Projekttag der allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen und wird in diesem Jahr am 25. April 2024 stattfinden. Jedes Jahr nehmen Betriebe aus unserem Verbandsgebiet Kinder bei sich auf, damit diese den Arbeitsalltag auf den Höfen miterleben.

Wir rufen daher wie gewohnt alle Mitglieder dazu auf, sich an diesem Tag zu engagieren.

Interessierten Kindern, die keinen Landwirt oder Landwirtin in der Nähe kennen, vermitteln wir auch gern einen Betrieb. Meldet euch dazu bitte via Mail bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

Das Besondere am Zukunftstag auf einem Bauernhof ist, dass die Kinder und Jugendlichen richtig mit anpacken können. Durch das Mitmachen bekommen sie quasi nebenbei Einblicke in den Berufsalltag einer Landwirtin bzw. eines Landwirts. „Mitmachen und Miterleben“ sind Programm, wobei sowohl die Tierliebhaber als auch die Technikfreunde auf ihre Kosten kommen. So sind auf den Bauernhöfen z.B. Kälber zu tränken, Schweine umzustallen und in der Hofwerkstatt Maschinen zu reparieren. Auch die Mitfahrt auf einem Traktor ist möglich. All dies gehört zum breiten beruflichen Tätigkeitsfeld von Landwirten.

Wir freuen uns auf alle Kinder und Betriebe, die mitmachen!

18.03.2024
Jahresversammlung des Kuratoriums für Wirtschaftsberatung

Spannende Einblicke in die Arbeit der MASTERRIND und aktuelle Themen

Kürzlich fand die Jahresversammlung des Kuratoriums für Wirtschaftsberatung Rotenburg-Verden e.V. bei der MASTERRIND GmbH in Verden statt.

Von Ralf Strassemeyer, einer der Geschäftsführer der MASTERRIND, erhielten die Mitglieder des Kuratoriums spannende Einblicke in das Rinderzucht- und Verkartungsunternehmen. „Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen Wandel und Umwelt-, Klima-, Gesundheits- und Sozialthemen gewinnen dabei an Bedeutung. Das Marktverhalten von Handel und Konsumenten ändert sich entsprechend. Das wird selbstverständlich auch Einfluss auf die Entwicklung unserer Betriebe haben.“, zeigte Strassemeyer die aktuellen Herausforderungen auf, welchen die MASTERRIND mit einem breiten Unternehmensportfolio begegnet. Neben der stetigen Optimierung in der Rinderzucht hinsichtlich der Belange der Betriebe bietet das Unternehmen so auch Möglichkeiten in weiteren Bereichen wie z.B. Wissenstransfer, Nachwuchsausbildung und Veranstaltungen. „Veränderungen eröffnen Chancen.“, ist Strassemeyer überzeugt. So hat die MASTERRIND gemeinsam mit der VZ GmbH das Gemeinschaftsunternehmen probovi gegründet, um Kräfte in der Nutz-, Zucht- und Schlachttiervermarktung zu bündeln. Gemeinsam mit INNOVAL wurde zudem SYNETICS gegründet, um die Zuchtprogramme in einer gemeinsamen europäischen Genossenschaft zusammenzuführen. Dr. Josef Pott, Geschäftsführer von SYNETICS, vermittelte den Anwesenden einen interessanten Eindruck von dem Unternehmen, dessen Aufgabe in der Durchführung von Entwicklungsprogrammen liegt. „Unsere Aufgabe ist es im breiten Spektrum der Erwartungen unserer Landwirte, z.B. im Bereich der Leistung oder der Gesundheit, die entsprechenden genetischen Lösungen anzubieten.“, erklärte Pott.

Im Anschluss an die Vorträge berichtete Kreislandwirt Jörn Ehlers zu aktuellen Themen. So fanden erst kürzlich Gespräche mit Lena Düpont (Politikerin der CDU und Mitglied des Europäischen Parlaments), u.a. zum Tierschutzgesetz und Transportgesetz statt, sowie mit Edeka Minden, zu u.a. den Haltungsstufen, statt. Zudem berichtete Ehlers, dass das Landvolk sich derzeit für die Landwirte einsetzt, die in Wasserschutzgebieten wirtschaften, um hinsichtlich der Einschränkungen in der Bewirtschaftung einen finanziellen Ausgleich zu erreichen. Darüber hinaus gab es für die Kuratoriumsmitglieder einen Einblick in die GAP von Dr. Gert Kracke von der Landwirtschaftskammer, sowie einen Bericht der Landberatungen Rotenburg und Verden zur wirtschaftlichen Situation der Betriebe.

