Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

14.05.2024
Vereinfachung bei der GAP beschlossen

Das Landvolk Niedersachsen schließt sich der Position des Deutschen Bauernverbandes an, der die mit großer Mehrheit im EU-Parlament auf den Weg gebrachten und gestern von den Mitgliedsstaaten auf den Weg gebrachten Vereinfachungen im EU-Rechtsrahmen für die GAP-Periode 2023 bis 2027 begrüßt hat. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied sagte dazu: „Die EU-Abgeordneten haben mit ihrem Votum gezeigt, dass sie die zentralen Anliegen der europäischen und deutschen Landwirte für mehr Bürokratieabbau, Entlastung und Praxistauglichkeit bei der Umsetzung der EU-Agrarförderung unterstützen. Das ist ein wichtiges Signal für einen ebenso zukunfts- wie wettbewerbsfähigen Landwirtschaftsstandort Europa. Jetzt ist die Bundesregierung nachdrücklich aufgefordert, die verbesserten Rahmenbedingungen in Deutschland praxistauglich und uneingeschränkt umzusetzen.“ Das Landvolk Niedersachsen fordert darüber hinaus ausdrücklich die Alternative der Anbaudiversifizierung, denn dies würde die Regelung zum Fruchtwechsel erleichtern und wäre ein Beitrag zum Bürokratieabbau.

Rukwied betonte des Weiteren, dass die deutschen Bauern stets verantwortungsvoll mit ihren Flächen umgingen, unabhängig von den Vorgaben der GAP. Effektiver Natur- und Artenschutz lasse sich jedoch nur umsetzen, wenn die Betriebe auch wettbewerbsfähig sind und flexibel auf externe Einflüsse reagieren können. Die heute in Straßburg beschlossenen Vereinfachungen können laut Rukwied zudem lediglich ein erster Schritt sein: „Wir brauchen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler und regionaler Ebene eine wirksame Entbürokratisierungsinitiative für die Land- und Forstwirtschaft. Unsere Betriebe werden aktuell von der Bürokratie erdrückt. Auch nach den Europawahlen 2024 gilt es, neue bürokratische Hürden zu vermeiden und einen aktiven Bürokratieabbau für die GAP nach 2027 konsequent umzusetzen.“ Der Deutsche Bauernverband hat hierzu kürzlich umfangreiche Vorschläge vorgelegt.

Beim EU-Rechtsrahmen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) haben Parlament, Rat und Kommission nunmehr einvernehmlich bestimmte Vereinfachungen in der GAP-Strategieplan-Verordnung (Nr. 2115/2021) und der sog. Horizontalen Verordnung (Nr. 2116/2021) beschlossen. Dazu gehören unter anderem die dauerhafte Streichung der verpflichtenden Stilllegung von mindestens 4 Prozent der betrieblichen Ackerfläche (GLÖZ 8), mehr Flexibilität und Praktikabilität beim Fruchtwechsel (GLÖZ 7) und bei der Mindestbodenbedeckung (GLÖZ 6) sowie weniger Kontrollen für kleinere Landwirtschaftsbetriebe.

07.05.2024
Vier Höfe öffnen ihre Tore

Tag des offenen Hofes am 9. Juni 2024

In unserem Verbandsgebiet haben sich gleich vier Höfe für den Tag des offenen Hofes angemeldet. Neben Buschhof Schröder (Rotenburg) und dem Hof der Familie Wortmann (Beppen) ist auch Landwirtin Nadia Bremer (Visselhövede), die gemeinsam mit dem Nachbarshof Wilkens an den Start geht, mit dabei. Wer sich an dem Tag auf den Höfen engagieren möchte, meldet sich entweder bei den Höfen direkt oder bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

Hof Wortmann Zu dem Familienbetrieb in Beppen-Thedinghausen gehören neben Acker- und Futteranbau insgesamt 360 Milchkühe. Diese werden von sechs Melkrobotoren an zwei Standorten gemolken. Johanna Wortmann und ihr Freund Michael sowie Schwester Alena führen den Betrieb gemeinsam mit mehreren Angestellten.

Wo: Zum Heesen 1, 27321 Beppen-Thedinghausen Wann: 9. Juni / 10-16 Uhr

Hof Schröder Christoph und Ann-Cathrin Schröder betreiben eine Anguszucht mit Mutterkuhhaltung, die ganzjährig draußen sind sowie eine Bullenmast in großzügigen, halboffenen Tretmistställen mit Stroh. Das Angusfleisch vermarkten die beiden via Direktvermarktung. Zudem gibt es eine Pferdepension mit Weidegang sowie Halle, Roundpen und Außenplätzen. Alle Tiere werden mit selbst produziertem Futter gefüttert.

