Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

13.01.2025
Maul- und Klauenseuche

in Brandenburg ausgebrochen

Die für Klauentiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine, aber auch viele Zoo- und Wildtiere hochansteckende Viruserkrankung Maul- und Klauenseuche (MKS) wurde am vergangenen Freitag, den 10.01.25, in einem Bestand von Wasserbüffeln im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland festgestellt. Nach Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums Brandenburg waren drei Tiere erkrankt. Aus Gründen des Seuchenschutzes wurden alle Tiere des Bestands getötet. Vor diesem Hintergrund ruft das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) Klauentierhaltende Betriebe sowie der Halterinnen und Halter von Neuweltkameliden (zum Beispiel Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer zu erhöhter Wachsamkeit und der strengen Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen auf. Auf die Teilnahme an Jagden und Veranstaltungen mit Tieren jeglicher Art in Brandenburg sollte verzichtet werden.

Hierzu Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg ist absolut besorgniserregend. Die Viruskrankheit ist hoch ansteckend und es gibt für die erkrankten Tiere keine Behandlungsmöglichkeiten, alle Tiere eines Bestandes müssen getötet werden. Es höchste Vorsicht geboten und es gilt einen Eintrag nach Niedersachsen unbedingt zu verhindern. Daher fordere ich alle Halterinnen und Halter gefährdeter Tierarten auf, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und konsequent einzuhalten. Das gilt für hauptberufliche Betriebe ebenso wie für Hobbyhaltungen. Wir beobachten die Lage genauestens und stehen mit den entsprechenden Behörden und Verbänden im Austausch.“

Sollten Halterinnen und Halter virustypische Krankheitssymptome wie Fieber, vermehrten Speichelfluss, eine gerötete Mundschleimhaut oder Bläschen an der Innenfläche der Lippen, am Zahnfleischrand, an Klauen und Zitzen entdecken, muss dies umgehend von einem Tierarzt oder einer Tierärztin abgeklärt werden. Insbesondere kleine Wiederkäuer sind zu beobachten, da sie häufig nicht von einer schweren Symptomatik betroffen sind. Da die Symptome der MKS denen der Blauzungenkrankheit ähneln, sollte auch bei diesen Verdachtsfällen eine entsprechende Abklärungsuntersuchung vorgenommen werden.

Die Untersuchungen vor Ort laufen. Über das Ausmaß der Seuche sind noch keine Einzelheiten bekannt.

Hintergrund:
Es handelt es sich bei der Maul- und Klauenseuche (MKS) um eine hochansteckende Viruserkrankung der Paarhufer und Schwielensohler. Als empfänglich gelten unter anderen Haus- und Wildschweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Büffel, Wildwiederkäuer, Giraffen, Kamele und Flusspferde sowie die nicht zu den Paarhufern zählenden Elefanten. Die typischen Wirte für MKS-Viren in Deutschland sind Hauswiederkäuer und -schweine, aber auch viele Zoo und Wildtiere können an MKS erkranken. Für den Menschen als Verbraucher von pasteurisierter Milch, daraus hergestellten Milchprodukten oder von Fleisch bestünde aber auch im Falle einer Einschleppung der MKS nach Deutschland keine Gefahr.

Weitere Informationen gibt es HIER.

09.01.2025
Digitale Infoveranstaltung zum Mercosur-Handelsabkommen

mit einem Vortrag von Bernd Lange (MEP)

Die EU-Kommission hat sich mit den Mercosur-Staaten auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Das Mercosur-Handelsabkommen zwischen Europa und den Staaten Lateinamerikas (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) soll Zollschranken fallen lassen. Das heißt, dass Agrarprodukte aus diesen Ländern kostengünstiger in die EU importiert werden können. Insbesondere bei Umwelt-, Klima- und Tierschutzvorgaben klaffen die Unterschiede zwischen der EU und den Mercosur-Staaten weit auseinander. Der Bauernverband hat sich während der jahrelangen Verhandlungen deswegen kontinuierlich dafür eingesetzt, dass es Importen nicht nur gleiche Standards bei der Produkt- sondern auch bei der Prozessqualität einhalten müssen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, zeigte sich entsprechend enttäuscht, dass das Mercosur-Abkommen ohne wesentliche Veränderungen des Agrarteils zum Abschluss gebracht wurde. Nun konnten die Landvolk-Kreisverbände des Bezirkes Stade Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments & Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA), als Referenten für eine digitale Informationsveranstaltung gewinnen, zu welcher wir Euch hiermit herzlich einladen:

Digitale Infoveranstaltung zum Mercosur-Handelsabkommen
am Montag, den 10.02.2025, um 19.00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung per Mail unter sievers@landvolk-row-ver.de bis Freitag, den 07.02.2025 um 12 Uhr. Die Veranstaltung wird über „Zoom“ durchgeführt. Die Zugangsdaten übersenden wir nach erfolgreicher Anmeldung.

