(DBV) Im Milch-Studio der Branchenkommunikation Milch kommen auf TikTok Fakten, Trends und Gäste zusammen. In jungen, plattformaffinen Formaten geht es auf den Hof, auf die Straße oder in Frage-Formate. Das Milchstudio ist am 1. Juni 2025 gestartet
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Lokales aus dem Kreisverband
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
13.06.2025
13.06.2025
Wolf: Umstufung in FFH-Richtlinie final Milch und Rind
(DBV) Anfang Juni hat der Europäische Rat nach der bereits erfolgten Zustimmung im EU-Parlament den Schutzstatus des Wolfes von „streng geschützt“ auf „geschützt” in der FFH-Richtlinie geändert. Die Mitgliedsstaaten können ihre nationalen Rechtsvorschriften entsprechend anpassen, womit aus Sicht des DBV nun auch die Bundesebene gefordert ist.
13.06.2025
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) In der 22. KW ist die Milchanlieferung in Deutschland leicht gesunken – Im Vergleich zur Vorwoche um 0,1 % und im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 %. Der saisonale Rückgang setzt sich damit fort. Abgepackte Butter bleibt gefragt. Feiertage, Spargelsaison und Aktionen fördern den Absatz. Preise sind stabil. Blockbutter ist weiter gefragt, auch für kurz- und langfristige Termine. Kurzfristig werden höhere Preise eher akzeptiert. Langfristig herrscht Zurückhaltung wegen Unsicherheiten und unterschiedlicher Preisvorstellungen. Der Schnittkäsemarkt ist ausgeglichen. Die Bestände sind niedrig, die Nachfrage stabil. Handel und Industrie kaufen planmäßig, Außengastronomie bleibt nach Pfingsten noch verhalten.

MMP-Markt ruhig, bestehende Verträge laufen, langfristige Abschlüsse selten. Schokoladenindustrie zögerlich, Preise uneinheitlich bis stabil. VMP-Markt ist ruhig, Nachfrage stabil, Preise wegen hoher Sahnepreise leicht fester. Der MP-Markt ist ruhig und ausgeglichen. Lebensmittelware wird stabil gehandelt, Futtermittelqualität leicht günstiger.
13.06.2025
Mastputen: Antibiotika erfolgreich reduziert Geflügel
Vor zehn Jahren wurden erstmals Kennzahlen zum Antibiotikaverbrauch veröffentlicht. Damals wiesen Mastputen unter allen untersuchten Tierarten die höchsten Therapiehäufigkeiten und die höchsten E. coli-Resistenzen auf. Puten galten somit als Negativbeispiel für den verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika. Laut Daten des Benchmarking-Systems wurde der Antibiotikaeinsatz in der Mastputenhaltung in den letzten zehn Jahren deutlich reduziert – auch bei für die Humanmedizin besonders wichtigen Wirkstoffen. Handlungsbedarf besteht weiterhin bei Fluorchinolonen und Polypeptiden. Die Resistenzraten von E. coli sind nicht gestiegen, bei mehreren Antibiotika sogar statistisch signifikant gesunken. Grundsatz bleibt: Antibiotika nur so viel wie nötig einsetzen.
13.06.2025
Brasilien drängt auf globale Impfdebatte gegen HPAI Geflügel
Nachdem im Mai der erste Vogelgrippe-Ausbruch in einem kommerziellen Geflügelbetrieb in Brasilien registriert wurde, hat das brasilianische Agrarministerium internationale Impulskraft gewonnen. Auf dem WOAH-Treffen in Paris sprach sich Agrarminister Carlos Favaro für eine weltweite Debatte über Impfstrategien gegen die Aviäre Influenza (HPAI) aus. Brasilien, größter Hähnchenexporteuer weltweit, bietet an, 2026 eine globale Tiergesundheitskonferenz auszurichten, um Fragen zur Impfung gegen HPAI im Kontext des globalen Handels mit Geflügelprodukten zu erörtern. Ein zentrales Anliegen ist dabei, Handelsrisiken zu minimieren und die Regionalisierung zu stärken. Der Vorschlag zielt darauf ab, durch einen offenen Dialog zwischen Exporteuren und Importeuren pauschale Handelsbeschränkungen im Falle von Impfungen zu vermeiden. Favaro unterstützt einen Regionalisierungsansatz, bei dem nur spezifisch betroffene Regionen vom Export ausgeschlossen werden sollen, anstatt ganze Länder zu benachteiligen.