Wo: Am Linteler Feld 2, 27356 Rotenburg (Wümme) Wann: 9. Juni / 11-16 Uhr

Hof Bremer/Hof Wilkens

Was wächst auf dem Acker und wo kommen die Pflanzen nach der Ernte zum Einsatz? Fragen wie diese werden am Tag des offenen Hofes auf dem Riepholmer Modell-Acker beantwortet. Auf dem Hof stehen außerdem zahlreiche Stände mit regionalen Produkten oder Bezug zu Riepholm. Auf dem Schulbauernhof des Bioland-Hof Wilkens lernen Kinder, wie Lebensmittel hergestellt werden. Am Tag des offenen Hofes stehen Mitmachaktionen wie Getreide Mahlen im Fokus. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.

Wo: Riepholm 2 und 3, 27374 Visselhövede Wann: 9. Juni / 11-17 Uhr

30.04.2024
Lars Ruschmeyer nun im Vorstand beim Bund Deutscher Landjugend

Herzlichen Glückwunsch

Unser Vorstandsmitglied Lars Ruschmeyer ist am Wochenende zum Vorsitzenden vom Bund Deutscher Landjugend gewählt worden. Wir sagen herzlichen Glückwunsch und freuen uns über das starke Engagement. Über seine Ziele sagt Lars: „Ich möchte mich für Lebens- und Bleibeperspektiven von jungen Leuten im ländlichen Raum sowie für eine tolerante und demokratische Gesellschaft einsetzen. Außerdem ist mir besonders wichtig, Europa bewusster und zugänglicher für die Menschen zu machen.“

30.04.2024
Jörn Ehlers zu Gast bei „Nachhaltig kontrovers“

Schwein gehabt: Wem schmeckt Laborfleisch?

„Nachhaltig kontrovers“ heißt die neue Talkshow der Nordwest Mediengruppe in Kooperation mit dem Lokalsender Oeins. Den Auftakt macht das Thema „Schwein gehabt: Wem schmeckt Laborfleisch?“

Als Gäste begrüßten die Moderatorinnen Svenja Fleig und Anke Brockmeyer den Wirtschaftsethiker Nick Lin-Hi und den Vize-Präsidenten des Landvolks Niedersachsen und Schweinehalter Jörn Ehlers. HIER geht es zur Aufzeichnung.

25.04.2024
Viele Kinder auf den Höfen

Zukunftstag gibt Einblicke in den Beruf Landwirtin/Landwirt

Ob Schweine verladen, Kühe melken, Saatgut in den Boden bringen oder Hühner füttern: Kinder, die am Zukunftstag (25.4.2024) auf den landwirtschaftlichen Betrieben unterwegs sind, erhalten eine Einblick in die Vielfalt des Berufs. Wir bedanken uns bei allen Betrieben, die sich engagieren.

25.04.2024
Niedersachsen sind mit Wolfspolitik unzufrieden

Aktionsbündnis und Bauernverband: Online-Aktionstag am Tag des Wolfes, 30. April

Nicht nur die Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter sowie die Mitglieder im Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement sind enttäuscht von der aktuellen Wolfspolitik von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer. Auch die niedersächsischen Landräte äußerten bei einem jüngst stattgefundenen Treffen der Landkreise mit Umweltminister Meyer ihre Unzufriedenheit beim Wolfsmanagement. „Genauso wie wir sieht der Niedersächsische Landkreistag (NLT) dringenden Handlungsbedarf und fordert eine effektive Wolfspolitik, weil die vielen Wolfsangriffe auf Weidetiere nicht nur die Tierhalter belasten, sondern auch für Verunsicherung der Bevölkerung im ländlichen Raum sorgen“, verspürt der Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement, Jörn Ehlers, starken Rückenwind für die seit Jahren bestehende Forderung nach einem aktiven Wolfsbestandsmanagement.

„Für unsere Weidetierhalter ist das ein wichtiges Signal, dass der Niedersächsische Landkreistag als Vertreter des ländlichen Raums erkannt hat, dass bloße passive Schutzmaßnahmen, wie Zäune oder Entschädigungszahlungen, nicht mehr ausreichen – und er stattdessen von der Politik in Brüssel, Berlin und Hannover rechtssichere, praktikable Regeln für ein gezieltes Wolfsmanagement fordert“, freut sich Ehlers über die Unterstützung für ein aktives Bestandsmanagement. Auch dass der NLT die Blockadehaltung von Bundesumweltministerin Steffi Lemke bezüglich der Herabstufung des Schutzstatus beim Wolf kritisiert, findet beim Aktionsbündnis und den Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern großen Anklang. 51 Wolfsrudel, vier Wolfspaare und drei residente Einzelwölfe sind aktuell in Niedersachsen erfasst.

