Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

23.05.2024
FINKA-Feldtag rund um den Mais

Alle Interessierten sind herzlich willkommen

30 konventionell arbeitende Landwirtinnen und Landwirte verzichten im Rahmen des Projektes FINKA (Förderung von Insekten im Ackerbau) mittlerweile schon im vierten Projektjahr auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM), die gegen Insekten und Unkräuter eingesetzt werden. Dabei werden sie von ökologisch arbeitenden Kollegeninnen und Kollegen aus ihrer Region unterstützt. Die 30 Betriebspaare arbeiten bis zum Projektende 2025 eng zusammen und gehen in einen fachlichen Austausch darüber, wie der Verzicht auf diese PSM betriebswirtschaftlich und arbeitstechnisch umgesetzt werden kann. Zusätzlich wird wissenschaftlich untersucht, wie sich die geänderte Bewirtschaftungsweise auf die Ackerbegleitpflanzen und damit auch auf die Insektenvielfalt auswirkt. Hierzu führen das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Georg-August-Universität Göttingen verschiedene Untersuchungen durch.

Am 06. Juni lädt nun das FINKA-Betriebspaar Gerd Bunke und Jan-Harmen Hesse zu einer Informationsveranstaltung mit Feldbegehung und Maschinenvorführung im Mais ein.

Wann: Donnerstag, den 06.06.2024 um 10 Uhr
Wo: Hier geht es zur Ortsangabe

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 30.05.2024 unter: sievers@landvolk-row-ver.de

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Projekt läuft bis Ende 2025.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Georg-August-Universität Göttingen.

23.05.2024
Tierhaltung: Landvolk fordert von EU-Politik vernünftige Verordnungen

Aktion zur EU-Wahl: Tierwohl und -schutz müssen wirtschaftlich umsetzbar sein

Mit dem geplanten großen Tierwohl-Paket sowie der anstehenden Umsetzung der EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten rast auf die Tierhalterinnen und Tierhalter in der EU und somit auch in Niedersachsen ein großer Meteorit zu. „Um diesen Einschlag noch zu verhindern bzw. seine Heftigkeit abzumildern, weist das Landvolk aktuell in den Sozialen Medien mit einer Aktion zur EU-Wahl auf die Auswirkungen hin. Unsere Landvolk-Kreisverbände werden zudem ihre EU-Kandidaten in Anschreiben hierzu informieren und sensibilisieren“, erklärt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Bei allem Verständnis bezüglich Tierwohl und -schutz müssen Umsetzung und Wirtschaftlichkeit für die bäuerlichen Betriebe gewährt bleiben, führt Ehlers gegenüber dem Landvolk-Pressedienst aus.

Das von der EU-Kommission geplante Animal Welfare-Paket (Tierwohl-Paket) besteht aus vier Bereichen: Tierwohl auf dem Hof, beim Transport, bei der Schlachtung und beim Labeling. Die Vorschläge der Kommission zum ersten Entwurf der Neufassung der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz von Tieren beim Transport beinhalten zum Beispiel ein Mindesttransportalter von 35 Tagen für Kälber. Aktuell müssen Kälber dafür in Deutschland 28 Tage alt sein. Weiterhin ist eine verpflichtende Anwesenheit einer Veterinärin oder eines Veterinärs auf dem landwirtschaftlichen Betrieb beim Verladen von Schlachtvieh vorgesehen, eine Begrenzung von Schlachtviehtransporten auf neun Stunden sowie eine Verlagerung der Transporte in die Nacht bei Temperaturen über 30 Grad Celsius. „Der Verordnungsentwurf berücksichtigt weder notwendige bauliche Änderungen auf den Betrieben oder arbeitsteilige Strukturen in der deutschen Landwirtschaft noch den Fachkräftemangel im Veterinär- und Transportwesen, sodass die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe und die heimische Nahrungsmittelerzeugung gefährdet sind“, verweist Ehlers auf die Nicht-Umsetzbarkeit dieser EU-Politik.

Aufgrund der bevorstehenden Europa-Wahlen werde die Kommission erst nach Neubildung des Europäischen Parlaments die Arbeit an der Tierschutztransportverordnung weiterverfolgen. Auch zu den übrigen Teilen des Animal Welfare-Pakets werden erst unter der nächsten Kommission Verordnungsentwürfe erwartet. „Daher ist es im Zuge des Europawahlkampfes wichtig, die Kandidaten bereits frühzeitig für diese bevorstehenden Gesetzesüberarbeitungen zu sensibilisieren“, stellt der Landvolk-Vizepräsident heraus.