14.03.2024
Unsere Mitgliederversammlung 2024

Kreisverband reflektiert Verbandsarbeit und wählt neu

Gemeinsam sind wir stark: Diese Botschaft brachte Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V., mit zur Mitgliederversammlung in Röhrs Gasthof in Sottrum. Mittels eines Schachbrettes, das er eigens für diese Veranstaltung mitgebracht hatte, veranschaulichte er, dass die Bauern oftmals unterschätzt würden und sagte: „Wir Bauern sind zwar nicht immer die Schnellsten, aber Schritt für Schritt bewegen wir uns in die richtige Richtung: vorwärts.“ Dies ließe sich auch an den jüngsten Bauernprotesten erkennen. „Unterm Strich ist mein Fazit absolut positiv, wir haben viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten“, sagte Ehlers. Dazu zähle er jedoch nicht die Blockade gegen Robert Habecks Fähre als auch Aktionen wie der unangebrachte Besuch vor dem Wohnhaus von Miriam Staudte, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin, die zur Mitgliederversammlung als Gastreferentin eingeladen war. Auch die Kritik an einer rechten Schlagseite der Proteste wies Ehlers zurück: „Wir sind sehr konservativ und bodenständig, aber auch bunt und nicht braun.“ Und auch der Rotenburger Landrat Marco Prietz äußerte sich in seinem Grußwort positiv zu den Protesten: „Die Landwirte haben bei uns auf vorbildliche Weise demonstriert.“ Miriam Staudte fügte in ihrem Vortrag hinzu, dass sie den guten Austausch in Niedersachsen sehr zu schätzen wisse. So sei das Dialogformat des Niedersächsischen Wegs, in dem Landwirtinnen und Landwirte, Umweltschutz und Politik nicht nur Ziele festlegten, sondern auch gemeinsam an deren Umsetzung arbeiten, mittlerweile auch in Berlin angekommen. Und auch Brüssel sollte ruhig mal nach Niedersachsen blicken, denn die politische Kultur nehme sie bei der EU als „sehr konfrontativ“ wahr.

Klimaerwärmung und daraus resultierende Extremwetterlagen seien nach Staudte die prägenden Herausforderungen der Zukunft. Daher plädiere sie für eine Diversifizierung der angebauten Früchte, um Wetterschäden abzufedern. Außerdem plane die Landesregierung, Versicherungen der Landwirte zu fördern. Auch das Thema Moorschutz wurde angesprochen: Die Ministerin zeigte auf, dass bald ein Moorkoordinierungszentrum kommen soll, das alle Akteurinnen und Akteure zusammenbringen möchte. Zudem wolle das Land eigene Flächen wieder vernässen. Und bei privaten Flächen sei auch schon viel gewonnen, wenn statt einer totalen Vernässung Ackerland in Grünland umgewandelt werde. „Das ist dann zwar noch keine CO₂-Senke, aber trägt sehr viel zur Emissionsreduktion bei“, betonte Staudte.

Beim Thema Wolf wurden die Ausführungen Staudtes weniger wohlwollend unter den Teilnehmenden aufgenommen: Die Landesregierung plane eine Erleichterung der Abschüsse. Zudem möchte die Landesregierung zukünftig nicht mehr einfach die Kosten für einen Herdenschutzzaun übernehmen, sondern „eher über eine Pauschale pro Schaf fördern“.