Alle warten zudem auf das Gesamturteil und die Bewertung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg zum Widerruf der Genehmigung des Schnellabschusses des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Ende März beim Verwaltungsgerichts Oldenburg. „Es herrscht wieder einmal Stillstand. Unsere Weidetierhalter erreichen finanziell, aber vor allem emotional ihre Grenzen. Trotzdem werden sie nicht müde, mit Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen“, erklärt Jörn Ehlers. Zum Auftakt des „Tag des Wolfes“ am 30. April laden bundesweit der Deutsche Bauernverband und das „Forum Weidetiere und Wolf“ am morgigen Freitag, 26. April, zum Pressegespräch um 11 Uhr nach Berlin ein. Diese Pressekonferenz mit Bildmotiv erfolgt hybrid, sodass sich Journalistinnen und Jornalisten unter presse@bauernverband.net anmelden und teilnehmen können. Den Tag des Wolfes selbst werden Niedersachsens Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter am 30. April mit Botschaften und Videos im Internet online unterstützen. Für den 25. Mai sind europaweite Mahn- und Solidarfeuer pro Weidetierhaltung geplant.

25.04.2024
AllerVielfalt

Biotoptypkartierungen starten

Das AllerVielfalt Projekt geht in die zweite Phase der Kartierungen:
Uns wurde mittgeteilt, dass Mitarbeitende der beauftragten Fachbüros ab dieser Woche in den Flächen unterwegs sein werden, um die Biotoptypen zu kartieren. Dies geschieht weiträumig über das gesamte Projektgebiet. Voraussichtlich werden diese Kartierungen bis Ende Juni andauern.

Die Kartierenden werden in den nächsten Wochen einzeln oder in Kleingruppen in den Gebieten und auf den Flächen verteilt unterwegs sein. Das Gebiet wird mit Autos angefahren, aber die Kartierenden werden auch zu Fuß und mit dem Rad im Gebiet unterwegs sein. Alle Kartiererinnen und Kartierer sind angehalten, sich rücksichtsvoll auf Arten, insbesondere Brutvögel/Wiesenlimikolen und Landwirtschaft zu verhalten. Beweidete Wiesen werden nicht betreten, aber es wird von Nöten sein einzelne Flächen zu betreten, auch um an angrenzende Flächen wie das Flussufer zu gelangen.

Sollte es Fragen geben oder gar zu Problemen kommen, können sich die Betroffenen gerne im Projektbüro melden. Die Kontaktdaten sind HIER zu finden.

24.04.2024
Landesweite Kartierung

der nach § 24 Abs. 2 NNatSchG zusätzlich gesetzlich geschützten Biotope

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) informiert über die anstehenden Kartierarbeiten zur Erfassung der Biotope „Mesophiles Grünland“, „Sonstiges artenreiches Feucht- und Nassgrünland“ sowie „Obstbaumwiesen und -weiden“.

Im Jahr 2024 beginnen die Kartierungen auch in unserem Verbandsgebiet. Von diesen Kartierarbeiten des NLWKN ausgenommen, sind diejenigen Grünlandflächen, die von den Unteren Naturschutzbehörden bereits in den letzten Jahren erfasst wurden oder aktuell gesondert in Auftrag gegeben werden. Außerdem werden die bereits flächendeckend kartierten FFH-Gebiete ausgeklammert.

Die vorgesehenen Kartierkulissen werden nach Vergabe der Aufträge in den jeweiligen Jahren auf der Internetseite des NLWKN bekanntgegeben. HIER gelangt Ihr zur entsprechenden Übersicht.

Gemäß § 39 NNatSchG dürfen Bedienstete und sonstige Beauftragte der zuständigen Behörden Grundstücke außerhalb von Wohngebäuden und Betriebsräumen sowie des unmittelbar angrenzenden befriedeten Besitztums jederzeit nach rechtzeitiger Ankündigung betreten, soweit dies zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich ist. Sie dürfen dort u. a. auch Arten- oder Biotoperfassungen und ähnliche Arbeiten vornehmen.

22.04.2024
Das Landvolk grillt an

unter dem Motto Agrill

Gemeinsam heimische Produkte genießen: Die Grillsaison bietet nicht nur vielfältigen Genuss regional erzeugter Lebensmittel, sondern auch die Möglichkeit bei leckerer Bratwurst, Grillfleisch und Salaten zusammenzukommen und sich auszutauschen. Dieses Ziel verfolgt auch die Aktion „Agrill“, eine Initiative der deutschen Landwirtinnen und Landwirte. Im Rahmen von Grillaktionen, die im April stattfinden, möchten die Landwirtinnen und Landwirte hierbei mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen und Danke sagen für das Verständnis für ihre Belange und für das Vertrauen in ihre Arbeit und die von ihnen sorgsam produzierten Lebensmittel.

„Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im April wird vielerorts die Grillsaison eingeläutet. Bei der Frage, was auf den Grill kommt, rufen wir dazu auf, egal ob Fleisch oder Gemüse, vor allem auf die heimisch produzierten Lebensmittel zurückzugreifen. Auch Hofläden bieten eine tolle Produktauswahl für den verantwortungsvollen Genuss und Hof-Verkaufsautomaten sorgen sogar am Sonntag für die Möglichkeit spontan noch ein leckeres Stück Fleisch oder eine deftige Bratwurst auf den Grill zu packen.“, appelliert Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers.

Zusammen gegrillte Köstlichkeiten aus der Region genießen und dabei in den Austausch kommen wollten auch das Haupt- und Ehrenamt des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden und trafen sich hierzu am vergangenen Freitagnachmittag beim Grünen Zentrum in Verden unter dem Motto „Agrill“ zum gemeinschaftlichen Firmen-Grillfest.

15.04.2024
„Wir denken immer vom Boden aus“

HudesHof informiert Mitglieder der Grünen über regenerative Landwirtschaft

Von Humusaufbau über Wassermanagement bis hin zu Schweinmast der Haltungsstufe vier: Am Wochenende gab es für einige Mitglieder des Verdener Ortsverbandes der Grünen einen Einblick in den landwirtschaftlichen Betrieb unseres Vorsitzenden Jörn Ehlers. Gemeinsam mit seiner Tochter Rieke sowie dem Ortsvertrauenslandwirt und Bio-Bauern Frank Meyer führte der Kreislandwirt circa 25 Teilnehmende über verschiedene Felder und erklärte nicht nur, was darauf wächst, sondern auch warum auf manchen Feldern Glyphosat zum Einsatz kommt. Organisiert wurde der Tag gemeinsam mit Alina Ludas, Vorsitzende des Verdener Ortsverbandes Bündnis90/Die Grünen. Die Teilnehmenden waren mit dem Rad unterwegs oder fuhren auf dem Anhänger hinter einem Trecker mit.

„Wir sind ein konventioneller Betrieb, dem der Bereich regenerative Landwirtschaft sehr am Herzen liegt“, begrüßte Jörn Ehlers die Teilnehmenden am Samstag Nachmittag. Alina Ludas betonte, dass sie und die Mitglieder des Ortsverbandes sich darüber freuen, die Möglichkeit zu bekommen, Landwirtschaft kennen zu lernen, da die meisten privat oder beruflich keinerlei Berührungspunkten hätten. Als erstes schaute sich die Gruppe eine Ackerfläche an, auf der momentan Zwischenfrüchte stehen. Im letzten Jahr stand auf dem Feld Winterroggen, dessen Stroh nach der Ernte liegen gelassen wurde. „Das dient dem Humusaufbau“, erklärt Jörn Ehlers und sagt weiter: „Wir haben das Stroh einmal eingearbeitet und dann die Zwischenfrucht gesät, die zwischen zehn und zwölf verschiedene Sorten aufweist. „Wenn wir Ackerflächen wenig bearbeiten, haben wir jedoch häufiger Probleme mit Mäusen, daher stellen wir sogenannte Ansitzstangen am Feldrand auf. Diese locken Greifvögel an, die die Mäuse fangen.“