06.01.2025
Podiumsdiskussion Wahlkreis 35 / Rotenburg 1 - Heidekreis

Die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums

Wir freuen uns, unsere Mitglieder herzlich zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion einzuladen, die wir anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahlen 2025 veranstalten. Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e.V., dem Landvolk-Kreisverband Lüneburger Heide e.V., den Landfrauen (Kreisverbände Rotenburg, Soltau und Fallingbostel), der Landjugend (Kreisgemeinschaften Rotenburg (Wümme) und Heidekreis) sowie den Junglandwirten im Heidekreis.

Podiumsdiskussion Wahlkreis 35

Wann: Mittwoch, 15. Januar 2025, um 13:30 Uhr
Wo: Schöers Hof, Kirchstraße 9, 29643 Neuenkirchen

Im Mittelpunkt der Diskussion steht das Thema „Die Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raums“

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Fragen und Anliegen direkt einzubringen:

• Vorab-Fragen: Können HIER gestellt werden.

• Vor Ort: Während der Veranstaltung werden Handzettel verteilt, auf denen Sie ebenfalls Ihre Fragen notieren können.

Folgende Kandidaten haben bisher zugesagt:

• Lars Klingbeil (SPD)
• Vivian Tauschwitz (CDU)
• Canina Ruzicka (Bündnis 90/Die Grünen)
• Gurdan Kerti (FDP)
• Omid Najafi (AFD)

Bitte lassen Sie uns wissen, ob Sie teilnehmen werden. Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 12. Januar 2025 an Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de)

HINWEIS: Für den Wahlkreis 34 (Osterholz – Verden) wird es eine gesonderte Podiumsdiskussion geben am 5. Februar 2025 um 19:30 Uhr im Grasberger Hof (Speckmannstr. 58, 28879 Grasberg). Infos dazu folgen zeitnah auf unseren Kanälen.

06.01.2025
Getreidefonds Z-Saatgut e. V. bietet kostenlose Webinare

Saatgutaufbereitung, neue Sorten und Erfolgsstrategien aus dem Ackerbau

Da die Wintermonate in der Landwirtschaft bekanntlich eine gute Zeit für Weiterbildungen sind möchten wir Euch auf die folgenden kostenlosen Webinare des Getreidefonds Z-Saatgut e. V. aufmerksam machen:

Effiziente Saatgutaufbereitung mit Keimfähigkeitsschnelltest
15.01.2025
11:00–12:00 Uhr

Neue Sorten, neue Chancen: Was Landwirte über die aktuellen Getreidesorten wissen müssen
29.01.2025
11:00–12:00 Uhr

Saatgut, Fruchtfolge und mehr: Erfolgsstrategien aus dem Ackerbau vom Stiftungsgut Juliusspital
05.02.2025
11:00–12:00 Uhr

Zu den Anmeldungen geht es HIER.

19.12.2024
Burnout und Depression

Online-Veranstaltung ohne Anmeldung

Am 7.1.25 bieten die Landvolk-Kreisverbände vom Bezirk Stade eine Online-Veranstaltung zum Thema „Burnout und Depression in der Landwirtschaft - Erfahrungsbericht und Hilfsangebote“ an. Als Referenten konnten wir Christoph Rothhaupt (Landwirt aus Bayern) und Wiebke Meyer (LWK-Beraterin) gewinnen. Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig. Veranstaltungsbeginn ist 19:30 Uhr.

ZOOM-LINK {Meeting-ID: 833 8110 7691 // Kenncode: 695365}

19.12.2024
Digitale Infoveranstaltung zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

8. Januar 2025 um 13:00 Uhr

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lädt am Mittwoch, den 08. Januar 2025 um 13 Uhr zu einer zweistündigen Online-Informationsveranstaltung zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit (BT) ein. Die Veranstaltung richtet sich an Tierhalterinnen und Tierhalter BT-empfänglicher Tiere, wie Wiederkäuer, an praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte und an die kommunalen Veterinärbehörden in Niedersachsen.