Die anstehende Umsetzung der EU-Verordnung zu den entwaldungsfreien Lieferketten wird in der aktuellen Form ebenfalls auf die niedersächsische Tierhaltung Einfluss haben. „Natürlich unterstützen wir den Rodungsstopp von Primärwäldern. Doch den Weg der Umsetzung sowie das Einbeziehen heimischer Erzeuger lehnen wir deutlich ab“, sagt Ehlers, denn für Deutschland und große Teile Europas sei die Entwaldungs-Problematik hinreichend dokumentiert und praktisch nicht vorhanden. Trotzdem seien von dieser Verordnung die gesamte Rinderhaltung mit über 100.000 Betrieben sowie alle Landwirtinnen und Landwirte, die Soja anbauen, und alle Forstwirtinnen und Forstwirte betroffen.

„Bevor nicht alle juristischen Unklarheiten beseitigt sind und das Informationssystem technisch den Ansprüchen des Binnenmarktes gewachsen ist, darf diese Verordnung aufgrund handwerklicher Fehler gar nicht umgesetzt werden. Die verantwortlichen EU-Politiker sollten erst einmal ihre Hausaufgaben machen, bevor sie mit unausgegorenen und nicht umsetzbaren Ideen die heimische Landwirtschaft gegen die Wand fahren – vom angepeilten Bürokratieabbau ganz zu schweigen“, fordert Landvolk-Vizepräsident Ehlers. Gleiches gelte für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest wie auch für ein aktives Wolfsmanagement. Auch diese Themen finden sich auf den Kacheln der Online-Aktion und den Briefen an die EU-Politikerinnen und EU-Politiker wieder mit dem Aufruf, am 9. Juni für den ländlichen Raum wählen zu gehen.

15.05.2024
Aktionsbündnis: Rückwärtsgang in der Wolfspolitik

Am 25. Mai europaweites Mahnfeuer für die Weidetierhaltung entzünden

„Unwille oder Unfähigkeit? Diese Frage stellt sich, wenn wir die aktuelle Wolfspolitik der zuständigen Ministerien und des NLWKN ansehen. Wir kommen Lösungen nicht näher, derzeit ist der „Rückwärtsgang“ eingelegt. Weder auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene gibt es wirkliche Fortschritte, die uns den pragmatischen Umgang mit dem Wolf in der Nutztierhaltung erleichtern. Über 4.000 Nutztierrisse in einem Jahr in Deutschland, davon ein Viertel in Niedersachsen, waren so vorhersehbar wie das alljährliche Weihnachtsfest. Jeder Riss eines Weidetieres ist einer zu viel, und jeder Riss trägt dazu bei, dass Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Politik verloren geht“, erklärt Jörn Ehlers, Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen. Er ruft gemeinsam mit Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, alle Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter auf, sich am Aktionstag „Europaweites Mahnfeuer pro Weidetierhaltung und gegen den Wolf“ am 25. Mai zu beteiligen.

Die einst in den Koalitionsverträgen geschlossenen Vereinbarungen zur Regulierung des Wolfes machten Hoffnung. „Doch bislang wurde nur viel geredet und versprochen. Unsere Forderungen nach schnellem Abschuss von Problemwölfen oder ganzen Rudeln, eine Bestandsregulierung mit wolfsfreien Gebieten sowie die volle Kostenübernahme der Herdenschutzmaßnahmen blieben nach wie vor unberücksichtigt – Gründe für das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement die Arbeit im Dialogforum ruhen zu lassen“, führt Ehlers aus.

Laut dem Aktionsbündnis lasse das aktuelle Urteil vom OVG Lüneburg zum Schnellabschussverfahren erkennen, dass das NLWKN bei der Umsetzung des ersten Schnellabschussverfahrens schlecht gearbeitet hat. Die Landesverwaltung müsse zeigen, dass es möglich ist, beim nächsten Riss das Schnellabschussverfahren rechtssicher umzusetzen. So fordere das OVG, den Herdenschutz bei Rindern und Pferden als milderes Mittel näher zu prüfen. Dies sei zum einen nicht finanzierbar, zum anderen würde eine Zäunung der Grünlandregionen Niedersachsens zu neuen Konflikten führen, beispielsweise mit dem Tourismus und dem Schutz anderer bedrohter Arten.

„Wir brauchen dringend Lösungen für ein aktives Wolfsmanagement als Zeichen für unsere Nutztierhalter und die Bevölkerung im ländlichen Raum. Diese Forderungen teilen unsere befreundeten Verbände sowie die Region Hannover und 36 niedersächsischen Landkreise. Die Politik muss für eine umsetzbare und rechtssichere Bestandsregulierung sorgen: Ob als Schnellabschuss, per Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes oder via 1:1-Umsetzung des europäischen Naturschutzrechts. Doch wir haben große Zweifel, dass unsere verantwortlichen Politiker das wirklich wollen“, bewertet Ehlers das Verhalten und untermauert, dass das Aktionsbündnis weiter für die Weidetierhaltung in Niedersachsen kämpfen werde, da Weidetiere aktiv zur Biodiversität und Artenvielfalt beitragen und für die Sicherheit beim Küstenschutz sorgen.