„Wir wollen, dass unsere Felder im besten Fall das gesamte Jahr bewachsen sind, auf diese Weise können wir die Nährstoffe in unseren Böden halten“, erklärt Rieke Ehlers. „Die Zwischenfrucht haben wir hier im Herbst eingesät. Der nicht winterharte Teil ist nun abgestorben, die Pflanzen, die jetzt wieder hochkommen, werden von den Schmetterlingen gut angenommen.“ „Den anderen Teil müssen wir mit Glyphosat behandeln, damit der Mais, den wir daraufhin hier legen wollen, keinerlei Konkurrenzpflanzen hat. Hier in diesem Teil ist Glyphosat auch erlaubt. Alternativ könnten wir Pflügen, das hätte hier aber mehr Nachteile für uns was den Boden angeht. Wir müssen hier immer wieder neu entscheiden was das Beste für den Boden und die Pflanze ist“, erklärt Jörn Ehlers. Moderne Technik hilft dem Landwirt dabei, so wenig Mittel wie möglich, aber so viel wie nötig auf das Feld zu bringen. Anhand der Spritze, die er vorab extra auf dem Feld platziert hatte, erklärt Ehlers der Gruppe den Vorgang: „Unsere Spritze ist dazu in der Lage über Sensoren an den Düsen sehr exakt und in Bodennähe zu spritzen. Außerdem werden Feldränder automatisch erkannt und keine Stelle wird doppelt bearbeitet. Zudem kann die Technik mithilfe von Daten des Mähdreschers erkennen, an welchen Stellen auf dem Feld mehr oder weniger gewachsen ist, sodass individuell Mittel aufs Feld gebracht werden kann.“ Eine Teilnehmende fragt, ob das für das Wild hier auf dem Feld kein Problem sei, woraufhin Ehlers antwortet, dass Pflügen für viele Tiere ein weitaus höheres Risiko darstelle, aber dennoch bei jedem Feld jedes Jahr erneut diskutiert würde, ob Glyphosat nötig sei. An einer anderen Stelle des Feldes erklärt Rieke Ehlers den Bodenaufbau: „Wir denken immer vom Boden aus: guter Boden, gesunde Pflanzen und Menschen.“ Es dauere bis zu 2000 Jahre, um eine zehn Zentimeter dicke und gesunde Bodenschicht aufzubauen. „Wenn ich mir dann vorstelle, dass ich die 13. Generation auf dem Betrieb bin und auch möchte, dass noch viele weitere Generationen nach mir die Felder bewirtschaften können, müssen wir uns intensiv mit dem Thema Boden auseinandersetzen. Daher setzen wir den Fokus auf regenerative Landwirtschaft“, betont sie. Dabei geht es um die Weiterentwicklung der betrieblichen Anbauverfahren, indem das Bodenleben mit seinen Ansprüchen und die Stoffwechselaktivität der Pflanzen zum Maß der Wirksamkeit aller Arbeitsgänge gemacht werden. „Wir schauen uns daher sehr viel unsere Böden an und gucken, was sie brauchen, wie das Wetter ist und was wir für die nächste Pflanze benötigen“, sagt die Landwirtin. Sie zeigt anhand einer kleinen Bodenprobe, die sie ausgräbt, wie Regenwürmer die abgestorbenen Zwischenfrüchte zu lockerem Boden verarbeiten. Durch die Bodenbearbeitung mit dem Pflug habe sich hier auf dem Feld eine sogenannte Pflugsohle in 30 Zentimetern Tiefe gebildet. Viele Pflanzen wurzeln nicht mehr durch diese Kante. Folge: In trockenen Jahren kommen die Wurzeln nicht mehr an das tiefer liegende Wasser heran. „Daher nutzen wir einen Tiefenlockerer, der diese Sohle durchbricht und den Weg für die Wurzeln frei macht“, sagt Rieke Ehlers. „Gleichzeitig schauen wir auch, dass auf unseren Feldern immer etwas wächst, damit der Boden bei Regen besser geschützt ist und nicht wegschwemmt. Wassermanagement ist also auch ein wichtiges Thema.“ Eine Teilnehmende möchte wissen, wie viele Landwirte im Verbandsgebiet so denken wie Familie Ehlers, woraufhin Rieke Ehlers erklärt, dass die Menschen in ihrem Freundeskreis das alle genauso im Blick haben. „Klimawandel ist bei uns das Thema Nummer eins. Wir müssen uns auf Extremwetterereignisse einstellen und ein System einführen, das Wasser gut aufnehmen und speichern kann. Wir stellen uns außerdem vielfältig auf, sodass Dürre oder Regen nicht allen Pflanzen gleich schadet“, meint Rieke Ehlers. Nach den vielen Informationen auf den Ackerflächen gibt es noch einen Abstecher zu einem Feld von Landwirt Frank Meyer. Er zeigt der Gruppe einen Graben, durch den eigentlich Wasser fließen sollte. „Ich habe hier in der Halse aber seit Jahren kein Wasser mehr gesehen“, erklärt Meyer.

Zum Schluss besucht die Gruppe noch den Mastschweinestall der Haltungsstufe vier von Jörn Ehlers. Durch ein Schaufenster können die Interessierten in den Stall schauen. „Aufgrund der strengen Hygienemaßnahmen in der Schweinehaltung ist mehr leider nicht möglich“, erklärt Jörn Ehlers. In dem Stall stehen Schweine mit Ringelschwanz, die der Landwirt aus Niedersachsen erhält. „Das ist etwas Besonderes, da die Haltung mit Ringelschwanz nicht einfach ist. Die Tiere benötigen viel Auslauf und Beschäftigung. Dennoch ist es letztendlich immer von den Charakteren einer Gruppe abhängig, ob die Haltung funktioniert oder nicht“, betont Ehlers. Und seine Tochter Rieke erklärt zum Schluss: „Schweine sind sehr reinliche Tiere. Jede Gruppe sucht immer einen festen Platz für das Klo aus. Meist ist diese Stelle dort, wo sie sich sonst nicht so viel aufhalten, weil dort zu viel los ist oder irgendetwas anders stört. Deshalb kommt es häufig vor, dass direkt vor dem Schaufenster das Klo eingerichtet wird, denn hier stehen immer viele Menschen und schauen.“

Aktuelles aus dem Landesverband

30.01.2026
Brotgetreidemarkt ohne wirkliches Kaufinteresse
Pflanzen

(AMI) Auch wenn die Terminkurse ihr Niveau größtenteils halten, an eine Trendwende glaubt am Brotgetreidemarkt niemand und zudem mangelt es in Deutschland an Nachfrage.