Programm:

TOP 1: Begrüßung, Moderation (Frau Ministerin Staudte, Frau Dr. Welzel, Nds. ML)
TOP 2: Aktuelles zur Blauzungenkrankheit (Herr Dr. Hoffmann, Friedrich-Loeffler-Institut)
TOP 3: Zulassungsverfahren, unerwünschte Ereignisse nach Anwendung der gestatteten Impstoffe (Frau Dr. Lemke, Frau Dr. Wolf, Paul-Ehrlich-Institut)
TOP 4: Bericht aus der Praxis (Herr Dr. Link, praktischer Tierarzt und Vorstandsmitglied der Tierärztekammer Nds.)
TOP 5: Was zahlt die Tierseuchenkasse? (Frau Dr. Gerdes, Nds. Tierseuchenkasse)
TOP 6: Neue Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (Herr Dr. Bastian, StIKo Vet am Friedrich-Loeffler-Institut)

Für die Zoom-Videoveranstaltung ist eine Dauer von zwei Stunden vorgesehen. Der Beitritt erfolgt über folgende Einwahldaten:

https://us02web.zoom.us/j/8910644604

Meeting-ID: 891 064 4604

Schnelleinwahl mobil
+496950500952„8910644604# Deutschland
+496950502596„8910644604# Deutschland

16.12.2024
Neuer Beitragsmaßstab der SVLFG

Ab dem 01.01.2025

Ab dem 01.01.2025 wird es einen neuen Beitragsmaßstab in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung geben.

Aufgrund der Grundsteuerreform entfallen die Grundlagen für den bisher von der SVLFG satzungsgemäß zur Beitragsermittlung herangezogenen „korrigierten Flächenwert“. Eine Beitragsklassenreform in der LKK ab dem 01.01.2025 ist daher alternativlos. Auch besteht ein erhöhter Beitragsbedarf, der zu decken ist.

Der neue Beitragsmaßstab, dem das Standardeinkommen zugrunde liegt, die Berechnung der Einkünfte und die daraus resultierende Einstufung in die Beitragsklassen bedeuten eine Abkehr vom Regionalgedanken zugunsten des Solidargedankens. Die Belastung der Betriebe richtet sich nach dem Einkommen oder „wer hohe Erträge hat, zahlt auch hohe Beiträge“.

Nach Ansicht der SVLFG sind die Ertragswerte der einzelnen Kataster im Standarteinkommen besser abzubilden und die Tierbestände werden im Gegensatz zu vorher bei der Ermittlung des Standardeinkommens mitberücksichtigt.

Was ist das Standardeinkommen?

Das Standardeinkommen basiert auf Daten des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL e.V.) und des Thünen-Instituts. Die beiden Organisationen haben für jedes land- und forstwirtschaftliche Produktionsverfahren, welches bei der SVLFG hinterlegt ist, eigene betriebswirtschaftliche Werte für jeden deutschen Landkreis ermittelt. Diese standardisierten Einkommensbeiträge für beispielsweise Grünland, Ackerbau, Milchviehhaltung, Schweinehaltung oder Forst, ergeben vervielfältigt mit der betriebsindividuell bewirtschafteten Fläche und der Zahl der gehaltenen Tiere den Einkommenswert, der für die Einstufung in die 20 Beitragsklassen der LKK genutzt wird.

Nähere Informationen zum neuen Beitragsmaßstab bei der LKK werden auf der Webseite der SVLFG HIER veröffentlicht. Dort wird in den nächsten Tagen auch ein Beitragsrechner eingestellt werden, mit denen die Versicherten sich den künftigen Krankenkassenbeitrag anhand ihrer bewirtschafteten Fläche und der Zahl der gehaltenen Nutztiere berechnen lassen können.

Sollten sich Flächen- oder Tierbestände geändert haben, wird dringend angeraten, die Änderungen unverzüglich, bis spätestens 31.12.2024 der SVLFG zu melden.

