Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 17.01.2025

Rapspreis 110 EUR/t über Vorjahreslinie

Der Rapspreis klettert wieder über die Marke von 500 EUR/t. Das kann die Abgabebereitschaft der Erzeuger beleben. Dabei wird das attraktive Niveau insbesondere zur Absicherung der kommenden Ernte genutzt.

(AMI) Die Pariser Rapsnotierungen tendierten in der laufenden Handelswoche nahezu durchweg fester. Lediglich zum Start der 03. KW änderten sich die Vorzeichen. So schloss der Fronttermin Februar am 14.01.2025 bei 537,25 EUR/t und damit rund 16,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Mit 537,75 EUR/t notiert der Mai-Kontrakt nun sogar marginal höher als der Fronttermin. Zur Erinnerung – vor den Weihnachtsfeiertagen gab es noch einen Invers von über 17 EUR/t. Auch Partien der Ernte 2025 konnten sich auf Wochensicht befestigen. Mit 490 EUR/t schloss der August-25-Kontrakt 11,50 EUR/t höher als noch in der Woche zuvor.
Neben dem Kursanstieg der US-Sojabohnen standen dabei auch die Entwicklungen am Markt für Rohöl im Fokus. Hier herrscht weiterhin Verunsicherung hinsichtlich der geplanten Änderungen der US-Zollpolitik unter dem designierten Präsidenten Donald Trump. Hinzu kommt der schwache Euro, welcher die Nachfrage nach EU-Partien ankurbeln dürfte.

Mit dem Plus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Franko Hamburg werden mit 543 EUR/t für Partien zur Lieferung ab April bei unverändertem Aufgeld 21 EUR/t mehr in Aussicht gestellt. Franko Niederrhein sind zur Lieferung ab Februar mit 545 EUR/t bei zurückgenommener Prämie (-1) rund 15 EUR/t weniger möglich. Für Partien der Ernte 2025 werden bis zu 494 EUR/t gemeldet. Umsätze stehen hier jedoch auch Mitte Januar kaum dahinter. Ölmühlen verweisen vorerst auf ihre gute Deckung. Importe aus Australien laufen indes stetig, auch wenn hier bislang nur wenig gehandelt wird.

Auch auf Erzeugerstufe ändern die Forderungen die Richtung und legen im Aufwind der festen Terminmarktnotierungen kräftig zu. Im Bundesdurchschnitt werden mit 506,50 knapp 19 EUR/t mehr aufgerufen als noch in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 480-531 EUR/t. Zum Vorjahreszeitpunkt erhielten Erzeuger mit 397 knapp 110 EUR/t weniger. Die Erzeugerpreise nähern sich damit auch wieder den Preisen in der Saison 2022/23 an. Zur Vermarktung der alten Ernte wird das Preisniveau nur noch vereinzelt genutzt, denn hier sind die Lager weitestgehend geräumt. Das Interesse an Vorkontrakten wächst jedoch. Hier sind mit 453,70 (425-515) EUR/t im Mittel gut 14 EUR/t mehr im Gespräch. Vereinzelt werden auch Umsätze in die Bücher geschrieben. Ölmühlen signalisieren regional ebenfalls Bedarf.

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