Die Weizenkurse haben ihre zuvor ausgeprägte Abwärtsbewegung zwar beendet, konnten jedoch keine nennenswerte Aufwärtsdynamik entwickeln. Entsprechend schloss der Fronttermin an der Pariser Börse am 28.1.2026 gegenüber der Vorwoche lediglich um 0,50 EUR/t höher bei 190 EUR/t. Belastend wirken weiterhin der starke Euro und die damit verbundene Exportschwäche Europas sowie die insgesamt komfortable Versorgungslage.

Diese Entwicklung am Terminmarkt spiegelt sich auch auf Großhandelsebene wider. Für Brotweizen werden franko Hamburg aktuell 195 EUR/t genannt und damit 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche, ebenso franko Westfalen mit 197 EUR/t. In Ostdeutschland fallen die Brotweizenpreise franko sogar um 2 auf 188 EUR/t. Auch Brotroggen steht unter Druck und verbilligte sich franko Niederrhein um 2 auf 180 EUR/t. Die Mühlen zeigen sich gut versorgt, die Nachfrage bleibt entsprechend ruhig.

Am Kassamarkt setzen sich die Preiskorrekturen fort. Brotweizen liegt mit einem Minus von 1,49 EUR/t bei aktuell 168,11 EUR/t und damit nur leicht über dem Niveau von vor vier Wochen, als 167,25 EUR/t gezahlt wurden. Für Brotroggen zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Erzeugerpreis sank um 0,75 auf 144,35 EUR/t, nachdem im Dezember noch 142,47 EUR/t erzielt wurden. Im Vorjahresvergleich fällt die Entwicklung deutlich dramatischer aus. Brotweizen lag vor einem Jahr mit 204,89 EUR/t nahezu 37 EUR/t höher, während Brotroggen seitdem um fast 25 von 169,66 EUR/t nachgegeben hat.

30.01.2026
Futtergetreide: Ruhiger Marktverlauf setzt sich fort
Pflanzen

(AMI) Geringe Umsätze und Exportflaute bestimmen das Marktgeschehen, Mischfutterhersteller warten ab.

Die Mischfutterhersteller befinden sich weiterhin in einer komfortablen Ausgangslage. Die Versorgung mit Rohware ist ausreichend, da der Export infolge des starken Euro deutlich ins Stocken geraten ist und entsprechend mehr Ware am heimischen Markt verbleibt. Die Mischfutterwerke ordern kontinuierlich, zudem laufen aktuell auch überregionale Lieferungen von Futtergetreide in die westdeutschen Veredlungsregionen. Für die kommenden Monate wird zwar weiterhin Kaufinteresse erwartet, insgesamt gilt der Bedarf bis zum Übergang in die nächste Saison jedoch bereits als weitgehend gedeckt.

Preislich zeigten sich im Monatsvergleich überwiegend leichte Abschläge. Futtergerste verbilligte sich um 0,60 auf 160,91 EUR/t (Vormonat 161,89 EUR/t), Futterweizen um 0,36 auf 164,67 EUR/t (Dezember 164,57 EUR/t) und Triticale um 0,92 auf 154,44 EUR/t. Körnermais frei Erfasserlager gab um 0,54 auf 182,03 EUR/t nach. Im Vergleich zum Dezember konnten sich die Körnermaispreise jedoch leicht verbessern: Körnermais lag damals fast 4 EUR/t unter dem aktuellen Niveau, während Triticale gegenüber Dezember um 1,21 EUR/t von 153,23 EUR/t zulegen konnte. Für die kommenden Wochen halten Marktteilnehmer eine nachhaltige positive Preisentwicklung bei Futtergetreide, ausgenommen Körnermais, derzeit für wenig wahrscheinlich.

Auch auf Großhandelsebene setzt sich die in den vergangenen Wochen beobachtete Preisentwicklung fort. Während Gerste und Weizen weiter unter Druck stehen, können sich die Maispreise festigen. Bei Futtergerste gaben die Notierungen franko Niederlande und franko Westfalen jeweils um 2 auf 194 EUR/t nach, franko Südoldenburg verringerte sich um 1 auf 193 EUR/t. Auch die Weizenpreise tendieren im Großhandel schwächer. Franko Niederlande sank die Notierung um 1 auf 197 EUR/t, während die Preise franko Westfalen sowie franko Ober- und Niederrhein unverändert blieben. Demgegenüber zeigt sich der Maismarkt fester. Franko Niederlande verharren die Preise zwar auf dem bisherigen Niveau, in den deutschen Regionen Südoldenburg und Niederrhein wurden jedoch Aufschläge von 2 auf 215 bzw. 210 EUR/t verzeichnet. Besonders deutlich fiel der Anstieg franko Westfalen aus, wo sich der Preis um 3 auf 216 EUR/t erhöhte. Die Entwicklung unterstreicht den weiterhin ausgeprägten innerdeutschen Bedarf an Körnermais.