Auswirkungen auf die Beitragsklassen

An dem 01.01.2025 befinden sich 35,35 der landwirtschaftlichen Betriebe Niedersachsens in der Beitragsklasse 20 und zahlen einen monatlichen Beitrag zur LKK von EUR 828,00. Bisher befanden sich 5 % der niedersächsischen landwirtschaftlichen Betriebe in Beitragsklasse 20 und zahlten einen monatlichen Beitrag zur LKK in Höhe von EUR 727,18. Der Rest der Betriebe verteilt sich auf die Beitragsklassen 2 – 19.

Die Kritik des Landesbauernverbandes Niedersachsen an den neuen Beitragsklassen

Zu kritisieren ist an der neuen Methode der Ermittlung des Einkommens, dass bei einem Standardeinkommen keine individuellen Kostenstrukturen berücksichtigt werden können.

Kartoffeln und Zuckerrüben werden mit hohen Ertragswerten berücksichtigt. Es wird jedoch nur der pauschale Ertragswert abgebildet. Hierbei bleibt jedoch unberücksichtigt, dass die einzelnen Verwendungszwecke (Speise- oder Industriekartoffeln) für unterschiedlich hohe Erträge sorgen. Um tatsächlich realistische Einkommen der niedersächsischen Betriebe zu ermitteln, wäre es sachdienlich, die Landwirtschaftskammer zur Ermittlung der tatsächlichen Werte hinzuzuziehen. Als Zeitraum ist ein Fünfjahreszeitraum gegenüber dem von der SVLFG verwendeten Dreijahreszeitraum sachdienlicher.

Weiterhin werden die Tierhalterinnen und Tierhalter mittelgroßer Betriebe überproportional benachteiligt.

Abschließend ist festzustellen, dass die LKK gegenüber der AKK und der PKV immer noch die kostengünstigere und leistungsstärkere Alternative ist. Die Beitragsbemessungsgrenze wird im Jahr 2025 auf EUR 66.150 jährlich und monatlich EUR 5.512,64 steigen. Der Zusatzbeitrag in der AKK steigt auf EUR 2,5 %. Ab Beitragsklasse 13 wäre der Höchstbetrag in der gesetzlichen Krankenversicherung von 17,1 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens (EUR 942,64) zu zahlen sein zzgl. Beitrag zur Pflegeversicherung. Die monatlichen Beiträge zur LKK liegen selbst mit dem Höchstbetrag von EUR 828,00 noch darunter.

11.12.2024
Neue Gesichter und brisante Themen für die Landwirtschaft

Winterveranstaltung in Groß-Hutbergen

Am Montagabend fand im Landhotel Zur Linde in Groß-Hutbergen die letzte der drei jährlichen Winterveranstaltungen des Landvolk-Kreisverbands Rotenburg-Verden e.V. statt. Ein wichtiger Programmpunkt war die Wahl der Ortsvertrauenslandwirte für die Bereiche Dörverden, Verden und Links der Weser. Künftig darf man sich über zwei neue Gesichter freuen: Johanna Worthmann aus Thedinghausen und Hendrik Timm aus Eissel.

André Ehlebracht, Buchtellenleiter des Landvolk-Kreisverbands, informierte den gut gefüllten Saal über steuerliche Themen wie z.B. Windrad- und Freiflächen-PV. Darauf folgte der Bericht aus der Geschäftsstelle des Kreisverbandsgeschäftsführers Carsten Hoops und des Kreisverbandsvorsitzenden Christian Intemann. „Trotz der anhaltenden Frustration über den bisher wenig erfolgreichen Bürokratieabbau dürfen wir nicht vergessen, was durch die Demonstrationen zu Beginn des Jahres erreicht wurde. Neben der Einführung grüner Kennzeichen und Erleichterungen bei den GLÖZ-Auflagen ist es uns durch die friedlichen Proteste gelungen, wieder in die Mitte der Gesellschaft zu rücken“, erinnerte Hoops an die Bauernproteste. „Diese Sache darf nicht unterschätzt werden“, meint auch Intemann. „Nicht nur die Medienpräsenz unserer Branche hat sich seither nachhaltig verändert, auch unsere Wahrnehmung in der Politik ist eine spürbar andere“, führte er aus. Dr. Gert Kracke, Landwirtschaftskammer Außenstelle Verden, informierte über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP).