Die Verantwortlichen des Aktionstages bitten die Landbewohner darum, am 25. Mai eigene Mahnfeuer zu entzünden und Videobeiträge dieser Aktion an wende.schaf@outlook.de zu senden, um mit ihnen ein Zeugnis der Solidarität und des Protests zu dokumentieren. Zudem können HIER die Standorte der Mahnfeuer angemeldet und in eine interaktive Google-Karte eingepflegt werden, um auch hier die Reichweite und das Engagement der Gemeinschaft pro Weidetierhaltung sichtbar zu machen.

14.05.2024
Vereinfachung bei der GAP beschlossen

Das Landvolk Niedersachsen schließt sich der Position des Deutschen Bauernverbandes an, der die mit großer Mehrheit im EU-Parlament auf den Weg gebrachten und gestern von den Mitgliedsstaaten auf den Weg gebrachten Vereinfachungen im EU-Rechtsrahmen für die GAP-Periode 2023 bis 2027 begrüßt hat. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied sagte dazu: „Die EU-Abgeordneten haben mit ihrem Votum gezeigt, dass sie die zentralen Anliegen der europäischen und deutschen Landwirte für mehr Bürokratieabbau, Entlastung und Praxistauglichkeit bei der Umsetzung der EU-Agrarförderung unterstützen. Das ist ein wichtiges Signal für einen ebenso zukunfts- wie wettbewerbsfähigen Landwirtschaftsstandort Europa. Jetzt ist die Bundesregierung nachdrücklich aufgefordert, die verbesserten Rahmenbedingungen in Deutschland praxistauglich und uneingeschränkt umzusetzen.“ Das Landvolk Niedersachsen fordert darüber hinaus ausdrücklich die Alternative der Anbaudiversifizierung, denn dies würde die Regelung zum Fruchtwechsel erleichtern und wäre ein Beitrag zum Bürokratieabbau.

Rukwied betonte des Weiteren, dass die deutschen Bauern stets verantwortungsvoll mit ihren Flächen umgingen, unabhängig von den Vorgaben der GAP. Effektiver Natur- und Artenschutz lasse sich jedoch nur umsetzen, wenn die Betriebe auch wettbewerbsfähig sind und flexibel auf externe Einflüsse reagieren können. Die heute in Straßburg beschlossenen Vereinfachungen können laut Rukwied zudem lediglich ein erster Schritt sein: „Wir brauchen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler und regionaler Ebene eine wirksame Entbürokratisierungsinitiative für die Land- und Forstwirtschaft. Unsere Betriebe werden aktuell von der Bürokratie erdrückt. Auch nach den Europawahlen 2024 gilt es, neue bürokratische Hürden zu vermeiden und einen aktiven Bürokratieabbau für die GAP nach 2027 konsequent umzusetzen.“ Der Deutsche Bauernverband hat hierzu kürzlich umfangreiche Vorschläge vorgelegt.

Beim EU-Rechtsrahmen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) haben Parlament, Rat und Kommission nunmehr einvernehmlich bestimmte Vereinfachungen in der GAP-Strategieplan-Verordnung (Nr. 2115/2021) und der sog. Horizontalen Verordnung (Nr. 2116/2021) beschlossen. Dazu gehören unter anderem die dauerhafte Streichung der verpflichtenden Stilllegung von mindestens 4 Prozent der betrieblichen Ackerfläche (GLÖZ 8), mehr Flexibilität und Praktikabilität beim Fruchtwechsel (GLÖZ 7) und bei der Mindestbodenbedeckung (GLÖZ 6) sowie weniger Kontrollen für kleinere Landwirtschaftsbetriebe.

07.05.2024
Vier Höfe öffnen ihre Tore

Tag des offenen Hofes am 9. Juni 2024

In unserem Verbandsgebiet haben sich gleich vier Höfe für den Tag des offenen Hofes angemeldet. Neben Buschhof Schröder (Rotenburg) und dem Hof der Familie Wortmann (Beppen) ist auch Landwirtin Nadia Bremer (Visselhövede), die gemeinsam mit dem Nachbarshof Wilkens an den Start geht, mit dabei. Wer sich an dem Tag auf den Höfen engagieren möchte, meldet sich entweder bei den Höfen direkt oder bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

Hof Wortmann Zu dem Familienbetrieb in Beppen-Thedinghausen gehören neben Acker- und Futteranbau insgesamt 360 Milchkühe. Diese werden von sechs Melkrobotoren an zwei Standorten gemolken. Johanna Wortmann und ihr Freund Michael sowie Schwester Alena führen den Betrieb gemeinsam mit mehreren Angestellten.