30.01.2026
Raps klettert weiter
Pflanzen

(AMI) Steigende Preise können die ein oder andere Rapspartie aus Erzeugerhand locken. Andernorts bleiben die Umsätze auch weiterhin überschaubar. So fußen die Mengenbewegungen hier auf der Abwicklung bestehender Kontrakte.

Das Handelsabkommen zwischen China und Kanada stellte auch Ende Januar die Weichen für feste Rapsnotierungen an der Pariser Börse. Dieses beinhaltet niedrigere Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge im Austausch für geringe Abgaben auf kanadischen Raps. Im August vergangenen Jahres verhängte China vorläufige Antidumpingzölle auf Canola und nahm zur Bedarfsdeckung den Kauf von australischer Ware wieder auf. Seit 2020 wurden die Lieferungen aufgrund phytosanitärer Bedenken pausiert. Chinesische Importeure orderten Berichten zufolge nun bereits 650.000 t kanadischen Canolas zur Lieferung zwischen Februar und April. Das treibt nicht nur die Notierungen an der kanadischen Börse, sondern zeigt auch hierzulande Kurswirkung. So schloss der Fronttermin Februar am 27.01.2026 bei 481,75 EUR/t und damit rund 7,50 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2026 tendieren fester, wenn auch etwas weniger deutlich. So legt der August-26-Kontrakt auf Wochensicht um 4,75 auf 458,25 EUR/t zu.

Mit dem Plus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Dabei bleiben die Prämien durchweg unverändert. Franko Hamburg werden mit 475 EUR/t zur prompten Lieferung rund 6 EUR/t mehr in Aussicht gestellt als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein sind mit 496 rund 7 EUR/t mehr im Gespräch. Für Partien der Ernte 2026 sind bis zu 463 EUR/t möglich. Dabei bleibt es jedoch auch weiterhin ungewöhnlich ruhig. Marktteilnehmer warten nun das von Bord gehen des Februar-Kontraktes an der Pariser Börse ab.

Auch Ende Januar zeigt sich der heimische Rapsmarkt fortgesetzt ruhig. Gebietsweise bietet das aktuell festere Preisniveau jedoch auch einen Anreiz zum Verkauf. Im Mittel werden für Partien der Ernte 2025 auf Erzeugerebene rund 458 EUR/t aufgerufen und damit 7 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 430-480 EUR/t. Damit erhalten Erzeuger zwar 34 EUR/t weniger als zum Vorjahreszeitpunkt, aber immer noch 63 EUR/t mehr als Ende Januar 2024. Vorkontrakte der Ernte 2026 verteuern sich auf Wochensicht um 9,90 auf 433,30 (406-465) EUR/t.

30.01.2026
Kartoffelangebot weit über Nachfrage
Pflanzen

(AMI) Ob Speise- oder Verarbeitungskartoffeln, die Nachfrage kann das Angebot kaum aufnehmen. Preisdruck setzt sich fort und Landwirte müssen zusehen, dass am Ende nicht die besten Kartoffeln übrigbleiben.

Das Speisekartoffelangebot wird derzeit mit gut ausreichend bis erdrückend beschrieben. Nach wie vor gibt es zu viele Kartoffeln in den Scheunen. Erzeugervertreter appellieren bereits, nun auch die Läger mit gekühlten Kisten zu öffnen, damit am Ende der Saison nicht die beste Ware keinen Marktzugang mehr hat. Aufschläge dafür sind allerdings nicht in Sicht, dafür bleibt der Markt viel zu unausgeglichen. Selbst in Zufuhrgebieten heißt es immer mehr, dass steigende Preise nicht mehr zwischen den Marktteilnehmer besprochen werden.

Auf der Nachfrageseite hat sich fast nichts geändert. Der Absatz ist besser als die Stimmung am Markt. Sonderaktionen und Marketing erfüllen ihren Zweck. So war es auch bis Ende des Vorjahres. Die Einkäufe privater Haushalte konnten im Dezember noch einem kräftig gesteigert werden, wie die AMI-Analyse der Daten von YouGov zeigt.

Das Exportgeschäft bleibt ruhig, was in Richtung Westen daran liegt, dass die Verarbeitung keinen vertragsfreien Rohstoff aufnimmt und in Richtung Osten und Südosten daran, dass die Vorräte für den Winter wie üblich noch nicht geräumt sind und das Wetter eine Ergänzung momentan noch schwierig macht. Und wenn es dann wieder losgeht, werden auch Anbieter aus anderen Ländern in einen sicherlich harten Wettbewerb treten. Die Vorratsdaten aus Frankreich beispielsweise lassen da nichts Gutes ahnen.