Vielfältige Herausforderungen sind allerdings weiterhin gegeben, sei es im Ackerbau durch Düngerechtsvorgaben und die Einschränkung von Pflanzenschutzmitteln oder in der Tierhaltung beim Schutz vor Tierseuchen wie Blauzunge und Afrikanischer Schweinepest (ASP). Dr. Inis Graue, Fachdienstleiterin beim Veterinärdienst und Verbraucherschutz in Verden, gab den Anwesenden Einblicke in die Bekämpfung der Tierseuchen. In Bezug auf die Blauzungenkrankheit, von der insbesondere die Rinder- und Schafherden in diesem Jahr regelrecht überrollt worden seien, empfiehlt sie dringend die Impfung: „Ende Februar muss die Grundimmunisierung erfolgt sein“, setzt sie einen deutlichen Appell. Um die Übertragung der ASP in unsere niedersächsischen Hausschweinebestände zu verhindern, sei weiterhin die strikte Einhaltung der Biosicherheitskonzepte ausschlaggebend. Grundsätzlich müsse man sich laut Dr. Graue in den nächsten Jahren darauf einstellen, dass mehr Tierkrankheiten über Insekten übertragen werden, so wie es auch bei der Blauzunge über die Stechmücken der Fall sei.

Über Insekten sprach auch Imker Heinrich Kersten, aber im positiven Sinne: Im Rahmen der Bienenfreunde Verden, einer Interessen- und Aktionsvereinigung von Imkern, Landwirten und der Jägerschaft im Landesverband Hannoverscher Imker e.V., warb er für ein gemeinsames Miteinander zur Förderung der Biodiversität.

11.12.2024
Wechsel in der DBV-Geschäftsführung zum 1. September 2025

Stefanie Sabet als Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes berufen

Der Deutsche Bauernverband beruft Stefanie Sabet zum 1. September 2025 zur neuen Generalsekretärin. Sie tritt damit die Nachfolge von Bernhard Krüsken an, der zu diesem Zeitpunkt nach zwölf erfolgreichen Jahren ausscheidet. Dazu der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied: „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, Stefanie Sabet für unseren Verband zu gewinnen. Damit stellen wir die Weichen für einen weiterhin starken Bauernverband. Stefanie Sabet ist eine profunde Kennerin der Branche und verfügt über ein großes politisches Netzwerk.“

Stefanie Sabet ist Diplomvolkswirtin. Seit 2017 gehört sie der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie an und ist dort verantwortlich für Europapolitik und Nachhaltigkeit. Zudem leitet sie seit 2018 die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss.

06.12.2024
Pauschalsteuersatz 8,4 %

gültig ab dem 6.12.2024

Ab heute (06.12.2024) gilt der verminderte Pauschalsteuersatz gem. § 24 Abs. 1 UStG von 8,4 %.

Das Jahressteuergesetz 2024 wurde am gestrigen Tage (05.12.2024) im Bundesgesetzblatt I 2024 Nr. 387 verkündet. Gem. Art. 56 Abs. 1 des JStG 2024 tritt Art. 24, in dem die Absenkung enthalten ist, am Tag nach der Verkündung in Kraft.

Der Steuersatz von 8,4 % gilt also gem. § 27 Abs. 1 UStG für alle Lieferungen und sonst. Leistungen im Anwendungsbereich des § 24 UStG, die ab dem 06.12.2024 ausgeführt worden sind.

Ab dem 01.01.2025 gilt dann der Pauschalsteuersatz von nur noch 7,8%.

Aktuelles aus dem Landesverband

27.02.2026
Der Preis deutschen Brotgetreides steigt ohne nennenswerte Handelsaktivität
Pflanzen

(AMI) Mit den steigenden Preisen kann nur wenig Getreide aus Erzeugerhand gelockt werden. Abnehmer ordern bei dem reichhaltigen Angebot auf nationaler und internationaler Ebene nur verhalten. Das Exportgeschäft ruht.

Die Brotgetreidepreise am heimischen Markt legten in den vergangenen Handelstagen im Aufwind der festeren Pariser Weizenkurse zu. So wurden für Brotweizen auf Erzeugerstufe im Bundesmittel 170,72 EUR/t (159–181 EUR/t) verlangt, was einem Wochenplus von 2,89 EUR/t entspricht. Gegenüber Ende Februar 2025 ergibt sich jedoch weiterhin ein deutliches Minus von knapp 37 EUR/t. In Niedersachsen waren laut Handel und Genossenschaften ab Hof zwischen 167 und 186 EUR/t B-Weizen möglich.