Ergebnisse der Vorstandswahlen

Zudem wurden die Ergebnisse der Vorstandswahlen aus der Delegiertenversammlung verkündet und die Wahlen der Vorsitzenden und ihrer Stellvertreter vorgenommen. Nach vielen Jahren des Engagements sind Holger Meier, Andre Mahnken und Dietmar Haase aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir danken ihnen von Herzen für die stets gute Zusammenarbeit und ihren zuverlässigen Einsatz für unseren Berufsstand. Neu begrüßen dürfen wir im Vorstand Lars Ruschmeyer aus Horstedt und Anna Elisabeth Wagner-Puvogel aus Fischerhude. Jörn Ehlers und Christian Intemann wurden als Vorsitzende des Kreisverbandes wiedergewählt. Auch Hilmer Vajen wurde als Stellvertreter wiedergewählt. Den anderen Stellvertreterposten übergab Andre Mahnken an Johannis Ritz. Geehrt wurden auf der Versammlung in diesem Jahr Henning Bentz, der als ehemalige Lehrkraft an der BBS Rotenburg stets als wichtiges Bindeglied zwischen dem Verband und der Berufsschule fungiert hat und Cornelius von Eller-Eberstein, der durch seine hervorragende Leistung den zweiten Platz beim Bundesentscheid des Berufswettbewerbes ergattern konnte.

07.03.2024
Verständnis für die Feldarbeit

Gülle ist ein wichtiger Naturdünger

Vielerorts freuen sich die Landwirte und Landwirtinnen darüber nun wieder mit der Feldarbeit starten zu können, dazu beginnen sie mit der Dünger- und Gülleausbringung. Dabei sorgt der Anblick des Güllefasses nicht überall für Begeisterung. Was der eine noch als “frische Landluft“ toleriert, das stinkt dem anderen im wahrsten Sinne des Wortes gewaltig. Wir bitten die Anwohner jedoch um Verständnis und appellieren für die gegenseitige Rücksichtnahme, denn die Gülle ist ein wichtiger Naturdünger mit zwei unschlagbaren Vorteilen:

Gülle enthält zum einen meist alle wichtigen Nährstoffe für die Pflanzen und liefert zum anderen gleichzeitig organische Substanz für den Boden. So sorgt sie für eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit. Pflanzen benötigen Nährstoffe, um zu gedeihen und das zu bilden, was wir später ernten wollen. Wie zum Beispiel die Kartoffelknolle oder das Getreidekorn. Neben der Menge kommt es bei der Ernte natürlich auch auf die Qualität der Nahrungsmittel an. Beides ist, neben anderen Faktoren wie der Sortenwahl und der Wasserversorgung, auch stark von den zur Verfügung stehenden Nährstoffen abhängig.

Die oben bereits genannte organische Substanz in der Gülle baut den Humusgehalt des Bodens auf und sorgt damit dafür, dass Nährstoffe und Wasser besser im Boden gehalten werden können und wieder an die Pflanzen abgeben werden.

Darüber hinaus wird durch die Gülledüngung Mineraldünger und damit Erdöl eingespart. Das ist nachhaltig und schont die Umwelt.

20.02.2024
Mitgliederversammlung 2024

mit Gastreferat von Miriam Staudte

Unsere Mitglieder laden wir recht herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Diese findet statt am:

Dienstag, den 5. März 2024 um 13:30 Uhr in Röhrs Gasthof, Bergstraße 18, 27367 Sottrum

Tagesordnung:
1.) Eröffnung und Begrüßung
2.) Grußwort
3.) Ergebnisse Vorstandswahlen, Wahl der Vorsitzenden und Stellvertreter
4.) Ehrungen
5.) Verschiedenes
6.) Gastreferat von Frau Miriam Staudte (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) zu „Herausforderungen unserer Niedersächsischen Landwirtschaft und Zukunftsperspektiven”

20.02.2024
Digitaler Vortrag

Gemeinsame Agrarpolitik 2024

Unsere Mitglieder laden wir herzlich ein zum digitalen Vortrag von Herrn Hendrik Gelsmann-Kaspers (Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband):

Gemeinsame Agrarpolitik 2024 - Was ist alles im Jahr 2024 zu beachten?

am Donnerstag, den 14.03.2024, um 19.00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung bis zum 13.03.2024 um 12 Uhr per Mail unter wolf@landvolk-row-ver.de , um den Link mit den Einwahldaten zu bekommen.

Die Veranstaltung wird über „ Zoom“ durchgeführt.

Der digitale Tagungsraum ist ab 18.30 Uhr geöffnet.

19.02.2024
Kreisverbandsnews über WhatsApp

Ab sofort

Ab sofort halten wir Euch auch über WhatsApp auf dem Laufenden! Abonniert HIER gerne unseren neuen Kanal, um keine Kreisverbandsnews zu verpassen.

