Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Meldungen aus dem Landesverband

Fr, 21.02.2025

Nur noch wenig Raps in Erzeugerhand

Im Einklang mit den festen Vorgaben an der Pariser Börse geht es auch hierzulande aufwärts. Das betrifft sowohl Raps der Ernte 2024 als auch der Ernte 2025.

(AMI) Nach dem Auf und Ab der vergangenen Woche konnten sich die Pariser Rapsnotierungen zuletzt merklich befestigen. So verzeichnete der Fronttermin Mai 25 vier Tage in Folge grüne Zahlen und schloss mit 533 EUR/t am 18.02.2025 rund 10 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der kommenden Ernte legen zu, auch wenn der Kursanstieg hier etwas weniger deutlich ausfällt. So notiert der August-25-Kontrakt zuletzt 499,25 EUR/t und verzeichnet damit auf Wochensicht ein Plus von 5 EUR/t. Kurstreibende Impulse kamen dabei aus Kanada, immerhin erreichten die Canola-Notierungen hier zwischenzeitlich ein Jahreshoch. Ausschlaggebend dafür waren rege Exporte bei gleichzeitig schrumpfenden Vorräten.

Das Kursplus in Paris zeigt auch auf Großhandelsebene Preiswirkung. So sind franko Hamburg am 19.02.2025 rund 538 EUR/t für Partien zur Lieferung ab April möglich und damit, bei angehobener Prämie (+2) rund 12 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Gleiches gilt für Partien franko Niederrhein. Hier bleibt das Aufgeld allerdings unverändert, so dass mit 541 EUR/t für prompte Ware rund 10 EUR/t mehr im Gespräch sind. Dabei bleiben die Umsätze auch weiterhin überschaubar. Das betrifft sowohl die alte als auch die neue Ernte. Die Importe aus Australien laufen weiterhin stetig. Allerdings betrifft das nur bereits vertraglich kontrahierte Ware, Neugeschäft kommt aktuell kaum zustande.

Auch auf Erzeugerstufe geht es aufwärts, hier klettern die Forderungen im Bundesdurchschnitt sogar wieder über die Linie von 500 EUR/t. So werden im Mittel für Partien der Ernte 2024 rund 502,40 EUR/t gefordert und damit 10,10 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 470-527 EUR/t. Nach Einschätzung des Marktes dürfte sich kaum noch Ware in Erzeugerhand befinden. Mit der Vermarktung der Restmengen wird in der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen größtenteils abgewartet. So bleiben die Umsätze gering. Bestehende Kontrakte werden abgewickelt. Ein anderes Bild zeigt sich indes mit Raps der Ernte 2025. Hier wurden zuletzt regional Vorkontrakte abgeschlossen. Mit 462,20 (440-500) EUR/t waren dabei im Mittel 3,10 EUR/t mehr möglich als in der Vorwoche.

Die Feldbestände befinden sich bislang in einem guten Zustand. Gebietsweise gab es Fröste mit bis zu -15°C, teils mit geschlossener, teils mit leichter oder ohne Schneedecke. Ende der 08. KW werden höhere Temperaturen erwartet. So können bei Befahrbarkeit die unterbrochenen Düngemaßnahmen fortgesetzt werden.

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