Qualitätsweizen verteuerte sich binnen einer Woche um 3,24 EUR/t auf 175,35 EUR/t (166–181 EUR/t) frei Erfasserlager, liegt damit aber noch gut 50 EUR/t unter dem Vorjahresniveau. Eliteweizen sowie Brotroggen legten um 3,48 EUR/t auf 180,69 EUR/t (172–186 EUR/t) bzw. um 3,49 EUR/t auf 148,48 EUR/t (137–156 EUR/t) zu, verbleiben jedoch rund 65 EUR/t bzw. 24 EUR/t unter den Preisen von Ende Februar 2025.

Auch Brotgetreide der Ernte 2026 verteuerte sich. Ex Ernte werden für Elite- und Brotweizen im Bundesmittel 194,22 EUR/t bzw. 172,39 EUR/t verlangt, was einem Wochenanstieg von rund 3,50 EUR/t bzw. 3,90 EUR/t entspricht. Qualitätsweizen gewann 4,10 EUR/t auf 185,73 EUR/t frei Erfasserlager hinzu, während Brotroggen um 4,91 EUR/t auf 147,61 EUR/t zulegte.

Grundsätzlich hat sich an der abwartenden Haltung der Marktakteure jedoch wenig geändert. Die etwas festeren Preise konnten punktuell Verkaufsbereitschaft aus Erzeugerhand aktivieren, größere Abschlüsse blieben jedoch aus, obwohl weiterhin erhebliche Mengen in Erzeugerhand vermutet werden. Der Handel konzentriert sich überwiegend auf die Abwicklung bestehender Kontrakte. Auf Abnehmerseite wird angesichts der reichlichen Verfügbarkeit überwiegend nur der vordere Bedarf gedeckt. Eine längerfristige Eindeckung wird derzeit kaum als notwendig erachtet. Entsprechend ruhig präsentiert sich auch das Exportgeschäft an den Häfen.

Auf Großhandelsebene geht es ebenfalls aufwärts. Franko Hamburg sind zur prompten Lieferung aktuell 200 EUR/t für Brotweizen möglich, eine Woche zuvor waren 197 EUR/t im Gespräch. Am Niederrhein werden mit 199 EUR/t ebenso 3 EUR/t mehr aufgerufen. Brotroggen gewinnt hier 2 EUR/t, aktuell werden 189 EUR/t verlangt.

27.02.2026
Futtergetreidepreise steigen moderat
Pflanzen

(AMI) Steigende Matif-Kurse und eine robuste Exportnachfrage stützen die Futtergerstenpreise. Der Handel insgesamt bleibt weiterhin ruhig.

Der Futtergetreidemarkt zeigt weiterhin eine weitgehend stabile Entwicklung, wobei die Erzeugerpreise seit einer Woche im Zuge der gestiegenen Matif-Notierungen in Paris moderat anziehen. Insbesondere Futtergerste bleibt stark nachgefragt und hat preislich vielerorts zum Futterweizen aufgeschlossen oder diesen sogar übertroffen. Maßgeblich hierfür ist vor allem die anhaltend rege Exportnachfrage, die den Markt deutlich stützt. In Mecklenburg-Vorpommern erreichen die Notierungen bis zu 188,50 EUR/t (Strecke ab Hof), was auf noch zu bedienende Exportverladungen hindeutet. Für Erzeuger ergeben sich daraus attraktive Vermarktungsmöglichkeiten, wenngleich sich nur noch begrenzte Mengen in Erzeugerhand befinden. Im Bundesdurchschnitt steigt der Erzeugerpreis frei Erfasserlager für Futtergerste am 24.02.2026 um 2,92 auf 164,97 EUR/t. In Niedersachsen waren ab Hof durchschnittlich 169,50 EUR/t (159 – 178) für Futtergerste möglich.

Auch Körnermais bleibt gefragt und zeigt eine insgesamt stabile bis feste Tendenz. Dies ist sowohl auf eine solide Inlandsnachfrage als auch auf regional begrenzte Verfügbarkeiten zurückzuführen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzen könnte, sofern sich an den grundlegenden Angebots- und Nachfrageverhältnissen nichts Wesentliches ändert.

