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Fr, 17.01.2025

Warten auf Preisaufschlag für Speisekartoffeln

Langsam verschiebt sich das Speisekartoffelangebot auf Herkünfte in kostspieligerer Langzeitlagerung und die Nachfrage der Verbraucher bleibt überraschend gut. Da erwarten Lagerhalter demnächst Preisaufschläge.

(AMI) Der Markt für Speisekartoffeln ist unverändert fest. Die Nachfrage des LEHs wird bedient, wobei bisher noch kaum höhere Preise gefordert wurden als vor Weihnachten. Die Anzeichen, dass sich dies aber bis Februar ändert, verstärken sich. Schon in den nächsten Preisrunden mit dem LEH dürften Abpacker mehr für ihre Kleingebinde verlangen, um den Erzeugern einen Lagerkostenaufschlag gewähren zu können. Schon jetzt werden hier und da Kartoffeln aus Kühllägern vermarktet. Diese wird der Handel aber wohl nicht mehr in ausreichenden Mengen zu bisherigen Preisen bekommen, wenn erst einmal bundesweit darauf umgestellt werden muss.

Je nach Region wird der Zeitpunkt für eine Preisanpassung unterschiedlich gesehen. Vor allem in den südlichen Zuschussgebieten wird der Markt früher reagieren müssen, weil es fast keine Kartoffeln aus dem Flächenlager mehr gibt. Im Norden kann zusätzlich eine unvermindert hohe Exportnachfrage die Motivation der Branche stärken, mit höheren Preisen nicht zu viele Kartoffeln abfließen zu lassen. Auch wenn die netto zur Verfügung stehende Kartoffelmenge schlecht quantifiziert werden kann, herrscht doch allgemein die Meinung vor, dass später noch jede Kartoffel für den hiesigen Markt gebraucht wird, die vorrätig ist und dafür taugt.

Das vorläufige Ernteergebnis mit 12,7 Mio. t hatte zunächst zu anderen Einschätzungen geführt. Weil aber trotz guter Proberodungsergebnisse viele Landwirte ihre Scheunen nicht so voll bekommen haben, wie erwartet, hat sich das Blatt gewendet. Womöglich bestätigt sich das im endgültigen Ernteergebnis, welches es zum Monatswechsel geben wird. Die Korrektur der Anbaufläche um minus 6.000 ha war jedenfalls schon mal ein Schritt in diese Richtung.

Neben Exporten, hohen Absortierungen und kleineren Vorräten als erwartet, trägt auch die Nachfrageentwicklung zu einer festen Stimmung am Speisekartoffelmarkt bei. Auch in der dritten Kalenderwoche heißt es wieder verbreitet, dass mehr Kartoffeln im LEH eingekauft werden als zunächst vermutet. Das jetzt kalte Wetter mag dazu beitragen, vor allem aber helfen die nicht enden wollenden Werbeaktionen des LHEs.

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