Wo: Zum Heesen 1, 27321 Beppen-Thedinghausen Wann: 9. Juni / 10-16 Uhr

Hof Schröder Christoph und Ann-Cathrin Schröder betreiben eine Anguszucht mit Mutterkuhhaltung, die ganzjährig draußen sind sowie eine Bullenmast in großzügigen, halboffenen Tretmistställen mit Stroh. Das Angusfleisch vermarkten die beiden via Direktvermarktung. Zudem gibt es eine Pferdepension mit Weidegang sowie Halle, Roundpen und Außenplätzen. Alle Tiere werden mit selbst produziertem Futter gefüttert.

Wo: Am Linteler Feld 2, 27356 Rotenburg (Wümme) Wann: 9. Juni / 11-16 Uhr

Hof Bremer/Hof Wilkens

Was wächst auf dem Acker und wo kommen die Pflanzen nach der Ernte zum Einsatz? Fragen wie diese werden am Tag des offenen Hofes auf dem Riepholmer Modell-Acker beantwortet. Auf dem Hof stehen außerdem zahlreiche Stände mit regionalen Produkten oder Bezug zu Riepholm. Auf dem Schulbauernhof des Bioland-Hof Wilkens lernen Kinder, wie Lebensmittel hergestellt werden. Am Tag des offenen Hofes stehen Mitmachaktionen wie Getreide Mahlen im Fokus. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.

Wo: Riepholm 2 und 3, 27374 Visselhövede Wann: 9. Juni / 11-17 Uhr

30.04.2024
Lars Ruschmeyer nun im Vorstand beim Bund Deutscher Landjugend

Herzlichen Glückwunsch

Unser Vorstandsmitglied Lars Ruschmeyer ist am Wochenende zum Vorsitzenden vom Bund Deutscher Landjugend gewählt worden. Wir sagen herzlichen Glückwunsch und freuen uns über das starke Engagement. Über seine Ziele sagt Lars: „Ich möchte mich für Lebens- und Bleibeperspektiven von jungen Leuten im ländlichen Raum sowie für eine tolerante und demokratische Gesellschaft einsetzen. Außerdem ist mir besonders wichtig, Europa bewusster und zugänglicher für die Menschen zu machen.“

30.04.2024
Jörn Ehlers zu Gast bei „Nachhaltig kontrovers“

Schwein gehabt: Wem schmeckt Laborfleisch?

„Nachhaltig kontrovers“ heißt die neue Talkshow der Nordwest Mediengruppe in Kooperation mit dem Lokalsender Oeins. Den Auftakt macht das Thema „Schwein gehabt: Wem schmeckt Laborfleisch?“

Als Gäste begrüßten die Moderatorinnen Svenja Fleig und Anke Brockmeyer den Wirtschaftsethiker Nick Lin-Hi und den Vize-Präsidenten des Landvolks Niedersachsen und Schweinehalter Jörn Ehlers. HIER geht es zur Aufzeichnung.

25.04.2024
Viele Kinder auf den Höfen

Zukunftstag gibt Einblicke in den Beruf Landwirtin/Landwirt

Ob Schweine verladen, Kühe melken, Saatgut in den Boden bringen oder Hühner füttern: Kinder, die am Zukunftstag (25.4.2024) auf den landwirtschaftlichen Betrieben unterwegs sind, erhalten eine Einblick in die Vielfalt des Berufs. Wir bedanken uns bei allen Betrieben, die sich engagieren.

25.04.2024
Niedersachsen sind mit Wolfspolitik unzufrieden

Aktionsbündnis und Bauernverband: Online-Aktionstag am Tag des Wolfes, 30. April

Nicht nur die Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter sowie die Mitglieder im Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement sind enttäuscht von der aktuellen Wolfspolitik von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer. Auch die niedersächsischen Landräte äußerten bei einem jüngst stattgefundenen Treffen der Landkreise mit Umweltminister Meyer ihre Unzufriedenheit beim Wolfsmanagement. „Genauso wie wir sieht der Niedersächsische Landkreistag (NLT) dringenden Handlungsbedarf und fordert eine effektive Wolfspolitik, weil die vielen Wolfsangriffe auf Weidetiere nicht nur die Tierhalter belasten, sondern auch für Verunsicherung der Bevölkerung im ländlichen Raum sorgen“, verspürt der Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement, Jörn Ehlers, starken Rückenwind für die seit Jahren bestehende Forderung nach einem aktiven Wolfsbestandsmanagement.