27.02.2026
Raps auch Ende Februar preisfest
Pflanzen

(AMI) Unterstützt von steigenden Ölsaatenkursen und einem schwächeren Euro setzen auch die Erzeugerpreise für Raps ihren Aufwärtstrend fort. Vor allem Kontrakte der Ernte 2026 legen spürbar zu.

Die Pariser Rapsnotierungen bewegen sich zunächst weiter aufwärts. Nach einem Rückgang zum Mitte der Woche, legten die Kurse zuletzt erneut zu. So schloss der Fronttermin Mai am 26.02.2026 bei 484,25 EUR/t und damit zwar deutlich unter der Vorwoche, aber rund 1,25 EUR/t über dem Vortag.

Unterstützt wurden die Kurse von Übersee, insbesondere aus Kanada und den USA. Hinzu kommt der zuletzt schwächere Euro, welcher die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Ware auf dem Weltmarkt steigert. Gleichzeitig schüren die Überschwemmungen im Westen Frankreichs die Sorge um die Rapsbestände und das zu erzielende Ertragspotenzial der Ernte 2026. Abzuwarten bleibt, wie viele der Felder nachgesät werden müssen.

Das Plus in Paris zur Wochenmitte wurde im Nachgang auf Großhandelsebene nachvollzogen. Dabei bleiben die Prämien weitestgehend unverändert. Franko Hamburg werden mit 497 EUR/t zur Lieferung ab Mai zuletzt rund 2 EUR/t mehr in Aussicht gestellt. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein, welche sich ebenfalls um 2 auf 505 EUR/t verteuern. Für Vorkontrakte der kommenden Ernte sind bis zu 478 EUR/t möglich. Dabei bleibt es insgesamt ruhig. Vereinzelt wird jedoch Interesse an Vorkontrakten signalisiert, Umsätze kommen dabei jedoch nicht zustande. So bleibt der Anteil bereits vertraglich gebundener Partien gering.

Auch auf Erzeugerebene geht es aufwärts. Im Bundesmittel sind für Partien der Ernte 2025 rund 472,40 (445-490) EUR/t möglich und damit 2,80 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Mit den Preissteigerungen nimmt auch die Abgabebereitschaft der Erzeuger zu. Das betrifft sowohl Restmengen der alten Ernte als auch Vorkontrakte der Ernte 2026. Hier sind im Mittel zuletzt 443,00 (415-475) EUR/t im Gespräch, ein Plus von 3,70 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche.
Niedersächsische Marktteilnehmer berichten von 465 – 489 EUR/t ab Hof für prompten Raps und zwischen 438 – 460,5 EUR/t für Vorkontrakte. Im Süden des Landes ist dabei etwas mehr möglich, als im Norden.

27.02.2026
Wachsende Importe von Kartoffelprodukten
Pflanzen

(AMI) Auch wenn für die Verarbeitung in Deutschland reichlich günstiger Rohstoff in Form von Kartoffeln zur Verfügung steht, gewinnen Importe von Produkten aus den Niederlanden stark. Beim Export kommt das Geschäft mit frischen Kartoffeln weiter nicht an das Vorjahr heran.

Speisekartoffelausfuhren fielen im Dezember 2025 mit 221.000 t noch ganz gut aus, auch wenn der Rekordwert des Vorjahres um 7 % verfehlt wurde. Die Preise ließen zwar auf mehr hoffen, es bleibt aber bei der extrem schwierigen Lage beim Pommes frites Rohstoff für Verarbeiter in Belgien und in den Niederlanden, die den Hauptanteil der Lieferungen ausmachen. Das können weder die vertraglich vereinbarten Mehrmengen für Kunden in Frankreich noch zusätzliche Lieferungen in Richtung in einzelne Länder Ost- oder Südosteuropas ausgleichen. Außerdem wird weniger nach Italien, Dänemark und vor allem Polen geliefert. Der Saisonrückstand gegenüber dem Rekordjahr 2024/25 beträgt nun mit dem ersten Halbjahr 16 %.