Der Markt für Pommes-Kartoffeln ist noch um ein Vielfaches prekärer. Weiterhin ist überall zu hören, dass die Produktverkäufe die Erwartungen nicht erfüllen und gleichzeitig die Vorräte an Rohstoff viel größer als sonst sind. Wie die Franzosen melden, hat die dortige Industrie von Juli bis Dezember gerade mal 5.000 t Rohstoff über die Vertragsmengen hinaus aufgenommen. Wahrscheinlich aber nur aus Verlegenheit (oder Gelegenheit), weil die Vertragsware die geforderten Spezifikationen nicht erfüllen konnte. Woanders wird es nicht anders aussehen, so die Einschätzung von Informationspartnern.

28.01.2026
THKG: Fristverlängerung beschlossen
Schwein

(AgE) Der Bundestag hat am 15. Januar beschlossen das Inkrafttreten des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (THKG) auf den 1. Januar 2027 zu verlegen. Die Berichterstatter betonten, dass die zusätzliche Zeit für eine grundlegende Überarbeitung genutzt werden solle. Der DBV begrüßt die Fristverlängerung als Start zur Neuentwicklung des Gesetzes. Wesentlich sind dabei die Möglichkeiten zum Downgrading sowie eine verpflichtende Kennzeichnung auch für importierte Waren, unter Einbeziehung aller Absatzmärkte. Bestehende Systeme sollen integriert werden. Zudem ist eine deutliche Bürokratieentlastung erforderlich, etwa durch reduzierte Meldepflichten und die Nutzung bereits vorliegender Daten über etablierte wirtschaftsgetragene Systeme.

28.01.2026
Global stabile Schweinefleischerzeugung erwartet
Schwein

(AMI) Für 2026 wird eine weitgehend stabile weltweite Schweinefleischproduktion erwartet. Mit rund 126,5 Mio. t dürfte das Niveau von 2025 leicht überschritten werden. Auch der globale Verbrauch dürfte nahezu unverändert bleiben. Während in der EU durch veränderte Ernährungsgewohnheiten ein leichter Rückgang erwartet wird, rechnen Russland und Vietnam mit steigender Nachfrage. In China wird eine stabile Entwicklung angenommen. Die Exporte könnten gegenüber 2025 sinken. Die USA weiten ihre Lieferungen voraussichtlich weiter aus, während für die EU deutliche Rückgänge aufgrund geringerer Produktion und Handelsbeschränkungen infolge der Afrikanischen Schweinepest erwartet werden. Brasilien dürfte seine Ausfuhren um etwa 3,8 % steigern.

28.01.2026
Internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft
Geflügel, Schwein

Eine Allianz aus neun Verbänden begrüßt die Entscheidung der Vereinten Nationen, 2026 zum „International Year of the Woman Farmer“ zu erklären. Damit wird die Bedeutung von Frauen in der Landwirtschaft hervorgehoben. Frauen leisten wichtige Beiträge zur Wertschöpfung, bringen Innovationen ein und engagieren sich in Netzwerken. Gleichzeitig bestehen weiterhin strukturelle Hürden, etwa bei Betriebsübernahmen und beim Zugang zu Führungspositionen. Die Verbände benennen acht Handlungsfelder, in denen Maßnahmen Gleichstellung, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation stärken sollen.

Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Frauen in der Landwirtschaft langfristig zu verbessern. Hier finden sie das vollständige Positionspapier:

https://www.bauernverband.de/fileadmin/user_upload/dbv/pressemitteilungen/2026/KW_04/Allianz_UN_Jahr_Frauen_in_der_Landwirtschaft_2026.pdf

28.01.2026
Russland gewinnt in China an Bedeutung
Schwein

(AgE) Russland hat sich innerhalb kurzer Zeit unter den zehn wichtigsten Schweinefleischlieferanten Chinas etabliert. Laut chinesischer Zollbehörde erreichten die Exporte 2025 rund 73,8 Mio. Euro, ein Zuwachs von mehr als 60 % gegenüber dem Vorjahr. Russland hatte erst im April 2024 mit Lieferungen begonnen. China bezog 2025 Schweinefleisch aus 17 Ländern. Spanien führte die Liste mit 508,6 Mio. Euro an, gefolgt von Brasilien, den Niederlanden und Dänemark. Die russischen Exporte nach China sanken im Dezember 2025 auf 4,1 Mio. Euro; den Höchstwert erreichten sie im Juli mit 10,6 Mio. Euro. Drei russische Unternehmen besitzen derzeit eine Exportgenehmigung, für sieben weitere wird die Zulassung geprüft.