„Für unsere Weidetierhalter ist das ein wichtiges Signal, dass der Niedersächsische Landkreistag als Vertreter des ländlichen Raums erkannt hat, dass bloße passive Schutzmaßnahmen, wie Zäune oder Entschädigungszahlungen, nicht mehr ausreichen – und er stattdessen von der Politik in Brüssel, Berlin und Hannover rechtssichere, praktikable Regeln für ein gezieltes Wolfsmanagement fordert“, freut sich Ehlers über die Unterstützung für ein aktives Bestandsmanagement. Auch dass der NLT die Blockadehaltung von Bundesumweltministerin Steffi Lemke bezüglich der Herabstufung des Schutzstatus beim Wolf kritisiert, findet beim Aktionsbündnis und den Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern großen Anklang. 51 Wolfsrudel, vier Wolfspaare und drei residente Einzelwölfe sind aktuell in Niedersachsen erfasst.

Alle warten zudem auf das Gesamturteil und die Bewertung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg zum Widerruf der Genehmigung des Schnellabschusses des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Ende März beim Verwaltungsgerichts Oldenburg. „Es herrscht wieder einmal Stillstand. Unsere Weidetierhalter erreichen finanziell, aber vor allem emotional ihre Grenzen. Trotzdem werden sie nicht müde, mit Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen“, erklärt Jörn Ehlers. Zum Auftakt des „Tag des Wolfes“ am 30. April laden bundesweit der Deutsche Bauernverband und das „Forum Weidetiere und Wolf“ am morgigen Freitag, 26. April, zum Pressegespräch um 11 Uhr nach Berlin ein. Diese Pressekonferenz mit Bildmotiv erfolgt hybrid, sodass sich Journalistinnen und Jornalisten unter presse@bauernverband.net anmelden und teilnehmen können. Den Tag des Wolfes selbst werden Niedersachsens Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter am 30. April mit Botschaften und Videos im Internet online unterstützen. Für den 25. Mai sind europaweite Mahn- und Solidarfeuer pro Weidetierhaltung geplant.

25.04.2024
AllerVielfalt

Biotoptypkartierungen starten

Das AllerVielfalt Projekt geht in die zweite Phase der Kartierungen:
Uns wurde mittgeteilt, dass Mitarbeitende der beauftragten Fachbüros ab dieser Woche in den Flächen unterwegs sein werden, um die Biotoptypen zu kartieren. Dies geschieht weiträumig über das gesamte Projektgebiet. Voraussichtlich werden diese Kartierungen bis Ende Juni andauern.

Die Kartierenden werden in den nächsten Wochen einzeln oder in Kleingruppen in den Gebieten und auf den Flächen verteilt unterwegs sein. Das Gebiet wird mit Autos angefahren, aber die Kartierenden werden auch zu Fuß und mit dem Rad im Gebiet unterwegs sein. Alle Kartiererinnen und Kartierer sind angehalten, sich rücksichtsvoll auf Arten, insbesondere Brutvögel/Wiesenlimikolen und Landwirtschaft zu verhalten. Beweidete Wiesen werden nicht betreten, aber es wird von Nöten sein einzelne Flächen zu betreten, auch um an angrenzende Flächen wie das Flussufer zu gelangen.

Sollte es Fragen geben oder gar zu Problemen kommen, können sich die Betroffenen gerne im Projektbüro melden. Die Kontaktdaten sind HIER zu finden.

Aktuelles aus dem Landesverband

06.02.2026
Schulungen zur Milchpreisabsicherung am Di. 10.02. und am Fr 13.02. (10-15 Uhr online):
Milch und Rind

(ife-Institut) Das ife bietet im Winter Einsteiger-Schulungen im Rahmen eines vom Förderungsfonds der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt geförderten Projekts an. Innerhalb von 2 x 2 Std. wird online erklärt wie die jeweils aktuellen Milchmarktentwicklungen eingeschätzt werden. Es folgen Kurzbeiträge von Experten des ife Instituts und von StoneX mit Antworten und Diskussionen zu den Fragen „Wie kann ich eine Preissicherungsstrategie bei Milch aufsetzen?“, „Was kann ich tun bei bereits sinkenden Märkten?“, „Bei welchen Milchpreisen macht Preisabsicherung für mich überhaupt Sinn?“, „Welche Möglichkeiten bieten derzeit Molkereien an und welche Möglichkeiten gibt es für eigenständige Preisabsicherung ohne die Molkerei?“.

Anmeldungen und Fragen zu der Veranstaltung bitte per email (henrike.burchardi@ife-kiel.de) oder telefonischem Kontakt unten. Die Plätze sind begrenzt.
Die Veranstaltung kostet 100 EUR zzgl. MwSt., Milcherzeugungsbetriebe und Auszubildende erhalten einen Rabatt von 50%.

06.02.2026
Weizenkurse bleiben in enger Spanne
Pflanzen

(AMI) Die Kurse in Paris entwickeln sich fester, doch das Angebot bleibt reichlich. Schwarzmeer- und Argentinienpreise bestimmen die Exportparitäten. Der Markt wartet auf neue USDA-Signale.