13.06.2025
USA: Erneut HPAI bei Legehennen in Arizona Geflügel
In Maricopa County, Arizona, wurden Ende Mai 2025 laut USDA über 1,35 Mio. Legehennen mit HPAI infiziert. Insgesamt sind in diesem Jahr vier Betriebe betroffen, mit insgesamt mehreren Millionen Tieren. Hickman’s Family Farms verlor fast den gesamten Bestand von 6 Mio. Hennen. Das Unternehmen musste Personal abbauen und warnt vor Lieferengpässen und steigenden Eierpreisen. CEO Glenn Hickman fordert den Einsatz eines HPAI-Impfstoffs, der zwar in den USA produziert, aber bisher nicht eingesetzt wird.
13.06.2025
Keine Inflationsbremse mehr Geflügel
Lebensmittel verteuern sich weiterhin stärker als die allgemeinen Verbraucherpreise. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Inflation bei Nahrungsmitteln im April 2025 bei 2,8 % – zwar leicht unter dem März-Wert, aber weiterhin über der Gesamtinflation von 2,1 %. Zuletzt wirkten Lebensmittelpreise im Oktober 2021 inflationsdämpfend. Im Jahresvergleich stiegen die Preise für Eier um 2,7 % und für Geflügelfleisch um 0,7 % an. Die Preise für Gemüse (ohne Kartoffeln) und für Obst stiegen ebenfalls deutlich. Butter verteuerte sich um 16,5 %, während Margarine und Olivenöl günstiger wurden. Milch, Käse und Quark wurden ebenfalls teurer. Fleischpreise zogen unterschiedlich an: Rind und Kalb +7,4 % und Schwein +3,2 %. Fleisch- und Wurstwaren wurden im Schnitt günstiger. Zucker wurde deutlich günstiger, bleibt im Vergleich zu 2022 jedoch weiterhin teuer. Brot- und Getreideprodukte stiegen moderat, wobei Brot und Brötchen 1,9 % teurer wurden und Mehl 1,2 % günstiger.
13.06.2025
Matif-Weizen unter 200 EUR/t Pflanzen
Die Pariser Weizenkurse haben angesichts verbesserter Vegetationsbedingungen in Europa sowie hartem Wettbewerb am Exportmarkt nachgegeben. Auch US-Weizen stand unter Druck, da die Feldbestandsbewertungen die Erwartungen übertrafen.
(AMI) Die Weizenkurse an der Pariser Euronext standen in der zurückliegenden Berichtswoche unter Druck. Der Fronttermin September 2025 schloss am 12.06.2025 auf 198,75 EUR/t und damit 4 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche sowie unter der wichtigen technischen Marke von 200 EUR/t. Damit fiel der Referenzkontrakt nicht nur auf ein Kontrakttief, sondern unterschritt erstmals seit März 2024 wieder diese psychologisch bedeutende Schwelle.
Belastet wurden die Kurse durch die verbesserten Vegetationsbedingungen in Nordwesteuropa. Die einsetzenden Niederschläge ließen die Sorgen um die Erträge zuletzt deutlich abflauen. Die nun steigenden Temperaturen in Kombination mit weiteren punktuellen Regenfällen dürften besonders in Deutschland den Feldbeständen zugutekommen. Auch im Norden Frankreichs hat sich die Lage entspannt – die dortige Niederschlagsmenge wird mittlerweile als ausreichend eingeschätzt.
Zusätzlich lastet der harte Wettbewerb auf den Kursen. Bei der ohnehin schwächelnden internationalen Nachfrage haben Partien aus Westeuropa häufig das Nachsehen gegenüber Herkünften aus der Schwarzmeerregion und Russland. Der gestiegene Eurokurs in den vergangenen Wochen verstärkt diesen Effekt. So bleiben die Weizenexporte der EU in der sich dem Ende zuneigenden Vermarktungssaison deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Nach Angaben der EU-Kommission wurden im Wirtschaftsjahr 2024/25 bislang 19,5 Mio. t Weizen exportiert – 33 % weniger als zum Vergleichszeitpunkt im Vorjahr.
Auch für die kommende Saison dürfte Russland über erhebliche Exportmengen verfügen. Das Beratungsunternehmen Sovecon hob jüngst seine Prognose zur russischen Weizenernte 2025 um 1,8 auf 82,8 Mio. t an. Im Vorjahr hatten russische Erzeuger rund 81,6 Mio. t gedroschen. Allerdings bleibt die Entwicklung in der wichtigen Anbauregion Rostow kritisch – hier wurde mittlerweile wegen anhaltender Dürre der Notstand ausgerufen.