15.02.2024
Hochwasserschäden an die LWK Niedersachsen melden

So funktioniert es

Hochwasserschäden an die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen melden – so geht’s:

Die LWK Niedersachsen muss bis zum 26.02.2024 per E-Mail benachrichtigt werden, dass am Hochwasser-Hilfsprogramm teilgenommen wird. Folgendes muss in der E-Mail enthalten sein:

  • Information, dass man beabsichtigt am Hilfsprogramm teilzunehmen
  • Betriebsnummer
  • Name
  • Schlagnummern aus dem Sammelantrag 2023 der von Überflutung betroffenen Schläge

Fotos der betroffenen Fläche und Kulturen sollen über die FANi-App hochgeladen werden. Um einen Fotobelegauftrag zu erhalten, ist die vorherige Benachrichtigung der LWK Niedersachsen per E-Mail notwendig! Die Fotos müssen bis spätestens 29.02.2024 über die FANi-App hochgeladen sein.

Weitere Informationen findet Ihr HIER.

Bei Rückfragen wendet euch bitte an die HIER aufgeführte zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Aktuelles aus dem Landesverband

31.10.2025
Geflügelmarkt abwartend
Geflügel

(AMI/MEG) Im Verlaufe des Oktobers beunruhigten die zunehmenden Ausbrüche der Aviären Influenza die gesamte Geflügelbranche. Der Absatz auf Ladenstufe hat sich saisonüblich tendenziell belebt. Wassergeflügel rückte der Jahreszeit entsprechend zunehmend in den Vordergrund. Typische Grillprodukte tendierten Anfang Oktober etwas schwächer. Die Großhandelspreise für lose gehandelte Teile gaben teils leicht nach. Dennoch wurde das Vorjahrespreisniveau anhaltend deutlich übertroffen. Die Schlachtereiabgabepreise haben sich in der zweiten Oktoberhälfte nicht nennenswert verändert. Erste Meldungen zu Großhandelspreisen für November blieben ebenfalls auf unverändertem Niveau. Die laufende Produktion war im Oktober immer noch überschaubar und fand ihre Abnehmer.

Nachdem im September die Talsohle bei Althennenpreisen erreicht war, zogen die Preise im Oktober leicht an. Die Nachfrage nach Suppenhennen nahm weiter leicht zu. Die Situation bei den Schlachtkapazitäten ist unverändert schwierig, viele Althennen werden zum Schlachten in das benachbarte Ausland gebracht.

31.10.2025
Aviäre Influenza – derzeit knapp 100 aktive Ausbrüche
Geflügel

Seit Anfang September melden mehrere Bundesländer eine deutliche Zunahme von Infektionen mit dem hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAI) des Subtyps H5N1 bei Wildvögeln und gehaltenem Geflügel. Laut dem TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) sind 101 aktive Ausbruchsgeschehen registriert – davon 63 bei verschiedenen Wildvogelarten und 38 in Geflügelhaltungen. Im Jahresverlauf wurden bislang 463 Nachweise bei wild lebenden Vögeln und 67 bei gehaltenen Tieren dokumentiert (Stand 30.10.2025). Die bundesweit betroffenen Geflügelhaltungen, sowohl kommerzielle als auch Kleinsthaltungen, umfassen sowohl Mastbetriebe (Enten, Gänse, Puten) als auch Legehennenhaltungen und Zuchtbetriebe mit Elterntieren und Bruteiern.

Das Virus zirkuliert in der Wildvogelpopulation, insbesondere bei ziehenden Wasservögeln. Auffällig betroffen sind derzeit die hochempfänglichen Kraniche, die an Rast- und Futterplätzen auf Wildenten- und Gänse treffen, die inzwischen eine Teilimmunität haben. Der noch andauernde Herbstzug führt zu erhöhter Mobilität und Durchmischung der Vogelbestände und begünstigt die Virusverbreitung. Wetterbedingte Verzögerungen – etwa durch ein Sturmtief mit Südwind – haben den Zugverlauf in den letzten Tagen gestört, insbesondere bei großen Rastvogelarten. Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens wird die zügige Beräumung von Wildvogelkadavern vorangetrieben, um Folgeinfektionen bei Aasfressern zu vermeiden. Diese Maßnahme ist insbesondere in Rastgebieten von Bedeutung, in denen sich große Vogelansammlungen bilden.