An der Börse in Paris hielt sich die Aufwärtsbewegung, nachdem die Kurse vorher auf ein Fünf-Wochen-Tief gefallen waren. Der Fronttermin März 26 schloss am 05.02.2026 bei 193,50 EUR/t und damit 2,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Damit rücken die Kurse in Nähe eines Zweieinhalb-Monats-Hochs. Das unterstreicht, in welch enger Handelsspanne sich die Notierungen seit Wochen bewegen.

Stützend wirkten in dieser Woche Short-Covering im Frontmonat und ein schwächerer Euro zu Wochenbeginn, der die Exportparität leicht verbesserte. Gegenläufig belasteten eine breite Rohstoffschwäche am Montag sowie das Nachlassen der Frostsorgen in der Ukraine/Russland. Aus dem physischen Markt kamen gemischte Signale: Händlerberichte nennen weiterhin günstige FOB-Offerten aus Argentinien (11,5 %) und kompetitive Schwarzmeerpreise (Russland/Ukraine 11,5 %), die beide jeweils um die 220 $/t liegen. Westeuropäische Partien liegen je nach Stand des Wechselkurses und Terminmarktnotierung rund 8 bis 9 $/t höher. In Nordafrika bleiben damit Übersee-Herkünfte häufig tonangebend. Regional prägten Logistikhemmnisse mit gefrorenen Kanälen in Deutschland und Polen das Bild. Gleichzeitig zeigten sich Abgeber zurückhaltend, was die Prämien stützt und die Frontmonate stabilisiert.

06.02.2026
Brotgetreidemarkt dümpelt weiter vor sich hin
Pflanzen

(AMI) Mühlen sind gut versorgt, ruhige Nachfrage und geringe Abgabebereitschaft beschreiben die aktuelle Situation. Punktuell entsteht regionale Nachfrage durch zugefrorene Binnenflüsse.

Am ohnehin nur auf Sparflamme laufenden Brotgetreidemarkt bleibt es weiterhin ruhig. Regional kommen vereinzelt wieder Partien in den Handel, bedingt durch Umstellungen in der Logistik infolge gefrorener Binnenwasserwege. Das Tagesgeschäft wird weiterhin maßgeblich durch die Bedienung bestehender Kontrakte geprägt. Gleichzeitig spitzt sich die Logistiksituation zu, da vielerorts Wasserstraßen nicht befahren werden können und Transporte verstärkt auf LKW und Bahn verlagert werden müssen.

Auf Erzeugerebene haben die Preise insgesamt leicht zugelegt. Qualitätsweizen gewann gegenüber der Vorwoche 1,19 EUR/t und notiert am 04.02.2026 bei 174,08 EUR/t, was im Vorjahresvergleich einen Abstand von über 55 EUR/t bedeutet. Auch die Brotweizenpreise ziehen etwas an und liegen mit einem Plus von 1,41 EUR/t bei 169,52 EUR/t. Die Preise für Eliteweizen sowie für Brotroggen bewegen sich hingegen weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche.

Die Entwicklung an den Börsen zeigt am Kassamarkt und auf Großhandelsebene nur begrenzt Wirkung. Brotweizen verteuert sich franko Hamburg beim Fronttermin lediglich um 2 auf 206 EUR/t. Am Niederrhein steigt der Preis für Brotroggen um 2 auf 204 EUR/t. Franko Westfalen bleiben die Großhandelspreise für Brotweizen unverändert bei 199 EUR/t. In Ostdeutschland legen die Großhandelspreise für Brotweizen um 2 auf 190 EUR/t zu, für Qualitätsweizen ebenfalls um 2 auf 204 EUR/t.

06.02.2026
Überschaubarer Handel am Rapsmarkt
Pflanzen

(AMI) Auch wenn es in Paris zuletzt aufwärts ging, können die Erzeugerpreise für Raps das Plus nicht nachvollziehen. So bleibt die Abgabebereitschaft gering.

Der Februar-Kontrakt ging an der Pariser Börse zum Monatswechsel von Bord, der neue Fronttermin konnte sich trotz der insgesamt komfortablen Rapsbilanz befestigen. So schloss der Mai-Kontrakt zuletzt bei 485,75 EUR/t und damit 7,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Ähnlich fällt das Plus für Partien der Ernte 2026 aus.

Im Fokus bleiben dabei die handelspolitischen Entwicklungen. China sagte zu, seine Käufe ab dem 01.03.2026 wieder aufzunehmen. Kanada verfügt über üppige Rapsvorräte und hofft zum Lagerabbau auf steigende Exporte. Sollte dies jedoch nicht eintreten, beispielsweise aufgrund der Käufe preisgünstiger Sojabohnen aus Brasilien durch China, müssten kanadische Farmer mit australischem Raps um den europäischen Markt konkurrieren. Unterstützung für die Kurse boten dabei auch Lieferverzögerungen aus der Ukraine und Australien. Nach Einschätzung des Marktes dürfte sich das Bild hier im Februar jedoch ändern.