Obwohl es hierzulande genügend Kartoffeln für jedwede Verwertung gibt, übertrifft der Kartoffelimport seit Juli 2025 weiterhin den der Jahre ab 2021/22. Erklärbar ist das wohl nur mit Vertragsmengen aus den Niederlanden. Der Speisekartoffelmarkt nimmt höchstens nennenswerte Mengen aus Frankreich auf. Die sind zwar leicht rückläufig, lagen aber bis Ende 2025 auf einem noch hohen Niveau. Das könnte sich noch ändern, weil der deutschen Lagerware hier und da nun doch ein Vorzug vom Handel eingeräumt wird. Im Dezember war die Gesamtmenge 7 % kleiner als im Vorjahr, was schon an einen gewissen Schwund bei den Lagerkartoffeln aus Frankreich lag.

25.02.2026
Aktueller Schweinemarkt in Europa
Schwein

(AMI) Die Preise für Schlachtschweine entwickeln sich aktuell in den meisten europäischen Ländern stabil bis fester. Dabei wird vermehrt von einer regen Nachfrage der Schlachtunternehmen gesprochen. In Frankreich sinken die Schlachtgewichte, liegen jedoch weiterhin über dem Vorjahresniveau. Für den Schlachtschweinepreis wird eine stabile Entwicklung erwartet. In Belgien stieg der Preis erneut leicht an, die Nachfrage kann teilweise nicht vollständig bedient werden. In Dänemark bleibt der Handel mit Schlachtschweinen weitgehend ausgeglichen und auch die Preise zeigen kaum Veränderungen. In Spanien wird der Markt weiterhin von einem knappen Angebot bestimmt. Die Nachfrage der Schlachtunternehmen kann nicht immer gedeckt werden. Am italienischen Schlachtschweinemarkt sind inzwischen zumindest kleinere Impulse erkennbar. Zwar bleibt die Marktlage weiter angespannt und der Preis ist unter Druck, mit Blick auf die kommenden Wochen wird aber eine Stabilisierung erwartet. In Deutschland agieren die Schlachtunternehmen nach dem letzten Preisanstieg vorsichtiger. Dennoch lassen sich die vorhandenen Mengen durchweg absetzen, in immer mehr Regionen wird von knappen Stückzahlen berichtet. Die Preisempfehlung steigt entsprechend weiter.

25.02.2026
Fleischgipfel: DBV warnt vor massivem Strukturbruch
Schwein

Anlässlich des Fleischgipfels bei Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer fordert die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, notwendige Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Schweinehaltung in Deutschland. „Wir brauchen ein ganzes Paket an Maßnahmen. Vor allem unsere Sauenhalter benötigen nach dem abrupten Ende des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung eine alternative, adäquate Unterstützung, um die anstehenden enormen Kosten, verursacht durch die gesetzlichen Veränderungen, stemmen zu können. Andernfalls droht ein katastrophaler Strukturbruch. Auch das Genehmigungsrecht muss in diesem Zusammenhang dringend angepasst werden. Ferner bedarf es einer besseren Koordinierung des Bundes beim Tierseuchenmanagement. Darüber hinaus muss mit der Agrarexportstrategie des Bundes auch eine Öffnung wichtiger seit Jahren tierseuchenbedingt geschlossener Märkte, einhergehen. Nicht zuletzt ist es jetzt zwingend erforderlich, dass auch die steuerfreie Risikoausgleichsrücklage unverzüglich kommt, um mit den immer stärker schwankenden Märkten besser umgehen zu können.“

25.02.2026
EU führte 2025 mehr Schweinefleisch aus
Schwein

(AMI) Im Jahr 2025 steigerten die Mitgliedsstaaten der EU‑27 ihre Exporte von Schweinen und Schweinefleisch um rund 2,1 % gegenüber 2024. Insgesamt wurden etwa 4,2 Mio. t in Drittstaaten geliefert. Spanien blieb mit fast einem Drittel Marktanteil wichtigster Exporteur. Seit dem Auftreten der ASP sind die Exportmöglichkeiten dort jedoch eingeschränkt, was sich bereits in niedrigeren Mengen im Dezember zeigt. Zu den weiteren bedeutenden Exporteuren zählen die Niederlande und Dänemark, gefolgt von Deutschland. Wichtigster Abnehmer war weiterhin China, wobei die Einfuhren aufgrund der gestiegenen heimischen Produktion unter dem Vorjahresniveau lagen. Auch das Vereinigte Königreich, zweitgrößter Abnehmer, importierte weniger als 2024. Starke Zuwächse in anderen Absatzmärkten konnten diese Rückgänge jedoch mehr als ausgleichen.