Abb. Fallzahlen der Aviären Influenza in wild lebendem Geflügel (blau) und in gehaltenem Geflügel (rot) im Zeitraum 2006 – 2025. Quelle TSIS, abgerufen am 30.10.2025

Im Vergleich zu den Vorjahren (vgl. Abb.) stellt die aktuelle Lage bislang keine Rekordsaison dar, auch wenn über das saisonal übliche Maß hinausgehende Anstiege der Ausbrüche bei Haus- und Wildgeflügel beobachtet werden können. Die Zunahme von Wildvogel-Fällen und die Clusterbildung in Geflügelhaltungen deuten auf ein anhaltend hohes Risiko für den Winter 2025/26 hin. Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben zeigen Wirkung, sind jedoch nicht ausreichend, um Einträge aus der Umwelt vollständig zu verhindern. Die Situation erfordert weiterhin erhöhte Wachsamkeit sowie eine konsequente Umsetzung von Schutzmaßnahmen und eine enge Abstimmung zwischen Behörden und Tierhaltern.

TISI: https://tsis.fli.de/cadenza/repositories/j-SlqCKELaTDy8RoFRCW/workbooks/Aviaere-Influenza-ugs.-Vogelgrippe,KZDvzqKWkpK-ZFdJr5jq/worksheets/Uebersicht,3Z_PXs-JPrC-rYS7PhzuD?workbookHash=lvNdbk84RxLclq18e3Hh96EgimwAQknVrjowsubPU6NtBSCE

31.10.2025
HPAI ist Herausforderung für Geflügelhalter
Geflügel

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sieht in den derzeit steigenden Fallzahlen bei der Vogelgrippe eine große Herausforderung für die geflügelhaltenden Betriebe: „Wir beobachten die aktuelle Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher besteht kein Anlass zur Sorge – die Versorgungssicherheit ist weiterhin gewährleistet. Wir sind in engem Austausch mit der Wissenschaft, den Behörden und den zuständigen Ministerien. Wichtig ist jetzt, dass alle geflügelhaltenden Betriebe wachsam sind und die Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Diese sind auch Voraussetzung für eine mögliche Entschädigung durch die Tierseuchenkasse.“

Zur vollständigen Pressemitteilung:

https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/bauernverband-sieht-in-vogelgrippe-grosse-herausforderung-fuer-die-gefluegelhaltenden-betriebe

29.10.2025
DBV-Veredlungstag 2025
Schwein

Unter dem Motto „Schweinehalter zwischen Anspruch und Realität – Welche Weiterentwicklungen sind notwendig?“ kamen am 22. Oktober 2025 rund 280 Teilnehmende in Coesfeld, Nordrhein-Westfalen, zusammen, um über die Zukunft der Schweinehaltung zu diskutieren.

In Fachvorträgen und Podiumsrunden beleuchteten Vertreter aus Politik, Handel und Beratung zentrale Herausforderungen: Neben Genehmigungsfragen standen die Tierhaltungskennzeichnung, die TA-Luft, die Afrikanische Schweinepest und Vermarktungsstrategien im Fokus. Auch die neue QS-Klimaplattform wurde vorgestellt. Mit Nachdruck haben Schweinehalter vor den Folgen der Streichung des Bundesprogramms „Umbau der Tierhaltung“ (BUT) gewarnt. Ohne langfristige staatliche Unterstützung sei der Umbau zu höheren Tierwohlstandards wirtschaftlich nicht zu leisten – insbesondere in der Sauenhaltung drohe vielen Betrieben das Aus. Zusätzliche Herausforderungen wie die ASP verschärfen die Lage.

DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier kritisierte die Begründung der Politik, das Programm wegen geringer Abrufzahlen zu streichen. Die Ursache liege vielmehr in langwierigen Genehmigungsverfahren. Er forderte, künftig bereits einen Bauantrag als Fördervoraussetzung anzuerkennen. Die als Ersatz diskutierte GAK-Förderung sei keine Alternative, da den Ländern die Mittel fehlten und eine bundeseinheitliche Lösung notwendig sei. Das BMLEH zeigte sich zurückhaltend. Zwar wolle man eine Förderlücke vermeiden, doch angesichts der angespannten Haushaltslage sei dies schwierig. Beringmeier warnte, dass ohne Unterstützung der notwendige Umbau der Deckzentren und Abferkelbereiche nicht zu stemmen sei. Er forderte verlängerte Fristen, um den Betrieben mehr Zeit zur Finanzierung zu geben. Weitere Forderungen betrafen die Vermeidung nationaler Alleingänge im Tierschutzrecht, die Überarbeitung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes sowie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU. Ein Lichtblick sei das klare Bekenntnis des Handels zur Herkunftskennzeichnung „5xD“. Doch ohne ausreichende Ferkelproduktion in Deutschland sei auch diese Strategie gefährdet. Ziel müsse es sein, die Produktion im Land zu halten – dafür brauche es verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Hier finden Sie die DBV-Pressemeldung zum DBV-Veredlungstag sowie das Forderungspapier zur Schweinehaltung:

https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/die-heimische-schweinehaltung-staerken

29.10.2025
BUT-Frist soll verlängert werden
Schwein

(AgE) Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat angekündigt, die Antragsfrist für die investive Förderung im Bundesprogramm Umbau Tierhaltung (BUT) bis September 2026 zu verlängern. Damit reagiert das Ministerium auf die anhaltende Kritik aus der Branche. Ursprünglich sollte die Frist bereits im April 2026 auslaufen. Trotz der Fristverlängerung hält das Bundeslandwirtschaftsministerium an der geplanten Überführung der Förderung in die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) fest. Diese soll laut Ministerium eine flexiblere, regional angepasste Förderung ermöglichen, da Länder die Situation vor Ort besser einschätzen könnten. Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes zeigt sich mit der verlängerten Antragsfrist ein erster Erfolg des Veredlungstages in Coesfeld. „Wir fordern vehement, dass bereits ein eingereichter Bauantrag – und nicht erst eine erteilte Baugenehmigung – ausreichend sind.“, so DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier. Grundsätzlich muss das Ende des BUT vollständig rückgängig gemacht werden, um Planbarkeit und Verlässlichkeit wieder herzustellen.

29.10.2025
Online-Seminar „Biosicherheit in der Rinderhaltung“
Milch und Rind

Die QS-Akademie bietet am 03. November 2025 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr ein Live-Online-Seminar zur Biosicherheit in der Rinderhaltung ein. Die Referentinnen Julika Brünker (QS Qualität und Sicherheit GmbH), Dr. Ursula Gerdes (Niedersächsische Tierseuchenkasse) und Dr. Wiebke Scheer (Landvolk Niedersachsen) gehen u. a. auf folgende Themen ein: rechtliche Grundlagen und QS-Anforderungen zur Biosicherheit, das Niedersächsische Biosicherheitskonzept Rind sowie Beratungen, Beihilfen und Entschädigungen der Tierseuchenkasse.

Die Teilnahme am Online-Seminar kann als Nachweis für eine Weiterbildungsmaßnahme für die ITW verwendet werden. Die Kosten belaufen sich auf 65 € bzw. 45 € für QS-zertifizierte Unternehmen. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: https://www.q-s-akademie.de/kursangebot/kurs/biosicherheit-in-der-rinderhaltung-291.html.

29.10.2025
Bundeskartellamt genehmigt Übernahme
Milch und Rind

(DBV) Das Bundeskartellamt hat der Übernahme der norddeutschen Molkerei Rücker durch die süddeutsche Molkerei Meggle zugestimmt. Laut Aussage des Bundeskartellamtes sei der Wettbewerb nicht gefährdet, da die gemeinsamen Marktanteile nicht zu hoch seien und auch die Rohmilcherfassung in unterschiedlichen Regionen stattfinden würde.

29.10.2025
Branchenkommunikation Milch mit Supper Talk
Milch und Rind

(DBV) Anfang Oktober veranstaltete die Initiative Milch gemeinsam mit brand eins den Supper Talk – Zukunft am Tisch: ein Dinner-Event mit Impuls von Jens Lönneker und Menü von Sternekoch Max Strohe – mit dem Ziel: Austausch über die Zukunft der Milchwirtschaft in besonderem Rahmen und mit besonderen Gästen.