Im Einklang mit den Pariser Rapsnotierungen geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. So sind franko Hamburg zur Lieferung ab Februar zuletzt 478 EUR/t im Gespräch und damit 3 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Ein anderes Bild zeigt sich franko Niederrhein, Auslöser dafür ist allerdings das Auslaufen des Februar-Kontrakts. So sind hier mit 492 rund 4 EUR/t weniger möglich als noch in der Vorwoche. Dabei bleiben die Umsätze auch weiterhin überschaubar. Importware wird vereinzelt diskutiert, zu Abschlüssen kommt es jedoch nur selten. So fußen die Mengenbewegungen überwiegend auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Auch die Ernte 2026 spielt bislang nur eine untergeordnete Rolle. So bleibt der Anteil bereits vertraglich gebundener Partien gering. Im Mittel sind dabei auf Großhandelsebene bis zu 465 EUR/t möglich.

Ein anderes Bild zeigt sich indes auf Erzeugerebene, denn hier geht es den festeren Terminmarktnotierungen zum Trotz auf Wochensicht abwärts. Im Mittel sind für Partien der Ernte 2025 rund 457,20 EUR/t im Gespräch, in der Vorwoche erhielten Erzeuger noch 458,00 EUR/t. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 435-480 EUR/t. Der heimische Rapsmarkt bleibt vorerst ohne neue Impulse. Vereinzelt wird aus Platz- oder Liquiditätsgründen verkauft, andernfalls wird die weitere Preisentwicklung abgewartet. Auch die Vorkontraktbereitschaft für Partien der Ernte 2026 bleibt unverändert gering. Mit 432,30 (402-465) EUR/t werden aktuell rund 1,00 EUR/t weniger aufgerufen.

06.02.2026
Endgültig noch größere Kartoffelernte
Pflanzen

(AMI) Mit fast 13,9 Mio. t war die Kartoffelernte 2025 so groß, wie seit der Wiedervereinigung Deutschlands nicht mehr. Enorme Überschüsse sind einer viel zu kräftigen Anbauausweitung geschuldet. Dabei waren die Erträge 2025 zwar gut, aber nicht herausragend.

Die Ernte von Kartoffeln im Jahr 2025 ist noch größer als zunächst gedacht, wie jüngst das von Destatis veröffentlichte endgültige Ergebnis zeigt. Demnach waren vor allem die Erträge noch einmal fast 4 % höher als vorläufig angenommen, was dem Ernteergebnis einen Zuwachs von fast 500.000 t bescherte. Mit 13,9 Mio. t Kartoffeln wurden über 1,1 Mio. t Kartoffeln mehr erzeugt als im Vorjahr und 2024/25 war die Ernte im Prinzip schon um einiges zu groß.

Ausschlaggebend für die enorme Kartoffelernte des vergangenen Jahres ist die starke Flächenausweitung seit 2023. Zweimal in Folge kamen über 7 % hinzu. 2025 gab es dann auch noch hohe Erträge. Die Erntemenge ist historisch einzigartig. Nur im Jahr der Wiedervereinigung, 1989 gab es mit über 15 Mio. t Kartoffeln in Gesamtdeutschland noch mehr. Der bis dahin in der DDR etablierte umfangreiche Anbau war dann in den 90er Jahren flott Geschichte.

Hierzulande wachsen bekanntermaßen die meisten Kartoffeln in Niedersachsen. 6,6 Mio. t waren es 2025. Während früher Bayern in der Rangfolge folgte, ist das seit 2020 NRW, wo für die Verarbeitung im Beneluxraum immer mehr Kartoffeln erzeugt werden. Vergangenes Jahr kamen 2,3 Mio. t zusammen. Bayern, früher mit stabil über 2 Mio. t Kartoffeln, verlor vor allem Stärke- und Speisekartoffeln. Vom Tiefstand der Fläche in 2022 hat sich das Bundesland aber schon wieder ein gutes Stück erholt und stellte 2025 immerhin schon wieder 1,8 Mio. t. Mit großem Abstand folgen dahinter Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – je 0,7 Mio. t – mit allerdings sehr unterschiedlicher Anbauausrichtung: Einmal sind es Speisekartoffeln aber auch Veredelungskartoffeln, im Norden dagegen Pflanz- und Stärke-/Flockenkartoffeln. Auch wenn 0,3 und 0,2 Mio. t in der Pfalz oder in Baden-Württemberg wenig erscheinen, für den Frühkartoffelmarkt im Juni und Juli hat vor allem erstgenanntes Bundesland eine herausragende Rolle.

06.02.2026
Wechselkurs als Hebel für Weizen, Gerste und Mais
Pflanzen

(AMI) Wechselkursbewegungen werden zuerst am Terminmarkt sichtbar, bevor sie über Prämien/Basis in den physischen Handel durchschlagen. Weizen und Gerste reagieren exportseitig, Mais importseitig – der Euro ist damit ein direkter Treiber der Marktstimmung.

Der Wechselkurs bleibt ein zentraler Hebel im Getreidemarkt. Viele internationale Leitimpulse entstehen in US-Dollar, insbesondere an der Börse in Chicago. Wenn sich der Wechselkurs bewegt, ändert sich sofort, wie stark diese USD-Notierungen in Euro wirken. Am Terminmarkt wird das meist zuerst sichtbar: Händler passen Spreads, Absicherungen und Positionen an, bis sich ein Kursabgleich zwischen Matif in Paris und den USD-Märkten einstellt. Der Kassamarkt folgt typischerweise zeitversetzt – über Prämien/Basis und über die Kalkulation von Importeuren, Exporteuren und der Verarbeitungsindustrie.

Weizen: Wechselkurs entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit.
Für Weizen hängt die EU-Preisbildung stark an der Exportseite. Die EU-Kommission setzt im Balance Sheet 2025/26 Weizenexporte von 29,5 Mio. t an; zugleich wurden die Handelsannahmen zuletzt angepasst (Exporte -1,5 Mio. t, Importe +1,0 Mio. t). In der Praxis gilt: Ein stärkerer Euro verschlechtert die Exportkalkulation. Denn EU-Ware wirkt in Drittlandgeschäften teurer, während USD-notierte Konkurrenzangebote in Euro gerechnet attraktiver werden. Ein schwächerer Euro verbessert dagegen die Exportparitäten und kann Abschlussfenster öffnen. Entsprechend reagiert der Terminmarkt häufig früh, während sich der Effekt im physischen Markt über die Exportnachfrage und die Prämienbildung durchsetzt.

Gerste: Mehr Spielraum in der EU-Bilanz.
Auch bei Gerste bleibt der Exportkanal entscheidend. Im EU-Balance Sheet stehen Gerstenexporte von 11,0 Mio. t; die EU-Kommission hat die Exporte zuletzt um +0,9 Mio. t angehoben und die Importe um -1,0 Mio. t gesenkt. Für die Kursbildung bedeutet das: Euro-Bewegungen wirken unmittelbar auf die Wettbewerbsfähigkeit – und damit auf die Frage, ob Gerste am Weltmarkt „passt“ oder ob Käufer auf alternative Ursprünge ausweichen. Der Kassamarkt folgt über Prämien und über die Exportabgabebereitschaft, häufig zunächst in den Hafen- und Exportregionen.

Mais: Wechselkurs wirkt direkt über das Importpreisniveau.
Beim Mais ist die Logik spiegelbildlich zu Weizen und Gerste. Die EU ist strukturell importabhängig: Die EU-Kommission beziffert Maisimporte in 2025/26 auf 18,8 Mio. t, während Maisexporte nur 1,5 Mio. t erreichen. Damit wirkt der Wechselkurs vor allem über das Importpreisniveau: Ist der Euro stärker, dämpft dies tendenziell die in EUR/t abgeleiteten Importwerte. Ist der Euro schwächer, verteuert dies Beschaffung und kann das EU-Preisniveau stützen.

06.02.2026
ITW veröffentlicht Jahreszahlen
Milch und Rind

(DBV) Die Initiative Tierwohl GmbH (ITW) hat aktuelle Zahlen zur Haltungsform-Kennzeichnung veröffentlicht, die die Verteilung des Produktangebots in den fünf Haltungsstufen zeigen. Der Anteil von Milch ohne Haltungsstufe ist deutlich zurückgegangen. Die Haltungsstufe 3 dominiert. Eine flächendeckende Kennzeichnung von Molkereiprodukten ist noch nicht umgesetzt. Zu weiteren Details geht es hier.

06.02.2026
ZKHL: Kennzeichen für deutsche Rohstoffe
Milch und Rind

(DBV) Seit Anfang Januar hat die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) neben dem etablierten Zeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ ein weiteres Zeichen „Rohstoff aus deutscher Landwirtschaft“ eingeführt. Mit diesem Zeichen kann die Auslobung der deutschen Herkunft des landwirtschaftlichen Rohstoffs in Mischprodukten, wie z.B. die in Deutschland ermolkene Rohmilch, erfolgen. Die ZKHL will damit einen zusätzlichen Beitrag zur Förderung heimischer Agrarprodukte leisten.